Folge 115 - Katinka Ehret über den veganen Weltschmerz

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Folge 115 - Katinka Ehret über den veganen Weltschmerz

In dieser Folge habe ich Katinka Ehret zu Gast.

Ich spreche mit ihr über ihren Weg aus dem veganem Weltschmerz und wie sie es geschafft hat, nicht in dem allgegenwärtigen Tierleid zu versinken.

Sie dachte lange Zeit selbst, dass sie kein Recht habe, glücklich zu sein, so lange andere Lebewesen leiden.

Als sie herausfand, dass sie zunächst sich selbst heilen muss, um kraftvoll für alle anderen Lebewesen da zu sein, war das für sie der Weg aus ihrem Leid heraus in ein glückliches Leben.

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Vollständiges Transkript

Stefanie Herzlich willkommen zu dieser neuen Folge des Von Herzen Vegan Podcasts, der dir hilft, dich gelassen und souverän durch deinen veganen Alltag zu bewegen. Ich bin Stefanie und in dieser Folge freue ich mich, wieder einen Gast zu haben. Und zwar spreche ich mit Katinka Ehret, die viel zum Thema veganer Weltschmerz zu sagen hat. Und ich widme diese Folge Maria und allen, denen es ähnlich geht wie dir, Maria. Ich habe Katinka einige Fragen gestellt, wie sie es geschafft hat, aus diesem tiefen Schmerz heraus und wieder ins Leben zurückzufinden und wie sie dieses Wissen an andere weitergibt. Und dann wünsche ich dir viel Freude mit dieser Folge.

Katinka Ja, hallo Stefanie, ich freue mich, dass ich hier bei dir im Podcast sein darf. Ich bin Katinka Ehret und manche kennen mich vielleicht schon. Ich nenne mich ganz gerne auch Wachrüttler und vegane Expertin, spiritueller Coach. Ich weiß nicht. Es sind alles so Bezeichnungen, die versuchen zu beschreiben, was ich tue und wofür ich losgehe. Letzten Endes geht es darum, dass ich Menschen begleiten möchte, in ihre innere Kraft zu kommen, ihren inneren Frieden zu finden. Dass ich aufgrund meiner Reise, die ich selber erlebt habe, über die wir ja auch gleich noch ein bisschen intensiver sprechen werden, gespürt habe, wie wichtig es ist, dass wir innerlich heile werden, dass wir innerlich in unsere Kraft und Größe kommen. Und das war nicht immer so bei mir.

</p><p>In meinem ersten Leben war ich Projektleiterin und Eventmanagerin und habe da auch im Büro, auch bei einem Pharmakonzern damals mal gearbeitet, dann eine Agentur und irgendwann habe ich gesagt, das ist nicht das, was mich glücklich macht, ich kann das gut und ich ziehe da irgendwie auch eine Genugtuung raus und kann mich irgendwie auch beweisen, indem ich die Karriereleiter nach oben gekrabbelt bin. Aber es hat mich nicht zufrieden gemacht, es hat mich nicht glücklich gemacht und ich habe halt irgendwann auch gespürt, ich möchte gerne etwas machen, was Mehrwert für Menschen bedeutet, anderen Menschen vielleicht auch bei ihren ganz persönlichen Zielerreichungen zu helfen. Und ja, da ging es dann darum, dass ich mit den Menschen trainiert habe.

</p><p>Ich habe eine Personal Trainerausbildung gemacht und habe da eben fünf Jahre lang gearbeitet mit den Menschen und durfte feststellen, wie schön das ist, wenn man eins zu eins auch mit Menschen, vor allem auch in ihren persönlichen Lebenswandel arbeitet, um dann festzustellen, dass wir noch so viel im Äußeren arbeiten können, wenn es im Innen nicht stimmt. Also auch da wieder. Da ging dann mein Weg hin zu der inneren Arbeit, hin zu dem Verständnis, wenn wir komische Glaubenssätze haben, wenn wir komische Überzeugungen in uns tragen, wenn wir die falsche Motivation haben, dann rödeln wir uns im Außen ab und vielleicht haben wir kleine Ergebnisse, haben wir auch große Ergebnisse. Aber im Zweifel kosten die unfassbar Energie und sind nicht nachhaltig. Und das hat mich dann quasi letzten Endes dahin gebracht, wo ich jetzt heute bin, nämlich dass ich verstanden habe, dass ich unfassbar gerne verstehen möchte, wie unser Verstand funktioniert, wie unsere inneren Prozesse funktionieren, wie unsere Seele funktioniert, wie dieses zusammen, diese Dinge zusammen funktionieren und dabei Menschen zu helfen, sich selbst besser zu verstehen, um in diese Größe zu kommen, um inneren Frieden zu finden, um wirklich auch das Warum zu finden.

</p><p>Und ja, das ist letzten Endes das, was mich, glaube ich, am besten beschreibt, was ich jetzt gerade tue, wer ich bin und wo ich herkomme. Und ich bin sehr dankbar über den Weg, den ich bis jetzt gehen durfte. Weil ich bin zutiefst überzeugt, dass alle Schritte in unserem Leben dazu beitragen, dass wir genau das tun können, was wir jetzt tun. Und genau so konnte ich jetzt für den Happy Soul Summit, den wir ja zum Beispiel Anfang des Jahres gemacht haben, meine Event Manager Tätigkeiten in meinem ersten Leben sehr, sehr gut gebrauchen.

Stefanie Seit wann lebst du denn schon vegan und wie bist du denn dazu gekommen?

Katinka Also ich lebe vegan, ich muss ein bisschen überlegen. Ich lebe jetzt mittlerweile seit vier Jahren. Ich habe, glaube ich, ein halbes - 3/4 Jahr gebraucht, um vom Omnivore über den Vegetarismus zum Veganismus zu kommen. Und also passiert ist das bei mir damals, weil ich auf Facebook zufälligerweise in Anführungsstrichen einen Minifilm gesehen habe, wo eine Gruppe von jungen Aktivist·innen auf der Straße eine neue Milchsorte verköstigt hat in so kleinen Plastikbecherchen. Und sie haben die Passanten gefragt in dem Video, ob sie mal probieren möchten und wie sie ihnen schmeckt und ob sie die kaufen würden. Und es war halt eine Blindverköstigung und viele sind einfach stehen geblieben und haben probiert und haben dann gesagt: ja, schmeckt gut, irgendwie ein bisschen süßlicher und ja, würde ich kaufen. Was ist das denn für eine spannende, neue Milchsorte? Und letzten Endes haben sie dann am Schluss gesagt bekommen, dass das Hundemilch ist. Und das war der Moment, wo bei mir als Zuschauerin, also wo ich das Video einfach nur gesehen habe, wo ich in mir merke: Huch, irgendwas ist hier komisch, was warum stößt mir das irgendwie gerade sauer auf? Und warum ist das so komisch? Und ich durfte die Reaktionen von den Menschen im Video auch sehen. Von den Passanten, die diese Milch gerade eben noch als lecker und süßlich bezeichnet haben und dann gesagt haben: So was, ist ja ekelhaft. Wie könnt ihr uns so was zu trinken geben? Manche haben sie sogar ausgespuckt, manche haben irgendwie das Gesicht verzogen. Ich weiß nicht mehr so genau die Reaktion, aber sie waren sehr in diese Richtung. Das heißt, da war auf einmal großes Entsetzen und großer Ekel, vielleicht sogar auch ein große Ablehnung gegen das, was ihnen da angeboten wurde, obwohl zwei Sekunden früher noch alles okay war und sie total lecker geschmeckt hat.



