Folge 253 - Maria rettet Hühner aus der Massentierhaltung

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Folge 253 - Maria rettet Hühner aus der Massentierhaltung

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

Ich darf dich in dieser Folge herzlich willkommen heißen zur neuen Serie Mitglieder Portrait. Und zwar stelle ich im Experimentarium in dieser Serie in loser Folge Mitglieder aus dem Experimentarium vor. Und diese Interviews erscheinen erst im Experimentarium und dann ungefähr 4 Wochen später ungefähr wirklich nur hier im Podcast. Das heißt, wenn du gerne diese Interviews zuerst hören möchtest, dann werd doch Mitglied im Experimentarium. Ich lade dich ganz herzlich ein den Link findest du hier unter der Folge oder in den Show Notes. Es ist kostenlos, schau gerne vorbei.

Ich habe diese Serie ins Leben gerufen, weil ich dir damit zeigen möchte, was Einzelpersonen wie du und ich für tolle Dinge bewegen können. Den Anfang macht jetzt Maria, die ihren Traum verwirklicht und begonnen hat, einen eigenen Lebens Hof aufzubauen.

Maria erzählt in diesem Interview,

  • wie sie auf die Idee mit dem Lebens Hof gekommen ist
  • wie sie mit der Rettung von Legehennen angefangen hat und welche Tiere noch hinzugekommen sind
  • welche Widerstände es gegen das Projekt gab und wie sie es geschafft hat, trotzdem weiterzumachen
  • worauf du achten solltest, wenn du auch den Wunsch hast, Tiere zu retten und oder ein Lebens Hof zu starten.

Noch kurz vorab: ich bin bei der Aufnahme des Interviews etwas zu nah am Mikrofon gewesen, deswegen klingt meine Tonspur etwas übersteuert. Ich hab versucht, das einigermaßen auszugleichen und bitte das zu entschuldigen und jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit dem Interview mit Maria.

Stefanie: Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Vielleicht stellst du dich einmal kurz vor, wer bist du und wie sieht dein Alltag so aus, damit wir uns ein bisschen was drunter vorstellen können wer jetzt da spricht?

Maria: Ja, Na klar gerne also ich bin Maria, ich bin 32 Jahre jung oder alt wie man mag Mama von 3 fast 4 Kindern und wir haben vor einem Jahr und seinen Lebens Hof 2 Welten eine Familie gegründet. Einige kennen mich vielleicht von Instagram, da bin ich und der Maria lebt sehr viel unterwegs und aktiv zum Thema Veganismus und Aktivismus. Und ja, und da stellt sich Tierrechtsbewegung und Teile auch Einblicke von unserem Hof und von den Rettungen von den Hühner Rettungen. Und ja, das war so die Kurzfassung also im Allgemeinen kann man schon sagen, dass. Wir unser Leben nach den Tieren, richten mit ihnen Zusammenleben und das sind ja auch die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln, dass wir das, dass die, dass die Tiere mit uns hier sind und nicht für uns und ja, das ist schön deswegen auch 2 Welten, eine Familie.

Stefanie: Ja, das klingt auch total schön, dann erzähl doch direkt mal ein bisschen mehr über diesen Lebenshof, wie wir uns das genau vorstellen können.

