Folge 273 - Neuigkeiten, Änderungen und ein Dankeschön

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Folge 273 - Neuigkeiten, Änderungen und ein Dankeschön

Transkript der ersten 6 Minuten

Stefanie In dieser Folge soll es jetzt eher so um Organisatorisches gehen. Wie gehts so weiter? Was hat sich so getan? Und eigentlich brauche ich Carsten dafür gar nicht, aber ich dachte, das lockert das auf.

Carsten So ich sitze trotzdem hier ja, vielleicht habe ich ja zwischendurch mal n bisschen was, was ich sagen darf.

Stefanie Genau so im Gespräch ist es doch immer viel schöner, so im Dialog.

Carsten Und so ja, das ist nett.

Stefanie Ja, also, es ist jetzt so, dass ich in den vergangenen Wochen einiges habe Revue passieren lassen. Und um das ganze so in einen gesamt Kontext zu setzen: Ich habe vor ungefähr 7 Jahren mich dazu entschieden, mich dem Thema Vegan zu widmen, auch was meine Selbstständigkeit, also meine Arbeit angeht. Und hab dann ausgelotet, wie ich denn in diesem Bereich auch Geld verdienen kann. Und das hat sich über diese 7 Jahre hinweg so entwickelt, dass ich dem Thema Geldverdienen jetzt auch generell kritisch gegenüberstehe. Deswegen hat das mit dem Geld verdienen, die meiste Zeit nicht so gut geklappt hat.

Ich hatte ja zu Beginn dann die Touren durch Hamburg angeboten, das war sehr gut, das ist auch gut angenommen worden. Ich war da auf Messen, ich habe Vorträge gehalten. Ich habe viele Touren durchgeführt, per Rad zu Fuß, bin immer angefragt worden und letztlich hätte ich das aber nur so vergrößern können damit es meinen Lebensunterhalt finanziert, wenn ich besonders am Wochenende gearbeitet hätte und das wollte ich einfach nicht, weil ich ja ein Kind habe. Gemeinsam mit Carsten. Wir haben ein Kind, also nicht nur ich habe das Kind - haben wir das Kind überhaupt? Also jedenfalls, wir sind Eltern, ich bin ein Elter, ein Elternteil. Eine Älteste - haha sehr lustig - und da war es eben immer wichtig, am Wochenende auch für das Kind da zu sein.

Und dann, weil Carsten Vollzeit arbeitet, da dann auch nur am Wochenende Zeit hat für die Familie, dass wir als Familie tatsächlich etwas gemeinsam erleben können, Zeit füreinander haben und nicht Carsten unter der Woche die ganze Zeit weg ist und ich am Wochenende die ganze Zeit weg bin, so dass wir uns quasi zumindest wir auch nicht nur als Eltern, sondern auch als Partner·innen dann quasi gar nicht mehr sehen oder nur abends mal kurz.

Von daher ist da dann die Entscheidung dagegen gefallen und ich habe dann versucht viel online zu machen, weil das eben flexibler ist. Aber auch das hat nicht so gut funktioniert und ich hatte dann ja den von Herzen Vegan Clan ins Leben gerufen, der auch ganz gut angenommen wurde. Das war nie so, dass wir jetzt da 5000 Leute hatten, aber dieses Umfeld, dass ich da geschaffen hatte, dass du da einen geschützten Bereich hast, wo du frei reden kannst und dich austauschen kannst, war wirklich etwas Positives und wurde gut angenommen. Nur ja, Geld ist da eben auch wieder nicht geflossen.

Dann hatte ich Onlinekurse erstellt, aber ich musste jetzt über die Corona Zeit feststellen, dass Selbstlernkurse nicht so gut angenommen werden, sondern es um begleitete Kurse geht und all das konnte ich nicht abbilden und letztlich habe ich jetzt geguckt wie mache ich weiter? Und habe mich entschieden, die Reißleine quasi zu ziehen und einiges zu verändern.

Das heißt, das Experimentarium wird jetzt am 29.11.2022 schließen. Da hatte ich einen Jahresvertrag für diese Plattform und der läuft dann aus. Ich hätte das erneuern müssen und ich bin jetzt einfach nicht mehr bereit, die Kosten dafür zu tragen. Das Experimentarium war auch ein Experiment. Du warst dort eingeladen zu experimentieren, aber an sich war es eben auch ein Experiment um mal zu schauen, ob das funktionieren kann. Anfang des Jahres 2022, als ich damit gestartet bin, hatte ich das Gefühl, das ist genau das, was wir jetzt brauchen, und hatte daneben auch sehr viel Zeit in den großen Online Kurs gesteckt und dann aber eben festgestellt, dass es nicht so angenommen wurde, wie ich mir das vorgestellt habe und dann ist es einfach an der Zeit für mich auch Dinge wieder loszulassen und mich da nicht dran festzubeißen. Vielleicht funktioniert es irgendwann, nur im Moment funktioniert es eben nicht und ich muss auch schauen, dass ich zu hohe Ausgaben einfach loslasse. Und mein Ziel ist es jetzt tatsächlich mehr auf offline quasi zu konzentrieren. Ich mache hier für die VHS in Hamburg einiges und da dann mehr regional das auszubauen und in anderen Kultureinrichtungen dann auch Kurse anzubieten. Ich werde da immer mal angesprochen und je nachdem ob es passt oder nicht, gebe ich dann da auch eine Führung oder was auch immer da gerade so passt.

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Folge 272 - Rückblick auf die Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen

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Folge 272 - Rückblick auf die Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen

Transkript der ersten 6 Minuten

Stefanie Heute sprechen wir über eine Konferenz auf der Carsten war, also ich war nicht da. Carsten hatte mich überrascht und gesagt, ich will da jetzt unbedingt hin, mal nach Münster, auf eine Konferenz und ich hatte vorhin mir den Titel nochmal durchgelesen, aber jetzt hab ich ihn vergessen also wie heißt die Konferenz noch gleich?

Carsten Also es ist die Konferenz gewesen für eine Weltwirtschaft, in der wir leben wollen, und zwar hat das Ganze stattgefunden am 28. und 29. Oktober 2022. Das war vor 2 Tagen.

Stefanie Von dem Zeitpunkt, wo...

Carsten ...wir das aufnehmen genau. Für Dich sind vielleicht ein paar Tage länger vergangen, aber hier für mich ist der Eindruck noch sehr frisch und ich hab auch tatsächlich vorher nochmal ein bisschen Zeit gebraucht, um so einen roten Faden zu spinnen, von dem was ich berichten kann und damit das nicht alles total abstrus und und irgendwie wild durcheinander geht, musste ich mir all die ganzen Eindrücke und ich habe sehr viel mitgeschrieben, all das nochmal vornehmen und versuchen dann nochmal einen roten Faden rauszuspinnen. Das ist sehr viel, was ich an an Eindrücken sammeln konnte.

Stefanie Und wir haben vorher auch noch gar nicht darüber gesprochen, damit ich jetzt ganz unbedarfte Fragen stellen kann und Carsten mir quasi jetzt hier vor laufendem Mikrofon einfach erzählt, wie es so war.

Carsten Genau ich springe aber mal direkt rein, also am 28./29.10.22 hat das Ganze stattgefunden. Im Umfang von anderthalb Tagen also. Es war von Freitag auf Samstag und fing Freitags nachmittags so gegen 15:00 Uhr an. Bisschen früher ankommen und Kaffee und Networking. Das offizielle Rahmenprogramm startete um 15:00 Uhr und hörte am Freitagabend dann um 21:00 Uhr auf.

Abschluss war eine Podiumsdiskussion. Zwischendurch gab es gemeinsames Abendessen, das Ganze fand in einer Akademie statt, in der Akademie Franz Hitze Haus wie gesagt in Münster, Nordrhein Westfalen und ging dann am zweiten Tag ab 09:00 Uhr morgens wieder los, bis abends so 18:30 Uhr. Gegen 18:15 Uhr haben wir das Ganze nochmal Revue passieren lassen. Dann haben sich die Veranstaltenden nochmal bei allen Personen bedankt und in der Zwischenzeit gab es dann noch so ein kleines Goodie: Während die Veranstalter darauf gewartet haben, dass man quasi so diese Feedback Bögen ausfüllt, wurden dann an den Wänden nochmal Plakate zum selbst gestalten oder zum selbst ausfüllen aufgehangen, wo dann nochmal indirekt Feedback der Teilnehmer:innen gegeben werden konnte und das Ganze hörte dann wie gesagt um 18:30 Uhr auf und war dementsprechend zeitlich ein sehr umfangreiches Programm. Anderthalb Tage, wo wirklich die Gedankenwelt um die Frage kreiste „Wie könnte eine Weltwirtschaft aussehen, die besser ist als das, was wir heute haben?“

Stefanie Du hast schon gesagt, du bist ein bisschen früher angekommen, aber eigentlich bist du später angekommen am Freitag, als du wolltest...

Carsten Achso, die Deutsche Bahn...

Stefanie Du bist ja mit dem ICE gefahren von Hamburg und dann hast du mir auch geschrieben haha, typisch Deutsche Bahn….

Carsten Ja, wir standen irgendwann hinter Buchholz wirklich in der Heide und keiner wusste warum und irgendwann hat dann derjenige, welcher die Durchsagen tätigt, gesagt: „Sehr geehrte Gäste. Sie stellen wahrscheinlich auch seit einiger Zeit schon fest, dass wir rechts und links von Zügen überholt werden. Warum wir noch nicht rollen, weiß ich selber noch nicht.“ Ja, insgesamt war das wieder ein Paradebeispiel für die nicht gegebene Pünktlichkeit der Deutschen Bahn. Also wir haben insgesamt, ich glaub, 73 Minuten Verspätung gehabt vor einem Teilstück, was insgesamt bisschen mehr als 2 Stunden gedauert hätte also.

Stefanie Buchholz ist halt nicht wirklich weit von Hamburg entfernt, das heißt Du bist quasi gerade so angefahren und hast dann wieder angehalten. Aber glücklicherweise hattest du ein Buch dabei und auch die Möglichkeit da ins zur Bord Restaurant zu gehen und musstest keinen Anschluss kriegen und hattest sowieso mehr Zeit eingeplant, also war das alles in Ordnung.

Carsten Ja, genau, ich hatte einen Puffer, ich bin eigentlich von der ursprünglichen Planung ausgegangen, dass ich um Punkt 12 dann in Münster ankomme und hab dann ja maximal noch 3 Stunden, bis die Konferenz beginnt. Woran ich gedacht habe, dass ich so zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr dann da auftauche und das mit dem Einchecken, weil ich da auch ein Zimmer gebucht hatte. Und trotz der starken Verspätung hab ichs also auch noch pünktlich geschafft, hab aber von anderen Teilnehmenden ähnliches gehört, dass auch die Probleme hatten, egal aus welcher Richtung sie gekommen sind. Es gab immer irgendwie Verspätungen zu berichten, was den Bahnverkehr betrifft.

Stefanie Um jetzt wieder zurückzukommen auf das eigentliche Programm: warum hast du dich denn eigentlich für diese Konferenz entschieden? Was hat dich da so besonders angesprochen?

Carsten Also allein schon der Titel „Für eine Weltwirtschaft, in der wir leben wollen“. Das ist so etwas gewesen, was ich damals getriggert hat, es passt zu unserer Vorstellung, dass wir uns ein neues Wohlstandsmodell erarbeiten wollen, den Weg dorthin skizzieren wollen und die Frage nach dem Wohlstandsmodell ist ja mit Wirtschaftsmodell gekoppelt. Also erstmal hat mich der Titel angesprochen, dann die Aussicht mich da wirklich mal so 2 Tage hinzusetzen und mich intensiv diesem Thema zu widmen und da dann auch gedanklich abzutauchen. Rechts und links ist ja nichts anderes, sondern ist ja wirklich dieses eine Thema in den unterschiedlichsten Facetten. Das hat mich mal gereizt und ich hatte auch die Hoffnung für mich vielleicht den einen oder anderen Kontakt nochmal zu knüpfen. Zu Personen und zu Initiativen. Relativ ergebnisoffen bin ich da reingegangen, aber schon mit der Hoffnung Leute kennenzulernen, ja, das war so der Punkt, wo ich gesagt habe hey cool und Münster ist jetzt ja wirklich nicht so die Welt entfernt.

Links zur Folge

Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen
https://www.ci-romero.de/systemwandel-konferenz/

Akademie Franz-Hitze-Haus
https://www.franz-hitze-haus.de/home

Elisabeth Voss
http://elisabeth-voss.de/

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Folge 271 - Wasser, Strom und Heizkosten sparen - so geht es in der Mietwohnung

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Folge 271 - Wasser, Strom und Heizkosten sparen - so geht es in der Mietwohnung

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie Wir haben uns spontan zu dieser Folge entschlossen, weil uns nämlich die aktuelle Stromabrechnung vorliegt.

Carsten Ja, wir haben Post bekommen.

Stefanie Unter anderem war da die Stromrechnung im Briefkasten. Und ich bin so stolz auf uns!

Carsten Post von unserem Lieblings-Energieversorger? ;)

Stefanie Nee, genau... also, über den sprechen wir jetzt natürlich nicht. Aber halt, vielleicht könnten wir da mal nachfragen, ob die uns sponsoren, dafür dass wir jetzt über das Thema sprechen!? Aber im Ernst, wir reden nicht über unseren Energieversorger, sondern über die Stromrechnung, denn wir haben unseren Stromverbrauch im letzten Abrechnungsjahr um sage und schreibe 37% gesenkt!

Carsten Wow, aber exakt 37 Grad Prozent!

Stefanie Warte mal: 37,04% wurde mir angezeigt.

Wir hatten vorher einen Stromverbrauch für unseren 3 Personenhaushalt von ungefähr 2700 kW/h pro Jahr. Und jetzt sind wir bei 1700 kW/h pro Jahr. Das ist total faszinierend, wir waren nämlich schon mit diesen 2700 kW/h pro Jahr im „guten“ Bereich für einen Dreipersonenhaushalt. Und mit den 1700 sind wir jetzt sogar im „sehr guten“ Bereich. Und laut der von mir rausgesuchten Vergleichstabelle ist 1700 auch schon für einen Einpersonenhaushalt gut. Wir sind quasi so gut wie ein Einpersonenhaushalt!

Carsten So gut wie noch nie zuvor!

Stefanie Ja, das stimmt.

Carsten Yeah, Spitzenleistung!

Stefanie Genau! Und wie haben das jetzt geschafft? Also, genau darüber wollen wir in dieser Folge plaudern: Wie wir es geschafft haben, unseren Stromverbrauch so stark zu senken. Dann wollen wir aber auch über unsere Heizkosten und über unsere Wasserkosten sprechen. Das alles ist ja jetzt gerade in den Medien Thema. Und ich dachte, es passt ganz gut, wenn wir unsere aktuell vorliegenden Abrechnungen zum Anlass nehmen, genau darüber zu sprechen.

Ich bin gerade wirklich stolz darauf, dass wir diese Einsparungen geschafft haben und es passt gerade so gut in unsere Zeit. Deswegen wollen wir da einige Tipps geben.

Natürlich sind wir nicht der Maßstab aller Dinge, und es ist hier auch alles rein subjektiv. Trotzdem habe ich mich jetzt vorhin mindestens eine Stunde hingesetzt und Zahlen recherchiert, um Vergleichswerte zu haben und zu gucken, wie unsere eigenen Verbrauchswerte da rein passen. Ergänzen werde ich das durch Fakten aus meinem Online-Kurs „Grüner Leben Schritt für Schritt“. Der Kurs ist quasi die Essenz meiner Bildungsurlaube und -kurse der vergangenen Jahre und versammelt mein gesamtes Wissen und meine Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahre in diesem Bereich gemacht habe. Ich verlinke Dir die weiteren Informationen zu diesem Kurs auf jeden Fall hier unter der Folge und in den Show-Notes, so dass du da gerne mal vorbeischauen kannst.

Ein Modul meinem Kurs ist das Thema „Wohnen“. Und daraus ziehe ich jetzt diese Informationen. Das heißt, du bekommst jetzt in dieser Folge einen exklusiven Einblick in meinen Kurs. Unter anderem gespickt mit unserem Vergleichswerten und sehr subjektiven Einschätzungen, wie wir es geschafft haben, weniger Energie zu verbrauchen; in den drei Segmenten Wasser, Heizen und Strom.

Aber bevor wir jetzt damit starten, möchte ich mich heute mal ganz herzlich bei Rupert bedanken, der jetzt gerade dabei ist Podcastfolgen, also Transkripte von Podcastfolgen, Korrektur zu lesen und angeboten hat, das regelmäßig zu machen. Sowie bei einer anderen Person, die das auch angeboten hat regelmäßig zu machen, aber anonym bleiben will. Deswegen kann ich den Namen nicht nennen, möchte hier aber trotzdem danke sagen. Der Name der Person fängt mit B an, das ist vielleicht ausreichend, damit sich diejenige Person angesprochen fühlt ;)

Wie gesagt, ich schütze Deine Anonymität. Jedenfalls herzlichen Dank an dieser Stelle diesen beiden Personen, die sich dazu bereit erklärt haben, Transkripte Korrektur zu lesen! Es gibt noch andere Personen, die das teilweise schon gemacht haben und teilweise noch machen wollen. Nichtsdestotrotz ist ein großer Anteil der Podcastfolgen immer noch nicht transkribiert und Korrektur gelesen. Also wenn Du das Gefühl hast, Du möchtest das gerne machen, Du würdest gern was zurück geben, dann melde Dich doch bitte gerne bei mir unter post@vonherzenvegan.de.

Du kannst dir die Podcastfolge aussuchen, die du transkribieren möchtest. Und ich denke, es ist relativ unwahrscheinlich, dass du genau die Folge nimmst, die jetzt gerade von einer anderen Person transkribiert wird, bzw. Korrektur gelesen wird. Also von daher besteht, sagen wir mal, eine 98%ige Wahrscheinlichkeit, noch eine bisher nicht transkribierte Folge zu erwischen. Du kannst quasi sowas wie Transkript-Patin oder Transkript-Pate von einer Folge werden. Und ich nenne Dich sehr gerne auch namentlich sowohl im Text zur Podcastfolge und auch gerne verbal in einer der nächsten Podcastfolgen. Dann wirst Du quasi in einer die Hall of Fame der Transkript-Korrekturleser*Innen aufgenommen.

Carsten Ja, das ist cool!

Stefanie Das mit der Hall of Fame ist mir gerade spontan eingefallen. Ich kann dafür auf meiner Internetseite sogar eine eigene Rubrik einrichten, auf der ich aufzähle, welche Person wie viel Korrektur gelesen hat. So mit einer absteigenden Reihenfolge der Ehrungen und so ;) Dann steht da wahrscheinlich mehrfach: Korrekturgelesen von Anonym, Korrektur gelesen von Anonym, Korrekturgelesen von Anonym…

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Folge 270 - Verreisen mit Bahn und Fahrrad: ein Praxistest

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Folge 270 - Verreisen mit Bahn und Fahrrad: ein Praxistest

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie
Wenn du das Intro angehört hast und dann nicht vorgespult hast, weil du es ja schon kennst, dann weißt du worum sich diese Folge dreht, nämlich ums Reisen. Und ich hatte mal nachgeschaut, wir haben vor fast exakt 5 Jahren eine Podcast Folge zum Thema „Vegan an der Ostsee“ rausgebracht. Und das war natürlich nicht all umfassend, sondern nur subjektiv. Und heute wollen wir auch nochmal über „Vegan an der Ostsee“ sprechen.

Carsten
Diesmal allumfassender und objektiv?

Stefanie
Genauso subjektiv wie vor Jahren, nur mit den Erfahrungen von 5 Jahren mehr. Und bevor wir jetzt darüber sprechen, möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken bei all diesen wunderbaren, tollen Menschen, die mich finanziell unterstützen, sei es über Steady oder per Überweisung auf mein Bankkonto. Das geht ja jetzt mittlerweile auch. Auf vielfaches Drängen habe ich mein Bankkonto preisgegeben und manche Menschen nutzen auch das. Also ein herzlichen Dank an all diese Menschen, denen das, was ich hier tue - und teilweise auch was tut ;) - tatsächlich auch Geld wert ist. Und ich nutze dieses Geld, um einfach die Hostingkosten, also die reinen laufenden Kosten zu zahlen.

Carsten
Und nicht, um davon in Urlaub zu fahren.

Stefanie
Das wäre ein sehr knappes Budget für einen Urlaub, auf jeden Fall.

Carsten
Mit dem 9€ Ticket...

Stefanie
Mit dem 9€ Ticket hätte es gereicht.

Carsten
Die Frage, wie die Ferienwohnung dann bezahlt wird, besteht dann aber trotzdem...

Stefanie
Genau oder das Essen usw. Gut, aber lassen wir mal den Spaß beiseite, also einen ganz herzlichen Dank an die Menschen, die mich finanziell unterstützen - oder auch uns - und auch an die Menschen, die sich jetzt schon gemeldet haben um eine Folge, bzw. ein Transkript einer Folge Korrektur zu lesen. Da bin ich sehr dankbar für. Fast alle wollen anonym bleiben, weswegen ich jetzt auch gerade keine Namen nenne. Also, allerdings sind es bisher halt wirklich sehr, sehr wenige Menschen, die sich gemeldet haben. Ich verstehe, dass das viel Zeit kostet. Wenn du das Gefühl hast, du möchtest gerne was zurück geben, das bringt dir hier alles was, dieser Podcast und auch die anderen Podcasts, das Experimentarium, alles was ich so mache. Und du hast aber keine finanziellen Möglichkeiten dafür, aber zeitliche: Dann freue ich mich wirklich, wirklich sehr, wenn du dich meldest und mir eine Email schreibst an post@vonherzenvegan.de und wenigstens eine Folge Korrektur liest. Also wie gesagt, wenn das alle machen würden, die hier zuhören, dann wären wir naja mehr mehrfach mehrfach und nochmals mehrfach durch. Es ist super, wenn du überlegst und schwankst und sagst naja, eigentlich würde ich gerne, dann schwank doch mal zu dieser Seite wo du sagst: ja, ich mach das, also eine Folge Korrektur lesen! Zum Beispiel bei den Milchgeschichten sind das ja auch relativ kurze Folgen. Da hatte ich eigentlich 2 Personen, die da was Korrekturlesen wollten bei denen passt es gerade zeitlich nicht so, also wenn du da einspringen würdest, wäre das super. Das sind wirklich kurze Folgen, die gehen ja immer nur so eine Viertelstunde lang. Ich glaub das höchste der Gefühle ist mal eine halbe Stunde. Das heißt, das ist was anderes als diese einstündigen Folgen hier oder anderthalb oder 2 Stunden. Oder beim „Von Herzen Vegan“ Podcast sind auch kürzere Folgen dabei.

Du kannst dir die Folgen aussuchen wenn du halt sagst: Okay, ich möchte diese eine Folge Korrektur lesen; also das Transkript davon Korrektur lesen, dann melde dich bei mir. Das gleiche gilt auch für den „Wir Konsum Kinder Podcast“. Auch da freue ich mich, wenn die Transkripte Korrektur gelesen werden.

Warum mach ich das jetzt alles mit den Transkripten und dem Korrektur lesen? Ich bin gerade dabei Deutsche Gebärdensprache zu lernen, einfach aus dem Grund, weil ich irgendwie barrierefreier Leben möchte. Ich möchte diese Kultur verstehen und auch mit gehörlosen Menschen kommunizieren können. Und einen Schritt in diese Richtung ist es eben diese rein für hörende Menschen konzipierten Podcastfolgen in eine Form zu bringen, die Nichthörende oder vielleicht auch Menschen, die nicht so gut dieser Sprache mächtig sind, die Möglichkeit zu geben, auch an den Inhalten zu partizipieren. Denn so wird das Ganze einfach barrierefreier. Und es gibt natürlich auch Menschen, die einfach nicht gerne Podcasts hören, die lieber lesen. Für diese Menschen wäre das auch super. Dass also die Inhalte, die Carsten und ich hier und in den anderen Podcasts auch, dann wirklich für viel mehr Menschen zugänglich werden. Das ist mein Ziel und da würde ich mich wirklich riesig freuen, wenn du mich dabei unterstützt, dieses Ziel zu erreichen.

Nun kommen wir mal zum eigentlichen Thema dieser Podcastfolge. Und das ist das Thema Reisen. Also quasi die Praxissicht; nachdem wir in der letzten Folge eher über Mobilität und Verkehrswende und sowohl im theoretischen, aber auch im praktischen Kontext und sowas alles gesprochen haben. Und hier eher aus dem Blickwinkel: was kann ich als Aktivist·in tun?

Es ist jetzt einfach mal so ein Erfahrungsbericht, sag ich mal, weil wir das letzte Mal das einfach vor 5 Jahren gemacht haben. Wobei wir zwischendurch ja auch schon mal über das Thema reisen gesprochen hatten, aber jetzt wollten wir nochmal so explizit darüber sprechen, weil wir einfach in der letzten Woche, jetzt in den Herbstferien, auf der Insel Poel waren.

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Folge 269 - Drei Bücher zur Mobilitätswende

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Folge 269 - Drei Bücher zur Mobilitätswende

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie Bevor wir jetzt hier mit der Folge starten, muss ich mich erstmal entschuldigen, dass es jetzt so lange gedauert hat, bis die nächste Folge online ging. Das liegt vor allem daran, dass ich jetzt krank war, mehrere Wochen tatsächlich schon, ja, mehrere Wochen und immer noch nicht so ganz gesund bin. Es liegt nicht daran, dass wir keine Ideen hätten für Podcastfolgen. Bei uns stapeln sich die Bücher, die besprochen werden müssen und Themenliste ist lang und uns fehlt einfach die Zeit oder Kraft dazu, Folgen aufzunehmen deswegen wissen wir auch noch nicht so ganz genau, wie es jetzt hier mit dem Podcast weitergeht. Wir reden immer mal zwischendurch darüber und wissen noch nicht wo uns der Weg hinführt.

Aber jetzt wollen wir erstmal einige Bücher zumindest besprechen einige Themen abarbeiten, so wie uns die Kraft gegeben ist. Es ist und bleibt einfach auch dabei, dass Carsten Vollzeit arbeitet und dadurch wenig Zeit hat, noch nebenher dann hier Folgen aufzunehmen. Und darum ist es jetzt eben zu dieser längeren Lücke gekommen und ich möchte mich sehr bei den Menschen bedanken, die uns trotzdem weiterhin finanziell unterstützen. Was auf jeden Fall immer eine Hilfe ist, denn die laufenden Kosten gibt es trotzdem, egal, ob wir jetzt neue Podcastfolgen veröffentlichen oder nicht. Die vorhandenen Podcastfolgen müssen ja gehostet werden, und das verursacht eben monatliche Kosten. Und da hilft es halt sehr, dass es diese finanzielle Unterstützung gibt, herzlichen Dank.

Carsten Dankeschön.

Stefanie Dann starten wir jetzt mal mit dem Thema Mobilitätswende. Wir haben dazu hier 3 Bücher liegen, mittlerweile, das heißt, es wird nicht eine Buchbesprechung werden von einem speziellen Buch, sondern Carsten hat sich etwas Besonderes ausgedacht.

Carsten So ganz besonders ist das nicht. Ich will einfach nur ganz locker flockig über dieses Thema sprechen, weil Mobilitätswende ja kein ganz neues Thema ist. Aber für mich war es immer auch ein Herzensthema. Und aufgrund dieser Bücher konnte ich ein bisschen mehr Verständnis über das Thema Mobilitätswende und was heißt eigentlich Mobilitätswende versus Verkehrswende etc also diesen ganzen Komplex bekommen und mich damit beschäftigen. Da hab ich mich drauf gefreut und darüber möchte ich mich - also jetzt nicht über meine Freude, sondern über das Thema - möchte ich jetzt in dieser Folge einfach mal sprechen.

Stefanie Du möchtest Deine Freude teilen, weil sie dadurch größer wird?

Carsten Ja natürlich, damit sie grösser wird, aber auch damit mehr Menschen inspiriert werden und auch über das Thema mehr inhaltlich dann sprechen können.

Stefanie Ja, diese 3 Bücher, die wir zu erledigen haben, sind alles Rezensionsexemplare beziehungsweise nicht wirklich: Ein Rezensionsexemplar und bei dem anderen hatten wir das Crowdfunding unterstützt und haben dann ein drittes Buch noch dazu bekommen zu dem Crowdfunding. Also jedenfalls werden alle 3 Bücher dann in die Wanderbibliothek ins Experimentarium kommen. Die kostenlose Community, wo du sehr gerne Mitglied werden kannst. Die Internetadresse lautet https://experimentarium.stefanie-rueckert.de

Du findest den Link aber auch immer hier unter der Folge oder in den Shownotes und jetzt willst du sicherlich auch wissen, um welche Bücher es sich überhaupt handelt? Es sind nicht einfach nur 3 Bücher, sie haben auch Namen.

Carsten Ja genau und zwar das Buch, wo wir tatsächlich das Crowdfunding unterstützt haben ist das "Aktionsbuch Verkehrswende, Acker, Wiese und Wald statt Asphalt" vom Redaktionskollektiv "Autokorrektur". In dem Buch geht es um Aktionsformen zur Verkehrswende. Dieses Buch haben wir wie gesagt, durch Crowdfunding realisieren können. Wir haben uns beteiligt und das kleines Dankeschön durfte ich mir ein weiteres Buch aussuchen.

Stefanie Das ist ein großes Dankeschön, denn das ist viel dicker und grösser als das Buch.

Carsten Das wusste ich nicht, das Buch hat mich vom Titel her angesprochen, ohne das ich auch nur ansatzweise wusste, worauf lasse ich mich da ein? Und zwar habe ich dann das Buch "Linksverkehr, Projekte und Geschichte. Beton und Bewegung" bekommen, auch aus dem Oekom Verlag. Die Herausgeberin ist Sabine Leidig. So Sabine Leidig sagte mir - mea culpa mea maxima culpa - bis zu dem Zeitpunkt gar nichts, obwohl sie eine sehr bekannte Persönlichkeit ist. Sie war mal verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag und damit dann auch direkt dran am politischen Geschehen und hat viel von ihrer Erfahrung, von ihrem Wissen aus dieser Zeit in dieses Buch einfließen lassen. Und ja, in der Tat ist dieses Buch nicht nur von den Maßen her grösser so über DIN a 4 Format. Sondern auch dicker als das Aktionsbuch Verkehrswende.

Stefanie Ja, wir beurteilen Bücher nur nach ihrem Aussehen.

Carsten Nur das Aussehen zählt - genau.

Stefanie Der Inhalt ist nicht so wichtig.

Carsten Genau und das dritte Buch kommt von Katja Diehl, die mittlerweile einen sehr großen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Auch gerade hier in Hamburg, im Moment sehr präsent ist durch den HVV. Und das Buch nennt sich "Autokorrektur. Mobilität für eine lebenswerte Welt". Das Buch kommt jetzt nicht aus dem Oekom Verlag und ist das Rezensionsexemplar, was wir uns mal angefordert hatten.

Links zur Folge

Buch "Autokorrektur - Mobilität für eine lebenswerte Welt" von Katja Diehl
https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422

Buch "Aktionsbuch Verkehrswende" vom Redaktionskollektiv "Autokorrektur" (Kostenlos als PDF downloadbar)
https://www.oekom.de/buch/aktionsbuch-verkehrswende-9783962383541

Buch "Linksverkehr" von Sabine Leidig
https://www.oekom.de/buch/linksverkehr-9783962383046

Buch "Wenn die Hoffnung stirbt, gehts trotzdem weiter" von Jean Peters
https://www.fischerverlage.de/buch/jean-peters-wenn-die-hoffnung-stirbt-geht-s-trotzdem-weiter-9783103970876

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Folge 268 - Im Gespräch mit Friedrich Bohn über das Projekt Zukunftsbilder

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Folge 268 - Im Gespräch mit Friedrich Bohn über das Projekt Zukunftsbilder

Transkript (Von Podcasthörer·in Rupert Korrektur gelesen)

Friedrich Bohn Ich bin Friedrich Bohn. Ich arbeite am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und beschäftige mich dort ganz intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf unsere heimischen Wälder. Welche Wälder sind besonders nachhaltig, welche kommen mit dem Klimawandel besser zurecht? Das sind so die Themen, mit denen ich mich beruflich beschäftige.

Gleichzeitig bin ich eben auch bei den Scientists for Future aktiv, seit Jahren. Und dort bin ich  Mitinitiator und Koordinator des Zukunftsbilder-Teams. Und mein Alltag sieht so aus, dass in den letzten Jahren hauptsächlich von zu Hause gearbeitet hab, wegen Corona. Das liegt aber einfach daran, dass man als Modellierer, der ich eben bin, wir verknüpfen Klimamodelle mit einem Waldmodell, das wir das von überall aus machen können. Ich muss nicht ins Büro gehen oder ins Labor, sondern ich kann wirklich von überall aus arbeiten, solange ich eine Internetverbindung hab, dann kann ich hier die Großrechner ansprechen und dort Simulationen und Auswirkungen machen. Das ist sozusagen die theoretisch wie es abläuft. De facto sind es ganz viele Besprechungen und Diskussionen mit Kollegen, in denen wir über die wissenschaftlichen Erkenntnisse von morgens bis abends diskutieren...

Stefanie Du hattest schon das Projekt Zukunftsbilder angesprochen und das war eben auch der Grund, warum ich dich hier eingeladen hatte. Kannst du da nochmal näher was dazu sagen, was wir uns darunter vorstellen können?

Friedrich Bohn Also das Zukunftsbilder Projekt wurde geboren, aus 3 Ideen, sag ich mal, oder 3 Erkenntnissen. Und zwar ist uns aufgefallen, bei den Scientists, dass die dystopischen, also die negativen Erzählungen wie die Zukunft wird, sehr ausführlich da sind. Sehr prominent immer gebracht werden. Dass man auch immer das Gefühl hat, die sind wirklich durchdacht. Also wie das alles den Bach runtergeht, das ist irgendwie nicht so schnell und naiv sich ausgedacht, sondern da steckt wirklich viel dahinter und das klingt alles sehr plausibel und deswegen ist es so motivierend das zu verhindern. Für manche Menschen.

Das war sozusagen der eine Punkt, der zweite war zu sagen: "Wieso gibt es eigentlich keine positiven Geschichten?" Also es gibt eben immer diese dystopische Sache, so es wird ganz, ganz schlimm und dann kommt eine ganze Liste warum es schlimm wird und deswegen müssen wir was dagegen tun und müssen ja auch ganz viel verzichten und dieses Narrativ ist halt schade, weil es nur eine bestimmte Gruppe von Menschen anspricht und andere eben nicht und die Frage ist: Gibt es nicht auch die Möglichkeit positive Geschichten zu erzählen, wie die Zukunft werden könnte, wenn es richtig geil wird? Und wenn wir eben die Transformation vollbringen.

Und als Beispiel auch da wieder, fand ich sehr bezeichnend den Bundestagswahlkampf, wo wir gemerkt haben, dass alles, was sich um eine Transformation gedreht hat, immer sofort im zweiten Satz gesagt hat "Oh, das kostet ja was." Aber dass es einfach extrem viel kostet, wenn wir nichts tun oder wenn wir länger überlegen, das kam immer viel zu kurz. Also es wurde nicht ein Kostenvergleich von verschiedenen Zukunftsbildern gemacht, sondern es war immer "Wenn wir uns verändern wollen, kostet das Geld." Das war so ein bisschen das, was extrem frustrierend für mich war.

Und die dritte Motivation für die Zukunftsbilder war dieser Claim "Listen to The Science", der von Fridays for Future benutzt wurde, der grundsätzlich stimmt. Und ich glaube auch von den ursprünglichen Gedanken auch richtig gedacht war, aber er birgt die Gefahr dahingehend missverstanden zu werden, dass die Wissenschaft wüsste, was wir tun müssen und es einen ganz klaren Plan in den Schubladen der Wissenschaftler gibt, der einfach nur umgesetzt werden müsste und das ist nicht der Fall.

Es gibt große Übereinstimmungen, was wir nicht tun sollten, was wir vermeiden müssen bezüglich Klimawandel natürlich. Was aber jetzt tatsächlich die finale beste Lösung oder die beste Welt wäre, da unterscheiden sich wir Wissenschaftler doch. Das ist das, wo der wissenschaftliche Diskurs stattfindet. Und das ist eben auch nicht die Aufgabe der Wissenschaft, eine politische Agenda zu formulieren. Aber die Wissenschaft kann eben einen Raum bieten, innerhalb des Raums es Sinn macht zu diskutieren und über demokratische Prozesse zur Entscheidungsfindung zu kommen.

Zusammengefasst: Wissenschaft ist keine Politik, ist die Motivation sozusagen. Es gibt eine Möglichkeit im Raum, den wir haben, das klar zu kommunizieren. Die zweite Motivation war positive Geschichten zu erzählen und die dritte Motivation war, diese positiven Geschichten auch wirklich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stellen, so dass das wirklich Hand und Fuß hat, was da rauskommt. Und aus diesen 3 Strängen sind die Zukunftsbilder entstanden.

Und jetzt ist die Frage was ist denn jetzt eigentlich ein Zukunftsbild? Es gibt nicht nur ein Zukunftsbild, sondern insgesamt 4. Man kennt es vielleicht von den ganzen Klimaszenarien, wo man auch verschiedene Szenarien hat, von einer ganz, ganz schlimmen Welt. Und wie würde sich die Temperatur entwickeln, wenn man versucht, Paris einzuhalten? Und so ist es bei den Zukunftsbildern auch, nur statt von Szenarien, die wissenschaftlich eine gewisse Definition haben, sprechen wir von Zukunftsbildern, um ein bisschen freier, auch in der Interpretation und Ausgestaltung zu sein.

Und ein Zukunftsbild ist also eine Beschreibung einer möglichen Zukunft mittels Text und seit kurzer Zeit sind wir in Zusammenarbeit mit den Creatives for Future oder Leuten aus der Kreativwirtschaft, aus der Kunst, die versuchen, diese wissenschaftlichen Texte in ihrer Disziplin mit ihren Fähigkeiten auch nochmal umzusetzen. Dass es eben nicht nur ein wissenschaftliche Artikel ist oder eine Sammlung von wissenschaftlichen Artikeln, sondern ist eben auch ein Theaterstück geben wird demnächst, was auf den Zukunftsbildern basiert. Dass es Geschichten geben wird, die auf den Zukunftsbildern basieren. Und eben auch Illustration.

Genau und jetzt noch einen letzten Satz. Wir unterscheiden sich diese vier Zukunftsbilder? Sie unterscheiden sich ein bisschen in ihrem Narrativ, also wir müssen für jedes dieser Zukunftsbilder darüber berichten, was passiert ungefähr? Und wir haben drei positive Utopien entwickelt und eine Negative. Die drei positiven unterscheiden sich darin, dass in dem einen Fall es eher eine Top Down Transformation ist, also sprich die wichtigsten Entscheidungsträger:innen der Gesellschaft hören auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse und leiten darüber sinnvolle Schlüsse ab, und setzen sie dann auch ziemlich zügig um. Und die Bevölkerung trägt es mit.

Die zweite Geschichte ist der umgekehrte Weg: Die Leute beschäftigen sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen und verändern dementsprechend ihr Verhalten, was dazu führt, dass Entscheidungsträger:innen eben sich und auch ihr Verhalten ändern müssen, um wiedergewählt zu werden, damit ihre Produkte gekauft werden etc.

Und das dritte Zukunftsbild war die Überlegung naja, das sind beides sehr, sehr stark transformative Bilder. Wir versuchen auch eins zu machen, was möglichst wenig transformativ ist, aber trotzdem Paris einhält und die Nachhaltigkeitsziele der UN. Und da war dann die Idee zu sagen, wir lassen manche Sachen fix und dafür müssen wir aber um das auszugleichen, müssen wir an anderen Stellen dafür sehr krasse Veränderungen umsetzen. Um zu zeigen, wenn wir bestimmte Privilegien, die wir heutzutage haben, auch in Zukunft haben wollen, dann müssen wir auf andere Sachen sehr krass verzichten.

Das vierte und letzte Bild, und da haben wir lange darüber diskutiert, ob wir das überhaupt machen, weil keiner da drauf Lust hatte, war dann doch eben ein dystopisches Bild zu zeichnen, aber wir waren uns alle ziemlich schnell einig, dass wir eben nicht das worst case Szenario, also das schlimmste Klimaszenario, das heißt Kohlekraftwerke werden weiterhin wie blöde gebaut, beschreiben wollen, weil das so offensichtlich falsch ist, dass wir uns gedacht haben, das macht keinen Sinn, das nochmal zu wiederholen.

Stattdessen haben wir uns dann doch eben immer wieder geärgert (lacht) über irgendwelche Talkshows, die zu dem Thema gemacht wurden, wo dann irgendwer gesagt hat ja aber wir machen doch schon so viel und ja, aber wir haben doch dieses Jahr schon wieder eine Wachstumsrate von 10% in erneuerbaren Energien und es wird doch schon der Fleischkonsum ein bisschen reduziert, wo wir gesagt haben ja ok, was ist denn, wenn wir in diesen Wachstums- und Transformationsschritten oder Schrittgeschwindigkeit weiter machen, also wir uns jedes Jahr darüber freuen, dass es mehr Windkrafträder oder Solaranlagen gibt, es aber vorne und hinten nicht reicht, um bis 2040 eben komplett klimaneutral zu sein. Um das zu zeigen, was dann rauskommt, das entspricht grob einer drei Grad Welt, die dann da eben bei rauskommt. Und das ist sozusagen die vierte Geschichte.

Stefanie
Genau, du hattest jetzt gerade gesagt 2040, das heißt, diese Zukunftsbilder fokussieren jetzt alle auf dieses Jahr, verstehe ich das richtig? Und auf den Alltag dort, oder fokussiert ihr noch auf etwas anderes?

Friedrich Bohn
Genau ich habe 2040 gesagt, weil es einfach immer leichter ist, sich mit einem konkreten Datum Gedanken zu machen. Es ist jetzt für uns nicht essentiell, dass es 2040 sein muss, wenn es 2039 ist, ist es auch ok, und wenn es bis 2042 dauert, wir dann aber echt viel geschafft haben, ist es auch ok, also nicht festnageln auf das Ziel. Und manche Ziele, die wir haben, da ist es durchaus attraktiv, die auch früher hinzubekommen, Stichwort Co2 Neutralität schon 2035 zu schaffen, also natürlich, das hätte man dann auch 2040 geschafft, deswegen bitte nicht auf diese exakte Zahl festlegen.

Es ist einfach nur so, wenn man sich Transformationen in der Gesellschaft anschaut, bei vielen Sachen dauert es etwa 20 Jahre, bis sich sozusagen die Transformation komplett umgesetzt hat. Wenn man sich überlegt, vom allerersten Knochenhandy bis dahin alle haben ein Handy in der Bevölkerung, es ungefähr 20 Jahre dauert, oder Auto oder was auch immer, sich so vorstellen kann. Es ist uns total wichtig bei dem Projekt, zu zeigen, dass eigentlich eine Verhaltensänderung im Alltag wirklich einen Effekt hat.

Natürlich ist es so, wenn sich nur einer ändert, dann verändert sich natürlich relativ wenig. Aber wenn eben die Masse, alle ein bisschen was machen, dann ist es doch sehr, sehr viel. Und man hat eben durchaus an verschiedensten Stellen Möglichkeiten, wo man die Transformation unterstützen kann. Und die Idee ist bei uns eben, dass es also wir decken eben nicht nur Mobilität und Energieversorgung ab, sondern wirklich sehr, sehr breit eigentlich alle Aspekte der Gesellschaft, das heißt, in allen Bereichen der Gesellschaft ist man ja in seinem Alltag irgendwie involviert in der Mobilität, weil ich zur Arbeit muss, in der Ernährung, weil ich was essen muss, in der Gesundheit, weil ich mich um meine Gesundheit kümmere etc. pp., in der Kultur, weil ich mich irgendwo engagiere.

Trotzdem gibt es manche Sachen, die man nicht durch Verhaltensänderung in seinem Alltag ändern kann. Ich kann nicht als Privatbürger etwa sagen, ich fände es viel cooler, nur 9,00€ für den öffentlichen Nahverkehr zu zahlen, und dann zahle ich einmal im Monat 9,00€ und den Rest fahre ich schwarz, das funktioniert nicht, das ist halt etwas was Top Down passieren muss.

Deswegen es ist tatsächlich so, dass diese ganzen Bereiche, die wir in diesen Zukunftsbildern diskutieren und analysieren, dass wir immer einerseits mit dieser Alltagsperspektive, und wir machen das tatsächlich so, von dieser Alltagsperspektive schauen. Das betrifft dann jeden von uns und auf der anderen Seite aber eben von der, wir nennen das systemisch oder systemisch-wirtschaftliche Perspektive, wo man nur aktiv werden kann, wenn man in diesem Feld beruflich aktiv wird.

Also nur, wenn ich im Mobilitätsbereich verantwortlich bin für Nahverkehrsorganisationen kann ich da auch was tatsächlich in dem Konzept ändern, ich kann aber nicht die Nutzung ändern, weil das ist wiederum Alltag, und so haben wir das für alle Bereiche, so gut es ging, immer versucht, von zwei Seiten zu betrachten.

Stefanie
Und wer seid ihr alle und wie kann man denn bei diesem Projekt mitmachen? Also nicht auf der künstlerischen Seite, sondern auf eurer wissenschaftlichen Seite, was gibt es dafür Voraussetzungen?

Friedrich Bohn
Genau, also das Schreiben der Texte funktioniert ganz stark ausschließlich nach wissenschaftlichen Methoden, also sprich, es ist wie wenn man in der Wissenschaft einen Artikel schreiben will, muss man den Artikel entwickeln mit anderen Leuten, die sich darüber eben sehr gut auskennen, jegliche Argumente müssen mit Quellen belegt werden. Dann kommt dieser Text, dann wird er an andere Expert:innen gegeben, die den gegenlesen und kontrollieren, dagegen argumentieren und zwar ohne zu wissen, wer ihn geschrieben hat. Das ist das sogenannte Peer-Review-Verfahren. Dann kriegt man also diese Kritik wieder zurück, man muss als Autor wieder drauf antworten und den Text entsprechend anpassen.

Die Grundidee dahinter ist, den Text besser zu machen und weiterzuentwickeln, nicht ihn abzulehnen. Es gibt ein sogenanntes Editorial Board, also eine Gruppe, die diesen Prozess überwacht, dass beide Gruppen, also die, die dem Text Feedback geben, als auch die, die den schreiben, dass die sich a) fair behandeln und aber auch, dass die Antwort, die das Autorenteam macht, passt zu den Gegenargumenten, die die andere Seite hat, und nicht irgendwer sagt, wir sind dagegen, und wir lehnen diesen Kommentar ab, sondern dass sie wirklich auch begründen müssen, warum sie ihn ablehnen oder eben aufnehmen, und erst wenn dieser ganze Prozess abgeschlossen ist, gilt der Text als abgeschlossen von wissenschaftlicher Seite.

Um in diesem Prozess mitzumachen, muss man extrem vertraut sein mit der wissenschaftlichen Methode. Man muss jetzt nicht explizit aktuell wissenschaftlich aktiv sein, aber man muss dieses ganze Verfahren wirklich verstehen, weil wir nicht, also weil das sehr aufwendig ist, da jeden mit in seiner ganzen Vielfalt einzubringen, und auf der anderen Seite es bestimmt andere Seiten gibt oder andere Prozesse gibt, wo man mit seiner Expertise viel besser vielleicht aufgehoben ist. Also zum Beispiel haben wir ein Team, das sich durchaus viel um Sprache kümmert, das heißt in diesem Team geht es darum, einerseits ganz praktische Lektoratsarbeit zu machen bei den Texten, aber auch diese Texte durchaus auch etwas kreativer weiterzuentwickeln.

Es sollen demnächst auch Workshops stattfinden, wo die Texte wirklich kreativ, Kurzgeschichten etc. entwickelt werden können für diese Texte. Das heißt, wenn man gerne schreibt, dann wäre es sinnvoller, eher da sich einzubringen und dort kreativ mit den Texten zu arbeiten als jetzt mit der Entwicklung des wissenschaftlichen Fundaments. Auf der anderen Seite haben wir aber auch Illustratorinnen, die eben professionelle Illustratorinnen sind, die sich dann damit beschäftigen und versuchen, mit diesen Bildern ein Konzept zu entwickeln oder dass, damit sind sie grob fertig, ein Konzept zu entwickeln.

Wie diese Sachen dann illustratorisch aufgearbeitet werden, welche Farben werden benutzt, in welchen Anteilen, was sind Grundvoraussetzungen, damit die Illustration stimmt. Auch da wieder gibt es dann Feedbackprozesse und so weiter. Also da steckt sehr viel Know-How in den einzelnen Rädchen, wie alle ineinandergreifen dahinter, mit dem Ziel, das vielleicht richtig zu verstehen, mit dem Ziel, nicht alle überall zu beteiligen, sondern jeden dort zu beteiligen, wo er die größte Expertise hat, damit er dort, wo er am besten ist, auch wirklich dem Projekt dienen kann.

Stefanie
Und ihr habt ja auf eurer Webseite geschrieben, dass ihr mit den Artists und Creatives for Future schon zusammenarbeitet. Und wie kann ich mir das genau vorstellen, und was wünscht ihr euch denn da für eine Zusammenarbeit, und gibt es vielleicht schon konkrete Projekte?

Friedrich Bohn
Genau also was, wo ich gerade mega gespannt bin. Wir haben tatsächlich mit Theaterleuten vom Sommerblut Festival in Köln einen Antrag geschrieben, um ein Theaterstück zu den Zukunftsbildern zu machen, oder zu Teilaspekten der Zukunftsbilder. Die ganzen Zukunftsbilder sind natürlich viel zu umfangreich von der Komplexität, aber da Teilaspekte eben durch eine Theaterreise durch Köln umzusetzen, wir haben jetzt tatsächlich die Förderung bekommen, so dass, ich glaube, Ende September ist die Aufführung wird es einige Auftritte geben, wo es sozusagen ein Theater gibt, was aufbaut auf den Zukunftsbildern.

Und natürlich trotzdem auch da, also es ist vielleicht auch nochmal ein wichtiger Grund, Philosophie von diesem Projekt ist es nicht, dass die Wissenschaftler jetzt alles vorgeben und Wissenschaftlerinnen, sondern sie machen das, was sie können, Texte schreiben, die wissenschaftlich Hand und Fuß haben. Die Theaterleute auf der anderen Seite können gute Texte und Dramaturgien entwickeln. Das heißt, sie haben auch den Hut auf, was in diesen Texten am Ende steht, das ist sozusagen die künstlerische Freiheit, die da ganz wichtig ist.

Trotzdem ist die Hoffnung, diese Texte mit der Wissenschaft wiederum, auch da wieder Feedback einzusammeln, einerseits aufbauend auf den Text, den wir schon haben die ersten Drehbücher zu schreiben, aber jetzt ist es so, die ersten Texte bestehen, und sie geben uns jetzt diese Texte, damit wir Wissenschaftler:innen drauf schauen und gucken, ist das wissenschaftlich, was an Zahlen und etc. drin vorkommt, ist es okay, oder ist das zu krass übertrieben? Wenn wir der Ansicht sind, das ist zu krass übertrieben, dann sagen wir, es ist zu krass übertrieben und hoffen, dass dann die Regie sagt okay, dann versuche ich näher dran, ich kann die Dramaturgie an der Stelle auch anders erzeugen, aber diese letzte Entscheidung bleibt trotzdem bei der Regie und bei den Theaterleuten, wenn die sagen nee, wir wollen das so haben, dann dürfen sie das auch.

Aber bis jetzt gab es noch nie Streit, also man war eigentlich immer höchst daran interessiert, wirklich zusammenzukommen und das zusammen zu machen, dass das alle gut finden und in der Regel ist das, was am Ende dann durch solche Diskussionen rauskommt, auch für alle dann viel besser als das, was vorher da war.

Stefanie
Und sind die Zukunftsbilder jetzt eigentlich global betrachtet? Wir können ja jetzt eigentlich nicht für alle Kulturen auf der Welt diese Zukunftsbilder entwickeln, dann können wir uns ja gar nicht so rein versetzen. Und deswegen stelle ich mir das schwierig vor, also wie habt ihr euch das gedacht?

Friedrich Bohn
Ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Idee ist, sich primär auf den deutschsprachigen Raum, haben wir jetzt gesagt, uns zu beziehen, also sprich auch sozusagen Zentraleuropa oder Mitteleuropa. Weil die Konzepte, die wir da jetzt andiskutieren und entwickeln, nicht nur in Deutschland funktionieren, sondern auch in Österreich oder auch in den Beneluxstaaten theoretisch also, da ist der Unterschied einfach nicht so groß zu uns. In vielen Bereichen ist ja gerade bei Mobilität ist es ein bisschen schwierig (lacht).

