Folge 271 - Wasser, Strom und Heizkosten sparen - so geht es in der Mietwohnung

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Folge 271 - Wasser, Strom und Heizkosten sparen - so geht es in der Mietwohnung

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Vollständiges Transkript

Stefanie Wir haben uns spontan zu dieser Folge entschlossen, weil uns nämlich die aktuelle Stromabrechnung vorliegt.

Carsten Ja, wir haben Post bekommen.

Stefanie Unter anderem war da die Stromrechnung im Briefkasten. Und ich bin so stolz auf uns!

Carsten Post von unserem Lieblings-Energieversorger? ;)

Stefanie Nee, genau... also, über den sprechen wir jetzt natürlich nicht. Aber halt, vielleicht könnten wir da mal nachfragen, ob die uns sponsoren, dafür dass wir jetzt über das Thema sprechen!? Aber im Ernst, wir reden nicht über unseren Energieversorger, sondern über die Stromrechnung, denn wir haben unseren Stromverbrauch im letzten Abrechnungsjahr um sage und schreibe 37% gesenkt!

Carsten Wow, aber exakt 37 Grad Prozent!

Stefanie Warte mal: 37,04% wurde mir angezeigt.

Wir hatten vorher einen Stromverbrauch für unseren 3 Personenhaushalt von ungefähr 2700 kW/h pro Jahr. Und jetzt sind wir bei 1700 kW/h pro Jahr. Das ist total faszinierend, wir waren nämlich schon mit diesen 2700 kW/h pro Jahr im „guten“ Bereich für einen Dreipersonenhaushalt. Und mit den 1700 sind wir jetzt sogar im „sehr guten“ Bereich. Und laut der von mir rausgesuchten Vergleichstabelle ist 1700 auch schon für einen Einpersonenhaushalt gut. Wir sind quasi so gut wie ein Einpersonenhaushalt!

Carsten So gut wie noch nie zuvor!

Stefanie Ja, das stimmt.

Carsten Yeah, Spitzenleistung!

Stefanie Genau! Und wie haben das jetzt geschafft? Also, genau darüber wollen wir in dieser Folge plaudern: Wie wir es geschafft haben, unseren Stromverbrauch so stark zu senken. Dann wollen wir aber auch über unsere Heizkosten und über unsere Wasserkosten sprechen. Das alles ist ja jetzt gerade in den Medien Thema. Und ich dachte, es passt ganz gut, wenn wir unsere aktuell vorliegenden Abrechnungen zum Anlass nehmen, genau darüber zu sprechen.

Ich bin gerade wirklich stolz darauf, dass wir diese Einsparungen geschafft haben und es passt gerade so gut in unsere Zeit. Deswegen wollen wir da einige Tipps geben.

Natürlich sind wir nicht der Maßstab aller Dinge, und es ist hier auch alles rein subjektiv. Trotzdem habe ich mich jetzt vorhin mindestens eine Stunde hingesetzt und Zahlen recherchiert, um Vergleichswerte zu haben und zu gucken, wie unsere eigenen Verbrauchswerte da rein passen. Ergänzen werde ich das durch Fakten aus meinem Online-Kurs „Grüner Leben Schritt für Schritt“. Der Kurs ist quasi die Essenz meiner Bildungsurlaube und -kurse der vergangenen Jahre und versammelt mein gesamtes Wissen und meine Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahre in diesem Bereich gemacht habe. Ich verlinke Dir die weiteren Informationen zu diesem Kurs auf jeden Fall hier unter der Folge und in den Show-Notes, so dass du da gerne mal vorbeischauen kannst.

Ein Modul meinem Kurs ist das Thema „Wohnen“. Und daraus ziehe ich jetzt diese Informationen. Das heißt, du bekommst jetzt in dieser Folge einen exklusiven Einblick in meinen Kurs. Unter anderem gespickt mit unserem Vergleichswerten und sehr subjektiven Einschätzungen, wie wir es geschafft haben, weniger Energie zu verbrauchen; in den drei Segmenten Wasser, Heizen und Strom.

Aber bevor wir jetzt damit starten, möchte ich mich heute mal ganz herzlich bei Rupert bedanken, der jetzt gerade dabei ist Podcastfolgen, also Transkripte von Podcastfolgen, Korrektur zu lesen und angeboten hat, das regelmäßig zu machen. Sowie bei einer anderen Person, die das auch angeboten hat regelmäßig zu machen, aber anonym bleiben will. Deswegen kann ich den leider Namen nennen, möchte hier aber trotzdem danke sagen. Der Name der Person fängt mit B an, das ist vielleicht ausreichend, damit sich diejenige Person angesprochen fühlt ;)

Wie gesagt, ich schütze Deine Anonymität. Jedenfalls herzlichen Dank an dieser Stelle diesen beiden Personen, die sich dazu bereit erklärt haben, Transkripte Korrektur zu lesen! Es gibt noch andere Personen, die das teilweise schon gemacht haben und teilweise noch machen wollen. Nichtsdestotrotz ist ein großer Anteil der Podcastfolgen immer noch nicht transkribiert und Korrektur gelesen. Also wenn Du das Gefühl hast, Du möchtest das gerne machen, Du würdest gern was zurück geben, dann melde Dich doch bitte gerne bei mir unter post@vonherzenvegan.de.

