Folge 246 - Das war 2021 und das erwartet Dich 2022

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Folge 246 - Das war 2021 und das erwartet Dich 2022

Frohes Neues Jahr!

2022 - wir sind gespannt, was kommen wird und hoffen natürlich auf ein neues Post-Pandemie-Normal, in dem wir uns auch endlich wieder mehr vor Ort mit Menschen treffen können.

In dieser Folge blicken wir zurück auf ein turbulentes Jahr 2021, das natürlich ganz anders verlaufen ist, als wir es geplant hatten. Wir haben viele Bücher rezensiert und auch ein paar Interviews und Filmrezensionen waren dabei.

Privat ist auch einiges passiert, was uns viele Ressourcen gekostet hat.

2022 kann also nur besser werden - zumindest habe ich viel geplant und werde in den nächsten Wochen einige Neuerungen verkündigen.

Worum genau es geht und was sonst noch los war, das erfährst Du in dieser Folge.

Links zur Folge

Stefanie im Interview mit Carsten von Gans normal vegan
https://youtu.be/IhNzklryxt8

Wir Konsumkinder Podcast
https://stefanie-rueckert.de/podcast

Für den Newsletter anmelden und über den Start der neuen Community informiert werden:
https://stefanie-rueckert.de/#footer

Sigrid Drage: "Permakultur – Dein Garten. Deine Revolution."
https://www.loewenzahn.at/produkt/2650/permakultur-dein-garten-deine-revolution/

Ajahn Brahm: "Der Elefant, der das Glück vergaß"
z.B. bei buch7.de

Von Herzen Vegan unterstützen
Vier Möglichkeiten meine Arbeit zu unterstützen

Vollständiges Transkript

Stefanie Frohes neues Jahr. Das ist die erste Folge im Jahr 2022.

Carsten Glückliches Neues Jahr.

Stefanie 2022. 2222 werden wir ja nicht mehr erleben.

Carsten Also mehr zweien werden wir nicht mehr erleben. Also das stimmt schon.

Stefanie Stimmt ja, da habe ich noch gar nicht so drüber nachgedacht. 2022. Ja gut. Also ja, dies ist die erste Folge im Jahr 2022. Wir sind ein bisschen spät dran. Haben wir auch gemerkt. Das führt uns gleich zum Rückblick auf das Jahr 2021. Also wir wollen jetzt in dieser Folge so ein bisschen erzählen, wie es so um den Podcast steht und auch um uns, um Carsten und mich. Nicht als Paar, sondern einfach als Projekt wollte ich schon sagen, das hört sich komisch an. Nein, jedenfalls wollen wir jetzt nicht unser Seelenleben hier darlegen, sondern du verstehst schon, was wir meinen.

Die Unterstützer·innen haben natürlich den Rückblick schon längst hören können und da möchte ich mich an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei Dir bedanken, wenn du uns über Steady unterstützt. Das ist eine große Hilfe und es gibt viele treue Steady Unterstützer·innen wie zum Beispiel Andrea, Corinna und Johannes, die unseren Podcast und meine Arbeit ich muss das jetzt so differenzieren ja schon seit Mitte bis Ende 2017 unterstützen. Das ist wirklich der Wahnsinn. Also seit mehr als vier Jahren schon teilweise. Johannes seit Ende 2017, das ist ja knapp. Also jetzt ist es auf jeden Fall schon mehr als vier Jahre, also total krass. Ja, also das ist wirklich.

Carsten Das ist Treue.

Stefanie Das ist Treue. Genau. Und da wirklich von Herzen Dank. Und ja, warum ist es sinnvoll, diesen Podcast und auch meine Arbeit über Steady zu unterstützen? Wie du gemerkt hast, ist dieser Podcast hier werbefrei. Also ich gehe keinerlei bezahlte Kooperation mit irgendwelchen Firmen ein. So sind auch die anderen drei Podcasts alle werbefrei und auch generell meine kostenlosen E Mail Kurse sind werbefrei und kostenlos. Die Podcasts sind werbefrei und kostenlos und auch der Von Herzen Vegan Clan, die Community ist kostenlos und werbefrei.

Und so sind viele Dinge in den vergangenen Jahren seit Ende 2015 entstanden, die dich keinerlei Geld gekostet haben, mich aber schon einiges an Arbeit und auch Geld. Denn zum Beispiel bei der Community ist es so, dass ich da einen monatlichen Betrag zahle, damit diese Community nicht bei Facebook oder irgendwelchen anderen Social Media Plattformen liegt, die ja alle kostenfrei sind, was Geld angeht. Aber wo wir mit unseren Daten zahlen und damit du nicht mit deinen Daten zahlen musst, zahle ich das Geld. Also ich gehe bei all den kostenlosen Angeboten in Vorleistung, sowohl was Arbeitszeit angeht, als auch was Hostinggebühren angeht oder sonstige Gebühren. Und da ist es wunderbar, wenn es Menschen wie Andrea, Corinna und Johannes gibt, die sagen das ist mir tatsächlich was wert, was du da machst und was vielleicht auch Carsten macht.

Carsten Hoffe ich doch.

Stefanie Also was Carsten und ich machen und ich möchte da gerne etwas zurückgeben und zum Beispiel hier bei diesem Podcast beim Einfach Vegan Podcast, der ja nun auch schon bald seit sechs Jahren existiert. Dort könnte es sein, dass du sagst, ich habe jetzt in diesen vergangenen sechs Jahren, vielleicht jetzt nicht von Anfang an zugehört, aber da sind viele Folgen zusammengekommen und ich habe so viel gelernt und so viel mitgenommen und ich bin so inspiriert durch und durch. Ich möchte jetzt auch gerne mal was zurückgeben und dann kannst du dich gerne Andrea, Corinna, Johannes und all den anderen Steady Unterstützer·innen anschließen und ein Paket auswählen, mit dem du diesen Podcast unterstützen möchtest. Denn ich habe jetzt bei Steady einiges umgewandelt und zwar kannst du jetzt themenbezogen unterstützen.

Es gibt für diesen Podcast drei Pakete, einmal mit 2,50 € im Monat, einmal mit 5 € im Monat und einmal mit 10 € im Monat. Da kannst du auswählen, wie groß du deine Dankbarkeit bemessen möchtest. Ist sie so am Anfang, ist sie mittel oder sehr besonders groß und dann kannst du das auswählen. Du kannst auch überlegen, ob du ein Jahrespaket nimmst. Da zahlst du dann einmal im Jahr diesen Satz, sozusagen. Bei 2,50 € wären das 30 € im Jahr, bei 5 € sind es 60 € im Jahr und bei 10 € sind es 120 € im Jahr. Und du kannst natürlich auch sagen okay, ich möchte jetzt das sozusagen wie so eine Einmalzahlung machen, dann schließt du dieses Jahresabo ab und sagst zum Beispiel: ich möchte jetzt einmal 120 € zahlen und ihr habt mir so viel gegeben, das ist es mir jetzt wert. Und dann kündigst du einfach direkt danach und dann hast du einmal die 120 € gezahlt und das wird sowieso jetzt nicht dann, ohne dass du benachrichtigt wirst, verlängert. Also das heißt, das ist alles sehr offen.