Maria: Also die Hühnerrettung, das sind im Grunde genommen Rettungen von Hühnern aus der Massentierhaltung, also dieser sogenannten Nutztierhaltung. Das sind zum einen die Legehennen aus dieser klassischen Eierproduktion. Aber auch Eltern Tierrettung, das heißt, das sind Hennen und Hähne, die Eltern von den Masthähnchen also die kennt, glaub ich, jeder die in diesen schlimmen Hähnchenwagen verkauft werden und das sind dann die Eltern, die werden auch gerettet, weil die normalerweise nach 12 - 15 Monaten zum Schlachthof gebracht werden und wir haben dann die Möglichkeit, die zu retten und aufzunehmen auf unserem Lebenshof, dann aufzupäppeln und zu versorgen und einfach leben zu lassen. Diese Tiere sind nämlich, wenn die ankommen, nackt und verletzt, die sind in einem erbärmlichen Zustand. Also man muss sich mal vorstellen, das sind ja Tausende Hühner. 30 bis 80000 Tiere in so einer Anlage, das hat nichts mit Tierwohl zu tun und die Möglichkeit, dass wir die retten, das kommt daher, dass wir über den Verein "Stark für Tiere" mit dem Verein ja über diesen Verein retten wir diese Tiere. Der Verein organisiert diese ganzen Rettungen und hat in ganz Deutschland verteilt Teams mit ganz vielen Helfern, in so vielen Bereichen in Deutschland wie möglich. Helfer sind Fahrer sind Retter sind, dass man ganz viele Menschen erreichen kann, die eben Hühner aufnehmen und wenn es nur 2 Hühner sind, das sind 2 Leben, dann ist ja auch schon viel geholfen und wir sind ein Lebenshof davon und nehmen Hühner auf, ja genauso. Wir retten die und nehmen die auch auf und ja behalten die, dass die bei uns leben können.

Stefanie: Ja, das ist total wunderbar. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen?

Maria: Ja, auf die Idee bin ich gekommen, das eigentlich ganz einfach, seitdem ich denken kann schon, obwohl mein Lebenstraum war immer ein Lebenshof zu haben und Tiere zu retten, die Hilfe brauchen und sie zu versorgen und denen ein schönes Leben zu ermöglichen. Also schon, seitdem ich eigentlich ja, seitdem ich denken kann und dann kam das so 2020 im Sommer vor anderthalb Jahre sind wir ja hier in unser Haus gezogen und das war eigentlich Zufall. Dann direkt daneben war so n. Oder ist so ein verlassenes Grundstück gewesen? Und dann habe ich mich schon gefragt was ist denn das für ein Grundstück? Wem gehört denn das und hab mir das denn schon so vorgestellt wie schön das wäre, wenn neben unserem Haus dann die Möglichkeit ist so ein Lebens Hof aufzubauen und habe mich dann erkundigt bei der Gemeinde wem das gehört und das gehört der Gemeinde gehört niemandem also der Gemeinde Halt und das sind 1,2 Hektar meine ich genau, als können wir 13 Hektar irgendwie also über ein Hektar. Und lange Rede Kurzer sind? Wir konnten das dann pachten auf unbestimmte Zeit, so lange, wie wir halt möchten ja, und das ist wahr, so bin ich dann auf die Idee gekommen und zeitgleich über Instagram hatte ich den Aufruf gesehen, von stark für Tiere das Hühner zu retten sind und dass die Halt adoptanten suchen. Und dann war klar so jetzt geht es los und dann haben wir angefangen, Stelle zu bauen. Also Gehege und alles, was Hühner so brauchen. Und ja, dann ging das so los.

Stefanie: Und was hat dir geholfen, dabei zu bleiben? Das ist ja jetzt nicht so einfach, auch sich immer diesem Tierleid zu stellen und auch diese Tiere zu versorgen, also woher hast du zum einen auch das Wissen um diese Tiere zu versorgen und zum anderen auch wie was hat dir geholfen, dabei zu bleiben?