Du kannst dir die Podcastfolge aussuchen, die du transkribieren möchtest. Und ich denke, es ist relativ unwahrscheinlich, dass du genau die Folge nimmst, die jetzt gerade von einer anderen Person transkribiert wird, bzw. Korrektur gelesen wird. Also von daher besteht, sagen wir mal, eine 98%ige Wahrscheinlichkeit, noch eine bisher nicht transkribierte Folge zu erwischen. Du kannst quasi sowas wie Transkript-Patin oder Transkript-Pate von einer Folge werden. Und ich nenne Dich sehr gerne auch namentlich sowohl im Text zur Podcastfolge und auch gerne verbal in einer der nächsten Podcastfolgen. Dann wirst Du quasi in einer die Hall of Fame der Transkript-Korrekturleser*Innen aufgenommen.

Carsten Ja, das ist cool!

Stefanie Das mit der Hall of Fame ist mir gerade spontan eingefallen. Ich kann dafür auf meiner Internetseite sogar eine eigene Rubrik einrichten, auf der ich aufzähle, welche Person wie viel Korrektur gelesen hat. So mit einer absteigenden Reihenfolge der Ehrungen und so ;) Dann steht da wahrscheinlich mehrfach: Korrekturgelesen von Anonym, Korrektur gelesen von Anonym, Korrekturgelesen von Anonym… Also ich werde das auf jeden Fall gerne honorieren, wenn Du beim Korrekturlesen unterstützen möchtest. Nur nicht finanziell, denn das ist ja nicht der Sinn der Sache. Und ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, wenn du dich meldest, um ein Transkript Korrektur zu lesen. Wie gesagt, du kannst dir die Folge aussuchen. Wenn du dich angesprochen fühlst, melde dich bei mir.

Kommen wir jetzt mal auf das Thema Strom zu sprechen. Wie haben wir das denn geschafft? Also es ist schon länger so, dass wir so kleinere Sachen machen, wie überall den Stecker ziehen oder zum Beispiel schalten wir unseren WLAN Router aus nachts, der zieht tatsächlich auch Strom. Also es gibt jede Menge kleinere Sachen, die wir tun können. Aber was jetzt wirklich diesen großen Sprung gemacht hat von den 2700 auf die 1700 Kilowattstunden pro Jahr, das war, dass wir keinen Trockner mehr haben. Wir hatten davor noch einen Trockner,

Carsten einen relativ alten, den wir regelmäßig genutzt. Da haben wir ganz bewusst darauf verzichtet. Also der tat noch, den haben wir nachher verschenkt.

Stefanie Genau den haben wir verschenkt und leben jetzt seit über einem Jahr ohne Trockner. Genau. Und trocknen jetzt entweder auf dem Balkon oder unten im Trockenraum. Und wir sind tatsächlich die einzigen hier im Haus, von den 7 Parteien, die dort Wäsche trocknen.

Carsten Ja.

Stefanie Merkwürdigerweise ja. Also entweder haben alle anderen Trockner oder die trocknen in der Wohnung, was eigentlich laut Mietvertrag verboten ist. Also wir wissen das ja nicht, wir wollen hier niemanden verleumden. Also jedenfalls wir machen das nicht. Wir trocknen entweder unten im Keller oder auf dem Balkon. Und das denke ich, ist so somit die größte Ersparnis, also was am meisten gebracht hat. Dann hatten wir auch eine „neue“ Spülmaschine und einen „neuen“ Kühl-Gefrierschrank gekauft. Neu ist jetzt irreführend, weil es gebraucht war.

Carsten Diesmal haben wir auf die Energiesparklasse geachtet, was wir in der Vergangenheit so nicht getan haben. Und wir haben durch die Kühlschrank und Gefrierschrank Kombination die vorherigen Geräte ausgetauscht. Also in der vorherigen Wohnung hatten wir einen Kühlschrank.

Stefanie Der so alt war wie die Wohnung selbst und deswegen schon sehr alt. Unser Gefrierschrank war auch schon sehr alt, denn wir hatten da so einen kleinen Gefrierschrank und die Spülmaschine war auch die von der Wohnung, das heißt, die war auch schon älter und da war auch keine Energieeffizienzklasse ersichtlich. Und da haben wir jetzt bei der neuen Wohnung drauf geachtet, dass wir da die höchste Energieeffizienzklasse genommen haben und ein gebrauchtes Gerät, so dass diese Kombination für uns am nachhaltigsten war und tatsächlich auch was gebracht hat.

Wir nutzen für die Spülmaschine und auch die Waschmaschine, die ebenfalls eine hohe Energieeffizienzklasse hat, also die höchste, die es damals gab, als wir das Gerät gebraucht auch wieder gekauft haben, immer die Öko Eco Sparprogramme, so dass wir der Meinung sind, dass es auch daran liegt. Die Waschmaschine hatten wir in dem vorigen Haushalt schon und das heißt, daran kann es nicht liegen, dass wir so viel eingespart haben. Aber ich denke auf jeden Fall am Trockner. Und, dass Spülmaschine, Kühlschrank und Gefrierschrank energieeffiziente Geräte sind.

Carsten Genau das denke ich auch, dass das den großen Anteil gebracht. Ansonsten haben wir ja unseren Stromverbrauch oder die Art und Weise, wie wir Strom verbrauchen, gar nicht geändert.

Stefanie Genau. Also im Vergleich dazu waren wir vorher schon gut.

Carsten Ja.