Du wirst auf jeden Fall die Möglichkeit haben, auch noch rechtzeitig vor Verlängerung so eines Abos kündigen zu können. Und wenn du zum Beispiel sagst die Milchgeschichten, das ist was total Geniales, da bin ich im letzten Jahr ja auch zu interviewt worden noch mal und da gab es den anderen Carsten, der von „Gans normal vegan“, der so fasziniert war von meinen Milchgeschichten, von dem Podcast, dass er gesagt hat, er möchte mich unbedingt interviewen. Und wenn du so fasziniert bist wie er und auch viele Student·innen, die mir auch schon geschrieben haben und auch zu diesem Thema weiterforschen wollen und gerne meine Aufzeichnungen sehen wollen und gerne Literaturangaben und Informationen von mir, wenn du zu den Menschen gehörst, die sagen Milchgeschichten total genial, da möchte ich jetzt tatsächlich explizit dafür was zurückgeben, dann findest du bei Steady auch so ein Paket, wo du entweder monatlich zahlen kannst oder zum Beispiel wie gerade erklärt, ein Jahrespaket abschließen und musst es dann also nicht über PayPal machen, sondern könntest sagen ja, ich möchte jetzt einmal zahlen und dann mache ich das mit diesem Jahrespaket und kündige das dann sofort.

Oder wenn du jetzt sagst Nee, das Jahrespaket, das ist mir zu viel Geld, ich möchte eigentlich nur 5 € geben, dann machst du zwei Monate und kündigst danach zum Beispiel. Und so gibt es dann auch noch ein Paket für den Von Herzen Vegan Podcast. Und dann gibt es noch ein Paket, denn Carsten und ich sind ja letztes Jahr, genau vor einem Jahr, mit einem vierten Podcast gestartet, dem „Wir Konsumkinder“ Podcast. Und auch da kannst du dir überlegen, wenn dich unsere Geschichte inspiriert oder inspiriert hat, die wir da auch aufgesprochen haben und die uns auch einiges an Mut gekostet hat, nicht wahr?

Carsten Ja, es ist schon so eine Offenlegung, sehr intim und persönlich.

Stefanie Genau. Also wo wir auch wirklich ehrlich auf unsere Geschichte zurückblicken und sie mit dir teilen, wenn du da sagst: Ja, ich fühle mich inspiriert, ich möchte da etwas zurückgeben, ich möchte das unterstützen, dann kannst du gerne dieses Paket wählen. Und wenn du das Gefühl hast, dir fehlt da noch ein Paket. Du möchtest eigentlich irgendwie thematisch was ganz anderes unterstützen oder alles zusammen? Dann schreibt gerne an, post@vonherzenvegan.de oder melde dich im Clan. Soweit also jetzt erstmal zu den Steady Paketen. Es gibt noch eine weitere Neuerung, da komme ich nachher im Ausblick noch zu. Das ist jetzt hier so ein bisschen vermischt. Eigentlich wollten wir ja nur mit dem Rückblick starten und dann mit dem Ausblick. Aber so ganz chronologisch kriege ich das gerade nicht hin. Und wo ich gerade klar gesagt habe, auch da wird noch was passieren. Aber wir blicken jetzt erst noch mal zurück.

Also ich hatte mir die Podcastfolgen noch mal angeschaut von 2021 und wir haben tatsächlich im letzten Jahr in erster Linie Bücher und Filme rezensiert und teilweise Interviews dazu geführt oder Interviews so geführt. Dass sich die Buchrezension zum Ende des Jahres so gehäuft haben, ist tatsächlich einem Glücksfall zu verdanken, dass ich beim Löwenzahn Verlag in Österreich angefragt habe, ob ich das neue Buch von Rob Hopkins haben kann als Rezensionsexemplar und ich dann quasi freie Hand bekommen habe, mir immer und immer wieder Bücher auszusuchen, die ich rezensieren darf. Und ich muss ja zugeben, die Versuchung ist echt groß, sich da einfach zu bedienen und diese Bücher dann sich neu zuschicken zu lassen. Und dann musste ich jetzt letztens feststellen, dass Carsten einen Teil der Bücher auch in der Bücherhalle gefunden hat, zum Beispiel zum Thema Permakultur.

Carsten Ja, genau. Übrigens ein sehr, sehr schönes Buch. Ich habe mich ja im Laufe der letzten Monate auch noch mal hin und wieder mit dem Thema Permakultur auseinandergesetzt. Versuche mich da auch weiterzubilden in dem Thema, also tatsächlich auch so hinsichtlich Ausbildung und so. Und ja, unsere Bücherhallen hier in Hamburg sind echt gut sortiert, so dass das ein oder andere Buch, wo wir gar nicht damit gerechnet hätten, auch tatsächlich verfügbar ist und wir es vielleicht auch gar nicht hätten über den Verlag anfordern müssen, sondern in den Bücherhallen ausleihen können.

Stefanie Wobei das Permakulturbuch, von dem wir jetzt gerade sprechen, nicht das ist, was wir rezensiert haben, sondern das ist ein anderes.

Carsten Das ist ein anderes. Das, was ich jetzt gerade gelesen habe und was wir da an Büchern doch noch mal ausleihen konnten, das nennt sich „Permakultur. Dein Garten. Deine Revolution“ ist auch sehr, sehr empfehlenswert. Bzw überhaupt eines der empfehlenswertesten Permakultur Bücher generell, weil es einfach unglaublich schön gestaltet ist, wie ist es eigentlich bei allen Büchern dieses Löwenzahnverlags der Fall ist. Also die, die wir bisher in die Hände bekommen haben, haben uns sowohl vom optischen, haptischen, aber auch vom Inhalt her total überrascht im Positiven und sind absolut liebevoll gestaltet, total schön bebildert. Also es ist einfach so vom Optischen her schon ein ganz toller Eindruck, der dort erweckt wird und das ganze zieht sich inhaltlich dann so hin.

