Gelassen vegan leben mit dem Reisebuch

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Gelassen vegan leben mit dem Reisebuch

In dieser Folge stelle ich Dir mein neues Buch vor: Das Reisebuch für ein Leben in einer nicht-veganen Welt.

Ich freue mich sehr, dass es nun endlich so weit ist und ich das Buch in Händen halte. Viele Jahre habe ich nach dem richtigen Format gesucht, um Dich in Deinem Alltag zu unterstützen.

Ich glaube, es mit diesem Buch gefunden zu haben.

Meine Intention ist, dass Du das Reisebuch immer bei Dir tragen und im Zweifel zu Rate ziehen kannst. Es soll Dir helfen Deinen Weg in dieser nicht-veganen Welt zu finden. Deine Art vegan zu leben.

Ich schreibe Dir Deinen Weg nicht vor, sondern stelle Dir mit dem Buch die Ausrüstung zur Verfügung, die Dich dabei unterstützen wird Deine Reise gut vorbereitet anzutreten.

Alle Informationen zum Buch findest Du hier >>

Vollständiges Transkript

Carsten Wir leben gelassen vegan und dieses hier ist unser Forscherpodcast mit Carsten und Stefanie.

Stefanie Wir stellen dir mein neues Buch vor.

Carsten Eines ist klar.

Stefanie Ohne

Carsten Geht es nicht. Ja, du wirst jetzt in Nuancen schon festgestellt haben, dass wir das Intro heute ein bisschen anders gestaltet haben. Ich wollte Stefanie so ein bisschen überraschen, indem ich gesagt habe gelassen vegan, dass sie das indirekt zurückspielt und mich herausfordert, das war mir jetzt nicht so ganz klar, aber egal... Ja, in dieser heutigen Folge geht es tatsächlich darum, das neue Buch vorzustellen, was Stefanie erstellt hat. Und in diesem Buch geht es tatsächlich darum, dass du gelassen vegan lebst. Und es ist mir eine Freude, heute tatsächlich mal eine Expertin, also Stefanie, interviewen zu können. Mal schauen, wo dieses Gespräch hinläuft.

Stefanie Weil du ja sonst auch nie Experten oder Expertinnen interviewt hast.

Carsten Nein, absolut nicht. So, und wie es in einem schönen Interview der Fall ist. Hallo Stefanie.

Stefanie Hallo Carsten. Na, wie geht's denn heute so?

Carsten Ja, gelassen. Gelassen, Gelassen.

Stefanie Ja, es ist ja schönes Wetter.

Carsten Das weiß ich nicht. Ich sitze hier in so einem abgehängten Kabuff. Keine Ahnung, habe kein Fenster.

Stefanie Rede nicht schlecht über das kleine Tonstudio hier.

Carsten Und ich sitze hier in einem kleinen Tonstudio. Und kein Fenster da draußen. Genau.

Stefanie Aber du hast vorhin mal durch ein Fenster gucken.

Carsten Man munkelt, dass die Sonne scheint.

Stefanie Zumindest während der Aufnahme.

Carsten Richtig. Genau. Genießen wir das schöne Wetter draußen, dem wir nicht teilhaben werden und gönnen uns jetzt ein kleines Interview bezüglich deines Buches. Du hast dein Buch ja als Reisebuch tituliert für das Leben in einer nicht veganen Welt.

Stefanie Musstest du jetzt hart ablesen, den Titel.

Carsten Ich wollte jetzt nicht noch irgendwelche Wörter vertauschen oder sowas, sondern es sollte schon exakt sein.