Maria: Ja, also geholfen, dabei zu bleiben. Einfach meine Motivation also dieses warum weil wenn man für etwas brennt, dann macht man es einfach, man muss es auch mal, also das war. Ganz klar, wenn ich die Möglichkeit hab, dann mach ich das. Ja also es ist natürlich, wenn die Tiere hier ankommen. Ich wusste ja auch, auf was ich mich einlasse, ne wenn man die rettet wie die aussehen, wie verletzt sie sind und so weiter und das ist auch echt schlimm die die verkörpern ja dieses Leid und damit hab ich echt sehr doll zu kämpfen, aber man macht es, weil man hilft den ja damit und wenn die dann genesen und wenn es dann besser geht, dann dann ist das einfach, das kann man gar nicht beschreiben, wenn man dafür so brennt. Dann dann ist das das schönste von der Welt, diesen Tieren zu helfen und dann? Dann muss ich halt dadurch, dass ich das selber ganz schrecklich findet, wenn es halt was bewirkt und wird jedes einzelne Huhn ist es ja die Welt und das ja, das ist eigentlich mein. Warum meine Motivation das, dass ich das Liebe, was ich tue mit den Tieren und für die Tiere auch ja und ich. Ich finde, es ist auch ganz wichtig, dass so nach außen transportiert transportieren, weil beispielsweise ein Ei sieht ja, erstmal ist ja nichts Dramatisches, ne, wenn man jetzt hört ein Aiso und aber was ist eigentlich grausames bedeutet? Wie die Tiere wirklich, was das bedeutet? Eierproduktion und dieses ganze drum herum, dass das ja wie was, was? Mit denen geschieht das das gehört auch so zu der Arbeit dazu, dass man aufklärt, irgendwie guck mal hier, das sind die Hühner, für die Eier Produktion gehalten werden und ja das das sich halt was ändert. Das ist auch meine Motivation.

Stefanie: Und das wissen darum, wie wir. Wie du mit Hühnern umgehen kannst und so wie bist du da dran gekommen?

Maria: Also dass wir hatten oder wir haben schon vorher Kaninchen, Katzen rund und so gehabt also wir haben noch mehr tun, wir haben noch andere Tiere und das ja, ich hab mich dann erkundigt gelesen, ich hab mich bei den anderen. Wie sagt man Kolleginnen im Verein Helferin ausgetauscht? Was muss ich denn sagen wir auf wie viel Platz die haben müssen und das hab ich mir ja selbst angeeignet. So wenn man sich für irgendwas interessiert, dann dann kriegt man das auch hin.

Stefanie: Also würdest du anderen die jetzt sowas vielleicht auch starten würden auch sagen, es gibt halt diese Quellen und das ist relativ einfach.

Maria: Total also es ist ja auch, wenn man sich für irgendwas interessiert, dann liest man sich ja auch ein und erkundigt sich und so. Jetzt bei Hühnern zum Beispiel so schwer ist das gar nicht Hühner zu halten also die brauchen natürlich aber jede Tier Art braucht ja ihren Rahmen, was sie halt für Bedürfnisse haben, was sie brauchen, um gut zu leben. Und das kann man sich sehr gut selbst aneignen. Also und man lernt natürlich auch ne, weil wir immer mehr Fälle gehabt haben, die waren halt verletzt, oder dann hatten wir ein Mobbing Opfer - was macht man da oder wenn die sich gegenseitig die Federn raus picken was ja, was einige nach wie vor noch ganz akut machen, weil die haben ja alle ihre Geschichte und Verhaltensauffälligkeiten teilweise und da wächst man denn da dran, indem man sich gegenseitig austauschen mit anderen Menschen. Die Hühner haben diese ganzen Probleme schon durch haben und das ja, wenn man das nach guten Wissen und Gewissen macht und glaube ich, macht man das schon ganz gut.

Stefanie: Und gab es da auch irgendwie Widerstand, dass du das umsetzen wolltest?