</p><p>Und das hat bei mir unfassbar viel ausgelöst, weil ich schon immer eine Fragerin war und immer hinter die Kulissen gerne blicke und nicht einfach irgendwie mit dem Strom schwimme, sondern sage: Ja, ich mache mein Ding, weil ich einen Grund für mich gefunden habe, ein gutes Warum gefunden habe. Weil ich einen Sinn darin sehe und nicht, weil es alle machen. Und dann dachte ich okay, warum? Warum ist jetzt Hundemilch komisch? Warum ist es komisch Hundemilch zu trinken anstatt Kuhmilch? Und Kuhmilch ist normal. Und das war der Moment, wo ich angefangen habe zu hinterfragen, recherchiert habe, Videos angeschaut habe, Bücher gelesen habe und vor allem die Dokus. Auch die, die es damals schon gab und die es ja jetzt immer noch mehr gibt. Also spätestens bei Earthling saß ich dann zwei Stunden lang oder anderthalb Stunden lang weinend auf der Couch und war fassungslos über mein Nichtwissen. Bis dahin, meine Ignoranz kann ich es gar nicht nennen, weil ich glaube, es war tatsächlich einfach Nichtwissen, nicht bewusst darüber sein, was da wirklich tatsächlich passiert. Sich nicht damit auseinandersetzen. Ich war fassungslos, was in der Welt passiert. Ich dachte zwischendrin, das sind gefakte Bilder, um dann einfach festzustellen, die eine Doku spricht davon, die andere Doku spricht in anderen Facetten davon. Viele andere Menschen sprechen darüber, viele Bücher sprechen darüber, viele Dokumentationen. Also genau das war der Moment, wo ich dann gedacht habe: okay, das funktioniert nicht. Und dann der Weg, was mit Vegetarismus angefangen hat und dann relativ zügig dann auch zum Veganismus hingegangen ist.

Stefanie Und ich habe mir ja natürlich deine Internetseite genauer angeguckt und alles so, du sprichst da ja auch von diesem Weltschmerz, den Veganer·innen haben und schreibst auch über deinen Weg, wie du den gegangen bist. Und du bist ja jetzt auch keine Psychologin und du bist auch keine psychologische Psychotherapeutin, sondern das ist einfach dein Weg, den du gegangen bist. Kannst du da was drüber erzählen?

Katinka Ja, das ist auf der einen Seite wichtig, dass du das sagst. Ich bin keine Therapeutin und bin keine ausgebildete Irgendetwas in dem Bereich. Und ich sage aber trotzdem: Ich glaube, ich hatte die beste Ausbildung genossen, nämlich das Leben. Und ich glaube, diese Menschen, die diesen Beruf ausüben, sind unfassbar wertvoll. Und doch dürfen wir auch immer wieder den Wert unseres eigenen Lebens anerkennen und die die Lehrmeister quasi in unserem eigenen Leben anerkennen. Und wenn wir das kombinieren, sind wir glaube ich auf einer unfassbar konstruktiven, wertvollen Art und Weise unterwegs. Und ich habe den Lehrer das Lebens genossen, in dem ich mit einer Wucht gesehen habe, was da draußen passiert, vorher offensichtlich irgendwie die Augen verschlossen hatte. Es war kein Thema für mich. Ich habe 30 Jahre lang in meinem Leben Fleisch und tierische Produkte konsumiert. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht. Und dann kam aber der Moment, wo eben dieses Aha war und dann dieses okay, ich recherchiere weiter und es hat mir echt den Boden unter den Füßen weggezogen.

</p><p>Ich hätte schon immer gesagt, ich bin eine sehr empathische Person und doch war da diese kognitive Dissonanz, dieses nicht sehen wollen vielleicht auch. Und als ich dann aber hingeguckt habe, hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Und das ist, glaube ich auch der Grund, warum wir nicht hinschauen. Weil wir Angst haben. Unbewusst. Vor der Wahrheit. Vor dem Grauen was da draußen vielleicht tatsächlich auch passiert. Weil wir uns eigentlich eine heile Welt wünschen. Ich habe mir das gewünscht. Ich dachte immer: Ja, ich möchte Frieden auf der Welt sehen und bin dafür auch eigentlich losgegangen und habe dann aber festgestellt: Meine Werte passen überhaupt nicht zu meinen Handlungen. Und ja, ich beschreibe diesen veganen Weltschmerz gerne als einen Zustand. Jede·r erfährt das anders, aber viele auch sehr ähnlich. Wiederum einen Zustand der Ohnmacht, ein Zustand der Handlungsunfähigkeit, ein Zustand der Hilflosigkeit. Du siehst viel da draußen und denkst: Ich möchte das alles irgendwie beenden, aber, um Gottes Willen, wie kann ich das tun? Oftmals ist auch Wut mit dabei und manchmal trauen wir uns auch gar nicht drüber zu sprechen.

</p><p>Aber da ist oftmals auch Verurteilung mit dabei anderen Menschen gegenüber, die dazu beitragen, dass dieses System so so aufrechterhalten wird. Und das heißt nicht, dass wir böse sind oder dass die anderen böse sind, sondern dass wir einfach komplett überfordert sind mit diesen Emotionen, die gerade in uns auftauchen. Und das zu verstehen, das war auch ein sehr unbewusstes Durchleben dieses Schmerzes. All diese Emotionen haben mich komplett überrollt und ich saß gefühlt ein halbes Jahr nur zu Hause und habe auf der Couch geweint und habe mir immer wieder diese Bilder angeguckt. Und ich hatte gefühlt immer, wie wenn ich süchtig nach diesen Bildern tatsächlich irgendwie auch war, ich habe die mir dann angeguckt und habe die abends auch vorm Schlafengehen in meinem Kopf gehört und gesehen. Und das ist unfassbar, wie wir uns da reinsteigern können. Tatsächlich auch wie fast so ein bisschen, wie wenn wir uns dafür - ich habe gerade das englische Wort im Kopf: punishen wollen, also so dieses: Ich habe das 30 Jahre lang nicht gesehen und jetzt muss ich wirklich hingucken und das höre ich ganz oft von vegan lebende Menschen. Ich kann doch jetzt nicht mehr weggucken. Und das führt aber dazu, dass wir uns immer und immer wieder traumatisieren.

</p><p>Und das habe ich dann eben auch durch viele Recherchen für mich auch dann objektiver feststellen können. Aus der Psychologie wissen wir, das ist ein posttraumatisches Stresssyndrom oder ein sekundäres posttraumatisches Stresssyndrom. Wir erleben, wir sehen Leid im Außen und nehmen das in uns auf. Wir sind traumatisiert, weil wir im Außen Leid wahrnehmen. Es passiert bei ganz vielen Kriegsveteranen, Menschen, die aus dem Krieg zurückkommen, die in Kriegssituationen Gewalt ohne Ende bei Kindern, Familien und im Umfeld einfach miterleben oder bei ihren Compagnions. Und das kann uns tief traumatisieren. Und ich glaube, das ist ein gutes Synonym für diesen veganen Weltschmerz, dass wir tief traumatisiert sind. Clare Mann beschreibt es auch als Vystopie, dass wir in einer Realität leben, in der Gewalt normalisiert wurde, in der es von der Gesellschaft anerkannt ist und als okay bezeichnet wird, dass wir Tiere töten und essen. Und ja, bei mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen und hat mich erst mal ordentlich auf meinen Hosenboden setzen lassen.