Stefanie Ja, ja, genau. Also ich nehme jetzt hier auch die Position der Befragten ein. Wir tun so, als würden wir uns nicht kennen. Ja, Carsten, das habe ich gemacht. Ich habe es Reisebuch genannt, weil ich der Meinung bin, dass, wenn wir uns entscheiden, vegan zu leben, wir den ersten Schritt auf einem Weg machen, der uns dann in eine neue Welt quasi führt. Und diese neue Welt ist die nicht-vegane Welt. Das ist eigentlich die gleiche Welt, in der wir vorher gelebt haben. Aber dadurch, dass wir uns entschieden haben, vegan zu leben, sehen wir die Welt auf einmal in einem ganz anderen Licht oder aus einem anderen Fokus. Auf jeden Fall werden uns auf einmal Dinge bewusst, die uns vorher nicht bewusst waren. Und dadurch ist es eigentlich so etwas wie eine Erkundung, eine Reise durch eine neue Welt. Und deswegen ist das jetzt das Reisebuch, das dich bei deinem Weg, bei der Erkundung deines Weges, bei deiner Reise durch diese nicht-vegane Welt, die nun deinen Alltag ausmachen wird, begleitet.

Carsten Jetzt heißt es ja Reisen bildet. Das hier ist jetzt ja kein Reisetagebuch in der Form, dass du keine Ahnung, irgendwelche tollen Fotos und und Eindrücke sammelst, sondern, das hattest du gerade schon gesagt: wir sind unterwegs in einer nicht-veganen Welt, oder wir nehmen sie jetzt als nicht-vegane Welt wahr, obwohl sich ja die Welt um uns herum jetzt nicht grundlegend verändert hat. Aber unser Blickwinkel darauf. Das heißt, wir setzen uns mit anderen Problemen auseinander, wir nehmen Probleme mehr wahr und im Grunde genommen ist diese Reise ja etwas, wo wir immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert werden. Magst du da noch mal ein bisschen was dazu sagen, was diese Herausforderung mit dieser Reise zu tun haben, wie du da jetzt mit umgehst?

Stefanie Also Herausforderungen kennen wir ja alle, wenn wir beschließen, vegan zu leben. Das fängt an mit blöden Sprüchen, mit denen wir so im Alltag konfrontiert werden. Aber letztlich hat jede·r von uns dann individuelle Herausforderungen. Und für manche sind es Gerüche, zum Beispiel. Oder vielleicht auch das Vorbeigehen an der Fleischabteilung, im Supermarkt oder so, und das ist für andere vielleicht gar nicht schlimm, aber für manche ist das schlimm. Das heißt, letztlich ist es dann doch relativ individuell welche Herausforderung für dich wirklich eine Herausforderung ist und auch in welcher Abstufung was wie schlimm ist. Und das Buch soll dir dabei helfen. Es gibt dir die Ausrüstung mit. Du packst quasi deinen Rucksack für deine Reise mit diesem Buch und es soll dir dann dabei helfen, dass du diese Herausforderungen immer besser meistern kannst. Und das heißt, zu Beginn füllst du das Buch erst mal aus. Also es ist kein Lesebuch, sondern es ist so was wie ein Survivalkit. Also es ist etwas, was dir helfen soll, in dieser Welt zu überleben und nicht nur einfach ganz schnöde zu überleben, sondern gelassen und glücklich und souverän in dieser Welt zu leben.

Carsten Also, es ist ein Arbeitsbuch.

Stefanie Arbeit klingt immer so negativ, deswegen habe ich es bisher noch nicht so betitelt, weil das klingt immer so nach anstrengend und ich muss das machen usw.. Ich wüsste aber auch kein anderes Wort für dieses Buch.

Carsten Also es ist nicht passiv, Du konsumierst es nicht passiv, so als als Geschichte oder so. Das ist kein Roman, sondern es ist ein Aktivbuch. Du bringst dich ein.