Also ich weiß nicht, ich finde das echt eine ganz tolle Geschichte, die uns da quasi über den Weg gelaufen ist, dass wir die Möglichkeit hatten, da die die entsprechenden Bücher kennenzulernen. Sei es jetzt durch die Rezensionserstellung oder auch durch das, was wir jetzt in den Bücherhallen vorgefunden haben. Und ja, wie das bei uns so ja eigentlich schon Standard ist, wenn wir Bücher übergeben bekommen, die uns dann ja auch eine Zeit lang gehören, sagen wir mal so, verlosen wir, die hier in den Buchfolgen. Das heißt also guck gerne mal in die entsprechenden Folgen, die noch kommen werden, wenn das ein oder andere Rezensionsexemplar dann zur Verfügung steht, greif zu. Also es sind immer schöne Gelegenheiten, tatsächlich kostenlos an tolle Bücher zu kommen.

Stefanie Ja, genau, denn wir wollen uns ja daran nicht bereichern und wollen auch nicht unser Bücherregal jetzt wieder aufbauen müssen oder so, weil wir so viele tolle Bücher bekommen, sondern wir wollen sie eigentlich mit dir teilen. Und gerade bei diesem Permakulturbuch, das wir letztes Jahr rezensiert haben, gab es einige Anfragen und ich hatte natürlich nur das eine Exemplar. Würdest du jetzt sagen, das Permakulturbuch, was du jetzt gerade gelesen hast, ist für die Menschen, die damals leer ausgegangen sind, auf jeden Fall auch etwas, was sie sich angucken sollten?

Carsten Ja, beide Bücher sind was. Das, was wir ursprünglich rezensiert hatten in der Folge geht mehr so auf den Charakter ein: Wie kann ich Permakultur in unterschiedlichen Größenordnungen umsetzen? So dieses Verständnis, dass Permakultur etwas ist, was ich sag mal skaliert so vom Balkon bis hin zu großen landwirtschaftlichen Flächen, dass auch ein Landwirt mit großen Nutzflächen das Ganze als Permakultur gestalten kann. Und der Weg dorthin ist dort geschildert. Und das Buch, was ich jetzt gerade, ja eigentlich gestern noch in den Händen hatte, ist tatsächlich eher so auf Garteninhaber·innen gemünzt und beschreibt aber auch deutlicher die Permakultur vom Inhalt her, also sprich die ethischen Gestaltungsrichtlinien, gespickt mit ganz vielen Erfahrungswerten und auch kleinen Exkursen. Also geht so mehr auf den inhaltlichen Aspekt der eigentlichen Gestaltung ein. Während das erste Buch tatsächlich so die praktische Umsetzung im Feld ist und im wahrsten Sinne des Wortes im Feld.

Stefanie Ja okay, das heißt, ich packe natürlich den Titel und die Autorin des Buches auch noch mal in die Shownotes, dass du nachlesen und nachschauen kannst. Da es das bei uns auch schon in der Bücherhalle gibt, gibt es das vielleicht auch schon bei dir, in deiner Bibliothek. Solltest du in Hamburg wohnen: Carsten hat es gerade noch ausgeliehen, aber er gibt es auch wieder zurück. Ich weiß nicht wie viele Exemplare davon verfügbar sind. Aber jedenfalls ist das Potenzial da, dass du es auch einfach ausleihen kannst. Wir haben das jetzt allerdings, wie gesagt, nicht als Rezensionsexemplar, sondern ausgeliehen und deswegen können wir es jetzt hier nicht verlosen. Aber nur noch mal so als Tipp, weil ich das Gefühl hatte, dass viele Hörer·innen doch auch Permakultur interessiert sind, dass du da auch noch mal in die Richtung schauen kannst.

Wir hatten uns eigentlich so als Richtlinie gesetzt, dass wir mindestens zwei Podcastfolgen im Monat machen. Das konnten wir im letzten Jahr einfach nicht einhalten. Das hatte verschiedene Gründe. Privat war es auf jeden Fall auch ein sehr anstrengendes Jahr. Das Jahr 2021. Wahrscheinlich geht es den meisten Menschen auf diesem Planeten momentan so aufgrund der Pandemie, dass das alles etwas anstrengender geworden ist. Bei uns kam neben der Pandemie noch ein paar Dinge dazu. Wir hatten in der vorangegangenen Wohnung - wir sind jetzt Mitte des Jahres umgezogen - Anfang des Jahres einen Wasserschaden. Dann musste groß mit solchen Trocknungsanlagen das ganze Kinderzimmer getrocknet werden. Und ja, das sind einfach so Dinge, die auch so ein bisschen an die Nerven gehen.

Wir hatten schon länger Probleme mit unserer Vermieterin. Ein Jahr lang auf jeden Fall, da die andere Vorstellungen vom Leben hat als wir, was dann dazu geführt hat, dass wir unsere Wohnungssuche auch etwas beschleunigt haben und das auch wirklich eher so der Fokus war und wir dann den Einfach Vegan Podcast nicht mehr so priorisieren konnten. Verschiedene Dinge, Umzug mit Kind und so ist natürlich immer etwas aufwendiger, als wenn man jetzt irgendwie als kinderloses Single umzieht. Würde ich jetzt behaupten, zumindest aus meiner Erfahrung von früher. Und so war die Mitte des Jahres, sage ich mal, auf jeden Fall davon geprägt und auch Anfang des Jahres schon von verschiedensten Herausforderungen. Dazu kam, dass wir dann auch immer mal wieder krank geworden sind und Gott sei Dank toi, toi, toi nicht an Corona erkrankt sind bisher. Das ist wirklich ein großer Glücksfall, weil die Einschläge schon näher gekommen sind in letzter Zeit.

Wir haben uns nach dem zwei Mal Impfen auch jetzt kurz vor Weihnachten Boostern lassen. Also von daher haben wir alles gemacht, was wir tun können, um uns und das Kind zu schützen. Aber natürlich wissen wir nicht. Kann ja alles noch passieren. Aber das zumindest haben wir gemacht. Und dazu kann ich vielleicht - ja, es vermischt sich jetzt automatisch alles so ein bisschen. Ich hatte mir das so stringent aufgeschrieben. Carsten guckt mich auch die ganze Zeit strafend von der Seite an, nicht wahr? Aber das siehst du ja nicht, denn glücklicherweise ist das hier ja ein Podcast und kein Vodcast - Und was ich sagen wollte ist, dass wir ja Mitte des Jahres gesagt haben, dass wir uns haben impfen lassen. Und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass seitdem uns einige Hörer·innen verlassen haben.