Maria: Also Widerstände jetzt zu der Hühnerrettung selbst nicht. Aber als wir angefangen haben, hier den Hof oder erstmal das Grundstück zu bekommen, da gab es tatsächlich Widerstand und zwar wir hatten das ja beantragt. Bei der Gemeinde mit der Begründung für unser Vorhaben, was wir Vorhaben mit Lebenshof und so und dann hieß es erst nein, keine Tiere. Die stören nur mit ihrem Gestank oder Geräuschen die anderen Dorfbewohner. Ist natürlich Quatsch ne, wir haben ja nicht mal Nachbarn. So und dann sind wir hartnäckig geblieben und dran geblieben und das würde ich auch allen Menschen raten, egal was man verfolgt, immer dranzubleiben, wofür man halt kämpft und dann hat es sich letztendlich gelohnt. Aber wir dürfen keine großen Tiere halten wie Kühe oder Schweine. Und dann dachte ich erst, weil ich wollte ja Lebenshof mit allen Tieren haben, dass ich jetzt den Kopf in den Sand stecken kann und das alles hin schmeißen kann, aber dann haben wir gesagt Hühner sind ein großes Thema, dass wir uns dann auf Hühner und auch auf Schafe, also Lämmer, Rettungen sind ja auch ne Osterlamm und so weiter also das ist auch eine Industrie, also wird unser Lebenshof hauptsächlich Kaninchen, Hühner und Schafe haben.

Stefanie: Und im Moment sind es aber erst Hühner oder sind die anderen Tiere auch schon da?

Maria: Jetzt sind gerade Kaninchen und Hühner und in Mai Juni ist noch meine Eltern Tierrettung da hatte ich auch schon von erzählt, dann nehmen wir dann auch nochmal also da wir bauen aktuell wieder an neue Stelle neue gegen also dann möchte irgendwas zu tun also wir nehmen aktuell immer wieder fortlaufend Tiere auf ja Mhm genau.

Stefanie: Und in der Nachbarschaft so drum herum gibt s da irgendwie Widerstand?

Maria: Wir haben ja gar keine Nachbarn, also das ist das ja aber weiter ferne, man sieht schon andere Häuser aber gar nicht also überhaupt gar nicht. Die erfreuen sich eher, wenn sie hier spazieren gehen und dann guck mal da Tiere oder Hühner oder die Hasen also ist eher positiv da, die machen ja auch was mache ich, wenn ich meinen Gestank wo der Hahn kräht? Da freuen sich meistens darüber.

Stefanie: Okay, also jetzt keinen Gegenwind aus der unmittelbaren Umgebung?

Maria: Im Gegenteil, die meisten Menschen finden das eigentlich toll, ne wenn man jetzt die rettet, das ist immer toll, aber warum? Wir müssen diese Tiere ja gar nicht retten, wenn es das alles nicht geben würde.

Stefanie: Klärst du da auch schon irgendwie auf, also so im Sinne von pädagogischen Führungen oder irgendetwas oder ist es jetzt erstmal, dass ihr rettet, dass das Augenmerk darauf liegt?

Maria: Ja, also jetzt so dass wir irgendwie so Führung machen, noch nicht aber. Ich denke mal, wir fangen jetzt an das das wird alles noch mehr, wir haben da auch Vorstellungen, was wir ja mit Aufklärung, das ist ja so wichtig, wenn jetzt zum Beispiel Leute aus dem Dorf hier vorbei gehen und wir sind dann gerade da und die bleiben stehen also denn warum die Hühner so schlecht aussehen am Anfang ne, weil nach der Rettung sehen ja wirklich ganz schlimm aus und wenn die dann da fragen, dann kommt man so ins Gespräch und ich will denen ja auch sagen warum und dass die da ne Verbindung haben, wenn jetzt Menschen hier vorbei gehen, die nicht vegan leben, dass die auch verstehen, wenn die das kaufen, ist man irgendwo daran beteiligt, dass Tiere ob jetzt unsere Hühner hier oder allgemein die Hühner. Ja, das die Leiden und dass da diese Verknüpfung entsteht ja, das mache ich auf jeden Fall ja, aber ich versuche es halt nicht vorwurfsvoll, sondern so so ja, ihr wisst das gar nicht ne also manche wissen das einfach nicht wusste ich ja vorher auch nicht. Und dann ja kommen wir schon ins Gespräch doch.

Stefanie: Und wie sieht es mit deiner eigenen Familie aus? Hast du da Rückhalt oder gibt es da auch Widerstände?