Genau. Das ist die Idee, sich eben auf die Deutsche Gesellschaft, für die deutschsprachige Gesellschaft zu konzentrieren. Ein weiteres Argument warum, warum wir nicht explizit Deutschland sagen ist, dass es durchaus Überlegungen gibt, in den Bereichen, die sich mit Demokratie und gesellschaftliche Organisationen beschäftigten, durchaus auf den Raum lassen wollten, den Nationalstaat oder so zu hinterfragen, um da zu sagen ok, wie könnte man das eventuell auch auf europäischer Ebene anders zu organisieren. Etc., und da einfach diese Freiheit zu geben und nicht das, vor den Nationalstaatsgrenzen Stopp zu machen.

Auf der anderen Seite haben natürlich Sachen, die wir hier in Deutschland verändern, trotzdem Rückwirkungen auf den gesamten Planeten, und umgekehrt hat der gesamte Planet auch Rückwirkungen auf Deutschland, also das lässt sich nicht hundert Prozent trennen. Deswegen gibt es neben dieser Alltagsperspektive und der systemischen oder wirtschaftlichen Perspektive eine dritte, die ist ein bisschen einfacher, vom Umfang her einfacher, wo wir versuchen nochmal das alles zusammenzufassen und zu sagen, angenommen, der Rest der Welt würde spezifisch, natürlich kulturell spezifisch und entsprechend der eigenen lokalen Gegebenheiten ähnlich handeln, wie gesagt die konkreten Lösungen sind teilweise sehr sehr unterschiedlich, aber der Spirit wäre sozusagen der gleiche.

Wie würde sich denn dann der gesamte Planet entwickeln? Und darüber, diesen globalen Aspekt abzudecken. Trotzdem zieht das Projekt langsam Kreise. Eben auch in der Wissenschaftscommunity, wo jetzt der ein oder andere eben nicht deutschsprachig ist, weil die Sprache der Wissenschaft häufig englisch ist, eben die Leute auch aus anderen Ländern kommen und sagen es war eigentlich voll cool, das auch für mein Land oder für meine Regionen mal zu entwickeln, wo wir jetzt so ganz, ganz vorsichtig anfangen zu überlegen, wie können wir dieses Konzept auch nochmal für einen anderen Bereich machen? Eben, was weiß ich, Südeuropa also auch da. Italien, Spanien, Portugal das ist wahrscheinlich, da gibts, es gibt Synergien, oder die Unterschiede sind nicht so groß wie jetzt Italien und Norwegen, also da sind irgendwie Lösungen und Konzepte vielleicht auch anders, oder auch aus Europa raus zu gehen. Langfristig ist es schon ist der Wunsch aller.

Stefanie
Wo du jetzt gerade sowas ansprichst, was ist denn so der größte Wunsch? Die größte Vision, die ihr habt mit den Zukunftsbildern, also wenn ihr euch was wünschen könntet? Was wollt ihr mit den Zukunftsbildern bewirken?

Friedrich Bohn
Na ja, dass am Ende wir halt (lacht) nachhaltig leben alle auf diesem Planeten, der so schön ist. Ist im Prinzip wirklich so, also die Idee ist wirklich, das ist kein Projekt, das jetzt irgendwie für ein Jahr läuft und dann freuen wir uns alle, dass wir mal wieder ein Projekt vollgemacht haben und irgendwelche Sachen im Internet stehen, die nach zwei Jahren keiner mehr findet, sondern das ist wirklich so angelegt, dass dieses Projekt so lange läuft, bis wir wirklich die Kehrtwende, was Co2 Emissionen angeht, aber eben nicht nur die, sondern die ganzen Nachhaltigkeitsziele, also dazu gehört auch Gleichstellung der Geschlechter, Landnutzung sinnvoll zu organisieren etc. und erst wenn wir diese Nachhaltigkeitsziele erreicht haben und die planetaren Grenzen eingehalten werden, können wir sagen, die Arbeit ist getan, wir können uns zurückziehen.

Und vielleicht noch ein Gedanke dabei ist, oder was ich, und das gehört sozusagen auch zu diesem Wunsch mit dazu. Es ist so, dass die Inhalte natürlich jetzt wissenschaftlich erarbeitet werden. Aber: Wir Wissenschaftler:innen im Elfenbeinturm wissen auch nicht alles oder wissen vor allem nicht alles besser, sondern wir können einfach nur die Grundlage liefern, um Sachen sich zu überlegen, und es ist super wichtig für dieses Projekt. Und da sind wir grad noch am Entwickeln, wie wir das gut organisieren, Feedback aus, also von den Alltagsexpert:innen zu bekommen.

Ich kann das an einem kleinen Beispiel festmachen. Ich bin zu meinen Schwiegereltern aufs Dorf gefahren, und hab denen erzählt Hurra Zukunftsbilder und wir haben super tolle Visionen, wie wir Mobilität in Zukunft auch auf dem Land organisieren, und hab denen das vorgestellt, und die haben einfach nur mit dem Kopf geschüttelt und gesagt, das ist überhaupt nicht attraktiv für sie, das ist total blöd, es ist echt nicht spannend. Und haben mir dann erzählt, warum. Und dass es mit diesen ganzen selbstfahrenden Autos und selbstfahrendem öffentlichen Nahverkehr einfach echt unpraktisch ist, weil du dann trotzdem dauernd umsteigen musst, und dann kommen die nicht, ewig nicht, oder man muss warten. Und mit dem Auto ist das alles viel, viel schneller.

Und das Interessante war aber dann, dass die Diskussion, die sonst immer sehr schnell zu so einem Clash führen kann, über diese Frage wie wollen wir denn leben nach so einer Transformation die nachhaltig ist, weil prinzipiell gegen Nachhaltigkeit haben die wenigsten, also warum sollte man nicht nachhaltig leben wollen, ne? Da gibt es eigentlich keine Argumente dafür. Wünscht ihr euch denn eine nachhaltige Welt in eurem Alltag? Weil ihr könnt mir nicht sagen, dass ihr mit Freude jeden Tag 30 Minuten im November bei Sturm und Hagel in 30 Kilometer entfernte Einkaufszentren fahrt, das glaube ich euch nicht.

Wie gesagt, natürlich ist das nicht cool, also da waren wir auch dann wieder schon, und das war dieses interessante dann, dadurch, dass man versucht hat zu überlegen, wo wollen wir denn eigentlich hin, war die Diskussion ganz anders. Und dann stellte sich eben raus, dass es eigentlich viel schöner wäre, wenn es, wenn dieses Bedürfnis nach Mobilität abnehmen würde, sprich, wenn es wirklich diese Notwendigkeit gibt, ewig mit dem eigenen Auto umher fahren zu müssen, sondern wenn möglichst viele der Sachen, die man mobil erreichen muss, eigentlich wieder im Dorf stattfinden im Sinne eines kleinen Ladens oder so, also dass einfach gar nicht mehr das Bedürfnis besteht, groß durch die Gegend fahren zu müssen.

Und das fand ich total interessant, weil wir aus unserem Elfenbeinturm da erstmal nur an die neueste technische Idee mit selbstfahrenden Autos gedacht haben. Das war, das fand ich sehr cool und ich glaube, dass so oder so ähnlich noch ganz viele Schätze zu heben sind, die außerhalb des Elfenbeinturms liegen. Und da irgendwie ein konstruktives Miteinander zu entwickeln, das wäre so die andere schöne Aufgabe, die wir bei dem Projekt haben.

Stefanie
Also wie könnten denn die Hörer:innen sich an diesem Projekt beteiligen? Also wenn sie jetzt sagen, Zukunftsbilder klingt total toll, wie können Sie damit machen?

Friedrich Bohn
Es gibt sozusagen zwei Optionen wieder hier, die eine Sache wäre jetzt wirklich dieses, wo ist man Experte oder Expertin, und da zu gucken, ob es da irgendwie eine Andockstelle gibt, also wenn man Schriftsteller:in ist oder was auch immer, zu sagen ok, ich würde gerne die Texte schriftlich mitarbeiten, dann ist das einfachste, uns eine Mail zu schreiben an zukunftsbilder@posteo.de. Und dann kurz beschreiben, wer man ist, was man einbringen möchte, welche Talente, und dann müssen wir schauen, ob sozusagen dieses Talent gerade schon gebraucht, als ob schon die Andockstellen der anderen Teams schon so weit sind, oder ob es eben schon ein Team gibt, wo man sich mit eingliedern kann, das wäre die eine Option.

Und die andere ist eben diese, die ist als Lebensweltexpert:in Feedback zu geben, wie gesagt, da sind die Prozesse noch am Überlegen und beim Entwickeln. Da haben wir erste Testballons gemacht, die waren prinzipiell gut, lassen sich aber nicht hoch skalieren auf viele Leute, da müssen wir noch überlegen, wie wir das machen. Nichtsdestotrotz gibt es da aber eine Datenbank, wo man sich sozusagen schon eintragen kann. So dass man da, sobald da wieder irgendwelche Umfragen passieren, direkt angeschrieben wird. Da weiß ich den Link jetzt nicht auswendig, den würde ich dir einfach nochmal nachreichen.

Stefanie
Genau, den packen wir in die Shownotes.

Friedrich Bohn
Da würde man also, da ist momentan die Idee, also, dass man dann nur Teile der Texte oder Textaspekte zu den Themen, die einen interessieren, bekommt, oder auch Grafiken oder was auch immer, das müssen wir noch entwickeln, aber wo man dann relativ schnell und mit einem einfachen, wahrscheinlich Fragebogen in irgendeiner Art und Weise schnell Feedback geben kann. Und wo dieser Fragebogen aber auch einen sozusagen ein bisschen an die Hand nimmt, wie formuliert man dann wirklich ein Feedback, was dann den einzelnen Teams auch wirklich hilft, ihre Arbeit weiterzumachen, weil zu sagen finde ich doof - okay, aber damit kann man nicht weiterarbeiten. Oder so finde ich total schön - okay, das ist besser als das andere, aber auch damit kommt man nicht weiter, so, also warum findet man die Aspekte schön, da ist dann die nächste Frage.

Ich habe noch eine letzte, noch eine letzte strukturelle Sache nochmal, die ist mir gerade noch aufgefallen. Wir beschreiben die Zukunft im Jahr 2040 etwa, also in 20 Jahren, wie sieht die Zukunft aus, die wir uns wünschen? Der Grund, warum wir das machen, ist, um festzulegen, wo wir denn überhaupt hinwollen und in welcher Zeit, weil wenn wir das wissen, dann können wir nämlich zurückgehen auf heute und überlegen, mit welcher Geschwindigkeit, in welche Richtung müssen wir denn heute loslaufen, damit wir in etwa 20 Jahren dorthin kommen, wo wir hinwollen?

Und dann wird man nämlich sehr schnell feststellen, dass manche Sachen eben einfach immer noch zu langsam laufen, weil einem total klar ist, wenn ich in 20 Jahren dort sein will, dann kann ich nicht im Schneckentempo loslaufen, und das ist die Struktur, wie die Zukunftsbilder aufgebaut sind. Es gibt immer die Zukunftsvision, und daraus abgeleitet im zweiten Teil die Texte. Dann müssen wir aber in den nächsten 3,4 Jahren das das und das in dem und dem und dem Tempo umsetzen, damit das klappt und damit auch wieder wirklich eine konkrete Handlungsanweisungen zu haben für jeden für heute.

Stefanie
Ja, dann bedanke ich mich nochmal ganz herzlich, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast, und ich bin mir sicher, dass es viele Menschen inspiriert und viele Hörer:innen jetzt sagen, ja, Zukunftsbilder, da will ich mitmachen. Alle Links dazu findest du in den Shownotes, liebe Hörerin, lieber Hörer. Und dann noch einmal ganz herzlichen Dank an dich, Friedrich, dass du dabei warst. Es war ein schönes Gespräch.

Friedrich Bohn
Sehr gerne, es war mir eine Freude.

Links zur Folge

Projekt "Zukunftsbilder" der Scientists for Future
https://de.scientists4future.org/zukunftsbilder/

Fertiggestellte Zukunftsbilder
https://zenodo.org/communities/zukunftsbilder/

Zukunftsbilder mitgestalten
https://www.cognitoforms.com/DeniseErb/ZukunftsbilderMitgestalten

Die Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
https://stefanie-rueckert.de/unterstützen

Folge 267 - Im Gespräch mit Dr. Gregor Hagedorn über eine klimagerechte Zukunft

Ein Beitrag

Folge 267 - Im Gespräch mit Dr. Gregor Hagedorn über eine klimagerechte Zukunft

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie Ich freue mich sehr, dass ich heute wieder einen Gast habe im Podcast und zwar Doktor Gregor Hagedorn von den Scientists for Future und falls unsere Hörer·innen dich noch nicht kennen, würde ich dich einmal bitten, dich kurz vorzustellen.

Dr. Gregor Hagedorn Ich freue mich, hier zu sein bei dir. Ich bin Gregor Hagedorn, ich arbeite am Museum für Naturkunde in Berlin als Wissenschaftler zu Themen von Biodiversität, Nachhaltigkeit und Bio-Informatik, also Daten, Vernetzung und ja, ich habe vor 3 Jahren die Scientists for Future mit anderen zusammen gegründet. Ich habe damals rum gefragt, wir müssten doch was tun. Und dann entstand dort eine kleine Arbeitsgruppe.

Stefanie Und wir hatten vorab so ein bisschen per E-Mail ganz kurz hin und her geschrieben, und ich hatte mir einen Ted Talk von dir angeschaut, den ich auch verlinken werde, hier unter der Folge, und so hatte ich das Gefühl bekommen, es ist besser wir nehmen nochmal eine Podcastfolge auf, weil ich dachte das worüber wir uns unterhalten, wird die Hörer·innen auf jeden Fall auch interessieren.

Ich hatte mir 2 Passagen aus unserem E-Mail-Wechsel rausgeschrieben. Du hattest die Frage gestellt: "Wie kämpfen wir für bessere Welten, in denen nicht alles gut sein wird, sondern manches auch schlechter, unbequemer, weniger verfügbar als heute?" Und ich hatte ja vorher gesagt, ich möchte gerne Geschichten erzählen, positive Geschichten darüber, wie alles gut wird. Daraus ist das also so entstanden und da war so ein bisschen das "stimme ich dem zu, stimme ich dem nicht zu" und ich dachte daraus können wir gut ein Gespräch spinnen.

Also wäre die Frage ja wie könnte denn unser Alltag in einer klimagerechten Zukunft aussehen? Also was denkst du, weil du ja sagst, dass vieles oder manches auch eben schlechter werden kann? Also wie wird das dann aussehen?

Dr. Gregor Hagedorn Ich glaube, wir werden einen normalen Alltag mit einem guten Leben gestalten können. Der Alltag wird anders sein und er wird an einigen Stellen reicher seien, an einigen Stellen auch unbequemer. Das muss man meiner Ansicht nach eben auch einfach aussprechen. Er wird Gewohnheitsänderungen mit sich bringen und nicht alle Gewohnheiten, die wir haben, sind ja unbedingt gut.

Also wir wissen unsere Ernährungsgewohnheiten sind alles andere als gesund. Sie tragen nicht zu einem guten Leben bei. Mhm. Viele kämpfen damit auch mit Ernährungsgewohnheiten. Und wenn jetzt von außen irgendwie was kommt und gesagt wird ja, das geht halt jetzt nicht mehr so häufig, dieses momentane Lieblingsgericht, dann wird man sich umstellen und dann wird man neue Lieblingsgerichte finden.

Na also ein ganz typisches Beispiel ist der Fleischkonsum. Wir leben in der Welt derzeit mit 7,8 Milliarden Menschen. Das sind sehr viele. Diese 7,8 Milliarden werden, bis 2050 kann niemand genau sagen, aber schätzungsweise so zwischen 10 und 12 Milliarden Menschen werden, das heißt, wir packen da jetzt nochmal 50% drauf und das ist gar nicht so bedrohlich, wie das vielleicht klingt, weil das klingt so, als würde das explodieren, aber das ist tatsächlich schon eine Annäherung anstatt an mögliche Stabilität. Ganz klar: das kann schiefgehen mit der Bevölkerung, das kann im Bereich von 10 - 12 Milliarden Menschen auch gut gehen, dass sich das dort stabilisiert.

Wenn diese Menschen jetzt unsere derzeitigen Ernährungsgewohnheiten haben, dann können wir die Sache mit Klima, Biodiversitätsschutz, Erhaltung unseres Naturerbes komplett vergessen. Wenn die Menschen jetzt noch, was momentan ganz stark der Fall ist, wenn also viele Länder, die sich bisher anders ernährt haben, jetzt versuchen, sich so zu ernähren, wie sie das bei sich im Fernsehen, wenn sie Derrick oder andere deutsche Fernsehsendungen sehen oder Tatort, die sehen ja auch manchmal was modernes ne, sehen, wenn die das nachahmen wollen und wenn die den europäisch-amerikanischen Ernährungsstil aufnehmen wollen, dann führt das in die Katastrophe.

So wenn wir das jetzt gerecht verteilen, wenn wir die vorhandenen Flächen versuchen, besser zu nutzen. Wir brauchen Flächen für die Ernährung der Menschen, wir brauchen Flächen für die für die Erzeugung von Energie, also zum Beispiel Windkraft, Freiland, Solar und ähnliches. Wir brauchen sehr viel mehr Flächen als wir bisher haben für die Erhaltung der Biodiversität. Im Moment holzen wir immer noch die tropischen Wälder in einem atemberaubenden Tempo ab und zerstören das Menschheitserbe eben. Wenn wir diese Flächen umwidmen, dann kann das die einzige Lösung, die ich und viele Kolleg·innen kennen.

Und das bedeutet halt ja höchstens noch ein Viertel so viel Fleisch wie im Moment. Jetzt zum Lebensstil, was bedeutet das? Ja, ist das ist das ein trauriges Leben, wenn ich nur noch ein Viertel so viel Fleisch esse, die früher jetzt im Durchschnitt der Bevölkerung? Nein, würde ich nicht sagen, aber es ist vielleicht schon ein Leben, wo ich Lust auf Schnitzel hab und schade: heute nicht.

Aber das ist kein schlechtes Leben, das ist ein anderes Leben, das Leben mit Einschränkungen. Das gleiche gilt für Mobilität. Kein Mensch hat Lust, seine Kinder mit dem Elektro-Lastenrad im Regen zum Kindergarten zu bringen. Das Auto ist einfach besser, das Auto ist wasserdichter, es hat eine bessere Klimaanlage, es riecht vielleicht auch besser. Das fördert aber auch Herzkrankheiten natürlich nur, wenn man sich nicht bewegt, also das meine ich damit, dass man nicht einfach nur sagen kann, es wird alles bequemer, besser und alles ist verfügbar, aber wir werden mit ein bisschen kämpfen, ein Leben schaffen, wo wir sagen, da sind wir glücklich, da bin ich fest von überzeugt.

Links zur Folge

Raumschiff Erde – Tipps für die Besatzung | Gregor Hagedorn | TEDxUniPotsdam
https://yewtu.be/watch?v=fB3BLEsTBi0

Unsere Welt in Zahlen [EN]
https://ourworldindata.org/

350.org - Bewegung gegen Kohle, Öl und Gas
https://350.org/

Kurze Foliensätze und Screencast-Videos von Wissenschaftler*innen zu bestimmten Aspekten aus den Themenbereichen Klima, Biodiversität, Energiewende, Verkehrswende, und Sozio-ökologische Transformation.
https://de.scientists4future.org/s4f-spotlights/

Planetary Boundaries [EN]
https://invidious.sethforprivacy.com/watch?v=8Sl28fkrozE

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Folge 266 - Landreisen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Europa, nach Nordafrika und bis nach Iran

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Folge 266 - Landreisen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Europa, nach Nordafrika und bis nach Iran

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie Wir nehmen diese Folge gerade sehr spontan auf. Ich möchte Carsten nämlich hier vor laufender Kamera hätte ich fasst gesagt, vor laufendem Mikrofon von einem Buch erzählen, dass ich gerade gelesen habe und dieses Buch wurde mir von Andrea empfohlen. Also nochmal herzlichen Dank, Andrea!

Es handelt sich um das Buch „Landreisen - Reisen ohne Ziel“ von Richard Kaufmann, relativ neu aus 2021 erschienen, also letztes Jahr. Geschrieben wurde es 2020, also schon während der Pandemie und es ist anscheinend auch aufgrund der Pandemie nur entstanden, weil da die Zeit zur Verfügung stand und eben nicht gereist werden konnte. Und ich hatte dieses Buch schon länger auf meiner Leseliste und durch einen glücklichen Zufall konnte konnte ich es in der Zentralbibliothek ergattern lassen - quasi durch Carsten. Das war nämlich immer verliehen und es gibt nur dieses eine Exemplar bei uns in ganz Hamburg.

Das Buch ist relativ klein, ich würd sagen DIN A 6 Taschenbuchformat, knapp gut 200 Seiten umfasst es und was mir halt jetzt so während des Lesens stark aufgefallen, dass das eben aus der Perspektive eines weißen jungen Mannes, eines weißen, deutschen, jungen Mannes, also mitteleuropäischen Mannes geschrieben wurde.

Er nimmt darauf tatsächlich im Nachwort noch Bezug, allerdings hätte ich mir das wirklich während des Lesens schon öfter gewünscht, dass er da etwas reflektierter schreibt, weil ich jetzt mit dem, was ich jetzt alles weiß, doch irgendwie gedacht hab ok, das ist doch ziemlich unreflektiert wie er an all das rangeht. Und dann eben im Nachwort 2 Seiten schreibt er dann noch ja, er hätte das eben extra so gemacht, weil er das nicht schönreden will, dass er sich damals so verhalten hat. Und dann eben auch zeigen möchte, dass er Fehler gemacht hat und sich jetzt weiterentwickelt hat.

Das also vorab, falls dir das dann auch auffällt, wenn Du dieses Buch liest, lieber Hörer, liebe Hörerin. Ich denke, wenn du dich fürs langsame Reisen interessierst und auch das Buch „Slow Travel - die Kunst des langsamen Reisens“ von Dan Kieran schon gelesen hast, dann ist dieses Buch hier eine sehr gute Ergänzung. Allerdings fand ich tatsächlich „Slow Travel“ besser. Ich weiß aber nicht, ob das eben einfach nur dem geschuldet ist, dass Dan Kieran da schon viel darauf Bezug genommen hat, dass er eben auch mit eigenen Kindern reist.

Der Autor des Buches „Landreisen“, was ich hier in Händen halte, hat anscheinend noch keine Kinder. Zumindest kommen sie nicht vor und die meisten Reisen, die er unternommen hat und hier in diesem Buch schildert, hat er auch alleine als Single unternommen, später auf einer der Reisen, trifft er seine Frau. Seine, zumindest zum Stand des Buches, derzeitige Frau, mit der er dann weiterreist und auch beschreibt, wie er mit ihr reist. Allerdings macht das so ein Viertel des Ganzen aus, vorher ist er eben als junger, weißer Mann unterwegs und hat da eben auch ganz andere Erfahrungen gemacht, als jetzt ich zum Beispiel machen würde, oder People of Color machen würden oder, oder, oder?

Carsten Das heißt also, er ist quasi privilegiert. Und die Erfahrungen hängen stark mit seinen weißen, männlichen Privilegien zusammen und lassen sich so nicht auf alle Personen übertragen, die auch gerne Reisegelüste haben, aber vielleicht nicht dieser Privilegien.

Stefanie Ich würde sagen Jein. Ein klares Jein. Er beginnt mit einer Reise nach Marokko, die er als 19 Jähriger unternommen hat. Der Autor ist 1985 geboren, das heißt 19 da war es also 2004 war er da unterwegs und er beschreibt da halt schon recht naiv, wie er da nach Marokko gereist ist. Klar, dieses planlose, ziellose Reisen. Er hat dann seine Kreditkarte vergessen. Dann hat er nur hundert Euro zur Verfügung, womit er dann irgendwie nach Marokko reisen möchte. Und als er dann angekommen in dem Land ist, kann er halt sich in dieser Rolle als weißer, männlicher Mitteleuropäer frei bewegen, während schon alleine als weiße, deutsche oder mitteleuropäische Frau ich mich dann nicht frei bewegen könnte und so macht er halt ganz andere Erfahrungen als Menschen, die sich nicht diesem Bild zuordnen, machen würden.

Später reist er auch noch in den Iran und ist auch generell eben mehr so in diesem Raum unterwegs und überall dort, wo Frauen zumindest nicht so privilegiert sind und so auch eben die nicht diese Möglichkeit hätten, auf diese Art Erfahrungen zu machen. Andererseits wechseln diese Reiseberichte sich ab mit generellen Empfehlungen, die er ausspricht und die sind dann wiederum für alle, so, dass wir dafür an seinen Erfahrungen schon teilhaben können.

Ich nenne hier mal so 2-3 Beispiele, also ein Kapitel heißt, "Legen wir das Motiv des Urlaubs fest" und er hat da in diesem Kapitel eine sehr praktische, handfeste Tabelle integriert. Die er so aufteilt in "wieviel Zeit steht mir zur Verfügung?", "welches Reisemotiv habe ich?" und "In welcher Distanz sollte ich verreisen?" und so als ersten Punkt nennt er da diese obligatorischen 2 Wochen, die ich zur Verfügung habe.

Links zur Folge

Buch "Landreisen" von Richard Kaufmann
https://razelhanout.de/buch/landreisen-softcover/

Podcastfolge zum Buch "Slow Travel" von Dan Kieran
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-174-slow-travel-die-kunst-des-reisens

Die Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
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Folge 265 - Julia stiftet andere leidenschaftlich zum Gärtnern an

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Folge 265 - Julia stiftet andere leidenschaftlich zum Gärtnern an

Herzlich Willkommen zur Serie "Mitgliederporträt" im Experimentarium!

Ich möchte in dieser Serie Mitglieder vorstellen, die eigene Projekte ins Rollen gebracht / umgesetzt haben. Meine Intention ist es, Dir damit zu zeigen, was Einzelpersonen wie Du und ich für tolle Dinge bewegen können :-)

Diese Serie gibt es zunächst exklusiv im Experimentarium und wird dann später im Jahr auch im Podcast veröffentlicht.

Heute stelle ich Dir Julia vor, die durch ihren Garten ihre Verbindung zur Natur wiederentdeckt hat und nun leidenschaftlich andere zum Gärtnern anstiftet.

Julia erzählt in diesem Interview,

  • wie sie trotz fehlendem grünen Daumen zum Gärtnern gefunden hat,
  • was die ersten Schritte in ihrem Garten in 4 Jahren von der Brache hin zur Gemüsevielfalt waren,
  • wie das Gärtnern ihr geholfen hat, sich wieder mehr mit der Natur zu verbinden,
  • wie sie ihre Leidenschaft für das Gärtnern an andere weitergibt,
  • was ihre ersten Schritte waren, um sich über ihren Garten hinaus zu vernetzen und mit anderen zusammen aktiv zu werden,
  • wie sie es schafft langfristig aktiv zu bleiben.

Links zur Folge

Julias Instagram-Kanal
https://www.instagram.com/julihuelis.garten/

Gemeinschaftsgärten Vernetzung und Informationen
https://urbane-gaerten.de/

YouTube Kanal "Garten Gemüse Kiosk"
https://yewtu.be/channel/UCiHdV7w_NdHQqhw4MJJFfsg

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Folge 264 - Sommerpause, Zahl was Du willst & Hilfe gesucht

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Folge 264 - Sommerpause, Zahl was Du willst & Hilfe gesucht

Transkript der ersten 7 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Herzlich Willkommen zu dieser neuen Folge des Einfach Vegan Podcasts. Auch heute bin ich wieder allein. Carsten und ich haben versucht, am Wochenende eine Folge aufzunehmen, aber es war so heiß, dass wir uns nicht einmal konzentrieren konnten. Und wir müssen ja auch, um die Geräusche irgendwie ein bisschen auszusperren, die Nebengeräusche, alle Türen und Fenster zumachen, und das war einfach nicht aus haltbar.

Deswegen nehme ich jetzt die Folge alleine auf und es ist glücklicherweise kühler jetzt hier im Raum, so dass ich alles erzählen kann, was wir sonst gemeinsam erzählt hätten. Und zwar der wichtigste Punkt ist jetzt erstmal das dieser Podcast und damit auch ich für 6 Wochen in eine Sommerpause geht. Ich werde die kompletten Sommerferien unseres Kindes über einfach freinehmen und deswegen gibt es in diesen 6 Wochen auch keine neuen Folgen. Ich hätte jetzt vorarbeiten können und so den Podcast füllen, dass es dir gar nicht auffällt, dass ich in einer Pause bin. Aber ich habe es jetzt bewusst anders entschieden, denn ich denke, dass Pausen wichtig sind und dass es auch aushaltbar sein sollte, dass dieser Podcast mal für 6 Wochen pausiert und danach geht es dann wieder wie gewohnt weiter.

Wir hatten ja mal so ein 2 Wochen Rhythmus angedacht. Im Moment habe ich es dann doch geschafft, wöchentlich zu senden. Das kann sich wieder ändern, aber ich habe auf jeden Fall für nach der Sommerpause schon 3 Podcastfolgen vorbereitet, von daher ist da auf jeden Fall für Inhalt gesorgt.

Und ich werde im Experimentarium sporadisch anwesend sein, aber es kann halt dann auch mal sein, dass ich da einige Tage einfach nicht reinschaue, weil ich dann gerade mit anderen Dingen beschäftigt bin, aber ich werde auf jeden Fall mal ab und zu reinschauen. Und auch auf Mastodon meiner einzigen Social Media Präsenz, werde ich pausieren und nur so ab und zu mal reingucken.

Denn ich möchte wirklich diese 6 Wochen auch nutzen, mich mal auf was anderes zu konzentrieren. Das Kind und ich werden das 9€ Ticket nutzen und hier so ein bisschen im Umkreis von 2 Bahn Stunden uns bewegen und uns Städte anschauen und wir haben überlegt, dass wir nach veganen Eisdielen Ausschau halten oder Eisdielen, die veganes Eis mit Waffel im Angebot haben. Das ist so die Herausforderung: „Finde das vegane Eis mit veganer Waffel.“ Und auch generell vegane Restaurants in der Umgebung.

Wobei ich jetzt auch gemerkt hab, ich war am vergangenen Donnerstag bei der langen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens in Weimar und es war so heiß. Ich bin zwar da mit dem ICE hingefahren. und dann auch wieder zurück, aber selbst im ICE war es heiß und ich fand das sehr, sehr anstrengend, da überhaupt unterwegs zu sein. Als ich in Weimar war, dachte ich, ich verbrenne. Und ja, also da werden wir dann auf jeden Fall eher spontan unterwegs sein, wenn es nicht so heiß ist. Mein Körper schafft es nicht so gut mit diesen hohen Temperaturen umzugehen. Deswegen wird das alles eher spontan sein und vielleicht verbringen wir auch die ganzen 6 Wochen hier an unserem Badesee, wer weiß, mal gucken wie das sein wird.

Ich hatte jetzt im Experimentarium auch schon angefangen, so ein bisschen da zu dokumentieren was für Reisevorbereitungen ich getroffen habe und was es so für Möglichkeiten gibt, auch mit dem 9 Euro Ticket unterwegs zu sein und werde dann, wenn ich da noch weitere Entdeckungen mache, die auf jeden Fall dort auch teilen. Solltest du also Interesse an so etwas haben, komm gerne ins Experimentarium. Du bist herzlich willkommen. Es ist kostenlos.

Ich hatte noch versprochen, darüber zu sprechen, wie das jetzt mit der finanziellen oder auch nicht finanziellen Unterstützung von mir und meine Arbeit aussieht. Und zwar denke ich da schon wirklich länger drüber nach. Carsten und ich haben ja auch diese Folgen zum Thema Arbeit gemacht und ich würde sehr gerne Geben von Nehmen entkoppeln und habe jetzt für die nächsten 6 Monate, also den Rest des Jahres, ein Experiment gestartet, bei dem ich alles, was ich über meine Webseite stefanie-rueckert.de und nicht im Auftrag von anderen anbiete, kostenlos anbiete und du kannst dann was geben, wenn du möchtest, aber du musst es nicht. Das ist mein Versuch von Zahl was du willst oder Zahl was du kannst oder gib, was du kannst. Denn es geht nicht nur um Geld, also das ist natürlich auch super, wenn du Geld zahlst, ja.Sondern es gibt natürlich auch die Möglichkeit mir Zeit zu schenken.

Links zur Folge

Onlinekurs "Grüner leben - Schritt für Schritt"
https://stefanie-rueckert.de/grüner-leben-schritt-für-schritt

Die Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
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Folge 263 - Geschichten als Mittel gegen Mutlosigkeit und Trauma

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Folge 263 - Geschichten als Mittel gegen Mutlosigkeit und Trauma

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

Herzlich Willkommen zu dieser neuen Folge des Einfach Vegan Podcasts. Ich bin heute hier alleine, denn ich hatte gerade einen spontanen Impuls, dem ich nachkommen wollte, etwas, das ich mit dir als Hörer·in teilen möchte.

Und deswegen habe ich jetzt ganz spontan einfach die Gelegenheit genutzt und nehme das hier auf und sende das auch gleich nachdem ich das aufgenommen habe.

Vielleicht hast du das mitbekommen, ich beschäftige mich in letzter Zeit sehr viel damit, Geschichten über einen Alltag in einer klimagerechten Zukunft zu erzählen, nicht nur zu schreiben, sondern wirklich in allen möglichen Formen, Medien zu erzählen. Und das ist auch mit der Grund, warum ich das Experimentarium, also meine kostenlose Online Community, ins Leben gerufen habe. Damit wir dort einen sicheren Rahmen, einen sicheren Raum haben, in dem wir gemeinsam träumen können und gemeinsam uns gegenseitig Geschichten erzählen können, in welcher Form auch immer, gemalt, gesprochen, gezeichnet, gesungen, was auch immer dir einfällt.

Und ich habe für die Writers for Future jetzt gerade einen Workshop gehalten. Das war ein zweiteiliger Workshop, wo wir im ersten Teil am ersten Tag des Workshops in eine klimagerechte Zukunft gereist sind, eine Phantasiereise gemacht haben und dann in kleinen Gruppen zusammengekommen sind, um uns darüber auszutauschen, was wir gesehen haben und auch schon direkt erste Texte zu verfassen. Im zweiten Teil am zweiten Tag des Workshops, das ging jeweils immer anderthalb Stunden, wurden diese Texte dann lektoriert, also besprochen und technisch ein bisschen überarbeitet.

Es hat soweit auch sehr gut geklappt. Es gibt jetzt nächste Woche noch einen zweiten Durchlauf. Und in der nächsten Woche am 23.6. bin ich auch bei der langen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens in Weimar und gebe dort einen Workshop allerdings ohne Lektorat, sondern einfach nur die Fantasiereise und das Träumen erstmal. Und auch das erste Verfassen von Texten. Den gebe ich da vor Ort, das heißt, es ist wirklich nur für Menschen, die in Präsenz da sind und es gibt keine online Übertragung.

Aber du hast durchaus auch die Möglichkeit, wenn du jetzt spontan noch mitmachen möchtest, jetzt, an diesem Samstag, übermorgen am 18. Juni 2022 um 18:00 Uhr, biete ich diesen Workshop auch noch einmal online an über Big Blue Button und du kannst sehr gerne noch dabei sein. Wir sind bis jetzt eine kleine Gruppe und ich freue mich natürlich, wenn du dabei sein möchtest, dann schreib mir da einfach an post@vonherzenvegan.de und dann schicke ich dir die Zugangsdaten zu und Du kannst einfach kostenlos dabei sein am Samstag, das nur falls du spontan das noch machen möchtest, melde dich gerne bei mir.

Und jetzt? Warum ich diese Podcastfolge aufnehme? Ich hab gemerkt, ich war gestern auch nochmal bei einem Writers for Future Treffen dabei und hab da einfach zugehört wie über das Thema Paradising gesprochen wurde also quasi dass wir im religiösen Kontext eine Form von neuer Paradies Erzählung finden müssen, um eben diese Sehnsucht zu kreieren, dass wir dafür bereit sind, jetzt in unserem Alltag etwas zu ändern und diesen Gedanken hatte ich auch schon.Total spannend, dass es das jetzt auch noch irgendwie fachlich als Begriff gibt: Paradising.

Und in der Diskussion, die dann stattfand, habe ich gemerkt, dass ja viele doch immer noch in diesem „Ja aber“ verhaftet sind und irgendwie sich sorgen und viel auch in Rechtfertigung fest stecken, teilweise auch sehr viel Wut da ist, wie darüber gesprochen wird, über den Klimawandel und dann doch häufig dann in Mutlosigkeit feststecken und dadurch irgendwie nicht ins Handeln kommen und auch allgemein irgendwie eine Ratlosigkeit und Frustration herrscht darüber, wie wir denn jetzt am besten kommunizieren, damit die Menschen bereit sind zu handeln.

Etwas, was der Kommunikationsexperte Carel Mohn einmal in einem Vortrag gesagt hat, den ich letztes Jahr bei der Public Climate School angehört habe, ich verlinke den hier auch nochmal unter der Folge, war dass wir oft davon ausgehen, dass andere irgendwie weniger bereit sind, etwas zu verändern, als wir selbst. Wir sind schon bereit, was zu verändern, aber wir glauben andere sind weniger bereit dazu, oder wir trauen denen weniger zu, oder wir glauben, die verstehen das alles gar nicht, aber wir selbst, wir haben irgendwie mehr Bereitschaft und sind irgendwie besser auch teilweise, und das fand ich doch sehr spannend, weil ich das auch bei mir beobachten konnte, dass ich gedacht habe, ja, die anderen sind halt nicht so bereit dazu, irgendwas zu tun und ja, es ist nur eine Minderheit, die irgendwas tun will, aber wenn jetzt jede und jeder das über sich selbst und über andere denkt, dann merken wir halt, das kann gar nicht funktionieren, das passt ja überhaupt nicht zusammen. Und wenn ich das noch weiter interessiert, dieser Gedankengang, dann schau dir gerne diesen Vortrag an von Carel Mohn an. Ich fand das sehr spannend.

Und das heißt, wir können unseren Mitmenschen ruhig zutrauen, dass sie verstehen, wie ernst die Lage ist und dass sie auch bereit sind zu handeln, nur sind wir ja eben alle Menschen und Menschen menscheln und es kann halt total frustrierend sein in ja dieser Gegenwart zu leben und immer wieder prasseln neue Krisen auf mich ein und dann ist es, das hast du wahrscheinlich selber auch schon erlebt, irgendwann so, dass du vielleicht aufgibst oder das Gefühl von Mutlosigkeit macht sich in dir breit und du bist hilflos und deprimiert und weißt einfach nicht, wie du weitermachen sollst.

Und ich möchte dazu jetzt einmal einen Text aus dem Buch „Stell dir vor“ von Rob Hopkins zitieren: „Wir müssen bessere Geschichtenerzähler·innen werden, so dass wir anhand verschiedener Medien den Menschen ein Gefühl dafür vermitteln können, wie eine positive Zukunft klingen, schmecken, sich anfühlen und aussehen würde. Wir müssen Geschichten schaffen, in denen die Zukunft, die wir sehen wollen, alltäglich wird. Wir müssen Geschichten in dem Gefühl erzählen, dass allein sie zu erzählen, ein gewisses Maß an Unausweichlichkeit schafft, wodurch sie schließlich zur Realität werden. Aber auch in dem Gefühl, dass es für unseren eigenen Geist von großem Nutzen ist, sie laut auszusprechen, stellen sie doch ein starkes Gegenmittel gegen Mutlosigkeit und Trauma dar.

Wir müssen diese Geschichten in einer Vielzahl von Medien erzählen. In Filmen, Podcast, Zeichnungen, Graffiti- Kunst, Tanz, Theaterstücken, Romanen, Musik. Sie alle machen uns auf die eine oder andere Weise mit der Zukunft, die sie darstellen, vertraut. Wir müssen Geschichten auch dafür heranziehen, jene Zukunft zum Leben zu erwecken, die, wenn wir unser Verhalten nicht ändern, unausweichlich sein wird und auch dafür, Menschen dabei zu helfen,loszulassen und um die Dinge zu trauern, die wir gerade um uns herum verlieren.

Wir müssen bewusst ein Umfeld für Menschen schaffen, um diese Geschichten zu erzählen, zu teilen oder mitzugestalten. Räume, die gut moderiert sind und sich sicher und einladend anfühlen. Wir müssen sie in Menschen, in Figuren und Orten, die wir kennen, verankern. Unsere Geschichten müssen versuchen, unsere tiefen Erinnerungen anzusprechen, unser Knochengedächtnis, die Dinge, die die Menschen grundlegend bewegen und berühren, die wirklich mitschwingen. Sie müssen vom Foreshadowing Gebrauch machen und am wichtigsten: Wir müssen sie so oft wie möglich erzählen.

Jedes lebhafte und unerläßliche Gespräch mit unseren Mitmenschen über die Schwere und das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen wir und die Natur stehen, sollte auch einen Vorgeschmack enthalten auf das, was sein könnte, eine Geschichte über eine noch zu schaffende Zukunft. Jede Demonstration, die darauf abzielt, das Bewusstsein für die globalen Herausforderungen oder bestimmte Manifestationen dieser Herausforderung zu schärfen oder sich ihnen physisch in den Weg zu stellen, sollte ebenfalls eine Feier einer noch zu schaffenden Welt sein. Wenn diese Geschichten gekonnt und aus der Alltagserfahrung heraus erzählt werden, wird sich eine positive, verbundene, feierliche Zukunft geradezu unausweichlich anfühlen.“

Und das ist tatsächlich der Grund, warum es das Experimentarium gibt, weil ich für dich eine sichere Umgebung schaffen möchte, in der du träumen kannst, in der wir uns über diese positiven Geschichten austauschen können, in denen wir die Möglichkeit haben, sie zu entwickeln und uns gegenseitig zu erzählen. Und ich möchte dich auch noch mal ganz herzlich ins Experimentarium einladen. Es ist, wie gesagt, kostenlos. Du kannst gerne Geld geben. Dazu habe ich hier auch nochmal einen Link unter der Folge verlinkt wo du vorbeischauen kannst. Das ist aber kein Muss, du kannst einfach kostenlos dabei sein und ich freue mich, wenn du dich mit uns austauscht und Lust bekommst, Geschichten über einen klimagerechten Alltag zu erzählen und damit auch die eigene Mutlosigkeit bekämpfst, falls du sie denn hast.

Ich merke das jetzt immer wieder im Alltag, dass gerade diese Methode mir sehr hilft, zum Beispiel, wenn mich wieder irgendwas stört da draußen oder jetzt gerade auch über mir eine Familie eingezogen ist, mit 2 sehr kleinen Kindern und ich höre sehr oft Geschrei sowohl von den Eltern als auch von den Kindern. Dann stelle ich mir vor, wie die Zukunft oder der Alltag aussehen würde, in der die Kinder und die Eltern in Harmonie leben könnten. Natürlich wird es immer mal Streit geben und Kinder, vor allem sehr kleine, werden immer ihren Emotionen irgendwie Ausdruck verleihen. Und doch habe ich das Gefühl, dass wir einfach durch diesen ganzen Stress, in den wir uns begeben, durch vielerlei Dinge, das würde jetzt hier die Folge etwas sprengen durch all die Rahmenbedingungen, in denen wir gerade gesellschaftlich leben, Eltern extrem unter Druck stehen und dadurch vieles an ihren Kindern auslassen, was sie, wenn es andere Grundvoraussetzungen gebe, dann wahrscheinlich nicht tun würden und ich denke, das hat viel mit Heilung zu tun mit dem, was wir als Kinder erlebt haben, was unsere Eltern und Großeltern als Kinder oder generell erlebt haben.

Dass, wenn wir in einer Zukunft ankommen wollen, in der ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist, dann wird das auch ein Weg der Heilung sein. Wir werden uns viel mit uns selbst beschäftigen und vieles heilen müssen, was in uns kaputt gegangen ist, durch die Art und Weise, wie wir auf diesem Planeten leben und miteinander umgehen, das auf jeden Fall. Oder wenn es mich wieder nervt, dass da am Badesee nach einem schönen Tag am nächsten morgen alles zugemüllt ist. Dann schreibe ich eine Geschichte und überlege mir wie sieht der Alltag aus, in dem es völlig normal ist, achtsam mit meiner Mitwelt umzugehen und die Verbindung zur Natur wiederhergestellt ist und es vielleicht auch gar keinen Müll mehr gibt, weil es da so ist wie damals vor langer Zeit, im Mittelalter zum Beispiel, zumindest hier in Europa, dass Ressourcen wertgeschätzt wurden und in anderen Teilen der Welt ist teilweise immer noch so, je nachdem.

Ich kann dir hier auch wirklich nur aus meiner Perspektive berichten, und das ist ja auch wieder der Punkt. Deswegen brauchen wir so viele Geschichten wie möglich, so viele diverse Sichtweisen, weil ich ja einfach auch eingeschränkt bin in meiner Sichtweise. Ich kann nur aus meiner eigenen Perspektive erzählen und ich lerne von allen anderen, die aus anderen Perspektiven erzählen und lerne dann eben auch diese Perspektiven zu berücksichtigen und miteinzubeziehen und darüber nachzudenken, wie wir alle gemeinsam eben das schaffen können, ein gutes Leben zu führen.

Oder noch ein drittes Beispiel: das Kind ist morgens jetzt immer so müde und hat keine Lust, aufzustehen und zur Schule zu gehen und ich hab ihm jetzt angeboten, dass wirgemeinsam eine Geschichte erzählen und uns vorstellen „Was wäre, wenn es die Schulpflicht nicht gäbe hier bei uns in Deutschland? Wie würde dann der Alltag aussehen? Wie würde der Tag aussehen?“ Und da sind wir jetzt gerade noch dabei das Kind und ich darüber nachzudenken und das ist tatsächlich etwas, was mich persönlich dann aus dieser Hilflosigkeit rausholt und mir auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit gibt, wenn ich mich quasi da selbst rausschreiben kann oder selbst rauserzählen kann aus dieser Lage und mir vorstellen kann, davon träumen kann, wie es anders wäre.

natürlich, das ist mir ganz klar wird dadurch jetzt nicht durch ein Fingerschnipsen, sich die Welt ändern, das ist mir klar. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass das Träumen und das Trainieren unsere Vorstellungskraft uns helfen kann in dieser multiplen Krisensituation und allein das darüber sprechen und das durchdenken von Alternativen und Möglichkeiten und dieses ganz weit aufmachen und erst mal wirklich ausprobieren gedanklich was alles möglich wäre, dass das uns wirklich helfen kann. Letztlich schaffen wir das alles nur gemeinsam, nur im Austausch und ja, nur mit allen anderen gemeinsam in einer kleinen Gruppe, in einer größeren Gruppe, aber eben einfach nicht alleine und deswegen nochmal das Angebot: Komm ins Experimentarium, du bist da wirklich willkommen und da kannst du in diesem sicheren Rahmen mit uns über deine Träume sprechen, gemeinsam träumen und Dich fallen lassen und schauen nach Alternativen was ist alles möglich.

Und ich merke einfach, dass mir das hilft, dass ich durch diese Sichtweise aus meiner Hilflosigkeit und teilweise auch den deprimierenden Gedanken dann wieder rauskomme. Und es auch ein schönes Power-Up ist, das mich stärkt und mich einfach auch resilienter macht für den Alltag. Natürlich geht es nicht darum, dass wir immer alle glücklich sind und positiv denken und alles ist total Heititeiti - darum geht es überhaupt nicht. Gefühle sind dafür da um gefühlt zu werden und auch negative Gefühle haben ihren Platz, das ist ganz klar und ganz normal und gehört zum Leben dazu. Nur wenn die negativen Gefühle überhand nehmen und du quasi nur noch in diesem dunklen Loch versinkst -das ist ja auch ein Thema, was ich im Von Herzen Vegan Podcast in verschiedensten Versionen thematisiert habe - dann kann so eine gefühlte Strickleiter quasi schon helfen, um da wieder rauszukommen.

Und mir hilft es eben tatsächlich, diese Geschichten zu erzählen und immer wieder mich dazu anzuhalten, mich nicht darüber aufzuregen, wie der IST Zustand ist, sondern mir zu überlegen, wie denn der SOLL Zustand sein könnte. Und das also jetzt als Impuls für dich und vielleicht kannst du davon was mitnehmen. Und wie gesagt, ich freue mich, wenn du ins Experimentarium kommst und dort mit mir und den anderen weiter träumst und Dir einen Alltag in einer klimagerechten Zukunft vorstellst und/oder wenn du am Samstag mit dabei bist bei unserem kleinen Workshop anderthalb Stunden geht das. Von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr, online über Big Blue Button treffen wir uns da und reisen dann gemeinsam in die klimagerechte Zukunft und tauschen uns danach darüber aus, was wir gesehen haben. Und du bist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Du findest alle Informationen hier unter der Folge oder in den Shownotes und ja, dann freu ich mich, wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist.

Links zur Folge

Paradising - Wie wir eine alte Vorstellung für die Zukunft zurückerobern wollen
https://www.umkehr-zum-leben.de/asa/paradising/

Vortrag von Carel Mohn "Do's and Dont's der Klimakommunikation"
https://yewtu.be/watch?v=sV6GTd7Ny2U

Workshop "Mein Alltag in einer klimagerechten Zukunft"
https://stefanie-rueckert.de/kurs/workshop-mein-alltag-in-einer-klimagerechten-zukunft

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Folge 262 - Öfter mal die Sau raus lassen von Dr. Markus Keller und Annette Sabersky

Ein Beitrag

Folge 262 - Öfter mal die Sau raus lassen von Dr. Markus Keller und Annette Sabersky

Transkript (Von einer·m freundlichen Podcasthörer·in Korrektur gelesen)

Stefanie: Auch in dieser Folge besprechen wir mal wieder ein Buch. Wir haben momentan eine große Buchschwemme.

Carsten: Eine richtige Serie?

Stefanie: Genau nur Bücher werden besprochen, in den ganzen Folgen. Es werden auch noch Bücher folgen.

Carsten: Hat aber den Vorteil: die Bücher stehen dann ja in unserer Wanderbibliothek jedem kostenlos zur Verfügung.

Stefanie: Genau also natürlich das mit dem Porto regeln die Menschen dann unter sich. Das ist etwas, was wir dann nicht übernehmen. Aber die Bücher sind einfach da und können dann von vielen Menschen gelesen werden.

So Carsten hat es schon so ein bisschen angeteasert im Intro, wie das Buch dann heißt. Denn es heißt „Öfter mal die Sau rauslassen“ und geschrieben haben es Dr. Markus Keller und Annette Sabersky. Und Dr. Markus Keller kennst du vielleicht schon aus verschiedensten Publikationen und er hat ja auch die beiden Studien ins Leben gerufen und geleitet, also die Vechi Studie und die Vechi Youth Studie, an der wir auch teilgenommen haben beziehungsweise das Kind teilgenommen hat. Es geht da sehr viel um gesundheitliche Aspekte einer rein pflanzlichen Ernährung im Vergleich zu anderen Ernährungsformen.

Und dieses Buch hat auch noch einen Untertitel: „Wie wir mit pflanzenbasierter Ernährung ganz entspannt gesünder leben und das Klima retten.“ Dann gibt es da noch einen Text drauf: „Endlich Klartext zu allen relevanten Ernährungs- und Umweltstudien“.

Das Buch ist jetzt gerade erst erschienen und ich hatte angefragt, ob ich ein Rezensionsexemplar haben kann und habe das dann auch zugeschickt bekommen vom Ulmer-Verlag. Also auch dieses Buch ist uns kostenlos zur Verfügung gestellt worden und wandert nach dieser Folge in die Wanderbibliothek ins Experimentarium, sowie Carsten eben schon erwähnte, dass du dann da Zugriff auf dieses Buch hast.

Ich hab das Buch nicht gelesen, ich hab da so n bisschen rein geblättert, aber Ernährung, alles was so in Richtung Gesundheit geht und stark in diese ganzen Details ist eher Carstens Metier. Deswegen habe ich ihm gleich das Buch hingeschoben als es ankam. Es hat ein bisschen gedauert bis Carsten Zeit hatte das zu lesen, weil er ja auch noch jede Menge andere Bücher liest und außerdem eben nicht den ganzen Tag Zeit hat zu lesen. Aber jetzt hat ers gelesen und jetzt interessiert mich natürlich was sagst du denn dazu?

Carsten: Also Quintessenz ist, pflanzenbasierte Ernährung ist gesund, kann gesund sein. Spaß beiseite, es gibt ganz, ganz viel, was in diesem Buch beschrieben wird und das Buch hat mich auch wirklich überrascht und zwar ist dieser Fokus, den ich ursprünglich angenommen hatte und da, wo du jetzt gerade so ein bisschen hingelenkt hast, so auf dieses Gesundheitliche, das ist gar nicht so der Hauptfokus oder nicht der ausschließliche.