Also ich bin mir immer noch nicht sicher mit den ganzen Statistiken. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Anbieter, bei dem wir diesen Podcast hosten, ändert immer mal wieder seine Statistiken, wie die dargestellt werden. Aber es wirkt schon so, als hätten wir, ich weiß nicht, sogar die Hälfte unserer Hörer·innen verloren seit diesem Punkt, als wir gesagt haben, dass wir uns haben impfen lassen, was jetzt so verschiedenste Gedankenspiele offen lässt und ich lasse die jetzt auch mal so offen, denn ja, kann natürlich auch irgendwie gar nichts damit zu tun haben. Und dass Menschen jetzt andere Podcasts gefunden haben, die ihnen besser gefallen oder sie einfach keine Zeit mehr haben, diesen Podcast zu hören oder so, könnte sein. Und das kann natürlich auch sein, dass die Statistiken einfach nicht richtig sind, aber zumindest hatte ich diesen Eindruck.

Also zurück zum Rückblick. Wobei, das gehört ja auch zum Rückblick. Wir sind auf jeden Fall an unsere Grenzen gekommen. Wir haben wieder mehr über unsere eigenen Grenzen gelernt, über uns und das, was uns wichtig ist. Und natürlich frisst diese Pandemiesituation an uns. Die Planung wird immer und immer wieder über den Haufen geworfen. Ja, alles was so längerfristig geplant wird, ist nur so eine Hoffnung. Aber wirklich, dass es so umgesetzt werden kann, das ja ist nicht sicher, das ist was, was wir jetzt im letzten Jahr auch noch mal ganz klar gemerkt haben und das durch diese verschiedenen Faktoren, die du selber in deinem Alltag bemerkst, aber auch durch Krankheitssymptome oder einfach, dass ich persönlich bei mir zumindest merke, dass mein Körper irgendwann streikt, also da dann Bedürfnisse hat, die erfüllt werden wollen und die vielleicht nicht dem Leistungsbild der Gesellschaft entsprechen.

Und dementsprechend gibt es da dann Zeiten, in denen ich einfach nichts machen kann und es gibt dann wieder Zeiten, wo ich mehr Energie habe und etwas machen kann. Und das muss ich irgendwie alles austarieren. Es sind einfach momentan herausfordernde Zeiten. Das alles irgendwie unter einen Hut zu bringen, ist nicht so leicht. Wir haben jetzt auch gerade aktuell, wo wir jetzt diese Podcastfolge aufnehmen, sehr laute Nachbar·innen. Also wir wissen jetzt nicht genau, ob du das auch hörst oder ob wir das rausfiltern können. Und das ist jetzt hier bei der neuen Wohnung so ein bisschen schwieriger. Wo wir bei der anderen Wohnung nur das Vermieterpaar unter uns hatten. Wobei er auch gerne mal laut Orgel gespielt hat, aber das war zumindest was - gut, das war auch nicht berechenbar, aber jedenfalls waren dann nur zwei Personen. Hier sind um uns rum viele Personen und je nachdem wie laut die sind, hört man das alles auch.

Das sind alles so Faktoren, die einfach, ja unberechenbar sind. Wir haben auch nicht den ganzen Tag Zeit und können dann uns danach richten, wann die Nachbarn ruhig sind, sondern es gibt einfach bedingt dadurch, dass Carsten Vollzeit arbeitet, bedingt dadurch, dass wir ein Kind haben, dass je nachdem wie die Pandemiesituation das will, auch zu Hause ist oder nicht zu Hause ist oder auch mal Freund·innen mit hier in der Wohnung hat und auch mal laut spielt. Also bedingt durch all diese Faktoren ist es nicht so einfach, einen Punkt zu finden, um Podcastfolgen aufzunehmen. Ich denke, Texte schreiben ist wahrscheinlich einfacher als Audios oder sogar Videos aufzunehmen. Also gut, Videos fände ich jetzt noch schlimmer, weil ich mich ja dann immer herrichten müsste. Das Licht müsste toll sein usw. Da ist das Audio doch der schönere Kompromiss, zumindest für mich persönlich. Und das Schneiden finde ich auch einfacher. Aber gut, das jetzt nur nebenbei, aber es ist einfach, ja, es sind einfach viele, viele Faktoren, die da so zusammenkommen und die beeinflusst haben, auf welche Art und Weise wir uns dem Einfach Vegan Podcast im letzten Jahr widmen konnten.

Carsten Ja, genau. Und wenn wir noch mal auf die thematischen Ausprägungen des Podcasts eingehen: ich hatte mir ursprünglich, ich sag jetzt mal so vor ungefähr einem Jahr, das ja auch anders vorgestellt, auch inhaltlich anders vorgestellt. Ich hatte damals schon den für mich persönlich so den Eindruck gewonnen, dass ich jetzt sehr viel Informationen schon gesammelt habe. Für uns steht ja immer so die Frage im Raum: Wie können wir unsere Zukunft, wie können wir die gemeinsame Zukunft anders gestalten? Und da haben wir schon sehr viel Informationen gesammelt, schon sehr viel Input gehabt, viele Ideen gesponnen und irgendwie hatte ich so den Eindruck: so langsam muss das raus. So langsam muss das auch in die Praxis überführt werden. Jetzt ein bisschen irgendwas umsetzen, Projekte stemmen, sich mit anderen Leuten zu vernetzen, in Aktivität übergehen, das ist ja komplett anders gelaufen. Also die Pandemie hat uns ja völlig ausgebremst, was das betrifft. Und ich weiß noch, dass so zur Jahresmitte war eine ganz spannende Aktion, wo ich auch lange Zeit überlegt habe, mache ich da mit oder mache ich da nicht mit? Das war ein Protestcamp von dem Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“. Und dieses Protestcamp, das war in meiner Heimatgegend, da, wo ich aufgewachsen bin. Ich kannte die Region und das war wirklich unweit von dem Ort, wo ich aufgewachsen bin.

Stefanie Du hättest sogar bei deinen Eltern übernachten können.

Carsten Ja genau.

Stefanie Wärst Du mit dem E Bike da hinfahren.

Carsten Also wenn eine Aktion oder irgendwie sowas mal naheliegend gewesen ist, dann war das diese.

Stefanie Du hattest einen persönlichen Bezug dazu.

Carsten Persönlich und auch thematisch und ich hatte auch für das Thema gebrannt und ich habe mich einfach ja ausgebremst gefühlt, weil das wirklich zu einer Situation gekommen ist, wo ich ganz vorsichtig war, was jetzt mit dieser ganzen Coronasituation da war. Da habe ich einfach vermieden, große Reisen zu machen, zu viel Außenkontakt zu haben, auch, weil wir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geimpft waren. Unsere Impfungen kamen später erst. Wir haben uns sehr, sehr bewusst auch zurückgehalten. Genau das war es. Und ich würde es heute auch genauso machen. Also es ist jetzt nicht so, dass ich sage: Mensch, falsch verhalten oder so, aber es schmerzt trotzdem. Es tut in der Seele weh, dass solche Gelegenheiten vorbeigehen.