</p><p>Rückblickend weiß ich, dass es das größte Geschenk ist, was mir passieren konnte, weil es hat mich gezwungen, mich endlich mit mir selbst auseinanderzusetzen, wirklich wahrhaftig hinzuschauen. Wer bin ich? Was für Werte trage ich in mir? Wie möchte ich nach außen wahrgenommen werden? Wie traue ich mich auch, meine innersten Werte nach draußen zu kommunizieren? Und selbst wenn die ganze Welt sagen würde: Du bist verrückt! zu sagen ich vertraue darauf, dass meine Empathie und meine Werte des Mitgefühls und der Liebe und der Achtsamkeit, mit unserem Leben umzugehen, so viel wert sind, dass egal was andere sagen, dass das meine Wahrheit ist. Und ja, der Veganismus und der vegane Weltschmerz haben mich im Prinzip zu meiner tiefsten Wahrheit gebracht. Ich bin auch da noch nicht am Ende meiner Fahnenstange angekommen, aber sie haben mich echt gezwungen, gerade diese Schmerzen haben mich gezwungen hinzuschauen: Wer bin ich wirklich? Was will ich wirklich? Wofür gehe ich los? Wofür traue ich mich einfach meinen Mund aufzumachen, egal was im Außen passiert? Und dann kommt man wieder zu dem Schmerz: Wie können wir den heilen, dass ich verstehen darf, dass ich Frieden in mir entstehen lassen kann, dass ich nicht Frieden im Außen brauche, sondern dass ich Frieden in mir entstehen kann. Und das ist die hauptsächliche Arbeit, die ich jetzt tue, wo ich für brenne, weil ich merke, wenn wir das finden, wenn wir innerlich heilen, dann sind wir wirklich wertvoll, auch für die Tiere. Dann können wir einen Unterschied machen.

Stefanie Und ich habe jetzt bei mir in meiner Community auch Mitglieder, die da oder ein Mitglied, vor allem, die da gerade sehr darunter leidet unter diesem Schmerz und auch den Nicht-Veganer·innen die Schuld dafür gibt, dass es dieses Leid gibt und die davon berichtet, dass sie dann teilweise tagelang weint, so wie du das jetzt auch schon beschrieben hast, dass sie körperliche Schmerzen hat, auch wirklich und sie findet da irgendwie nicht raus. Hast du da vielleicht Tipps, was sie da machen kann?

Katinka Ja und da sind wir letzten Endes im Prinzip bei bei dem zweiten Thema, nämlich dem Thema Spiritualität. Da geht es dann ganz, ganz schnell ans Eingemachte und an tiefe innere Transformation. Und das ist nicht von heute auf morgen einfach mal eben gemacht. Bei mir war das auch ein Prozess, aber es geht darum, das, was du gerade eben schon gesagt hast, das geht ganz, ganz viel um Zustände, um Emotionen wie Schuld, um Angst, um Verzweiflung, um Dinge, die in uns drin sind, die wir in Bezug auf andere Menschen, vor allem auch haben, die dazu beitragen, in dem Falle zu dem System, zu dieser Ausbeutung der Tiere. Und ich sage immer, ich durfte damals feststellen, okay, so wie mein Leben ist und den Zustand, den du beschreibst, von der Person aus deiner Community, vermutlich gibt es noch ganz viele andere da draußen, kenne ich sehr gut. Irgendwann in diesem Zustand zu sagen, okay, warte mal ganz kurz, wenn das mein Leben ist, wenn das die Art und Weise ist, wie ich jetzt durch mein Leben gehe: so macht es keinen Spaß. So ist es absolut frustrierend.

</p><p>Das war der Moment damals, wo ich dann gesagt habe Okay, irgendwas muss sich ändern, es muss sich etwas ändern, damit ich das so in dem Zustand nicht weiter erleben muss, weil es macht einfach keinen Spaß. Das ist nicht lebenswert. Und ich weiß nicht, ob ich jetzt noch hier wäre, wenn ich damals diese Entscheidung nicht getroffen hätte, sage ich ganz klar so, weil ein tiefes Trauma, eine tiefe Depression kann unfassbar schwer sein. Aber dann zu verstehen, wir haben die Macht, Dinge zu verändern. Wir dürfen in unsere Selbstwirksamkeit reinkommen. Wenn wir auf der Couch sitzen und weinen und körperliche Schmerzen schon haben, sind wir maximal im Opferzustand. Und das sage ich so deutlich, weil wir uns darin verlieren können. Und da aufzuwachen und zu sagen okay, es muss sich etwas ändern und ich habe keine Ahnung gehabt damals wie. Aber es muss sich etwas verändern. Und diese Energie, diese Kraft, diese Entscheidung: ich werde ab sofort etwas verändern und Schritt für Schritt meinen Lösungsweg rausfinden, kann unfassbar transformieren. Schon zu sagen: okay, es wird sich ab jetzt was ändern. Ich werde jeden Tag dazu beitragen, dass mein Schmerz kleiner werden darf. Und dann spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

</p><p>Zum Beispiel habe ich damals gesagt, ich wünsche mir weniger Leid auf dieser Welt und wenn ich mir weniger Leid auf dieser Welt wünsche - ich vergleiche das Leid immer wie eine grüne Giftwolke, die uns vergiftet, weil Leiden ist irgendwie so in uns, wir leiden und wir leiden im Zweifel mit. Wir sehen diese Tiere da draußen. Wir vermuten, dass sie leiden, aber sicher, sagen können wir es auch nicht. Auch da noch mal zu fragen: Was bedeutet denn Leid überhaupt für mich und für diese Tiere, für die Lebewesen, für andere Menschen und wie auch immer? Aber dann zu sagen: Ich wünsche mir für mich weniger Leid auf dieser Erde, das heißt, ich sehe was da draußen in der Welt passiert, und ich nehme in mir wahr, was in mir passiert, wenn ich mir das ansehe und ich spüre, wie diese grüne Giftwolke auch mich vergiftet. Das heißt, ganz konkret bin ich dieses Gefäß, in dem das Leid noch auf dieser Welt vergrößert wird, wenn ich zulasse, dass diese grüne Giftwolke auch mich vergiftet. Das heißt, wenn ich ganz aktiv dazu beitragen möchte, dass auf dieser Erde grundsätzlich das Leid weniger wird, bin ich die beste Person und das beste Gefäß dabei anzufangen, diese grüne Giftwolke zu reinigen. Also wirklich einfach erst mal in dieses Bewusstsein reinzukommen.