Dr. Markus Keller, den kenn ich tatsächlich mit seinen Publikationen doch schon mehr so aus diesem gesundheitlichen Bereich, ich weiß nicht wo überall veröffentlicht, aber da, wo ich ihn jetzt bisher gelesen und wahrgenommen hatte, hat er immer in diesem Kontext Gesundheit agiert. Das hatte ich auch gedacht, dass das jetzt so der einzige Fokus dieses Buches sein wird.

Das Buch fängt da auch mit. Er geht ganz klar auf diese gesundheitlichen Aspekte ein, bleibt aber glücklicherweise nicht dort stehen und das ist das, was mich wirklich überrascht hat. Er geht sehr gut in die Tiefe, auch in den Bereich ökologische Auswirkungen, also Klimaschutz, aber auch in den Bereich der ethischen Themen, sowohl was, ich sage jetzt mal so den Aspekt der menschlichen Ausbeutung betrifft. Die Benachteiligung indigener Völker etc spricht er ganz klar und deutlich an und er macht auch keinen Halt vor der ethischen Dimension. Was wir den Tieren dort im Moment an Leid und Qual abfordern, und das ist etwas, was, wie gesagt, ich wiederhole mich, mich überrascht hat, das in diesem Buch vorzufinden und dass tatsächlich das, was er am Anfang auf dem Titelbild mit endlich Klartext ankündigt, stimmt.

Ich muss sagen, es gibt ja auch so den einen oder anderen Abschnitt, wo ich denke, da müsste man sogar eine Trigger Warnung mit reinbringen, weil er da halt in den Bereich der Tierausbeutung schon recht deutlich wird.

Stefanie: OK.

Carsten: Es trifft jetzt glücklicherweise nicht das gesamte Buch, es ist ansonsten relativ leicht geschrieben. Es wendet sich jetzt auch nicht an Personen, die schon vegan leben, sondern an Personen, die offen sind für eine vegane Ernährungsweise. Gar nicht mal die vegane Lebensweise, sondern vegane Ernährungsweise oder Personen, die vegan lebende Menschen im Umfeld haben und dann einfach mehr darüber wissen wollen. Für die ist dieses Buch geschrieben und dementsprechend auch relativ leicht im Einstieg. Aber wie gesagt, er geht halt schon auch, ja klartextmäßig in die anderen Bereiche rein und nimmt auch kein Blatt vor den Mund.

Stefanie Okay, also du hast es jetzt gerade schon angesprochen, für wen das Buch ist. Es eignet sich also auch dafür, dass ich es jetzt zum Beispiel eben, wenn ich schon vegan lebe, Menschen in meinem Umfeld schenke, wie irgendwie den Eltern, oder Partner·innen oder Bekannten, Verwandten oder so, damit die mich besser verstehen.

Carsten Richtig. Also, ich hatte ja ganz am Anfang schon den Impuls: Oh, das Buch ist ideal für meine Eltern, um so ein bisschen mehr Kontext mit reinzubringen.

Stefanie Sorry, kommt doch nicht in die Wanderbibliothek.

Carsten Ja, dafür ist es tatsächlich geeignet, um noch viel Fakten mit reinzubringen. Was ich allerdings dazusagen muss: Das Buch ist jetzt nicht gerade dünn. Also es sind ungefähr 300 Seiten, dann kommen noch ein paar Tipps und Tricks, wie man dann tatsächlich in diese vegane Ernährung mit reingehen kann, wie man das umsetzen kann. Aber es ist schon sehr doch faktenreich, also das Zielpublikum muss schon eine Bereitschaft haben, sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Es gibt Bücher, die sind noch faktenreicher. Also ich finde jetzt zum Beispiel, dass das, was wir von Niko Rittenau gelesen haben, nochmal ein Stückchen mehr auf Fakten basiert. Also er stellt dann die Fakten mehr in den Vordergrund. Das ist bei dem Buch von Dr. Markus Keller und Annette Sabersky jetzt nicht so der Fall.

Aber nichtsdestotrotz beruft er sich eben schon auf Studien und da muss man auch so ein bisschen offen für sein. Also das liegt ja nicht jedem, dann immer mit den neuesten wissenschaftlichen und Studien-Erkenntnissen konfrontiert zu werden. Aber es hilft auch, weil er mit bestimmten Mythen aufräumt. Gerade da, wo vielleicht auch ältere Studien hinzugezogen werden und auch von vegan-kritischer Seite immer wieder zitiert werden, bezieht er Stellung und sagt: Die sind relativ alt. Damals gab es bestimmte Informationen oder Kenntnisse noch nicht, sei es jetzt bei denjenigen, wo die Studienobjekte waren. Oder auch generell, dass das Wissen noch nicht so weit verbreitet war. Das stellt er gerade. Er erklärt aber auch nochmal, was für unterschiedliche Studientypen es gibt, wie stark die überhaupt vertrauenswürdig sind oder wieviel man aus bestimmten Studienkontexten eigentlich ableiten kann.

Also da geht es so ein bisschen um einen theoretischen Hintergrund, damit der Leser, die Leserin dann auch besser versteht: Wie könnte ich denn mit Studienergebnissen umgehen und was ist vielleicht tendenziös, wo greift vielleicht in den Medien der eine oder andere Reporter oder Reporterin bestimmte Facetten aus einer Studie raus und zerrt die in einen ganz anderen Kontext? Auch das ist so ein bisschen was, wo er mit reingeht und da muss man schon so offen sein um sowas dann auch lesen zu wollen. Aber ansonsten ist es relativ praxisnah geschrieben.

Stefanie Und ich hatte jetzt in meinem letzten Bildungsurlaub eben Personen, die Angst davor hatten, dass sie, wenn sie sich pflanzlich ernähren, dann nicht alle Nährstoffe bekommen und hatte das Buch auch ausgelegt. Da ich es ja jetzt selber noch nicht gelesen hatte, wusste ich jetzt nicht: Ist es dafür geeignet? Also wenn ich jetzt sage: Ok, ich möchte mich eigentlich pflanzenbasierter ernähren, sagen wir mal erstmal aus Nachhaltigkeitsgründen. Und hab aber irgendwie Sorge, dass ich dann nicht alle Nährstoffe bekomme, ist es dann dafür geeignet?

Carsten Ja, es ist geeignet, als sehr brauchbarer Einstieg. Ich versuche mich jetzt gerade so von den Begriffen her ein bisschen moderater auszudrücken. Dieses Buch geht jetzt nicht mit der Zielsetzung hin, alle Menschen komplett in die vegane Ernährung zu überführen. Der Ansatz ist schon: Reduziert euren Konsum an tierischen Produkten, werdet mindestens vegetarisch, so übersetze ich jetzt mal, das liest sich jetzt nicht direkt hier aus diesem Buch, aber das ist so mein Eindruck, also, es geht schon klar in die Richtung „Reduziert, wo ihr könnt.“, und geht aber schon den Schritt weiter und sagt: „Ihr könnt aber auch komplett plant based leben, das schadet euch nicht, das wird euch sogar gut tun.“

Also das stellt er schon klar im Rahmen des Buches, dass diese pflanzenbasierte Ernährungsweise einfach massive Vorteile bietet, auch im persönlichen Bereich eben auf gesundheitlicher Ebene, und diese Hilfestellungen, die er dann im Buch gibt, die richten sich quasi an alle Personen: Leute, die erstmal so ein bisschen reinschnuppern wollen und auch genau diese Angst haben: „Oh, wo kriege ich jetzt meine Nährstoffe her?“ Skizziert er dann teilweise auch aus seiner persönlichen Lebensweise. Er bringt auch seine eigene persönliche Erfahrung mit rein, wie er selber vegetarisch und vegan geworden ist und das hilft natürlich dann beim Lesen schon, diesen Überschlag für sich selber zu bekommen.

Wo stehe ich jetzt gerade in meinem eigenen Leben? Wie viele Fleischprodukte esse ich zum Beispiel oder tierische Produkte und wie gehen andere Menschen damit um? Das ist quasi schon so eine relativ große Hilfestellung, gepaart mit den Informationen, die er eben aus diesen Studienlagen rausnimmt, die eben genau diese Sicherheit geben: Pass mal auf, wenn du es ordentlich machst und jetzt nicht irgendwie nur von Cola und Pommes lebst, dann hast du auch nicht das Problem mit deinem Nährstoffen irgendwo zu kurz zu kommen, aber du musst halt so bestimmte Grundregeln einfach kennen.

Die sind aber, das füge ich jetzt mal hinzu, ja nicht originär vegan, sondern betreffen ja eigentlich alle Menschen, die den Anspruch haben, sich gesund zu ernähren, da gehört einfach ein Minimum an Interesse dazu, dass man einfach mal guckt, was isst man – oder mensch – ich muss das mal anders formulieren: Was isst mensch denn da eigentlich den ganzen Tag und und wie muss man vielleicht bestimmte Lebensmittel auch kombinieren?

Stefanie Ja, da kann ich nochmal kurz einfügen, das hatte ich nämlich tatsächlich bei unserer Rezension zu dem Hofkollektiv Wieserhoisl vergessen zu sagen, dass – also das ist jetzt eine thematische Klammer, die ich hier gerade aufmache – dass das ganze Buch wirklich total konsequent geschrieben ist, also dass da „man“ mit „mensch“ ersetzt wird und das hatte mich während des Lesens tatsächlich beeindruckt, dass es funktionieren kann und das hat mich auch nicht gestört. Stört dich das jetzt, wenn du das liest?

Carsten Überhaupt nicht. Das ist mir auch aufgefallen im Positiven. Und jetzt gerade stolper ich darauf, dass ich das für mich noch gar nicht so verinnerlicht habe, obwohl ich eigentlich den Anspruch habe, aber im Alltag verliert man sich ja.

Stefanie Genau, und ich bin da auch noch nicht so weit, ich versuche das auch zu machen, und wir versuchen jetzt das natürlich in Zukunft auch weiter zu machen, deswegen, das nur als Erklärung, hat

Carsten gerade „man“ durch „mensch“ ersetzt. Und, doch „man“ durch „mensch“.

Carsten Ja, hab ich. Einmal hab ichs gemerkt.

Stefanie Ja, genau, ich war gerade irgendwie durcheinander. Genau, also jedenfalls, das ist der Hintergrund dazu und vielleicht auch nochmal als Ergänzung zu dem Buch vom Hofkollektiv Wieserhoisl, Klammer zu. Zurück zum Buch: Also ich hatte ja schon ein bisschen darin geblättert und so ein paar Kapitel gelesen und was mich natürlich immer interessiert, ist das Thema Übergewicht. Da sagt Dr. Markus Keller halt in der Überschrift schon „Übergewicht: Pflanzenkost hält schlank“. Das ist aus meiner Sicht sehr eindimensional gedacht, denn klar, also es geht ja darum, dass du dich vollwert usw. whole food tralala so ernährst. Trotzdem ist halt schlank wieder so ein Ideal. Also, es gibt halt einfach auch dicke Menschen, die gesund sind und sich vollwertig ernähren. Und die sind halt einfach dick, aber gesund. Also auch das gibt es und deswegen dieses Ideal wieder zu sehen, dass jegliches Übergewicht, egal in welcher Form, etwas Negatives ist und du dann das eben als Krankheit ansehen musst. Das finde ich einfach nicht gut, aber das ist in diesem Buch halt auch wieder so dargestellt. Und klar, es gibt krankhaftes Übergewicht, und es gibt Menschen, die dick sind und krank, auch das gibt es auf jeden Fall, das streite ich auch überhaupt nicht ab. Ich möchte nur dazu sagen, dass es eben auch Menschen gibt, die dick sind und gesund.

Carsten Ein Aspekt, der mich sehr gefreut hat, war die Person Dr. Markus Keller durch seine Schilderung, die er in dieses Buch einfließen lässt, so ein bisschen besser kennenzulernen. Und erfreulicherweise hatte ich ihn dann tatsächlich so als kleinen Radikalinski wahrgenommen, der damals schon sehr umtriebig war in der Phase, wo er tatsächlich seinen tierischen Konsum hinterfragt hat und da auch aktivistisch unterwegs war. Ich kannte seine Biografie bisher noch gar nicht, obwohl mir im Rahmen seine wissenschaftlichen Ausarbeitung schon bekannt ist.

Ich glaube, das geht vielen Menschen so, die sich mit dem veganen Leben auseinandersetzen. Da kennt man so seine bekannten Personen, die so im veganen Umfeld präsent sind und da gehört Dr. Markus Keller eben mit dazu. Dass er aber so einen umtriebigen Lebensweg hatte, ja, der ihn so in diese aktivistische Ecke auch geleitet hat, das fand ich gut, dass hat ihm so ein bisschen Charme verliehen und ich denke, hey, der Mann guckt jetzt nicht ausschließlich so auf das Wissenschaftliche, sondern der versteht auch den ethischen Kontext. Und das ist tatsächlich etwas, wo ich dann auch beim Lesen im Nachgang festgestellt habe, es muss ihm wahrscheinlich, das ist meine Vermutung, es muss ihm wahrscheinlich auch schwer gefallen sein, diesen competischen ethischen Hintergrund so kurz und knackig in dieses Buch mit reinzubringen. Aufgrund seiner Biografie würde ich nämlich denken, dass das noch ein sehr vorherrschendes Thema bei ihm ist, also eine ganz große Triebkraft, die ihn dazu bringt, genau das zu tun, was er heute beruflich macht.

Und jetzt den Fokus in diesem Buch schon als Einstieg auf das Gesundheitliche zu nehmen … weiß ich nicht … jemand, der ethisch motiviert ist. Ich würde mich da immer so ein bisschen unwohl fühlen, genau das, die Triebkraft, die ich selber verspüre ganz bewusst eher hintenanstellen zu müssen, weil ich weiß, das klingt vielleicht auch verschreckend für Menschen, die das erste Mal mit dem Thema in Kontakt kommen.

Stefanie Gibt es denn eine Personengruppe oder eine Zielgruppe, wo du sagen würdest, für die ist das Buch nicht geeignet?

Carsten Ja, stimmt, ich würde sagen für Personen wie wir, die schon längere Zeit vegan leben, also nicht nur vegan essen, sondern auch vegan leben, die auch den ethischen Hintergrund kennen, die aber auch die Gesamtkonsequenzen dessen kennen, was so mit dem Verbrauch von Tieren mit einhergeht. Für die ist dieses Buch jetzt nichts Neues. Also ich hab da tatsächlich keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse daraus gewonnen. Das ist ein Potpourri von Dingen, die in anderen Büchern, Kontexten, generellen Medien schon irgendwo existieren. Hier sind sie nochmal punktgenau zusammengetragen worden, aber wie gesagt, das ist nichts Neues. Also, wenn du, liebe Hörerin, lieber Hörer, meinst, du bist du eigentlich schon sattelfest, du kennst dich aus, was einmal die vegane Ernährung an sich betrifft, hast jetzt auch nicht den Eindruck, dass du dich komplett ungesund ernährst und bist darüber hinaus eben auch mit den ethischen und ökologischen Auswirkungen betraut, dann wird dieses Buch Dir wahrscheinlich auch nichts oder nur sehr wenig an neuen Erkenntnissen schenken können.

Stefanie Also zwei Dinge: Sattelfest, damit meinst du natürlich auf dem Fahrradsattel sattelfest?

Carsten Ja, natürlich.

Stefanie Genau, also nur um das jetzt in den richtigen …

Carsten Wir sitzen auf keinen Tieren.

Stefanie … den richtigen Kontext zu bringen. Und auch nicht motorisiert im Sinne von „wir verbrauchen jetzt sehr viel und so, produzieren Abgase“ und sowas.

Carsten Nein, „ich strampel mich ab“-Fahrrad meine ich damit, ja.

Stefanie Genau so und das andere ist: Es hört sich für mich so an, als wäre das Buch was, wenn jetzt Menschen kommen und sagen: „Ja, aber der Regenwald, Soja“, oder was auch immer, dass ich denen das Buch in die Hand drücken kann und sagen kann: „Hier, ja, aber, kriegst du hier erklärt.“ Ist das so?

Carsten Ja, es ist so, die Fragestellung ist anders, also es gibt andere Bücher, die explizit diese Fragen aufgreifen und dann direkt Antworten drauf geben. Hier ist es ein bisschen indirekter. Dieses Buch ist tatsächlich:„Hier, nimm und hier hast du Informationen und verstehst vielleicht meine jetzige Sichtweise“. Also ich als vegan lebender Mensch könnte mit diesem Buch jemanden, der mich noch nicht vollständig versteht, eine Hilfestellung an die Hand geben und sagen: „Hier hast du im Grunde genommen einen Überflug über all das, was mich bewegt. Lies es durch, dann können wir bei einzelnen Themen noch danach reden.“

Stefanie Erst lesen, dann reden, das ist so „read the feep“-Manual.

Carsten Ja genau, das ist tatsächlich so ein Manual und du kannst bei den einzelnen Themen natürlich beliebig in die Tiefe gehen. Das ist hier relativ nah an der Oberfläche, aber jetzt nicht ganz banal, also das ist, was ich vorhin schon sagte in zwei, drei Abschnitten eben Trigger-Warnung was diesen ethischen Bereich betrifft, da ist es schon Klartext, aber es ist tatsächlich dafür gedacht: „Hier, nimm in die Hand, lies und verstehe mich besser.“

Stefanie Und andererseits, wenn ich jetzt eben denke: „Ok, ich lebe noch nicht vegan, vielleicht vegetarisch, aber vielleicht esse ich halt auch noch Fleisch.“ Dann wäre dieses Buch also auch ein guter Einstieg für mich.

Carsten Ja, genau weil es auch da in die Richtung reingeht zu offenbaren, was für eine Auswirkung überhaupt die Nutzung der tierlichen Ressourcen mit sich bringt, das ist ja durch reine vegetarische Lebensweise trotzdem noch ein Problem.

Stefanie Genau ja.

Carsten Häufig ja auch gar nicht im Bewusstsein der Menschen, die sich vegetarisch ernähren. Und dementsprechend ist das hier auch ein ganz guter Ansatzpunkt, auch solchen Leuten mit diesem Buch nochmal eine Hilfestellung zu geben, um das Verständnis für die eigene Lebensweise ein bisschen zu verschärfen.

Stefanie Also sowohl ökologisch als auch ethisch eben ein Problem, vegetarisch.

Carsten Richtig, genau.

Stefanie Also beides ist ein Problem. Ok, du hattest jetzt gesagt, du wolltest nochmal einmal durch das Inhaltsverzeichnis durchgehen.

Carsten Ja, genau, ich würde einfach nochmal ein bisschen vorlesen, was denn tatsächlich Inhalt des Buches im Konkreten ist. Schön finde ich, dass quasi im Rahmen des Vorworts tatsächlich nochmal ein Abschnitt drinsteht: „Für die Zukunft unserer Kinder und unseres Planeten“. Damit ist eigentlich der Kontext schon relativ gut umrissen. Es geht hier nicht einfach nur um die Tiere oder um die eigene Gesundheit, sondern da steckt halt deutlich mehr dahinter und es hat eine Dringlichkeit und eine Wichtigkeit. Und dementsprechend: Das finde ich ganz gut, dass das da tatsächlich dieser Rahmen gesetzt wird. Inhaltlich gliedert sich das Buch in 9 Kapitel. Wobei das 9. Kapitel tatsächlich dann so ein bisschen Tipps und Tricks und Kniffe ist, wo dann schlagwortmäßig auf einzelne Nahrungsmittel eingegangen wird. Und ich glaube Dr. Markus Keller dann persönlich so einen eigenen Tipp mit reingibt: Was würde er empfehlen? Wie macht er das so in der Praxis? Das finde ich ganz nett. Und die anderen 8 Kapitel, das ist schon sehr inhaltlich geprägt.

Es fängt an im 1. Kapitel mit den „Ernährungsmythen im Reality-Check“. Das ist dann tatsächlich so ein bisschen dieses Aufweichen von den typischen Vegan-Klischees. „Wo kriegst du dein Eiweiß her, bla bla …“, dass da so ein bisschen Stellung dazu genommen wird.

Es hat dann im 2. Kapitel den Fokus auf die pflanzliche Ernährung als solches, „The power of plants – Pflanzlich ist besser!“, wo dann inhaltlich auf die gesundheitlichen Vorteile eingegangen wird, die sich aus Studien ergeben. Wie jetzt Ernährungsgesellschaften mit dem ganzen Thema umgehen, dass es da auch im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte schon eine Entwicklung gegeben hat, hin zu einer mehr pflanzenbasierten Ernährungsempfehlung, das wird so ein bisschen geschildert.

Im 3. Kapitel bleiben wir noch im Bereich Gesundheit, da ist die große Überschrift „Gesünder leben mit Pflanzenkost“, da geht es dann inhaltlich noch so ein bisschen in die Tiefe, wo aus Studien abgeleitet wird, welche Krankheitsbilder positiv über eine rein pflanzliche Ernährung beeinflusst werden können, teilweise auch Krankheiten damit kuriert werden können. Alles studienbasiert, wo die Autoren dann schon auch Themen aufgreifen, wo jetzt der wissenschaftliche Erkenntnisstand schon ganz klar sagt: Hier gibt es einen positiven Einfluss einer pflanzenbasierten oder rein pflanzlichen Ernährung auf die eigene Gesundheit, das ist so das 3. Kapitel.

Im 4. Kapitel geht es dann tatsächlich ein bisschen weg von dem Thema Gesundheit, nicht nur ein bisschen, sondern halt schon ein Cut. Da geht es um die Umwelt, „Die Umwelt schonen, den Planeten erhalten“, ist so die große Überschrift. Das sind die ökologischen Folgen des Konsums tierischer Produkte. Hier geht es im ersten Bereich stark in die Auswirkungen des Fleischkonsums, aber generell ist das dann halt auf alles, was aus dem tierischen Umfeld als Produkt generiert wird, gemünzt.

Im 5. Kapitel, das ist dann tatsächlich so, wo die Überschrift des Buches herkommt, „Tierschutz: Öfter mal die Sau rauslassen!“, das ist ein relativ kurzes Kapitel, aber tatsächlich knackig, um die Zahlen zu verdeutlichen: Was passiert da eigentlich? Wie viele Tiere sind hier in Deutschland jährlich betroffen? Was hat mein Konsum an tierischen Produkten überhaupt für ethische Auswirkungen?

Das 6. Kapitel geht dann nochmal einen Schritt weiter, nennt sich „Hunger bekämpfen, Fairness fördern“, das ist dann schön, dass das tatsächlich in einem solchen Buch auch drinsteht, die Auswirkungen tierischer Produkte auf andere Länder, andere Zivilisationen wollte ich gerade schon sagen, auf andere Völker, was dafür weitere Dimensionen dahinter stecken, was für Leid verursacht wird, wie jetzt der weltweite Hunger wieder da mit reinspielt, was für Auswirkungen dann unser eigener Konsum da hat. Das finde ich wirklich wichtig, dass das mitbetont wird, dass es da Auswirkungen gibt.

Stefanie Das Leben auf Kosten anderer.

Carsten Genau, das Leben auf Kosten anderer, richtig. Interessant fand ich, dass in diesem Buch auch auf Kinderarbeit eingegangen wird. Das hat gar nicht mal großartig mit tierischen Produkten alleine zu tun, sondern da geht er auch in den Bereich von pflanzlicher Ernährung: Schokolade, Kakao. Die Sensibilisierung, dass wir generell ein Problem haben mit der Art und Weise, wie unsere Nahrungsmittel produziert werden, dass das hier thematisiert wird, find ich ganz wichtig und freut mich auch, dass in so einem Buch lesen zu dürfen.

Das 7. Kapitel geht dann tatsächlich wieder zurück in den gesundheitlichen Bereich, „Pflanzenpower auf dem Teller“, das schließt an zu Lebensmittelpyramiden. Hat jeder schon mal wahrscheinlich gesehen, der sich mit Ernährung auseinandergesetzt hat. Es gibt verschiedene Lebensmittelpyramiden, hier wird nochmal erklärt: Wo kommt das System der Lebensmittelpyramide überhaupt her? Und Dr. Markus Keller hat mit anderen Personen gemeinsam auch zwei entsprechende Ernährungsempfehlungen ausgearbeitet, eine für die vegetarische und eine für die rein vegane Ernährung. Beide Systeme werden hier nochmal vorgestellt, sodass dann die Leserin, der Leser die Wahl hat: Was ist denn jetzt passend für mich? Will ich erst in den einen Bereich oder gehe ich komplett auf pflanzlich und wie muss ich mich dann orientieren? Was sind so die Nahrungsmittel, die ich dann verstärkt zu mir nehmen muss und wo muss ich darauf achten, dass ich da nur in Maßen dann etwas davon konsumiere? Und das wird dann da vorgestellt.

Und dann das 8. Kapitel ist dann tatsächlich so ein bisschen: Wie kann ich eigentlich dann oder was kann ich denn eigentlich noch essen? Also wie sind dann meine Essensmahlzeiten? Um dann eine Vorstellung dafür zu geben, dass reine pflanzliche Ernährung jetzt nicht nur auf Salat und Kartoffeln oder verschimmelte Kartoffeln reduziert ist, sondern dass da eigentlich die große Vielfalt auf uns wartet.

Stefanie Gras und Steine.

Carsten Gras und Steine, genau.

Stefanie Der Klassiker. Und das Buch schließt dann eben mit dem Kapitel „Planetengerecht und gesund einkaufen“, das waren jetzt diese Tipps und Tricks, die du meintest?

Carsten Ja, genau und da geht er wirklich alphabetisch vor und nimmt dann einzelne Begriffe. Ich hab jetzt grad mal rein geblättert. Hier ist dann unter „T“ Trockenobst, „W“ wie Wurstwaren, „Z“ wie Zucker.

Stefanie Ach so, unter „T“. Ich hab gerade an „Tee“, also an ein Trinken, an das Getränk gedacht und dachte: „Wieso ist unter „Tee“ Trockenobst, aber du meinst jetzt den Buchstaben „T“?

Carsten Unter dem Buchstaben „T“, genau. Da geht der auf die einzelnen Bereiche nochmal ganz kurz ein. Mit zwei oder drei Sätzen wird dann nochmal mit „meinem Tipp“ tatsächlich Praxisinformationen gegeben: Wie sollte man sich im Alltag eigentlich verhalten oder wie verhält sich der oder die Autorin jetzt? Worauf muss man vielleicht achten? Weil Avocados zum Beispiel, da geht er auch darauf ein, dass Avocados eben einen hohen Wasserbedarf haben. Wenn man unbedingt Avocados essen sollte, dann eben eher reduziert und dann bitte aus Regionen, wo sowieso schon viel Wasser vorhanden ist. Da gibt es halt bestimmte Anbaugebiete, aber ein Gros der Avocados ist tatsächlich sehr wasserintensiv, weil das in den Bereichen angebaut wird, wo perse schon teilweise Wassermangel existiert, aber es problematisch ist, ausgerechnet nur diese Pflanzen, die ja in Monokulturen angebaut werden, da jetzt mit extremen Wassermengen zu versorgen, während dann der Rest des umliegenden Landes dann eher mit einem Wassermangel dann daherkommt. Also das sind so Sachen, da wird dann nochmal mit einem Praxistipp in die Tiefe ein bisschen an Informationen gefüttert und gibt es auch immer so ein „besser nicht“, nennt sich das, also was dann problematisch sein könnte, wenn man im Alltag problematische Kauf- oder Konsumentscheidungen trifft.

Stefanie Ja, da hatte ich jetzt letztens, hatte da jemand über Mastodon – jemensch – eine Studie irgendwie geteilt, wo gesagt wurde, dass Veganer·innen durch ihre Ernährung viel mehr Wasser verbrauchen würden als andere, also Nicht-Veganer·innen und ich hatte das jetzt noch nicht lesen können, weil das auch wieder hinter so einem Bezahlschranken-Ding war. Ich hatte noch keine Muse, das nochmal über einen anderen Weg zu probieren. Jedenfalls stand schon im Teaser, dass durch die Mandelmilch halt super viel verbraucht wird und es ist halt: Irgendwie davon auszugehen, dass alle Veganer·innen halt ausschließlich sich von Mandelmilch und Avocados ernähren, das ist halt wieder …

Carsten Ja, ich überlege gerade, wann haben wir das letzte Mal Mandelmilch gehabt? Das haben wir, glaub ich, einmal im Leben getrunken.

Stefanie Na ja, nicht einmal im Leben, aber Mandelmilch gehört ja nicht zu unserem täglichen Bedarf. Wenn du vielleicht irgendwo mal zu Gast bist oder so, dann vielleicht. Aber letztlich … Ja, in unserer Anfangsphase haben wir auch mal Mandelmilch ausprobiert.

Carsten Ja, weil wir die Pflanzenalternativen testen wollten, also nicht die Alternativen zu Pflanzen …

Stefanie Ja, Alternativen zu Pflanzen, also Luft und Liebe und so haben wir mal ausgetestet und Mandelmilch gehört zu Luft und Liebe … Gut, also wir führen das jetzt hier nicht weiter, warte mal ab, sonst wird uns noch jemand hier erzählen, wir würden nur Quatsch verbreiten. Also jedenfalls klar, du kannst dich auch vegan nicht nachhaltig ernähren. Und du kannst dich auch vegan ungesund ernähren, dazu hatten wir ja auch schon Podcastfolgen gemacht, also letztlich, na ja,

Carsten und ich sind jetzt hier seit siebeneinhalb Jahren fast unterwegs auf diesem Feld und irgendwann hast du halt schon alles gehört und es ist halt … Ja dann lass uns mal einfach jetzt nochmal zusammenfassen: Also das Buch eignet sich zum einen, um es Menschen in deinem Umfeld zu geben, die vielleicht noch nicht so genau verstehen, warum du vegan lebst, zum anderen aber auch für Menschen, die jetzt gerne in Richtung pflanzliche Ernährung gehen wollen und da faktenbasierte Hintergrundinformationen brauchen und auch generell Tipps und Tricks und Anleitungen.

Carsten Genau, als erster Einstieg, also noch gar nicht großartig konfrontieren mit den harten Fakten und Bildern und Dokumentationen, sondern wirklich erstmal so das reine Grundverständnis, und dafür ist es ideal geeignet.

Stefanie Genau, aber wenn du halt schon länger vegan lebst und da eben dich gut auskennst und das Gefühl hast, du weißt eigentlich schon viel über die ökologischen, ethischen und gesundheitlichen Dimensionen, was eine pflanzliche vegane Ernährung ausmacht, dann wirst du in diesem Buch nicht viel Neues finden.

Carsten Genau, also wenn du weißt, wie der Hase läuft, wenn er denn laufen darf, dann ist das Buch eher nichts für dich.

Stefanie Welche Haken er schlägt … Das Buch bekommst du in jedem guten Buchhandel natürlich. Am besten kaufst du es nicht online, sondern in einer lokalen Buchhandlung, die möglichst Inhaber·innen-geführt ist. Und wenn dir das nicht möglich ist, es ist natürlich auch OK, das online zu kaufen. Aber dann am besten nicht beim großen A, sondern zum Beispiel bei buch7.de. Mit denen habe ich keine Kooperation und bekomme auch kein Geld von denen, wenn ich das jetzt hier erwähne. Es ist einfach nur eine Empfehlung, eine persönliche, private Empfehlung von mir.

Und für alle, die Mitglied im Experimentarium sind oder auch Mitglied werden wollen, der Zugang ist völlig frei, gibt es das Buch jetzt auch in der Wanderbibliothek im Experimentarium, der kostenlosen Online-Community. Also es ist jetzt ab sofort dort verfügbar und dann können wir das untereinander kreisen lassen. Nochmal zu dem Thema kostenlos: Also das Experimentarium ist für dich kostenlos, für mich nicht. Also du zahlst nicht mit deinen Daten, sondern du kannst freiwillig über Steady mich unterstützen und da findest du auch eben die Möglichkeiten wie du mich unterstützen kannst, jetzt hier unter der Folge oder in den Shownotes. Und kannst du freiwillig da Geld geben, damit das Experimentarium weiterlaufen kann, aber du musst es nicht.

Das heißt, wenn es dir nicht möglich ist, du aber trotzdem Mitglied werden möchtest, ist das völlig ok. Ich zahle dort dafür, dass es dieses Experimentarium gibt, ich geh also quasi in Vorleistung und ich freu mich halt, wenn du sagst, „Okay, das gibt mir was, da bin ich inspiriert und das ist eben was, wovon ich profitiere.“, wenn du dann Geld zurück gibst und ich damit eben das refinanzieren kann. Also so sieht das Modell aus und ich versuche das eben so solidarisch wie möglich zu handhaben. Mehr dazu findest du hier unter der Folge oder in den Shownotes, da erkläre ich das nochmal etwas tiefergehend. Und so möchte ich jetzt die Folge auch beenden, mich nochmal zu bedanken bei allen schon bestehenden Steady-Unterstützer·innen.

Carsten Vielen, vielen, vielen Dank.

Stefanie Damit habe ich Carsten auch nochmal eingeblendet hier und dann bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen: In diesem Sinne …

Carsten … in Hamburg sagt man Tschüss …

Stefanie … und auf Wiederhören.

Links zur Folge

Buch "Öfter mal die Sau rauslassen" von Dr. Markus Keller und Annette Sabersky
https://www.ulmer.de/usd-6993793/oefter-mal-die-sau-rauslassen-.html

Workshop "Mein Alltag in einer klimagerechten Zukunft"
https://stefanie-rueckert.de/kurs/workshop-mein-alltag-in-einer-klimagerechten-zukunft

K20 Projekthaus
https://k20-projekthaus.de/

Die Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
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Folge 261 - Animal Agents - Retter im Verborgenen

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Folge 261 - Animal Agents - Retter im Verborgenen

In dieser Folge spreche ich mit Ilona Koglin und Marek Rohde über ihren ersten Fantasy-Roman "Animal Agents - Retter im Verborgenen".

Du kennst Ilona und Marek schon aus den Folge 83, 98, 167 und 171, in denen wir ihre verschiedenen Sachbücher besprechen.

Mit "Animal Agents" haben die beiden nun den Bereich der Fiktion betreten und eine Fantasyreihe gestartet, die sich an Menschen ab 10 Jahren richtet.

Ich durfte das Buch schon vorab lesen (es erscheint am 19.7.2022) und bin sehr begeistert - durch das Interview konnte ich noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen und habe Hintergründe kennengelernt, die mir durch das erste Lesen gar nicht bewusst waren.

"Animal Agents" ist ein mit viel Liebe und Passion geschriebenes Buch und ich hoffe sehr, dass eine Fortsetzung geben wird.

Material dafür gibt es genug. Jetzt muss nur noch der Verlag mitziehen.

Begleitet wird das Buch durch eine Internetseite, auf der Du die Möglichkeit hast, viele Aspekte der Geschichte zu vertiefen.

Transkript der ersten Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie: Heute freue ich mich erneut, Ilona und Marek hier im Podcast begrüßen zu dürfen. Erneut, weil ich nämlich nachgezählt habe: Das ist jetzt schon das fünfte Mal, dass Ihr hier zu Gast seid und für den Fall, dass es tatsächlich Hörer·innen gibt, die euch noch nicht kennen, würde ich Euch bitten, euch einmal kurz vorzustellen.

Ilona: Ja gerne also erstmal vielen Dank, dass Du mit uns sprichst heute und für die Einladung. Ich bin Ilona Koglin und bin Buchautorin, Journalistin und Projektmacherin für eine bessere Welt.

Marek Ja, und ich bin Marek, ich bin Ilonas Mann, wir arbeiten zusammen, wir haben „Für eine bessere Welt“ vor einiger Zeit als Medienplattform ins Leben gerufen und seitdem viele Projekte gemacht. Wir schreiben Bücher gemeinsam und das bringt einen riesigen Spaß, gerade in diesem Bereich der öko-sozialen Themen ganz unterschiedliche Mittel und Medien einzusetzen, um die Welt zu verbessern.

Stefanie: Und nachdem, ich habe mir das extra herausgeschrieben, ihr schon in Folge 83, 98, 167 und 171 zu Gast wart,und das alles Sachbücher waren, seid ihr jetzt heute mit einem Fantasy Kinderbuch da und da frage ich mich natürlich, wie kam es denn dazu?

Ilona: Also die Idee, die hatten wir eigentlich schon vor vielen, vielen Jahren, also das ist bestimmt schon 6 oder 7 Jahre her, denk ich. Und zwar hatten wir immer einen Hund aus dem Tierschutz und mit dem sind wir dann spazieren gegangen und auf diesen Hunde-Spaziergängen, da sind uns immer ganz viele Ideen gekommen. Unter anderem hatten wir eines Tages darüber gesprochen, was da alles schief läuft und was nicht gut ist und was die Menschen so anstellen mit der Natur usw. und den Tieren und dann hatten wir irgendwie so, ich weiß nicht, wer von uns beiden, die Idee: Stell dir mal vor, das wäre so, dass die Tiere auf dieser Welt ständig den Menschen den Hintern retten, weil die immer irgendwelchen Unfug anstellen und irgendwas zerstören und irgendwelche Kipppunkte erreichen und die Tiere sind sozusagen im Hintergrund ständig aktiv und versuchen das Schlimmste zu verhindern und damit war eigentlich die Idee geboren für dieses Buch.

Links zur Folge

Buch "Animal Agents - Retter im Verborgenen" von Ilona Koglin und Marek Rohde
https://www.ueberreuter.de/produkt/animal-agents/

Webseite zum Buch
https://animal-agents.de/

Webseite von Marek und Ilona
https://www.fuereinebesserewelt.info/

Podcastfolge 83: Im Gespräch mit Ilona und Marek
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-83-im-gespraech-mit-ilona-koglin-und-marek-rohde

Podcastfolge 98: Der Wandelplaner für Querdenker
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-98-der-wandelplaner-fuer-idealisten-und-querdenker

Podcastfolge 167: Faironomics - ökologisch, fair + frei
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-167-ilona-und-marek-ueber-faironomics-oekologisch-fair-und-frei

Podcastfolge 171: Gärtnern für eine bessere Welt
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-171-gaertnern-fuer-eine-bessere-welt

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Folge 260 - Einfach alles Teilen? Das Leben im Hofkollektiv Wieserhoisl

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Folge 260 - Einfach alles Teilen? Das Leben im Hofkollektiv Wieserhoisl

Transkript der ersten ca. 6 Minuten (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie: Auch in dieser Folge stellen wir wieder ein Buch vor und auch dieses Buch wurde uns wieder freundlicherweise kostenlos vom Löwenzahn Verlag zur Verfügung gestellt. Es heißt „Einfach alles teilen? Unser Leben im Kollektiv“ und wurde vom Hofkollektiv Wieserhoisel geschrieben.

Und ich hatte da mir diesen Katalog angeschaut mit den ganzen Löwenzahn Büchern und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das ist nämlich jetzt erst in diesem Jahr 2022 im Frühjahr erschienen. Und da hatte ich jetzt schon die ganze Zeit darauf hingefiebert, das endlich lesen zu können, weil mich das sehr angesprochen hat vom Titel her.

Carsten hat es nicht gelesen, so das nur ich jetzt vom Inhalt berichten kann und wie es mir gefallen hat und Carsten vielleicht zwischendurch ein paar schlaue Fragen stellt.

Carsten: Ja sehr eloquente Fragen werde ich mir einfallen lassen hier.

Stefanie: Aber spontan.

Carsten: Ganz spontan.

Stefanie: Denn Carsten hat gerade vielleicht mal einmal kurz ins Inhaltsverzeichnis geguckt, aber mehr weiß er nicht über dieses Buch. Wobei, zwischendurch hatte ich mal so ein bisschen drüber gesprochen, ist aber auch schon länger her. Wir hatten jetzt einfach keine Möglichkeit, zeitnah die Besprechung hier aufzunehmen. Das heißt, da liegen schon wieder ein paar Bücher dazwischen, wenn wir das in diesen Zeiteinheiten messen dürfen und ich habe vorhin nochmal versucht alles zu rekapitulieren, was in dem Buch steht, aber so im Grunde denke ich, kriegen wir das jetzt hin.

Carsten: Also kannst du meine Fragen beantworten.

Stefanie: Richtig, ich starte mal damit zu sagen, für wen dieses Buch geeignet ist oder an wen sich das Buch richtet. Es richtet sich wahrscheinlich an alle, ja, nur ich habe so das Gefühl, dass du eine bestimmte Vorgeschichte haben musst, um von diesem Buch maximal zu profitieren.

Ich habe gemerkt, dass ich zwar einige Dinge aus dem Buch mitnehmen kann, aber jetzt die Art und Weise, wie dieses Hofkollektiv zusammenlebt, auch nicht mein Ideal vom Zusammenleben ist. Ich denke aber, wenn du dich für alternative Wohnformen interessierst und für Selbstversorgung und den Sharing Gedanken, dann ist das Buch auf jeden Fall geeignet für dich.

Und das ist halt sehr interessant, über einen längeren Zeitraum mal zu schauen, wie sich dieses Kollektiv entwickelt, wie sie sich verstehen, wie sie sich organisieren, was sie alles zusammen machen und was eben auch nicht. Das Hof Kollektiv besteht ungefähr seit 2006, also da haben sie halt angefangen, haben ein passendes Objekt gefunden, wo sie dann als Gruppe im sich ansiedeln wollten.

Und damit fängt es eigentlich auch schon an. Das ist halt einfach ein Hof, Deswegen heißt es ja auch Hofkollektiv, in Österreich und das ist schon mal von der Personenzahl begrenzt. Also ich glaube, das Maximum an Menschen, die da bisher gelebt haben, waren 15. Meistens so irgendwie um die 10 Personen und auch im Haus finden nicht viel mehr als 10 oder 12 Personen Platz. Das heißt, sie haben auch noch so Bauwagen drum herum stehen, damit jede Person, die da lebt, auch einen Rückzugsort haben kann, aber was halt ganz klar aus dem Buch hervorgeht, ist, dass Momente der Einsamkeit dort in diesem Hofkollektiv oder auf diesem Hof wirklich selten sind.

Also das Buch ist von allen Mitgliedern, die im Moment auf dem Hof leben mitgeschrieben worden. Das heißt, es ist immer aus unterschiedlichen Perspektiven und die Person, die das Kapitel über Privatsphäre und so geschrieben hat, hat gesagt, dass sie im vorangegangenen Jahr zweimal nur ganz alleine auf dem Hof war. Das heißt, du musst tatsächlich, wenn du analog quasi dazu ein eigenes Hofkollektiv genauso aufbauen willst, wie dieses Hofkollektiv, damit rechnen, dass Privatsphäre ein rares Gut ist.

Du hast zwar die Möglichkeit dich mal zurückzuziehen, aber es geht wirklich um dieses Miteinander und ich starte jetzt einfach mal direkt mit diesem Punkt, weil das eben ein Punkt ist, der mir in meinen Kursen, Bildungsurlauben und so weiter und sofort, also in Kontakt mit Teilnehmenden, denen ich versuche alternative Wohnformen nahezubringen und denen ich versuche zu sagen, dass es nachhaltiger ist in Gemeinschaft zu leben, ist genau das der Punkt immer der mir entgegengehalten wird: „Aber die Privatsphäre!“

Links zur Folge

Buch "Einfach alles teilen? Unser Leben im Kollektiv", Hofkollektiv Wieserhoisl
https://www.loewenzahn.at/produkt/2691/einfach-alles-teilen/

Webseite des Hofkollektivs Wieserhoisl
http://www.wieserhoisl.at/

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Folge 259 - Dein fantastischer Balkongarten

Ein Beitrag

Folge 259 - Dein fantastischer Balkongarten

Transkript (freundlicherweise Korrektur gelesen von einer·m Podcasthörer·in)

Stefanie In dieser Folge besprechen wir wieder mal ein Buch und zwar das Buch "Dein fantastischer Balkongarten - Ernten bis zum Abheben." Fühl dich Löwenzahn steht noch dabei, denn dieses Buch stammt wieder vom Löwenzahn Verlag und wurde uns freundlicherweise kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Und dieses Buch wird im Anschluss an die Rezensionen auch in der Wanderbibliothek des Experimentariums zur Verfügung stehen. Das heißt, wenn du Mitglied im Experimentarium bist, dann kannst du kostenlos einfach auf dieses Buch zugreifen, es dir ausleihen, es weiter verleihen, was auch immer du damit machen möchtest.

Und Du kannst dich kostenlos im Experimentarium anmelden, kannst dann Mitglied werden und dich dann mit vielen netten Menschen und Carsten und mir über eine klimagerechte Zukunft austauschen und was wir jetzt schon tun können, um in diese Richtung zu gehen und da gehört eben Balkongärtnern zum Teil auch mit dazu.

Den Link zum Experimentarium findest du immer unter der Folge oder in den Shownotes oder auf der Webseite. Und jetzt bin ich ja gerade schon über dieses Ernten bis zum Abheben gestolpert und möchte gleich mal als erste Frage stellen, was das denn zu bedeuten hat?

Carsten Das kann ich leider auch gar nicht erklären. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es geht letztendlich darum, dass du Balkongestaltung nicht so auf typische herkömmliche Art, mit Blumen, die vielleicht schön aussehen, aber von denen du bis auf die Optik und ein angenehmes Gefühl eigentlich nicht so viel hast.

Es geht tatsächlich darum wenn du in der Stadt wohnst und gar keine, ja Anbaufläche hast, aber trotzdem ganz gerne irgendwo deine Obst und Gemüsesorten anbauen möchtest, dann geht das auch auf dem Balkon und wie das funktioniert, das ist tatsächlich Kernbestand des Buches und ich glaub das Abheben, das geht eigentlich in die Richtung, dass du ganz viel ernten kannst. Das ist nicht so, dass du da so ein kleines Töpfchen hast, wo vielleicht so ein paar Erdbeeren sind und das wars dann mit der Ernte, sondern je nachdem wie du es dann gestalten möchtest und aufziehst hast du durchaus die Möglichkeit ganz viel zu ernten.

Nicht komplette Selbstversorgung soweit geht es halt nicht aber das Buch macht schon deutlich, dass Du einen nennenswerten Teil von dem, was du an Obst und Gemüse dann konsumieren möchtest, über den Sommer und Herbst hinweg auch tatsächlich auf deiner eigenen Balkonfläche erwirtschaften kannst.

Stefanie Kommt auch tatsächlich drauf an, wie groß der Balkon ist. Ich meine, wenn ich jetzt so ein ganze Dachterrasse hab mit vielen vielen Quadratmetern, hab ich natürlich mehr Möglichkeiten, als wenn ich irgendwie einen 4 Quadratmeter großen Balkon habe.

Carsten Das ist ja die Krux beim Balkon, dass du im Vorfeld einfach nicht sagen kannst, dass es ohne Schablonen nicht funktioniert überall dementsprechend. Wir haben jetzt einen Balkon, der ungefähr sechseinhalb Quadratmeter groß ist und auch nicht direkt nach Süden raus geht. Das sind natürlich alles so Beschränkungen, die man bei einer Balkonplanung berücksichtigen muss.

Also wenn ich jetzt einen sehr sonnigen Standort habe, wo ich weiß im Sommer ballert da die Sonne drauf, dann kann ich da natürlich ganz andere Sachen anbauen, als wenn ich jetzt weiß, das geht jetzt mehr so in die Schattenregion und ich habe vielleicht nur in den Nachmittagsstunden so ein bisschen Sonne, aber das ist tatsächlich etwas, was hier in diesem Buch behandelt wird.

Das geht so von den Basics los und macht auch klar, was ist eigentlich möglich, was ist machbar? Es gibt ja auch komplett neue Vorstellungswelten. Es richtet sich da tatsächlich an Menschen, die anfangen wollen, mit dem Balkon zu arbeiten, also gerade hinsichtlich von was kann ich denn da Gemüsemäßig anbauen und was ist vielleicht auch gut für Insekten, also Insektenhotels, aber auch die Pflanzen, die wichtig sind um die Biodiversität aufrechtzuhalten oder zu steigern.

Damit werden halt Facetten angesprochen, die Gedankenwelten öffnen, die vielleicht vorher nicht da waren. Und das ist tatsächlich das Schöne an diesem Buch und es ist wieder, ich sag jetzt mal so typisch Löwenzahn, die haben unglaublich toll gestaltete Bücher, sieht man schon so vom ersten Blick auf das Titelbild. Es ist sehr verspielt, das ist sehr, sehr blumig, sehr bunt. Es ist liebevoll gestaltet, und das zieht sich auch in in diesem Buch von vorne bis hinten weg. Also ist allein vom gestalterischen her eine richtige Augenweide. Ganz viele Fotos und und auch Illustrationen. Also wirklich viel, viel gemalte Illustrationen sind mit drin und das macht das ganze Buch schon allein so vom Durchlesen vom haptischen her zu einer echten Augenweide.

Stefanie Es macht also Spaß es durchzublättern?

Carsten Absolut, absolut, und das ist ja auch das, was wir bei den anderen Büchern, die wir vom Löwenzahn Verlag jetzt schon gelesen und rezensiert haben, genau das Schema, das ist das Schöne an diesem Verlag, was ich wirklich mittlerweile zu schätzen weiß, dass du einfach dich drauf verlassen kannst: Es macht Spaß, sich mit diesen Büchern auseinanderzusetzen.

StefanieJa, dann hast du jetzt ja schon gesagt, an wen sich das Buch eigentlich richtet, also Menschen mit Balkon, heißt, wenn du keinen Balkon hast, ist das Buch wahrscheinlich eher nichts für dich. Es sei denn Du wirst irgendwann mal einen Balkon haben und für Menschen, die dann noch so am Anfang stehen, die also den Beton Balkon vielleicht haben und jetzt da etwas draus machen wollen, vielleicht mal das ein oder andere Gemüse mal antesten wollen. Und dann schauen wir doch mal ins Inhaltsverzeichnis, Carsten, leite uns doch mal einmal durch.

Carsten Also das Buch fängt beim Planen an, so tatsächlich die Grundüberlegung: was kannst du mit deinem Balkon eigentlich machen? Wie gehst du an eine Sache über Planung ran? Nicht dass du in so einem Mechanismus verfällst: ich stelle einfach mal n paar Blumenpötte dahin und guck mal was da rauskommt, sondern es leitet dich schon so ein bisschen an wie du mit deiner Balkon Gestaltung umgehen kannst.

Carsten Also, was ich vorhin schon sagte, die Überlegung: Wie warm wird es eigentlich, wie viel Sonnenstrahlung kommt rein, was möchtest du eigentlich mit dem Balkon machen? Ist das jetzt für dich im Grunde genommen so eine ausgelagerte Ackerfläche, wo du maximal einen Anbau haben möchtest oder möchtest du einen Rückzugsort haben, wo du dann, je nach Größe des Balkens, ob du da jetzt so eine Hängematte mit integrierst oder einfach nur eine nette Sitzecke? Wo du dann nachher, wenn es dann wirklich blüht und grünt wirklich im Grünen sitzen kannst und da deinen Kaffee, Kuchen, Tee, was auch immer du dann trinken möchtest, dann genießt?

Das ist quasi so der Auftakt „Planung“ und geht dann im weiteren Verlauf tatsächlich so in die Details, da wird einfach geguckt, was für Pflanzen sind balkontauglich? Teilweise so kleinere Pflanzen, die man so direkt im Blick hat, Kräuter, die man so normalerweise auf den Fensterbänken hat, dass man die dann auch auf den Balkon integriert, hin zu Sachen, die man so schnell snacken kann, also Tomaten, Erdbeeren, auch Andenbeeren oder die Physalis, da probieren wir jetzt grad so ein bisschen mit rum, aber auch Pflanzen, die mir bisher noch nicht so wirklich bekannt waren, die auch gar nicht so direkt zur Ernte gehören, sondern eigentlich mehr Richtung Biodiversität gehen, um auch vom Optischen her ein bisschen was zu bringen, gleichzeitig aber auch für Insekten wichtig sind. Da geht es dann um Lavendel oder Klatschmohn, Kornblume, Färberkamille ist dort genannt, Natternkopf, also da taucht die eine oder andere Pflanze auf, die ich vorher gar nicht kannte. Das ist das Schöne an diesem Buch, auch wirklich komplett neue Sachen kennenzulernen.

Und geht dann auch ins Eingemachte, also sprich Sachen, die man tatsächlich so Richtung Garten vermutet, also so Bärlauch, Rucola, generell die Art und Weise, wie ich Salate anbauen kann, bis hin zu Karotten, Kartoffeln, Bohnen, Kürbisse, Melonen, je nachdem, also hängt da wirklich ein bisschen von der Sonneneinstrahlung ab, und das Schöne ist, es gibt auch so einen kleinen Abschnitt, der einfach zeigt, dass das Gartenjahr nicht unbedingt im Herbst aufhören muss, sondern es wird auch kurz behandelt, was für Salate oder Pflanzen auch in den kälteren Wochen des Jahres dann noch wachsen können. Also sprich, so ein bisschen das Wintergemüse, sodass man dann auch im November, vielleicht im Dezember, noch so ein bisschen was abernten kann an frischen Gemüsesorten oder Salatsorten.