Und ja, dass ich da an der Stelle zum Beispiel konkret nicht in Aktivität übergehen konnte, aber auch in anderen Punkten, also das generelle Vernetzen oder oder Themen anstoßen. Wo ich jetzt tatsächlich sehe, Mensch, ich müsste mich mit Menschen draußen treffen. Ich möchte auch neue Kontakte knüpfen, um Sachen anzufangen oder sowas. Das fällt im Moment komplett außen vor und zwingt auch so ein bisschen weiterhin auf der rein theoretischen Ebene mit den ganzen Themen irgendwie eine Auseinandersetzung zu suchen, da weiter zu machen. Bei mir ist es Permakultur oder jetzt praktisch dadurch, dass wir umgezogen sind und hier jetzt einen Balkon haben. Ich habe zumindest einen Bereich, in dem ich mich ausleben kann. Das war ja auch ein Konfliktherd in der vorherigen Wohnsituation.

Stefanie Auf den wir jetzt nicht mehr eingehen werden, denn auch das haben wir alles losgelassen. Dazu erzähle ich gleich noch was, wenn Carsten fertig ist.

Carsten Aber das sind so praktische Sachen, da versuche ich jetzt zumindest für mich persönlich in eine gewisse Umsetzung zu gehen. Aber darüber hinaus muss ich sagen, ist auch wirklich so, ja, die Sehnsucht da, dass irgendwann mal wieder eine Art Normalzustand kommt, wo man auch wirklich dann nach außen hingehen kann. Und ja tatsächlich aktiv werden darf und kann.

Stefanie Ja, ich würde das mit dem Loslassen noch mal hinzufügen, und zwar vielleicht - bestimmt haben wir es schon mal erwähnt - hilft dir das auch noch mal. Wir haben dieses Loslassritual von Ajahn Brahm übernommen, einem buddhistischen Mönch in Australien, der tolle Bücher geschrieben hat und die ich auch als Hörbücher habe und immer mal wieder anhöre, weil die Geschichten jedes Mal mit meiner Erfahrung wachsen sozusagen. Also ich interpretiere sie jedes Mal anders und sie geben mir immer was und eine Geschichte davon heißt „Die Löschtaste drücken“. Und da geht es darum, dass er erzählt hat, dass er Teilnehmer·innen oder seinen Mönchen - ich bin mir nicht ganz sicher, aber das kann auch Laien gewesen sein. Aber ich glaube, er hat einfach Menschen empfohlen, wenn sie Sorgen haben, sollen sie es auf ein Papier schreiben, das um einen Stock wickeln und dann mit dem Stock in den Wald gehen und diesen Stock von sich schmeißen. Und das muss auch wirklich diese Handlung sein. Also das nicht nur theoretisch zu machen, sondern dann das aufzuschreiben, das um den Stock zu wickeln und den Stock wegzuschmeißen.

So, und dann meinte er, kamen die Klagen, er würde den Wald verschmutzen und so und deswegen ist er dann zu einer fortgeschritteneren Idee gekommen. Und zwar die Idee, diese Gedanken, also das, was dich belastet, das, was du loslassen möchtest, auf Toilettenpapier zu schreiben und das dann rituell das Klo runter zu spülen. Und wir haben genau das gemacht. Wir haben bei der Umzugssituation, als wir hier in die neue Wohnung umgezogen sind, uns zu dritt, also das Kind, Carsten und ich, zusammengesetzt und haben aufgeschrieben was war schlecht? Also was belastet uns, was möchten wir loslassen? Und haben das dann jede·r für sich rituell die Toilette runtergespült, damit jede·r einmal die Löschtaste drücken durfte, also einmal die Klospülung betätigen, um das loszulassen. Und ich muss sagen, rückblickend hat mir das wirklich geholfen, weil ich nicht mehr daran festhalte. Es verschwimmt langsam und klar, ab und zu kommt dann noch mal was hoch und so, aber dann kann ich das relativ einfach loslassen.

Carsten Ja, dem stimme ich zu. Wir haben am Jahresende neben unserem persönlichen Rückblick und unseren Ritualen ja auch noch mal genau das gemacht, dass wir mal geguckt haben, was war toll im Jahr, aber auch was war schlecht. Und ich musste wirklich überlegen, was war denn jetzt eigentlich noch schlecht, was hat mich noch belastet?

Stefanie Du hattest es da schon losgelassen.

Carsten Ja, das war schon gar nicht mehr präsent. Also ich musste wirklich noch mal so ein bisschen in. Historie nachstöbern, so meinen kleinen grauen Zellen, den wenigen, die da noch rumfleuchen, um überhaupt noch mal dahinter zu kommen. Und das war einfach ein schönes Zeichen, dass das wirklich funktioniert, dass ich loslassen konnte und dann - ich weiß nicht, ob das wirklich unmittelbar nach dem Betätigen der Klospülung kam - aber im Grunde genommen halten die Gedanken dann nicht mehr dran fest. Und in der Folgezeit konnte ich mich wirklich komplett anderen Dingen widmen.

Wohingegen in der konkreten Situation, während wir noch nicht wirklich komplett aus der alten Wohnung raus waren, war es ja immer ein latentes Unwohlsein, alleine vom Mentalen her zu wissen: Wir stecken noch in dieser Situation. Das allein, das war schon belastend, musste noch nicht mal irgendeine Konfrontation geben und dementsprechend ist das wirklich ein ganz tolles Ritual und super zu empfehlen. Also falls du auch jemand bist, der noch ganz viel Toilettenpapier hat - jetzt so im zweiten Coronajahr ist das noch mal ein bisschen was anderes - nutz die Chance und spendier dir mal eine Rolle.

Stefanie Eine Rolle. Also so viel haben wir nicht gebraucht. Und genau. Apropos, wenn du dich jetzt wunderst, warum haben die denn Toilettenpapier? Die behaupten doch, sie würden gar keins nutzen. Wir besitzen tatsächlich Toilettenpapier für Gäste, denn wir lassen unseren Gästen - was jetzt eigentlich momentan innerhalb der letzten zwei Jahre, also seit Corona sehr, sehr wenig Menschen sind, eigentlich nur Freund·innen vom Kind - die Wahl, ob sie denn jetzt unsere schönen Polappen benutzen wollen, die Wiederverwendbaren oder das Toilettenpapier. Und deswegen haben wir immer Toilettenpapier vorrätig. Und für solche Aktionen wie mal die Löschtaste drücken, ist es auch geeignet.