Stefanie Genau. Also den Roman, den schreibst du quasi selbst, weil das dein Leben ist. Ich habe mich da stark an diesen Abenteuerspiele Büchern orientiert. Wer mich schon länger kennt, hat mich da auch schon öfter drüber reden hören. Und ich habe auch schon früher andere Angebote auf dieser Basis entwickelt und hatte auch ein Angebot für Menschen, die noch nicht vegan leben, die dann ins vegane Leben kommen, wo ich das wirklich sehr spielerisch aufgebaut habe. Und dieses Buch ist jetzt so aufgebaut, dass du am Anfang deine Ausrüstung erst einmal zusammenstellst und dann wie bei einem Spiel erst mal dir die Spielregeln durchliest, dir überlegst, was brauchst du alles? Weil wir uns bei einem Brettspiel das ja auch so vorstellen können, wenn wir das jetzt neu kaufen oder es uns geschenkt wird - nicht gebraucht, sondern neu muss es dann sein - dann müssen wir ja meistens auch erst mal die Figuren rauslösen oder so alles zusammenbauen und uns auch vertraut machen mit den Spielregeln. Wir müssen das alles durchlesen und überlegen: Wie geht das? Und genauso ist es bei dem Buch auch. Du musst erst einmal zu Beginn dir überlegen: Was brauchst du alles? Und da nehme ich dich halt mit dem Buch an die Hand und du wirst dann Schritt für Schritt durchgeführt, bis du dann am Ende deine Ausrüstung zusammen hast. Und die steht dann in dem Buch. Meine Intention mit diesem Buch war, dass du dieses Buch immer mit dir herumtragen kannst, so dass du deine Ausrüstung stets griffbereit hast. Und da, wo bei einem Abenteuer Spielebuch dann die Geschichte beginnen würde - für alle, die Abenteuerspiele Bücher nicht kennen, mache ich noch mal kurz so eine Klammer. Ich halte gerade meine Hände so.

Carsten Ich kann sie auch weiter hochhalten. Dann kannst du reden. Genau. Dann hast du den Mund frei und...

Stefanie Ich kann auch mit den Händen hoch reden. Abenteuerspielbücher sind so aufgebaut, dass du ein Buch hast. Ein ganz normales Buch. Aber du kannst es nicht Seite für Seite durchlesen, sondern du wirst am Anfang erst mal eine Vorgeschichte haben, wo dir erklärt wird, worum es geht. Dann stellst du auch da deine Ausrüstung zusammen. Meistens erwürfelst du dir verschiedene Stärken und dann geht es los. Du hast da immer so kleine Abschnitte, wo z.B. steht „Wenn du diese Tür öffnen willst, geh weiter bei 115. Wenn du diesen Gegenstand aufheben willst, gehe weiter bei 105. Wenn du gar nichts machen willst, dann bei 130“ oder so. Und dann wählst du eine Aktion aus und gehst dann da weiter. Und so spielst du dich quasi durchs Buch. Und wenn du das in chronologischer Reihenfolge durchlesen würdest, würde das gar keinen Sinn ergeben. Und das ist eben ein Abenteuer Spielebuch. Und ich fand dieses Format immer schon sehr faszinierend und habe Teile davon jetzt hier einfließen lassen. Nur dass eben das Spiel an sich nicht in dem Buch ist, weil das dein Leben ist.

Carsten Also du gehst quasi mit diesem spielerischen Charakter an diese ganzen Herausforderungen ran, nimmst dem ein bisschen den Ernst, der eigentlich mit dieser Situation einhergeht und auch das Bedrückende. Nicht jede Herausforderung ist ja immer emotional sehr gut auszuhalten, sondern es gibt ja auch welche, die sehr, sehr tiefgehend sind und vielleicht auch so eine Schockwirkung mit sich bringen. Und auch das versuchst du durch diesen spielerischen Ansatz noch aufzugreifen und ja, langfristig als begleitendes Element damit umzugehen, dass du immer besser wirst. Und wenn ich das richtig interpretiere über das, was ich jetzt da rausgelesen habe - ich habe es natürlich auch in der Hand gehabt und kenne ja auch deine Gedanken - versuchst du darüber ja über kurz oder lang, dass derjenige oder diejenige, der·die das Buch verwendet, eben auch tatsächlich gelassen vegan leben kann?