Und was mich so ein bisschen überrascht hat und auch zum Schmunzeln gebracht hat, war das Thema Pilze; zum Schmunzeln deswegen, weil ich im Vorfeld immer mal wieder auf das Thema aufmerksam geworden bin. Hab gedacht: „Oh, jetzt begegnet mir das hier in diesem Buch nochmal. Irgendwie will mir das Schicksal sagen, beschäftige dich mit Pilzen, mit Pilzanbau.“ Finde ich total spannend einfach zu wissen, dass du auch auf dem Balkon auf einer kleinen Fläche mit wenig Aufwand die unterschiedlichsten Pilze, also Pilzsorten, selber ziehen kannst. Wie gesagt, da gibt es ein eigenes Kapitel, was du da machen kannst, wie du Pilze tatsächlich dann auch langfristig auf dem Balkon kultivieren kannst, worauf du achten musst etc. Also ist schon so ein bisschen spezieller, aber ich finde es eine schöne Abrundung von diesem ganzen Buchprojekt, weil es für mich so überhaupt nicht typisch ist. Das ist das letzte, was ich auf dem Balkon erwarte, dass man so eine Pilzzucht hat, also von daher der Rundumschlag.

Stefanie Ja, aber da Pilze ja auch gar nicht so günstig sind, wenn du sie in Bio-Qualität einkaufst, das ist also gar nicht so schlecht, so was auf dem Balkon anzubauen.

Carsten Ja, allein deswegen lohnt sich das schon, also wenn du gerne Pilze isst oder vielleicht auch zeitweise darauf verzichtest, weil sie halt so teuer sind, dann ist das natürlich dann richtig gelungen. Möchte ich auch irgendwann mal ausprobieren. Im Moment bin ich noch nicht so weit, aber es klingt total spannend und sieht ja auch gar nicht so aufwändig aus.

Stefanie Ok, und um das Buch noch so ein bisschen weiter einzuordnen: Erstmal hast du erzählt, was drin ist. Und was ist denn so nicht drin?

Carsten Ja, also was nicht drin ist, auch ganz bewusst hier nicht reingehört, sind so konkrete Gestaltungshilfen oder -vorschläge à la „do it yourself“, Bau mit Holzkästen, Palettenbau etc. Also das, was man vielleicht bei Balkongestaltungen in anderen Büchern vorfindet, ist hier recht kurz gehalten. Hier geht es wirklich mit dem Fokus um die einzelnen Pflanzen, also die Pflanzenporträts, zu gucken, was wächst wie, wann wächst es? Was muss ich darauf achten, das ist hier tatsächlich so, was ich vorhin schon sagte, für den den Anfänger sehr relevant. Aber offen ist halt tatsächlich die Frage: Wie baust du das jetzt an, nimmst du einen Kübel, nimmst du eine alte Badewanne, die ausrangiert ist, nimmst du Kaffeesäcke? Also das wird hier nicht wirklich so stark thematisiert.

Stefanie Das heißt, das Wissen, wie du das jetzt, also wo drin, in welchen Behältnissen, du das anbaust, hast du dir jetzt woanders angeeignet?

Carsten Genau, ich bin da jetzt schon längere Zeit mit dem Thema Permakultur unterwegs. Wir haben ja unseren Bokashi-Eimer, das heißt, wir versanden unseren Bokashi, das heißt, ein bisschen nährstoffreiche Erde habe ich per se schon so, ich hab mir Themen über Kompost über Wurmerde, weil wir uns eigene Wurmkiste haben. Das kommt alles von woanders. Das musst du quasi als Person, die sich jetzt mit Balkongestaltung auseinandersetzt, schon so ein bisschen mitbringen oder dir aus anderen Büchern noch erschließen. Hier geht es tatsächlich darum, Geschmack auf das zu machen, dass du den Balkon tatsächlich auch zum Ernten nutzen kannst, inklusive der Pflanzenporträts und eben dem Rahmenwerk. In welchen Zeitabständen kannst du was anpflanzen, wann ist eine Ernte notwendig? Also dieses Einsteiger-Thema wird hier sehr, sehr schön dargestellt und macht einfach Lust darauf, sich tatsächlich mit dem Thema zu beschäftigen und wirklich mal in die Praxis umzusetzen.

Stefanie Das heißt also, wenn du, liebe Hörerin, lieber Hörer, dir schon immer mal überlegt hast, dass du deinen Balkon begrünen möchtest, und zwar so, dass du zum einen davon ernten kannst, als auch dass es eine Oase ist für Insekten, dann wäre dieses Buch dafür geeignet.

Carsten: Genau, genau. Wie gesagt, bebildert ist es wunderbar, das heißt also, es macht Lust darauf, wirklich einen Wohlfühlort für alle Beteiligten zu schaffen, für den Mensch, für die Pflanze, für die Insekten und wie du es nachher ausgestaltest, da sind dir quasi keine Grenzen gesetzt. Und das ist für mich wie gesagt ein sehr schönes Einstiegsbuch, um überhaupt in das Thema reinzukommen und dann kannst du natürlich oben draufsetzen und mit weiterer Fachlektüre in die Tiefe gehen, was jetzt Bodengestaltung betrifft, also was für Pflanzenerde nimmst du, wie sorgst du für Nährstoffversorgung? Hier kannst du ausgefeilte Bewässerungssysteme et cetera einbauen. Das sind ja alles Fragen, die kommen dann im Laufe der Zeit. Die werden hier wenn, dann nur oberflächlich, gestreift, aber wie gesagt, es geht hier um einen Einstieg und da macht das Buch wirklich Lust drauf, da loszulegen und abzuheben.

Stefanie Und abzuheben, genau. Wir schließen den Kreis und heben ab. Genau, du findest das Buch ab jetzt bei uns in der Wanderbibliothek im Experimentarium, der kostenlosen Online-Community. Den Link zum Experimentarium findest du hier unter der Folge oder in den Shownotes. Das ist https://experimentarium.stefanie-rueckert.de. Falls du das jetzt sofort eintippen möchtest, kannst du das jetzt tun und dann kommst du zum Experimentarium. Dort kannst du dann eine Form der Mitgliedschaft auswählen. Das ist alles kostenlos, es kommen keine versteckten Kosten auf dich zu und du kannst auch jederzeit wieder sagen: „Ne, das ist nichts für mich und ich gehe wieder.“ Über diesen Weg kommst du jetzt an unser Rezensions-Exemplar, weil es Teil eben der Wanderbibliothek wird. Oder du findest in den Shownotes oder hier drunter eben den Link zum Buch und kannst direkt über den Löwenzahn-Verlag es dir besorgen oder in der gut sortierten Bibliothek in deiner Nähe oder eben der gut sortierten Buchhandlung in deiner Nähe. Also es gibt viele Wege, wie du an dieses Buch kommen kannst.

Und ich möchte mich zum Schluss jetzt noch einmal natürlich dafür bedanken, dass der Löwenzahn-Verlag uns dieses Rezensions-Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat und es immer noch viele nette Menschen gibt, die diesen Podcast finanziell unterstützen und die über Steady eine monatliche oder jährliche Mitgliedschaft abgeschlossen haben. Und wenn dir diese Podcastfolgen etwas bringen und dich inspirieren, möchte ich dich sehr darum bitten und herzlich dazu einladen, etwas zurückzugeben und dich ebenso finanziell zu beteiligen, denn es entstehen weiterhin monatliche Kosten und da sind eben die Kosten für Recherche, den Zeitaufwand, den wir haben, um diese Bücher zu lesen, zu rezensieren, nicht mit eingerechnet und auch generell für alle Recherchen und alles, was so kostenlos angeboten wird, es ist alles nicht mit eingerechnet. Deswegen wäre es super, wenn du jetzt gerade das Gefühl hast ja, das bringt mir was, ich möchte was zurückgeben, wenn du dich entscheidest, Steady-Mitglied zu werden, das noch zum Schluss. Und wie gesagt ein herzliches Dankeschön an alle, die sich schon dazu entschieden haben und ihren kleinen finanziellen Beitrag leisten, herzlichen Dank.

Carsten Vielen Dank.

Stefanie Und dann bleibt mir nur noch zu sagen:

Carsten In diesem Sinne.

Stefanie In Hamburg sagt man Tschüss.

Carsten Und auf Wiederhören.

Links zur Folge

Buch "Dein fantastischer Balkongarten", Fühl Dich Löwenzahn
https://www.loewenzahn.at/produkt/2675/dein-fantastischer-balkongarten/

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
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Folge 258 - Andrea inspiriert Schüler·innen mit dem Rad zu fahren.

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Folge 258 - Andrea inspiriert Schüler·innen mit dem Rad zu fahren.

Diese Folge ist ein Teil der Serie "Mitgliederporträt" im Experimentarium.

Ich möchte in dieser Serie Mitglieder vorstellen, die eigene Projekte ins Rollen gebracht / umgesetzt haben. Meine Intention ist es, Dir damit zu zeigen, was Einzelpersonen wie Du und ich für tolle Dinge bewegen können :-)

Diese Serie gibt es zunächst exklusiv im Experimentarium und wird dann später im Jahr auch im Podcast veröffentlicht.

Heute stelle ich Dir Andrea vor, die als Lehrerin die Aktion "Schulradeln" an ihre Schule gebracht hat und damit Schüler·innen dazu inspiriert ihre Mobilität zu überdenken.

Andrea erzählt in diesem Interview,

  • was die Aktion "Schulradeln" ist und wie auch Du mitmachen kannst,
  • wie sie von der spontanen Idee ihre Schule zum "Schulradeln" anzumelden, in die Umsetzung gegangen ist,
  • welche Hürden es gab und wie ihre Kolleg·innen mit ihrem Vorschlag umgegangen,
  • wie sie es geschafft hat mit einem kleinen Team große Erfolge zu erzielen,
  • wie Du vorgehen kannst, wenn Du auch mit Deiner Schule, Deinem Betrieb oder privat an dieser Aktion teilnehmen möchtest.

Links zur Folge

Alle Informationen zum Stadtradeln
https://www.stadtradeln.de

Der Stadtradeln - Podcast
https://www.stadtradeln.de/podcast

Alle Informationen zum Schulradeln
https://www.stadtradeln.de/schulradeln

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Folge 257 - Blick in eine vegane Zukunft mit Steffi Köhler und Marc Pierschel

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Folge 257 - Blick in eine vegane Zukunft mit Steffi Köhler und Marc Pierschel

In dieser Folge habe ich noch einmal Steffi Köhler und Marc Pierschel zu Gast. Denn ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und sie bitten, einen Blick in eine vegane Zukunft zu werfen und ich freue mich wirklich sehr, dass die beiden noch Zeit hatten, mit mir darüber zu sprechen.

Falls du die vorangegangene Folge nicht gehört hast, wo es um ihren ersten neuen Spielfilm „Matilda“ geht, dann hole das gerne noch nach. Steffi Köhler und Marc Pierschel stellen sich da auch vor, sie sind Filmschaffende und du kennst sie schon von dem Film „Butenland“, ihrem ersten gemeinsamen Dokumentarfilm.

Und Marc Pierschel hat davor schon einige andere Filme gemacht und ist schon länger aktiv. Beide leben schon lange vegan und sind sehr engagierte Tierrechtsaktivist·innen. In dieser Folge sprechen wir explizit über ihre Vision einer veganen Zukunft und versuchen uns da so ein bisschen anzunähern.

Und noch einmal der Hinweis auf die Kickstarter Kampagne: Wenn du diese Folge vor dem 7. Mai hörst, bis zum 6. Mai 2022 läuft die Kickstarter Kampagne noch, wenn du also diese Folge vor dem 7. Mai hörst, dann schau doch nochmal bei der Kickstarter Kampagne vorbei und guck mal ob du noch mithelfen kannst, den Film Matilda zu finanzieren. Wir wollen alle der Film ins Kino kommt, dass wir ihn auf DVD sehen können, also sich verbreitet und du hast jetzt diese einmalige Gelegenheit diesen Film zu unterstützen. Der Link zur Kickstarter Kampagne ist natürlich wieder in den Shownotes oder hier unter der Folge und jetzt wünsche ich dir erstmal viel Spaß mit dieser Folge und dem Blick in eine vegane Zukunft.

 

Links zur Folge

Kickstarterkampagne für "MATILDA"
https://www.kickstarter.com/projects/matildathefilm/matilda

MATILDA auf Instagram
https://www.instagram.com/matildathefilm/

MATILDA auf Facebook
https://www.facebook.com/matildathefilm

Webseite von ANTIMAE Film
https://antimaefilm.com/

Buch "Zoopolis" von Will Kymlicka und Sue Donaldson
z.B. beim Verlag

Film "Carnage" von Simon Amstell
https://archive.org/details/SimonAmstellCarnageP04sh6zgIplayer#

Jennifer Wolch zu Harmony in Florida:
https://www.taylorfrancis.com/chapters/edit/10.4324/9781315256351-14/zo%C3%B6polis-jennifer-wolch

Das Konzept der Microsanctuaries:
https://microsanctuary.org/

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
https://stefanie-rueckert.de/unterstützen

Folge 256 - Ein Spielfilm über die Rettung einer entlaufenen Kuh

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Folge 256 - Ein Spielfilm über die Rettung einer entlaufenen Kuh

In dieser Folge spreche ich mit Steffi Köhler und Marc Pierschel über ihren neuen Spielfilm "Matilda".

"Matilda" befindet sich noch in der Finanzierungsphase und braucht deshalb Deine Unterstützung. Dazu gibt es eine Kickstarterkampagne, die noch bis zum 6.05.2022 läuft.

Wenn Dir eine finanzielle Unterstützung gerade nicht möglich ist, freuen sich Marc und Steffi auch darüber, wenn Du die Kampagne teilst und möglichst viele Menschen darauf aufmerksam machst.

Die beiden Filmschaffenden schreiben auf ihrer Webseite über den Spielfilm: "MATILDA ist ein bewegender Blick auf unsere Beziehung zu Tieren, die Wucht des Mitgefühls und die Werte, die unser Leben bestimmen."

Ich denke, dass dieser Film unbedingt produziert werden muss und freue mich schon sehr darauf ihn dann im Kino schauen zu können.

Links zur Folge

Kickstarterkampagne für "MATILDA"
https://www.kickstarter.com/projects/matildathefilm/matilda

Das ist Ella - die Hauptdarstellerin des Films "MATILDA"
https://www.instagram.com/p/Cc-glPTq31C/

MATILDA auf Instagram
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Im Gespräch mit Hartmut Kiewert über eine vegane Zukunft

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Folge 255 - Im Gespräch mit Hartmut Kiewert über eine vegane Zukunft

In dieser Folge spreche ich mit dem Künstler und Aktivisten Hartmut Kiewert über seine Vision einer veganen Zukunft.

Hartmut malt unter dem Titel "Animal Utopia" wunderbare Bilder von einer Zukunft, in der sich das Mensch-Tier-Verhältnis verändert hat. Die Tiere sind hier keine reinen Objekte mehr, sondern Subjekte. Seine Bilder zeigen einen möglichen Zwischenschritt hin zu einer veganen Zukunft.

Wir sprechen in dieser Folge auch darüber, warum es nicht möglich ist, ein allzu genaues Bild einer klima- und sozialgerechten, veganen Zukunft zu malen. Und welche Rahmenbedingungen sich verändern müssen, um ein gutes Leben für alle Lebewesen zu gewährleisten.

Da das Thema sehr komplex ist, können wir vieles nur anreißen, anderes bleibt unvollständig.

Und doch versuchen wir uns daran zumindest Bausteine dieser erstrebenswerten Zukunft zu beschreiben.

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Folge 254 - Buchbesprechung: Die Weisheit der Pflanzen

Ein Beitrag

Folge 254 - Buchbesprechung: Die Weisheit der Pflanzen

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

Stefanie: Bevor wir jetzt mit dieser Folge starten, möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen Steady-Unterstützer·innen bedanken.

Carsten: Ja, vielen Dank.

Stefanie: Genau, finanzielle Unterstützung ist tatsächlich sehr wichtig für diesen Podcast und auch für alle anderen kostenlosen Angebote, die ich so für dich bereitstelle und deswegen ist natürlich auch das, was die Unterstützer·innen teilweise schon seit Jahren zahlen eine sehr, sehr wichtige und sinnstiftende Art und Weise, etwas zurückzugeben, denn diese Angebote sind tatsächlich nur für dich kostenlos und nicht für mich.

Ich hab immer noch laufende Kosten, die mir entstehen und dabei handelt es sich auch wirklich rein, nur um die laufenden Kosten und nicht darum, dass die Zeit die all das hier in Anspruch nimmt, irgendwie in Rechnung gestellt wird. Das berechne ich schon gar nicht, sondern wirklich nur diese laufenden Kosten und dadurch, dass es Menschen gibt, wie Andrea S., Corinna, Johannes L., Hans Jürgen, Martin H., Kathrin A., Andrea B., Mareike, Mara, Julia H., Birgit G., Jennifer, Ricke und Saskia, die diesen Podcast und auch die anderen kostenlosen Projekte teilweise schon seit bald 5 Jahren unterstützen, kann ich all das, was ich bisher kostenlos angeboten habe, auch weiterhin kostenlos anbieten.

Nun ist es natürlich verständlich, dass mich all diese Personen nicht ihr Leben lang unterstützen werden, denn das ist ja jetzt kein keine Verpflichtung auf Lebenszeit. So sind in den vergangenen Jahren auch durchaus immer mal wieder Menschen dabei gewesen, die dann ihre Unterstützung beendet haben. Was völlig verständlich ist und auch da bin ich wirklich total dankbar, dass sie mich überhaupt finanziell unterstützt haben. Die Kosten entstehen natürlich weiterhin das sind halt laufende, monatliche Kosten und deswegen wäre es super, wenn du das Gefühl hast ja, das gibt mir was dieser Podcast oder all die anderen kostenlosen Angebote, die ich für dich bereitstelle, sei es in der Vergangenheit vielleicht, der von Herzen Vegan Clan oder jetzt in der Gegenwart das Experimentarium oder eben die verschiedenen Podcasts und kostenlosen Kurse, die ich so zur Verfügung stelle. Wenn du das Gefühl hast, das gibt dir was und das inspiriert dich und du hast im Moment die Möglichkeit, finanziell etwas zurückzugeben, dann würde ich mich riesig darüber freuen, wenn du dich dazu entscheidest. Du findest den Link zur Steadyseite immer hier unter der Folge oder in den Show Notes oder wenn du auf die Webseite gehst, vonherzenvegan.de gibt es einen Button unterstützen und auch dort kommst du zur Steadyseite.

also nochmal der Aufruf es wäre wunderbar, wenn du dich dazu entscheiden könntest, mich und meine Angebote finanziell zu unterstützen, denn das ist ja alles werbefrei und ich halte es auch weiterhin werbefrei. Ich habe Kosten, die entstehen und trotzdem ist es so, dass es weiterhin kostenlos für dich zur Verfügung gestellt wird. Und du kannst schon anfangen, mit 2,50€ im Monat und da kannst du natürlich auch mehr zahlen und kannst auch für ein Jahr Dich verpflichten, aber es ist auch möglich, einfach nur zu sagen ich zahle einmal 2,50€ und das war's. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und wenn du Fragen dazu hast oder irgendwas unklar ist, dann schreib mir immer gerne an post@vonherzenvegan.de. Soweit zum organisatorischen.

Jetzt zu der Buchrezension und ich habe lange darauf gewartet, dass wir sie endlich aufnehmen können und ich musste auf Carsten warten.

Carsten: Ja, du bist mir quasi vorausgeeilt, doppelten Schrittes, also doppelt so schnell wie ich, würde ich sagen. Du hast das Buch nicht nur gelesen, sondern auch noch gehört.

Stefanie: Genau, ich hab auch die Möglichkeit gehabt, das noch als Hörbuch zu hören und dachte halt, ich höre das jetzt nochmal damit das präsent ist, aber so schnell ging das bei Carsten nicht, das Buch zu lesen. Ja um welches Buch geht es denn?

Carsten: Also es geht um das Buch „Geflochtenes Süßgras - die Weisheit der Pflanzen“ von Robin Wall Kimmerer.

Stefanie: Ich kann noch ergänzen, dass Robin Wall Kimmerer, Mitglied der Citizen Potawatomi Nation ist und das ist deswegen so wichtig nochmal zu erwähnen, weil sie zwar in den USA aufgewachsen ist, also us-amerikanisch geprägt, aber eben einen indigenen Hintergrund hat und in ihrem Buch das indigene Wissen, was sie in sich trägt und sich auch wieder neu angeeignet hat mit ihrem us-amerikanischen, wissenschaftliche Wissen verwebt, also das, was sie an der Universität gelernt hat.

Carsten: Genau, und das ist, finde ich, ganz wichtig, weil wenn man jetzt wirklich nur so den reinen Titel hört, „die Weisheit der Pflanzen“, dann denkt man so an Kräuterkunde oder so was und darum geht es wirklich nicht, also es geht hier tatsächlich wie du schon sagtest, um die Art und Weise, wie indigene Nationen den Umgang mit der Natur pflegen und das auf eine sehr anekdotenreiche Art und Weise also und das macht das Buch wirklich zu etwas ganz Besonderem.

Stefanie: Ich wage es schon gar nicht zu fragen, denn das ist so eine offensichtliche Überleitung, nachdem du das gerade schon gesagt hast „ganz besonders“ - wie hat dir das Buch denn gefallen, so allgemein?

Carsten: Ich habe tatsächlich verschiedenste Gefühle empfunden, als ich dieses Buch gelesen habe. Prinzipiell und grundsätzlich ist es tatsächlich auch eines von den Büchern, wo ich sage, es ist extrem wichtig. Vielleicht sogar eines der wichtigsten Bücher, was ich jetzt empfehlen kann? Was für mich sehr überraschend war: es hat meinen Blick auf die Welt doch nochmal gehörig geändert, ähnlich wie es damals bei mir war, als ich so in diese vegane Sichtweise reingekommen bin, wie das Hinterfragen des Mensch-Tier-Verhältnisses so ähnlich vielleicht. Nicht so destruktiv, aber so ähnlich fundamentalistisch bin ich mir beim Lesen dieses Buches vorgekommen, weil sehr viele Facetten auf einmal drin waren, die ich garantiert schon 1000 mal irgendwo gesehen und gehört habe, aber hier ist es wirklich sitzen geblieben und hängen geblieben, weil ich hier tatsächlich eine indigene Person aus ihrer eigenen Erfahrung aus ihrem eigenen Kulturkreis spricht und nicht irgendwie diese typischen „I*******“ - Geschichten, die man so im Fernsehen sieht oder irgendwo mitbekommt in diesen westlichen Geschichten.

Das Buch hat mich tatsächlich berührt, auf eine Art und Weise berührt, wie wenige andere Bücher das gemacht haben. Auch auf einer emotionalen Art und Weise hat mich auch durchaus im Zwiespalt gelassen, dann kommen wir vielleicht nachher nochmal drauf zurück und es ist halt sehr vielschichtig dadurch, dass sehr viel Wissen enthalten ist, was gar nicht ausschließlich so wissenschaftlich ist, sondern vielmehr was ich gerade schon sagte, so aus Anekdoten heraus fließt, wo dieses Verständnis klar wird, wie eine, ich mag es nicht sagen, wir eine alternative Sichtweise auf die Welt aussehen kann also, alternativ ist sie ja höchstens insofern, als dass sie schon tradiert ist. Sie ist ja historisch in indigenen Kulturen ja eigentlich schon verwurzelt. Und für mich trotzdem noch sehr fremd gewesen. Ja, also das ist, du merkst das schon, aus meiner Schilderung, ich kann dir keine einfache Antwort geben, ne also das einzige was ich sagen kann ist nur unbedingt die Lebens-, nein Leseempfehlung - Freudscher Versprecher.

Stefanie: Aber das passt doch – das Buch vermittelt auch eine Lebenseinstellung. Ja, also ich kann mich da auf jeden Fall natürlich anschließen, dass das von mir auch eine absolute Leseempfehlung ist und auch eine Lebensempfehlung insofern, als dass dieses Buch ja, wir hatten eigentlich ja schon zu dem Buch von Annette Kehnel gesagt, dass das so das Buch des Jahres ist. Das Jahr ist noch jung, denn dieses Buch hier ist es vielleicht dann noch eher, wobei ich denke, dass es sich eigentlich ganz gut ergänzt, weil das Buch von Annette Kehnel ja die europäische Sichtweise widerspiegelt und die jetzt von Robin Wall Kimmerer eben nicht, also vor allem historisch nicht widergespiegelt werden kann, schon durch die Kolonialisierung, das schon das waren ja eben Europäer innen aber nicht, wie das in Europa passiert ist, sondern ihr Buch bezieht sich auf indigene Weisheit, die es auf dem Kontinent Amerika gab und noch natürlich immer noch gibt.

Ich möchte noch dazu sagen, das dass Buch von Robin Wall Kimmerer schon 2013 erschienen ist. Ich bin aber wirklich erst in diesem Jahr darauf aufmerksam geworden, fast 9 Jahre später bin ich erst darauf aufmerksam geworden und das was sie schreibt, finde ich, ist heute noch genauso aktuell wie vor 9 Jahren und ich muss ja sagen, dass es erschreckend ist wie aktuell das eben damals schon war und wir haben ungefähr nichts getan.

Wir hatten schon mal in den vorangegangenen Folgen eine Filmreihe empfohlen, auf Arte, wo auch nochmal gezeigt wurde, wie indigene Völker auf dem Kontinent Amerika gelebt haben, in einem historischen Abriss und daran hat mich das teilweise ein bisschen erinnert, was hier beschrieben wurde, weil es da schon um ähnliche Aspekte ging, was ja auch irgendwie logisch ist, weil das ja die gleiche Geschichte beschreibt, solltest du also diese Dokumentation gesehen haben, dann wirst du da auf jeden Fall Parallelen erkennen.

Carsten: Im Vergleich zu dieser Dokumentation kam mir das Lesen des Buches tatsächlich intimer vor, nicht weil detaillierter auf die einzelnen Aspekte eingegangen wurde, sondern dieses Buch hat mich emotional viel stärker berührt, also eine Dokumentation anzuschauen und zu erfahren, wie tatsächlich indigene Völker in Amerika verwurzelt sind, waren also von der Historie bis in die Gegenwart das ist lehrreich. Das war informativ, das hat neue Perspektiven und meine Sichtweise nochmal geändert, aber dieses Buch, das ist noch durchaus fundamentaler angelegt.

Stefanie: Ich habe gerade überlegt, wir haben noch überhaupt nicht gesagt, worum es da so wirklich geht in dem Buch. Was würdest du denn sagen, was ist so die Kernbotschaft?

Carsten: Demut. Ein demütiges Verhältnis zwischen dem Mensch und der nicht-menschlichen Welt, den nicht-menschlichen Lebewesen, das ist etwas, was ich hier tatsächlich rausgenommen habe und das hat mich umgehauen, weil das in einer Klarheit und in einer auch ja emotionalen Art und Weise zumindest mir gegenüber vermittelt wurde, die ich sonst so nicht kenne also egal, was ich vorher gelesen, gehört oder gesehen habe. So stark berührt hat mich vorher noch nichts und Robin Wall Kimmerer bringt es auch tatsächlich mit diesem Begriff Demut öfters zum anklingen. Sie sagt wir brauchen eine ein demütiges Verhältnis. Wir brauchen generell Demut, ja also auch da, wo wir vielleicht aufgrund unserer, Ich nenne es jetzt mal westlich kulturellen Prägung glauben wir sind die Herren der Welt die Herren der Schöpfung. Wir können mit Gentechnik neues Leben erzeugen, was vielleicht vorher in der Natur gar nicht existierte. Wir können die Natur ausbeuten. Die Natur ist für uns Rohstoff Lieferant Wissens Lieferant. Sie dient uns Menschen, all das sind Sachen, da geht sie drauf ein und kommt auf den Punkt wir brauchen mehr Demut. Und was mich wirklich geflasht hat war, dass sie die Perspektive komplett ändert. Also das, was ich gerade beschrieben habe, dieses der Mensch steht über allem das dreht sie um basierend auf ich nenne es jetzt mal diesen indigenen Kontext. Dass sie sagt oder einfach klarstellt, das ist nicht meine Aussage, sondern eine Klarstellung, dass wir von den Pflanzen lernen müssen, die Pflanzen sind unsere Lehrmeister, die sind viel länger da, die sind viel älter. Die wissen viel mehr, aber wir erkennen dieses Wissen nicht an. Wir maßen uns an, das also ist schon wirklich eine Anmaßung, dass wir Menschen aufgrund unserer Intelligenz, aufgrund unseres Intellekts, glauben das Wissen nur bei uns existieren kann. Dieses Negieren und absprechen von Wissen bei anderen Lebewesen, das spricht sie ganz klar an. Und das ist mir so wie gesagt, in dieser Klarheit vorher gar nicht bewusst gewesen, das hat mich wirklich komplett geflasht.

Und was was mich auch wirklich bestürzt hat, war je mehr ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Bedürfnis, wirklich in direkten Kontakt, den Austausch zu gehen. Sie spricht immer von Reziprozität zwischen uns und den anderen nicht menschlichen Lebewesen, dass ich diese diese Verbindung wieder haben möchte. Und ich bin dabei komplett innerlich zerrissen, weil ich das im Alltag gar nicht integrieren kann. Ich sitze morgens in der Bahn, fahre zum Büro, sitze im Büro, sitzt anschließend wieder in der Bahn und bin zu Hause. So dieser Kontakt, dieser auch heilende Kontakt zur Natur, zum Mittel zur Umwelt, der ist mir im Alltag fast komplett verwehrt und die 2-3 Bäume, die ich da am Straßenrand an einer vierspurigen Fahrbahn sehe, das ist für mich kein Kontakt zur Natur, das ist ein optisches Aufhübschen einer betonierten Umwelt. So sauber, die auch daherkommen mag, aber das ist nicht das, was die Qualität des Lebens ausmacht. Und da habe ich tatsächlich eine innere Sehnsucht entwickelt, die ich vielleicht vorher so ganz vage gespürt habe. Jetzt ist es tatsächlich so ein bisschen herzzerreißend geworden, also im ersten Sinne des Wortes, ne, da sind wir wieder bei dieser emotionalen Komponente, die das Buch in mir ausgelöst hat.

Stefanie: Es ist total spannend. Carsten und ich haben uns bewusst vorher nicht wirklich viel ausgetauscht über das Buch. Aber einmal hatten wir schon über einen Teilaspekt, von dem gesprochen, was du gerade gesagt hast und ich hab das anders empfunden. Und dann hatten wir kurz darüber gesprochen, dann habe ich aber gemerkt, dass es besser ist, wir machen das, wenn das Mikro läuft, um nicht alles schon vorwegzunehmen. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich noch kurz ergänzen, dass die Autorin ja mit der Schöpfungsgeschichte startet, dem Vergleich zwischen der indigenen Schöpfungsgeschichte ihres Stammes, ihres Volkes (da gibt es ja eben auch ganz viele verschiedene Schöpfungsgeschichten.) und der christlichen Schöpfungsgeschichte. Einmal, dass in der indigenen Schöpfungsgeschichte ihres Stammes, die menschliche Mutter aller als Gast auf diese Erde kommt, als ich glaube, sie sagte auch als Migrantin. Dass sie aber herzlich willkommen geheißen wird, von all den Tieren und Lebewesen, den nicht menschlichen Wesen, die es dort schon gibt und im Austausch mit Geschenken und mit denen zusammen dann eine Erde schafft und neues Leben und Robin Wall Kimmerer beschreibt eben auch, dass die Menschen immer als kleine Brüder aller nicht menschlichen Wesen dort bezeichnet werden. Also genau das, was Carsten, was du gerade meintest, dass wir in Demut lernen sollen und auch dort flechtet sie immer wieder Geschichten mit ein, indigene Geschichten, Weisheit, was dort eben erzählt wurde. Wie die ersten Menschen halb göttlich, halb menschlich dort über die Erde gewandelt sind und was sie vom Schöpfer lernen sollten. Und das ist, wie Carsten sagte, schon in erster Linie Demut und auch etwas, was mich dann wieder, was ich schon mal in einer vorangegangenen Folge eben auch erzählt habe, da hatte ich ja diese Schöpfungsgeschichte schon vorgelesen, also ein Teil davon, diese Verbindung mit der Schöpfung mit der Natur, mit dem was uns umgibt, also die Namen zu lernen und das benennen zu lernen das ist also etwas, wovon sie spricht und wovon sie schreibt.

Bei diesen Büchern, wo es darum geht, wie retten wir jetzt die Welt? gibt es dann am Ende so ein kleines Kapitel, wo steht „Okay, das können wir jetzt bewirken“ und das ist jetzt hier in dem Buch nicht so aufgebaut. Das sind eigentlich teilweise so in sich abgeschlossene Essays, die aneinandergereiht sind, aber es ist alles, hat einen großen Spannungsbogen sozusagen, also es ist alles wunderbar stimmig. Und zum Ende hin spricht sie eben auch darüber, wie wir dieser Gier nach mehr mehr mehr begegnen können, dieser Konsumgier und, ja, auch der Gier des weißen Mannes, in dem Sinne. Und da spricht sie zum einen von Demut, aber auch davon, dass Fülle quasi das Mittel gegen die Gier ist und dass Fülle aus Dankbarkeit entsteht.

und da habe ich gedacht, ich bin auf dem richtigen Weg, denn Dankbarkeit ist auch für mich ein Schlüssel wirklich zu Erfüllung und auch mit dieser Welt halt zurecht zu kommen und deswegen habe ich ja auch angefangen habe ich diese Aktion gestartet #FülleStattVerzicht und versuche auch jetzt diese Geschichten zu schreiben. Deswegen biete ich auch diese Möglichkeit an, dass du mit mir in eine Klimagerechte Zukunft reist und deswegen gibt es auch das Experimentarium.

also es fügt sich alles so eins ins andere und während Du, Carsten, sagst, dass vieles für dich vielleicht neu war, war es für mich eher so sehr viel Bestätigung. Dass ich gedacht habe ja ja endlich endlich versteht mich mal jemand, endlich gibt es da mal eine Person, die genau das schreibt, was ich die ganze Zeit schon fühle, aber ich fühl mich eigentlich immer falsch. Denn ich will da gleich nochmal eine Passage zitieren, denn sie hat genau dieses Problem, dass sie versucht, ihre indigene Weisheit, ihr indigenes Wissen mit dem westlichen Wissen zu vereinen und dass indigenes Wissen immer negiert wird: das sind Gefühle, das geht nicht. Das passt dann nicht rein, oder das ist nur das Wissen von alten Frauen. Das kann nicht wissenschaftlich sein.

Das ist ja auch was, was Vandana Shiva schon sehr häufig und immer wieder sagt, dass auch dort in Indien es eben sehr viele alte Frauen gibt, die sehr viel Wissen über die Natur und über alles, was sie umso umgibt, in sich tragen. Die werden aber eben nicht als Wissensquelle, als validierbare Wissensquelle angesehen, weil sie kein Diplom haben oder irgendeinen wissenschaftlichen Abschluss. Und nur wenn du einen wissenschaftlich westlichen Abschluss hast, dann wirst du auch anerkannt. Robin Wall Kimmerer ist studierte Botanikerin. Sie ist auch Professorin, also unterrichtet auch an einer Uni im Bundesstaat New York und sie beschreibt hier zu Beginn des Buches, wie sie studierte Botanikerin wurde. Sie wurde beim Einschreiben in das Fach gefragt, warum sie denn jetzt Botanik gewählt hat und dort dann überlegte wie konnte sie ihm jetzt erklären, dass sie eine geborene Botanikerin war, weil sie halt ganze Schuh Kartons voller Samen und stapelweise gepresste Blätter unter ihrem Bett hat, dass sie am Straßenrand vom Fahrrad sprang, um eine neue Art zu bestimmen, dass die Pflanzen ihre Träume bunt machen und dass die Pflanzen sie erwählt hatten, und sie wusste irgendwie nicht so genau, wie sie es sagen sollte und hat ihm dann gesagt, sie hätte sich für Botanik entschieden, weil sie lernen wollte, warum Astern und Goldrute zusammen so schön aussahen und sie schreibt dann hier weiter

„Bestimmt lächelte ich in meinem roten Flanellhemd. Er dagegen lächelte nicht. Er legte den Stift nieder, als bräuchte man das, was ich gesagt hatte, gar nicht erst festzuhalten. 'Miss Wall', sagte er und fixierte mich mit einem gequälten Lächeln. 'Ich muss Ihnen sagen, dass das keine Wissenschaft ist, damit befassen sich Botaniker nun wirklich nicht.' Doch er versprach, mich eines besseren zu belehren ich schreibe sie in allgemeiner Botanik ein, dann können Sie lernen, worum es da geht und so fing alles an.“

Sie beschreibt dann weiter, was sie sich alles dabei gedacht hat und welche Euphorie da in ihr hoch gekocht war. Und letztlich beschreibt sie eben dann auch, dass es tatsächlich doch wissenschaftlich bewiesen ist, dass eben Astern und Gold gut aufgrund ihrer Färbung sich gegenseitig visuell verstärken und dadurch mehr Bienen anlocken und dadurch eben dann wiederum sich stärker vermehren. Also es tatsächlich eine wissenschaftliche Begründung gibt, warum Astern und Goldrute gemeinsam so schön aussehen und sie schreibt hier weiter

„'Unwissenschaftlich', sagte er und er sollte das schließlich wissen, wie er da in seinem Labor saß. Ein gestandener Professor, der Botanik. 'Und wenn Sie die Schönheit studieren wollen, sollten Sie an die Kunsthochschule gehen.' Das erinnerte mich an meinen Schwanken bei der Wahl eines Colleges, denn ich hatte zwischen einer Ausbildung zur Botanikerin oder zur Dichterin gezögert, da jeder mir sagte beides ginge nicht, hatte ich mich für die Pflanzen entschieden und jetzt gab er mir zu verstehen in der Wissenschaft geht es nicht um Schönheit, nicht um die Umarmung von Pflanzen und Menschen. Ich wusste keine Antwort, ich habe einen Fehler gemacht, ich empfand kein Aufbegehren, war nur betreten wegen meines Fehlers. Mir fehlten die Worte zum Widerstand. Er schrieb mich in meine Kurse ein und ich wurde entlassen, um mich für die Einschreibung fotografieren zu lassen. Damals dachte ich nicht darüber nach. Aber es war eine Wiederholung. Ein Echo des ersten Schultags meines Großvaters, als ihm befohlen wurde alles – Sprache, Kultur, Familie - hinter sich zu lassen. Der Professor ließ mich an meiner Herkunft zweifeln, an meinem Wissen und behauptete, seine Denkweise sei die einzig wahre, nur die Haare hat er mir nicht abgeschnitten. Bei meinem Schritt von der Kindheit in den Wäldern an die Universität war ich, ohne es zu merken, von einer Weltsicht zu einer anderen gewechselt. Von einer Naturgeschichte der Erfahrung, in der die Pflanzen meine Lehrer und Gefährten waren, denen ich in wechselseitiger Verantwortung verbunden war, ins Reich der Wissenschaft. Die Fragen, die die Wissenschaftler stellten, lauteten nicht ‚Wer bist du?‘, sondern ‚Was ist das?‘. Niemand fragte die Pflanzen ‚Was habt ihr uns zu sagen?‘ Die wichtigste Frage hieß ‚Wie funktioniert das?‘ Die Botanik, die man mir beibrachte, war reduktionistisch, mechanistisch und strikt objektiv. Pflanzen wurden auf Gegenstände reduziert, sie waren keine Subjekte. Die Methode, nach der die Botanik konzipiert und unterrichtet wurde, bot offenbar nicht viel Raum für jemanden, der dachte wie ich. Die einzige Erklärung, die ich dafür finden konnte, brachte mich zu dem Schluss, dass das, was ich seit jeher von den Pflanzen gedacht hatte, falsch sein musste.“

Und weiter später schreibt sie noch

„Der indigene Professor Greg Cajete schreibt, dass wir einen Gegenstand erst dann verstehen, wenn wir ihn mit allen 4 Aspekten unseres Seins wahrnehmen: Verstand, Körper, Emotion und Geist. Als ich meine akademische Ausbildung begann, bekam ich ziemlich deutlich zu spüren, dass die Naturwissenschaft nur eine oder vielleicht zwei dieser Wesensformen akzeptiert: Verstand und Körper.“

Eigentlich müsste ich das ganze Buch vorlesen. Weil wirklich alles so zitierungswürdig ist und ich empfehle dir auch wirklich und Carsten sagt das ja auch dieses Buch zu lesen. Es ist ein großer Schatz an Wissen und selbst wenn du am Anfang eines Kapitels vielleicht das Gefühl hast, wohin will sie denn jetzt? Also ist das denn relevant? wirst du merken, dass im Laufe des Kapitels alles relevant ist, was sie sagt. Ist Dir das auch so ergangen?

Carsten: Ja, es ist mir auch so gegangen und ich kann dir beipflichten. Also ich hab irgendwann mal drüber nachgedacht mitzuschreiben und die Passagen raus zu schreiben, wie ich das vielleicht bei anderen Büchern mache, wo ich merke ok, das ist wichtig für mich. Aber bei diesem Buch hätte ich fast das komplette Buch irgendwie aufschreiben können, also es ist es Wahnsinn, wie gefüllt dieses Buch mit wirklich ganz wichtigen Aspekten ist und trotzdem ist es anekdotenhaft geschrieben.

Stefanie: Ja, es ist sehr leicht zu lesen.

Carsten: Stimmt. Und ja, es hat für mich eine komplett neue Weltsicht nochmal tiefer erschlossen. Eine von der ich vielleicht im Vorfeld wusste, was ich vorhin schon sagte, aber wo ich jetzt von der Tiefe des Verständnisses sehr auf eine ganz andere Ebene gekommen bin durch das Lesen.

Stefanie: Und ich möchte noch mal eingehen auf die Zitate, die ich gerade genannt habe. Das ist jetzt nur ein kurzer Auszug von dem, wo ich dachte ja, so fühl ich mich auch, ich fühle mich auch schon seit Jahren irgendwie zerrissen zwischen diesem Anspruch wissenschaftliche Fakten immer nur Fakten, Fakten alles andere ist esoterisch, Du musst dich an Fakten halten, Gefühle haben hier nichts zu suchen. Diese Erfahrungen die sie gemacht hat, das Gefühl, dass einfach mehr Dimensionen eigentlich da sind, wenn es um die Verbindung zwischen der nicht-menschlichen und der menschlichen Welt geht, als das, was die westliche Wissenschaft hergibt. Vielleicht kann ich das so sagen.

Und dann auch nochmal das, was Carsten meinte, dass es für ihn teilweise neue Offenbarungen waren, da hatte ich eben das Gefühl , dass das vielleicht ein, auch wenn es natürlich mehr als 2 Geschlechter gibt, männlich, weiblich, Ding ist. Ich hatte jetzt das Gefühl, dass dadurch, dass ich mich als Frau sehe und ja, eben viel aus dieser Perspektive schon erlebt habe und auch viel gelesen habe, dass das etwas ist, was ich automatisch fühle und was für mich irgendwie klar ist. Auch dieses sich kümmern um die Welt. Vandana Shiva sagt, schützen, bewahren, erneuern, das ist quasi eine Aufgabe der Frauen oder der Menschen, die sich als Frauen sehen, und das ist etwas was, das ist irgendwie so in mir drin, ich fühl das so und jetzt will ich natürlich hier keinen Kampf der Geschlechter oder irgendwie sowas herausfordern, sondern das sind jetzt wieder Gefühle ja, ich habe irgendwie das Gefühl, dass das Menschen, die sich als Frauen definieren, näher liegt.

Carsten: Wird mit Sicherheit auch tatsächlich so sein, Ich kann es aus meiner Perspektive sagen, dass ich mich tatsächlich distanzierter zur Natur fühle und mein bisheriges Naturverständnis war stärker rational geprägt als emotional. Das heißt also wenn ich eine Naturliebe hatte, dann war sie entweder mit dem Hintergrund, dass wir die Natur hüten müssen, aufbauen müssen, jetzt im Kontext des Klimawandels, um tatsächlich das schlimmste und das Schlimmere zu verhindern oder um meinen eigenen Nutzen irgendwo wieder stärker rauszubringen dass ich in die Natur gehe, Natur genieße und selber was davon habe und so in diesem Kontext bin ich aufgewachsen, so hab ich das bisher immer empfunden und dieses Buch das hat wirklich für mich nochmal eine ganz andere Perspektive mit reingebracht, dass ich da eine ganz andere Nähe jetzt auch kennengelernt habe.

Weil wir vorhin jetzt bei Zitaten waren und jetzt auch über diese Sichtweisen gerade sprechen: Ein Aspekt, der für mich, als ich es gelesen habe, im ersten Moment richtig fremd war, so total strange, wie man immer so schön sagt, dass sie klarstellte im indigenen Kontext, ich weiß jetzt nicht, ob das allgemein indigen ist, oder in diesem Kulturkreis, in dem sie aufgewachsen ist oder was ihre Historie begründet gelten Bäume als Menschen. Das fand ich im ersten Moment so ja. Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe kann ich damit was anfangen. Ich habs verinnerlicht, ich kann es immer noch nicht wirklich erklären, dass es rational nicht begründbar, also zumindest für mich im Moment nicht, aber ich spüre diese Nähe nicht, dass ich jetzt Bäume aktiv anspreche wie Hey Partner, wie geht es dir heute? Oder so. also das ist jetzt noch ein gradueller Unterschied zwischen einem Menschen wie mich und einem Baum, aber ich glaub durch eine solche Sicht und auch Haltungsweise wird dann ganz andere Respekt zu diesen Lebewesen deutlich.

das ist auch noch ein anderer Faden, der dort da in dem Buch sehr gut eingesponnen und eingewoben ist, dass wir es mit Lebewesen zu tun haben. mit Leben ist nicht einfach so die Natur dieses Ökosystem, der Ökosystem Dienstleister und so ja. Der Berg, in dem jetzt irgendwie eher zu einer Kohle drin steckt, wo ich einfach nur mit Maschine reingehe und jetzt irgendwo die die Metalle daraus extra ihre sondern. All das sind Lebewesen, all das ist leben, all das ist ja wir, wir nehmen uns als Umwelt wahr. aber ich finde, es macht noch einen gehörigen Unterschied, ob ich jetzt von Umwelt spreche oder von Leben.

Stefanie: Oder von Mitwelt?

Carsten: Mitwelt ist nochmal ein anderer Begriff, der für mich nicht ganz so kalt wie Umwelt ist. Umwelt ist irgendwie nur einfach so ein Begriff. Mitwelt finde ich schon so ein bisschen besser. Aber bei Leben, dann empfinde ich da viel schneller, viel einfacher Demut und ich habe auch, wie gesagt, einen ganz anderen Respekt. Ich würde jetzt bei Bäumen wo ich vorhin so dieses Beispiel mit einem Baum Mensch mit reingebracht habe, ganz anders mit einem Baum umgehen. Ich würde jetzt nicht sagen ein Baum ist im Grunde genommen Holz. ja, wenn er dann irgendwie gefällt wird, dann habe ich Brennholz oder kann irgendwelche Sachen raus bauen oder so. Sondern ich habe jetzt auch durch das Lesen des Buches verstanden warum indigene Menschen mit entsprechenden Dankbarkeitsritualen an die, ich nenne es jetzt mal „Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse“ herangehen.

die gehen nicht einfach in den Wald und hacken einen Baum ab und flechten aus den Baumfasern einen Korb. Sondern da gibt es Rituale um den Baum erst mal tatsächlich zu fragen: „Darf ich dich fällen, darf ich dich zu einem Korb machen?“ und dann, wenn es da auf einer emotionalen ebene Widerstände gibt, dann akzeptieren sie das und dann gehen sie nicht hin und fällen den Baum trotzdem, weil es ja ein Baum ist und dafür sind Bäume ja da um gefällt zu werden. so das ist ja diese Sichtweise, die hier bei uns im im Kulturkreis vorherrscht, sondern dann wird halt der nächste Baum genommen und das gleiche Ritual durchgeführt, so lange bis dann irgendwo klar wird: ok jetzt habe ich einen gefunden und wenn sie halt den ganzen Tag durch die Gegend marschieren müssen, um tatsächlich auf die Suche zu gehen und einen Baum zu finden. Aber ich glaube das erzeugt ja auch nicht nur Demut, sondern auch einen Abstand zum eigenen Verhalten. Ich geh nicht so Rüpelhaft mit dem um, was mich umgibt, sondern ich achte es als Leben. Und da spricht Robin Wall Kimmerer über die ehrenhafte Ernte, das finde ich ein ganz tolles Konzept.

Stefanie: Ja, da müssen wir nochmal drüber sprechen. Ehrenhafte Ernte, das ist definitiv noch was, was wir natürlich aus der veganen Sichtweise nochmal beleuchten müssen, weil ehrenhafte Ernte auch durchaus umfasst, dass ich Tiere töte, Tiere esse und das ist aus meiner westlichen, europäischen Sicht das, was Menschen unter - jetzt doch das i Wort - unter „indianischer Lebensweise“ sehen. Würde ich jetzt so sagen, das ist mit Respekt vor dem Leben und so weiter und sofort. Letztlich ist das ja eine Herangehensweise, die sicherlich genauso wie du es gerade besprochen hast, bei ja Bäumen würde ich sagen ok, aber sie spricht teilweise auch über einen Pelzjäger, der das auch ehrenhaft betreibt. Ich weiß nicht, wie geht es dir damit?

Carsten: Ich habs schwierig gefunden, ich hab immer versucht so ein gedanklichen Weg zu finden zwischen ok, das ist indigene Kultur, die darf ich jetzt erstmal vielleicht auch aus diesem Aspekt nicht grundsätzlich kritisieren oder denen das Recht irgendwie absprechen, aber auf der anderen Seite denke ich mittlerweile ja aufgrund meiner veganen Historie ganz anders über einen Mensch-Tier Verhältnis und das egal wie stark ich das jetzt mit dieser ehrenhaften Ernte verbinde. Also ich komm da nicht drüber weg, dass dieses Mensch-Tier-Verhältnis noch anders gedacht werden muss. Also ich könnte es nicht, also ist jetzt nicht nur, weil es den indigenen Kontext hat, ist es auf einmal für mich vertretbar, sondern ich mach da schon noch einen graduellen Unterschied zwischen leidensfähigen Tieren und Pflanzen und Bäumen. Ja.

Stefanie: Ich also, für mich, ich hab da auch schon früher drüber nachgedacht, weil letztlich durch indigene Praktiken, ja eben das rituell teilweise eben dazugehört, Tiere zu töten auf eine gewisse Art und Weise. So dass das ja auch wieder ja zum einen Kolonialismus ist und eben ich als weiße westliche Frau sage indigenen Menschen sie dürfen jetzt keine Tiere mehr töten, also das geht natürlich nicht. Wenn ich jetzt aber indigene Weisheit auf mich und mein Leben übertrage und mich daran orientiere, würde ich sagen, dass für mich das funktionieren kann, ehrenhaft zu handeln, ohne Tiere zu töten.

Carsten: Ja, wobei hättest du das jetzt nicht angesprochen, bei mir ist es tatsächlich wieder so ein bisschen verdrängt worden, weil das für mich kein Thema ist, steht für mich völlig außer Frage, dass ich keine Tiere töten.

Stefanie: Ja, ich dachte nur, dass es halt wichtig ist, weil es ein ganzes Kapitel ist, das aus unserer veganen Sicht nochmal anzusprechen. Wir können ja sowieso nicht hier aus unserer westlichen europäischen Perspektive erzählen, wie die ganze Welt handeln soll, weil das nicht funktionieren kann. Wir können jetzt nur hier für uns sprechen, wie wir in Europa oder vielleicht im deutschsprachigen Raum uns anders verhalten können und ich denke, da sind wir mittlerweile so weit, dass wir ganz ohne Tiere zu essen oder tierliche Produkte zu essen überleben können und nicht nur überleben, sondern auch völlig ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und natürlich, wenn ich jetzt die Wahl habe, ein Tier wird jetzt einfach in der Massentierhaltung geschlachtet oder ein Tier wird nach diesen Regeln der ehrenhaften Ernte geschlachtet, dann ist das durchaus klar, dass ich das besser finde. Die ehrenhafte Ernte funktioniert ja auch überhaupt gar nicht mit der industrialisierter Art und Weise zu wirtschaften. Weder Landwirtschaft im Sinne von Getreide oder sonst irgendwas, noch Tiere also, das heißt, das eine schließt das andere indirekt aus. Aber dann könnte man halt wieder sagen ja, aber Bio, bio ist so wie ehrenhafte Ernte. Das stimmt natürlich auch wieder nicht. Carsten schüttelt schon den Kopf...