Stefanie Und das hatten wir dadurch erreicht, dass wir viele kleinere Dinge gemacht haben. Wir haben ja auch keinen Fernseher, der verbraucht auch viel Strom. Was wir aber schon haben, sind mittlerweile zwei Tablets und wir haben auch zwei Laptops. Und wir haben auch einen großen Bildschirm, den wir beim Arbeiten benutzen. Und es war auch so, dass Carsten mindestens zwei Monate Homeoffice im Abrechnungszeitraum gemacht hat, so, dass er da dann auch mehr Strom verbraucht hat. Und ich hatte eigentlich wirklich damit gerechnet, dass wir jetzt mehr Strom verbraucht haben als vorher.

Carsten Durch die Homeofficetätigkeit.

Stefanie Ich habe mich schon so ein bisschen gesorgt und dass wir jetzt also wirklich deutlich weniger verbraucht haben macht mich stolz. Deswegen müssen wir jetzt auch die Podcastfolge aufnehmen, weil ich diesen Stolz teilen möchte. Ich war so stolz auf uns, dass wir das geschafft haben. Und das heißt, es ist ja noch Potenzial da. Wir könnten also jetzt, wenn wir sagen, weniger Elektrogeräte, weniger damit Filme gucken, Musik hören oder was auch immer, weniger arbeiten, also weniger elektrische Geräte nutzen, würde vielleicht auch noch was bringen.

Carsten Ja, ich glaube schon, dass wir da noch ein bisschen Potenzial haben. Wobei ich dazu sagen muss, wir sparen uns jetzt nicht zu Tode. Es ist nicht so, dass wir händeringend versuchen, irgendwie Energie zu sparen, sondern das ist jetzt eine völlig normale Alltagsroutine für uns geworden, ohne dass wir da bewusst immer darauf achten müssen „Oh, jetzt schnell den Stecker ziehen oder jetzt schnell den den Schalter betätigen“, damit dann das Licht ausgeht oder so. Ja, wir wollen jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass wir total die Sparfüchse geworden sind, die als Hauptziel haben, den Energieverbrauch so weit wie möglich nach unten zu skalieren.

Stefanie Ja, da sprichst du auf jeden Fall einen sehr wichtigen Punkt an. Das ist etwas, was ich auch in meinen Kursen und generell mit Menschen immer wieder bespreche. Nämlich: Wie weit schneidet das, was du tust, in deinen Alltag ein? Also wie sehr beeinträchtigt es dich? Und das, was wir bisher getan haben, beeinträchtigt uns nicht in unserem Alltag. Und das wäre nun die Frage, wenn wir weiter schauen und sagen okay, wir wollen noch mehr. Wir sind jetzt voll angefixt, wir wollen noch mehr sparen, noch mehr sparen, noch mehr sparen. Wie stark wird es uns einschränken? Und das ist, glaube ich, immer generell die Frage.

Es ist aber auch ein Prozess, denn natürlich kannst du sagen, die Wäsche nicht im Trockner zu trocknen, das schränkt mich stark ein. Ich habe keinen Trockenkeller oder was auch immer. Es ist individuell. Also wir reden jetzt hier über das, was wir machen und wie das bei uns möglich ist. Und du wägst das dann, liebe·r Hörer·in für dich ab, ob das für dich möglich ist. Denn wir können keine allgemeingültigen Tipps geben, sondern einfach nur aus unserer subjektiven Sicht sagen, wie wir das gemacht haben. Und für uns funktioniert das. Natürlich ist es einfacher, die Sachen in den Trockner zu packen, aber es darf ja auch nicht alles in den Trockner, muss man dazu sagen. Letztlich dann aus dem zweiten Stock in den Keller zu gehen, um die Wäsche aufzuhängen und sie dann auch da wieder hoch zu holen, ist natürlich erst mal ein Aufwand, das ist schon klar. Nur sind es Dinge, an die wir uns gewöhnen können. Also wir zumindest konnten uns jetzt daran gewöhnen und deswegen ist das ein Aufwand, den ich in Kauf nehme. Und da ist es immer wieder ein Abwägen, was ist dir wichtiger?

Und hier beim Strom geht es ja jetzt auch in erster Linie um die Kosten. Also das heißt unser Abschlag war vorher bei 76 €, jetzt ist er bei 46 €. Wir sparen jetzt 30 € im Monat und das ist ja ziemlich cool. Aber letztlich müssen wir uns da jetzt nicht so arg drum sorgen, denn selbst wenn es noch mal 10 € mehr werden, es ist immer noch 20 € weniger als vorher. Und deswegen finde ich es ziemlich cool, dass wir das geschafft haben und deswegen wollte ich einfach teilen, wie wir das geschafft haben. Soweit jetzt erst mal zum Strom und nun zum Thema Wärme, heizen.

Das ist ja jetzt gerade auch in aller Munde und auch da konnten wir viel einsparen. Damals habe ich nicht diesen Stolz verspürt, sofort die Folge zu machen. Dafür lassen wir es jetzt mit einfließen. Wir haben ja vorher, bevor wir im Juni letzten Jahres in diese Wohnung, in dieses Mehrfamilienhaus gezogen sind, in einem Haus gewohnt, was eigentlich ein Einfamilienhaus ist, wo wir mit den Vermieter·innen zusammen in dem Haus gewohnt haben. Das heißt, wir hatten die obere Etage und die hatten die untere Etage. Das heißt, es war ein freistehendes Einfamilienhaus, quasi Zweifamilienhaus, also keine Doppelhaushälfte, dass wir das in der Mitte geteilt hätten, sondern ein ausgebautes Einfamilienhaus.

Carsten Ursprünglich ja, mit der Intention, irgendwie einen Verwandtenteil in der Wohnung zu lassen.

