Kraftorte im Innen und Außen finden

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Folge 055 - Kraftorte im Innen und im Außen finden

Früher musste ich bei Kraftorten immer an den Film "Fight Club" denken und diese Szene, in der der Erzähler sein Krafttier, den Pinguin entdeckt.

In dieser Folge soll es aber tatsächlich um KraftORTE und nicht um KraftTIERE gehen und zwar zum einen um ganz reale Orte, zu denen Du gehen kannst, wenn Du Energie brauchst und einen Kraftort im inneren, den Du Dir vorstellen kannst.

Reale Kraftorte können alle Orte sein, die Du leicht erreichen kannst und an denen Du das Gefühl hast, Kraft zu tanken.

Für mich sind Kraftorte fast immer Orte, an denen ich alleine bin - für Dich kann das natürlich anders sein.

Wie wertvoll Kraftorte sind, wie Du sie finden und was Du tun kannst, wenn Du gerade nicht die Möglichkeit hast sie aufzusuchen, darüber spreche ich in dieser Podcastfolge.

Vollständiges Transkript

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge des Von Herzen Vegan Podcasts, der dir hilft, dich gelassen und souverän durch deinen veganen Alltag zu bewegen. Ich bin Stefanie und ich möchte in dieser Folge über Kraftorte sprechen.

Bei Kraftorten habe ich früher immer so an „Fight Club“ gedacht. Du kennst den Film vielleicht auch und diese Szene mit dem Pinguin, das Krafttier, das dann angewatschelt kommt. Das ist jetzt, wie gesagt, das Krafttier und nicht der Kraftort. Also von daher, worum es mir jetzt geht, sind Kraftorte. Kraftorte kannst du sowohl in deinem Inneren als auch im Äußeren finden.

Und im Äußeren sind das also ganz banal Orte, die dir Kraft geben. Also Orte, an die du dich zurückziehen kannst, wenn dir alles zu viel wird oder wenn du das Gefühl hast, du möchtest gerne Kraft tanken. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr wichtig ist, sich solche Orte im Alltag in der Umgebung zu suchen, Orte, die leicht zu erreichen sind, Orte, die individuell zu dir passen. Ein Kraftort für mich muss kein Kraftort für dich sein. Es ist auch sehr hilfreich, wenn du deine Wohnung oder dein Haus zu einem Kraftort machst oder zumindest irgendwo einen Raum hast, wo du dich zurückziehen, wo du Kraft schöpfen kannst.

Wenn dir das nicht möglich ist, weil vielleicht die Familie zu groß ist, zu viele Familienmitglieder auf einem Haufen immer laut, lärmig und so und du nie die Möglichkeit hast, dich irgendwo ruhig zurückzuziehen, dann ist es in jedem Fall sinnvoll, sich auch außerhalb der Wohnung oder das Hauses Kraftorte zu suchen.

Also was sind jetzt so Kraftorte für mich? Ich bin ja jetzt gerade umgezogen, das heißt vorher bin ich zum Beispiel dann an die Elbe gegangen oder ich habe einen Spaziergang durch die Apfelplantagen gemacht. Ich habe eher Orte gesucht, an denen ich alleine bin. Ich habe mich auch auf den Friedhof gesetzt. Ich habe direkt neben einem Friedhof gewohnt und habe dann da eine Bank gefunden, die relativ versteckt lag, wo ich mich dann in Ruhe hinsetzen konnte und dem Wind lauschen, dem Blätterrauschen.

Und gerade auch unter Bäumen sitzen oder sich unter Bäume zu begeben hat tatsächlich eine sehr heilende Wirkung, weil die Bäume einem bestimmten Stoff abgeben, der unser menschliches Nervensystem beruhigt. Das heißt, wenn du dich mindestens fünf Minuten unter Bäume begibst, dann beruhigt das auch dein Nervensystem. Die Japaner·innen nennen das „Waldbaden“.

Und meine Einladung an dich ist: überleg dir doch mal, wo in deiner Umgebung Kraftorte sein könnten, an die du dich zurückziehen kannst. Wenn du das Gefühl hast, du möchtest gerne Kraft schöpfen, wenn du Ruhe brauchst oder einfach nur als tägliches Power-Up. Jetzt, nachdem ich umgezogen bin, habe ich hier einen riesen Wald in der Nähe. Das heißt, ich bin gerade dabei, so die Umgebung zu erforschen und zu schauen, wo könnte ich hingehen, wenn ich Ruhe brauche. Und da ist jetzt also mein erster Favorit tatsächlich der Waldspaziergang und da dann zu schauen, kann ich einen Ort finden, wo ich mich vielleicht auch hinsetzen kann und vielleicht auch mit dem Fahrrad irgendwohin. Also es sollte eben so erreichbar sein, dass du jederzeit da hinkommen kannst und dass es jetzt kein Geld kostet, um da hinzukommen, sondern dass du das kostenlos erreichen kannst, damit es einfach ist, aufzusuchen.