So wahrscheinlich ist es am besten du liest das Kapitel und machst dir selbst ein Bild. Ich denke nur es ist wichtig, dass wir es hier einmal erwähnen und das, wenn du vegan lebst, dass du weißt, das wird in diesem Buch auch darum gehen. Und für mich kommt das so sehr nah an diese Verherrlichung dieser Lebensweise ran, also das halt Menschen hier im Westen im globalen Norden halt sagen, aber guck mal, so wie das die First Nations in den USA gemacht haben oder teilweise vielleicht immer noch machen, das ist das Ideal, um Tiere zu essen, um Tiere zu töten und ich denke, das ist es eben nicht. Das Ideal wäre keine Tiere essen, keine Tiere töten.

Carsten: Und wenn ich jetzt noch mal so auf diesen Aspekt eingehe: Ich glaub der Begriff „ehrenhafte Ernte“ ist ja auch nicht wirklich so hundertprozentig abgesteckt, es gibt viele Facetten und historisch gesehen, meine ich auch gelesen zu haben, dass wenn du unterschiedliche Personen fragst, fügt jeder einzelne neue Aspekte hinzu, also es ergibt sich wohl irgendwo ein Gesamtbild, aber es ist jetzt kein stringent festgeschriebenes Regelwerk, was in jeder indigenen Kultur immer identisch ist. Ja, was mich aber fasziniert hat war dieser Aspekt „Nimm nicht das erste, was du findest. Das könnte nämlich das letzte sein. Und nimmt nur die Hälfte von dem, was du brauchst oder was du vorfindest.“

Ja, das fand ich schon sehr, sehr sehr interessant, weil aus dem ersten Aspekt „Nimm nicht das erste“ hervorgeht, Du weißt ja gar nicht wieviel noch insgesamt da ist. Wenn du eine Pflanze findest, die du jetzt eigentlich suchst und du stellst fest ok hier wächst sie, könnte es ja durchaus so sein das es woanders keine dieser Pflanzen mehr gibt und damit würdest du sie quasi ausrotten. Und nimm nur die Hälfte, das ist ja auch wieder zum einen Demut, zum anderen aber auch der Aspekt, dass andere auch bedürftig sind. Wenn ich jetzt in so einer Situation bin und hab Hunger und möchte eine bestimmte Pflanze essen, dann muss ich eben auch berücksichtigen, dass vielleicht andere Menschen in der gleichen Situation sind und auch was essen möchten und nicht jetzt quasi alles nehmen muss, was ich jetzt gerade vorfinde. Dann nehme ich anderen was weg und das ist so eine Denkensweise, die gibts hier ja gar nicht. ja also wen interessiert das, wenn ich alles aus dem Regal rausräume, was ich im Supermarkt vorfinde?

Stefanie: Ja, das ist jetzt gleich aber sehr passend für die Situation seit 2 Jahren ja.

Carsten: Mhm, dann geht es ja hier in der Kultur erstmal nur darum, dass es mir gut geht. Ich, ich, ich. Ich brauch jetzt von allem mehr und ich brauche jetzt alles Tonnen Papier und ich brauche jetzt erstmal alles Pflanzenöl. Und irgendjemand wird schon dafür sorgen, dass dann wieder Nachschub kommt, ja, nicht meine Verantwortung so und da ist dieses mit der ehrenhaften Ernte eine ganz andere Kultur.

Stefanie: wobei Robin Wall Kimmerer ja auch schreibt, dass sie versucht hat, irgendwie im Supermarkt nach den Prinzipien der ehrenhaften Ernte einzukaufen und da irgendwie keine Verbindung herstellen konnte, das heißt, da fehlt uns ja einfach dadurch, dass alles nur noch im Supermarkt ist, die Verbindung. Wenn wir das jetzt selber herstellen würden oder eben zum Beispiel bei einer solidarischen Landwirtschaft oder so beziehen würden, also wenn wir wieder einen Bezug, einen direkten Bezug herstellen könnten, dann denke ich, können wir da auch viel eher nach dem Prinzip der ehrenhaften Ernte wirklich handeln. Nur es ist genau das, was ich jetzt schon seit vielen Folgen immer wieder mantraartig wiederhole und jetzt auch hier wieder: Es geht nicht darum mich und das individuelle Glück in den Vordergrund zu stellen, sondern die Gemeinschaft und da dann zu schauen, dass für die Gemeinschaft ausreichend da ist und dass ich innerhalb dieser Grenzen dann für mich Sorge und nicht „Unterm Strich zähl ich“ und da kommen wir aber wieder auf diesen Punkt. Wie gesagt, ich hatte das in einer der vorangegangenen Folgen nochmal vorgelesen, aber diese Schöpfungsgeschichte, wovon Robin Wall Kimmerer spricht, zitiere ich nochmal einmal hier

„Auf der einen Seite der Erde war die Beziehung der Menschen zur lebendigen Welt von der Himmelsfrau geprägt, die einen Garten für das Wohlergehen aller Lebewesen geschaffen hatte. Auf der anderen Seite gab es eine andere Frau mit einem Garten und einem Baum. Doch da sie von dessen Frucht gekostet hatte, wurde sie aus diesem Garten vertrieben. Das Tor fiel krachend hinter ihr ins Schloss. Diese Mutter der Menschheit war dazu bestimmt, durch die Wildnis zu wandern und sich ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts zu verdienen. Nicht indem sie ihren Mund mit den süßen, saftigen Früchten füllte, unter denen sich die Äste bogen. Sie wurde angewiesen, an dass sie sich für ihr Essen, die Wildnis in die sie verbannt worden war, untertan machen sollte.“

Und Robin Wall Kimmerer schreibt dann hier weiter

„Eine Frau ist unsere Gärtnerahnin. Eine Mitschöpferin der guten grünen Welt, die ihren Nachkommen zur Heimat werden sollte. Die andere war eine Exilanten, die sich einen mühseligen Weg durch eine ihre fremde Welt bahnte, um zur wahren Heimat im Himmel zu gelangen.“

also genau das, was Robin Wall Kimmerer sagt hier, ist ja das, was unser, also jetzt aus westlicher Sicht, unser Verhältnis zur Schöpfung prägt. Diese Erzählung, diese Geschichte, dass wir in dieser christlich geprägten Gesellschaft aus dem Paradies verstoßen wurden und uns mitgegeben wurde, mach dir die Erde untertan. Und du bist auch nur zeitweise auf dieser Erde, und das ist eine Reise hin in ein schönes Paradies also du hast gar nicht diesen Auftrag dafür zu sorgen, dass es der Erde gut geht, sondern es ist halt nur so ein Zwischenschritt zwischen dem Paradies, was du hattest, dann wurdest du vertrieben und dem Paradies, was dann im Himmel kommen wird und das sorgt ja einfach dann auch für eine ganz andere Grundeinstellung, als wenn ich eine Gärtnerahnin habe und dafür sorge, dass der Planet, die Erde, das alles, was mich umgibt gedeiht und das es ihm gut geht. Für mich war gerade das ziemlich einleuchtend und hat mir auch nochmal gezeigt: ja klar, wir sind einfach christlich geprägt, ob wir jetzt an Gott glauben oder nicht. Unsere Kultur, unsere Gesellschaft hier, wo Carsten und ich uns gerade befinden, ist christlich geprägt und das hinterlässt Spuren und all diese Geschichten, die wir uns erzählen. Unser Leben besteht aus Geschichten, die wir uns erzählen, Geschichten von Glück - das ist ja dieses was, Robin wollte ich jetzt auch schon sagen, Rob Hopkins, der Robin Hopkins, was er aber sagte: „Dieser Lippenstift wird mein Liebesleben verbessern“ oder so, also das sind Werbeversprechen, aber es sind auch Geschichten und genau so ist auch die Schöpfungsgeschichte eine Geschichte diese und da ja unser Leben aus diesen Geschichten gewebt ist, führt uns das dazu, dass wir die Verbindung verloren haben.

Carsten: Genau, dieses Buch, das hilft mir zumindest also mir jetzt persönlich wieder stärker in Verbindung gehen zu können zumindest jetzt erstmal so vom vom Gefühl und auch vom Verstand her, es hat mich schon viel viel näher an diese Verbindung gebracht. Also als kleines Beispiel: ich habe jetzt festgestellt, nachdem ich das Buch gelesen habe, dass ich sehr viel aufmerksamer oder achtsamer durch die Natur gehe. Auch auf dem Arbeitsweg. so ein ganz kleines Stück da, wo ich dann tatsächlich nochmal ein paar Bäume habe oder sowas, die nehme ich jetzt ganz anders wahr also schon in der Hinsicht, dass das mir auf einmal die Blüte der Bäume aufgefallen ist, Kirschblüte jetzt in dem Fall, das sind so Sachen da wär ich sonst immer dran vorbeigelaufen und ich hab ja nie eine richtige Verbindung dazu gehabt. Also Natur war für mich, dann machst du am Wochenende irgendwie mal ein Spaziergang draußen im Park oder fährst du einen Wald oder ein See? Das war so Natur, aber dass ich ja im Alltag auch Kontakt zur Natur habe. Das ist jetzt durch dieses Buch nochmal viel stärker in den Vordergrund gerutscht und für mich auch viel greifbarer und ja wie gesagt, ich habe so eine Achtsamkeit mitbekommen und es schmerzt mich jetzt auch zu sehen, wie verschmutzt die Natur ist. ja die anderen Lebewesen, also verschmutzt in der Hinsicht, dass auch überall Müll rumliegt, ne achtlos, was wir jetzt in Städten ja wahrscheinlich nochmal ausgeprägter feststellen als Menschen, die auf dem Lande wohnen, aber das sind so Sachen, die habe ich, bevor ich das Buch gelesen habe, ja vielleicht auch mit einer anderen Gleichgültigkeit ertragen können und jetzt merke ich schon es schmerzt, weil ich einfach denke boah, was passiert da jetzt eigentlich?

Stefanie: Ja, bei mir hat das halt das ausgelöst, dass ich gedacht hab okay, wir müssen jetzt die Namen der Wesen lernen, die uns umgeben, das hatte ich schon in einer vorangegangenen Podcastfolge erzählt und ich denke, dass das tatsächlich auch ein erster Schritt sein kann, dass du dich vertraut machst mit dem, was dich umgibt. Die meisten von uns wissen doch eigentlich gar nicht, was sie da umgibt. Also wir nehmen es vielleicht noch wahr, aber wie die Bäume heißen, wie die Pflanzen heißen, wie die Vögel heißen, die Tiere, die da so rumlaufen, was da so wächst, das wissen wir doch alles nicht. Wir betonieren das tun, das war's oder es wird halt abgeschnitten oder so oder weggemäht und ich denke, das kann halt ein erster Schritt auf jeden Fall sein. Und ich merk das eben auch bei mir selbst aber das, wie gesagt, hatte ich schon in einer vorangegangenen Folge alles erwähnt, deswegen will ich diese Folge nicht damit sprengen, das zu wiederholen. Mhm. Leider ist es auch so, dass das Buch so reich ist, dass wir jetzt hier eigentlich mehrere Stunden darüber sprechen müßten, um uns diesem Buch würdig zu zeigen.

Das heißt also nochmal eine klare Leseempfehlung: du solltest das Buch unbedingt lesen. Du kannst das auch hören, also es gibt es auch als Hörbuch. Aber eben auch zu lesen, je nachdem was dir besser liegt. und etwas, was mir das Buch auf jeden Fall nochmal mitgegeben hat, ist tatsächlich die Kraft der Geschichten. Also es hat mich in vielem bestärkt, aber auch wieder darin, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen und dazu möchte ich jetzt noch eine Stelle zitieren aus dem Buch das ist aus dem Kapitel, wo sie über Licht und Mais Menschen schreibt.

„Sprache ist unsere Gabe und Aufgabe. Ich bin zu dem Schluss gelangt, dass Schreiben ein Akt des Gebens und Nehmens gegenüber dem lebendigen Land ist. Mit Worten können wir an alte Geschichten erinnern und neue erzählen, Geschichten, die Wissenschaft und Geist wieder in Einklang bringen und uns dabei helfen, Menschen aus Mais zu werden.“

Und dazu noch kurz die Anmerkung von mir, warum das so erstrebenswert ist, Menschen aus Mais zu werden. Tatsächlich ist das diese Maya Erzählung, die Legende der Maya, dass sie Menschen aus verschiedenen Stoffen geschaffen haben und immer wieder ausprobiert haben und Maismenschen begegneten der Welt, die sie ernährte mit Achtung und Dankbarkeit. Und den anderen Menschen, die teilweise aus Licht oder Lehm erschaffen wurden, fehlte immer etwas entweder Demut und den Lehmmenschen, glaube ich, die Intelligenz. Von daher allen anderen fehlte immer etwas und das sind quasi die idealen Menschen und damit schließt sich jetzt der Kreis. Ich hatte Carsten zu Beginn gefragt, was so seine Essenz des Buches ist und er sprach von Demut und ich hatte noch gesagt, dass Dankbarkeit und Fülle quasi das ist was gegen diese Gier und das weiter wie bisher wirkt also Demut und Dankbarkeit führen zu Fülle und Fülle bekämpft wiederum diese Gier, diese unersättliche Gier. Denn wenn ich Fülle habe, dann sättigt das ja meine Gier und das führt mich jetzt wieder zu den Geschichten, denn ich habe ja diesen Wunsch in mir Geschichten aus einer Klimagerechten Zukunft zu erzählen und ich denke, dass wir nur handeln, wenn wir Geschichten anhören, die uns erzählen, wie reich und voller Fülle dieser Alltag sein wird, in einer klimagerechten Zukunft und dass das eben ein Weg sein kann, sowie Robin Wall Kimmerer halt auch schrieb in dem letzten Zitat, dass Geschichten unsere Gabe sind, die Möglichkeit, etwas zu erzählen und dann eben auch die Möglichkeit von der Zukunft zu erzählen und das positiv also von daher: Wenn du dich angesprochen fühlst, hab ich da dieses Projekt, diesen Wunsch und natürlich bist du immer herzlich willkommen im Experimentarium, wo du jede Woche die Möglichkeit hast, mit mir in eine klimagerechte Zukunft zu reisen und dich darüber auszutauschen und Geschichten zu schreiben und mit Gleichgesinnten zusammen diese Gabe zu nutzen, die dir als Maismensch gegeben ist. Den Link zum Experimentarium findest du immer hier unter der Folge oder in den Shownotes.

Links zur Folge

Buch "Geflochtenes Süßgras - die Weisheit der Pflanzen" von Robin Wall Kimmerer
https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/geflochtenes-sussgras/978-3-351-03873-1

Buchbesprechung "Wir konnten auch anders" von Annette Kehnel
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-247-wir-konnten-auch-anders-von-annette-kehnel

Möglichkeiten mich zu unterstützen:
https://stefanie-rueckert.de/unterstützen

Einladung zum Schreibclub über eine gerechte Zukunft

Ein Beitrag

Einladung: Lass uns gemeinsam aus einer klimagerechten Zukunft berichten.

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

In dieser Folge bin ich wieder allein und das ist auch tatsächlich hier nur eine kurze Frage an dich als Podcast-Hörer·in.

Du weißt ja, dass ich im Experimentarium schon länger anbiete mit mir in eine klimagerechte Zukunft zu reisen, sonntags immer für eine Viertelstunde und dir damit die Möglichkeit biete, quasi meditativ dir vorzustellen, wie es in einer klimagerechten Zukunft aussehen würde oder könnte und zwar dann nicht in irgendeiner klimagerechten Zukunft, sondern deiner klimagerechten Zukunft, in der ein gutes Leben für alle Lebewesen möglich ist.

Und seit ich das mache und eben auch immer mehr Folgen von Rob Hopkins Podcast „From what if to what next“ höre, ist in mir dieser Wunsch entstanden eine Art Schreibclub zu gründen, in dem wir uns gegenseitig Geschichten aus einer klimagerechten Zukunft erzählen, in dem wir Geschichten aufschreiben, Fragmente, uns untereinander austauschen und durch dieses Aufschreiben und Austauschen miteinander quasi eine klimagerechte Zukunft auf dem Papier zumindest erschaffen.

Dieser Wunsch schwelt schon länger in mir und ich wollte schon längst mal nachfragen, auch auf Mastodon und generell mal im Experimentarium, aber da bisher die Resonanz noch nicht so groß war auf all meine Versuche, dich dazu zu bewegen, mir deine Vision einer klimagerechten, einer veganen Zukunft zu erzählen, war ich jetzt einfach unsicher, ob das überhaupt etwas wird.

Aber ich dachte mir jetzt egal, dieser Wunsch wird in mir immer stärker und vielleicht finden sich ja tatsächlich Menschen, die mit mir zusammen schreiben wollen, die daran Freude haben und sich gerne mit mir darüber austauschen wollen. Ich denke, dass das was ganz Großes werden kann, was ganz Tolles, denn wir brauchen einfach eine Zukunftsvision, die in uns das Verlangen und die Sehnsucht entfacht genau dorthin gehen zu wollen, also für diese Zukunft zu kämpfen und aufzustehen und vielleicht auch Dinge zu verändern.

Als ich jetzt am Wochenende morgens wie immer meine Runde um den See gelaufen bin, da halte ich immer am See dann zum Ende hin noch einmal an, um ein bisschen ja so Dehnübungen zu machen und auch ein bisschen zu meditieren. und das ging jetzt beide Tage überhaupt nicht, weil dort alles zugemüllt war, also nicht komplett, aber es lag ziemlich viel Müll dort herum und viele Menschen hatten anscheinend am Abend vorher viel Spaß dort, haben aber ihren Müll nicht weggeräumt. Es lag Müll im See und eben daneben und dann musste ich erstmal aufräumen und habe mich dabei natürlich geärgert.

Du kennst das bestimmt also „Muss ich jetzt hinter denen her räumen“ und vor allem ich als Frau „bin ich jetzt hier wieder die Putzfrau für alle, sind wir Frauen, die Putzfrauen, die die Erde aufräumen“ - um das mal etwas weiter zu fassen. Aber jedenfalls solche Gedanken gingen mir durch den Kopf, aber ich wollte einfach auch, dass es für mich soweit ertragbar sauber ist, dass ich eben dort auch die Ruhe genießen kann und einfach am See sein kann.

und diejenigen, die dort gelagert hatten und den Müll hinterlassen haben, die konnte ich ja sowieso nicht mehr erreichen und wusste auch nicht, wer das war. Die habe ich nicht in flagranti ertappt. Und deswegen blieb mir ja auch einfach gar nichts anderes übrig, entweder den Müll liegen zu lassen oder ihn einzusammeln.

und am Sonntag habe ich dann überlegt, dass diesen Menschen offensichtlich die Verbindung zu ihrer Mitwelt fehlt, denn Menschen, die respektvoll mit ihrer Mitwelt umgehen würden, würden einfach keinen Müll hinterlassen oder den einfach so in den See schmeißen. Also da fehlen ganz offensichtlich Werte, die wir erst wieder lernen müssen, die meisten von uns und offensichtlich indigene Weisheit, die Menschen, die lange, lange, lange vor uns gelebt haben, alle intuitiv beherrscht haben, die wir jetzt uns wieder aneignen sollten.

und ich dachte für mich, damit es mir besser geht und ich mich nicht ständig aufrege über solche Menschen und mir an den Kopf fasse, ist es besser, wenn ich von dieser klimagerechten, sozialgerechten und auch veganen Zukunft schreibe und davon schreibe, wie es sein wird oder wie es dann da ist und aussieht und welche Werte dort gelebt werden.

Zum Beispiel existiert in meiner klimagerechten Zukunft gar kein Müll mehr, weil wir, so wie wir's im Mittelalter schon gemacht haben, dort tatsächlich wieder gelernt haben, Ressourcen wertzuschätzen und Müll an sich ist eben so gut wie gar nicht existent, weil wir uns auch dadrauf wieder zurückbesonnen haben, wie wertvoll das um uns herum ist, was uns umgibt, unser Planet, die Erde, unser Lebensraum und wir das, was früher vor allem für indigene Völker selbstverständlich war, wieder erlernt haben.

Und da habe ich für mich wieder gemerkt, ja ich würde so gerne mit anderen Menschen gemeinsam diese klimagerechte Welt auf dem Papier zumindest schaffen und mit dir, wenn du dich angesprochen fühlst, mich austauschen und immer mal wieder vielleicht einmal die Woche, vielleicht auch zeitunabhängig immer mal wieder eintauchen in diese wunderbare klimagerechte, sozial gerechte, vegane Zukunft in der ein gutes Leben für alle Lebewesen möglich ist.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, schreib mir gerne eine E-Mail an post@vonherzenvegan.de

Links zur Folge

Die neue Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

Folge 253 - Maria rettet Hühner aus der Massentierhaltung

Ein Beitrag

Folge 253 - Maria rettet Hühner aus der Massentierhaltung

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

Ich darf dich in dieser Folge herzlich willkommen heißen zur neuen Serie Mitglieder Portrait. Und zwar stelle ich im Experimentarium in dieser Serie in loser Folge Mitglieder aus dem Experimentarium vor. Und diese Interviews erscheinen erst im Experimentarium und dann ungefähr 4 Wochen später ungefähr wirklich nur hier im Podcast. Das heißt, wenn du gerne diese Interviews zuerst hören möchtest, dann werd doch Mitglied im Experimentarium. Ich lade dich ganz herzlich ein den Link findest du hier unter der Folge oder in den Show Notes. Es ist kostenlos, schau gerne vorbei.

Ich habe diese Serie ins Leben gerufen, weil ich dir damit zeigen möchte, was Einzelpersonen wie du und ich für tolle Dinge bewegen können. Den Anfang macht jetzt Maria, die ihren Traum verwirklicht und begonnen hat, einen eigenen Lebens Hof aufzubauen.

Maria erzählt in diesem Interview,

  • wie sie auf die Idee mit dem Lebens Hof gekommen ist
  • wie sie mit der Rettung von Legehennen angefangen hat und welche Tiere noch hinzugekommen sind
  • welche Widerstände es gegen das Projekt gab und wie sie es geschafft hat, trotzdem weiterzumachen
  • worauf du achten solltest, wenn du auch den Wunsch hast, Tiere zu retten und oder ein Lebens Hof zu starten.

Noch kurz vorab: ich bin bei der Aufnahme des Interviews etwas zu nah am Mikrofon gewesen, deswegen klingt meine Tonspur etwas übersteuert. Ich hab versucht, das einigermaßen auszugleichen und bitte das zu entschuldigen und jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit dem Interview mit Maria.

Stefanie: Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Vielleicht stellst du dich einmal kurz vor, wer bist du und wie sieht dein Alltag so aus, damit wir uns ein bisschen was drunter vorstellen können wer jetzt da spricht?

Maria: Ja, Na klar gerne also ich bin Maria, ich bin 32 Jahre jung oder alt wie man mag Mama von 3 fast 4 Kindern und wir haben vor einem Jahr und seinen Lebens Hof 2 Welten eine Familie gegründet. Einige kennen mich vielleicht von Instagram, da bin ich und der Maria lebt sehr viel unterwegs und aktiv zum Thema Veganismus und Aktivismus. Und ja, und da stellt sich Tierrechtsbewegung und Teile auch Einblicke von unserem Hof und von den Rettungen von den Hühner Rettungen. Und ja, das war so die Kurzfassung also im Allgemeinen kann man schon sagen, dass. Wir unser Leben nach den Tieren, richten mit ihnen Zusammenleben und das sind ja auch die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln, dass wir das, dass die, dass die Tiere mit uns hier sind und nicht für uns und ja, das ist schön deswegen auch 2 Welten, eine Familie.

Stefanie: Ja, das klingt auch total schön, dann erzähl doch direkt mal ein bisschen mehr über diesen Lebenshof, wie wir uns das genau vorstellen können.

Maria: Also die Hühnerrettung, das sind im Grunde genommen Rettungen von Hühnern aus der Massentierhaltung, also dieser sogenannten Nutztierhaltung. Das sind zum einen die Legehennen aus dieser klassischen Eierproduktion. Aber auch Eltern Tierrettung, das heißt, das sind Hennen und Hähne, die Eltern von den Masthähnchen also die kennt, glaub ich, jeder die in diesen schlimmen Hähnchenwagen verkauft werden und das sind dann die Eltern, die werden auch gerettet, weil die normalerweise nach 12 - 15 Monaten zum Schlachthof gebracht werden und wir haben dann die Möglichkeit, die zu retten und aufzunehmen auf unserem Lebenshof, dann aufzupäppeln und zu versorgen und einfach leben zu lassen. Diese Tiere sind nämlich, wenn die ankommen, nackt und verletzt, die sind in einem erbärmlichen Zustand. Also man muss sich mal vorstellen, das sind ja Tausende Hühner. 30 bis 80000 Tiere in so einer Anlage, das hat nichts mit Tierwohl zu tun und die Möglichkeit, dass wir die retten, das kommt daher, dass wir über den Verein "Stark für Tiere" mit dem Verein ja über diesen Verein retten wir diese Tiere. Der Verein organisiert diese ganzen Rettungen und hat in ganz Deutschland verteilt Teams mit ganz vielen Helfern, in so vielen Bereichen in Deutschland wie möglich. Helfer sind Fahrer sind Retter sind, dass man ganz viele Menschen erreichen kann, die eben Hühner aufnehmen und wenn es nur 2 Hühner sind, das sind 2 Leben, dann ist ja auch schon viel geholfen und wir sind ein Lebenshof davon und nehmen Hühner auf, ja genauso. Wir retten die und nehmen die auch auf und ja behalten die, dass die bei uns leben können.

Stefanie: Ja, das ist total wunderbar. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen?

Maria: Ja, auf die Idee bin ich gekommen, das eigentlich ganz einfach, seitdem ich denken kann schon, obwohl mein Lebenstraum war immer ein Lebenshof zu haben und Tiere zu retten, die Hilfe brauchen und sie zu versorgen und denen ein schönes Leben zu ermöglichen. Also schon, seitdem ich eigentlich ja, seitdem ich denken kann und dann kam das so 2020 im Sommer vor anderthalb Jahre sind wir ja hier in unser Haus gezogen und das war eigentlich Zufall. Dann direkt daneben war so n. Oder ist so ein verlassenes Grundstück gewesen? Und dann habe ich mich schon gefragt was ist denn das für ein Grundstück? Wem gehört denn das und hab mir das denn schon so vorgestellt wie schön das wäre, wenn neben unserem Haus dann die Möglichkeit ist so ein Lebens Hof aufzubauen und habe mich dann erkundigt bei der Gemeinde wem das gehört und das gehört der Gemeinde gehört niemandem also der Gemeinde Halt und das sind 1,2 Hektar meine ich genau, als können wir 13 Hektar irgendwie also über ein Hektar. Und lange Rede Kurzer sind? Wir konnten das dann pachten auf unbestimmte Zeit, so lange, wie wir halt möchten ja, und das ist wahr, so bin ich dann auf die Idee gekommen und zeitgleich über Instagram hatte ich den Aufruf gesehen, von stark für Tiere das Hühner zu retten sind und dass die Halt adoptanten suchen. Und dann war klar so jetzt geht es los und dann haben wir angefangen, Stelle zu bauen. Also Gehege und alles, was Hühner so brauchen. Und ja, dann ging das so los.

Stefanie: Und was hat dir geholfen, dabei zu bleiben? Das ist ja jetzt nicht so einfach, auch sich immer diesem Tierleid zu stellen und auch diese Tiere zu versorgen, also woher hast du zum einen auch das Wissen um diese Tiere zu versorgen und zum anderen auch wie was hat dir geholfen, dabei zu bleiben?

Maria: Ja, also geholfen, dabei zu bleiben. Einfach meine Motivation also dieses warum weil wenn man für etwas brennt, dann macht man es einfach, man muss es auch mal, also das war. Ganz klar, wenn ich die Möglichkeit hab, dann mach ich das. Ja also es ist natürlich, wenn die Tiere hier ankommen. Ich wusste ja auch, auf was ich mich einlasse, ne wenn man die rettet wie die aussehen, wie verletzt sie sind und so weiter und das ist auch echt schlimm die die verkörpern ja dieses Leid und damit hab ich echt sehr doll zu kämpfen, aber man macht es, weil man hilft den ja damit und wenn die dann genesen und wenn es dann besser geht, dann dann ist das einfach, das kann man gar nicht beschreiben, wenn man dafür so brennt. Dann dann ist das das schönste von der Welt, diesen Tieren zu helfen und dann? Dann muss ich halt dadurch, dass ich das selber ganz schrecklich findet, wenn es halt was bewirkt und wird jedes einzelne Huhn ist es ja die Welt und das ja, das ist eigentlich mein. Warum meine Motivation das, dass ich das Liebe, was ich tue mit den Tieren und für die Tiere auch ja und ich. Ich finde, es ist auch ganz wichtig, dass so nach außen transportiert transportieren, weil beispielsweise ein Ei sieht ja, erstmal ist ja nichts Dramatisches, ne, wenn man jetzt hört ein Aiso und aber was ist eigentlich grausames bedeutet? Wie die Tiere wirklich, was das bedeutet? Eierproduktion und dieses ganze drum herum, dass das ja wie was, was? Mit denen geschieht das das gehört auch so zu der Arbeit dazu, dass man aufklärt, irgendwie guck mal hier, das sind die Hühner, für die Eier Produktion gehalten werden und ja das das sich halt was ändert. Das ist auch meine Motivation.

Stefanie: Und das wissen darum, wie wir. Wie du mit Hühnern umgehen kannst und so wie bist du da dran gekommen?

Maria: Also dass wir hatten oder wir haben schon vorher Kaninchen, Katzen rund und so gehabt also wir haben noch mehr tun, wir haben noch andere Tiere und das ja, ich hab mich dann erkundigt gelesen, ich hab mich bei den anderen. Wie sagt man Kolleginnen im Verein Helferin ausgetauscht? Was muss ich denn sagen wir auf wie viel Platz die haben müssen und das hab ich mir ja selbst angeeignet. So wenn man sich für irgendwas interessiert, dann dann kriegt man das auch hin.

Stefanie: Also würdest du anderen die jetzt sowas vielleicht auch starten würden auch sagen, es gibt halt diese Quellen und das ist relativ einfach.

Maria: Total also es ist ja auch, wenn man sich für irgendwas interessiert, dann liest man sich ja auch ein und erkundigt sich und so. Jetzt bei Hühnern zum Beispiel so schwer ist das gar nicht Hühner zu halten also die brauchen natürlich aber jede Tier Art braucht ja ihren Rahmen, was sie halt für Bedürfnisse haben, was sie brauchen, um gut zu leben. Und das kann man sich sehr gut selbst aneignen. Also und man lernt natürlich auch ne, weil wir immer mehr Fälle gehabt haben, die waren halt verletzt, oder dann hatten wir ein Mobbing Opfer - was macht man da oder wenn die sich gegenseitig die Federn raus picken was ja, was einige nach wie vor noch ganz akut machen, weil die haben ja alle ihre Geschichte und Verhaltensauffälligkeiten teilweise und da wächst man denn da dran, indem man sich gegenseitig austauschen mit anderen Menschen. Die Hühner haben diese ganzen Probleme schon durch haben und das ja, wenn man das nach guten Wissen und Gewissen macht und glaube ich, macht man das schon ganz gut.

Stefanie: Und gab es da auch irgendwie Widerstand, dass du das umsetzen wolltest?

Maria: Also Widerstände jetzt zu der Hühnerrettung selbst nicht. Aber als wir angefangen haben, hier den Hof oder erstmal das Grundstück zu bekommen, da gab es tatsächlich Widerstand und zwar wir hatten das ja beantragt. Bei der Gemeinde mit der Begründung für unser Vorhaben, was wir Vorhaben mit Lebenshof und so und dann hieß es erst nein, keine Tiere. Die stören nur mit ihrem Gestank oder Geräuschen die anderen Dorfbewohner. Ist natürlich Quatsch ne, wir haben ja nicht mal Nachbarn. So und dann sind wir hartnäckig geblieben und dran geblieben und das würde ich auch allen Menschen raten, egal was man verfolgt, immer dranzubleiben, wofür man halt kämpft und dann hat es sich letztendlich gelohnt. Aber wir dürfen keine großen Tiere halten wie Kühe oder Schweine. Und dann dachte ich erst, weil ich wollte ja Lebenshof mit allen Tieren haben, dass ich jetzt den Kopf in den Sand stecken kann und das alles hin schmeißen kann, aber dann haben wir gesagt Hühner sind ein großes Thema, dass wir uns dann auf Hühner und auch auf Schafe, also Lämmer, Rettungen sind ja auch ne Osterlamm und so weiter also das ist auch eine Industrie, also wird unser Lebenshof hauptsächlich Kaninchen, Hühner und Schafe haben.

Stefanie: Und im Moment sind es aber erst Hühner oder sind die anderen Tiere auch schon da?

Maria: Jetzt sind gerade Kaninchen und Hühner und in Mai Juni ist noch meine Eltern Tierrettung da hatte ich auch schon von erzählt, dann nehmen wir dann auch nochmal also da wir bauen aktuell wieder an neue Stelle neue gegen also dann möchte irgendwas zu tun also wir nehmen aktuell immer wieder fortlaufend Tiere auf ja Mhm genau.

Stefanie: Und in der Nachbarschaft so drum herum gibt s da irgendwie Widerstand?

Maria: Wir haben ja gar keine Nachbarn, also das ist das ja aber weiter ferne, man sieht schon andere Häuser aber gar nicht also überhaupt gar nicht. Die erfreuen sich eher, wenn sie hier spazieren gehen und dann guck mal da Tiere oder Hühner oder die Hasen also ist eher positiv da, die machen ja auch was mache ich, wenn ich meinen Gestank wo der Hahn kräht? Da freuen sich meistens darüber.

Stefanie: Okay, also jetzt keinen Gegenwind aus der unmittelbaren Umgebung?

Maria: Im Gegenteil, die meisten Menschen finden das eigentlich toll, ne wenn man jetzt die rettet, das ist immer toll, aber warum? Wir müssen diese Tiere ja gar nicht retten, wenn es das alles nicht geben würde.

Stefanie: Klärst du da auch schon irgendwie auf, also so im Sinne von pädagogischen Führungen oder irgendetwas oder ist es jetzt erstmal, dass ihr rettet, dass das Augenmerk darauf liegt?

Maria: Ja, also jetzt so dass wir irgendwie so Führung machen, noch nicht aber. Ich denke mal, wir fangen jetzt an das das wird alles noch mehr, wir haben da auch Vorstellungen, was wir ja mit Aufklärung, das ist ja so wichtig, wenn jetzt zum Beispiel Leute aus dem Dorf hier vorbei gehen und wir sind dann gerade da und die bleiben stehen also denn warum die Hühner so schlecht aussehen am Anfang ne, weil nach der Rettung sehen ja wirklich ganz schlimm aus und wenn die dann da fragen, dann kommt man so ins Gespräch und ich will denen ja auch sagen warum und dass die da ne Verbindung haben, wenn jetzt Menschen hier vorbei gehen, die nicht vegan leben, dass die auch verstehen, wenn die das kaufen, ist man irgendwo daran beteiligt, dass Tiere ob jetzt unsere Hühner hier oder allgemein die Hühner. Ja, das die Leiden und dass da diese Verknüpfung entsteht ja, das mache ich auf jeden Fall ja, aber ich versuche es halt nicht vorwurfsvoll, sondern so so ja, ihr wisst das gar nicht ne also manche wissen das einfach nicht wusste ich ja vorher auch nicht. Und dann ja kommen wir schon ins Gespräch doch.

Stefanie: Und wie sieht es mit deiner eigenen Familie aus? Hast du da Rückhalt oder gibt es da auch Widerstände?

Maria: Gar nicht also, ich mache das ja mit meinem Mann zusammen, also die Idee und der den Drang danach kam jetzt von mir, aber mein Mann ist da handwerklich, baut ja auch alles und die Kinder helfen mit und ja, das ist auf jeden Fall also ist eigentlich gemeinsam wir wir leben mit den Tieren zusammen. Wir alle also nicht nur ich, sondern die Kinder und mein Mann also ja doch wie also ist unser Hof.

Stefanie: Und hast du das Gefühl, dass die Kinder davon profitieren, also deine Kinder?

Maria: Auf jeden Fall total, weil wenn man so sieht, wenn, wenn kleine Kinder mit Tieren zusammen aufwachsen und jetzt ist schlechtes Wetter aber im Sommer, wenn wir dann viel draußen sind und dann wird vor dem Hühner G gepicknickt und dann gucken wir den oder bei den Hasen ne, wir gucken den Tieren dann zu und wenn sie dann ankommen. Denn was wollen die wohl haben? Die Hunger oder guck mal jetzt machen die das also, dass die so feinfühlig sind, dass das Tiere? Bedürfnisse haben und und Empfindungen, ne das, das ist einfach, dass das so schön das kann man also das ist so bereichert auch und das ist ja auch das, was die Kinder haben, von uns zu Hause mitnehmen, weil wir weil die das ja automatisch mitbekommen und wenn die jetzt in der Schule sind gut im Kindergarten der Kleine ist da sehr versteht das alles so langsam, aber die Großen dann auch wenn die dann zum Beispiel sehen, dass andere Kinder Hühner essen oder oder Eier essen. Dann ja, es ist das ist natürlich wirklich schwierig, weil unsere Kinder dann mich fragen warum machen die anderen Kinder das? Oder dass das die einfach auch den den anderen Kindern sagen möchtest, du gequält und getötet werden oder so ne, dann kommt das schon so, also da da kommt, dann kommt dann auch Konflikte tatsächlich also so Mhm aber an sich das Leben an sich mit den Tieren ist total bereichernd, richtig toll.

Stefanie: Ja und wenn jetzt andere, die hier zu hören, dass auch machen wollen, was würdest du den raten? Worauf sollten sie achten?

Maria: Ja also es kommt drauf an, was sie also was, was man möchte, wenn man jetzt auch ein Lebenshof haben möchte, oder muss ja nicht gleich einen ganzen Lebenshof haben, aber so Tiere halten möchte, dann braucht man Platz, das ist ja ganz logisch, ne und dann Garten ohne ein bisschen ist das schwierig und wenn man das nicht hat? Dann kann man aber auch zum Beispiel auf anderen Lebens Höfen nachfragen, ob man da helfen kann. Gut, dann sauber machen, streichen oder kümmern allgemein das so zu tun gibt es ja immer und die meisten Hilfe freuen sich, wenn man Hilfe anbietet. Also das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit oder wenn es um die Rettungen geht. Da kann man ja sich auf jeden Fall engagieren, egal wo man wohnt und wie man wohnt das, das kann man immer, weil Helfer gerade in den Vereinen werden, immer gesucht und um Fahrten zu übernehmen, um bei den Rettungen zu helfen. Also es ist das kann man sich vorstellen, dass da jede helfende Hand oder jedes Auto was fährt Gold wert ist, ne weil? Umso mehr Tiere können gerettet werden und jedes einzelne Huhn, was zusätzlich gerettet wird ist ja wird das Huhn. Die Welt.

Stefanie: Wenn wir uns jetzt vorstellen, suchen, ändern, hätten jetzt genug Platz was werden so die ersten Dinge, was würdest du raten, was sollten Sie tun?

Maria: Ja, also ist natürlich alles vorausgesetzt ein schlachtfreies Zuhause, wenn man das gut meint mit den Tieren, davon gehe ich jetzt mal aus, die hier zuhören. Da gibt es dann auch einen Schutzvertrag ja und dann wäre so der Werdegang oder das Prozedere, dass man sich wie im Beispiel jetzt bei uns bei dem Verein stark für Tiere aber es gibt ja noch es gibt ja so viele Tiere und zwar eine wenn man da sich mal erkundigt, oder? Ich schau macht dann meldet man sich bei dem Verein und dann sagen die einen wie das weitergeht wann Rettungen sind wo an wen man sich wenden kann und dann ist der Kontakt auch total einfach, dann dann dann gibt es meistens e Mail Verkehr mit den jeweiligen zuständigen und dann sagen die einen schon wann wo was ist und dann kann man also Hühner aufnehmen ist nicht schwer also daran zu kommen sag ich jetzt mal die Möglichkeit zu haben.

Stefanie: Und was bereite ich dann zuhause sozusagen schon mal alles vor?

Maria: Ach so genau zuhause für Hühner jetzt speziell da braucht man denn ein Stall, wo die weil Hühner. Sobald es damit also jeder der schonmal Hühner hatte, gehen wir abends rein selbstständig. Und da muss man halt den Stall Fuchs und Marder sicher machen dass da keine Raubtiere kommen und morgens kommen wir wieder raus und man sagt pro Huhn 10 Quadratmeterplatz kann man sich dann irgendwie ausrechnen, wieviel Zaun abstecken muss, dass die Hühner dann da ja wieso haben, wo die dann schaden können und dann braucht man vor, da gibt es auch so spezielle Körner Mischungen gibt es alles im Internet kann man alles bestellen oder die die Hühner sind ja Allesfresser, die können ja also Hühner, die die dieser zu kriegen. Das ist gar kein Problem ja, eigentlich braucht man nur im Stall den Mann fest zumachen kann und Platz wo die also 10 Quadratmeter pro Huhn, so kann man sich dann ja ausrechnen, wenn man 5 oder 10 Hühner hat in einer Gruppe, dann braucht man halt ja dementsprechend den Platz.

Stefanie: Und was kommt da so für Kosten auf einen zu? Wenn ich das jetzt machen würde, so ungefähr.

Maria: Ja, ich hab das noch nicht ausgerechnet, also ich bestell einmal im Monat ein 2 Säcke Futter und die Hühner kriegen ja auch ab und zu so Essensreste wie Nudeln oder Reis oder Kartoffeln oder Gurke schneiden wir denen und ein bisschen Stroh für den Stall. Wenn ich jetzt den Sack im Monat für 25€ hab, nur also, ich sag mal vielleicht 30€ im Monat für alles so ungefähr ohne Tierarztkosten ne, das muss man auch berechnen bedenken wenn ein Huhn krank ist, dann kommt zusätzliche Tierarzt. Kosten können dazu kommen aber jetzt was Futter und Unterkunft würde ich jetzt sagen 20 - 25€ im Monat pro Gruppe. Pro Huhn kann man das gar nicht ausrechnen, aber man hat ja meist sowieso ne Gruppe, wenn man Hühner nicht alleine hält. Und dann dann ist das eigentlich also überschaubar.

Stefanie: Ja, aber man muss halt schon bedenken, dass Tierarztkosten noch dazu kommen können. Gerade bei diesen Tieren.

Maria: Ja und natürlich die es Anschaffung, wenn man jetzt im Stall baut. Wir haben jetzt für so ein Häuschen, haben wir, das waren so 300€, was wir gebaut hat und dass das etwas größere Häuschen und je mehr Häuser werden. Mehrere dann also die erste Anschaffung das das kostet schon man muss das Halt investieren oder man baut sich selber, aber auch Zäune oder Holz. Wenn alles selber macht, dass man muss ja irgendwo kaufen, auch wenn man es gebraucht kauft. Das wäre das, aber die monatlichen Kosten sind überschaubar und Tierarzt kosten also das das ist wahr ja, wenn ich gerade die verletzten Hühner kommen, das kann man dann noch nicht so kalkulieren was was wird da anfallen? Aber ja in der Regel. Wir haben jetzt keine riesigen Tierarztkosten. Wir hatten auch keine Operationen oder so. Wir hatten ein verletztes Bein. Dann hatten wir Schmerzmittel bekommen und so.

Stefanie: Also ist Hühnerrettung etwas, wo man quasi gut einsteigen könnte, in einen Lebenshof?

Maria: Ja, auf jeden Fall. Natürlich hat jedes Tier hat seine Bedürfnisse, aber im Vergleich, wenn man jetzt Hühner halten möchte, ist das einzige, was in dem Sinne ist man es halt gebunden man muss immer da sein, morgens und abends, um die rauszulassen und auch natürlich um die zu füttern und so oder wenn man mal was ja, wenn man mit Nachbarn hat oder? Irgendjemand, der das übernehmen könnte, wäre auch gut, aber es muss immer jemand da sein, also ist ja bei den meisten Tieren so man kann nicht einfach gehen, das ist so das aber Hühner, die die sind einfach total einfache Tiere. Die haben ihr Glück auf der Wiese und Schaden und suchen Würmer und picken umher. Und was ein Huhn ebenso macht. Also das ist keine Schwierigkeit so also aus meiner Sicht finde ich.

Stefanie: Und noch eine Frage ist mir grade eingefallen, was macht ihr denn mit den Eiern?

Maria: Ja, die Frage höre ich total oft, auf Instagram ganz ganz viel. also ich persönlich, ich spreche aus meiner Sicht, für mich würde das jetzt nicht in Frage kommen, das zu essen, auch wenn es leidfrei ist, könnten wir die Eier theoretisch essen. Aber für mich wird das nicht in Frage kommen, ist eine Ausscheidung von einem Tier und ich möchte das nicht essen. Aber deswegen verfüttern wir die tatsächlich, die legen die Eier ja trotzdem und dann schlagen wir die da auf und dann liegen die auch im Boden und die stürzen sich darauf die Liebe Meier oder auch mal unsere Katzen bekommen die und oder der Hund, also das ist im Grunde Tierfutter ja praktisch.

Stefanie: Ich bin auch schon mal gefragt worden, was da auf so Lebenshöfen passiert mit diesen Eiern, ob sie dann verfaulen oder so deswegen war es jetzt mal interessant zu hören, aus der Praxis.

Maria: Das fragen mich ganz, ganz viele, weil viele Menschen denken, die Hühner essen dieser Eier gar nicht. Also von alleine gehen die da auch nicht bei. Wenn ich komme und diese Eier in die Hand nehmen, dann kommt eine große Traube um mich herum und lassen mich nicht mehr los, weil die genau wissen, weil die wollen, die auch haben, aber erst, wenn ich die halt gebe.

Stefanie: Was ist denn dann Vision so für diesen Lebenshof für die Hühnerrettung? Wie soll es da weitergehen? Wie soll die Zukunft aussehen?

Maria: Auf jeden Fall also, das wird alles noch weiter ausgebaut und wir haben ja jetzt ja vor allem ja erst angefangen und es soll noch viel größer werden. Noch viel mehr Tiere. Nach und nach werden. Wir haben jetzt erst mal jetzt im Frühling bauen wir den nächsten Stahl das nächste Gehege, dann werden die nächsten gerettet, dann kommt erst mal unsere Menschen Baby auf die Welt. Wahrscheinlich im Juli und dann ja genau Hühnern, dann vielleicht noch noch ein Gehege und dann wollen wir aber scharfe retten also dann wollen wir Lämmer Rettungen machen. Ich weiß jetzt noch nicht, ob das nächstes Jahr im Frühling schon passiert wegen Corona. Es ist auch schon ein bisschen eingeschlafen gewesen. Man muss ja mit dem Betreiber oder den Betreibern von diesen Anlagen immer. Kooperieren, dass man diese Tiere anstatt dass sie zum Schlachter gehen, ist Mandy retten kann. Aber unser Hof soll schon bunt gefüllt werden.

Stefanie: Und ist das denn so, dass man euch dann auch mit Patenschaften unterstützen kann?

Maria: Ja, wir sind noch kein eingetragener Verein, aber das soll alles noch kommen. Jetzt haben wir das erstmal alles gegründet, aufgebaut und so alles pö a pö, das soll schon noch kommen. Ja, weil also natürlich, wenn je mehr Tiere werden. Je mehr ställe man braucht. Das sind Kosten, das ist ja ganz, ganz normal und auch wenn ich schlafe. Das stelle ich mir schon vor und das auch großes Interesse, da ich sehe das ja auch auf Instagram, das macht mir auch sehr viel Spaß, da den Leuten, der hatte diesen Einblick zu geben und Menschen, also vegan lebende Menschen, den eine Freude zu machen, wenn sie sehen, dass man Tiere rettet, ich sehe das ja auch bei anderen gerne und ja doch das und patenschaften dann sehr gerne, aber alles nach und nach soweit sind wir gerade noch nicht, aber wer weiß was in einem Jahr ist, wer weiß, wie weit wir da schon sind, dann. Ja, das soll auf jeden Fall kommen.

Stefanie: Super ja, vielleicht noch so abschließend die Frage, ob du den Hörer innen noch etwas mitgeben möchtest?

Maria: Ja also es kommt drauf an, ich denke mal, dass hier viele wie schon vegane lebende Menschen zu hören. Ansonsten werden auch nicht mit. Dann ist natürlich das wichtigste warum, wie gesagt, dass man bitte bitte bitte Eier oder Masthähnchen oder irgendwas vom Huhn bitte nicht kauft dann. Dadurch gibt es ja dieses Leid erst ne, wir haben ja heute alles, was wir brauchen, wir müssen das nicht, wir sind ja keine Unmenschen, wir sind ja nicht darauf angewiesen und ansonsten ja, wer sich dafür interessiert dran bleiben man kann wenn man auch wenn man Garten hat und ne kleine kleine Hühner Gruppe von 4 Hühnern das ist. Das ist so Gold wert, leben zu retten und total einfach in der Haltung also muss man gar keine Angst vorhaben man muss bloß da sein und für die Versorgung. Ja, die Versorgung garantieren.

Stefanie: Ja, dann danke ich Dir für deinen Einblick und ich denke, dass das viele Menschen auch inspiriert, wenn sie in diese Richtung gehen möchten, dann auch die ersten Schritte zu machen und ich danke dir für deine Zeit und genau an Links alles, was du so erwähnt hast, wir sammeln danach der Folge nochmal zusammen, werden wir auf jeden Fall hier unter der Folge dann auch noch zur Verfügung stellen.

Maria: Und vielleicht hören oder sehen wir uns irgendwie über den Verein, über die Rettungen oder wenn Fragen da sind, wenn Kontakt gewünscht ist, einfach anschreiben ich freue mich über jeden, der sich meldet, um was Gutes zu tun, ja genau also immer gerne melden.

Das war das Interview mit Maria. Du findest alle Links zu Maria und zu dem, worüber wir gesprochen haben unter der Folge und in den Show Notes.

Maria hatte nachträglich noch hinzugefügt, dass sie empfiehlt, ein Netz über dem Hühnergehege anzubringen, um die Hühner vor Raubtierangriffen aus der Luft, zum Beispiel einem Adler Angriff zu schützen. Das war etwas, was sie während des Interviews noch vergessen hatte, zu sagen und mich gebeten hat, das nochmal zu ergänzen.

Wenn du wie Maria auch Mitglied im Experimentarium werden möchtest, dann findest du den Link dazu auch hier unter der Folge oder in den Show Notes. Und wie gesagt es ist kostenlos und unverbindlich und du wirst nicht gezwungen, dich zu beteiligen, wenn du es nicht möchtest. Und ich würde mich riesig freuen, wenn du dabei bist.

Dann bleibt mir nur noch zu sagen in diesem Sinne in Hamburg sagt man Tschüss. Und auf Wiederhören.

Links zur Folge

Wirklich nachhaltig leben funktioniert nur in Gemeinschaft

Ein Beitrag

Folge 252 - Wirklich nachhaltig leben funktioniert nur in Gemeinschaft

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

In dieser Folge bin ich wieder alleine, weil Carsten nämlich einen neuen Job angefangen hat und da ziemlich beschäftigt ist, jetzt auch nicht mehr im Homeoffice arbeitet und dadurch fallen natürlich wieder die Anfahrtszeiten an, die wir vorher für andere Dinge nutzen konnten, zum Beispiel Podcastfolgen aufnehmen. Außerdem hat er die Chance bekommen, hier im Stadtteil im Bürgerhaus seine Fotos ausstellen zu können und das heißt auch an den Wochenenden ist er schwer beschäftigt, weil er seine Fotos ja analog ausarbeitet und das dauert ein bisschen, das alles zu machen und deswegen hörst du mich heute wieder hier ganz allein.

Ich möchte jetzt zu Beginn noch mal einmal auf die Fülle statt Verzicht-Aktion hinweisen. Also wenn du Lust hast, ich hatte in der letzten Folge davon gesprochen, wenn du Lust hast mitzumachen, bist du herzlich eingeladen, den Hashtag #FülleStattVerzicht zu nutzen und da drunter Tipps zu posten, was du gewinnst, wenn du nachhaltig lebst. Dazu gehört ja auch Vegan Leben, regional leben, saisonal, wenig Lebensmittel, bzw. keine Lebensmittel verschwenden.und dann auch alles, was noch weitergeht, nämlich Mobilität autofrei leben, zum Beispiel oder oder oder und wenn du da mitmachen würdest, freue ich mich sehr, denn ich bin ja nur auf Mastodon unterwegs. Ich verlinke noch mal meinen Account hier unter der Folge, damit du da auch schauen kannst und ich verlinke da auch nochmal die Aktionen. ich poste alles unter einem Thread, so dass du das dann da verfolgen kannst, was ich schon gepostet habe und natürlich bist du auch herzlich eingeladen an dich im Experimentarium mit mir und allen Mitgliedern auszutauschen zu diesem Thema, denn das ist unser neues Monatsthema, diese und da können wir eben auch Argumente sammeln in Gesprächen mit anderen. Wenn wir ihnen erzählen, wie toll das ist, nachhaltig zu leben, wie gesagt, dazu gehört Vegan-Leben dazu.