Stefanie So eine Art Einliegerwohnung also quasi horizontal geteilt und nicht vertikal geteilt. Und ja, also die Unterschiede sind ziemlich krass. Also jetzt, was das Heizen vor allem betrifft. Jetzt wohnen wir in einem Mehrfamilienhaus. Wir haben die Quadratmeter auch nur um zehn Quadratmeter reduziert, also die Größe der Wohnung. Eigentlich wäre es ja so 25 Quadratmeter pro Person ist nachhaltig. Und wir wohnen jetzt auf 82 Quadratmeter, ungefähr, 81,3333 oder so. Und vorher haben wir ungefähr auf 92 Quadratmeter gewohnt, da in diesem Einfamilien-Zweifamilienhaus. Und jetzt ist es so, dass wir im zweiten Stock wohnen, in einem großen Mehrfamilienhaus. Uber uns sind noch Wohnungen, neben uns, rechts und links sind Wohnungen und unter uns logischerweise auch. Wir schweben nicht frei im zweiten Stock. Das heißt, um uns rum sind Wohnungen.

Das hörst du vielleicht auch an den Nebengeräuschen? Und ja, das kann natürlich negativ sein. Diese Nebengeräusche. Aber was die Wärme angeht, ist es wirklich super. Wir haben in diesem Jahr zum Herbst hin noch nicht geheizt. Wir waren jetzt in den Herbstferien für eine Woche auf der Insel. Poel - haben wir ja schon erzählt - und dort in einem Ferienhaus, das auch freistehend war. Und dort mussten wir die ganze Zeit heizen, weil das sonst viel zu kalt war, die Zimmer waren sofort ausgekühlt.

Carsten Genau, Es hatte nur eine Grundkühle, also keine Grundwärme, sondern eine Grundkühle, wenn die Heizung nicht aktiv eingeschaltet wurde. Es war immer irgendwo, keine Ahnung, gefühlte 14, 15 Grad oder so, also definitiv zu kalt.

Stefanie Es war auf jeden Fall zu kalt und hier ist es bisher noch nicht passiert. Also einfach nur ganz alleine deswegen, weil wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen und nicht in einem Einfamilienhaus. Es ist auf jeden Fall schon wärmer. Dann noch zu den Fakten. Wir werden hier mit Fernwärme beliefert und ich hatte noch mal geguckt: Der Energiebedarf des Gebäudes liegt bei 76,7 Kilowattstunden und das ist schon relativ energieeffizient. Natürlich noch nicht super. Es gibt ja noch viel bessere Häuser, aber schon mehr in die Richtung Energieeffizient. Also damit du das vergleichen kannst mit der Wohnung, dem Haus, wo du wohnst, worüber wir sprechen. Hier ist eine 81,33 qm große Wohnung in einem großen Mehrfamilienhaus, das mit Fernwärme beliefert wird und einen Energiebedarf von 76,7 Kilowattstunden hat. Und da ist Warmwasser schon enthalten in dieser Berechnung.

Auf dieser Basis ist es so, dass wir im letzten Abrechnungszeitraum ungefähr 500 € an Heizkosten inklusive Wartungskosten gezahlt haben. Das ist ein Durchschnitt von 6,15 € pro Quadratmeter. Und ich hatte mal nachgeschaut, das Fernwärme bei einer 70 Quadratmeter großen Wohnung eigentlich dann bei 13,8 € pro Quadratmeter liegen würde. Das heißt, wir sind auf jeden Fall schon deutlich unter dem Durchschnitt. Und das sagt auch eine andere Statistik, wo es ebenfalls um eine 70 Quadratmeter große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus geht. Und da steht hier bei Fernwärme sind Heizkosten von 645 € schon als niedrig anzusehen und wir haben nur 500 €. Das heißt, dass wir auch mit der Art und Weise, wie wir heizen, schon in einem sehr niedrigen Bereich gelandet sind.

Direkt vergleichen mit der vorigen Wohnungen, dem Ein-Zweifamilienhaus können wir das nicht, weil dort mit Erdgas geheizt wurde. Und es gab dort gar keine Zähler. Wir mussten nach Quadratmetern uns irgendwie anpassen. Nur der Gesamtwert wurde aufgeteilt, das heißt, wir konnten den tatsächlichen Verbrauch überhaupt nicht messen. Und die Kosten waren aber mehr als doppelt so hoch als das, was wir jetzt in dieser Wohnung gezahlt haben. So dass es dann 12,59 € pro Quadratmeter waren im Vergleich zu diesen 6,5 Euro pro Quadratmeter, die wir jetzt zahlen. Wie gesagt, das kann man nicht richtig vergleichen, weil es auch ein anderer Energieträger ist, der eigentlich im Vergleich günstiger ist. Jetzt natürlich nicht mehr und zum anderen eine andere Art der Messung, so dass es nur mit den Kosten vergleichbar ist.

Carsten Also wir haben einfach für uns sichtbare Effekte, erst messbar, spürbar, sogar auf dem Konto. Aber wir wissen auch weder die Energieeffizienzklasse des Hauses der vorherigen Wohnung. Das ist uns leider unbekannt und wir müssen uns auch drauf verlassen, dass das, was die Vermieter·innen uns damals zugesagt haben, dass deren Heizverhalten eher großzügig ist. Das war damals so etwas. Die haben uns ja erklärt, dass wir eigentlich davon profitieren. Dadurch, dass sie sehr häufig heizen, würde sich unsere Wohnung mit aufheizen. Ob das jetzt tatsächlich so ist, wissen wir natürlich nicht. Das kann natürlich im schlimmsten Fall sein, dass wir einen Großteil der Kosten selber getragen haben. Aber letztendlich sind das so die, ich sag jetzt mal die Unschärfen, mit denen wir den Vergleich anstellen müssen.