</p><p>Und das sage ich zu allen Menschen, die, mit denen ich arbeite, die bei uns im Club sind oder die bei uns irgendwie versuchen, auch diesen Weg zu gehen, in diese innere Kraft zu sagen im allerersten Step - ja, die Tiere sind wichtig da draußen, die Umwelt ist wichtig - im allerersten Step geht es immer darum, dass es dir besser geht. Und deswegen ist dann die nächste logische Frage Wie kannst du selbst wieder in die Selbstwirksamkeit zu kommen? Was kannst du selbst jetzt tun, dass es dir ein bisschen besser geht? Das muss noch nicht perfekt sein, aber was kann passieren oder was musst du tun? Was muss passieren, dass es dir jetzt ein bisschen besser geht? Und bei mir war es zum Beispiel damals - Das sind einfach nur Beispiele aus meinem Leben. Das kann für jeden anders aussehen - bei mir war es damals zum Beispiel, dass ich gesagt habe, ich weiß, was da draußen passiert. Ich habe all diese Dokus gesehen. Ja, es gibt mit Sicherheit noch andere. Ich muss mir das nicht mehr angucken, weil jedes Mal, wenn ich mir das angucke, sehe ich wieder dieses Leid, sehe ich diese Zustände und ich werde wütend. Ich werde wütend und denke, mein Rumpelstilzchen in mir will einfach alle irgendwie rechts und links mal eben kurz wachschütteln. Aber es bringt ja nichts. Dann kommt wieder diese Giftwolke in mir hoch. Ich werde handlungsunfähig und ich liege da wie so ein Käfer auf dem Rücken.

</p><p>Das heißt, ich habe damals für mich entschieden: ich schaue mir diese Dokus nicht mehr an, nicht um das zu ignorieren, aber ich weiß ja was passiert. Ich muss es mir nicht noch wieder und wieder angucken. Und auch zu verstehen, dass wenn ich mir diese Dokus angucke, wo negative Beispiele gezeigt werden, in Massenstallungen usw., dass es in mir negative Gefühle und Emotionen auslöst. Und wenn ich mir aber zum Beispiel ein Video von Hof Butenland anschaue, dass es in mir wohlige Gefühle hochruft. Und dann zu verstehen: aha, das was ich sehe, kann beeinflussen, wie es mir geht, wenn ich zulasse, dass es in mich reinkommt. Das heißt ich kann selber wählen. Möchte ich mir jetzt eine Doku angucken, wo Schweine gequält werden? Oder möchte ich mir einen Film angucken von Hof Butenland oder all den anderen tollen Lebenshöfen, die es zum Beispiel schon da draußen gibt, wo es schon gut läuft? Möchte ich meinen Fokus auf das Grauen richten oder möchte ich meinen Fokus dahinrichten, was ich eigentlich sehen möchte und dann dazu beitragen, dass davon mehr entstehen kann?

</p><p>Weißt du und dann kommen wir in dieses spirituelle Thema, in die Persönlichkeitsentwicklung, in dieses auch verstehen lernen, dass da, wo wir unseren Fokus hinlegen, davon entsteht mehr. Wenn ich meinen Fokus immer auf den Müllberg lege, sehe ich nicht die Blumen nebendran, wenn ich meinen Fokus dahin shifte, was ich mehr entstehen lassen möchte, wenn ich meine Energie meine Lebenszeit dafür aufwende, Bäume zu pflanzen, entsteht mehr Wald. Wenn ich mich aber da hinsetze und mich über die Menschen aufrege, die immer mehr Bäume abholzen, dann sitze ich da wie ein Rohrspatz. Und das ist auch gut, dass wir da mal hingucken. Und dann wieder zu sagen, ich shifte meinen Fokus hin zu: okay, ich kaufe jetzt kleine Samen oder kleine Bäumchen und setzt sie einfach mal in die Erde und verbringe meine Zeit damit, in die Konstruktivität zu kommen. Und ich sage nicht, dass das einfach ist, aber das ist ein krasser Heilungsweg und eine krasse Wachstumschance für uns als Mensch, als spirituelles Wesen, als ein großes. Wir wollen hier Erfahrungen sammeln.

Stefanie Hast du denn das damals alles ganz alleine geschafft oder hast du dir Hilfe gesucht?

Katinka Also ich habe am Anfang viel mit mir selber ausgemacht, weil ich auch erst mal gar nicht gecheckt habe, was da abgeht. Das ist so diese unbewusste Inkompetenz, nennt man das ja so in diesen vier Entwicklungsstufen. Wir haben keine Ahnung, dass wir überhaupt ein Problem haben, weil es so normal ist und so real, dass der Zustand gerade uns so komplett überrennt. Und dann aber irgendwann festzustellen zu sagen: aha, warte mal, ich habe hier ein krasses Problem, wenn mein Leben so weitergeht, habe ich da kein Lust. Es muss sich etwas ändern. Das war dann so die bewusste Inkompetenz. Das heißt, ich habe bewusst wahrgenommen, dass gerade etwas extrem schiefläuft in meinem Leben. Ich habe bewusst wahrgenommen, dass ich krasse Herausforderungen habe, dass ich krasse Probleme habe. Das ist aber, ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll. Und das ist, glaube ich, so, dann der Zustand, wenn man das bewusst wahrnimmt, dass man krass in diesem Schmerz ist und dass es aber vielleicht eine andere Lösung geben kann.

</p><p>Dann geht man auf die Suche nach Hilfe, weil dann kann man auch andere Menschen annehmen, die vielleicht schon fünf Schritte weiter gegangen sind und die mehr in dieser Heilung sind. Vorher denken wir, das sind Spinner. Hätte mir damals jemand gesagt: Dein Leben kann auch wieder glücklich sein, hätte ich gesagt ja, komm, du bist ein Ignoranter, was auch immer, weil du guckst einfach nicht mehr hin. Ich hätte jetzt einfach nicht annehmen können, aber wenn wir bewusst wahrhaben, okay, ich möchte in meine Schöpferkraft kommen, ich möchte wirklich was verändern, wer kann mir dabei helfen? Und dann habe ich tatsächlich angefangen, Bücher zu lesen. Das war so mein Einstieg. Und dann kommen die richtigen Sachen auch zu einem. Ich habe die richtigen Bücher für mich damals gelesen. Ich habe Menschen getroffen, die anders darüber gedacht haben als mein altes Normal quasi. Und dann habe ich mir auch Mentoren oder Coaches gesucht, die ganz viel innere Arbeit mit mir gemacht haben. Und habe ich auch immer noch Menschen, die die immer und immer wieder mir helfen, neue Sichtweisen einzunehmen, neue Blickwinkel auf Dinge einzunehmen, damit es mir am Schluss besser gehen kann, dass ich freier werde, dass ich größer werden kann und dann mit anderen genau das gleiche auch teilen kann.

Stefanie Hast du denn damals mal darüber nachgedacht, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Katinka Ich glaube, das war diese unbewusste Inkompetenz. Ich habe es überhaupt nicht gecheckt, dass sich das hätte ändern können und an dem Punkt, wo ich so weit war okay ich möchte ich möchte irgendwie was verändern, weiß nicht, hat irgendwie das Leben mir, das Universum mir - diese Kraft der Entscheidung, dieser Moment: es muss sich etwas verändern, kann so eine Energie freisetzen im Universum, dass auf einmal andere Dinge zu dir kommen. Und es war eigentlich, um deine Frage zu beantworten, nein, ich hatte nie das Gefühl, dass ich zu einem Psychologen müsste oder zum Psychotherapeuten, was spannend war und das hat mir das dann auch bestätigt, dass es vermutlich zum allergrößten Teil nicht geholfen hätte.