Also es ist bei mir zum Beispiel beim Schwimmen gehen, das ist jetzt eher kein Ort, sondern das wäre für mich ein Power-Up, Schwimmen zu gehen. Aber das nächste Schwimmbad ist für mich eine halbe Stunde mit dem Rad entfernt und selbst als das Schwimmbad noch fünf Minuten mit dem Rad entfernt war, bin ich trotzdem nicht hingegangen, weil ich zum einen hätte Eintritt zahlen müssen, was in Hamburg nicht gerade günstig ist und zum anderen, ich das einfach nicht vereinbaren konnte mit der Zeit, in der ich denn jetzt hätte schwimmen gehen können. Denn ich hätte natürlich vormittags schwimmen gehen können, das schneidet dann aber in die Zeit rein, die mir am Tag nur bleibt, um zu arbeiten und da ist mir das Arbeiten eben einfach wichtiger gewesen und ich hätte jetzt auch abends schwimmen gehen können, wenn Carsten dann wieder zu Hause war, um auf das Kind aufzupassen, nur ist abends einfach meine Motivation immer völlig erloschen irgendwo noch hinzugehen. Ich bin ein Morgenmensch, ich kann früh aufstehen und morgens Sport machen, das ist für mich gar kein Problem, ich kann um 5 Uhr morgens joggen oder schwimmen gehen oder was auch immer, aber abends kann ich einfach, das geht nicht, da muss ich mich schon ganz stark dazu zwingen, das zu machen und da habe ich immer irgendwie eine Ausrede gefunden und letztlich habe ich es dann eben gelassen und so ist jetzt eben auch das Schwimmen gehen für mich weit entfernt, auch wenn ich es wirklich gerne tun würde, aber die Motivation ist einfach nicht so stark, dass ich dann auch letztlich dahin fahre.

Es sollte also ein Ort sein, den du leicht erreichen kannst, damit du auch im Notfall, wenn du merkst, okay, es geht gar nichts mehr, ich muss jetzt hier raus, direkt dorthin gehen kannst. Etwas ähnliches kannst du auch im Innen erleben und das ist definitiv etwas, wenn du merkst, okay, zum Beispiel, wenn du gerade arbeitest und du kannst einfach nicht weg, dann ist ja der einzige Zufluchtsort meist die Toilette, wenn du die Möglichkeit hast zu sagen, okay, ich gehe jetzt mal fünf Minuten zur Toilette, dich dorthin zu setzen und dann die Augen zu schließen und nach innen zu spüren.

Das ist dann eine Übungssache, also den inneren Ort zu entwickeln, einem Kraftort, an den du dich zurückziehen kannst, das ist etwas, was eine Weile dauert, weil es ja erstmal darum geht zu gestalten, wie sieht denn so ein Rückzugsort aus, das ist wieder für jeden total unterschiedlich und wo würdest du dich wohlfühlen und bei mir ist es ganz klar am Meer, an der Steilküste zum Beispiel und da den Wind zu spüren, dir also den Ort, den du zum Beispiel im Außen schon hast, dir im Inneren vorzustellen und dich dann in deinen Gedanken dorthin zurückzuziehen und dort tief durchzuatmen, das wäre eine Möglichkeit und wenn du, wie viele, ein schlechtes Gewissen hast, jetzt deine Arbeit zu unterbrechen um fünf Minuten dafür zu nutzen, um zum Beispiel eben tief durchzuatmen oder deinen inneren Kraftort aufzusuchen, dann überleg dir doch - wenn du Nichtraucher·in bist, wenn du Rauche·in bist, funktioniert das natürlich nicht - wie oft Raucher·innen Pause machen und das machst du als Nichtraucher·in natürlich nicht. Wenn du also so ein schlechtes Gewissen hast, dann kannst du das vielleicht heranziehen als Vergleichswert, wenn du sagst okay, die gehen mindestens eine Viertelstunde pro Tag rauchen, dann kannst du auch mal für fünf Minuten auf der Toilette verschwinden und tief durchatmen und an deinen inneren Kraftort gehen, um dort zur Ruhe zu kommen und Energie zu tanken.

Also den Kraftort im Inneren zu finden und zu kreieren, das ist also eher ein fantasievoller Akt und Kraftorte im Außen zu finden, das hat für mich ganz viel auch mit Abenteuer und Neugier zu tun, weil es auch was damit zu tun hat deine Gegend zu erforschen und zu schauen, was ist denn in meiner direkten unmittelbaren Umgebung, was gibt es da alles und was tut mir da gut, was tut mir nicht gut und das ist ja wirklich je nach Typ unterschiedlich, was dir guttut und was nicht.

Manche Menschen fühlen sich wohl, wenn sie unter anderen Menschen sind und mit ganz vielen Menschen zusammen und dann gibt es aber auch wieder viele Menschen, die sich da eben nicht wohl fühlen und eher Ruhe und Stille brauchen und dann ist es eben auch wieder Phasenweise, also dass es sein kann, dass du eigentlich eher extrovertiert bist, aber du brauchst auch mal Ruhe und hast jetzt einfach deine ganze Energie verbraucht und suchst dann eher die Einsamkeit.

Und dann danke ich dir, dass du zugehört hast und ich freue mich, wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist.

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