Stefanie Genau. Und deswegen können wir das jetzt nicht direkt vergleichen, aber zumindest haben wir diese Tabelle, in der steht, dass Heizkosten von 645 € bei Fernwärme und einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus schon niedrig sind und wir sagen können okay, wir haben 500 € gezahlt. Das heißt, unser Heizverhalten ist schon sehr gut. Der Schlüssel liegt tatsächlich in der Reduzierung der Raumtemperatur. Da muss man allerdings aufpassen, dass es nicht zu kühl wird, weil sich dann Schimmel bilden kann. Wir hatten hier von unseren neuen Vermieter·innen in diesem Mehrfamilienhaus auch so einen Flyer bekommen, wo genau drin stand „Bitte diese Temperaturen einhalten usw und so fort.“ Das heißt es ist schon gut, wenn man so eine gewisse Raumwärme einhält.

Allerdings macht ein Grad Reduzierung schon viel aus. Das heißt besser dich wärmer anziehen, als auf 20 Grad zu heizen. Lieber auf 19 oder 18 Grad heizen, dann sparst du auf jeden Fall schon was. Warum ist das so? Ich hatte hier eine Statistik vom Statistischen Bundesamt von 2021 rausgesucht, die den Energieverbrauch für Wohnen nach Anwendungsbereichen von dem Jahr 2019 zeigt. Und zwar macht die Raumwärme beim Energieverbrauch 71 % für den Bereich Wohnen aus. Und danach kommt dann mit 15 % Warmwasser. Über das Thema Wasser sprechen wir gleich noch. Aber wirklich fast 2/3 des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen liegen bei der Raumwärme, das heißt, da ist dein größtes Einsparpotential. Das ist dann gut fürs Klima, aber auch gut für deinen Geldbeutel, wie wir auch gemerkt haben.

Und ich les dir hier mal ein paar Tipps vor, die ich auch in den Kurs „Grüner Leben Schritt für Schritt“ eingefügt habe. Also Reduzierung der Raumtemperatur um ein Grad hatten wir schon gesagt.

  • Dann falls vorhanden Rollläden nachts herunterlassen, hält die Räume warm und kann bis zu 5 % Energie sparen.
  • Selten genutzte Räume kühler und die Tür zu diesen Geschlossenheiten spart bis zu 3 % Energie.
  • Temperatur der Heizung nachts auf 15 bis 16 Grad Celsius senken spart bis zu 5 % Energie.
  • Zudecken statt hochheizen das ist jetzt, was wir auch schon gesagt hatten. Also bevor du die Heizung hoch drehst, schau, ob du dich wärmer anziehen und eine Decke oder eine Wärmflasche nutzen kannst.
  • Konstant heizen, also je nach gewünschter Raumwärme zwischen 17 und 20 Grad
  • die Heizkörper freihalten,
  • Fenster und Türöffnungen abdichten,
  • Stoßlüften statt Fenster auf Kipp.

Und ich werde auf jeden Fall auch noch mal einem Beitrag von Deutschlandfunk Nova „Netzbasteln Folge 172. Gesund, sparsam, klimafreundlich. So heizt ihr richtig.“ verlinken. Da kannst du auch noch mal reinhören, weil es da auch darum geht, wie du deine Heizungskörper wartest und wie du da dann noch mal was rausholen kannst.

Um das noch mal zusammenzufassen: im Bereich Wohnen, wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist der größte Wirkhebel die Wohnfläche, wo du wohnst und wie das saniert ist. Also das alles zusammen. Diese 25 Quadratmeter Wohnfläche pro Person. Wenn das ein super energieeffizientes Gebäude ist, dann geht es sicherlich auch mit mehr Wohnfläche. Und dann kommt gleich die Raumwärme. Nach der Fläche kommt die Raumwärme. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, so wie wir, hast du ja nicht so viel Einflussmöglichkeiten auf das Gebäude Und du wirst sicherlich auch nicht so viele Möglichkeiten haben, immer wieder umzuziehen, um das passende Gebäude zu finden oder den Vermieter, die Vermieterin dazu zu bringen, alles zu sanieren. Das heißt, wenn du das mit der Wohnfläche nicht hinbekommt, ist gleich der Faktor eins die Raumwärme und nach der Raumwärme kommt dann Warmwasser.

Und das wäre jetzt so der nächste Punkt auf dieser Liste. Und gerade beim Wasser ist es wichtig, dir zu überlegen, aus welchem Grund du Wasser sparen möchtest. Ist es aus Nachhaltigkeitsgründen oder aus Kostengründen? Denn zwar ist Warmwasser definitiv eine Ressource, die viel CO2 verbraucht, Kaltwasser dagegen allerdings weniger. Doch gerade in Relation gesetzt zu dem Wasser, was wir durchschnittlich in unserem Privathaushalt verbrauchen und dem virtuellen Wasser, was in allen möglichen Dingen, die wir verbrauchen, nutzen drinsteckt, ist einfach das, was wir in dem Haushalt verbrauchen, relativ gering.