</p><p>Ich hatte einen weiblichen Coach mit dabei, die mich dabei begleiten sollte, quasi die ersten Schritte in die Sichtbarkeit zu gehen. Als ich dann verstanden habe, den Weg, den ich gegangen bin, der könnte so vielen Menschen helfen, habe ich gesagt okay, ich möchte das teilen. Und diese Person hat aber selber nicht vegan gelebt und diese Person hat meinen Schmerz nicht verstanden und demnach auch mein Fokusthema nicht verstanden. Die konnte es einfach nicht nachvollziehen. Und das wichtigste und spannendste war dann, sie hat durch meine Schilderung, wo ich im Schmerz immer noch war, teilweise und ich Hilfe bei ihr gesucht habe, um neue Blickwinkel zu bekommen, hat sie sich angegriffen gefühlt. Das heißt, dieses Thema kann auch, ich sag jetzt mal, Menschen, die sehr professionell arbeiten, sind immer noch Menschen, auf einer tieferen Ebene so triggern, dass sie ihre Professionalität gar nicht so ausleben können. Also sie können extrem gute Distanz zu diesen inhaltlichen Themen aufbauen.

</p><p>Und deswegen glaube ich auch, dass es wichtig ist, dass Menschen wie du und ich rausgehen. Selbst wenn wir keine psychotherapeutische Ausbildung haben oder Psychologin sind, dass wir unseren Lebensweg einfach teilen, dass wir den Menschen zeigen was für Schritte sind wir gegangen, was hat mir dabei geholfen, was für Strategien haben mir dabei geholfen? Vielleicht ist da was für dich mit dabei, weil andere Menschen, die zwar vom Fach sind, das einfach nicht verstehen. Und ich habe festgestellt, dass Menschen, wie ich es damals war, genau diese Menschen brauchen, die das verstehen, dass wir uns aufgehoben fühlen, dass wir vor allem auch weil es geht ja darum, die Wut zu heilen. Es geht darum, die Verurteilung zu heilen. Es geht darum, Vergebungsarbeit zu machen. Das funktioniert nicht, wenn auf der anderen Seite jemand ist, der nicht zulässt, dass ich wütend auf ihn sein darf.

Stefanie Das heißt, du würdest das jetzt auch nicht direkt empfehlen, halt eine psychologische Psychotherapeutin oder generell Hilfe von Menschen in Anspruch zu nehmen, die nicht selbst vegan leben.

Katinka Ich kann dazu wirklich keine Aussage machen. Ich weiß nur, was ich damals gebraucht hätte. Also dazu kann ich ganz klar eine Aussage machen und vermutlich hätte es für mich nicht funktioniert. Das kann aber für andere Menschen ganz anders sein und es kommt auch immer auf den Therapeuten an, das weißt du wahrscheinlich genauso gut wie ich. Therapeuten, Coaches, Mentoren. Nicht jeder passt zu jedem und das ist dann erst mal unabhängig vom Thema und dann natürlich auch abhängig vom Thema. Jeder darf neugierig sein. Es kommt eher darauf an zu sagen ich habe auch da ein gutes Warum. Ich möchte glücklich in meinem Leben sein und dann dieses Bewusstsein zu etablieren und dann unser Unterbewusstsein darauf auszurichten, Lösungen zu finden. Und wenn das eine psychotherapeutische Hilfe ist, die, wo man sich gut fühlt, wo man sich wohl und aufgehoben fühlt, selbst wenn die Person nicht vegan ist und diese Person damit auch gut umgehen kann. Super go for it. Bitte, bitte, ich möchte da um Gottes Willen keine Mauern aufbauen. Ganz im Gegenteil, jeder darf genau den Weg finden für sich selbst, der der Richtige ist. Und ich kann glaube ich vielen Menschen helfen auf diesem Weg. Ich kann vielen Menschen die Hand reichen und vielen Menschen nicht, weil sie meine Art total nett und total angenehm finden und andere räsonieren damit gar nicht. Und ich glaube, auch das kennst du dann. Genau deswegen ist es so wichtig, dass es so unterschiedliche Menschen gibt, die Hilfe anbieten.

Stefanie Und Du schreibst auf deiner Webseite auch, dass der Weg von dem Weltschmerz hin zum Happy vegan geht? Meinst du damit, dass man jetzt dann immer glücklich sein muss? Ich habe da so ein kleines Problem mit diesem, dass häufig halt kommuniziert wird, dass wir als Veganer·innen nur einen großen Einfluss haben, wenn wir immer fröhlich und glücklich durch die Welt laufen. Also dass wir kein negatives Gesicht haben können oder generell irgendwie schlechte Emotionen nach draußen tragen bzw. dürfen wir nur dann vegan sein oder uns als vegan outen, wenn wir auch wirklich glücklich sind und fröhlich sind und das ausstrahlen? Meinst du das damit, dass ist jetzt die super subtile Fangfrage...

Katinka Sie ist total gut. Dass du das ansprichst ist total wichtig, weil ich glaube, das nennt man dann spiritual bypassing, dass wir all diese Emotionen, die vielleicht da sind, wegdrücken. Und darum geht es gar nicht. Ich bin immer im Englischen, ich würde sagen ich bin bei meiner Arbeit immer in service of your little kid. Ich bin dazu da, deinem kleinen Kind in dir zu dienen, die Wunden deines kleinen Mädchens oder deines kleinen Jungens zu heilen. Denn daher kommen all diese Dinge. Ich wollte es lange Zeit nicht wahrhaben, aber mein veganer Weltschmerz hat mir meine in mir tief sitzende Ohnmacht aufgezeigt. Und wegen dieser Ohnmacht hatte ich mein Leben lang schon Wut in mir, weil ich das Gefühl hatte, ich bin so ohnmächtig auf dieser Welt. Ich muss immer mit dem Strom schwimmen. Das hat mir der vegane Weltschmerz aufgezeigt.

</p><p>Darum geht es eigentlich, dass wir wirklich erkennen, dass was mir passiert in meinem Leben ist immer ein Geschenk und wir können dadurch tiefe Muster erkennen, die uns seit der Kindheit, wo wir geformt wurden, wo wir geprägt wurden, begleiten. Und die sind weder gut noch schlecht. Aber meistens sabotieren sie uns selbst und lassen uns nicht glücklich sein. Und deswegen frage ich immer als allererstes: Was muss passieren, dass es dir gut gehen kann? Und damit meine ich nicht, dass wir immer happy wie so ein strahlendes Grinsekuchenpferd durch die Gegend laufen, sondern es geht vielmehr darum, das Bewusstsein dafür zu entwickeln: Ist mir das dienlich wenn ich hier jetzt voller Wut tobend durch die Gegend rumprolle, ist mir das dienlich? Ist mir das dienlich? Ist das anderen dienlich? Geht es mir dabei gut?

