Du schreibst mir nicht vor, was ich esse!

Ein Beitrag von Carsten

Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, was ich zu essen habe!

"Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, was ich zu essen habe!"

Diese echauffierende Äußerung ist ein Paradebeispiel für eine typische Macho-Reaktion. Der so Argumentierende, will mit dieser klaren Aussage seine Ernährungs-Souveränität klarstellen. Hier ist die klare Grenze! Bis hierher und keinen Schritt weiter!

Anders als man denkt

Ich möchte hier gar nicht darauf eingehen, ob wir Veganer oder gar der Veganismus an sich überhaupt irgendjemanden Vorschriften machen. Vielmehr möchte ich auf einen interessanten Aspekt zu sprechen kommen, der auf dem ersten Blick nicht immer sichtbar ist. Nämlich der Behauptung, dass der so argumentierende Fleischesser sich eigentlich doch sein Essen vorschreiben lässt. Jedoch von unerwarteter Seite.

Schauen wir mal genauer hin

Wie sehr sich solche vermeintlich souveränen Fleischesser doch die eigenen Essgewohnheiten vorschreiben lassen, erkennst Du an folgendem Beispiel:

Stell Dir vor, besagte Person würde zum nächsten Grillfest mit Freunden und Kameraden gehen. Und stell Dir vor, besagte Person nimmt statt Steak, Kotlett und Wurst vegane Grillalternativen und Gemüsesticks mit zum Grillfest.

Was glaubst Du...?

Was glaubst Du, wie schnell er sich vom aufkommenden Gruppenzwang vereinnahmen lässt und wie groß der Gegenwind sein wird?

Gesetz dem Fall, besagter Fleischesser würde sich wirklich nicht vorschreiben lassen, was er zu essen hat, müsste er in dieser Situation weiterhin an seinen veganen Alternativen festhalten.

Du stimmst mir sicherlich zu, dass seine frei Wahl für veganes Grillen sehr schnell dahin schmelzen wird. Die Adaption der gängigen Essgewohnheiten seines Freundeskreises wird nicht lange auf sich warten lassen. Er wird sich – wieder einmal – von seinem Freundeskreis vorschreiben lassen, was man(n) auf einem Grillfest zu essen hat.

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