Um konkrete Zahlen zu nennen: eine in Deutschland lebende Person verbraucht durchschnittlich pro Tag 125 Liter Wasser, davon so fünf Liter für Essen und Trinken und 120 Liter für Körperpflege, Wäsche waschen und so was. Das ist natürlich nur ein Durchschnitt, ein Durchschnittswert. Wenn du mehr trinkst, verbrauchst Du mehr für Trinken usw und so fort. Aber das virtuelle Wasser pro Person in Deutschland täglich liegt bei 4000 Liter. Und da sind die 125 Liter natürlich im Vergleich relativ wenig. Das heißt diese 125 Liter im Privathaushalt, das ist das, was abgerechnet wird und das, wofür du die Wasserrechnung bekommst von deiner Wassergesellschaft und wovon auch das Warmwasser berechnet wird.

Das virtuelle Wasser wird dir nicht berechnet, sondern das ist in den Produkten enthalten, die du nutzt und die du vielleicht auch isst. Denn zum Beispiel um ein Hühnerei zu „produzieren“, werden circa 200 Liter Wasser benötigt. Das ist ungefähr eine Badewannenfüllung. Und das ist natürlich wieder ein Durchschnitt. Kommt drauf an wo das Huhn lebt, wie viel Wasser es bekommt usw und so fort. Aber das zu überlegen, okay, in den Nahrungsmitteln, vor allem in tierlichen Nahrungsmitteln, steckt sehr viel Wasser. Du kennst das bestimmt auch. Das Beispiel mit dem Rindfleisch. Also für ein Kilo Rindfleisch könntest du sogar 75 Badewannen volllaufen lassen. Und das ist nicht nur bei tielichen Produkten so, sondern für die Herstellung einer Jeans werden etwa 55 Badewannen voll Wasser benötigt. Und so führt sich das in vielen Dingen, die wir im Alltag nutzen, fort.

Dagegen sind diese ungefähr 125 Liter Wasser, die jeder Mensch im bundesdeutschen Durchschnitt im Privathaushalt verbraucht, noch relativ wenig. Noch dazu verbrauchen Privathaushalte nur circa 14 % des Frischwassers Deutschlands, während die Industrie stolze 80 % verbraucht. Das finde ich noch sehr wichtig, einfach als Hintergrundwissen, denn für mich ist Wassersparen eher damit verknüpft, Kosten zu sparen, als etwas für die Umwelt zu tun. Also wenn es wirklich nur um diese 120 bis 125 Liter durchschnittsweise Wasser pro Person im Privathaushalt geht.

Denn diese 4000 Liter virtuelles Wasser, das ist eigentlich der Punkt, wo wir Wasser sparen können. Und da sparst du schon alleine dadurch Wasser, dass du dich rein pflanzlich ernährst, dass du SecondHand kaufst, vor allem bei Jeans darauf achtet, dass du sie nicht neu kaufst und auch generell in deinem ganzen Einkaufsverhalten schaust, dass es ressourcenschonend ist. Und damit sparst du Wasser. Und jetzt, hier in dieser Podcastfolge, gucken wir uns nur diesen kleinen, winzigen Teil an, den wir an Wasser sparen können im Privathaushalt. Weil wir jetzt den Fokus auf die Kosten legen und gucken, wo können wir da was sparen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Kaltwasser und Warmwasser. Wir schauen zum einen auf die Kosten, zum anderen schauen wir aber auch auf CO2. Denn Warmwasser verbraucht fast 31 mal so viel CO2 wie Kaltwasser. Und das wusste ich vorher auch nicht. Ich habe das alles durchgerechnet. Es ist sehr spannend. Ich verlinke dazu auch eine Statistik vom Umweltbundesamt in den Shownotes, da kannst du dir alles anschauen. Da wurde nämlich ganz praktisch auf einen 3-Personen Haushalt Bezug genommen. Das ist für uns jetzt sehr passend, weil wir als 3-Personen Haushalt damit dann unseren Wasserverbrauch vergleichen können.

Und hier wurde gesagt, dass ein 3- Personen Haushalt in Deutschland jährlich 86 Kubikmeter Kaltwasser und 48 Kubikmeter Warmwasser verbraucht. Und diese 48 Kubikmeter Warmwasser verbrauchen 1515 Kilogramm CO2 durch das Aufheizen. Während die 86 Kubikmeter Kaltwasser nur 90 Kilogramm CO2 durch die Aufbereitung im Wasserwerk verbrauchen. Und analog dazu habe ich jetzt unseren Verbrauch für das vergangene Abrechnungsjahr ausgerechnet. Und wir haben diese 86 Kubikmeter plus die 48 Kubikmeter, die hier im Vergleich angegeben sind, ergeben 134 Kubikmeter. Wir haben insgesamt 118 Kubikmeter verbraucht, also ein bisschen weniger, nicht viel weniger, aber ein bisschen weniger. Was aber jetzt wichtig zu sehen ist, ist der Vergleich zwischen Kaltwasser und Warmwasser. Wir haben nämlich nur 14,175 Kubikmeter Warmwasser verbraucht im Vergleich zu den 48 Kubikmeter Warmwasser hier im Durchschnitt. Das sind tatsächlich 70 % weniger Warmwasser als im Durchschnitt. Allerdings haben wir 104 Kubikmeter Kaltwasser anstelle von 86 Kubikmeter Kaltwasser verbraucht. Das sind 21 % mehr.