Maria: Gar nicht also, ich mache das ja mit meinem Mann zusammen, also die Idee und der den Drang danach kam jetzt von mir, aber mein Mann ist da handwerklich, baut ja auch alles und die Kinder helfen mit und ja, das ist auf jeden Fall also ist eigentlich gemeinsam wir wir leben mit den Tieren zusammen. Wir alle also nicht nur ich, sondern die Kinder und mein Mann also ja doch wie also ist unser Hof.

Stefanie: Und hast du das Gefühl, dass die Kinder davon profitieren, also deine Kinder?

Maria: Auf jeden Fall total, weil wenn man so sieht, wenn, wenn kleine Kinder mit Tieren zusammen aufwachsen und jetzt ist schlechtes Wetter aber im Sommer, wenn wir dann viel draußen sind und dann wird vor dem Hühner G gepicknickt und dann gucken wir den oder bei den Hasen ne, wir gucken den Tieren dann zu und wenn sie dann ankommen. Denn was wollen die wohl haben? Die Hunger oder guck mal jetzt machen die das also, dass die so feinfühlig sind, dass das Tiere? Bedürfnisse haben und und Empfindungen, ne das, das ist einfach, dass das so schön das kann man also das ist so bereichert auch und das ist ja auch das, was die Kinder haben, von uns zu Hause mitnehmen, weil wir weil die das ja automatisch mitbekommen und wenn die jetzt in der Schule sind gut im Kindergarten der Kleine ist da sehr versteht das alles so langsam, aber die Großen dann auch wenn die dann zum Beispiel sehen, dass andere Kinder Hühner essen oder oder Eier essen. Dann ja, es ist das ist natürlich wirklich schwierig, weil unsere Kinder dann mich fragen warum machen die anderen Kinder das? Oder dass das die einfach auch den den anderen Kindern sagen möchtest, du gequält und getötet werden oder so ne, dann kommt das schon so, also da da kommt, dann kommt dann auch Konflikte tatsächlich also so Mhm aber an sich das Leben an sich mit den Tieren ist total bereichernd, richtig toll.

Stefanie: Ja und wenn jetzt andere, die hier zu hören, dass auch machen wollen, was würdest du den raten? Worauf sollten sie achten?

Maria: Ja also es kommt drauf an, was sie also was, was man möchte, wenn man jetzt auch ein Lebenshof haben möchte, oder muss ja nicht gleich einen ganzen Lebenshof haben, aber so Tiere halten möchte, dann braucht man Platz, das ist ja ganz logisch, ne und dann Garten ohne ein bisschen ist das schwierig und wenn man das nicht hat? Dann kann man aber auch zum Beispiel auf anderen Lebens Höfen nachfragen, ob man da helfen kann. Gut, dann sauber machen, streichen oder kümmern allgemein das so zu tun gibt es ja immer und die meisten Hilfe freuen sich, wenn man Hilfe anbietet. Also das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit oder wenn es um die Rettungen geht. Da kann man ja sich auf jeden Fall engagieren, egal wo man wohnt und wie man wohnt das, das kann man immer, weil Helfer gerade in den Vereinen werden, immer gesucht und um Fahrten zu übernehmen, um bei den Rettungen zu helfen. Also es ist das kann man sich vorstellen, dass da jede helfende Hand oder jedes Auto was fährt Gold wert ist, ne weil? Umso mehr Tiere können gerettet werden und jedes einzelne Huhn, was zusätzlich gerettet wird ist ja wird das Huhn. Die Welt.

Stefanie: Wenn wir uns jetzt vorstellen, suchen, ändern, hätten jetzt genug Platz was werden so die ersten Dinge, was würdest du raten, was sollten Sie tun?