Stefanie Genau das ist die Intention. Und das ist etwas, was ich jetzt über die letzten Jahre, die ich vegan lebe, immer und immer wieder mitbekommen habe. Durch die Arbeit mit verschiedenen Kund·innen. Oder auch generell im Gespräch mit Veganer·innen, dass sie alle eint, dass sie gelassen vegan leben wollen. Das heißt nicht im Umkehrschluss, dass alle Veganer·innen gelassen vegan leben wollen. Sondern ich richte mich tatsächlich an die Veganer·innen, die diese Intention in sich tragen. Deswegen bestimmst du am Anfang des Buches auch, was gelassen vegan für dich bedeutet. Jede·r füllt diesen Begriff anders.

Carsten Und wenn ich mir jetzt überlege, wie damals, als wir vegan geworden sind, so die ersten Schritte, war natürlich erst mal Rezepte pauken, erst mal zu gucken, was kann ich denn eigentlich essen? Wie viele Rezepte finde ich denn jetzt in deinem Buch?

Stefanie Das war alles voll subtil und so - in dem Buch findest du gar keine Rezepte, also zumindest keine Kochrezepte. Sagen wir mal so. Das Buch ist natürlich ein Rezept, wie du gelassen vegan leben kannst. Aber es ist keine Einführung in das vegane Leben, sondern es hilft dir dabei, deinen Alltag zu meistern. Aber auf der sozial-emotionalen Ebene und nicht auf der Rezepteebene.

Carsten Genau. Also Kochbücher gibt es genug. Die Frage „Was kann ich da noch essen?“ müssen wir eigentlich gar nicht mehr beantworten. Das wirst du auch hier im Podcast schon festgestellt haben, dass wir diese Frage vielleicht auch ganz bewusst nicht beantworten, weil es da einfach eine riesige Schwemme gibt, da muss man nicht noch irgendwie was obendrauf setzen.

Stefanie Wir zumindest nicht. Wir haben einfach einen anderen Fokus hier im Podcast und mein Buch richtet sich an Menschen, die schon vegan leben. Oder wenn du dich auf dem Weg ins vegane Leben befindest, dann solltest du schon zumindest so weit sein - wir neigen ja dazu, dass wir uns dann irgendwie nicht als 100 % vegan bezeichnen, wenn wir noch nicht XY erledigt haben, aber eigentlich schon vegan sind und nur Angst davor haben, dass andere Veganer·innen uns irgendwie denunzieren könnten - und du wirst also den Moment, in dem das Buch für dich hilfreich ist, selber herausfinden. Denn wenn du gedanklich noch damit beschäftigt bist, welches Rezept für dich das Beste ist oder wie du was kochen solltest, was ersetzen usw. und dich diese sozialen Herausforderungen noch überhaupt nicht triggern. Oder du merkst sie gar nicht. Also wenn du dich jetzt beim Hören fragst: Hä? Wozu braucht denn jemand dieses Buch? Dann ist es auch für dich noch nichts. Das Buch ist dann was für dich, wenn du genau weißt, wovon ich rede.

Carsten Gut, so, jetzt haben wir über das Buch gesprochen. Ich halte es jetzt mal in der Hand. Ich bin ja auch total fasziniert, weil du ja, das muss ich jetzt mal so sagen, auch vom Haptischen her was ganz Tolles da drucken lassen hast, geschaffen hast, dass es auch auf Graspapier gedruckt ist - ich weiß nicht, ich mag es einfach ganz gerne halten. Das fühlt sich jetzt auch schon so vom Haptischen hervorragend an und ich kann mir vorstellen, dass es tatsächlich ein dauerhafter Begleiter ist, den man gerne mit sich herumträgt.