Was wir aber auch gemacht haben. Also wir haben uns nicht nur auf die negativen Sachen fokussiert, sondern wir haben, als wir die alte Wohnung gemeinschaftlich loslassen wollten, auch darüber gesprochen, was schön war. Das haben wir untereinander besprochen und haben uns das gegenseitig erzählt, so wie wir uns ja jeden Abend auch erzählen, wofür sind wir dankbar und wofür können wir uns auf die Schulter klopfen? Was ist gut gelungen, worauf sind wir stolz? Und so haben wir uns das auch erzählt. Was war schön? Was sind tolle Erinnerungen? Denn es war ja nicht alles schlecht. Aber das, was uns gestört hat, das haben wir still aufgeschrieben, um das nicht noch mal hoch zu bringen und zu bewerten, sondern einfach loslassen zu können. Und ich finde, jetzt, über ein halbes Jahr später, hat es wirklich gut funktioniert. Und genauso haben wir das mit dem Jahr auch gemacht, dass wir uns an Silvester zusammengesetzt haben, hier nur zu dritt, allein, ähm, zu dritt, allein, genau zu dritt allein...

Carsten Zusammen ist man weniger allein.

Stefanie Genau. Also zu dritt. Allein. Also nur hier. So als Kernfamilie haben wir uns zusammengesetzt und dieses Ritual gemacht, dass wir zurückgeschaut haben und auch still aufgeschrieben haben, was nicht so toll war. Wobei, wie Carsten gerade sagte, wir uns dann doch noch mal unterhalten mussten, weil wir nicht mehr so genau wussten, was jetzt schlecht war. Also von daher: es funktioniert, das ist auch noch mal etwas, falls du das mal ausprobieren möchtest, ist es von uns auf jeden Fall eine Empfehlung.

Und aus dem Rückblick auf das Jahr 2021 ergibt sich eigentlich auch der Ausblick auf den Einfach Vegan Podcast im Jahr 2022. Denn eins haben wir gelernt während der Pandemie, Jetzt gerade in dieser Zeit, in der wir stecken, ist irgendwie nichts wirklich planbar und deswegen haben wir jetzt auch für den Einfach Vegan Podcast nicht wirklich was geplant. Also es wird auf jeden Fall weiterhin Buchrezensionen geben, weil wir noch einige Bücher haben, die wir noch lesen müssen oder die wir gerade lesen oder die wir lesen wollen und die gelesen werden wollen und so und wenn die gut sind, dann werden wir die auch rezensieren.

Es gibt auch Filme noch, die wir uns anschauen wollen und rezensieren und ich denke, es wird sich vieles so aus dem Alltag ergeben, was wir dann, wenn wir es als wichtig erachten, auf jeden Fall auch mitteilen werden. Und so bleibt der Podcast weiterhin eine Forschungsreise. Genau das, was er von Anfang an war: Eine Dokumentation unserer Reise von dem, was uns so bewegt.

Carsten Ja, das einzige Thema, was mir jetzt gerade so konkret einfällt, ist das Thema Verkehrswende. Weil wir da auch ein Buchprojekt per Crowdfunding unterstützt hatten und das jetzt verlegt worden ist oder aufgelegt oder publiziert werden konnte. Und da sind uns zumindest im Moment zwei Bücher noch in den Regalen verblieben, wo wir noch mal reinschnuppern wollen. Finde ich ein ganz spannendes Thema. Ich meine, dass wir jetzt autofrei leben, haben wir ja schon genannt. Also von daher ist das Thema Verkehrswende für uns auch sehr greifbar.

Stefanie Mobilitätswende.

Carsten Mobilitätswende, richtig.

Stefanie Es kommt ja auch von Katja Diehl noch das Buch „Autokorrektur“. Also werden wir das auf jeden Fall auch noch rezensieren. Vielleicht mit Katja zusammen hier im Podcast sprechen? Mal schauen.

Carsten Genau. Und alles andere ist tatsächlich offen. Ich habe jetzt auch gar keine Idee, in welche Richtung konkret das Ganze laufen könnte.

Stefanie Also wenn du, liebe·r Hörer·in Themenwünsche oder das Gefühl hast, das sollte doch mal über XY gesprochen werden, dann schreib immer gerne hier an post@vonherzenvegan.de oder melde dich im Clan. Oder wenn du Steady Unterstützer·in bist, dann kannst du natürlich auch über diesen Weg etwas schreiben. Du bist immer herzlich willkommen, Themenvorschläge an uns zu schicken. Wenn du das Gefühl hast, interview doch mal diese Person oder jene Person. Wir gucken dann, ob das zu uns passt, ob das thematisch in Ordnung ist, ob wir uns damit identifizieren können oder nicht. Also wir können dir nicht versprechen, dass es auch wirklich umgesetzt wird, aber wenn es passt, dann werden wir das gerne machen.

Damit ist jetzt aber der Ausblick noch nicht beendet, denn ich arbeite die ganze Zeit schon so hinter den Kulissen an einem größeren Projekt. Das sollte eigentlich schon Ende 2021 fertig sein. Aber wie du jetzt im Rückblick gemerkt hast, ist mal wieder einiges anders gewesen als geplant und so wird es jetzt noch ein, zwei Monate dauern, bis das Projekt fertig ist. Aber ich bin da sehr zuversichtlich. Ich habe nämlich letztes Jahr im Dezember doch noch relativ viel geschafft und das Projekt ist tatsächlich eine neue - habe ich zweimal tatsächlich gesagt? Ja, ich glaube schon.

Carsten Tatsächlich?

Stefanie Tatsächlich. Ich habe tatsächlich gesagt.

Carsten Ich habe tatsächlich gar nicht mitgezählt.

Stefanie Du hast gar nicht zugehört. Tatsächlich hast du abgeschaltet. Standby schon. Zähle die „tatsächlich“.

Carsten Unter allen Einsendungen verlosen wir...

Stefanie Einen Audiofile mit allen „Tatsächlich“ geschnitten von Carsten.

Carsten Wirklich?

Stefanie So gut. Also Spaß beiseite. Ich bin gerade dabei, eine neue Community aufzubauen, denn ich habe gemerkt, dass mir im von Herzen Vegan Clan der Platz quasi zu eng wird in den vergangenen Jahren seit. Anfang 2015, seit wir uns hier auf den Weg gemacht haben und vegan geworden sind, hat sich einiges getan. Es sind so viele Themen dazugekommen und vegan war nur der Anfang, der Einstieg. Und ich habe jetzt mittlerweile auch noch den Nachhaltigkeitsschwerpunkt, so dass ich ja für die VHS Hamburg in erster Linie und jetzt auch - Clara, vielen Dank - für die VHS Grafing und auch vielleicht noch für andere Volkshochschulen in Deutschland, Kurse gebe. Und da geht es immer um „Aktiv fürs Klima“ in verschiedensten Ausprägungen. Im Moment vor allem Bildungsurlaube. Und da gehört vegan natürlich dazu, denn Ernährung ist politisch und ist jetzt keine persönliche Entscheidung und ist aber auch nur ein Teil der Lösung.