Maria: Ja, also ist natürlich alles vorausgesetzt ein schlachtfreies Zuhause, wenn man das gut meint mit den Tieren, davon gehe ich jetzt mal aus, die hier zuhören. Da gibt es dann auch einen Schutzvertrag ja und dann wäre so der Werdegang oder das Prozedere, dass man sich wie im Beispiel jetzt bei uns bei dem Verein stark für Tiere aber es gibt ja noch es gibt ja so viele Tiere und zwar eine wenn man da sich mal erkundigt, oder? Ich schau macht dann meldet man sich bei dem Verein und dann sagen die einen wie das weitergeht wann Rettungen sind wo an wen man sich wenden kann und dann ist der Kontakt auch total einfach, dann dann dann gibt es meistens e Mail Verkehr mit den jeweiligen zuständigen und dann sagen die einen schon wann wo was ist und dann kann man also Hühner aufnehmen ist nicht schwer also daran zu kommen sag ich jetzt mal die Möglichkeit zu haben.

Stefanie: Und was bereite ich dann zuhause sozusagen schon mal alles vor?

Maria: Ach so genau zuhause für Hühner jetzt speziell da braucht man denn ein Stall, wo die weil Hühner. Sobald es damit also jeder der schonmal Hühner hatte, gehen wir abends rein selbstständig. Und da muss man halt den Stall Fuchs und Marder sicher machen dass da keine Raubtiere kommen und morgens kommen wir wieder raus und man sagt pro Huhn 10 Quadratmeterplatz kann man sich dann irgendwie ausrechnen, wieviel Zaun abstecken muss, dass die Hühner dann da ja wieso haben, wo die dann schaden können und dann braucht man vor, da gibt es auch so spezielle Körner Mischungen gibt es alles im Internet kann man alles bestellen oder die die Hühner sind ja Allesfresser, die können ja also Hühner, die die dieser zu kriegen. Das ist gar kein Problem ja, eigentlich braucht man nur im Stall den Mann fest zumachen kann und Platz wo die also 10 Quadratmeter pro Huhn, so kann man sich dann ja ausrechnen, wenn man 5 oder 10 Hühner hat in einer Gruppe, dann braucht man halt ja dementsprechend den Platz.

Stefanie: Und was kommt da so für Kosten auf einen zu? Wenn ich das jetzt machen würde, so ungefähr.

Maria: Ja, ich hab das noch nicht ausgerechnet, also ich bestell einmal im Monat ein 2 Säcke Futter und die Hühner kriegen ja auch ab und zu so Essensreste wie Nudeln oder Reis oder Kartoffeln oder Gurke schneiden wir denen und ein bisschen Stroh für den Stall. Wenn ich jetzt den Sack im Monat für 25€ hab, nur also, ich sag mal vielleicht 30€ im Monat für alles so ungefähr ohne Tierarztkosten ne, das muss man auch berechnen bedenken wenn ein Huhn krank ist, dann kommt zusätzliche Tierarzt. Kosten können dazu kommen aber jetzt was Futter und Unterkunft würde ich jetzt sagen 20 - 25€ im Monat pro Gruppe. Pro Huhn kann man das gar nicht ausrechnen, aber man hat ja meist sowieso ne Gruppe, wenn man Hühner nicht alleine hält. Und dann dann ist das eigentlich also überschaubar.

Stefanie: Ja, aber man muss halt schon bedenken, dass Tierarztkosten noch dazu kommen können. Gerade bei diesen Tieren.

Maria: Ja und natürlich die es Anschaffung, wenn man jetzt im Stall baut. Wir haben jetzt für so ein Häuschen, haben wir, das waren so 300€, was wir gebaut hat und dass das etwas größere Häuschen und je mehr Häuser werden. Mehrere dann also die erste Anschaffung das das kostet schon man muss das Halt investieren oder man baut sich selber, aber auch Zäune oder Holz. Wenn alles selber macht, dass man muss ja irgendwo kaufen, auch wenn man es gebraucht kauft. Das wäre das, aber die monatlichen Kosten sind überschaubar und Tierarzt kosten also das das ist wahr ja, wenn ich gerade die verletzten Hühner kommen, das kann man dann noch nicht so kalkulieren was was wird da anfallen? Aber ja in der Regel. Wir haben jetzt keine riesigen Tierarztkosten. Wir hatten auch keine Operationen oder so. Wir hatten ein verletztes Bein. Dann hatten wir Schmerzmittel bekommen und so.