Stefanie Ja, Clanmitglieder wissen, es war eine schwere Geburt mit dem Buch. Und dass diesem Buch schon zwei Versionen vorausgegangen sind, die nicht auf Graspapier waren und eine glückliche Fügung – danke, Henry hat mich zu dieser Druckerei gebracht, die tatsächlich die Möglichkeit bietet, dass ich da mein Buch auf Graspapier, mit veganem Leim, veganen Farben, klimaneutral, mineralölfreie Farben muss ich ja auch noch dazu sagen, drucken und binden lassen konnte, so dass es jetzt eigentlich viel besser ist als die Version, die ich vorher hatte.

Carsten Lass uns doch mal nicht über das Buch, sondern in das Buch schauen. Also nicht über das Buch reden, sondern in das Buch schauen.

Stefanie Wir schauen über es hinweg.

Carsten Über es hinweg. Ja, was jetzt hier so in unserem Tonstudio nicht so die große Perspektive bietet. Nein, aber Spaß beiseite, erzähl doch mal ein bisschen was zur inhaltlichen Struktur. Was kann ich mir denn jetzt als Hörer·in drunter vorstellen? Wie beginnt diese Reise, wie geht sie weiter und was sind so die einzelnen Bestandteile dessen, was mich auf dieser Reise dann unterstützen wird?

Stefanie Das Buch beginnt erst mal natürlich mit einer Einleitung, damit du so in die Stimmung kommst und weißt, was ich eigentlich meinte. Dann beginnst du mit einer Standortbestimmung, damit du weißt, von wo du startest. Das ist ja bei jedem·r wie gesagt unterschiedlich. Und es geht jetzt nicht darum, dass ich dir irgendwie einen Weg vorzeichne, den du dann am besten gehen solltest, sondern ich möchte dich mit diesem Buch dabei unterstützen, dass du deinen Weg findest, deinen ganz individuellen Weg in deinem ganz individuellen Tempo. Denn das ist ja auch etwas, was wir uns häufig als Veganer·innen vorwerfen dass es nicht schnell genug geht. Wir sind nicht vegan genug. Also wenn wir jetzt unterwegs sind, haben wir vielleicht doch noch mal eine Ausnahme gemacht oder mit den Kindern, das ist irgendwie noch nicht so ganz vegan, weil der Partner da querschlägt oder die Schwiegermutter oder sonst irgendwer. Und jetzt haben die auch noch so Ausnahmen. Und das sind ja alles Dinge, die wir uns so vorwerfen. Aber das ist deine Realität, deine Wirklichkeit. Und du wirst deine Gründe haben, warum du den Weg in diesem Tempo gehst. Und das Buch soll dich dabei begleiten, dass du die bestmöglichste Ausrüstung hast, die dich dabei unterstützt, deinen Weg zu finden, dass du auch zufrieden bist und dass du mit diesem großen Ziel, gelassen durch diese nicht-vegane Welt gehen kannst. Und deswegen zu Beginn diese Standortbestimmung, die habe ich mithilfe der Übung des Lebensrads, das kennst du vielleicht schon, gemacht. Ich habe es jetzt Fortschrittsrad genannt. Carsten hat mich da so ein bisschen beraten. Jetzt sind wir ganz oft beim Rat, aber dieses Rad mit d. Gecoacht hat er mich dann...

Carsten Ich kann nicht viel, aber coachen kann ich manchmal.

Stefanie ...bei dieser Begriffsfindung. Also es nennt sich jetzt Fortschrittsrad und dieses Fortschrittsrad findest du am Ende des Buches dann auch noch mal viermal, damit du auch im Laufe deiner Reise immer mal schauen kannst, wo stehe ich denn jetzt gerade? Das war ein Wunsch, den Carsten hatte. Er meinte Standortbestimmung nicht nur am Anfang, sondern auch zwischendurch. Fortschrittsbalkenmäßig.

Carsten Genau. Ich will da wissen, wie gut bin ich geworden, oder?