</p><p>Weil oftmals - Achtung Triggerwarnung - ist da dann das Ego mit dabei, weil das Ego sagt ja, aber ich habe ja recht, dass die Menschen da draußen, die dazu beitragen, nicht wirklich tolle Menschen sind. Ich habe ja alles Recht dazu, wütend zu sein, weil da draußen passiert so viel Scheiß und da dürfen wir dieses Recht haben wütend zu sein. Okay, vielleicht ja irgendwie. Aber dient mir das? Dient mir das, dass ich in meine Konstruktivität komme? Dient mir das, dass ich in meine Strahlkraft komme, dient mir das, dass ich diese grüne Giftwolke in mir nicht größer, sondern eher kleiner mache? Ich habe mir immer Frieden auf der Welt gewünscht und wenn ich Frieden auf der Welt wünschen haben möchte, dann darf ich verstehen, dass das nicht durch Kampf entsteht. Frieden entsteht nie durch Krieg. Heißes Wasser entsteht nie durch kaltes Wasser. Wir können nie die eine Sache mit dem Gegenteil versuchen zu erreichen. Und da geht es dann ganz viel um Annahme, ganz viel um Hingabe, ganz viel um „Aha, ich verstehe, mein Ego möchte gerade recht haben. Und ja, das ist nicht gut, was da draußen passiert. Aber es dient mir gerade nicht, um innerlich in die Zufriedenheit zu kommen.“

</p><p>Und es dient vor allem auch der ganzen Sache nicht, dass andere Menschen - und da sind wir beim zweiten Punkt - eingeladen werden. Ich sage immer, wir möchten doch die Menschen in unseren veganen Club einladen, wir wollen doch den Menschen sagen: komm zu uns, werde auch ein vegan lebender Mensch, der achtsam mit der Mitwelt umgeht. Und wir wollen ja die Menschen nicht irgendwie vor die Nase klatschen, weil dann haben die keinen Bock auf diesen Club. Das heißt, wieso kommen Menschen in einen Club, das heißt jetzt der vegane Club oder sei es der Tennisclub oder der Volleyballclub oder was auch immer. Die Menschen kommen dahin, weil sie sich irgendwie angezogen fühlen, weil sie denken, irgendwas läuft da richtig, sie machen da Party, da sind Menschen, die irgendwie in ihrer Kraft sind, die leben das aus und die stehen total dahinter, die sind irgendwie anziehend. Das heißt nicht, dass wir immer happy sein müssen, dass wir immer so dieses Strahlemännchen sein müssen. Aber wir dürfen uns bewusst machen, dass wenn wir Menschen dazu einladen möchten, dass wir auch einladend sind. Und da sind wir wieder. Es fängt immer bei uns an: wie sorge ich dafür, dass es mir gut geht? Weil wenn es mir gut geht, bin ich schon eine Einladung per se. Wenn es mir aber schlecht geht, dann bin ich immer so eine kleine ***. Wir wollen nicht mit Menschen umgeben sein, die uns die Energie saugen, wollen wir nicht. Das wissen wir von uns selbst. Und das ist ein Gesetz der Resonanz. Und das bedeutet ganz, ganz viel innere Arbeit, ganz viel Spiritualität entdecken.

Stefanie Ich muss da noch mal nachhaken, weil ich das immer so ein bisschen schwierig finde mit dem dass wir - wir sind ja auf dem Weg, aber wir sind auf dem Weg quasi hin zu dem, dass wir in uns ruhen, mit uns im Reinen sind. Der Weg kann aber ja sehr lang sein, er kann ja wirklich Jahre dauern, teilweise Jahrzehnte, vielleicht das ganze Leben. Und da bin ich dann jetzt, so lange ich auf dem Weg bin und vielleicht eben noch nicht so attraktiv und anziehend, so bin ich dann nicht gut genug, also für die vegane Bewegung. Also würde ich, wenn wir das Club Beispiel jetzt mal nehmen, würde ich dann jetzt andere davon abhalten in den Club zu gehen? Ist das eine Verantwortung, die ich dann tragen muss?

</p><p>Ich finde das immer so ein bisschen schwierig, immer nur das Ziel zu sehen. Ich denke, der Weg gehört ja dazu und ich selbst persönlich finde es sehr schwer zu sagen, dass ich immer - also verstehst du was ich meine? Dieses, dass ich halt klar natürlich, ich verstehe das auch, dass wir, wenn wir halt in uns ruhen und fröhlich und einfach wir selbst sind, dass wir dann attraktiv sind. Aber es gibt ja eben auch so viel anderes, was uns irgendwie triggern kann. Und dann gibt es vielleicht auch introvertierte Menschen, die eher nicht so nach draußen gehen und auf die Bühne springen und Power, Power, Power und so und auch Menschen, die so mit Menschenmengen nicht so klarkommen oder mit anderen Menschen. Und die vielleicht dann auf den ersten Blick etwas zurückhaltend sind und die dann nicht so strahlend auf andere zugehen können. Für mich schließt das irgendwie diese Menschen immer von dem Vegansein dann aus. Also wie stehst du dazu?

Katinka Das ist total spannend, das total wichtig, dass du das ansprichst, weil ich glaube, auch da steckt ganz, ganz viel das Thema drin, Erwartungen. Ich habe Erwartungen an mich. Ich dachte vor vier Jahren, als ich vegan werde, ich muss jetzt die ganze Welt davon einfach nur informieren. Dann sagen die alle: Ja, macht irgendwie Sinn, komm, lass uns vegan leben. Genau das Gegenteil ist passiert. Und da sind wir bei dem Thema. Da spielen ganz viele Gewohnheiten mit rein. Ganz viele. Jeder Mensch ist so krass eigen geprägt und wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle auf unserem eigenen Lebensweg unterwegs sind. Und ich hatte mal eine spannende Frage von einer unserer Programm-Teilnehmenden. Sie hatte gesagt: Ich muss die ganze Zeit kämpfen. Jeden Menschen, dem ich begegne, ist quasi für mich eine Chance, den vegan zu machen. Und will ich eigentlich auch, weil ich will, dass dieses Leid da draußen weniger wird. Das heißt, diese Person war ständig am Kämpfen, diese Person hatte ständig diesen Auftrag und auch an sich, diese Erwartung und dieses Ich muss jeden Menschen, den ich begegne vegan machen, kann auch ein Glaubenssatz sein. Ich muss alles dafür tun. Ich muss meine Energie voll darein hauen, dass dieser Mensch jetzt vegan wird. Ich muss ganz viel argumentieren, ich muss ihn immer wieder und wieder treffen, auch wenn es mir dabei beschissen geht.

</p><p>Und da dürfen wir, glaube ich, diesen Cut machen und sagen dient mir das gerade? Tue ich das aus der Fülle heraus, weil ich da eine Freude dabei spüre? Oder tue ich das aus einem krassen inneren Druck und Zwang aus meinem eigenen heraus entspringt? Oder aus der Community heraus? Viele vegan lebende Menschen sagen auch: Du bist noch nicht aktiv genug. Ja, das hat aber vielmehr was mit der Person zu tun, die das ausdrückt, die das sagt, weil sie im Mangel ist, weil sie denkt, wir müssen so schnell wie möglich die Welt veganisieren. Und wie gesagt, ich war da auch vor vier Jahren. Und dann aber zu verstehen: dient mir das? Und ich habe dieser Person eine Frage gestellt und habe gemeint wann bist du denn dann zu Ende? Wann bist du denn dann endlich zu Ende mit ständig veganisieren und kämpfen? Das heißt, wir identifizieren uns auch damit: Ich bin die Person, die ständig rausgeht und veganisiert und das ist nicht schlecht, wenn wir rausgehen und Menschen damit in Berührung bringen. Ich sage immer: Lasst uns verdammt laut sein, aber halt aus der Kraft heraus und nicht aus der Wut heraus, aus der Verzweiflung heraus, weil das sind dann Gefühle und Ausdrücke, wo wir dann sagen „Ich brauche dich unbedingt, dass du vegan wirst, dass ich glücklich bin.“ Und das ist das, was ich meine.