Das ist etwas, was mir jetzt einfach in den vergangenen Jahren immer bewusster geworden ist, dass ich mich da nicht festlegen will auf nur vegan, sondern dass ich mich wohler fühle in einem breiteren Feld und der Von Herzen Vegan Clan bildet dieses breitere Feld nicht mehr ab. Also deswegen bin ich gerade dabei, eine größere Community nicht im Sinne von es sollen viele Millionen Menschen darin sein, sondern thematisch größer gefasst, ein größeres Zelt quasi für meine Arbeit zu bauen aufzubauen. In dieser Community gehen wir dann gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft und vegan ist dann ein Teil davon, das heißt der Von Herzen Vegan Clan zieht um in die neue Community. Das ist dann auch wieder ein Mighty Network, so dass du dich da dann auch schon auskennst, wenn du Mitglied im Von Herzen Vegan Clan bist und der Von Herzen Vegan Clan wird dann eine Gruppe in dem neuen Mighty Network, also in der neuen Community eine Untergruppe, eine Gruppe von mehreren Gruppen quasi so.

Und in der neuen Community, deren Namen ich jetzt noch nicht lüften werde, weil ich mich immer noch nicht traue, diesen Namen jetzt schon sofort auszusprechen, wird es dann auch noch Kurse geben. Zum einen die beiden kostenlosen Kurse, die es jetzt als E Mail Kurse schon gibt: „Gelassen vegan leben“ und „Grüner leben. Schritt für Schritt“ und auch einen kostenpflichtigen Kurs. Zumindest jetzt zum Anfang einen. Im Laufe des Jahres werden noch andere Angebote folgen, wo ich jetzt nämlich im letzten Monat hart dran gearbeitet habe, meine Bildungsurlaube in einen Onlinekurs umzuwandeln. Und das heißt, das ist dann ein Kurs nach dem Schema „Aktiv fürs Klima - Das kann ich tun.“ Ich werde mir da noch mal einen anderen Namen für überlegen, damit das nicht alles den gleichen Namen hat. Aber letztlich ist es genau das „Aktiv fürs Klima. Das kann ich tun“ als Onlinekurs, also für Menschen, die da einsteigen möchten.

Und dazu wird es dann auch noch eine Gruppe geben, die auch kostenpflichtig sein wird. Denn ich habe gemerkt, zum Beispiel bei den Bildungsurlauben, wenn wir da fünf Tage jeden Tag zusammensitzen und ganz viel Inhalte bekommen, dann ist das so viel, was in den kommenden Wochen, Monaten, teilweise auch Jahren umgesetzt werden kann, dass die Gefahr sehr hoch ist, dass die Teilnehmenden das nicht umsetzen, wenn sie nicht begleitet werden. Also viele haben gesagt, sie hätten irgendwie gerne noch weiterführende Unterstützung in den kommenden Monaten auf verschiedenste Art und Weise, einfach um dran zu bleiben, um sich auch noch weiter auszutauschen und dann auch vielleicht noch mal in verschiedenste Themen tiefer einzusteigen. Und genau das will ich jetzt auch in der neuen Community abbilden. Mit der kostenpflichtigen Gruppe, die dann entweder begleitend zu dem Onlinekurs, was ein Selbstlernkurs sein wird, also einen Kurs, den du alleine ohne meine Begleitung machst, in deinem Tempo oder alleine, wenn du sagst, Diesen Anfängerkurs, den brauche ich nicht, das weiß ich alles schon, aber ich wünsche mir dann doch noch Begleitung im Folgenden im Alltag. Dann kannst du natürlich auch so in die Gruppe kommen. Aber für diese beiden Zielgruppen ist dann diese Gruppe gedacht.

Und Näheres dazu, was du jetzt genau in der Gruppe, dem Onlinekurs und der Community erwarten kannst, was dich da erwartet, das erfährst du auf jeden Fall noch von mir. Ich werde dich informieren. Genau. Ich brauche auf jeden Fall noch den Januar und vielleicht noch den halben Februar, um alles fein zu schleifen und alles vorzubereiten. Quasi die Innenausstattung der Community schön zu machen und wohnlich, damit du dich dann da auch wohlfühlen kannst.

Die nächste Neuigkeit ist: ich werde über Steady einen Newsletter anbieten und dafür dann alle anderen Newsletter, die ich bisher ins Leben gerufen habe und alle Verteiler, die bisher existieren, löschen. Da wirst du aber, solltest du dich dort noch befinden, irgendwo in einem meiner Verteiler auch von mir noch eine Email bekommen, wo ich dich über die Löschung informieren werde. Und natürlich auch die Möglichkeit, wie du dann weiterhin mit mir in Kontakt bleiben kannst. Und damit schließt sich nämlich jetzt der Kreis. Ich habe ja quasi mit Steady angefangen, deswegen höre ich jetzt auch wieder mit Steady auf. Steady bietet seit neuestem - für mich zumindest, ich habe da nicht so drauf geachtet, aber ich glaube, im letzten Jahr haben sie damit angefangen, die Möglichkeit anzubieten, einen Newsletter anzubieten, da anzubieten - die Möglichkeit, einen Newsletter anzubieten.

Und das finde ich ganz praktisch, weil es dann für mich einfach nur noch zwei Plattformen gibt, einmal Steady und einmal das Mighty Network, so dass du dich auch nicht überall nochmal neu anmelden musst, für die verschiedensten Sachen, sondern für alle kostenlosen Kurse, die ich anbiete, aber auch alle kostenpflichtigen Kurse, für alle Gruppen und die ganze Community gibt es eine Plattform und einen Zugang, wo du dann natürlich, wenn du einen neuen Kurs dazu buchst, da schon noch einmal klicken musst und so, aber es ist immer die gleiche Plattform. Und wenn du mich unterstützen möchtest, finanziell für die ganzen kostenlosen Dinge, dann ist es über Steady und der Newsletter verbindet einfach alles: Von Herzen Vegan, was ja auf jeden Fall bestehen bleibt, wo es auch mein Buch gibt und wo alles was mit vegan zu tun hat, seine Heimat hat.