Stefanie Darum geht es jetzt nicht, dass du besonders gut bist oder so, sondern das Ziel deiner Reise, ist ja gelassen vegan zu leben. Und dieses „gelassen vegan“ füllt sich durch das, was du dann im nächsten Schritt machst. Du erträumst dir erst mal, wie soll denn das aussehen, deine vegane Zukunft? Und letztlich lässt sich das festhalten in diesen acht Bereichen, die das Fortschrittsrad dann ausmachen. Und du kannst schauen, wie du diese Bereiche schon ausfüllst. Und je nachdem, wie das am Anfang aussieht und zwischendurch, ob das besser wird oder schlechter, quasi ob du sie mehr oder weniger ausfüllst, kannst du dann auch gegensteuern. Also das steht dann auch im Buch und dann geht es halt weiter, dass du deine Werte bestimmst, deine geheime Identität aufbaust. Da geht es um deine Superkräfte, die du besitzt. Und dann darum, deine Herausforderungen zu bestimmen. Was ist das, worüber du immer wieder stolperst? Was sind die Frustrationen in deinem veganen Leben? Es geht darum eine Liste mit Power ups zu erstellen. Power ups in diesem spielerischen Kontext. Also wie gesagt, ich beziehe mich da auf die Abenteuer Spielebücher, aber eben auch auf Gamification, was stark von Jane McGonigal geprägt ist. Ich habe da viel zu gelesen und mich mit beschäftigt und das alles ist da reingeflossen. Und Power ups sind quasi Ressourcenübungen, um dich zu stärken, um dich zu festigen in deinem Alltag und als Grundlage dafür, um dir die Kraft zu geben, einfach deinen Alltag zu meistern. Dann geht es noch darum, deine Verbündeten zu finden, die dich auf deinem Weg begleiten und dann hast du eigentlich deine Ausrüstung auch schon zusammengestellt.

Carsten Ich finde das sehr spannend, weil du ja mit mit dieser geheimen Identität - ich stelle mir immer so vor, keine Ahnung, Zorro oder so was, ich möchte wie Zorro sein oder wer auch immer. Und dann du über diese Bösewichte und Power ups, das erinnert mich so sehr stark an damals, als ich noch - als ich noch klein war, wollte ich gerade schon sagen - als ich noch jung war, kamen so die ersten Rollenspiele auf Computerbasis raus. Da war alles noch irgendwo so in so einem historischen Kontext eingebettet, wo man dann auch so Energie Punkte sammeln musste oder so ein Charakter, den man da ja gesteuert hat. Das war ja quasi so die eigene, vielleicht nicht geheime, aber so eine virtuelle Identität. Also daran erinnert mich das Ganze und finde ich total interessant und ich sage jetzt mal auch cool, jetzt im Nachgang dann nochmal diesen spielerischen Aspekt wirklich in ein konkretes, ich sag jetzt mal „Erwachsenen Szenario“ - etwas, was uns ja durchaus auch emotional belasten kann, diese Konfrontation mit dieser nicht-veganen Welt - dass das da eingebettet werden kann und so eine große Unterstützung bietet. Damals habe ich immer gedacht, okay, das ist ein Spiel, als Zeitvertreib, macht halt Spaß, ist vielleicht auch irgendwo durchaus mal intellektuell herausfordernd oder so, aber es war halt immer irgendwie virtuell ein Spiel. Gegebenenfalls die Personen unter uns, die das Ganze vielleicht auch als Brettspielvariante kennen, aber auch da war es mehr so im spielerischen Kontext. Und du nimmst quasi diese Bestandteile und baust sie so auf, dass sie tatsächlich im realen Alltag von Nutzen sind und tatsächlich dazu führen, dass, wenn man das wirklich langfristig macht, kontinuierlich, dass man diese Gelassenheit entwickelt.