</p><p>Was muss passieren, dass es dir gut geht? Und wenn wir, wenn wir so handeln in so einer Energie von Ich brauche alle anderen Menschen, dass sie vegan leben, dass ich glücklich bin, bin ich komplett abhängig. Ich bin ein kompletter Spielball vom Leben. Das heißt, da geht es darum, diesen Shift zu machen, nach innen zu sagen okay, warte. Ich habe mich ein Jahr komplett zurückgezogen. Ich habe erst mal komplette Ruhe gebraucht. Ruhe von all den Triggern. Mein System war komplett in Aufruhr. Mein ganzes System war, hätte es sich im Körper schon manifestiert, wäre mein ganzer Körper wahrscheinlich krank gewesen. Meine ganze Seele hat gebrannt. Wirklich. Ich habe so was von Rückzug gebraucht. Ich habe mich von meinen damaligen Freunden zurückgezogen. Ich habe mich versucht aus allen Situationen sozial und auch beruflich so weit rauszuziehen, dass ich erstmal in mir in die Ruhe kommen konnte. Mein ganzes System war permanent in Aufruhr: ich muss kämpfen, ich muss kämpfen und das ist eine extrem zerstörerische Energie. Das zu verstehen, kann auch anders sein. Bei mir war es so, ich habe Ruhe gebraucht, ich habe ganz viel Innenschau gemacht. Ich bin ganz viel zu mir gekommen, habe gesagt: Was braucht es, dass es mir gut geht? Ich möchte jetzt einfach rausgehen und spazierengehen und den Wald erleben können. Ich möchte die Blümchen sehen und ich möchte die Sonne genießen. Und ich möchte mir jetzt gerade mal keine Gedanken darüber machen, dass ich schuldig bin, weil ich nicht rausgehe. Da ist ganz viel Schuld mit dabei. Und Schuld ist ein verdammt schlechter Antreiber, dass ich gerade nicht aktiv für die Tiere bin.

</p><p>Und ich sage immer: wir müssen unser Töpfchen voll machen, unsere Batterie aufladen und wenn unsere Batterie und Töpfchen voll sind und überlaufen, dann können wir diese Energie abgeben, weil dann brennen wir auch nicht aus. Deswegen brennen so viele Aktivist·innen auf der Straße aus, weil die Vollgas geben. Ein halbes Jahr lang, ein Jahr lang, vielleicht auch 2,3,5 Jahre lang. Aber nicht dafür sorgen, dass ihre Batterie aufgeladen ist, dass es ihnen selbst gut geht. Und dann nutzen wir unsere Lebenskraft und Lebensenergie, um andere zu berühren, zu beeinflussen, was erst mal im ersten Moment schön ist. Aber irgendwann sind wir weg vom Fenster. Irgendwann fallen wir um, weil wir vergessen haben, uns um den wichtigsten Menschen in unserem Leben zu kümmern. Das sind nämlich wir. Wir sind der allerwichtigste Mensch in unserem Leben. Und das meine ich nicht in irgendeiner Egoform, sondern in der liebevollsten Form, die sein kann. Dass es immer darum geht, dass wir dafür sorgen, dass es uns gut geht. Wer soll denn sonst dafür sorgen? Wenn jeder und jede dafür sorgen würde, dass es ihm selbst gut geht, würde es allen gut gehen. Und ich glaube auch das Bewusstsein dürfen wir erschaffen und aus dieser Fülle heraus können wir dann rausgehen und anderen Menschen sagen: Ich finde es nicht gut, was hier passiert. Und ich kann dir auch gerne erklären warum, aber mein inneres Glück hängt nicht davon ab, dass du jetzt sofort oder in den nächsten zwei, drei Tagen vegan wirst. Ich würde es mir sehr wünschen. Ich werde gerne etwas dafür tun, dass es passieren kann. Ich werde dir gerne die Ressourcen zur Verfügung stellen und mein inneres Glück hängt nicht davon ab. Und ich glaube, das ist das Wichtigste zu verstehen.

Stefanie Hast du denn noch was, was du gerne teilen möchtest, was dir noch wichtig ist?

Katinka Ich habe mich lange Zeit nicht darüber getraut zu sprechen, weil dieses Thema Spiritualität echt in so eine Esoecke geschoben wird. Aber ich bin zutiefst mittlerweile der Überzeugung, dass wir ein Seelenwesen sind, dass eine körperliche, menschliche Erfahrung hier machen kann, dass wir in diesem Körper reingekommen sind. Ich bin nicht der Körper. Wenn ich mir jetzt ein Arm abschneide, bin ich nicht weniger ich. Und allein das zu verstehen, dass wir diesen Körper haben und das quasi wie unser Auto ist, mit dem wir durchs Leben fahren können, dass unsere Worte und Gedanken, dass wir das nicht sind, sondern dass wir sie haben. Weil, wenn keine Gedanken mal eben da sind, wenn gerade emotional einfach alles sehr ruhig ist, heißt das ja nicht, dass wir nicht mehr existieren, sondern dann ist einfach diese Energie nicht mehr da. Und das zu verstehen hat mir unfassbar geholfen zu sagen: okay, ich habe diesen, ich nenne es diesen Raumanzug bekommen, diesen Körper quasi bekommen, um dieses Leben erleben zu können. Ich bin hier, um unfassbar viele Erfahrungen machen zu wollen, um zu lernen, um zu wachsen, um Ahamomente zu haben und da kommen wir wieder zu dem Thema Selbstliebe.

</p><p>Ich glaube, Selbstliebe fehlt unfassbar vielen Menschen. Ich habe mich jahrelang in meinem Leben gehasst. Mich, meinen Körper, mein Dasein. Wer ich bin, mit meinen Charaktereigenschaften, um dann festzustellen, nur ich kann es alles ändern. Ich kann einen Charakterzug ändern, ich kann meinen Körper gewissermaßen ändern, ich kann mir die Haare abschneiden. Ich, also ich bin das alles nicht. Und mal anzufangen, liebevoll, achtsam darauf zu schauen, okay, dann diesen Switch zu machen, lieber Körper, was kann ich dafür tun, dass es dir gut geht? Wie kann ich dafür sorgen, dass du gut genährt bist, dass du mich hoffentlich noch jahrelang durch dieses Leben tragen kannst? Dass ich noch lange im positiven Sinne aktiv dafür sein kann, dass wir mehr Bewusstsein schaffen auf diesem Planeten. Also dass wir anfangen mehr in diese Selbstliebe reinzukommen, mehr in diesem Selbstachtsamkeitsblick auf uns selbst, auf dieses: eigentlich bin ich ganz dufte. Eigentlich ist das, was mich ausmacht so wunderwunderschön und es bringt überhaupt niemanden etwas, wenn ich auf mich selber schimpfe, weil spätestens dann, wenn wir auf uns selber schimpfen, schimpfen wir auch auf andere Menschen. Das ist doch da wieder, wenn wir zufrieden mit uns selber sind, wenn wir glücklich in uns selber sind, können wir achtsamer und liebevoller mit anderen umgehen. Und ich glaube, genau darum geht es, dass wir liebevoll auf uns schauen. Und ich sage nicht, dass ich auch da am Ende der Fahnenstange angekommen bin. Ich glaube, das ist auch bis zum Lebensende quasi eine Reise und ein Wachsen. Aber es kann unfassbar dazu beitragen, dass wir auch da den inneren Frieden finden, wenn wir verstehen, dass das alles ein Geschenk des Universums ist und wir es entweder sehr zerstörerisch nutzen können oder sehr liebend nutzen können.