Und dann noch stefanie-rueckert.de, meinen Nachhaltigkeitsschwerpunkt, wo ich dann in erster Linie Kurse und alles, was mit Nachhaltigkeit zu tun hat, anbiete und die neue Community „Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft“ wird natürlich auch alles verbinden, Denn wie gesagt, der Von Herzen Vegan Clan zieht dorthin und wird ein Teil davon sein. Und das wird einfach nur noch mehr ein Experimentierfeld, ein Tüftelfeld. Die Möglichkeit rauszufinden, wie wir gemeinsam es schaffen können, eine klimagerechte Zukunft zu schaffen. Welche Rolle du dabei spielen wirst und wie wir gemeinsam rausfinden können, was dein Schwerpunkt sein kann und auch der Weg dorthin.

Und es muss ja auch nicht jetzt für immer das sein, dass du dich jetzt dafür entscheidest und sagst so wie Carsten zum Beispiel, der für sich rausgefunden hat, Permakultur ist das, was er gerne jetzt erstmal machen möchte, heißt es ja nicht, dass Carsten für den Rest seines Lebens mit Permakultur beschäftigt sein muss. Kann er natürlich. Also ist es kein Problem, wenn Carsten jetzt für den Rest seines Lebens mit Permakultur beschäftigt ist. Aber das heißt ja nicht, dass du dich jetzt einmal festlegst und dann darfst du nie wieder was anderes machen, sondern einfach rauszufinden, okay, jetzt im Moment ist das das, wofür ich brenne und das, wofür ich mich begeistern kann. Und das ist jetzt mein Einstieg und mal schauen, was kommt. Also auch wirklich das offen zu lassen und das Experimentieren zuzulassen und zu tüfteln, zu schauen und auch mal zu scheitern, das gehört ja auch dazu. Also zu sehen, okay, das funktioniert nicht. Ja gut, dann mache ich es nicht. Aber ich habe es ausprobiert und diese Schleife in meinem Leben, die war vielleicht dann doch was wert. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe.

So zum Beispiel ist es bei mir jetzt so, dass ich das, was ich jetzt dieses Jahr anfange, eigentlich schon vor einem Jahr anfangen wollte. Ich habe im letzten Jahr eine Extraschleife gedreht, weil ich mich habe beeinflussen lassen von einer Person, die mir sehr nahe stand - nicht Carsten - die mir wichtig war. Und ich habe mich von dieser Person beeinflussen lassen. Und diese Person hatte mir davon abgeraten, das umzusetzen, was ich jetzt umsetzen werde. Und wenn ich diese Schleife nicht gedreht hätte, dann könnte ich das, was ich jetzt umsetzen werde, gar nicht auf diese Art und Weise umsetzen, wie ich es jetzt umsetzen werde. Ich hoffe, das ist jetzt irgendwie verständlich. Was sagst du? Logikschleife. Carsten macht gerade die Logikkontrolle.

Also, was ich damit sagen will, ist, wenn du gerade in der Schleife drin steckst, vielleicht nicht immer schön. Und ich habe schon viele Schleifen gedreht und viel erlebt und bin oft gescheitert und wir haben ja den Wir Konsumkinder Podcast aufgenommen, da kannst du auch einiges nachhören. Carsten und ich sind auch schon gemeinsam oft gescheitert. Also vieles merkst du erst im Nachhinein, dass es dich bereichert. Auf jeden Fall. Und gut schlecht, wer weiß das schon, das habe ich mir hier an die Wand gepinselt, damit ich immer daran denke. Gut, schlecht, wer weiß das schon.

Die neue Community soll einen sicheren Raum bieten für all das, für das Scheitern genauso, wie für das glückliche Austüfteln, das Experimentieren, die Freude, das Träumen, das gemeinsam möglich machen. Gemeinsam diese neue Zukunft entdecken. Denn wir sind ja momentan in dieser Situation, dass wir einfach an einer neuen Zukunft basteln sollten und dass wir gemerkt haben, dieses Modell, was wir die letzten 200 Jahre hier aufgebaut haben, das Wirtschaftsmodell, aber auch generell, diese Gesellschaft, dieses Modell, in dem wir leben, das funktioniert so nicht. Es geht einfach nicht. Und es müssen jetzt neue Modelle her und da wird es nicht das eine Modell geben, sondern wir brauchen einfach viele, viele, viele Ideen und viele Möglichkeiten und viele Wege. Und es ist alles schon da. Das hatten wir jetzt schon öfter erzählt. Also es ist alles schon da und es war auch alles schon und das finde ich total spannend. Ich lese gerade ein total tolles Buch. Das werden wir auf jeden Fall noch rezensieren. Das ist super genial. Spoiler, Spoiler, Spoiler.

Dieses Gefühl und diese Möglichkeiten, das alles zu erhalten, das soll die neue Community bieten. Diesen sicheren Raum, in dem wir uns ausprobieren können, in dem wir tüfteln können, in dem wir träumen dürfen, das Träumen zulassen können und in dem wir dieses ganze Gefühl des Bremsens bitte vor der Tür lassen. Natürlich, wie gesagt, wir werden auch scheitern. Und es wird auch einfach Phasen geben, in denen wir nicht so voller Energie sind und sprühen und sagen jetzt nach vorn, sondern es wird einfach auch Phasen geben, in denen wir einfach nichts tun können oder in denen es uns nicht gut geht und in denen wir einfach nicht aktiv sein können. Und das gehört alles dazu. Es ist das Leben. Und das heißt, du brauchst keine Angst zu haben, dass du in dieser Community ständig aktiv sein musst und immer nach vorne gehen musst, sondern du darfst den Weg natürlich in deinem Tempo gehen und da gehören Pausen auf jeden Fall dazu.

So weit jetzt also erstmal der Ausblick für 2022. Du darfst also gespannt sein. Es wird bald weitergehen. Also spätestens Mitte Februar wirst du etwas von mir hören. Alle Clanmitglieder hören wahrscheinlich schon Ende Januar von mir und Steady Mitglieder sowieso als allererstes. Die Mitglieder erfahren immer als allererstes was Neues passiert. Also von daher darfst du gespannt sein.

Carsten Ja, und damit beschließen wir die allererste Folge im Jahre 2022. In diesem Sinne.

Stefanie In Hamburg sagt man Tschüss.

Carsten Und auf Wiederhören.

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Hinweis zum Von Herzen Vegan Clan

Im November 2021 ist der Von Herzen Vegan Clan ein Teil meiner damals neuen Community, des Experimentariums geworden.

Das Experimentarium gibt es seit Dezember 2022 nicht mehr.

Ich bin gerade dabei eine neue Online-Community aufzubauen. Wenn Du interessiert bist, schau doch mal vorbei:

>> Hier gehts zur neuen Community

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