Stefanie Genau da ist, wie gesagt, Jane McGonigal die Ideengeberin. Das hat sie als erstes gemacht und hat das in ihr Buch „Gamify your life“ übertragen und hat auch dieses Spiel „Super Better“ entwickelt. Und daran ist es tatsächlich angelehnt. Wobei „super better“, da geht es darum, dass du superbesser wirst. Also immer besser, besser, besser. Und darum geht es mir in diesem Buch nicht. Und es ist mir auch wichtig zu sagen: Es geht nicht darum, dass du jemand anders wirst oder irgendwie besser, Higher Self mäßig.

Carsten Nicht der Superveganer, die Superveganerin.

Stefanie Genau darum geht es überhaupt gar nicht. Sondern das Buch soll eine Hilfestellung sein für deinen Alltag. Es geht darum, deinen Weg zu finden. Und du bist immer gut so, wie du bist. Es geht nicht darum, dich besser zu machen, sondern es geht darum, deinen Alltag zu erleichtern. Denn es ist ja automatisch so, dass in unserem Alltag als Veganer·innen wir immer und immer wieder getriggert werden. Also ich gehe jetzt immer davon aus, dass wir ethisch motivierte Veganer·innen sind. Darüber spreche ich. Menschen, die sich einfach nur rein pflanzlich ernähren, werden vielleicht nicht getriggert. Aber wenn du ethisch motiviert bist bist, dann wirst du immer und immer wieder getriggert und da brauchst du Unterstützung. Du brauchst eine Unterstützungsstruktur in deinem Alltag, die dir hilft, mit diesem ständigen getriggert werden umzugehen und auch dieses Trauma aufzuarbeiten, was du erlitten hast, als du beschlossen hast, vegan zu leben, als du erkannt hast, wie es wirklich ist, also wie die Wahrheit aussieht. Da bin ich ja immer gerne mit meinem Matrixbeispiel dabei. Ich muss da immer wieder dran denken, dass der Film die Matrix jetzt schon 21 Jahre alt ist. Das ist total krass - ich komm mir gar nicht so alt vor, aber anscheinend bin ich echt uralt. Also gut, Carsten...

Carsten Gefühltes Alter.

Stefanie Carsten ist gefühlt viel jünger als ich.

Carsten Also habe ich den Film auch noch nicht gesehen. Genau.

Stefanie Also wenn du den Film tatsächlich nicht gesehen haben solltest, die Matrix - guck ihn dir an! Jedenfalls kommt es mir immer so vor wie Keanu Reeves, wie er aufwacht und sich umschaut und das erste Mal sieht, was Sache ist, wie seine Wirklichkeit tatsächlich aussieht, also wo er lebt und dass das alles nur eben in der Matrix passiert, was er vorher dachte, was seine Wirklichkeit ist. Und genau so geht es uns ja nun mal auch, wenn wir erwachen und vegan werden und feststellen, wie die Welt wirklich ist. Und es wird ja nicht besser. Das ist ja das Problem. Es wird einfach nicht besser, denn sobald wir diesen Blick dafür haben, was da alles schief läuft, dann kommt ja nur noch mehr dazu, weil wir dann immer sehen. Am Anfang haben wir uns vielleicht auf bestimmte Tiere konzentriert, vielleicht haben wir uns auch aufs Essen konzentriert, aber dann sehen wir auf einmal Bekleidung, dann sehen wir Pharmaindustrie, dann sehen wir Zoos usw. und so fort. Ich muss dir das gar nicht alles aufzählen. Du weißt ganz genau, was ich meine und da nicht verrückt zu werden, da nicht dran zu zerbrechen ist halt total wichtig. Es geht um dich. Und deswegen habe ich die Jahre jetzt genutzt, diese Methode immer weiterzuentwickeln. Und ich habe sie schon in verschiedenen Formaten bereitgestellt, um dich zu unterstützen. Aber ich hatte das Gefühl, bisher nicht das richtige Format gefunden zu haben, weil da einfach die Resonanz noch nicht so groß war bei der Community, beim Onlinekurs. Und jetzt habe ich das Gefühl, dass das Buch tatsächlich das richtige Medium ist, weil es mir darum geht, dich im Alltag zu unterstützen und du das Buch immer bei dir tragen kannst. Du kannst es in deine Tasche stecken, du kannst es immer bei dir haben. Ich habe mich bewusst gegen ein eBook entschieden, weil ich es schöner finde, ein richtiges Buch in der Hand zu haben und da reinschreiben zu können und es zu meinem Buch zu machen und zu etwas, was ich immer anfassen und bei mir haben kann. Es ist quasi auch wie ein Anker.