Den Link zum Experimentarium findest du auch hier unter der Folge oder in den Shownotes und für alle, die auch so ein bisschen Datenschutz nerdig sind wie ich, ich habe ja dieses diese Plattform extra gewählt, weil es eben nicht Facebook ist und auch gar nichts damit zu tun hat und es liegt zwar in den USA die Plattform, aber die Daten werden für nichts anderes genutzt als für das Experimentarium, denn ich zahle monatlich Geld dafür und damit verdient die Firma, die diese Plattform bereitstellt, ihr Geld, nicht mit Werbung oder Profilen, die von dir erstellt werden, so wie das bei Facebook oder Twitter, Instagram et cetera der Fall ist, sondern die Firma verdient damit Geld, indem ich sie bezahle, also von daher gehören die Daten quasi mir und du bekommst von mir mein großes Ehrenwort und das ist eben auch rechtlich abgesichert, dass ich deine Daten auf keinen Fall weiterverkaufe.

Ich weiß, dass es keine absolute Sicherheit gibt im Internet. Also wenn du etwas im Internet veröffentlichst, solltest du immer darüber nachdenken, ob du das wirklich publik machen möchtest, denn 100 Prozent der Sicherheit dass etwas, was du ins Internet gestellt hast, niemals irgendwie von anderen Menschen verwendet wird, obwohl du das gar nicht möchtest, gibt es einfach nicht. Also wenn du hundertprozentige Sicherheit haben möchtest, solltest du dich nicht im Internet bewegen und deswegen kann eben auch ich dir keine hundertprozentige Sicherheit geben und auch, dass die Daten eben in den USA liegen ist natürlich für mich etwas, was ich eigentlich auch nicht gerne so hätte, aber diese Plattform ist einfach der bestmögliche Kompromiss, den es gibt für mich zwischen Nutzbarkeit und Datenschutz. Also es ist nicht Facebook, Google et cetera, aber es liegt in den USA dafür, ist es leicht nutzbar und überall auf allen Plattformen verfügbar: Du kannst das Experimentarium im Browser nutzen, aber du kannst auch eine App installieren auf deinem Smartphone, Android und iOS, so dass du da auch dann flexibel unterwegs sein kannst oder auf deinem Tablet und kannst eben mobil Teil des Experimentariums sein, aber eben auch ganz einfach im Browser. Also das nur noch mal vorabfalls du deswegen noch nicht Mitglied geworden sein solltest, dann kann ich dir diese Angst auf jeden Fall nehmen und du kannst auch mir immer gerne schreiben, wenn du irgendwelche Bedenken haben solltest, dann können wir darüber sprechen oder wenn irgendetwas dich noch davon abhält, du eigentlich Mitglied werden wolltest, aber du irgendwelche Bedenken noch hast, dann schreib mir einfach und wir finden einen Weg.

Nun zum eigentlichen Thema dieser Folge. Ich hatte schon mal vor einiger Zeit in Folge 180 in diesem Podcast da drüber gesprochen, wenn selber machen zum Burn-out führt und habe seitdem natürlich auch immer wieder dadrüber nachgedacht was eine Lösung sein könnte und wahrscheinlich kennst du das auch, wenn du einfach als Einzelperson oder vielleicht auch als Familie versuchst, möglichst nachhaltig zu leben, dann stößt du immer wieder an Grenzen.Also ich merke das halt immer wieder, wenn ich dann stundenlang in der Küche stehe, um Dinge vorzubereiten, selber zu machen, einzukochen, was auch immer. Dann der ganze Abwasch, der anfällt und restlich ist irgendwie so das Gefühl, dass du dann eigentlich nur noch abwäscht, kochst abwäscht, kochst und zwischendurch irgendwie Amok läufst. Du weißt ja, dass ich mittlerweile diese Reisen in eine klimagerechte Zukunft anbiete, immer sonntags. Momentan immer sonntags um 9 Uhr im Experimentarium. Du bist herzlich eingeladen und es gibt auch immer eine Aufzeichnung und unter die Aufzeichnung im Experimentarium schreibe ich was ich gesehen habe während ich dort war in dieser klimagerechten Zukunft, also während dieser Übung und wie ich mir das vorstelle und ich habe jetzt in letzter Zeit diese Übung ja logischerweise öfter gemacht und habe dadurch meine Vorstellungskraft trainiert und immer wieder darüber nachgedacht, wie sich das, was jetzt eben zum Burn-out führen kann, dann verändern würde und das Schlüsselwort ist tatsächlich Gemeinschaft.

Ich stelle mir das so vor, dass wir wenn wir in einer klimagerechten Zukunft leben, dann miteinander mehr machen, als wir es jetzt tun, also wenn ich mir vorstelle, ich dann jetzt in eine Zeitkapsel steigen und in einer klimagerechten Zukunft wieder auskommen, genau hier, wo ich jetzt bin, in der Wohnung, in der wir grade leben. Dann hätte er sich vieles radikal geändert, nämlich als allererstes, dass ich meinen Nachbar innen viel besser kennen würde und wir eine Gemeinschaft wären. Und es wahrscheinlich immer noch Wohnungen in dem Sinne gäbe, aber Dinge wie zum Beispiel eine Waschmaschine, nicht mehr in jedem Haushalt stehen würde, sondern es ein Gemeinschaftswaschraum geben würde, wo wir uns dann auch immer abwechseln in der Betreuung und wo dann viel effizienter was die Nachhaltigkeit angeht dann gewaschen werden kann und dann auch, wenn wir uns noch mal auf dieses Thema selber machen konzentrieren wäre es so, dass es eine Gemeinschaftsküche gäbe und vielleicht eine Gemeinschaftsküche blockweise quasi, also dass wir, wenn wir jetzt zum Beispiel an den Verein Neustadt, Schweiz, an dieses Modell zurückdenken hatte ich ja auch schon Podcast-Folgen zu gemacht wo es dann um diese Nachbarschaften geht, wo 500 Menschen in ein so einem großen Komplex gemeinsam wohnen dann wohnen die da ja nicht WG-artig und teilen sich eine Küche 500 Menschen und streiten sich dann dadrum, wer da sauber macht. Sondern jede Einheit, jede Wohneinheit hat eben die Möglichkeit,da auch in so einer kleinen Pantryküche sich mal was warm zu machen, aber weil das eben viel effizienter ist, eine Großküche zu haben, gibt es eben auch einen größeren Bereich, wo Menschen zusammen kochen.

Und auch da bei diesem Gedanken, wenn ich 500 Menschen habe, die dann in verschiedenen Arten zusammenwohnen, kann es ja auch Etagenweise dort dann größere Gemeinschaftsküche geben und dann nochmal für den ganzen Komplex eine Kantine, wo dann eben gekocht wird. Und wenn ich mir jetzt hier vorstelle, wir sind sieben Einheiten hier pro Hauseingang und dann ist das auch so ein größerer Komplex. dann könnte ich mir auch vorstellen, dass wir pro Hauseingang irgendwie eine Küche haben, eine Gemeinschaftsküche wo wir vielleicht zusammen kochen oder tatsächlich irgendwie alle drei Hauseingänge oder so ein eine Gemeinschaftsküche und die Keller bräuchten wir gar nicht mehr, weil wir gar nicht mehr so viel Privatbesitz haben, weil vieles eben gemeinschaftsgut geworden ist, weil wir das einfach nicht mehr als Eigentum brauchen. Also wir müssen's nicht mehr besitzen. Das muss einfach nur da sein, dass wir es nutzen können wenn wir es denn mal benötigen und dann könnten nämlich diese Kellerräume als Vorratsräume genutzt werden und dann wäre das auch frei zugänglich für alle Menschen, die eben hier wohnen und wir könnten durch eben eine Gemeinschaftsumlage, dass wir sagen, so, wir geben Zeit jeden Monat, also zwei, vier Stunden im Monat oder so und arbeiten dann da zum Beispiel in der in der Wäscherei oder in der Gemeinschaftsküche dass wir dadurch eben uns das erkaufen, dass wir auch die Vorräte nutzen können und so könnte nämlich dann die Arbeitslast die im Einzelnen anfällt, die mich dann letztlich zu diesem Burn-out-Kreislauf führt, wenn ich das alles alleine machen muss oder meinetwegen auch zu zweit. würde dadurch ja völlig ausgebremst oder beziehungsweise dann gäbe es das einfach gar nicht mehr, weil die Last einfach auf viele viele Schultern verteilt wird und wir uns da ablösen können und wir da gemeinschaftlich dran arbeiten können und austauschen können und es kann dann da viel Größeres noch daraus entstehen. Und das kann natürlich nur möglich sein, wenn ich nicht mehr an 40 Stunden Lohnarbeit pro Woche gebunden bin, sondern dann eben mir überlege, dass ich vielleicht nur noch 20 Stunden Lohnarbeit habe pro Woche oder oder oder. Da gibt es ja einige Konzepte, etwas, was du zum Beispiel jetzt auch gerne weiterspenden kannst.

Ich möchte noch mal so ein bisschen auf diesem Fokus des Selbermachens verweilen. Gerade wenn du in Gemeinschaft, also mit mehreren zusammenZum Beispiel in der Küche stehst und lachst und plauderst und dich austauschst, machst du das doch auch viel mehr Spaß. Als wenn ich das alles alleine mache. Klar, ich kann dabei, wenn ich das alles alleine mache, dann Hörbücher hören oder zum Beispiel Podcasts, ja? Ich denke, dass wir das in einer klimagerechten Zukunft gar nicht mehr so brauchen, dass wir dabei etwas hören, sondern dass es angenehmer ist, wenn wir dann mit anderen zusammen sind und du musst ja dann gar nicht die ganze Zeit reden. Natürlich ist das ja eben auch nicht etwas, was du jetzt dann von morgens bis abends wirklich fünf Tage die Woche machst, sondern das ist ja dann was, was wir als Gemeinschaft hier dann ja bewerkstelligen würden und wo wir uns ablösen und wo jeder Mensch dann einfach für eine gewisse Zeit eingeteilt ist und dann kann natürlich überlegt werden, ob diese Zeitkontingente vielleicht untereinander getauscht werden oder dass du quasi von anderen dafür bezahlt wirst, dass sie dass dass du das Zeitkontingent Zeitkontingent ja von ihnen übernimmst und so was geht ja alles, das kann ja alles funktionieren.

Ich finde dieses Bild von der Gemeinschaft, von dem das Gemeinsam machen, das macht alles so viel leichter. Also bei mir löst dieser Gedanke und diese Vorstellung, dass wir da zusammen entspannt etwas schaffen, das löst bei mir ganz viel Leichtigkeit aus und nimmt an diesem ja Bild, ich versuche als Einzelperson so nachhaltig wie möglich zu leben, ganz viel Druck so dass ich auch wirklich denke, der Schlüssel zur Nachhaltigkeit ist Gemeinschaft und dass wir das zusammen angehen, denn es ist ja auch nachhaltiger, wenn viele Menschen auf einem Fleck wohnen und wir nicht so viel Land versiegeln, sodass auch da wieder Gemeinschaft der Schlüssel ist und das ist also etwas, was wir wieder lernen müssen. Wir haben das meiner Meinung nach jetzt seit der Industrialisierung verlernt. Und wir konnten das früher schon mal, das mit der Gemeinschaft, aber jetzt hier, wenn ich wir sage, dann meine ich jetzt vor allem uns hier in dieser westlichen Kultur und vor allem vielleicht auch in Deutschland Europa ich würde sagen vor allem Deutschland denn wir haben ja alle unterschiedliche kulturelle Entwicklung so in den USA ist das ja auch nochmal anders und auch in anderen Teilen der Welt, deswegen wenn ich von wir spreche, kann ich in erster Linie ja nur von mir sprechen, auf meinem Wissenshintergrund, mein und der bezieht sich eben jetzt hier erst mal auf Deutschland. Und ich denke, dass es eine Schlüsseleigenschaft ist für eine klimagerechte Zukunft, dass wir lernen, wie wir in Gemeinschaft leben können.

Und wie gesagt, ich meine damit nicht wohnen, Gemeinschaft wie Geh und Studenten, Innenwohnheimen und abgeranzte Küchen und alles ist dreckig und dasKlo stinkt oder so, hm sondern wirklich Gemeinschaft. Ich denke da zum Beispiel an eine Burg im Mittelalter, ja? Diese Burg war ja quasi auch eine Gemeinschaft, natürlich keine Demokratie und so weiter und so fort. Das ist mir schon alles klar. Ja, nur um dieses Bild zu haben, dass es da eben auch eine Küche gibt, eine Großküche, wo gekocht wird und nicht jede und jede Person da irgendwie eine Einzelküche hatte oder im gemeinsam gewirtschaftet wird oder wenn wir zum Beispiel das Buch von Annette Kehnel noch mal heranziehen und da gab es ja auch schon in der Vergangenheit immer wieder Höhe für die gemeinsamen gewirtschaftet haben, auch diese Klöster, die gemeinsam gewirtschaftet haben.

Die Kraft und die Nachhaltigkeit liegt in diesem gemeinsamen Wirtschaften und damit ist eben auch nicht Wirtschaftswachstum höher, schneller, weiter oder so gemeint sondern schlicht diese Tatsache, wenn wir solche Dinge wie die Grundversorgung gemeinschaftlich teilen, dann ist das viel nachhaltiger. Auch wenn wir zum Beispiel auf die Care-Arbeit gucken. Wenn das auf viele Schultern verteilt ist und auch vor allem nicht weiblich gelesene Schultern, dann trägt es enorm zur allgemeinen Entspannung bei und wir leben viel nachhaltiger. ich denke, dass wir es als Einzelperson nicht schaffen werden, nachhaltiger zu leben, sondern nur, wenn wir uns mit anderen zusammenschließen, nur als Gemeinschaft kann uns das gelingen. also weg von „Unterm Strich zähl ich“ hin zu gemeinsam können wir das schaffen und das ist eben auch der Grund, warum ich das Experimentarium gegründet habe, diese Online-Community.

Ja, ich möchte auch gerne wieder vor Ort Gruppen anbieten oder mich vor Ort treffen. Nur ist das aufgrund der Pandemie noch nicht so wirklich möglich, wird natürlich jetzt bald wieder möglich sein. aber es hat auch noch einen Haken, wenn ich jetzt nur hier in Hamburg Gruppen anbiete, dann sind all die Menschen, die ja bis in den Süden Deutschlands verstreut sind, sich in Österreich oder der Schweizbefinden oder vielleicht sogar in Dänemark, wobei Dänemark ner dran ist, ne. Also von daher sagen wir mal in Österreich und der Schweiz und in den weiten Deutschlands , all die werden daran auch nicht teilnehmen können. Eine Online-Community hat insofern eben auch Vorteile und das wir Gemeinschaft üben sollten und gemeinsam es nur schaffen können, wirklich nachhaltig zu leben und in eine klimagerechte Zukunft zu gehen.

Das ist eben der Grund für das Experimentarium und ich lade dich nochmal ganz herzlich und ausdrücklich ein ins Experimentarium zu kommen, wenn du auch diesen Wunsch hast gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft zu gehen wenn du auch nachhaltiger leben möchtest und als Einzelperson häufig daran verzweifelst, dass du einfach nicht so nachhaltig leben kannst, wie du es gerne möchtestAlso wenn du auch immer wieder die in diesen Kreislauf gerätst, dass du zum Beispiel in der Küche stehst und das Gefühl hast, du würdest nur noch in dieser Küche sein und abspülen und kochen und abspülen und kochen dann bist du auch herzlich eingeladen im Experimentarium neue Wege zu finden, wie Gemeinschaft für dich funktionieren kann.

Links zur Folge

Die neue Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

Mach mit bei der Aktion #FülleStattVerzicht
https://digitalcourage.social/@stefanierueckert/107885985505786464

Folge 180: Wenn Selbermachen zum Burnout führt
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-180-wenn-selbermachen-zum-burnout-fuehrt

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Folge 251 - Erneuere die Verbindung zu Deiner Mitwelt

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Folge 251 - Erneuere die Verbindung zu Deiner Mitwelt

Für eine klimagerechte Zukunft müssen wir lernen uns wieder mit unserer Mitwelt zu verbinden.

Wir müssen lernen nicht nur auf und von dieser Erde zu leben, sondern auch mit ihr und das beginnt damit, dass wir die Namen unserer nicht-menschlichen Nachbar·innen kennenlernen.

Ich zitiere in dieser Folge einige Passagen aus dem Buch "Geflochtenes Süßgras" von Robin Wall Kimmerer - das gesamte Buch werde ich noch in einer extra Folge besprechen.

In dieser Folge geht es zunächst darum, wie es dazu kam, dass wir die Verbindung zu unserer Mitwelt verloren haben und was der erste Schritt sein könnte, um sie zu erneuern.

Transkript (nur grob Korrektur gelesen)

Bevor wir jetzt mit dieser Folge hier beginnen, möchte ich noch auf eine Aktion hinweisen. Wenn du die Folge am Mittwoch, an dem sie erscheint, hörst, ist das ja Aschermittwoch und da beginnt im Christentum die Fastenzeit.

Nun sind Carsten und ich nicht so religiös, aber die Fastenzeit wird ja mittlerweile auch zum Anlass genommen, um auf verschiedenste Dinge zu verzichten, sei es Autofasten, Plastikfasten oder manche leben dann vegan und finden das eben auch als Verzicht und genau das sehe ich irgendwie so ein bisschen als Problem auch an oder nicht nur ein bisschen, sondern ich sehe es generell als Problem an, dass wir das alles mit diesem Verzichtsgedanken verbinden und ich denke, damit etwas nachhaltig ist, sollten wir nicht den Fokus auf den Verzicht legen, sondern den Fokus auf das, was wir gewinnen und deswegen hatte ich die Idee jetzt wrend der Fastenzeit jeden Tag ein Tipp, ein Impuls zu posten, also eigentlich zu tröten auf Mastodon auf der einzigen Social Media Plattform auf der du mich finden wirst, zu dem Thema, was du gewinnen kannst, wenn du nachhaltig lebst. Die Aktion habe ich Fülle statt Verzicht genannt und du bist herzlich eingeladen mitzumachen im Experimentarium sammeln wir dazu Ideen jetzt die nächsten 40 Tage und posten das dann und tröten und tweeten und was auch immer, auf welchem Netzwerk du dich auch befindest, um nach außen in die Welt zu geben, was du alles gewinnen kannst, wenn du zum Beispiel vegan lebst wenn du Auto frei lebst, wenn du erdgebunden reist, wenn du Dinge reparierst statt sie wegzuwerfen und so weiter und so fort und wenn du da mitmachen möchtest, bist du herzlich willkommen im Experimentarium. Du kannst natürlich auch einfach so mitmachen, nutze den Hashtag #FülleStattVerzicht und dann kannst du einfach mitmachen, aber wenn du in einer Gemeinschaft mitmachen möchtest, dich austauschen willst und auch die ganzen Tipps, die wir da sammeln und die ganzen Impulse dann sehen möchtest, dann komm ins Experimentarium. Du findest den Link unter dieser Folge oder in den Shownotes und die Mitgliedschaft ist kostenlos und ich freue mich sehr auf dich.

Nun aber zur eigentlichen Folge. Wie gut kennst du die Natur, die dich umgibt? Kannst du all die Bäume, Pflanzen, Lebewesen, Wesen, Tiere, alles was da lebt, was dich umgibt mit Namen benennen, weißt du, was da wächst und kreucht und fleucht? Ich kann das nicht.

Ich habe festgestellt, dass mein Horizont da sehr begrenzt ist. Dass ich die Umgebung tatsächlich eigentlich als Kind das letzte Mal so richtig wahrgenommen habe und vielleicht auch in der Schule was da drüber gelernt habe aber irgendwie war das alles gar nicht so wichtig. Also es war teilweise eben Schulstoff, den ich lernen musste, aber das ist irgendwie für meinen Alltag, für mein Selbstverständnis wichtig gewesen wäre, auf keinen Fall, würde ich sagen. Also die Natur, ich meine, wenn ich das so beobachte, was wir hier machen, was uns umgibt, da kommen Gärtnerinnen, die halt die Natur so zurückschneiden, also die Bäume, die Sträucher und alles so in ihre Grenzen schneiden, dass es zu uns dem Menschen passt und das ist wirklich ja, etwas, was ich immer wieder beobachte und was ja eigentlich auch ganz normal ist, zumindest so in unserem Kreisen und und erst so in den letzten Jahren ja noch nicht mal Jahren, also nicht vielen Jahren, sondern eher Monaten bis Jahren, habe ich angefangen, das in Frage zu stellen. diese Grundeinstellung, dass wir als Menschen diejenigen sind, die der Natur sagen, wo's langgeht. So einen Slogan habe ich auch an einem Auto gesehen von einem Gärtnereibetrieb, die da gesagt haben, okay, werde Gärtnerin und zeig der Natur, wo es langgeht. Eine klare Aussage, was die Beziehung oder den Beziehungsstatus angeht, wer hier das Sagen hat.

Und jetzt erst vor Kurzem, als ich das Buch geflochtenes Süßgras gelesen habe, habe ich gemerkt, dass das in unserer Kultur tatsächlich begründet liegt, dass wir so mit der Natur umgehen. Es ist nicht so, dass weltweit alle Menschen genauso denken wie ich denke also in dieser Beziehung zur Natur und ich würde jetzt mal behaupten, wie es so im westlichen Denken allgemein so ist, sondern es gibt viele indigene Völker vor allem, die eine ganz andere Beziehung zur Natur haben und ich möchte dir jetzt hier einmal ein paar Ausschnitte aus dem Buch geflochtenes Süßgras von Robin Wall Kimmerer vorlesen. Ich werde das Buch auch nochmal gesondert zu rezensieren und mit Carsten zusammen besprechen. dazu muss Carsten es erst gelesen haben und da das jetzt noch bisschen dauert nehme ich jetzt erst mal einen Bezug auf einen kleinen Teil aus diesem Buch. Und die Autorin Robin Wall Kimmerer ist Mitglied der Citizen Potawatomi Nation und lebt in den USA und sie ist Botanikerin und das macht das ganze Buch so charmant, weil sie das westliche Wissen mit dem indigenen Wissen verbindet und für mich schon mal so Spoiler alert vorab war das wirklich eine Offenbarung und auch das Gefühl endlich anzukommen und verstanden zu werden weil ich immer wieder mit diesem westlichen naturwissenschaftlichen Denken anecke und da dann auch gleich das Gefühl habe abgewertet zu werden, dass wenn ich nicht rein faktisch, sondern ein bisschen mit Gefühl das Ganze bewerte, gleich negativ in eine Schwurbelecke gedrängt zu werden. Und jetzt kommt Robin Wall Kimmerer, die das Buch schon 2013 veröffentlicht hat und ich hab's jetzt erst gelesen, wirklich fast schon zehn Jahre später, also neun Jahre später habe ich's gelesen.und es ist ein Wahnsinnsbuch. Es ist eine unbedingte Leseempfehlung und wie gesagt, ich werde es auch noch mal ausführlich besprechen in einer extra Podcast-Folge.

Jetzt möchte ich einfach nur einen kleinen Aspekt herausgreifen und zwar beschreibt Robin Wall Kimmerer zu Beginn den Schöpfungsmythos ihres indigenen Volkes und der besagt unter anderem, dass da eine Frau, die Himmelsfrau, aus dem Himmel auf die Erde hinabgestürzt ist und dort gab es schon Tiere, die sehe ich um sie gekümmert haben und durch ihre Hilfe konnte die Himmelsfrau dann die Erde erschaffen und mit den Tieren, den Lebewesen, die dort waren, gemeinsam eine Welt erschaffen, in der sie leben konnte. Wenn das jetzt nur ganz verkürzt dargestellt, das ist eine ganz schöne Geschichte und wie gesagt, ich empfehle dir auch das Buch zu lesen.

Der Grundgedanke ist, dass die Welt in der die Himmelsfrau lebt auf Dankbarkeit beruht und dem Miteinander aller Lebewesen. Und Robin Wall Kimmerer schreibt weiter: „Auf der einen Seite der Erde war die Beziehung der Menschen zur lebendigen Welt von der Himmelsfrau geprägt, die einen Garten für das Wohlergehen aller Lebewesen geschaffen hatte. Auf der anderen Seite gab es eine andere Frau mit einem Garten und einem Baum. Doch da sie von dessen Frucht gekostet hatte, wurde sie aus diesem Garten vertrieben. Das Tor fiel krachend hinter ihr ins Schloss.diese Mutter der Menschheit war dazu bestimmt, durch die Wildnis zu wandern und sich ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts zu verdienen. Nicht indem sie ihren Mund mit den süßen, saftigen Früchten füllte unter denen sich die Äste boomen.Sie wurde angewiesen, dass sie sich für ihr Essen die Wildnis in diese verbannt worden war, Untertan machen sollte. Dieselbe Art, dieselbe Erde, verschiedene Geschichten. Wie jede Schöpfungsgeschichte sind solche Kosmologien ein Quell für Identität und Orientierung gegenüber der Welt. Sie sagen uns, wer wir sind. Zwangsläufig sind wir von ihnen geprägt, egal wie wenig präsent sie in unserem Bewusstsein sein mögen.Die eine Geschichte führt zu großzügigen Umarmungen der lebendigen Welt. Die andere zur Verbannung. Eine Frau ist unsere Gärtnerahnin, eine Mitschöpferin der guten grünen Welt, die ihren Nachkommen zur Heimat werden sollte. die andere war eine Exilantin, die sich einen mühseligen Weg durch eine ihr fremde Welt bahnte, um zur wahren Heimat im Himmel zu gelangen. Und dann begegneten sie sich. Die nachkommende Himmelsfrau und die Kinder Evers.und das Land um uns trägt die Narben dieser Begegnung, unsere Geschichte sind ihr Echo. Man sagt, die Hölle kennt keinen schlimmeren Zorn als den einer verhöhnten Frau.und so wird das Gespräch zwischen Eva und der Himmelsfrau wohl abgelaufen sein. ‚Schwester, du hast nun mal das kürzere Ende gezogen.‘“

und Robin Wall Kimmerer schreibt weiter: „Sehen wir uns das Erbe Evas an, der Ärmsten, die aus dem Garten Eden vertrieben wurde. Das Land trägt die Wunden einer Missbrauchsbeziehung und zerbrochen ist dabei nicht nur das Land selbst, sondern vor allem auch unsere Beziehung zu ihm. Gary Nabhan schrieb einmal, wir können keinen sinnvollen Heilungsprozess keine Restoration erwirken, wenn wir nicht mit der ‚Re-story-ation’ anfangen, der Rückvergeschichtung. Das heißt, unsere Beziehung zum Land kann nicht gesunden, solange wir uns nicht seine Geschichten anhören. Aber wer soll sie uns erzählen? In der westlichen Tradition gibt es eine anerkannte Hierarchie der Lebewesen und natürlich steht ganz oben der Mensch. Die Krone der Evolution, der Liebling der Schöpfung und die Pflanzen ganz unten. In der indigenen Weisheit dagegen werden die Menschen oft als kleine Brüder der Schöpfung bezeichnet. Wir sagen die Menschen haben am wenigsten Erfahrungen mit dem Leben und müssen daher am meisten lernen. Wir müssen uns nach den Lehrern, unter den anderen Lebewesen umsehen und uns von ihnen leiten lassen. Ihre Weisheit zeigt sich in der Art, wie sie leben.durch ihr Beispiel lernen wir. Sie sind schon länger auf der Erde als wir. Sie hatten schon Zeit zu verstehen. Sie leben über und unter dem Erdboden verbinden die Himmelswelt mit der Erde.Die Pflanzen wissen, wie man aus Licht und Wasser Nahrung und Medizin macht und dann geben sie sie weiter. Ich stelle mir gerne vor, dass die Himmelsfrau beim Ausstreuen ihre Handvoll Samen auf der Schildkröteninsel Nahrung für den Körper aussäte, aber auch für Vernunft, Gefühl und Geist. Sie hinterließ uns Lehrer, die Pflanzen können uns die Geschichte der Himmelsfrau erzählen. Wir müssen lernen ihnen zuzuhören.“

Als ich diese Erzählung von der Vertreibung von Eva aus dem Paradies gelesen habe im Vergleich zur der Schöpfungsgeschichte mit der Himmelsfrau habe ich gedacht, ja klar, natürlich das so zu sehen ergibt sehr viel Sinn. Denn tatsächlich ist das die Geschichte, die die letzten 2000 Jahre wieder und wieder erzählt worden ist in der westlichen Welt, in der Welt, in der diese Geschichte eben wichtig war. Und was wäre, wenn wir mit der Geschichte aufgewachsen wären, die von der Himmelsfrau erzählt und wir von Beginn an diesen Respekt und diese Achtung vor dem Wesen, die uns umgeben und der Erde, auf der wir leben gelernt hätten. Was wäre dann?

Ich stelle mir vor, dass die Welt dann nicht gerade im Krieg sich befinden würde und wir uns nicht so hochgeschaukelt hätten, es jetzt nicht nötig wäre, den Klimawandel aufzuhalten. Leider ist es alles im Moment nicht so. Ich denke, wir können es schaffen, diese Beziehung zu unserer Mitwelt wieder herzustellen, in dem wir zuhören und ein erster Schritt könnte eben sein den Namen der Wesen zu lernen, die uns umgeben. Robin Wall Kimmerer schreibt in ihrem Buch dazu, „Die meisten Menschen kennen die Namen dieser Verwandten gar nicht. Ja, sie nehmen sie sogar kaum wahr. Namen sind die Brücke, über die wir Menschen Beziehungen aufbauen. Nicht nur Beziehungen untereinander, sondern auch Beziehungen zur Natur. Ich versuche mir wie es wäre durchs Leben zu gehen und den Namen der Pflanzen und Tiere rund um mich nicht zu kennen. Eigentlich kann ich mir das mit meiner Identität und meinem Beruf gar nicht vorstellen, aber ich vermute, es wäre doch beängstigend und verwirrend als hätte man sich in einer fremden Stadt verlaufen, in der man nicht einmal die Straßenschilder entziffern kann. Philosophen bezeichnen diesen Zustand von Isolation und Beziehungslosigkeit als species loneliness, also Arteneinsamkeit, eine tiefe Traurigkeit die ihre Wurzeln in der Entfremdung vom Rest der Schöpfung hat. Im Verlust der Beziehung. Mit zunehmender menschlicher Dominanz über die Welt werden wir immer stärker isoliert, immer einsamer, denn wir können nicht mehr unseren Nachbarn zu Hilfe rufen.“ und Robin Wall Kimmerer beschreibt da weiter, dass der erste Mensch, an der den es laut der indigenen Schöpfungsgeschichte gab vom Schöpfer den Auftrag bekam, den Namen aller Lebewesen auf der Erde zu lernen und eine Beziehung zu diesen herzustellen und nicht nur einfach zu benennen, sondern erst zuzuhören und herauszufinden, welcher Name zu diesen einzelnen Wesen passt.

Und ich denke, dass das tatsächlich ein erster Schritt sein kann für mich die Beziehung zu unserer Mitwelt wieder herzustellen. Die wahren Namen kennenzulernen und deswegen habe ich jetzt ganz konkret beschlossen mit Carsten und dem Kind zusammen hier in der näheren Umgebung an Touren teilzunehmen, die uns die nähere Umgebung erläutern und da drüber sprechen, welche Tiere hier wohnen,es hier gibt also tatsächlich meine nicht menschlichen Nachbarn kennenzulernen, NachbarInnen. Also das werde ich jetzt ganz konkret machen.und ich bin schon gespannt da drauf, denn momentan habe ich wirklich das Gefühl, da hm meinen Bildungsauftrag meinem Kind gegenüber auch vernachlässigt zu haben und das es überhaupt nicht weiß, was es darum gibt und ich denke, das kann ein erster Schritt sein und vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit,an solchen Touren teilzunehmen. Vielleicht machst du das auch schon und vielleicht weißt du halt auch schon ganz viel da drüber. Aber vielleicht geht es dir auch so wie mir, dass du bisher das noch nicht so als Notwendigkeit gesehen hast oder keine Zeit dafür hattest und jetzt vielleicht durch das, was ich mit dir geteilt habe, dich inspiriert fühlst, auch den Namen deiner Mitwelt deiner Nachbarinnen, der nicht menschlichen Nachbarinnen zu lernen.

Und wenn du noch auf der Suche nach Gleichgesinnten bist, mit denen du dich austauschen möchtest, dann bist du natürlich herzlich eingeladen in meine kostenlose Community zu kommen und das Experimentarium. Du findest den Link dazu hier unter der Folge oder in den Shownotes. Und das war's schon für heute. Tatsächlich war Carsten heute nicht dabei, wie du vielleicht überhaupt gar nicht mitgekriegt hast. So und deswegen sage ich jetzt ganz alleine: In diesem Sinne in Hamburg sagt man tschüss und auf Wiederhören.

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Die neue Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
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Onlinekurs: "Grüner leben - Schritt für Schritt"
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Folge 250 - Trainiere Deine Vorstellungskraft

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Folge 250 - Trainiere Deine Vorstellungskraft

Jeden Sonntag lade ich Dich im Experimentarium ein mit mir für eine Viertelstunde in eine klimagerechte Zukunft zu reisen.

Das trainiert Deine Vorstellungskraft und hilft Dir mutig und zielgerichtet zu handeln. Uns fällt es allzu leicht uns in Dystopien zu verlieren und die Zukunft immer schwärzer zu malen.

Mir geht es ja auch nicht anders - der Schrecken ist real und die Auswirkungen des Klimawandels sind überall zu sehen.

Wir können gegen alles Mögliche demonstrieren, doch zu selten stellen wir uns die Frage für was wir da eigentlich demonstrieren - wie sähe eine klimagerechte Zukunft aus? Eine sozialgerechte, eine vegane, eine feministische, eine Zukunft, in der ein gutes Leben für alle Wesen möglich ist?

Da es uns viel leichter fällt, uns die Schreckenszenarien auszumalen, ist es umso wichtiger, uns regelmäßig vorzustellen, was wir alles gewinnen können, statt uns auf das zu fokussieren, was wir verlieren werden.

Regelmäßige Fantasiereisen können dabei helfen.

Diese Folge beinhaltet die Aufzeichnung meiner ersten Fantasiereise im Experimentarium, damit austesten kannst, ob es etwas für Dich ist.

Ich freue mich, Dich im Experimentarium begrüßen zu dürfen. Es ist kostenlos und macht riesig viel Spaß! :-)

 

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Folge 249 - Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft

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Folge 249 - Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft

In dieser Folge lade ich Dich herzlich in meine neue, kostenlose Onlinecommunity, das Experimentarium ein: lass uns gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft gehen.

Es erwartet Dich ein sicherer Raum, in dem Du die Möglichkeit hast von einer klimagerechten Zukunft zu träumen und Deinen Weg dorthin auszuprobieren.

Das Experimentarium soll Deine Lust auf Zukunft wecken. Es soll Dir Mut machen. Dir Flügel verleihen. Dir helfen Deinen Weg, Deine Rolle zu finden auf der Reise in eine klimagerechte Zukunft. Was kannst Du tun - in Deinem Tempo, ganz individuell?

Diese Gemeinschaft ist ein besonderer Ort, wo Du bei Betreten alle "Ja, abers" oder "Das kann nicht funktionieren" ablegst und den Muskel Deiner Vorstellungskraft trainierst. Träume müssen erst geträumt werden, damit sie Wirklichkeit werden können. Und dafür braucht es einen sicheren Rahmen, in dem Du das Wagnis eingehen kannst: herzlich Willkommen im Experimentarium.

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Wie die reichen 1% das Wohl unseres Planeten beeinflussen

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Folge 248 - Wie die reichen 1% das Wohl unseres Planeten beeinflussen

Das Buch "Eine Erde für alle! - Einssein versus das 1%" von Vandana Shiva hat Carsten schwer beeindruckt. Den kritischen Ausführungen über Bill Gates und dem im Buch immer wieder genannten "1%" ist Carsten durch das Lesen des Oxfam-Berichts "An Economy For the 1% - How privilege and power in the economy drive extreme inequality and how this can be stopped" und dem Bericht "Gated Development - Is the Gates Foundation always a force for good?" von Global Justice Now nachgegangen.

Aus beiden Berichten, sowie Vandana Shivas Buch geht sehr einprägsam hervor, welche Machtstrukturen sich in den Händen verhältnismäßig weniger Menschen befinden. Und am Beispiel der Bill und Melinda Gates Stiftung werden zwei Dinge ersichtlich: erstens wie unkritisch deren globaler Einfluss und deren Handeln hingenommen wird und zweitens wie philanthropische Handlungen zur Verfestigung wirtschaftlicher und politischer Machtstrukturen des "1%" beitragen.

Links zur Folge

Buch "Eine Erde für alle! - Einssein versus das 1 %" von Vandana Shiva
z.B. bei buch7.de

Podcastfolge 243 - Wie Bill Gates die Welt retten will

Studie "An Economy For the 1%" [EN]
https://www.oxfam.org/en/research/economy-1

Studie "Gated Development Is the Gates Foundation always a force for good?" [EN]
https://www.globaljustice.org.uk/sites/default/files/files/resources/gjn_gates_report_june_2016_web_final_version_2.pdf

Die neue Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

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Folge 247 - Wir konnten auch anders von Annette Kehnel

Ein Beitrag

Folge 247 - Wir konnten auch anders von Annette Kehnel

Wir reisen in die Vergangenheit und lassen uns in dieser Folge inspirieren von dem Buch "Wir konnten auch anders - Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit" von Annette Kehnel. Das Buch gibt uns zu verstehen, dass die Vergangenheit gar nicht so dunkel war, wie allgemein angenommen. Und das wir aus der Vergangenheit viele überraschende Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft übernehmen können.

Wir laden Dich ein auf eine Reise in die Vormoderne, bei der Dir Themen wie Sharing, Recycling, Mikrokredite und Minimalismus begegnen werden. Themen und Konzepte, von denen wir bisher annahmen, es handele sich um neue, moderne, ja innovative Konzepte. Bei denen wir durch dieses Buch dann aber gelernt haben, dass sie eine teilweise jahrhundertealte Tradition besitzen.

Nicht umsonst ist "Wir konnten auch anders" unser Buch des Jahres.

Aus der Vergangenheit werfen wir am Ende der Folge noch einen Blick in die sehr nahe Zukunft. Stefanie erzählt Dir, was es mit ihrer neuen Community auf sich hat, in der wir gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft gehen.

Links zur Folge

Buch: "Wir konnten auch anders" von Annette Kehnel
z.B. bei buch7.de

Die Fuggerei in Augsburg
https://www.fugger.de/fuggerei

Meine neue Onlinecommunity: "Gemeinsam in eine klimagerechte Zukunft"
https://experimentarium.stefanie-rueckert.de/

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Folge 246 - Das war 2021 und das erwartet Dich 2022

Ein Beitrag

Folge 246 - Das war 2021 und das erwartet Dich 2022

Frohes Neues Jahr!

2022 - wir sind gespannt, was kommen wird und hoffen natürlich auf ein neues Post-Pandemie-Normal, in dem wir uns auch endlich wieder mehr vor Ort mit Menschen treffen können.

In dieser Folge blicken wir zurück auf ein turbulentes Jahr 2021, das natürlich ganz anders verlaufen ist, als wir es geplant hatten. Wir haben viele Bücher rezensiert und auch ein paar Interviews und Filmrezensionen waren dabei.

Privat ist auch einiges passiert, was uns viele Ressourcen gekostet hat.

2022 kann also nur besser werden - zumindest habe ich viel geplant und werde in den nächsten Wochen einige Neuerungen verkündigen.

Worum genau es geht und was sonst noch los war, das erfährst Du in dieser Folge.

Links zur Folge

Stefanie im Interview mit Carsten von Gans normal vegan
https://youtu.be/IhNzklryxt8

Wir Konsumkinder Podcast
https://stefanie-rueckert.de/podcast

Für den Newsletter anmelden und über den Start der neuen Community informiert werden:
https://stefanie-rueckert.de/#footer

Sigrid Drage: "Permakultur – Dein Garten. Deine Revolution."
https://www.loewenzahn.at/produkt/2650/permakultur-dein-garten-deine-revolution/

Ajahn Brahm: "Der Elefant, der das Glück vergaß"
z.B. bei buch7.de

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Wie wir leben könnten - autark, unabhängig und gemeinsam

Ein Beitrag

Folge 245 - Wie wir leben könnten - autark, unabhängig und gemeinsam

Ich durfte mir wieder ein Buch beim Löwenzahn-Verlag aussuchen und habe mich dieses Mal für "Wie wir leben könnten" von Theresa Mai entschieden.

Ich hatte mir ein Buch erhofft, das mir zeigt, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen kann, das ganz praktische Beispiele bringt und Projekte vorstellt, die damit schon angefangen haben.

Während der Lektüre musste ich dann feststellen, dass mein Wunsch nicht nur in Erfüllung ging, sondern mehr als übertroffen wurde - Theresa Mai gibt hier derart praxisbezogene Anleitungen, wie z.B. zur autarken Energie- und Wasserversorgung, dass ich mir eingestehen musste, dass ich (noch) nicht die passende Zielgruppe für dieses Buch bin.

Als ich das Buch ausgewählt habe, waren quasi die Augen größer als der Magen - oder so ähnlich, jedenfalls ist mein Handlungsspielraum derzeit schlicht zu begrenzt, als dass ich vollumfänglich von den vielen Tipps der Autorin profitieren könnte.

Darum möchte ich auch dieses Buch weitergeben - ob es etwas für Dich ist und wie Du an mein Rezensionsexemplar gelangst, erfährst Du in dieser Folge.

Links zur Folge

Buch "Wie wir leben könnten - Autark wohnen, Unabhängigkeit spüren, Gemeinschaft entdecken" von Theresa Mai
https://www.loewenzahn.at/produkt/2684/wie-wir-leben-koennten/

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Folge 244 - Letzter Ausweg: Permakultur!

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Folge 244 - Letzter Ausweg: Permakultur!

Letzter Ausweg: Permakultur. So der Titel des aktuellen Buches von Jonas Gampe, welches wir in dieser Folge besprechen. Das Buch wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Löwenzahn Verlag zur Verfügung gestellt und dieses Exemplar wird jetzt im Anschluss an diese Folge unter allen interessierten Zuhörer*Innen verlost. Mehr dazu findest Du unten.

Carsten war ganz hin und weg, als er von diesem Buch erfahren hat und musste es unbedingt lesen. Gerade auch, weil der Untertitel sehr verheißungsvoll ist: „So krempeln wir unsere Landwirtschaft um und sichern unser Überleben. Konzepte, Pläne, Hintergrundwissen“.

Jonas Gampe verspricht mit „Letzter Ausweg: Permakultur“ nicht zu wenig. Er brennt für das Thema Permakultur und zeigt anhand griffiger und leicht verständlicher Praxisbeispiele, wie Permakultur sowohl als Alternative zur industriellen Landwirtschaft auf großen Flächen, als auch auf kleineren Flächen (eigener Garten) nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich ertragsbringend eingesetzt werden kann.

Jonas Gampe geht sogar soweit, dass seiner Meinung nach durch Permakultur die gesamte Menschheit in nur wenigen Jahren klimaneutral sein kann. Was genau hinter dieser These steht und was sich hieraus für uns Klimaaktivisten ableiten lässt, erfährst Du in unserer Podcastfolge.

VERLOSUNG!!! Du möchtest gerne das von uns rezensierte Buchexemplar von „Letzter Ausweg: Permakultur.“ gewinnen? Dann schreibe uns eine E-Mail an post@vonherzenvegan.de oder schreibe einen Kommentar im Von-Herzen-Vegan-Clan unter dem Post zu dieser Podcastfolge. Unter allen Einsendungen verlosen wir unser Exemplar. Teilnahmeschluss ist Montag, 20.12.2021. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Folge 243 - Wie Bill Gates die Welt retten will

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Folge 243 - Wie Bill Gates die Welt retten will

Bill Gates gehört zu den prominentesten Gesichtern auf diesem Planeten. Wenn er ein Buch über den Klimawandel schreibt, ist ihm überdurchschnittliche Aufmerksamkeit sicher. Carsten ist in den Hamburger Bücherhallen auf Bill Gates neuestes Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern – Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind“ gestoßen und hat es nach anfänglichem Zögern gelesen.

In dieser Folge sprechen wir weniger über das Buch als solches, sondern viel mehr über die grundlegenden Beschränkungen, die Bill Gates Weltsicht besitzt und mitunter gefährlich macht. Innerhalb unserer Betrachtung ist die Person „Bill Gates“ lediglich einer der bekanntesten und einflussreichsten Vertreter derer, die auf technische Innovationen und technologischen Fortschritt als einzig verfügbares Lösungsportfolio hinsichtlich der Klimakatastrophe setzen.

Am Beispiel einzelner Argumente und Aspekte aus dem Buch, versuchen wir zu verdeutlichen, wie eingeengt, teilweise obskur und naiv diese Gedankenwelten sind.

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Folge 242 - Eine Ode an die Vorstellungskraft

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Folge 242 - Eine Ode an die Vorstellungskraft

In dieser Folge stellen wir das uneingeschränkt lesenswerte Buch "Stell Dir vor - mit Mut und Fantasie die Welt verändern" von Rob Hopkins, erschienen im Löwenzahn Verlag, vor.

Rob Hokpins ist der Begründer von Transition Network und ein sehr charismatischer Visionär, der sich schon seit vielen Jahren für eine sozial gerechte und nachhaltige Welt einsetzt.

In seinem neuen Buch, das schon 2019 im Original erschienen ist, aber erst im Herbst 2021 auf Deutsch, plädiert Rob Hopkins dafür unsere Vorstellungskraft zu kultivieren und zu nutzen, um den Klimawandel aufzuhalten.

Das gesamte Buch ist eine fulminante Ode an die Vorstellungskraft, voller Vorschläge, Ideen und praktischer Beispiele, die zeigen, dass wir es schaffen können, unseren Planeten zu retten: gemeinsam, wenn wir all unseren Mut zusammennehmen und fantasievoll handeln.

Carsten und ich lesen einige Passagen aus dem Buch vor und gehen auf ausgewählte Beispiele näher ein.

Du hast die Möglichkeit das Rezensionsexemplar, das uns freundlicherweise kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, in einer Verlosung zu gewinnen - mehr dazu hörst Du in dieser Folge.

Links zur Folge

Buch "Stell Dir vor... mit Mut und Fantasie die Welt verändern" von Rob Hopkins
https://www.loewenzahn.at/produkt/2698/stell-dir-vor/

Podcast "From what if to what next" von Rob Hopkins
https://www.robhopkins.net/podcast/

Nationalpark London
https://www.nationalparkcity.london/

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Folge 241 - Lasst uns einen neuen Alltag erproben!

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Folge 241 - Lasst uns einen neuen Alltag erproben!

In dieser Folge möchten wir Dich einladen trotz der Tatsache, dass wir mit Veränderungen in unserem Privathaushalt die großen Probleme nicht aus der Welt schaffen können, Deinen Alltag neu zu gestalten.

Wir befinden uns mitten in einem gesellschaftlichen Wandel und wir müssen unser Verhalten verändern - ob wir wollen, oder nicht.

Ist es da nicht besser, wenn wir die Veränderungen selbst in die Hand nehmen und eigene Entscheidungen für unsere Zukunft treffen - soweit es uns möglich ist?

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Buch "Stell Dir vor... mit Mut und Fantasie die Welt verändern" von Rob Hopkins
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Podcast "From what if to what next" von Rob Hopkins
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Folge 240 - Ich könnte niemals auf ... verzichten!

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Folge 240 - Ich könnte niemals auf ... verzichten!

Verzicht hat viele Facetten. Und gerade hinsichtlich der aktuellen politischen Diskussionen in Bezug auf den Umgang mit der Klimakrise wird gerne mal die Verzichtsthematik ins Spiel gebracht. Und nicht zuletzt: Welche(r) Veganer/in kennt sie nicht, die Argumente a la "Ich könnte ja nie auf Fleisch/Eier/Milch/etc. verzichten"?

Doch was den meisten von uns gar nicht bewusst ist: Wir leben bereits in einer Verzichtsgesellschaft. Stefanie und ich sprechen in dieser Folge über all die Dinge, auf welche wir bereits heute als Individuum, aber vor allem als Gesellschaft stillschweigend und bereitwillig verzichten.

Links zur Folge

Das Interview mit Carsten von "Gans normal vegan"
https://youtu.be/IhNzklryxt8

Buch "Ökofeminismus" von Vandana Shiva und Maria Mies
https://www.buch7.de/produkt/oekofeminismus-maria-mies/1028209001?ean=9783945959152

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Warum es doch etwas bewirkt, wenn alle vegan leben.

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Folge 239 - Warum es doch etwas bewirkt, wenn alle vegan leben.

Immer mal wieder begegnet mir die These, dass vegan zu leben nicht die Welt retten wird.

Aktuell in dem Buch "Globaler Klimanotstand" von Graeme Maxton - ein lesenswertes Buch mit vielen wichtigen Informationen.

Graeme Maxton schreibt "Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass wir den fortschreitenden Klimawandel nicht verhindern werden, indem wir in der westlichen Welt plötzlich alle vegan leben oder nicht mehr fliegen." und etwas später im Buch "Den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen wir nicht, indem der Rest von uns vegan zu leben beginnt."

Und in der Tat ist das auch vollkommen korrekt. Um den Klimawandel zu stoppen, müssen wir weitaus mehr tun - wir brauchen ein neues Gesellschafts- und Wirtschaftssystem und die tatsächlich Verantwortlichen müssen sich radikal ändern.

Was ich aber nicht denke, ist, dass es sinnlos ist, vegan zu leben, nur weil wir damit nicht den Klimawandel aufhalten können. Denn durch das Vegan leben stoppen wir ein anderes Extrem: das unsägliche Tierleid in unserer Welt.

Und dafür lohnt es sich allemal vegan zu leben - darüber diskutiere ich mit Carsten in dieser Folge.

Links zur Folge

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Buch: "Globaler Klimanotstand" von Graeme Maxton
z.B. bei buch7.de

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Folge 238 - Rettet unser Saatgut!

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Folge 238 - Rettet unser Saatgut!

In dieser Folge sprechen Carsten und ich über den Film "Unser Saatgut - wir ernten, was wir sähen" und erneut über die Arbeit von Vandana Shiva.

Der Film ist schon 2016 erschienen und Du solltest ihn auf jeden Fall anschauen, da er einen tieferen Einblick in die aktuellen Missstände rund um unser Wirtschaftssystem gibt.

Oder wie Vandana Shiva es sagt: "If you control seed, you control life on earth." - darum ist es umso wichtiger den Handel und die Manipulation mit Saatgut zu stoppen und die Vielfalt des Saatguts zu erhalten.

Wir müssen der industriellen Landwirtschaft den Rücken kehren und uns wieder der ökologischen Landwirtschaft zuwenden. Eine Form der Landwirtschaft die keineswegs nur für Hippies gedacht ist, sondern vor der Einführung der industriellen Landwirtschaft weltweit praktiziert wurde.

Eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet und nicht gegen die Natur.

Unser Saatgut zu schützen ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.

Links zur Folge

Film "Unser Saatgut - wir ernten, was wir sähen"
https://utopia.de/ratgeber/kino-tipp-unser-saatgut-wir-ernten-was-wir-saeen/

Buch "Eine andere Welt ist möglich - Aufforderung zum zivilen Ungehorsam"
z.B. auf buch7.de

Saatguttresor Svalbard
https://de.wikipedia.org/wiki/Svalbard_Global_Seed_Vault

Buch "Anarchistische Welten" von Ilija Trojanow
https://edition-nautilus.de/programm/anarchistische-welten/

ARTE Dokumentation "Native America"
https://www.arte.tv/de/videos/RC-021274/native-america/

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Folge 237 - Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie

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Folge 237 - Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie

In dieser Folge spricht Carsten mit Franziska über das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie und über das Protestcamp in Niedersachsen, das im Juli 2021 stattgefunden hat.

Franziska berichtet unter anderem darüber

  • wie das Bündnis entstanden und wer ein Teil davon ist,
  • wie die Organisation des Protestcamps abgelaufen ist,
  • welche bürokratischen Steine ihnen im Vorfeld in den Weg gelegt wurden und
  • welche Reaktionen das Protestcamp bei den Anwohnenden hervorgerufen hat.

Links zur Folge

Gemeinsam gegen die Tierindustrie
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/

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Folge 236 - Das Reisen neu denken - wie geht das enkeltauglich?

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Folge 236 - Das Reisen neu denken - wie geht das enkeltauglich?