Stefanie: Also ist Hühnerrettung etwas, wo man quasi gut einsteigen könnte, in einen Lebenshof?

Maria: Ja, auf jeden Fall. Natürlich hat jedes Tier hat seine Bedürfnisse, aber im Vergleich, wenn man jetzt Hühner halten möchte, ist das einzige, was in dem Sinne ist man es halt gebunden man muss immer da sein, morgens und abends, um die rauszulassen und auch natürlich um die zu füttern und so oder wenn man mal was ja, wenn man mit Nachbarn hat oder? Irgendjemand, der das übernehmen könnte, wäre auch gut, aber es muss immer jemand da sein, also ist ja bei den meisten Tieren so man kann nicht einfach gehen, das ist so das aber Hühner, die die sind einfach total einfache Tiere. Die haben ihr Glück auf der Wiese und Schaden und suchen Würmer und picken umher. Und was ein Huhn ebenso macht. Also das ist keine Schwierigkeit so also aus meiner Sicht finde ich.

Stefanie: Und noch eine Frage ist mir grade eingefallen, was macht ihr denn mit den Eiern?

Maria: Ja, die Frage höre ich total oft, auf Instagram ganz ganz viel. also ich persönlich, ich spreche aus meiner Sicht, für mich würde das jetzt nicht in Frage kommen, das zu essen, auch wenn es leidfrei ist, könnten wir die Eier theoretisch essen. Aber für mich wird das nicht in Frage kommen, ist eine Ausscheidung von einem Tier und ich möchte das nicht essen. Aber deswegen verfüttern wir die tatsächlich, die legen die Eier ja trotzdem und dann schlagen wir die da auf und dann liegen die auch im Boden und die stürzen sich darauf die Liebe Meier oder auch mal unsere Katzen bekommen die und oder der Hund, also das ist im Grunde Tierfutter ja praktisch.

Stefanie: Ich bin auch schon mal gefragt worden, was da auf so Lebenshöfen passiert mit diesen Eiern, ob sie dann verfaulen oder so deswegen war es jetzt mal interessant zu hören, aus der Praxis.

Maria: Das fragen mich ganz, ganz viele, weil viele Menschen denken, die Hühner essen dieser Eier gar nicht. Also von alleine gehen die da auch nicht bei. Wenn ich komme und diese Eier in die Hand nehmen, dann kommt eine große Traube um mich herum und lassen mich nicht mehr los, weil die genau wissen, weil die wollen, die auch haben, aber erst, wenn ich die halt gebe.

Stefanie: Was ist denn dann Vision so für diesen Lebenshof für die Hühnerrettung? Wie soll es da weitergehen? Wie soll die Zukunft aussehen?

Maria: Auf jeden Fall also, das wird alles noch weiter ausgebaut und wir haben ja jetzt ja vor allem ja erst angefangen und es soll noch viel größer werden. Noch viel mehr Tiere. Nach und nach werden. Wir haben jetzt erst mal jetzt im Frühling bauen wir den nächsten Stahl das nächste Gehege, dann werden die nächsten gerettet, dann kommt erst mal unsere Menschen Baby auf die Welt. Wahrscheinlich im Juli und dann ja genau Hühnern, dann vielleicht noch noch ein Gehege und dann wollen wir aber scharfe retten also dann wollen wir Lämmer Rettungen machen. Ich weiß jetzt noch nicht, ob das nächstes Jahr im Frühling schon passiert wegen Corona. Es ist auch schon ein bisschen eingeschlafen gewesen. Man muss ja mit dem Betreiber oder den Betreibern von diesen Anlagen immer. Kooperieren, dass man diese Tiere anstatt dass sie zum Schlachter gehen, ist Mandy retten kann. Aber unser Hof soll schon bunt gefüllt werden.

Stefanie: Und ist das denn so, dass man euch dann auch mit Patenschaften unterstützen kann?