Carsten Du hast gerade den Begriff „Medium“ verwendet. So ganz undigital kommt dieses Buch ja nicht daher.

Stefanie Das stimmt. Ich bin ja ein großer Fan davon, Analoges mit Digitalem zu verbinden. Ich finde das total spannend, da so crossmedial unterwegs zu sein. Und es gibt auch eine geschützte Webseite zum Buch und dort findest du dann noch mal alle Arbeitsblätter, auch als PDF. Wenn du dir die noch mal runterladen oder meinetwegen auch ausdrucken möchtest, was auch immer du damit tun willst. Es gibt auch die ganzen Arbeitsschritte noch mal aufgelistet und noch diverse Audios. Denn ich hatte auch schon Meditationen und Fantasiereisen kreiert, die dich unterstützen sollen im Alltag, einfach um Kraft zu schöpfen. Und es gibt auch noch Beispiele und eine Vorgeschichte gibt es auch noch. Damit du, wenn du in diesem ganzen spielerischen Modus bist und alles durchgearbeitet hast und jetzt starten willst, dann noch mal in dieses Gefühl reinkommst, dieses Spiel, was dein Leben ist, jetzt zu starten.

Carsten Ganz zum Schluss dann doch nochmal ein bisschen Wehmut. Ich hatte vorhin bei Amazon geguckt, wie teuer denn das Buch ist und was für Lieferzeiten du hast. Bin da jetzt aber gar nicht fündig geworden. Das war ja so ein bisschen, hmm, schade, würde ich mal so sagen. Also wie komme ich denn jetzt an dieses Buch? Okay, blöde Frage. Ich meine, das liegt unten. Ich kann mich jetzt selbst bedienen, aber ich stell mich jetzt mal auf die Position von potenziellen Interessent innen...

Stefanie Hast bei Amazon geguckt. Soso. Da ich das Buch selbst produziert habe, quasi im Eigenverlag, also im Ich-selbst-Verlag, liegt das Buch bei mir zu Hause und du kannst es über die Webseite, die ich verlinkt habe, kaufen. Im Moment kannst du es online per Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift kaufen. Ich weiß noch nicht, wie es in Zukunft aussehen wird. Vielleicht hat ja ein Verlag Interesse, wer weiß das schon? Das kommt ganz drauf an. Aber jetzt für diesen Moment kannst du über den Link, den du hier unter der Folge findest kaufen. Ein herzliches Dankeschön schon mal an alle, die das Buch schon gekauft haben und an die, die mit mir zusammen dem entgegen gehibbelt haben. Also die Clanmitglieder wissen, dass es wirklich länger gedauert hat und einen wirklich dickes Dankeschön an alle, die schon lange gewartet haben, bis sie endlich ihr Exemplar in Händen halten konnten und ich hoffe doch, dass es euch gefällt. Ich bin sehr gespannt.

Carsten Natürlich muss ich mich auch bedanken und zwar bei dir für dieses tolle Interview, was wir gerade geführt haben und dann bleibt mir in dem Sinne nichts anderes übrig zu sagen als: Kauf das Buch.

Stefanie Ein Exemplar wartet auf Dich.

Carsten In diesem Sinne.

Stefanie In der Metropolregion Hamburg sagt man Tschüss.

Carsten Und auf Wiederlesen.

Links zur Folge

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

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