Wenn wir noch nachhaltiger leben wollen, ist es notwendig unsere Art zu Reisen zu überdenken, denn gerade dieser "wirklich nur eine Flug" im Jahr sorgt für einen enormen Anstieg Deines ökologischen Fußabdrucks.

Da hilft dann auch kein Abwägen - ich mach doch schon so viel, da kann ich mir diesen einen Flug doch gönnen - mit dem Flugzeug reisen bleibt extrem klimaschädlich.

Wir verändern mit unserem Handeln die Welt - ob wir es wollen oder nicht und ebenso auch zum Guten oder nicht...

Ich denke, dass wir uns momentan in einer Epoche befinden, in der wir es uns nicht mehr leisten können, die Folgen unserers Handelns für unsere Mitwelt nicht mitzudenken.

Leider ist Nachhaltigkeit noch nicht normal und dadurch teilweise sehr unbequem. Doch ich sehe uns als Pionier·innen, die in dieser wichtigen Zeit mutig neue Wege gehen und zeigen, was alles möglich ist.

Links zur Folge

Podcastfolge 216: Klimafreundliche Mobilität - geht das?

Podcastfolge 174: Slow Travel - die Kunst des Reisens

Fact Sheet: Wie stark wirkt sich der Flugverkehr tatsächlich aufs Klima aus?
Fact Sheet als PDF herunterladen [EN]

Sehr hörenswerte Podcastfolge [EN] von Rob Hopkins, in der die Frage erörtert wird "What if we all stopped flying?":
https://www.robhopkins.net/2021/05/28/from-what-if-to-what-next-episode-twenty-seven/

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Über Querdenken, Impfen und Gewalt im Pferdesport

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Folge 235 - Über Querdenken, Impfen und Gewalt im Pferdesport

Wir nehmen in dieser Folge Stellung zu dem Begriff "Querdenken", Impfungen gegen Covid-19 und dem aktuellen Vorfall im Springreiten bei Olympia in Tokio.

Meiner Meinung nach ist Gewalt gegenüber den Tieren im Pferdesport keine Ausnahme, sondern die Regel - das ist zumindest die Erfahrung, die ich in den 11 Jahren gemacht habe, als ich den größten Teil meiner Freizeit in Reitställen und mit Pferden verbracht habe.

Ich denke, dass hier auch wieder die Karnismus-Theorie greift, durch die wir unser Pferd gleichzeitig lieben und mit der Gerte schlagen können.

Links zur Folge

Stop Finning - rettet das Ökosystem Meer

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Folge 234 - Stop Finning - rettet das Ökosystem Meer

Diese Folge ist dem Thema Haischutz gewidmet. Carsten unterhält sich hierüber mit Nils Kluger, dem Vorstand von StopFinning EU e.V. Wir sprechen darüber, was Finning bedeutet, welche Rolle Haie für ein gesundes maritimes Ökosystem spielen und warum der Schutz der Haie gerade uns hier in Europa etwas angeht und dringend benötigt wird.

Bis zum 31.01.2021 läuft auf EU-Ebene die Bürgerinitiative um den Handel mit Haiflossen aus Europa zu stoppen. Bisher sind europaweit bereits mehr als 260.000 Unterschriften gesammelt worden. Ziel ist das Knacken der 1 Millionen-Unterschriften-Grenze.

Links zur Folge

Intitiative "Stop Finning"
www.stop-finning-eu.org

Der Link zum Welcome-Webinar:
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZMldemurz8uHN1FIzvvSeXfAyYukO9_W9Ve

Der Link zur EU-Seite der Initiative "Stop Finning":
https://eci.ec.europa.eu/012/public/#/screen/home

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Folge 233 - Deine vegane Vision von 2030

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Folge 233 - Deine vegane Vision von 2030

Wenn du schon länger zuhörst, weißt du, dass ich für die Volkshochschule auch Bildungsurlaube gebe zum Thema aktiv fürs Klima und ich lese auch sehr viel zu diesem Thema und möchte wirklich unsere Zukunft aktiv mitgestalten.

Ich habe letztens angefangen, ein Buch zu lesen, über Menschen, die sich Gedanken machen, wie unsere Welt 2030 aussehen kann und leider fehlt da immer in all diesen Zukunftsvisionen das Mensch-Tierverhältnis und es wird fast durchgängig aus der karnistischen Sichtweise heraus erklärt, interpretiert und die Visionen erfolgen aus dieser Sichtweise heraus.

Und deswegen ist in mir der Wunsch aufgekommen alle Menschen, die schon vegan leben, zu befragen nach ihrer Vision "Wie wird unsere Welt 2030 aussehen? Und wie kann ein gutes Leben für für alle Lebewesen, also nicht nur für die Menschen auf dieser Welt, auf diesem Planeten aussehen?"

Ich möchte dich mit dieser Folge dazu einladen, deine Vision von einer klimagerechten Welt und einem guten Leben für alle Lebewesen zu erträumen.

Denn was wir brauchen sind diese Geschichten, diese positiven Geschichten, diese Geschichten davon wie diese Welt auch anders funktionieren kann. Bei der Art und Weise, wie wir es schaffen solche Geschichten zu erträumen, war mir jetzt Rob Hopkins, der Begründer von Transition Network auch wieder eine große Hilfe, denn er hat ein neues Buch geschrieben, was erst im Oktober auf Deutsch erscheint, aber der englische Titel ist what if und gerade diese Frage und diese Erlaubnis uns zu erträumen, was wäre wenn, was könnte alles möglich sein und dabei auch wegzulassen, "aber das geht nicht, weil oder das haben wir schon immer so gemacht und ach, das wird nie klappen, weil" diese ganzen begrenzenden, limitierenden Gedanken wegzulassen, das finde ich so bestechend an diesem Gedanken.

Und weil mich das eben so nervt, dass wir hier immer nur Visionen haben von Menschen, die gefangen sind in diesem karnistischen Weltbild und alles aus dieser karnistischen Sichtweise heraus argumentieren würde ich mich riesig darüber freuen, wenn wir eine Welle schaffen, eine Welle an Veganerinnen, die Geschichten erzählen, darüber, wie unsere Welt klimagerecht aussehen kann und wie ein gutes Leben für alle Lebewesen auf diesem Planeten aussehen kann.

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Filmrezension: The seeds of Vandana Shiva

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Folge 232 - Filmrezension: The seeds of Vandana Shiva

Ich muss mich in dieser Folge einmal outen: ich bin ein sehr großer Fan von Vandana Shiva und ich habe ihr Wirken erst in den letzten Monaten bewusster wahrgenommen.

Dabei muss ich zu meiner Schande gestehen, dass Vandana Shiva schon vor meiner Geburt eine bekannte Umweltaktivistin war und auch heute natürlich immer noch ist.

Du kennst Vandana Shiva bestimmt schon aus verschiedenen Dokumentationen zum Thema Klimagerechtigkeit oder Welternährung, denn ihr Hauptthema ist vor allem der Kampf für Saatgutsouveränität und gegen Monsanto.

Nun gibt es einen Film über Vandana Shivas Leben und Wirken als Wissenschaftlerin und Aktivistin und ich hatte die Chance diesen Film online über ein Festival anzuschauen.

Den Film gibt es derzeit (Mai 2021) nur auf englisch ohne Untertitel und auch noch nicht offiziell zu kaufen.

Melde Dich am besten auf der Filmwebseite für den Newsletter an, dann bekommst Du eine Nachricht, wenn es die Möglichkeit gibt, den Film "The seeds of Vandana Shiva" anzuschauen.

Es lohnt sich uneingeschränkt, denn Vandana Shiva ist eine durch und durch inspirierende Persönlichkeit. Sie beweist einmal mehr, dass es schon immer Einzelpersonen und kleine Gruppen waren, die in unserer Historie etwas bewirkt haben.

Links zur Folge

Der Film "The seeds of Vandana Shiva" [EN]
https://vandanashivamovie.com/

Video: "Oneness vs. the 1%" [EN]
https://www.youtube.com/watch?v=f9lq-uBdxg8

Podiumsdiskussion "SystemChange - Gegen den BurnOut des Planeten"
https://www.youtube.com/watch?v=QshcBL_QQXM

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Food Revolte: Im Gespräch mit Anna-Lena Klapp

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Folge 231 - Food Revolte: Im Gespräch mit Anna-Lena Klapp

In dieser Folge spreche ich mit Anna-Lena Klapp über ihr Buch "Food Revolte - ein vegan-feministisches Manifest", das 2020 im GrünerSinn Verlag erschienen ist.

Das Buch wurde mir freundlicherweise auf Anfrage als Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ich verlose es im Rahmen dieses Interviews unter den Mitgliedern des Von Herzen Vegan Clans.

Nachdem ich über eine Diskussion zum Thema "Toxische Männlichkeit in der veganen Bewegung" auf das Buch von Anna-Lena Klapp aufmerksam geworden bin, habe ich mich sehr auf die Lektüre gefreut und bin nicht enttäuscht worden.

Anna-Lena Klapp hat ein ungemein wichtiges Buch zur aktuellen Debatte in unserer Gesellschaft geschrieben. Wir müssen den Blick unbedingt weiten und nicht nur die (ebenfalls sehr wichtigen) Tierrechte im Fokus behalten, sondern den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, in dem wir leben.

Und da finden wir Ungerechtigkeit auf allen Ebenen, das Mensch-Tier-Verhältnis ist nur ein Teil davon.

Ann-Lena Klapp spricht in ihrem Buch "Food Revolte" über toxische Männlichkeit und die Macht des Patriarchats, über Rassismus und Eurozentrismus und auch über Körperformen - denn die Norm in der veganen Bewegung ist auch hier der weiße, sportlich-schlanke, junge Mann. Diesem folgt die weiße, sportlich-schlanke, junge Frau. Und alle, die in dieses Bild nicht hineinpassen, sind ungern in repräsentativen Rollen, wie als Referent·innen auf Bühnen oder als Gäste in Podcasts und anderen Shows gesehen.

Eine Ausnahme ist vielleicht noch der weiße ältere Mann, der in seiner Rolle als Experte auftreten darf.

In dieser Folge spreche ich mit Anna-Lena Klapp über einige Fragen, die ich zu ihrem Buch hatte und darüber, wie es überhaupt dazu kam, dass sie das Buch geschrieben hat.

 

Links zur Folge

Der Film "The seeds of Vandana Shiva" [EN]
https://vandanashivamovie.com/

Video: "Oneness vs. the 1%" [EN]
https://www.youtube.com/watch?v=f9lq-uBdxg8

Podiumsdiskussion "SystemChange - Gegen den BurnOut des Planeten"
https://www.youtube.com/watch?v=QshcBL_QQXM

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Fühlst Du Dich als Teil der veganen Bewegung?

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Folge 230 - Fühlst Du Dich als Teil der veganen Bewegung?

In dieser Folge gehen wir der Frage nach, wann wir uns als Teil der veganen Bewegung fühlen.

Inspiriert dazu hat mich das Buch "Food Revolte" von Anna-Lena Klapp, da sie die vegane Bewegung darin immer wieder thematisiert und ich mich gefragt habe: gibt es DIE vegane Bewegung überhaupt?

Um ein breiteres Meinungsbild zu bekommen, habe ich diese Frage auch in den Von Herzen Vegan Clan gegeben, meine kostenlose Community und dort mit meinen Mitgliedern darüber diskutiert.

Tatsächlich ist das Empfinden sehr unterschiedlich. Von einem klaren Zugehörigkeitsgefühl, bis hin zu dem Gefühl, erst dazuzugehören zu können, wenn mensch selbst einem bestimmten Ideal entspricht oder vegan genug ist, ist alles dabei.

Ich selbst fremdele auch immer wieder mit der veganen Bewegung - zumindest mit der Bewegung, mit der ich bisher in Kontakt gekommen bin.

Als dicke Veganerin entspreche ich nicht dem Ideal der schlanken, sportlichen und damit gesund scheinenden Veganerin, die ich eigentlich sein sollte. Und als solche habe ich auch zu hören bekommen, dass ich mich nicht öffentlich als vegan outen sollte, weil ich sonst der Bewegung schade.

Schadet es nicht viel mehr der Bewegung sich derart exklusiv zu verhalten und sich Diversität zu verschließen?

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Seaspiracy - ist nachhaltiger Fischfang möglich?

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Folge 229 - Seaspiracy - ist nachhaltiger Fischfang möglich?

Wir haben uns die brandneue, kinotaugliche Dokumentation Seaspiracy angeschaut und sprechen in dieser Folge über unsere Eindrücke.

Wenn Du bereits die Dokumentationen "Cowspiracy" und/oder "What the health" gesehen hast, kennst Du bereits den Aufbau dieser Art von Dokumentation. Jedoch tritt als Protagonist in diesem Fall nicht Kip Anderson vor die Kamera, sondern diese Rolle wird von Ali Tabrizi übernommen. Kip Anderson gehört allerdings als Executive Producer zur Seaspiracy-Crew.

Bei Seaspiracy geht es um unser Verhältnis zu den Lebewesen der Ozeane, deren systematische Ausbeutung und welche gravierenden Folgen sich für unseren Planeten, die Ökosysteme und letztendlich auch für uns Menschen daraus ergeben. Die Dokumentation mischt dabei viele wertvolle Fakten mit einem gut ausgebauten Storytelling, gewürzt mit einer Prise Investigativjournalismus.

Wenn Du mehr zum Inhalt hören möchtest, sowie was wir aus der Dokumentation mitgenommen haben und ob, bzw. für wen wir die Dokumentation empfehlen, dann höre einfach rein in diese Podcastfolge.

Transkript (Von Podcasthörer·in Rupert Korrektur gelesen)

Stefanie Wir haben uns für dich die neue Dokumentation „Seaspiracy“ angeschaut. Das ist von dem gleichen Regisseur wie Cowspiracy, was man vielleicht auch am Namen erkennen kann, von Kip Andersen. Und diese Dokumentation ist halt relativ frisch rausgekommen und war jetzt Ende März am Start. Quasi kann man so sagen ja.

Carsten Ja, kann man so sagen.

Stefanie Am Start nur bei Netflix. Was uns dazu genötigt hat, da nochmal so ein Abo abzuschließen, damit wir diese Doku halt für dich anschauen können. Und vorab muss ich sagen, ich habe dazu Rezensionen schon gelesen. Da hieß es, dass diese Dokumentation ohne verstörende Bilder auskommen würde. Und ja, nun. Die Dokumentation ist ab 16, so dass wir sie auch nicht mit unserem Kind zusammen geguckt haben. Erst, weil es nämlich hieß, es kommt ohne verstörende Bilder aus, dachte ich, wir gucken das mit unserem fast neunjährigen Kind zusammen, da dann da ab 16 stand, habe ich davon Abstand genommen, und das war auch ganz gut so.

Carsten Ja, die verstörenden Bildern, ich weiß nicht, doch es kommen welche vor, ganz klar ja, also was heißt ganz klar, aber das hat mich schon ein bisschen überrascht, weil eben genau diese Rezension sich dagegen ausgesprochen hat, ich weiß nicht was damit gemeint war. Verstörende Bilder, also es sind jetzt keine Landtiere, die dahin gemetzelt werden, sondern die verstörenden Bilder kommen eben ja.

Stefanie Von den Meerestieren

Carsten Durch Meerestiere, ja.

Stefanie die dahingemetzelt werden, und gerade zum Ende hin wird nochmal Walfang thematisiert, und ein Blutbad und Massaker, wo ich gedacht habe Okay? keine verstörenden Bilder, okay (lacht), also von daher das vorab schon mal. Wir sind der Meinung, ich vor allem, da sind verstörende Bilder drin, und wenn du dich momentan emotional nicht dazu in der Lage siehst, dir sowas anzuschauen, schau es dir bitte auch einfach nicht an. Denn du weißt alles schon, wir erzählen dir hier jetzt auch nochmal, worum es jetzt genau geht, was thematisiert wird, und was wir jetzt darüber denken und lies dir vielleicht sonst andere Rezensionen noch durch als Ergänzung, aber schau dir die Dokumentation nicht an, denn du wirst schon alles wissen, wenn du, wenn dich das emotional trifft. Wenn es dich emotional nicht trifft, dann weißt du noch nicht alles, und dann solltest du es dir anschauen, damit das dich emotional trifft. Aber wenn du eben sensibel bist und generell solche Videos im Internet - du kennst sie alle - dich verstören, dann lass es, dann guck es dir jetzt nicht an.

Carsten Wobei dieses Video tatsächlich gefühlt auf den letzten Metern diese Bilder nochmal provoziert durch diese Wahl, ja auch dieses Abschlachten. Zwischendurch sind immer noch so ein paar Szenen mit drinnen, die ich nicht ganz so krass fand wie das, was so in den letzten paar Minuten muss man schon sagen, so Viertelstunde, halbe Stunde oder so was gezeigt wurde. Und das ist auch keine klassische Tierrechtsdoku, sondern es ist vom Konzept her und vom Narrativ ja eigentlich schon fast eine Kopie von Cowspiracy.

Stefanie Genau ja, also das hat mich auch daran erinnert, auch dass da wieder ein junger weißer Mann unterwegs ist, der dann da sich auf die Suche macht, der sich eine Frage stellt nach nachhaltiger Fischerei und überhaupt eine Geschichte erzielt. Und es ist keine schlechte Geschichte, keinesfalls also ich finde den Film jetzt nicht schlecht. Wie gehts dir damit?

Carsten Nein, schlecht war er überhaupt nicht. Ich wusste auch wohl, dass dieses Narrativ ist, für mich also quasi so die Art des Storytellings, dieses Spannungsbogens, das hatte ich schon vorher geahnt, weil ich ja einmal wusste Okay Seaspiracy, Cowspiracy, also Namensähnlichkeit, Kip Andersen ist in beiden Fällen der Produzent. Wo ich ehrlich gesagt schon ein bisschen mitgerechnet habe, dass Kip Andersen auch wieder hier die Hauptrolle in Seaspiracy übernimmt. Das hat er glücklicherweise muss ich sagen ja nicht gemacht, sondern ein für mich unbekannten Akteur, da quasi die Recherche Arbeit durchführen lassen oder zumindest vor der Kamera sich präsentieren lassen, weil ich schon im Vorfeld so gedacht habe Okay, kommt der jetzt zum dritten Mal so auf den Trichter „Esst keine Tiere“, oder weil, er hat ja, bei Cowspiracy ging ja letztendlich so die letzte Empfehlung daher na, um das Problem zu lösen, sollten wir aufhören tierliche Produkte zu essen. Bei „What The HEalth“ kam ja das Gleiche, wo ich dann gedacht habe He Moment aber die Ansicht hast du doch schon bei Cowspiracy gehabt, und wenn er das Ding jetzt ein drittes Mal gebracht hätte, wäre schon so ein bisschen Hm…

Stefanie Ja also du hörst das schon Spoiler, Spoiler, Spoiler Alert, der Film endet eben auch damit, mit der Message „Esst keine Tiere“, in diesem Fall vor allem keine Meerestiere. Nachhaltige Fischerei gibt es nicht, und um nochmal auf dieses Narrativ zurückzukommen, auch hier gibt es wieder dieses Bedrohungsszenario. Und dadurch, dass eben Behörden und auch große Firmen nicht wollen, dass das aufgedeckt wird, so dass das immer so ein bisschen da mitklingt. Und ja, da der Film ja ins Kino gekommen ist, sozusagen wollte ich schon sagen, also nicht direkt ins Kino (lacht), sondern da der Film ja nun mal produziert wurde, wissen wir, es gibt zumindest für den Moderator sag ich jetzt mal für den Mann, der uns dadurch führt, den Filmemacher gibt es ein Happy End, also von daher wissen wir, diese Bedrohungsszenarien, die sind jetzt erstmal der Spannung geschuldet, also das heißt, wenn Du Cowspiracy kennst, dann weißt du, wie Seaspiracy aufgebaut ist. Und für mich war da jetzt auch nicht viel Neues dabei.

Carsten Es waren Fakten, die letztendlich gezählt haben. Ich meine, wer im Vorfeld schon vegan lebt, der wird sich mit vielen grundlegenden Themen ja schon auseinandergesetzt haben, vielleicht mal mehr, mal weniger in der Tiefe, aber für den Menschen ist halt klar, ja Verzehr von tierlichen Produkten kommt halt nicht in Frage, egal ob es jetzt Landtiere sind, Säugetiere oder eben auch Meeresbewohner. Dementsprechend ist die die Quintessenz dessen, was jetzt auch Seaspiracy dann als Lösungsportfolio anbietet, nicht wirklich überraschend. Was mir tatsächlich geholfen hat, war noch mal eine gewisse Schärfe in dem einen oder anderen Bereich also, es wurde zum Schluss auch Sklaverei angesprochen, da sind Betroffene, die als Sklaven auf Fischereischiffen und Crawlern unterwegs waren und jahrelang dort ihren Sklavendienst verrichten mussten, zu Wort gekommen. Allerdings ja anonymisiert, also man hat halt die Persönlichkeitsrechte dieser Personen gewahrt und hat sie trotzdem zu Wort kommen lassen, um ihre Erlebnisse zu schildern. Das war in der Tragweite für mich nochmal, ja hat mir schon so ein bisschen zugesetzt also ich, ich habe da schon davon gehört. Aber jetzt wirklich mal so im Rahmen einer Dokumentation Betroffene wirklich zu sehen, das war schon mal noch eine andere Hausnummer also, das fand ich schon sehr einprägsam und auch so, die Dimensionen auch auf, die Auswirkungen dessen, was wir als Menschheit dort ja den Ozeanen antun, das nochmal so kompakt und auch visualisiert und dann an bestimmten Größenordnungen dargestellt. Ja zu sehen, das fand ich auch noch mal sehr beeindruckend. Also ja, es bringt mich jetzt von meiner Entscheidung, mich weiterhin vegan zu ernähren und zu leben jetzt nicht wirklich weiter nach vorne, aber es unterfüttert nochmal die Relevanz dessen, was wir hier eigentlich tun.

Stefanie Das kann ich nur unterstreichen, also es waren sehr viele Fakten, nochmal auch, dass mit der Sklaverei war für mich etwas, was ja dem Ganzen dann nochmal ein anderes Bild gegeben hat, ein anderes Gesicht vielleicht auch. Stellenweise dachte ich halt, das erinnert mich auch stark an „Die grüne Lüge“ mit Kathrin Hartmann und Werner Boote, wo die beiden halt da ja in Richtung Palmöl unterwegs sind, so ist auch hier der Erzähler auf einer Messe unterwegs für Menschen, die also für Insider der Fischereiindustrie. Also er meldet sich dann mit einem fiktiven, ja mit einer fiktiven Fischfabrik meine ich da an und geht dann auf der Messe herum und versucht, kritische Fragen zu stellen. Allerdings ist er dann noch weniger erfolgreich als Kathrin Hartmann und Werner Boote, also von daher da, da gibt es schon so Parallelen, also wenn du Die grüne Lüge kennst, wenn du Cowspiracy kennst, dann merkst du, es ist vieles ähnlich, und dass das System, was dahinter steckt bei der Milch, beim Fleisch, bei den Eiern, bei Palmöl, also generell bei Dingen, die nachhaltig zertifiziert werden, auch. Dass das immer gleich ist, also auch hier, das Nachhaltigkeitssiegel für Fischffang ist eigentlich ein ziemlich leeres Versprechen. Und weil es einfach überhaupt nicht nachvollzogen werden kann. Und das ist auch, auch Delphinfreundlich-gefangener Thunfisch, dass es sowas einfach gar nicht geben kann, dass das nicht kontrolliert werden kann, das wurde halt auch deutlich. Das heißt, diese ganzen Mechanismen, die Lobbyarbeit und dass auch die ganzen Organisationen, die sich eigentlich für den Schutz des Ozeans, den Schutz der Meere einsetzen, dass auch die einfach nur gekauft sind von Fischereiunternehmen, der Wirtschaft, sag ich jetzt mal so im großen Ganzen, das wird auch deutlich, so dass da eigentlich diese Irreführung wieder stattfindet, dass gesagt wird, zum einen zum Beispiel, ja was du tun kannst, iss halt nachhaltigen Fisch, obwohl halt nachhaltig nicht definiert ist. Das ist genauso wie dann kauf halt nachhaltiges Palmöl, das geht halt auch nicht. Das kann auch nicht nachvollzogen werden. Oder diese Masche von wegen, was ich jetzt letztens wieder zum Thema Milch als Doku gesehen habe, dass dann am Ende rauskommt, ja Bio. Bio ist dasjenige welche. Und keins von diesen ganzen Siegeln und Ideen löst unser Problem.

Carsten Genau, das wird ja quasi ja minutiös demontiert, ne das ist auch wie bei Cowspiracy, dass eben auch bei diesen Umweltorganisationen, die irgendetwas bescheinigen oder gegen etwas eigentlich agieren sollten, hier doch jeweils Seaspiracy einfach ganz klar gezeigt, dass die gar nicht in der Lage sind, dieses Problem noch nicht mal zu benennen, ne, da fängt es ja schon an, dass die ähnlich wie bei Cowspiracy eben die Auswirkungen dessen was, was wir dort mit der Fischerei, den Weltmeeren antun und letztendlich, ja, den Ast absägen, auf dem wir als Menschen selber sitzen, auch das wird da in dieser Dokumentation sehr stark nochmal in den Vordergrund gestellt, dass da diese ganzen Umweltorganisationen das überhaupt nicht aufgreifen und sich stattdessen auf irgendwelche, ich will nicht sagen kann da hat doch schon fast Randerscheinungen dann konzentrieren, ne also im Rahmen dieses ganzen Erzählstranges hat da auch der, der berühmt-berüchtigte Plastikstrohhalm wieder so seinen Stellenwert. Und da wird aber auch dargestellt, dass und auch klargestellt, dass dieser riesige Plastikstrudel, dieser schon fast Kontinent da im Pazifischen Ozean zu fast der Hälfte aus Treibnetzen, aus Fischereinnetzen, aus Fischereiabfällen besteht und dementsprechend ja, so eine Konzentration auf „Wir vermeiden jetzt Plastiktüten und Plastikstrohhalme“ ja eigentlich komplett am Ziel vorbeiläuft. Also die Lösung von diesem Problem ist einfach dafür zu sorgen, dass eben keine Fischerei mehr betrieben wird, die eben diese ganzen Abfälle ins Meer entsorgt und damit ja tödlichste, ja Waffen muss man ja schon fast sagen, Netze sind ja an der Stelle nichts anderes, da einfach rum treiben lassen, und damit ja nicht nur der Vermüllung nochmal einen obendrauf setzen, sondern ja auch noch Leben vernichten, aktiv vernichten, weil diese treibende Netze ja auch dann noch Fische fangen, wenn selbst kein Fischfang mehr aktiv betrieben wird

Stefanie Oder sich halt diese Netze und der Müll dann in den Mägen der entsprechenden Tiere wiederfindet und ich meine, dass er da auch die Zahl von unter einem Prozent genannt hat, was der Anteil dieser Plastikstrohhalme ist.

Carsten Das waren 0,001 oder sowas.

Stefanie Also unter einem Prozent

Carsten Deutlich.

Stefanie Genau, also es gibt einen gewissen Anteil, aber er ist halt sehr gering. Im Vergleich zu über 50% der Fischereinetze und generell des Abfalls, und eigentlich ist es von Anfang an klar, also ernähre dich einfach rein pflanzlich und dann ist das Problem quasi sozusagen gelöst, und dieser Erkenntnis wird aber eigentlich auch nur so die letzte Viertelstunde gewidmet mein ich, also so vielleicht, oder die letzten 10 Minuten. Ich weiß es nicht, also, und auch dem ethischen Aspekt also, dass es da tatsächlich, dass diese Tiere, die Meerestiere auch fühlen können und so, das ist höchstens eine Viertelstunde vom Film, die diesem Aspekt gewidmet wird. Das meiste ist eben diese Story von wegen Hey, ich, dieser Müllstrudel beunruhigt mich. Deswegen versuche ich jetzt halt Plastikfrei zu leben, aber irgendwie tut sich nix sonst, also anscheinend bewege ich damit nicht genug, also begebe ich mich auf eine Reise und gucke, woran liegt es denn wirklich? Womit kann ich mehr bewirken? Da gibt es verschiedene Stationen. Und am Ende stelle ich fest ok, eigentlich sollte ich keine Meerestiere mehr essen. Damit kann ich am meisten bewirken.

Carsten Ich glaube, dass dieser Handlungsstrang und diese Erzählweise auch ganz klar dem geschuldet ist, dass der Produzent und auch der Erzähler Menschen erreichen möchte, die sich mit diesem Thema bisher noch gar nicht beschäftigt haben. Der kommt dann natürlich erstmal so mit seiner eigenen, schon fast so einer Grundnaivität ne, also ähnlich wie Kip Andersen in den anderen Dokumentationen also. Erstmal glauben, dass die Welt heile ist, aber irgendwie schon feststellen na ja, an der einen oder anderen Stelle ist dann doch ein Problem, ne, Kip Andersen hat er damals angefangen mit seinem „Ich dusche jetzt nur noch kurz“ und keine Ahnung was, also so ganz ja, und also dieses kurz Duschen ist jetzt bei Seaspiracy eben der Plastikstrohhalm, und darüber wird dann halt der Handlungsbogen so ein bisschen aufgebaut, um klarzustellen: Moment, das sind so kleinere Maßnahmen, die sind im Grunde genommen komplett nichtig. Wir haben es wirklich mit ganz, ganz großen Problemen zu tun, und denen nähert sich der Erzähler quasi an, klärt darüber auf, dass es da wirklich grundlegende Probleme gibt, und ich habe auch den Eindruck, dass das gerade so die, für uns als vegan lebenden Menschen, die so ganz wichtigen ethischen Themen ganz bewusst relativ kurz und auch relativ weit hinten behandelt werden, um überhaupt erst mal Menschen, die sich bisher überhaupt gar nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben da, ich sag jetzt mal mit dem Vorschlaghammer einfach die Realität jetzt klarzumachen, und pass mal auf, wir haben hier wirklich ein massives Problem und wir müssen handeln, so und das ist, das ist das Hauptargument überhaupt, so und dass aber den Tieren dort unendliches Leid passiert, das ja weiß ich nicht, aus meiner Sicht ist es auch definitiv zu kurz gegriffen, aber ich glaub das ist einfach dem geschuldet, dass einfach dieses Hauptmotiv anders gewichtet ist.

Stefanie Ja was denkst du denn, für wen ist diese Doku was, wem würdest du dir empfehlen?

Carsten Ja, im Grunde genommen allen Menschen, die sich bisher mit einer veganen Lebensweise noch nicht auseinandergesetzt haben. Also ich glaub jeder, der irgendwie schon sich mit vegan beschäftigt hat oder generell schon den Entschluss getroffen hat, dem wird das nicht wirklich viel Neues bringen. Also mir hat es jetzt keinen Auftrieb gegeben, also es ist jetzt nicht so, dass ich sage woah super ne, aus dem Grund bin ich jetzt vegan geworden. Sondern das ist einfach nur mal so ein Vertiefen von Informationen oder Vervollständigung von Informationen, die ich bisher eh schon irgendwo hatte. Oder glaube, gehabt zu haben.

Stefanie Mich hat es eigentlich eher runtergezogen, also ich hab mich auch gezwungen, mir das anzuschauen, damit wir dir halt hier die Folge aufnehmen können, weil ich schon wusste, dass das einfach was ist, was mich emotional betrifft. Und ja, natürlich wusste ich das nicht alles so in der Tiefe, was da gezeigt wurde. Aber ich bin auch der Meinung, dass ich das nicht unbedingt alles wissen muss, um aktiv zu werden. Also natürlich ist es gut, viel zu wissen, nur es macht bei mir jetzt nicht den Unterschied aus zwischen passiv und aktiv, und ich denke, dass der Film tatsächlich auch für Menschen ist, die sich gegen Plastik engagieren. Also ich glaube, dass das ein guter Ansatzpunkt, weil das nämlich genau diese Story halt ist von wegen Hey, ich habe gemerkt, das ist dieser Plastikstrudel, und ich sollte Plastikfrei leben, und davon gibt es ja wirklich viele Menschen habe ich ja feststellen können jetzt, durch meine Tätigkeit bei der VHS, dass da großer Bedarf besteht, dass Menschen gerne wissen wollen, wie man Plastik frei lebt. Und das heißt, wenn du in deinem Bekannten-, Verwandtenkreis Menschen hast, die dafür sensibilisiert sind, Plastikfrei zu leben, aber noch nicht vegan leben, dann ist das was für sie. Das denke ich schon.

Carsten Also das stimmt, da hatte ich jetzt gar nicht darüber nachgedacht, ich habe das jetzt tatsächlich so aus dieser ethisch-veganen Brille gesehen, aber klar, das ist ja genau der Aufhänger. Damit fängt der Film an und ja, er ist natürlich dann, von der Dramatik her schlägt das schnell um, weil Plastik eigentlich nachher im weiteren Verlauf des Films eigentlich überhaupt gar nicht mehr relevant wird, ne, aber ich glaub.

Stefanie Ja, aber das ist ja genau das.

Carsten Du hast das Publikum herangeführt an das richtige Problem genau.

Stefanie Ja, also deswegen denke ich, dass, da kannst du das Menschen empfehlen wirklich, die noch nicht vegan leben, weil Menschen, die schon vegan leben, die brauchen sich das nicht dringend nochmal anzugucken. Wenn du natürlich Interesse daran hast, du lebst vegan und willst es dir gerne angucken, fühlst du dich emotional stabil, warum nicht. Also klar, wie gesagt, mehr wissen schadet jetzt in diesem Fall nicht, auf keinen Fall, aber wenn du halt generell so wie ich eher sensibler bist was solche Bilder angeht, dann brauchst du dir das wirklich nicht anzuschauen, aber wenn du das Gefühl hast, du möchtest etwas tun, und es gibt Menschen in deinem Umfeld, die so auf dieses Plastikthema fixiert sind, dann empfiehlt ihnen diesen Film.

Carsten Ja, zumal tatsächlich, wenn man das so nochmal, oder wenn ich das nochmal so durch denke, kommst du ja quasi von diesen Plastikthema ins eigentliche Problem, und es werden hier nachher auch so die letzten Gegenargumente nochmal so ein bisschen genommen, ne, also einmal dieser ethische Aspekte, so nach dem Motto Fische fühlen ja nichts, ne, die empfinden ja keinen Schmerz, das wird quasi debunkt. Und auch so dieses Argument ja aber Fisch ist ja wichtig aufgrund der Omega 3 Fettsäuren, ne, auch das wird zum Schluss nochmal behandelt, da kamen dann auch so aus der veganen Szene würde ich gerade schon sagen, wieder bekanntere Gesichter zu Wort. Unter anderem Doktor Michael Greger kommt da nochmal zum Wort, stellt an der Stelle nochmal klar, dass Fisch ein hoch belastetes Lebensmittel ist, wenn man das denn als Lebensmittel bezeichnet, ja so in Anführungszeichen, also ihm wird halt die Frage gestellt, auf was man denn verzichtet, was für Nährstoffe oder was fehlt einem, was fehlt einem, wenn man keinen Fisch isst sondern, und dann fängt er an, die Litanei der Schadstoffe, die sich da im Fisch dann anreichern, zu zitieren, und gleichzeitig wird aber auch nochmal dargelegt, dass das genau der Grund, weswegen die meisten Menschen glauben, ich muss jetzt Fisch essen, ja so diese Omega 3 Fettsäuren, diese speziellen Omega 3 Fettsäuren, dass die eigentlich gar nicht nativ im Fisch vorkommen, sondern ursprünglich eigentlich in Algen vorkommen, und der Fisch quasi über die Nahrungskette nur diese Anreicherung dieser Fettsäuren dann ja konsumiert. Und das ist ja ähnlich wie beim Thema B 12. Ich kann das auch den Tieren zum Fraß vorwerfen, und dann anschließend die Tiere essen und behaupten, ich muss Fleisch essen, weil sonst kriege ich keinen B 12 und so, das ist jetzt hier auch mit diesen Fettsäuren dargestellt worden, um einfach klarzustellen: Pass mal auf, du kannst auch am Anfang der Nahrungskette anfangen, du musst nicht am Ende, also einem relativ späten Teil.

Stefanie Du musst diesen Umweg über den

Carsten Fisch nicht gehen, genau, sondern du kannst es direkt aus Algen oder Algenöl auch gewinnen.

Stefanie So also zusammenfassend schon eine gute Dokumentation, viele Fakten präsentiert, gängige Story was du schon aus Cowspiracy kennst und vielleicht auch von der grünen Lüge. So ne Mischung bisschen daraus, wobei bei Cowspiracy war es ja auch so, dass sie da auf verschiedenen Messen glaube ich sogar waren und so ne also.

Carsten Auf jeden Fall Kino tauglich, Kino tauglich Format, ja.

Stefanie Dann war's das jetzt erstmal zu dieser Dokumentation, und ich möchte mich jetzt noch bei allen treuen Steady Unterstützer:innen bedanken, vor allem auch denen, die jetzt ihr Jahrespaket verlängert haben. Das ist jedes Mal ein Glücksmoment für mich, weil ich dann weiß ok, du unterstützt mich für ein weiteres Jahr, und das ist wirklich schön. Und wenn du auch das Gefühl hast, hier der Podcast bringt dir was, und die anderen Podcasts, der kostenlose „Von Herzen vegan Clan“ und auch die Emailkurse, die ich kostenlos anbiete, und du möchtest gerne etwas zurückgeben, dann schließ dich gerne den Steady Unterstützer:innen an. Ich freue mich darüber, und den Link dafür findest du hier unter der Folge oder in den Shownotes.

Carsten Dann sage ich mal, in diesem Sinne

Stefanie In der Metropolregion Hamburg sagt man Tschüs

Carsten Und auf Wiederhören

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Alles zum Film Seaspiracy
https://www.seaspiracy.org/

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Folge 228 - Rassismus steckt in uns allen

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Folge 228 - Rassismus steckt in uns allen

Am 21.3.1966 wurde von den Vereinten Nationen zum ersten Mal der internationale Tag gegen Rassismus begangen. Seither wird dieser Tag in manchem Teilen der Welt mehr und in anderen Teilen weniger gewürdigt.

Deutschlandweit finden derzeit noch bis zum 28.3.2021 die internationalen Aktionswochen gegen Rassismus statt und um in diesem Rahmen ein Zeichen zu setzen, haben Carsten und ich diese Podcastfolge aufgenommen.

Als weiße Biodeutsche sind wir natürlich extrem priviligiert und kommen mit dem allgegenwärtigen Rassismus, den alltäglichen Diskriminierungen und den eigenen Vorurteilen nur partiell in Kontakt.

Uns geht es in dieser Folge also nicht darum aufzuklären, auf welche Art Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft stattfindet, sondern darum Dich einzuladen, Dich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Denn egal, für wie aufgeklärt und tolerant Du Dich hältst: Rassismus steckt in uns allen.

Ich habe Dir hier Literatur und Dokumentationen verlinkt, mit denen Du starten kannst und meine Bitte ist: bleib sensibel und lernbereit.

Links zur Folge

Erneuerbare Lesetage - Lesen ohne Atomstrom
https://lesen-ohne-atomstrom.de/

Buch "Deutschland schafft mich" von Michel Abdollahi
z.B. bei buch7.de anschauen

Stiftung gegen Rassismus
https://stiftung-gegen-rassismus.de/iwgr

Buch "Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado-Perez
z.B. bei buch7.de anschauen

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Global Climate Strike Day 2021

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Folge 227 - Global Climate Strike Day 2021

Am 19.3.2021 jährt sich der Global Climate Strike Day zum dritten Mal und wir möchten mit dieser kurzen Folge unseren Beitrag zum Streik leisten.

In dieser Folge stellen wir Dir drei Wege vor fürs Klima aktiv zu werden und wir freuen uns, wenn Du uns von Deinen Aktionen berichtest, solltest Du heute etwas geplant haben.

In der Pandemie geht die Dringlichkeit der Klimakrise immer wieder unter und es ist wichtig, dass wir beharrlich dabei bleiben und alles tun, was in unserer Macht steht.

Links zur Folge

Kostenloser E-Mail-Kurs "Grüner leben - Schritt für Schritt"
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Gemeinsam nachhaltiger leben im Clan PLUS
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Selbstfürsorge Tipps im Von Herzen Vegan Podcast
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Folge 221: Act now: wir müssen jetzt handeln!

Zukunft für alle - was wir jetzt tun können: Buch & Videos
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5 Jahre Einfach Vegan - der Forscherpodcast

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Folge 226 - 5 Jahre Einfach Vegan - der Forscherpodcast

Seit ziemlich genau fünf Jahren gibt es nun unseren Podcast. Das ist eine gute Gelegenheit diese fünf Jahre in einem persönlichen Rückblick Revue passieren zu lassen. Höre rein und feiere mit uns eine unglaublich spannende Zeitspanne, in der wir vielen unterschiedlichen Themen begegnet sind und in der wir viele inspirierende Menschen kennen gelernt haben.

Schon vor fünf Jahren, mit den ersten Podcastfolgen stand für uns fest: Vegan ist erst der Anfang, und ein neues Wohlstandsmodell muss her! Diese Mottos leiten uns noch heute und haben in den vergangenen Jahren durchaus zu dem einen oder anderen weiteren Projekt geführt.

Ganz besonders freuen wir uns über all jene Menschen, die uns im Laufe der Jahre durch Einmalzahlungen oder ein finanzielles Unterstützer-Abo per Steady die Übernahme der laufenden Kosten für den Podcast und alle weiteren Projekte erleichtern.

Herzlichen Glückwunsch "Einfach Vegan - der Forscherpodcast" !!!

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Arte Doku: "Ausgemolken - Bauern steigen aus der Nutztierhaltung aus" (verfügbar bis 26.5.2021)
https://www.arte.tv/de/videos/092186-005-A/re-ausgemolken/

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Folge 225 - Müssen wir überhaupt arbeiten?

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Folge 225 - Müssen wir überhaupt arbeiten?

Auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie Arbeit der/in Zukunft aussehen kann, sind wir auf zwei Bücher gestossen: "Unfuck the Economy - Eine neu Wirtschaft und ein besseres Leben für alle" von Waldemar Zeiler, einem der "Einhorn"-Firmengründer und auf das Buch "After Work - Radikale Ideen für eine Gesellschaft jenseits der Arbeit: Sinnvoll tätig sein statt sinnlos zu schuften" von Tobi Rosswog.

Beide Bücher haben unser Verständnis von "Arbeit" erweitert und geben neue, gewinnbringende Impulse für eine Debatte, wie unsere Gesellschaft Arbeit zukünftig gestalten sollte.

Während Waldemar Zeiler sehr ausführliche und aufschlussreiche Einblicke in alternative Unternehmenskulturen und -konzepte anhand seines eigenen Unternehmens Einhorn zeigt, sowie Forderungen und Überlegungen gegenüber Wirtschaft, Gesellschaft und Politik für ein besseres, nachhaltigeres, gleichberechtigtes Miteinander zeigt, geht Tobi Rosswog in seinem Buch deutlich weiter und plädoyiert letztendlich für eine Welt "ohne Arbeit".

Zumindest ohne Arbeit in dem Sinne, wie wir als Gesellschaft Arbeit definieren und leben. Sein Buch zeigt die Historie und Hintergründe, warum Arbeit so ist, wie sie ist und stellt sehr schön klar: Es war nicht immer so. Und es muss nicht immer so bleiben.

Beide Bücher empfinden wir als wichtige und unschätzbare Bereicherung in der Debatte um und über Arbeit, die bisher viel zu einseitig im Rahmen von "Erwerbs-/Lohnarbeit" und maximal noch als erstrebenswerte Selbstverwirklichungspraxis dargestellt wird. Es ist an der Zeit, das Konzept Arbeit neu zu denken. Gerade auch hin Hinblick auf die globalen Herausforderungen zur Sicherung unserer aller Lebensgrundlage, die durch die Klimakrise gefährdet ist.

Ob und in wiefern wir (Carsten und Stefanie) aus den beiden Büchern umsetzbare Antworten für unser eigenes, individuelles Verhältnis zum Thema Arbeit und dessen möglicher Umgestaltung erhalten haben, wirst Du in dieser Podcastfolge erfahren.

Links zur Folge

Buch: "Unfuck the economy" von Waldemar Zeiler
z.B. bei buch7.de bestellen

Buch: "After work" von Tobi Rosswog
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Folge 224 - So wurde ich vegan | Teil 3

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Folge 224 - So wurde ich vegan | Teil 3

In dieser Folge lese ich zum dritten Mal Geschichten vor, in denen Clan-Mitglieder erzählen, wie sie vegan wurden.

Von gesundheitlichen, über nachhaltige, bis hin zu ethischen Gründen ist alles dabei und ich finde es immer wieder inspirierend, zu hören oder zu lesen, welcher Umstände letztlich dazu geführt haben, sich für ein veganes Leben zu entscheiden.

Es zeigt mir auch immer wieder wie vielfältig wir sind - wir leben alle vegan und doch bleiben wir Individuen.

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Arbeit neu denken - ein subjektiver Diskurs

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Folge 223 - Arbeit neu denken - ein subjektiver Diskurs

Unser Begriff von Arbeit entsprach bis vor Kurzem noch der allgemeinen gesellschaftlichen Bedeutung, die uns seit Kindheitsbeinen, durch unseren Schul- und Ausbildungsweg begleitet. Und weites gehend unhinterfragt blieb, sowie zudem alternativlos erschien. Schließlich müssen wir arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Mittlerweile sehen wir das Thema Arbeit immer differenzierter, sprechen konkreter von Erwerbs- oder Lohnarbeit. Auch für uns war lange Zeit klar, dass wir gerade darin unsere Lebenserfüllung suchen und finden – zumindest einen beträchtlichen Teil. Dabei entfällt der größte Teil der geleisteten Arbeit auf Nicht-Lohnarbeit. Care-Arbeit, aber auch allgemein die Organisation des eigenen Haushalts und die Unterstützung der eigenen Kinder nehmen viel mehr Zeit in Anspruch, als das, was wir normalerweise mit „Arbeit“ beschreiben.

Wir verstehen mittlerweile, dass unser Bild von Arbeit anerzogen ist und durch unsere gesellschaftlichen Strukturen aufrecht erhalten bleibt. In dieser Auftaktfolge sprechen wir über unsere ganz persönliche Sichtweise auf „Arbeit“, was Arbeit für uns bisher bedeutete und was wir heute darüber denken.

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Permakultur - Jetzt einfach machen

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Folge 222 - Permakultur - Jetzt einfach machen

In dieser Folge hat Carsten einen Gesprächsgast. Gemeinsam mit Wolfgang Reuter, Mitbegründer des Hamburger Start-ups PermaStart, unterhält er sich über Permakultur. Neben den Besonderheiten der Permakultur geht er u.a. auch der Frage nach, wie sich Permakultur von konventioneller und bio-Landwirtschaft unterscheidet. Und ob Permakultur in erster Linie etwas für die eigene Gartengestaltung ist oder auch auf landwirtschaftliche Betriebe übertragen werden kann.

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Website von PermaStart
https://permastart.de

Folge 195 - Ein Einstieg in die Permakultur
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-195-ein-einstieg-in-die-permakultur

Folge 201 - "Der Große weg hat kein Tor - von Masanobu Fukuoka"
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-201-der-grosse-weg-hat-kein-tor-von-masanobu-fukuoka

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Act now: wir müssen jetzt handeln!

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Folge 221 - Act now: wir müssen jetzt handeln!

Es ist die Aufgabe unserer Zeit unsere Lebensgrundlage zu retten und gleichzeitig ist es unsere Lebensaufgabe uns gut um uns zu kümmern.

Wir werden unsere Lebensgrundlage nicht durch Kleinigkeiten retten, doch wir können jetzt mit kleinen Schritten anfangen.

Ich weigere mich darauf zu warten, dass Großes passiert. Ich will zumindest bei mir schon anfangen und Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen.

Wir stecken mitten in einem gesellschaftlichen Umbruch - lasst uns handeln, lasst uns für ein gutes Leben für alle Lebewesen kämpfen!

In dieser Folge stellen wir Dir das Buch "Act now - Reflexionen in existenziellen Zeiten" des Festival "Lesen ohne Atomstrom" vor und weisen auf die Veranstaltung der 9. Erneuerbare Lesetage vom 8.2.-14.2.2021 hin.

Links zur Folge

Festival "Lesen ohne Atomstrom"
https://lesen-ohne-atomstrom.de

Buch: "Act now - Reflexionen in existenziellen Zeiten"
https://lesen-ohne-atomstrom.de/das-buch

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Der Wir Konsumkinder Podcast ist da!

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Der Wir Konsumkinder Podcast ist da!

Was lange währt...

Die Idee zum Konsumkinder Podcast ist schon mehr als zwei Jahre alt und doch haben wir es erst jetzt geschafft, sie umzusetzen.

In einem Mammutakt haben wir innerhalb von zwei Wochen sämtliche Folgen aufgenommen, geschnitten und zur Veröffentlichung vorbereitet. Texte geschrieben, Bilder erstellt, ein Cover entworfen und nun in einem letzten Schritt den Prolog veröffentlicht und den Podcast damit bei den gängigen Podcastplattformen angemeldet.

Der "Wir Konsumkinder" Podcast ist ein in sich abgeschlossenes Projekt mit 3 Staffeln und 14 Folgen, die in den nächsten 13 Wochen immer montags veröffentlicht werden.

Wir erzählen Dir unsere Geschichte, wie wir von unmündigen Konsumkindern zu mündigen Bürger·innen wurden und wollen Dich inspirieren, Dich ebenfalls aus dem Konsumzwang zu lösen.

Wenn Du keine Lust hast zu warten und alle Folgen sofort hören möchtest, kannst Du das Projekt und uns finanziell unterstützen, indem Du den gesamten Podcast als mp3 zum Download hier für 10 Euro kaufst >>

Links zur Folge

Der Konsumkinder Podcast
https://wir-konsumkinder.podcaster.de/

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Mit Suffizienz zu mehr Nachhaltigkeit

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Folge 220 - Mit Suffizienz zu mehr Nachhaltigkeit

Wir starten das Jahr 2021 mit einem wichtigen Thema und einem Kernelement, um „ein gutes Leben für Alle“ zu erreichen: Suffizienz.

Carsten ist in der Vergangenheit bereits mehrmals über diesen doch sehr sperrigen Begriff gestolpert und erläutert in dieser Folge, was es damit auf sich hat.

Dabei wird klar, warum Suffizienz wirklich ein Schlüsselelement für gesellschaftlichen und ökologischen Wandel darstellt und welche Konsequenzen sich daraus für unser persönliches Leben ergeben.

Links zur Folge

Buch "All you need is less" von Manfred Folkers und Niko Paech
Direkt beim Verlag bestellen >>

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Das haben wir 2020 gelernt und erlebt

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Folge 219 - Das haben wir 2020 gelernt und erlebt

In dieser Folge blicken Carsten und ich zurück auf das Jahr 2020 und unsere To-Do-Liste, die wir Anfang des Jahres vorgestellt haben.

Wie die meisten Menschen hat auch uns die Corona-Pandemie stark beeinflusst und unser Leben durcheinandergewirbelt, was sich ebenfalls auf den Einfach Vegan Podcast ausgewirkt hat.

Wir hatten Anfang des Jahres viel vor und nur einen Bruchteil davon im Laufe des Jahres umgesetzt.

Dafür sind viele Aspekte nach oben gespült worden, die uns ebenfalls wichtig sind. Auf einmal stand z.B. das marode Gesundheitssystem im Scheinwerferlicht und damit auch die fehlende Anerkennung der CARE-Arbeit.

Das bedingungslose Grundeinkommen hat ordentlich Fahrt aufgenommen und es bis in den Bundestag geschafft.

Und auch auf die Zustände in den Schlachthöfen und damit verbunden ebenfalls auf das Thema Zoonosen wurde das Scheinwerferlicht gerichtet.

2020 ist viel passiert - wir sind gespannt auf das neue Jahr 2021.

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Ist ein gutes Leben für alle möglich?

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Folge 218 - Ist ein gutes Leben für alle tatsächlich möglich?

In dieser Folge sprechen Carsten und ich darüber, ob ein gutes Leben für alle Lebewesen tatsächlich möglich ist.

Die Phrase "Ein gutes Leben für alle" ist mir das erste Mal bei der Wandelwoche in Hamburg 2017 begegnet. Damals war es für mich noch etwas abstrakt. Ich hatte zwar eine vage Ahnung, was es bedeuten sollte, aber so richtig verstanden hatte ich es noch nicht.

Seitdem ist mir "das gute Leben für alle" immer wieder begegnet, im "Buen vivir" sogar als Verfassungsanspruch und mittlerweile habe ich die Dringlichkeit dieser Phrase verstanden.

In einem meiner Bildungsurlaube sagte eine Teilnehmerin, dass sie aber ihr Wohlbefinden nicht hinter dem anderer zurückstellen könne, nur damit diese ein gutes Leben hätten und tatsächlich ist das genau nicht damit gemeint.