Stefanie Okay, danke schön. Magst du vielleicht noch mal so zum Abschluss erzählen, wo man dich so im Internet findet, was du alles so für Angebote hast? Also wenn jetzt Hörer·innen sagen, mit der möchte ich zusammenarbeiten, genau mit der - wie können sie das machen?

Katinka Genau. Also auf meiner Homepage katinka-ehret.de findet ihr im Prinzip alles, was ich mache. Das was so unser größtes Baby ist, ist der Happy Vegan Soul Club. Den haben wir letztes Jahr gegründet und dort kommt quasi diese Community von gleichgesinnten, vegan lebenden Menschen zusammen, die sagen: an diesem Punkt ist es nicht gerade cool, aber ich will jetzt was verändern. Und da gibt es ganz viel Mentoring, Input, ganz viel Q&As, wo wir Fragen und Antworten machen, Minikurse zu verschiedenen Themen fürs innere Wachstum usw. Also das ist quasi so, ich nenne es mal so den Safe Home für alle Vegan Soulis quasi.

</p><p>Und genau das, was wir jetzt tatsächlich auch im Juni wieder starten werden, das ist letztes Jahr auch in die Welt geboren worden von mir ist das Vegan Loving Mastermind. Das ist ein dreimonatiges Mentoring Programm, wo wir richtig richtig tief in die Tiefe gehen, wo wir genau an diese Glaubenssätze dran gehen, an diese Überzeugungen, an diese Prägungen, die wir aus der Kindheit haben, wo es ganz viel um Selbstliebe geht, wo wir alles aufräumen, was gerade aufgeräumt werden möchte, was angeschaut werden möchte, dass wir uns das anschauen und aufräumen, um dann wirklich wahrhaftig, ich sage mal, wir sind alle Fackelträger·innen, die da rausgehen können und die Welt heller machen können. Und dafür räumen wir innerlich auf und tragen dann dieses Licht nach draußen. Und genau das ist das Vegan Loving Mastermind. Und da starten wir tatsächlich am 01.06. mit einer neuen Gruppe von 20 Menschen. Eine sehr begrenzte kleine Gruppe, um einfach den intensiven Austausch zu gewährleisten. Deswegen gibt es auch quasi wie so ein Bewerbungsverfahren, dass Menschen sagen: Ich bin wirklich bereit und möchte jetzt diesen nächsten Schritt gehen. Ich bin bereit mir diese Sachen anzuschauen. Ich bin bereit, in die Veränderung reinzugehen.

</p><p>Ansonsten gibt es auch ein Podcast von mir, der aber seit einem 3/4 Jahr auf Eis liegt. Quasi seitdem wir den Happy Vegan Soul Summit organisiert haben, weil das einfach so unfassbar viel vereinnahmt hat. Genau. Aber da sind auch ganz viele tolle Folgen zu dem Thema, zu Bewusstsein, zu Lebensreisen. Wie verschiedene Menschen ihr Leben gestaltet haben und aha Momente hatten.

</p><p>Und es gibt jetzt seit neuestem anstatt meinem Podcast weil es einfacher ist, habe ich einen Telegram Kanal gegründet, wo es einfach jede Woche 1,2,3 mini kurze Sprachnachrichten von mir gibt. Impulse, Dinge, die motivieren dürfen, Dinge, die zum Hinterfragen anregen dürfen. Immer so um den Happy Vegan Way. Also es geht immer wieder auch um das Thema Veganismus.

Stefanie Okay, du sagst jetzt immer „wir“ - bist du das nicht allein oder wer macht da noch mit?

Katinka Ja genau. Also ich bin das Gesicht nach draußen, aber letzten Endes wäre das alleine gar nicht mehr möglich. Alles gerade wegen des Summits der Anfang des Jahres stattgefunden hat. Es ist vor allem mein Mann. Der macht so alles, was die Technik anbelangt. Und wir haben tatsächlich auch eine wunderwundervolle Person, die Nina, die uns mittlerweile unterstützt und in gewissem Rahmen vor allem auch im Soulclub mit dabei ist und und all das mit nach draußen trägt. Es darf auch wachsen, also es darf wachsen und gedeihen und ein immer größeres Wir werden.

Stefanie Also du bist da offen, falls sich jemand angesprochen fühlt.

Katinka Absolut ja. Weil ich glaube, dass ich viele Dinge gut kann. Ich glaube aber, dass ich viele Dinge auch nicht gut kann. Und ich glaube, wir können richtig geilen Scheiß in dieser Welt erschaffen, wenn die Menschen zusammenkommen, die unterschiedliche Kompetenzen haben und da wirklich auch Bock drauf haben. Ich habe zum Beispiel keinen Bock auf Videoschnitt und auf all das, was so mit - ich kann das mit der Technik, aber ich habe da keinen Bock drauf - und es gibt andere Menschen, die haben da richtig Bock drauf. Gerade Video und so, da wäre ich ja total Banane, wenn ich das versuche selber irgendwie zu machen und andere Menschen eigentlich Freude daran hätten.

Stefanie Ja, da kann ich dir nur zustimmen. Möchtest du zum Abschluss noch ein, zwei Worte sagen?

Katinka Ich hoffe, dass die, die zuhören, sich angesprochen fühlen, jetzt das Gefühl haben: aha, es kann auch einen anderen Weg geben, es ist immer mein Weg. Aber der Weg, der kann auch schön sein, der kann auch mit Leichtigkeit sein und egal ob ich das bin oder ob du das bist oder ob das andere Mentoren oder Coaches sind, ob das Bücher sind, was auch immer, Onlinekurse, es gibt mittlerweile so viele tolle Dinge, es ist nicht wichtig, erst mal, wer das ist, sondern dass wir losgehen, dass wir verstehen: ich habe das Steuerrad in meinem Leben in der Hand und ich kann selber entscheiden. Und ich gehe dafür los, dass es ein schönes, glückliches Leben sein kann.

Stefanie Ja. Dann danke ich dir ganz herzlich, Katinka, für deine Zeit und für die ganzen Impulse, die du gegeben hast. Vielen Dank, dass du da warst.

Katinka Sehr gerne. Vielen Dank für die Möglichkeit, darüber zu sprechen. Danke für die schönen Fragen. Auch gerade so die zwischendrin, so dieses okay, was bedeutet das eigentlich? Vielen, vielen Dank. Ja, es war ein sehr schöner Austausch.

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