Folge 29 - Veganer sind einfach die besseren Menschen

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Folge 29 - Veganer sind einfach die besseren Menschen RELOADED

In dieser Folge

  • sprechen wir noch einmal über die Aussage, dass Veganer die besseren Menschen seien,
  • erzählen wir Dir von unseren neuen Erkenntnissen zu dieser Aussage
  • und berichten Dir von unseren Theorien zu dem Thema.

Als ich mich am Sonntag mit meiner Radtour-Teilnehmerin unterhalten habe, sagte sie ganz von sich aus, dass sie häufig mit dieser Aussage "Veganer hielten sich für etwas besseres" konfrontiert würde und das obwohl sie unter gar keinen Umständen etwas besseres sein wollte.

Sie, eine junge Frau mit sehr spannenden Zukunftsplänen, folgt nur ihrem Gefühl und ist ausschließlich ethisch motiviert- genau wie ich.

Und deshalb kann ich sie auch so gut verstehen- ebenso, wie Nicht-Veganer sich vielleicht von unserem Veganer-Sein herabgesetzt fühlen, fühlen wir uns von der Aussage wir hielten uns für etwas besseres verletzt.

Ich lebe nicht vegan, um mir ein Krönchen oder einen Heiligenschein aufsetzen zu können, sondern weil ich nicht anders kann. Mein Gefühl verbietet es mir.

Links zur Folge

Und jetzt sind wir neugierig...

Was hältst Du von unseren neuen Erkenntnissen? Hast Du auch das Gefühl wir nähern uns dem Kern der Aussage? Oder bis Du ganz anderer Meinung?

Hinterlasse gerne einen Kommentar :-)

Carsten & Stefanie

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Kommentare

Kommentar von Christine |

Hallo ihr zwei,

ich höre grade eure alten Folgen und in dieser hier stellt ihr euch ja die Frage, wer, wenn er alles über Tierleid und -tod in Bezug auf Fleischerzeugung, Milchgewinnung und Eierproduktion weiß, trotzdem noch Fleisch essen kann (bzw. nicht vegan leben kann).
Ich kann nur für mich antworten: Ich bin so ein Mensch. Ich bin ein absolut egoistischer Hedonist; ich war selber schon 2 mal in Mastbetrieben und einmal im Schlachthaus, habe zahlreiche Filme zum Thema gesehen, Artikel gelesen, Bilder gesehen. Ich weiß, wie es aussieht, wenn Kühe ohne ordentliche Betäubung (etwa, weil das Bolzenschussgerät versagt hat) geschlachtet werden, wie es klingt, wenn Ferkeln ohne Betäubung der Schwanz abgeschnitten wird oder sie kastriert werden etc.
Aber es ist mir egal.
Es ist für mich eine einfache Kosten-Nutzenrechnung: Ich möchte gerne am Wochenende ein Omelette und alle paar Tage ein schönes, saftiges Stück Fleisch essen und dieser Wunsch steht über dem Befinden von irgendwelchen Legehennen oder Mastschweinen. Dafür sind sie letztendlich da, und deswegen sind sie da.
Ich bin völlig empathielos, was dieses Thema betrifft, denn warum sollte ich meinen persönlichen Komfort einschränken, um den Komfort eines Ferkels/eines Huhns/einer Kuh (oder auch mehrerer davon) zu erhöhen?

Was das Thema "Veganer halten sich für was Besseres" angeht:
Ja, das kommt so rüber. Und nein, es ist nicht deswegen, weil die Nichtveganer in einen kognitiven Konflikt kommen.
Sondern weil Veganer immer wieder Dinge sagen wie "Die anderen sind noch nicht so weit", "Wir sind auf dem richtigen Weg", "Man muss Mitgefühl mit den Karnivoren haben" - das wirkt sehr von oben herab!
Außerdem ist die Unterstellung, dass diejenigen, die Fleisch essen, dies nur deshalb tun, weil sie noch nicht genug informiert sind, eben genau das: eine Unterstellung; eine ziemlich arrogante noch dazu, weil es den Fleischessern die Fähigkeit abspricht, sich bewusst für einen Lebensstil zu entscheiden.

Ich höre euren Podcast sehr gerne, weil ich euren Lebensstil interessant finde und werde sicher auch die weiteren Folgen noch aufholen.

Bis dann und viele Grüße
Christine

Antwort von Stefanie

Hallo liebe Christine,

ganz herzlichen Dank für Deinen ehrlichen und ausführlichen Kommentar.

Ich finde es toll, dass Du Deine Meinung hier so offen äußerst und freue mich natürlich sehr darüber, dass Du unseren Podcast gerne hörst.

Herzliche Grüße
Stefanie

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