Aber weil ja das Kaltwasser 31 mal weniger CO2 verbraucht als das Warmwasser, haben wir insgesamt - wenn wir also Warmwasser und Kaltwasser zusammenrechnen und den CO2 Verbrauch davon zusammenrechnen - im Vergleich zu diesem Durchschnitt, was das Umweltbundesamt angibt 65 % CO2 gespart und das finde ich doch sehr herausragend. Das ist doch schon mal was. Und natürlich haben wir auch jede Menge Kosten gespart, denn letztlich ist das Warmwasser viel teurer als das Kaltwasser. Und deswegen ist der Fokus, Warmwasser zu sparen sehr sinnvoll. Ich habe auch noch mal darüber nachgedacht, warum wir jetzt mehr Kaltwasser als im Durchschnitt verbraucht haben. Ich erkläre mir das so, dass wir zum einen auch das Wasser aus dem Hahn trinken. Also wir zahlen quasi hier schon unser Trinkwasser, wir kaufen kein Wasser in Flaschen, sondern kaufen das Wasser aus dem Hahn. Außerdem wasche ich auch kalt ab. Ich nutze relativ selten Warmwasser dafür. Das funktioniert ganz gut. Wir haben noch Potenzial Kaltwasser einzusparen. as wir gemacht haben, wir haben so Wassermengenregler eingebaut.

Carsten Ich würde sagen, die nennt man Wassersparköpfe. Also in der Dusche heißt es Wassersparkopf.

Stefanie Wir haben jedenfalls diese Wassermengenregler überall eingebaut.

Carsten Aber das haben wir erst unterjährig gemacht. Also noch nicht die ganze Zeit.

Stefanie Genau.

Carsten Außerdem haben wir unseren Balkon dieses Jahr bepflanzt. Da geht auch noch einiges an Kaltwasser drauf.

Stefanie Und auf die Idee gekommen, wie wir da Wasser sparen können, bin ich jetzt erst vor kurzem. Ich habe nämlich jetzt angefangen, wenn ich zum Beispiel Salat oder Gemüse wasche, das Wasser immer aufzufangen, in die Gießkanne zu schütten und damit dann zu gießen. Mein Ziel ist es tatsächlich, das Gießwasser für den Balkon komplett aus Brauchwasser zu nutzen.

Carsten Genau. Und ich mache auch sehr viel mit Sprossen. Das heißt also, ich muss ja morgens und abends einmal meine Sprossen wässern, einmal mit Wasser einweichen und das Tropfwasser habe ich bisher auch nicht aufgefangen. Also das ist natürlich dann auch noch mal etwas, wo ich dann auch Gießwasser generiere, was bei Sprossen ja den schönen Vorteil hat, dass ich auch noch so ein bisschen Nährstoffversorgung damit gewährleisten kann. Aber das sind noch so Potenziale, wo wir vielleicht im nächsten Abrechnungszeitraum auch beim Kaltwasser noch mal so ein bisschen Effekte feststellen können.

Stefanie Ich hatte auch in den Bildungsurlauben und Kursen generell noch mal Tipps immer gesammelt zum Wassersparen und auch da kam einiges zusammen, was wir jetzt auch schon genutzt haben.

  • Diese Wassermengenregler – Nupsis
  • Wasser abstellen, wenn es nicht gebraucht wird
  • Duschen statt baden
  • Beim Einseifen das Wasser ausstellen
  • Falls Trockner dann das Trockner Wasser fürs Bügeln verwenden, weil das dann schon entkalkt ist.
  • Spartaste an der Toilette nutzen
  • nur so viel Wasser erhitzen, wie ich auch wirklich benötige.(Das machen wir auch. Wenn wir jetzt zum Beispiel Tee kochen, dann füllen wir in der Teekanne das Wasser ab, gießen es dann in den Wasserkocher, erhitzen das so, dass es wirklich nur das Wasser ist, was erhitzt werden soll.)
  • Tropfende Wasserhähne und Schläuche sofort reparieren Haben wir auch gemacht.
  • Leitungswasser trinken
  • möglichst Wildpflanzen, Stauden in den Garten pflanzen, die muss man praktisch nicht gießen.
  • Regentonne für den Garten anschaffen
  • Beete im Garten mulchen und Bäume pflanzen, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen. (Das war auch noch ein Tipp aus der Runde von meinen Kursteilnehmenden.)
  • Regenwasser fürs Blumengießen nutzen.

Das ist jetzt natürlich. Wir sind auf dem Balkon noch nicht so weit, dass wir das Regenwasser ableiten. Aber dafür nutzen wir jetzt einfach unser Brauchwasser. Das haben wir jetzt ja gerade schon erklärt.

Carsten Ja und was das Warmwasser betrifft, habe ich ja noch so einen Beitrag. Ich dusche tatsächlich kalt. Das mache ich jetzt aber weniger aus Kostengründen, sondern mehr aus gesundheitlichen Gründen. Aber ich glaube, dass das bei uns natürlich auch noch einen Effekt zeigt. Und das andere, das ist so ein bisschen unfair: ich dusche auch zunehmend woanders.

Stefanie Aber erst seit Kurzem.

Carsten Erst seit kurzem. Aber das wird sich im nächsten Abrechnungszeitraum wahrscheinlich bemerkbar machen. Das heißt also, ich fahre

Stefanie zur Arbeit, also nicht das jetzt komische Gedanken hochkommen.

Carsten Genau das wollte ich ja gerade sagen. Nein, ich geh nicht zur Nachbarn.

Stefanie Oder was auch immer man sich da denken könnte, wenn du sagst „ich dusche auch immer woanders“.