Maria: Ja, wir sind noch kein eingetragener Verein, aber das soll alles noch kommen. Jetzt haben wir das erstmal alles gegründet, aufgebaut und so alles pö a pö, das soll schon noch kommen. Ja, weil also natürlich, wenn je mehr Tiere werden. Je mehr ställe man braucht. Das sind Kosten, das ist ja ganz, ganz normal und auch wenn ich schlafe. Das stelle ich mir schon vor und das auch großes Interesse, da ich sehe das ja auch auf Instagram, das macht mir auch sehr viel Spaß, da den Leuten, der hatte diesen Einblick zu geben und Menschen, also vegan lebende Menschen, den eine Freude zu machen, wenn sie sehen, dass man Tiere rettet, ich sehe das ja auch bei anderen gerne und ja doch das und patenschaften dann sehr gerne, aber alles nach und nach soweit sind wir gerade noch nicht, aber wer weiß was in einem Jahr ist, wer weiß, wie weit wir da schon sind, dann. Ja, das soll auf jeden Fall kommen.

Stefanie: Super ja, vielleicht noch so abschließend die Frage, ob du den Hörer innen noch etwas mitgeben möchtest?

Maria: Ja also es kommt drauf an, ich denke mal, dass hier viele wie schon vegane lebende Menschen zu hören. Ansonsten werden auch nicht mit. Dann ist natürlich das wichtigste warum, wie gesagt, dass man bitte bitte bitte Eier oder Masthähnchen oder irgendwas vom Huhn bitte nicht kauft dann. Dadurch gibt es ja dieses Leid erst ne, wir haben ja heute alles, was wir brauchen, wir müssen das nicht, wir sind ja keine Unmenschen, wir sind ja nicht darauf angewiesen und ansonsten ja, wer sich dafür interessiert dran bleiben man kann wenn man auch wenn man Garten hat und ne kleine kleine Hühner Gruppe von 4 Hühnern das ist. Das ist so Gold wert, leben zu retten und total einfach in der Haltung also muss man gar keine Angst vorhaben man muss bloß da sein und für die Versorgung. Ja, die Versorgung garantieren.

Stefanie: Ja, dann danke ich Dir für deinen Einblick und ich denke, dass das viele Menschen auch inspiriert, wenn sie in diese Richtung gehen möchten, dann auch die ersten Schritte zu machen und ich danke dir für deine Zeit und genau an Links alles, was du so erwähnt hast, wir sammeln danach der Folge nochmal zusammen, werden wir auf jeden Fall hier unter der Folge dann auch noch zur Verfügung stellen.

Maria: Und vielleicht hören oder sehen wir uns irgendwie über den Verein, über die Rettungen oder wenn Fragen da sind, wenn Kontakt gewünscht ist, einfach anschreiben ich freue mich über jeden, der sich meldet, um was Gutes zu tun, ja genau also immer gerne melden.

Das war das Interview mit Maria. Du findest alle Links zu Maria und zu dem, worüber wir gesprochen haben unter der Folge und in den Show Notes.

Maria hatte nachträglich noch hinzugefügt, dass sie empfiehlt, ein Netz über dem Hühnergehege anzubringen, um die Hühner vor Raubtierangriffen aus der Luft, zum Beispiel einem Adler Angriff zu schützen. Das war etwas, was sie während des Interviews noch vergessen hatte, zu sagen und mich gebeten hat, das nochmal zu ergänzen.

Wenn du wie Maria auch Mitglied im Experimentarium werden möchtest, dann findest du den Link dazu auch hier unter der Folge oder in den Show Notes. Und wie gesagt es ist kostenlos und unverbindlich und du wirst nicht gezwungen, dich zu beteiligen, wenn du es nicht möchtest. Und ich würde mich riesig freuen, wenn du dabei bist.

Dann bleibt mir nur noch zu sagen in diesem Sinne in Hamburg sagt man Tschüss. Und auf Wiederhören.

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