Carsten Also ich bestreite meinen Arbeitsweg zunehmend mit Rad und aufgrund der Entfernung - sas sind so keine Ahnung 22, 23, 24 Kilometer - und da ich sehr sportlich fahre, verzichte ich morgens hier auf das Duschen, schmeiß mich in Sportmontur aufs Rad und fahre zur Arbeit und habe dort das Privileg duschen zu können. Das heißt also, ich werde natürlich auch einen Teil des Wassers dann auslagern und einen Teil der Kosten. Das wird mich aber nicht davon abhalten, auch dort vor Ort kalt zu duschen, weil wie gesagt, ich mache das aus gesundheitlichen Gründen. Aber das ist natürlich etwas. Falls wir in einem Jahr wieder eine Folge zum Thema machen und da erneut Zahlen vorweisen, wird das sicherlich auch noch mal einen Effekt zeigen, dass unser Verbrauch noch mal geringer werden könnte.

Stefanie Ja, kalt duschen ist ja immer so ein Thema, das da gesagt wird. Okay. Dusche kalt, um was fürs Klima zu tun. Ich finde, wenn du so wie Carsten bist und sagst „Ich dusche gerne kalt“, ist es okay. Aber letztlich, wenn du schaust auf diese 120 bis 125 Liter pro Tag pro Person und die 4000 Liter virtuelles Wasser, dann wird das kalt duschen jetzt nicht das reißen.

Carsten Also das wird nicht das Klima retten.

Stefanie Nein, genau. Beziehungsweise ist es da ja dann das Warmwasser. Also dass du weniger Warmwasser brauchst. Wie gesagt, das Warmwasser ist laut diesen Daten, die ich habe, 31 mal klimaschädlicher sozusagen. Also es verbraucht 31 mal mehr CO2 als das Kaltwasser. Das heißt also Warmwasser einsparen ist sehr gut. Nur wie gesagt, es gibt andere Möglichkeiten. Es ist nicht der Punkt, wenn du sagst okay, ich dusche einfach immer nur kalt, aber ich esse dreimal Fleisch pro Tag und fahr mit dem Auto über hin, ich fliege und ich wohne ganz alleine in einem 500 Quadratmeter großen Einfamilienhaus oder so da.

Carsten Die Etagenvilla.

Stefanie So was in der Art, Du verstehst, was ich meine. Also das kann nicht der Punkt sein. Das ist so wie, ich nutze keine Coffee to go Becher mehr, sondern habe meinen eigenen Becher. Aber sonst mache ich nichts. Das wenn du sagst, ich mache das fürs Klima, dann ist das kein großer Effekt. Wenn du sagst, ich mach das fürs Geld oder für meine Gesundheit, dann hat es schon einen Effekt. Also wir müssen wirklich diese Relation im Hinterkopf behalten. Beim Wassersparen in Privathaushalten geht es wirklich in erster Linie um die Kosten. Du könntest natürlich auch gar nicht duschen, weder Wanne noch duschen und dich nur noch mit einem feuchten Lappen abwaschen. Das würde noch mehr Wasser sparen.

Carsten Und das Klima total retten.

Stefanie Ja.

Carsten Ich glaub, da geh ich lieber mal gucken, was die Arbeitskolleg·innen sagen, wenn ich dann...

Stefanie Zur Freude deiner Arbeitskolleg·innen könntest du zur Arbeit radeln, verschwitzt ankommen, dich kurz mit einem Lappen abwaschen, also mit möglichst wenig Wasser. Vielleicht nutzt du das Wasser auch mehrfach.

Carsten Ist denn der Kostenvorteil dadurch, dass ich dann mehr Deo brauche, dann noch spürbar, oder…?

Stefanie Das habe ich noch nicht ausgerechnet.

Carsten Aber ist Modellversuch wert?

Stefanie Ja, definitiv. Du kannst das alles noch weiter optimieren. Womit wir wieder bei dieser Selbstoptimierung wären. Ich bin eine Vertreterin der Meinung, dass es gewisse große Wirkhebel gibt, wo es sinnvoll ist, diese zu betätigen, wie zum Beispiel sich pflanzlich zu ernähren, auf wenig Wohnfläche zu wohnen, nicht zu fliegen, möglichst kein Auto zu fahren. Das sind so Punkte, die bringen wirklich was. Aber jetzt.

Carsten Nackt Fahrradfahren um das Schwitzen zu vermeiden?

Stefanie Eher nicht. Ich weiß nicht, ob du das Schwitzen dann vermeidest.

Stefanie Also genau diese Geheimtipps... Ich denke da noch mal drüber nach... Das ist dann Erregung öffentlichen Ärgernisses oder so...

Carsten Nur wenn Du zu schnell fährst. Ich hab einen Helm auf...

Stefanie Das wird das Problem definitiv mindern. Also, der Helm. Gut, wir lassen das jetzt mal dahingestellt. Nicht, dass deine Phantasie überreagiert, liebe·r Hörer·in. Also, es gibt Grenzen und du solltest auf jeden Fall schauen, was ist jetzt deine Intention? Möchtest du Kosten sparen oder möchtest du nachhaltig leben? Oder möchtest du vielleicht beides? Aber jedenfalls wenn es denn um Nachhaltigkeit geht, dann ist es besser, an anderen Stellschrauben zu drehen. Und ich würde sagen, das war's jetzt erstmal.

Carsten Ja, das war eine faktenvolle Folge.

Stefanie Ja, das ist das Wunder der Alliteration. Und zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen Steady Unterstützer·innen bedanken, die diesen Podcast hier finanziell unterstützen und das Hosting möglich machen, so dass du auch weiterhin Podcastfolgen hören kannst. Ganz herzlichen Dank!

Carsten Vielen, vielen Dank!

Stefanie Und dann würde ich sagen in diesem Sinne.

Carsten In Hamburg sagt man Tschüss.

Stefanie Und auf Wiederhören.

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