Ein gutes Leben für alle, soll ja genau das sein: ein gutes Leben für ALLE, also auch für die Teilnehmerin und wenn sie dabei schmerzhaft zurückstecken muss, ist es kein gutes Leben.

Ein gutes Leben für alle (Lebewesen, nicht nur Menschen), kann nur gelingen, wenn wir als Angehörige der Wohlstandsländer, unseren Lebensstil ändern. Wenn wir unsere Privilegien loslassen zugunsten derer, auf deren Kosten wir diese Privilegien erworben haben.

Es ist genug für alle da, es ist nur ungerecht verteilt.

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Veganer·innen in Romanen

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Folge 217 - Veganer·innen in Romanen

Ich habe vor einigen Monaten angefangen Episoden aus Romanen zu sammeln, die Veganer·innen bzw. Veganismus beschreiben.

Mich hat interessiert, wie diese in der allgemeinen Unterhaltungsliteratur von nicht-veganen Autor·innen dargestellt werden.

In dieser Folge stelle ich meine Ergebnisse vor und ziehe ein Zwischenfazit.

Natürlich ist es keine wissenschaftlich repräsentative Untersuchung, sondern rein subjektiv.

Clanmitglieder finden alle genannten Episoden im kostenlosen Von Herzen Vegan Clan.

Links zur Folge

Mehr Informationen zum Clan PLUS - gemeinsam nachhaltiger leben:
https://von-herzen-vegan.de/clan-plus

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Klimafreundliche Mobilität - geht das?

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Folge 216 - Wie funktioniert klimafreundliche Mobilität?

Diese Folge widmen wir dem Thema Mobilität und vereinen folgende Unterthemen:

  • wir besprechen die Dokuserie "Eine Welt ohne" der ARD
  • wir sprechen über unsere Erfahrung seit 6 Jahren ohne Auto zu leben (und natürlich nicht zu fliegen)
  • Carsten stellt neue Fakten zum Flugverkehr vor
  • ich steuere Erfahrungen aus meinen beiden Bildungsurlauben bei

Es gibt Themen, die wir neu denken müssen, um unseren Planeten zu erhalten. Mobilität gehört dazu. Wenn wir versuchen hier so weiterzumachen wie bisher oder vielleicht dasgleiche in grün, wird uns das nicht weiterbringen.

Daher stellen wir in dieser Folge einige Fakten und Ideen vor, die Dich inspirieren sollen, auch Deine Mobilität zu überdenken.

Links zur Folge

"Eine Welt ohne..." in der ARD Mediathek
Filme in der ARD Mediathek anschauen >>

Autofreie Siedlung in Köln
https://www.nachbarn60.de/home.html

Fact Sheet: Wie stark wirkt sich der Flugverkehr tatsächlich aufs Klima aus?
Fact Sheet als PDF herunterladen [EN]

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Ich bin Greta - der Film über Greta Thunberg

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Folge 215 - Ich bin Greta - der Film über Greta Thunberg

In dieser Folge sprechen wir über die Dokumentation über Greta Thunberg "Ich bin Greta", die Du noch bis 2030 in der ARD Mediathek anschauen kannst.

Der Film ist ein unaufgeregtes Porträt einer jungen Aktivistin, die alles gibt für den Umweltschutz und dafür immer wieder über ihre persönlichen Grenzen geht.

Teilweise denke ich, dass der Film sehr intime Momente zeigt, die ich persönlich über mich nicht hätte zeigen wollen - es ist ein sehr offener Film, der viel über die Person Greta Thunberg offenbart.

Ein sehenswerter Film über eine Heldin unserer Zeit.

Links zur Folge

Ich bin Greta - Film in der ARD Mediathek
Film in der ARD Mediathek anschauen >>

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Folge 214 - Die grüne Lüge - der Film

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Folge 214 - Die grüne Lüge - der Film

Das Buch zum Film "Die grüne Lüge" habe ich schon in Folge 128 mit Svenja Sgodda besprochen.

Den Film habe ich aber erst vor kurzem mit Carsten zusammen gesehen - sogar zwei mal und wir besprechen ihn für Dich in dieser Folge, weil er einfach sehenswert ist.

Kathrin Hartmann und Werner Boote hatten eindeutig sehr viel Spaß beim Dreh, schon allein das macht den Film zu einem unterhaltsamen Abendprogramm.

Aber natürlich ist das Thema ernst und so wird Schritt für Schritt gezeigt, wie uns große Firmen hinters Licht führen und uns mit grünen Versprechen blenden.

Die Botschaft des Films ist relativ simpel: wir müssen aufwachen und für ein gerechtes und gutes Leben für alle Lebewesen auf diesem Planeten kämpfen.

Links zur Folge

Die grüne Lüge - Filmwebseite
http://www.thegreenlie.at/

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

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Nachhaltige Nachbar­schaften Teil 2

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Folge 213 - Nachhaltige Nachbarschaften Teil 2

Für die Vorbereitung des Bildungsurlaubs, den ich für die VHS Hamburg gebe, habe ich mir die beiden Bücher "Nach Hause kommen" (in der neuen, überarbeiteten Auflage) und "Zusammen haushalten" gekauft.

Durch die Lektüre der beiden Bücher hatte ich das Bedürfnis eine weitere Folge zum Thema "Nachhaltig wohnen" aufzunehmen und meine Erkenntnisse, die ich aus den beiden Büchern gewonnen habe, mit Dir zu teilen.

Diese Folge schließt an die vorangegangene Folge an und beantwortet einige Fragen, die vorher noch offen blieben.

So spreche ich darüber, wie das Konzept der Nachbarschaften mit unliebsamen Arbeiten, wie z.B. Putzen, umgeht und wie der Wunsch nach Privatsphäre berücksichtigt wird.

Für mich ist das Konzept der Nachbarschaften, vorgestellt durch den Verein Neustart Schweiz und in der Schweiz auch schon in einigen Projekten gelebt, richtungsweisend für die Zukunft.

Wirklich nachhaltig können wir nur in Gemeinschaft leben - in unseren Einzelhaushalten kommen wir sonst zu schnell an unsere Grenzen.

Links zur Folge

Buch "Nach Hause kommen - Mit Nachbarschaften der Klimakrise begegnen"
Das Buch über den Verein Neustart kaufen

Buch "Zusammen haushalten - Warum es vorteilhaft ist, in Nachbarschaften zu leben
Das Buch über den Verein Neustart kaufen

Verein Neustart Schweiz
https://www.neustartschweiz.ch/

Gemeinschaft und Privatsphäre in Nachbarschaften
https://neustartschweiz.ch/wuenscht-du-dir-gemeinschaft-und-zugleich-privatsphaere/articles/gemeinschaft-und-privatsphaere/

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

Rezension vom tierbefreiungsarchiv zum Reisebuch
http://tierbefreiungsarchiv.de/fachbibliothek/rezensionen/gelassen-vegan-leben-eine-reisefuehrerin-der-anderen-art/

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Mit Nachbarschaften durch die Klimakrise

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Folge 212 - Mit Nachbarschaften der Klimakrise begegnen

Diese Podcastfolge ist der Rückblick auf das Monatsthema "Wohnen in Gemeinschaft als nachhaltigste Wohnform der Zukunft" im Von Herzen Vegan Clan und auch eine Buchrezension des Buchs "Nach Hause kommen - Nachbarschaften als Commons".

Wir haben schon in Folge 207 über "Anders wohnen fürs Klima" gesprochen, doch diese Folge geht tiefer.

Während wir damals nur an der Oberfläche gekratzt haben, haben wir uns nun einen Monat diesem Thema gewidmet und sprechen in dieser Folge nicht nur über die Gedanken der Clanmitglieder, sondern auch über das Konzept der Nachbarschaften, das vom Verein Neustart Schweiz entwickelt wurde.

Ich zitiere dabei einige Passagen aus dem Buch, damit Du einen Eindruck bekommst, was genau mit Nachbarschaften gemeint ist und wir diskutieren auch wieder über Privilegien, die uns in diesem Fall davon abhalten unsere Wohnfläche einzuschränken.

Links zur Folge

Buch "Nach Hause kommen - Nachbarschaften als Commons"
online als pdf

Verein Neustart Schweiz
https://www.neustartschweiz.ch/

Podcastfolge zum Wohnprojekt "Kalkbreite" (noch bis zum 3.11.2020 online)
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Herz-gut-alles-gut-Folge-6-180-Grad,audio577388.html

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

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Folge 211 - No logo von Naomi Klein

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Folge 211 - No logo von Naomi Klein

In dieser Folge spricht Carsten über das Buch "No Logo!" von Naomi Klein. Auch wenn das Buch bereits vor 20 Jahren erschienen ist, kann es noch mit vielen wichtigen Fakten und Zusammenhängen zur Wirtschaftsweise von Marken-Konzernen überzeugen.

"No Logo!" beschreibt, wie Ende der 1990'er Jahre viele weltweit bekannte Firmen den Umschwung vom Produkt- zum Marken-Unternehmen durchgeführt haben. Dieser Umschwung blieb nicht ohne soziale Folgen, kostete tausende Arbeitsplätze unterfütterte die Existenz und den Ausbau von Sweatshops, in denen ArbeitseiterInnen zu unhaltbaren Arbeitsverhältnissen gezwungen und ausgenutzt werden.

Gleichzeitig verbergen die Markenfirmen diese Schattenseiten hinter einer massiven Wand aus Marketingmaßnahmen, mit denen es Ihnen gelang die eigene Marke zu glorifizierten und global begehrten Symbolen aufzuladen.

Naomi Klein kann durch ihre investigative journalistische Arbeitsweise die durch Markenfirmen provozierten negativen Auswirkungen auf die Ausbeutung von Arbeitskräften, Verringerung der Produkt- und Markenvielfalt, bis hin zum Demokratieverlust nachzeichnen.

Links zur Folge

Buch "No logo!" von Naomi Klein
z.B. bei buch7.de

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

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Ist eine vegane Welt realistisch?

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Folge 210 - Ist eine vegane Welt realistisch?

Inspiriert durch Andrea, die im Von Herzen Vegan Clan von einem 21 Jahre zurückliegenden Erlebnis in Georgien erzählte, gehen wir in dieser Folge der Frage nach: "Gibt es Situationen/ Lebensumstände, die Tierhaltung/-nutzung rechtfertigen?"

Oder anders gefragt: Dürfen wir eine vegane Welt fordern? Haben wir das Recht dazu anderen Menschen zu sagen, wie sie zu leben haben?

Zu Beginn meines veganen Lebens hätte ich noch geantwortet, dass Tiere auch Rechte haben und es nicht in Ordnung ist sie zu nutzen - egal unter welchen Umständen.

Mittlerweile denke ich anders: ich denke, dass wir im globalen Norden, in den reichen Staaten, wo es uns leicht fällt vegan zu leben, auch vegan leben sollten. Unsere Lebensweise verursacht schließlich die wirtschaftlich schlechtere Lage in Ländern wie Georgien und ich bin der Meinung, dass wenn wir vegan leben und auch in anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit setzen, sich das auf die momentan benachteiligten Länder so positiv auswirkt, dass ein gutes Leben für alle möglich ist. Und das sollte dann wiederum vegan sein.

Eine vegane Welt ist also meiner Meinung nach nur möglich, wenn global soziale Gerechtigkeit herrscht.

Links zur Folge

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Gelassen vegan leben mit dem Reisebuch

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Gelassen vegan leben mit dem Reisebuch

In dieser Folge stelle ich Dir mein neues Buch vor: Das Reisebuch für ein Leben in einer nicht-veganen Welt.

Ich freue mich sehr, dass es nun endlich so weit ist und ich das Buch in Händen halte. Viele Jahre habe ich nach dem richtigen Format gesucht, um Dich in Deinem Alltag zu unterstützen.

Ich glaube, es mit diesem Buch gefunden zu haben.

Meine Intention ist, dass Du das Reisebuch immer bei Dir tragen und im Zweifel zu Rate ziehen kannst. Es soll Dir helfen Deinen Weg in dieser nicht-veganen Welt zu finden. Deine Art vegan zu leben.

Ich schreibe Dir Deinen Weg nicht vor, sondern stelle Dir mit dem Buch die Ausrüstung zur Verfügung, die Dich dabei unterstützen wird Deine Reise gut vorbereitet anzutreten.

Alle Informationen zum Buch findest Du hier >>

Links zur Folge

Gelassen vegan leben - Dein Reisebuch für das Leben in einer nicht-veganen Welt
https://von-herzen-vegan.de/gelassen-vegan-leben-dein-reisebuch

Wie nachhaltig ist das Internet?

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Folge 209 - Wie nachhaltig ist das Internet?

Im August 2020 haben wir im Von Herzen Vegan Clan darüber gesprochen, wie wir unseren digitalen Fußabdruck senken können.

Dieses Thema beschäftigt mich schon lange und ich wollte immer schon eine Podcastfolge zu der Frage "Wie nachhaltig ist das Internet?" machen, bin bisher aber nie dazu gekommen.

Also freut es mich umso mehr, dass wir in diesem Monat darüber diskutiert haben.

Nach der Schätzung dieses Artikels verbrauchen wir 0,85 Tonnen CO2 pro Mensch und Jahr in Deutschland für unseren digitalen Lebensstil.

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Verbrauch von 2 Tonnen CO2 pro Mensch und Jahr klimaverträglich wären, ist das eine ganze Menge.

Natürlich ist der Wert nur eine Schätzung und kann nicht genau ermittelt werden. Mir hilft diese Grafik zum Einstieg in das Thema, um zu erkennen, welche Bereiche den meisten Einfluss auf den Fußabdruck haben.

Nach dieser Statistik verursacht die Herstellung von Laptops, Fernsehern, Smartphones und Sprachassistenen den größten Teil der Treibhausgasemissionen - hier können wir demnach schon einmal ansetzen und möglichst langlebige und/oder gebrauchte Geräte kaufen oder erst gar keine besitzen...

Links zur Folge

Ebook vs. gedrucktes Buch
https://www.oeko.de/oekodoc/1179/2011-037-de.pdf
https://www.quarks.de/umwelt/sind-e-book-reader-umweltfreundlicher-als-buecher/
https://www.studibuch.de/magazin/digital-vs-gedruckt-wie-oekologisch-sind-ebook-reader/
https://www.sueddeutsche.de/kultur/literatur-e-book-reader-energieverbrauch-klimakrise-1.4701354
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/oekobilanz-e-books-und-buecher

DVD, CD vs. Streaming
https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/streaming_vs_dvd/
https://klimareporter.in/nachhaltig-filme-schauen-streamen-dvds-und-alternativen/

Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils
http://blog.oeko.de/digitaler-co2-fussabdruck/
https://reset.org/knowledge/der-digitale-fussabdruck
https://www.klimareporter.de/technik/digitale-klimakiller
https://www.sustainable-digitalization.net/

So verkleinerst Du Deinen digitalen Fußabdruck
https://reset.org/act/so-verkleinerst-du-deinen-digitalen-fussabdruck-08162019

Wie viel Energie kosten meine Suchanfragen im Internet?
https://www.swr.de/odysso/oekobilanz-des-internets/-/id=1046894/did=21791748/nid=1046894/1jsu4be/index.html
https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20170110_greenpeacestudie_gruener_klicken_zusammenfassung.pdf

Welche Dienste arbeiten z.B. mit Ökostrom  oder nutzen die Abwärme ihrer Server?
https://www.reuseheat.eu/
https://reset.org/blog/cloudheat-verwandelt-die-waerme-aus-servern-warmes-wasser-08162017
https://www.erneuerbareenergien.de/archiv/google-bezieht-100-prozent-strom-aus-erneuerbaren-energien-150-437-99570.html

Mobiltelefone und Nachhaltigkeit
https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/projects/Mobiltelefone_Factsheets.pdf

Buch: "Bits und Bäume"
https://www.oekom.de/buch/was-bits-und-baeume-verbindet-9783962381493

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Kapitalismus vs Klima von Naomi Klein

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Folge 208 - Kapitalismus vs Klima von Naomi Klein

Welchen Herausforderungen unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns müssen wir uns aufgrund der Klimakrise stellen?

Carsten hat sich im Rahmen dieser Frage mit dem Buch "Klima vs. Kapitalismus" der Bestsellerautorin Naomi Klein auseinander gesetzt.

Der auf der deutschen Buchausgabe sehr prägnante Satz "Dieses Buch ändert Alles" lässt erahnen, dass es nicht mit dem Umstieg auf Elektrofahrzeuge und dem Kauf "grüner" Produkte getan ist.

Wir müssen tiefer schauen und fundamentalere Strukturen hinter uns lassen.

Links zur Folge

Das Buch "Kapitalismus vs. Klima" von Naomi Klein
z.B. bei buch7.de

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Folge 207 - Anders wohnen fürs Klima

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Folge 207 - Anders wohnen fürs Klima

Im Bereich Wohnen können wir als Einzelpersonen am ehesten etwas fürs Klima tun, wenn wir unsere Wohnfläche reduzieren und weniger heizen.

Die nachhaltigste Wohnform ist daher das Wohnen in Gemeinschaft, was auch allen entgegenkommt, die viel selbst herstellen, wie z.B. Wasch- und Putzmittel und natürlich Lebensmittel.

Wenn Du das alles tagein - tagaus alleine tun musst, kann es Dir schnell zu viel werden. In einer Gemeinschaft würden diese Aufgaben auf vielen Schultern geteilt werden.

Und nicht nur die Aufgaben, Du könntest auch Gegenstände teilen, gemeinsam z.B. ein Lastenrad anschaffen und einen Gemeinschaftsgarten anlegen.

Wohnen in Gemeinschaft hat viele Vorteile - wir sprechen in dieser Folge auch über die Nachteile und freuen uns, wenn Du im Clan mit uns darüber diskutierst.

Links zur Folge

Brücken bauen für mehr Verständnis

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Folge 206 - Brücken bauen für mehr Verständnis

Kennst Du diese Momente, in denen Du Dich wunderst, was Nicht-Veganer·innen alles mit Vegan-Leben verbinden?

Wenn Du gefragt wirst, ob in Deinem veganen Kuchen denn auch Zucker sei oder überlegt wird, ob Du überhaupt Plastikspielzeug besitzt oder ausschließlich Holzspielzeug, weil Du vegan lebst. Oder Dir hartnäckig Fisch oder Huhn angeboten wird, in der Annahme, das sei doch vegan...

Und auch wenn Du versuchst immer nachhaltiger zu leben, wirst Du immer wieder schräge Blicke und mehr oder weniger vorsichtige Fragen ernten, was das denn sei, was man da hätte/mache.

Einfach, weil wir uns schon so viele Schritte aus der Vorstellungswelt des "Normalen" und "Allgemein anerkannten" entfernt haben. Und dann ist es sinnvoll Brücken zu bauen - wenn Dir daran gelegen ist, dass Dein Gegenüber Dich versteht.

Über unsere Erfahrungen damit und unsere Gedanken dazu sprechen wir in dieser Folge.

Links zur Folge

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"Wir sind das Klima!" von Jonathan S. Foer

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Folge 205 - "Wir sind das Klima!" von Jonathan Safran Foer

Wir besprechen das Buch "Wir sind das Klima" von Jonathan Safran Foer.

Das Buch trägt den Untertitel: "Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können" und wird im Klappentext unter anderem mit dieser Passage beschrieben: "Foer zeigt einen Lösungsansatz auf, der niemanden viel abverlangt, aber extrem wirkungsvoll ist: tierische Produkte nur einmal täglich zur Hauptmahlzeit."

Im Grunde erklärt Jonathan Safran Foer in seinem Buch, dass eine rein pflanzliche Ernährung die wirkungsvollste Methode für Einzelpersonen ist, unseren Planeten zu retten. Da er sich selbst dazu aber nicht durchringen kann, schlägt er die im Klappentext genannte Lösung vor: vegan bis zum Abendessen und zu dieser einen Mahlzeit dann nicht-vegan.

Als Zwischenschritt hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung mag das fürs erste genügen - aber es kann einfach nicht die endgültige Lösung sein. Vor allem nicht, wenn wir den ethischen Aspekt hinzuziehen.

Dieses Buch ist keine Leseempfehlung - warum erfährst Du in der Podcastfolge.

Links zur Folge

Das Buch "Wir sind das Klima" von Jonathan Safran Foer
z.B. bei buch7.de

Carstens Artikel zur 14,5% / 51% Thematik
Blogartikel >>

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Kommen Rührgeräte in den Himmel?

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Folge 204 - Kommen Rührgeräte in den Himmel?

In dieser Folge sprechen wir über den Dokumentarfilm "Kommen Rührgeräte in den Himmel?" von Reinhard Günzler.

Ich war schon allein aufgrund des Titels sehr gespannt auf diesen Film und wurde nicht enttäuscht. Denn dieser Film hat mir noch einmal eine ganz andere Seite der Nachhaltigkeit offenbart, über die ich zuvor nicht nachgedacht hatte.

Der Film hinterfragt die Art und Weise, wie wir mit Dingen umgehen. Die Protagonistin Carmen macht sich auf eine Forschungsreise über die Herkunft ihres neuen/alten Rührgeräts.

Dabei trifft sie viele interessante Personen, denen sie meist auch die Frage stellt, welche Beziehung wir zu unseren Dingen und ob Dinge vielleicht auch eine Seele haben.

In jedem Fall ein sehr sehenswerter Film, Du solltest aber offen für philosophische und spirituelle Gedanken sein.

Links zur Folge

Mehr zum Film "Kommen Rührgeräte in den Himmel?"
http://www.rg28.de/

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Folge 203 - So wurde ich vegan - Teil 2

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Folge 203 - So wurde ich vegan - Teil 2

In dieser Folge lese ich drei Geschichten vor, in denen Clanmitglieder erzählen, wie sie vegan geworden sind.

Denn es sind die wahren Geschichten, die uns berühren und inspirieren.

Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die Wege sind, die zu einem veganen Leben führen.

Alex war lange Zeit Vegetarierin, bevor sie vegan wurde. Sie hat aus gesundheitlichen Gründen angefangen nach pflanzlichen Alternativen zu Milchprodukten zu suchen und ist so auf vegane Webseiten und letztlich eine Broschüre gestoßen, die dann den Stein ins Rollen gebracht hat.

Auch Nanine wurde zunächst Vegetarierin und hat sich dann über die Nachhaltigkeit dem veganen Leben genähert.

Und Julia hat sich entschlossen vegan zu leben, nachdem sie über ihren eigenen Garten wieder einen Zugang zur Natur gefunden und später auch an den Fridays for Future Protesten teilgenommen hat.

Es gibt unendlich viele Wege, die in ein veganes Leben münden - wie sieht Dein Weg aus? Teile gerne Deine Geschichte mit uns im Clan oder schick mir die Geschichte per E-Mail an post at vonherzenvegan punkt de.

Links zur Folge

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Folge 202 - Degrowth in Bewegung(en)

Ein Beitrag

Folge 202 - Degrowth in Bewegung(en)

Das Thema Degrowth beschäftigt Carsten bereits seit einiger Zeit. Ungefähr zeitgleich mit der diesjährigen Degrowth- Online-Konferenz in Wien hat er mit der Lektüre des Buches „Degrowth in Bewegung(en) – 32 alternative Wege zur sozial-ökologischen Transformation“ begonnen. Dieses Buch hat ihn so inspiriert, dass wir ihm eine eigene Folge gönnen.

Hinter dem Begriff Degrowth versteht sich eine Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform, die das Wohlergehen aller zum Ziel hat und die ökologischen Lebensgrundlagen erhält. Dafür ist eine grundlegende Veränderung unserer Lebenswelt und ein umfassender kultureller Wandel notwendig. In diesem Sinne entspricht der Begriff unserer eigenen Suche nach einem neuen Wohlstandmodell.

Das Buch stellt in 32 eigenständigen Essays einzelne gesellschaftliche transformative Bewegungen vor und geht der Fragen nach, wie Degrowth im Verhältnis zu diesen sozialen Bewegungen steht und was die Bewegungen voneinander lernen können.

Auch wenn Carsten sich nicht als aktives Mitglied der Degrowth-Bewegung versteht, hat ihn die inhaltliche Behandlung der vielfältigen sozialen Bewegungen stark beeindruckt und motiviert. Es gibt Viele, die einen grundlegenden Wandel wollen.

Links zur Folge

Buch: "Degrowth in Bewegung (en)"
https://www.degrowth.info/de/dib/degrowth-in-bewegungen/

Degrowth Konferenz in Wien - online
https://www.degrowthvienna2020.org/

Übersicht über vergangene Konferenzen
https://www.degrowth.info/de/konferenzen/

Video-Material zum Buch-Projekt
https://vimeo.com/marcmenningmann

Was ist Degrowth?
https://www.degrowth.info/de/was-ist-degrowth/

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"Der große Weg hat kein Tor" von Fukuoka

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Folge 201 - "Der große Weg hat kein Tor" von Masanobu Fukuoka

In dieser Folge widmen wir uns einem der Bausteine für ein neues Wohlstandsmodell: dem Thema Landwirtschaft. Konkret der Nichts-Tun-Landwirtschaft die durch Masanobu Fukuoka entwickelt und bekannt wurde.

Wir besprechen dazu sein Buch „Der Große Weg hat kein  Tor“, erklären, was die Nichts-Tun-Landwirtschaft eigentlich ist und geben natürlich auch die Antwort auf die Frage, was denn mit dem Großen Weg gemeint ist.

Fukuokas Art Landwirtschaft zu betreiben steht im krassen Kontrast zur globalen industriellen Landwirtschaft und ist doch so zukunftsweisend. Die Einfachheit seiner Methode ist bestechend und überzeugend zugleich. Fukuokas Wirken war so wichtig, dass seine Erfahrungen und Erkenntnisse unbedingt in der Diskussion über landwirtschaftliche Alternativen mitgedacht werden müssen.

Links zur Folge

Buch: "Der große Weg hat kein Tor" von Masanobu Fukuoka
z.B. auf buch7.de

YouTube-Doku: Permakultur – Fukuoka: Der Große Weg hat kein Tor
https://www.youtube.com/watch?v=mkuEbf8MWak

YouTube-Doku: Masanobu Fukuoka – In Zukunft: Der Bauer ohne Pflug und Dünger
https://www.youtube.com/watch?v=6fk1o7qlj_8

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Lustvoll die Welt retten - ohne Verzicht

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Folge 200 - Lustvoll und ohne Verzicht die Welt retten

Yeah - die 200. Folge des Einfach Vegan Podcasts ist online.

In dieser Folge feiern wir uns ein bisschen selbst und echauffieren uns dann über das Verhalten unserer Mitmenschen, die immer nur möglichst lustvoll und ohne Verzicht die Welt retten wollen.

Wer sich vegetarisch ernährt ist schon radikal, einmal die Woche auf Fleisch und Milchprodukte verzichten ist revolutionär und manche Länder kann mensch einfach nur authentisch bereisen, wenn er·sie das Flugzeug nutzt. Willkommen im Jahr 2020.

Ich habe in letzter Zeit viele Bücher zum Thema ökologischen Fußabdruck senken gelesen und auch einige Kurse zu diesem Thema für die VHS konzipiert - der Tenor war immer gleich: lustvoll muss es sein, es darf nichts mit Verzicht zu tun haben und am besten sollte mensch so weiter machen können wie bisher, nur halt grüner.

Diese Erfahrungen haben mich zu der Erkenntnis gebracht: wir müssen noch einmal über Privilegien sprechen!

Links zur Folge

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"Grüner wird's nicht" von Kathrin Hartmann

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Folge 199 - Grüner wirds nicht von Kathrin Hartmann

Kathrin Hartmann spricht mir mit ihrem neuen Buch "Grüner wird's nicht" aus der Seele.

Mit kleinen Schritten mal hier mal da kommen wir nicht weiter, wir müssen die Systemfrage stellen. Dabei geht es hier nicht darum Klimaschutz gegen Arbeitsplätze auszuspielen und nachhaltigen Konsum nur für Besserverdienende zu ermöglichen, sondern ein System zu schaffen, in dem es ein gutes Leben für alle gibt: global betrachtet.

Denn wir im globalen Norden leben schon lange auf Kosten der Menschen im globalen Süden. Dank unserer Privilegien haben wir uns in den letzten 30 Jahren ein derart bequemes Leben aufgebaut, dass wir es nun nicht mehr darauf verzichten wollen.

Und dieses bequeme Leben gibt es dann auch nicht für alle Menschen im globalen Norden, sondern auch dort klafft eine immer größer werdende Lücke zwischen Arm und Reich.

Kathrin Hartmann schreibt:

"Die Gewalt, die dem Klimawandel eingeschrieben ist, war nie nur ein Verbrechen gegen die Natur, sondern immer auch gegen Menschen. Daher ist es wichtig, den Klimaschutz nicht isoliert zu betrachten, nicht als >Generationenfrage: Auslöschung der Menschheit< sondern als Frage der globalen Gerechtigkeit heute hier und jetzt. Dafür müssen wir die soziale Machtfragen miteinander verbinden."

Links zur Folge

"Grüner wirds nicht" von Kathrin Hartmann
z.B. bei buch7.de kaufen

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Folge 198 - Feuerfieber von Hilal Sezgin

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Folge 198 - Feuerfieber von Hilal Sezgin

Hilal Sezgin hat einen Tierrechtsroman geschrieben und Du kannst ihn als Dankeschön für ihre Crowdfundingkampagne als ebook oder in gedruckter Form erwerben.

Mit der Crowdfundingkampagne, die noch bis zum 30.06.2020 läuft, sammelt Hilal Sezgin Geld für ihre alten Schafe und Ziegen. Die Kosten für deren Unterhalt sind in den letzten Jahren exponenziell zum Alter der Tiere gestiegen und so braucht Hilal Sezgin nun unsere Unterstützung.

Ich hätte ihr auch ohne Gegenleistung Geld für ihre Schafe und Ziegen gegeben, aber die Gelegenheit diesen Tierrechtsroman zu erwerben, wollte ich mir nicht entgehen lassen und so habe ich unter anderem das Ebook zum Sofortlesen als Unterstützung gewählt.

Damit ich das Buch möglichst schnell rezensieren konnte, war ich zwei Tage quasi nicht ansprechbar und habe mich in den Roman zurückgezogen - eine Leseerlebnis, das ich nicht bereut habe und von dem ich in dieser Folge berichten möchte.

*Noch eine kleine Korrektur:*
Während der Folge sage ich, dass von den 15 Euro für das Ebook zum Sofortlesen 1 Euro für Hilals Extraaufwand uns das Ebook bereitzustellen abgeht. Das ist so nicht korrekt. Der eine Euro geht für die Gebühren an Startnext ab. Hilal berechnet ihren Extraaufwand nicht, sondern investiert das komplette Geld, das ihr abzüglich der Gebühren bleibt in die Versorgung der Schafe und Ziegen.

Links zur Folge

Crowdfundingkampagne von Hilal Sezgin (Hier bekommst Du das Buch "Feuerfieber" bis zum 30.06.2020)
https://www.startnext.com/weisse-schnuten

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Sinnvolle + nach­hal­tige Vorratshaltung

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Folge 197 - Sinnvolle und nachhaltige Vorratshaltung

Im Von Herzen Vegan Clan haben wir im März über das Thema "Vegane und nachhaltige Vorratshaltung" gesprochen. Gerade in der Zeit von Hamsterkäufen ist eine sinnvolle Vorratshaltung sehr wichtig.

Im Laufe des Monats haben wir über folgende Punkte gesprochen:

Organisatorisches

  • Was gehört in den veganen Vorratsschrank?
  • Welche Nahrungsmittel sollte mensch als Veganer·in immer im Haus haben, um auch spontan etwas Feines zu essen zaubern zu können?
  • Erfahrungen mit einem Wochenspeiseplan
  • Wie organisiere ich meinen Vorrat so, dass ich nicht ständig spontan einkaufen muss?

Haltbarmachen

  • Erfahrungen zum Einfrieren, Einkochen und Fermentieren
  • Lagerung von frischem Obst und Gemüse

Außerdem habe ich noch zwei Kochbücher vorgestellt, die sich mit Vorratshaltung beschäftigen.

Links zur Folge

"La Veganista - Mein selbst gemachter Power-Vorrat" von Nicole Just
Z.B. gebraucht kaufen bei medimpos

"Vegane Vorratskammer" von Miyoko Schinner
Z.B. gebraucht kaufen bei medimops

Biogewinner Versand
https://biogewinner.de/

Unverpackt Versand
https://unverpackt-versand.de/

fair gehandelte Cashews
https://www.fairfood.bio/

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Folge 196 - Werde Klimabotschafter·in

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Folge 196 - Werde Klimabotschafter·in

Momentan spreche ich in verschiedenen Online-Formaten für die VHS Hamburg darüber, wie Du jetzt aktiv fürs Klima werden kannst.

Nach einer dieser Veranstaltungen habe ich über eine Begebenheit im Von Herzen Vegan Clan berichtet und daraufhin entbrannte eine Diskussion um die Annahme, dass die Rolle einer veganen Ernährung für den Klimaschutz in der Öffentlichkeit eigentlich überhaupt nicht thematisiert wird.

In meiner Wahrnehmung war das bisher nicht so, doch Carsten hat die Annahme bestätigt und so haben wir diese Folge aufgenommen, um Dich darin zu unterstützen ein·e Botschafter·in für das Klima zu werden.

Statistiken bestätigen: der Bereich Ernährung macht einen Drittel des ökologischen Fußabdrucks aus und eine vegane Ernährung senkt diesen Teil um mehr als die Hälfte. Wenn Du Dich dann noch bio, regional und saisonal ernährst, kannst Du Deinen ökologischen Fußabdruck schon wesentlich senken.

Wenn irgend möglich, bitte ich Dich dieses Wissen mit Deinen Mitmenschen zu teilen und ihnen vorzuleben, wie einfach es ist, vegan zu leben. Klimaschutz hat momentan höchste Priorität und eine vegane Ernährung leistet einen großen Beitrag dazu.

Links zur Folge

Zusammensetzung des ökologischen Fußabdrucks
https://www.fussabdruck.de/oekologischer-fussabdruck/ueber-den-oekologischen-fussabdruck/

Statistik zu "Wie sich eine Ernährungsumstellung auf die Emissionen von Treibhausgasen auswirkt"
https://www.flickr.com/photos/oekoinstitut/49742282366/in/dateposted/

Ein guter Tag - Fußabdruckrechner
https://eingutertag.org/de/app.html

Tipps zum Energiesparen zu Hause
https://www.klima-sucht-schutz.de/

Von Herzen Vegan Clan
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Ein Einstieg in die Permakultur

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Folge 195 - Ein Einstieg in die Permakultur

In dieser Folge fasst Carsten seine ersten Rechercheergebnisse zum Thema Permakultur zusammen.

Permakultur ist ökologische Lebensraumgestaltung im weitesten Sinne. Das grundlegendeste Prinzipt von Permakultur ist, nützliche Verbidnungen zwischen verschiedenen Elementen eines Systems herzustellen, damit möglichst viele Bedürfnisse aus dem System selbst heraus gedeckt werden können.

Neben der weitgehenden Selbstversorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist ein weiteres Ziel auch die sparsame, effektive Nutzung der immer knapper werdenden Ressourcen.

Permakultur ist ein Prozess: Das Ganze zu betrachten, die Verbindungen unter den Elementen zu sehen und abzuwägen, wie diese Verbindungen verändert werden können, damit alles harmonischer zusammenarbeitet.

Links zur Folge

Warum wollen Veganer missionieren?

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Folge 194 - Warum wollen Veganer·innen andere missionieren?

Angeregt durch das Buch "Sprache und Sein", das wir in der vorangegangenen Folge besprochen haben, diskutieren wir in dieser Folge darüber, warum wir Veganer·innen den Wunsch haben, dass alle Menschen vegan leben.

Wir gehen von der These aus, dass Veganer·innen die einzige Gruppe von Benannten sind, die diesen Drang zu Missionieren haben, da sie nicht nur für sich sprechen, sondern als Stellvertreter·innen aller Lebewesen.

Letztlich geht es um Werte, darum eine Welt zu schaffen, in der wir alle Lebewesen und natürlich auch die Umwelt in unsere Überlegungen, unser Selbstverständnis und unser Wertesystem miteinbeziehen.

Tiere haben Rechte - genau wie wir. Letztlich sind wir doch auch Tiere - das sehen wir nicht zuletzt an dem Coronavirus, der von einem nicht-menschlichen Lebewesen auf uns übertragen wurde.

Wir teilen uns diesen Planeten und wir tun gut daran darüber nachzudenken, wie wir friedlich zusammenleben können.

Sprache und Sein im Veganismus

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Folge 193 - Sprache und Sein im Veganismus

In dieser Folge besprechen wir das Buch "Sprache und Sein" von Kübra Gümüşay.

Das Buch hat Carsten und mir sehr viel gegeben und mein Selbstverständnis als Veganerin noch einmal auf eine ganz neue Stufe gehoben.

Die Lektüre hat mir gezeigt, wie wichtig es für uns Veganer·innen ist, uns nicht in unsere Rolle als Stellvertreter·innen des Veganismus zwingen zu lassen, sondern dafür einzustehen, als Individuen wahrgenommen zu werden.

Mir ist auch noch einmal die Macht der Sprache bewusst geworden und wie stark sich doch auch die unterschiedlichen gesprochenen Sprachen voneinander unterscheiden.

Es ist so wichtig, dass wir erkennen, welche Muster im Alltag ablaufen und uns dazu drängen, uns wieder und wieder zu erklären, obwohl wir es gar nicht wollen.

Wollen wir aus dem Käfig ausbrechen, in das uns die gesellschaftliche Norm zwängt, gilt es zum einen erst einmal den Käfig zu erkennen und dann Geschichten zu erzählen. Unendlich viele, unendlich diverse Geschichten von Veganer·innen, über Veganer·innen und für Veganer·innen.

Wir müssen damit aufhören uns immer nur an Nicht-Veganer·innen zu richten, nur so können wir uns befreien und weiterentwickeln.

Links zur Folge

Tierrechtsaktivismus in Zeiten von Corona

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Folge 192 - Tierrechtsaktivismus in Zeiten von Corona

Wir leben gerade in einem Ausnahmezustand und das Thema "Coronavirus" dominiert die Medien.

Mittlerweile ist der beste Schutz für alle, zuhause zu bleiben und soziale Kontakte möglichst zu meiden.

Alle Veranstaltungen wurden abgesagt, niemand weiß, wann die Krise überstanden sein wird.

Viele Tierrechtsaktivist·innen sorgen sich, dass das Thema Tierrechte nun zu sehr in den Hintergrund gerät. Denn die Tiere leiden weiter- auch wenn wir aufgrund der Pandemie in unseren Wohnungen bleiben.

In dieser Folge zeigen wir einige Möglichkeiten auf, wie Du trotz Krise aktiv für die Tiere werden kannst - egal wieviel Zeit Du momentan hast.

Folge 191 - Veganismus als Religion

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Folge 191 - Veganismus als Religion

Im Februar 2020 haben wir über das Thema "Veganismus als Religion" gesprochen.

Inspiriert wurde das Thema durch ein Gerichtsurteil in Großbritannien, das Veganismus als Weltanschauung anerkannt hatte.

Ein Clanmitglied hat uns ein sehr gutes Video empfohlen, das sehr viel zur Begriffsklärung und den Hintergründen, warum es wichtig ist, Veganismus als Weltanschauung anzuerkennen, beigetragen hat.

Zum Anfang des Monats habe ich gefragt welche Aspekte die Clanmitglieder im Bezug auf das Thema am meisten interessieren.

Daraus habe ich dann einige Fragen abgeleitet, die ich über den Monat verteilt habe.

So sehen zum Beispiel 55% der Clanmitglieder, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben, den Veganismus als Weltanschauung, 15% als ethische Glaubensrichtung, 0% als Religion und 30% wählten "keines davon".

In unserem Live-Chat Mitte des Monats, kam der Gedanke auf, dass wir eine allgemeine Weltanschauungsgemeinschaft brauchen könnten, um uns zugehörig zu fühlen.

Bei einer Umfrage im Clan hierzu, stimmten die meisten Clanmitglieder gegen eine solche Gemeinschaft.

Solange der Veganismus keine religiösen Züge annimmt...

Schließlich haben wir uns auch der Frage gewidmet, was es bedeutet, wenn der Veganismus religiöse Züge annimmt und wovor sich Menschen fürchten, die so etwas äußern.

Außerdem haben wir darüber diskutiert, was denn "Esogschwurbel" im Zusammenhang mit Veganismus bedeutet.

Außerdem gab es auch noch etwas zum Lesen.

Zum einen hat Carsten sehr religionskritische Artikel aus dem Tierbefreiungsmagazin geteilt.

Und dann habe ich noch einen Artikel aus der Kochen ohne Knochen geteilt, den ich persönlich sehr enttäuschend fand.

Zu guter Letzt habe ich gefragt, was Du für Dich bisher an Erkenntnissen über das Monatsthema "Veganismus als Religion" mitgenommen hast.

Links zur Folge

Mitarbeiter·innen in Schlachthöfen

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Folge 190 - Mitarbeiter·innen in Schlachthöfen

In dieser Folge gehen wir dem Themenwunsch unserer Hörerin Sabrina nach:

"Mich würde auch mal das Thema "Mitarbeiter in Schlachthäusern" interessieren. Dort arbeiten ja auch keine Monster, sondern nach meines Wissensstand hauptsächlich Leiharbeiter aus dem Ausland. Viele sollen an bereits Depressionen oder posttraumatischen Störungen leiden usw.   Vielleicht habt ihr da ja bereits mehr Informationen an der Hand oder konntet mal mit Betroffenen sprechen?"

Carsten hat zu diesem Thema einen Vortrag besucht und eine Dokumentation angesehen, wir haben beide das Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy gelesen und auch sprechen nun über die Schlüsse, die wir aus diesen Medien ziehen.

Links zur Folge

Melanie Joy: "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen"
https://www.buch7.de/produkt/warum-wir-hunde-lieben-schweine-essen-und-kuehe-anziehen-melanie-joy/1020905310?ean=9783981462173

Doku "Personaleingang" auf ARTE
https://www.arte.tv/de/videos/073085-000-A/personaleingang/

Dossier "Tiere, Fleisch und ich" von der Heinrich Böll Stiftung
https://www.boell.de/de/isswas

Komplex Tier Vortragsreihe
https://www.facebook.com/komplextier/

Neue Doku: "REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT" von Yulia Lokshina
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hff-film-schlachthof-leiharbeit-1.4783714
Gespräch mit der Regisseurin (7 Minuten Video)

Das bedingungslose Grundeinkommen

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Folge 189 - Das bedingungslose Grundeinkommen

In dieser Folge sprechen wir über einen wichtigen Baustein für ein neues Wohlstandsmodell: Das bedingungslose Grundeinkommen.

Wir sprechen über das Experiment "Mein Grundeinkommen", bei dem monatlich bedingungslos 12000 Euro Grundeinkommen verlost werden - für 12 Monate 1000 Euro pro Monat.

Wir sprechen über das Buch, das der Gründer von "Mein Grundeinkommen", Michael Bohmeyer gemeinsam mit Claudia Cornelsen geschrieben hat und über den dazu gehörenden Podcast.

Außerdem sprechen wir noch über die "Expedition Grundeinkommen" - eine Volksinitiative, die gerade dabei ist Stimmen in Norddeutschland für einen Modellversuch zu sammeln. 10.000 Menschen werden Grundeinkommen ausprobieren, wissenschaftlich begleitet, 3 Jahre lang.

Und wir fragen Dich: Was würdest Du mit einem bedingungslosen Grundeinkommen machen? Wie würde sich Dein Leben verändern?

Links zur Folge

Mein Grundeinkommen
https://www.mein-grundeinkommen.de/

Buch: "Was würdest Du tun?" von Michael Bohmeyer und Claudia Cornelsen
https://www.buch7.de/produkt/was-wuerdest-du-tun-michael-bohmeyer/1035432376?ean=9783430210072

Podcast "Wir hatten ja keine Ahnung"
https://www.mein-grundeinkommen.de/magazin/podcast-folge01

Planet B: Bedingungsloses Grundeinkommen – Michael Bohmeyer
https://viertausendhertz.de/plb08/

Volksinitiative: Bedingungsloses Grundeinkommen in Norddeutschland
https://expedition-grundeinkommen.de/

Dokumentarfilm "Butenland"

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Folge 188 - Dokumentarfilm Butenland

Der Dokumentarfilm "Butenland" von Marc Pierschel ist ein sehr ruhiger, nachdenklich stimmender Film, der das gängige Mensch-Tier-Verhältnis in Frage stellt.

Als ich ins Kino ging, um mir den Film anzuschauen, hatte ich eine reine Doku über Hof Butenland erwartet.

Der Film ist aber so viel mehr. Er erzählt die Geschichte der beiden Gründer·innen Jan Gerdes und Karin Mück, die Geschichte des Hofes und ihrer Bewohner·innen und zeigt darüber hinaus ganz ruhig und sachlich die Realtität, in der wir uns derzeit befinden.

Ein Projekt wie das Kuhaltersheim ist in unserem gegenwärtigen System nicht vorgesehen und so zeigt der Film auch die Schwierigkeiten mit denen Jan Gerdes und Karin Mück in ihrem Alltag zu kömpfen haben.

Ein ganz toller Film, den Du unbedingt gesehen haben solltest.

Links zur Folge

Film "Butenland" von Marc Pierschel
http://butenland-film.de

Folge 187 - (Un-) Vegane Medikamente

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Folge 187 - (Un-) Vegane Medikamente

Diese Folge ist ein Rückblick auf das Monatsthema "(Un-) Vegane Medikamente" im Von Herzen Vegan Clan.

Ich hatte zunächst gesammelt, was für Fragen im Clan zu diesem Thema existieren und mich dann bemüht diese im Laufe des Monats zu beantworten oder zumindest zur Diskussion zur stellen.

Vorab habe ich gefragt, ob die Clanmitglieder bei Medikamenten darauf achten, ob sie vegan sind. Von 16 Clanmitgliedern, die bei der Umfrage mitgemacht haben, tendieren die meisten eher zu nein.

Ich kann mich da nicht ausnehmen- ich habe bisher immer höchstens auf die Inhaltsstoffe geachtet, mich aber sonst nicht weiter mit dem Thema beschäftigt.

Als Hintergrundinformation habe ich einen Artikel zum Thema "Der·die vegane Patient·in - rechtliche Hintergründe" geschrieben.

Da das Thema Medikamente eng mit dem Thema Tierversuche verknüpft ist, habe ich außerdem noch einen Artikel zum Thema "Das kannst Du gegen Tierversuche tun" geteilt.

Außerdem hatte ich noch gefragt: Wenn Du darauf achtest, ob ein Medikament vegan ist - wie gehst Du vor? Woran erkennst Du, ob es vegan ist?

Hier schrieb ein Clanmitglied, dass sie sowohl auf die Inhaltsstoffe, als auch auf Generika achten und zusätzlich bei Unklarheit den·die Apotheker·in fragen wolle.

Ich habe als Ergänzung noch eine App zum Bestimmen der Inhaltsstoffe in Medikamenten gefunden. Sie ist kostenpflichtig und Clanmitglied Martje hat einen sehr ausführlichen Testbericht zu der App verfasst, den ich in der Folge vorlese - herzlichen Dank, Martje! :-)

Zum Abschluss habe ich gefragt: Wie gehst Du damit um, wenn Du ein Medikament nehmen musst, für das es keine vegane Alternative gibt?

Auf diese Frage haben Annemarie und Mara geantwortet und sie sind sich einig:

Ich denke es hat etwas mit der Erkrankung zu tun. Hier entscheide ich ob es eine lebensbedrohliche Erkrankung ist, oder einfach nur ein "Schnupfen'. Bei lebensbedrohlichen oder Krankheiten, die es werden könnten, ist mir wichtig, dass unverzüglich geholfen werden kann. Hier würde ich auf keinen Fall diskutieren. In allen anderen Fällen ist keine Gefahr im Verzug und oft geht es auch "nur' um Wohlbefinden. Hier gibt es oft auch mehrere Wege, die zum Ziel führen - z. B. Zeit, Ruhe, Physiotherapie,  Wickel, ....Natürlich brauchen diese Methoden oft mehr Geduld, was wir verlernt haben

Links zur Folge

Vegan im Recht: "Der vegane Patient"
https://veganes-recht.de/der-vegane-patient

Vegan im Recht: "Vegan im Krankenhaus"
https://veganes-recht.de/vegan-im-krankenhaus

"Das kannst Du gegen Tierversuche tun"
https://www.kosmetik-vegan.de/erbse/das-kannst-du-gegen-tierversuche-tun/

Übersicht der Generika-Firmen
https://www.progenerika.de/

Ärzte gegen Tierversuche - so kannst Du helfen
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/aktiv-werden

App "Whats in my meds?" (Gutscheincode: blog-5gEr)
https://www.whatsinmymeds.de/

Wir bauen ein neues Wohlstandsmodell

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Folge 186 - Bausteine für ein neues Wohlstandsmodell

In dieser Folge stellen wir unser Vorhaben für das Jahr 2020 vor.

Wir werden voraussichtlich über das Jahr verteilt über folgende Bausteine sprechen:

    • Bildung
    • Landwirtschaft
      • Solawi
      • Bio zyklisch vegane Landwirtschaft
      • Permakultur
        • Grundlagen / Prinzip / Philosophie
        • Projekte
        • Permakultur-Designer
    • Transition Town / Initiativen
    • Lokalwährung
    • Mobilität
      • Stadtplanung
      • Individualverkehr der Zukunft
    • Energie
      • Dezentrale Strukturen
      • Selbstversorgung
      • Welche nachhaltigen Energiequellen gibt es?
    • Mensch-Tier-Verhältnis
      • Tierethik
        • Historischer Abriss
        • Positionen
        • Akteure
      • Tierrechte
        • Historischer Abriss
        • Positionen
        • Akteure
        • Interviews mit Gruppen/Initiativen/Akteuren
    • Care-Arbeit
    • Wirtschaft
      • Grundeinkommen / Finanzen
      • Arbeit (Wie sieht Arbeit der Zukunft aus)
      • Postwachstumsgesellschaft
      • Steady-State-Economie
      • Gemeinwohl-Ökonomie
      • Regionale (Kreislauf) Wirtschaft

Im Von Herzen Vegan Clan wird es eine Untergruppe geben, in der wir unsere Recherchen mit Dir teilen und Du herzlich eingeladen bist mitzudiskutieren.

Links zur Folge

Podcastfolge zum Buch "Alles könnte anders sein"
https://von-herzen-vegan.de/podcastfolgen/folge-183-alles-koennte-anders-sein-harald-welzer

Podcast "Plan B - Ideen für den Neuanfang"
https://viertausendhertz.de/planetb/

Der vegane und nachhaltige Haushalt

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Folge 185 - Der vegane und nachhaltige Haushalt

Diese Folge ist ein Rückblick auf das Monatsthema "Der vegane und nachhaltige Haushalt" im Von Herzen Vegan Clan, meiner kostenlosen Community für alle Veganer·innen, die von Herzen vegan leben.

Wir haben zu diesem Thema über folgende Unterthemen gesprochen:

  • Grundsätzliches zum Thema Haushaltsreiniger & Putzen
  • Haushaltsreiniger: Spülen
  • Haushaltsreiniger: Waschen
  • Körperpflege und -hygiene
  • Monatshygiene, Windeln, Taschentücher
  • Extrathema: Kompostieren im Haushalt

und bis auf das Extrathema stelle ich alle in dieser Folge vor. Für das Thema "Kompostieren im Haushalt" wird es noch einmal eine Sonderfolge geben.

Ich habe nicht alle Tipps und Beiträge der Clanmitglieder vortragen können- Du hast aber immer die Möglichkeit sie im Clan nachzulesen.

Links zur Folge

Buch "Zero Waste - Weniger Müll ist das neue Grün" von Shia Su
z.B. bei buch7.de kaufen

Blog "Wastelandrebel" von Shia Su

Informationen über tierversuchsfreie, vegane Kosmetik
https://www.kosmetik-vegan.de/

Vegane, palmölfreie Olivenölkernseife im Versandhandel
https://www.gruene-bude.de/diy-bausteine/kernseife-und-olivenseifen/

Erfahrungsbericht zum Thema "freie Menstruation"
https://experimentselbstversorgung.net/freie-menstruation/

Rezept für selbstgemachtes Deo
https://plastikfreier-leben.de/plastikfrei-a-z/deo-selbst-machen/

Rezept für selbstgemachte Zahnpasta
https://plastikfreier-leben.de/plastikfrei-a-z/zahnpasta-selber-machen/

Rügener Heilkreide im 25kg Sack
z.B. hier kaufen

Carsten über unsere Haarwaschexperimente
https://von-herzen-vegan.de/blogartikel/haarseife-statt-shampoo

Rezept für Leinsaatgel für lockiges Haar
https://natuerlich-lockig.de/leinsamengel/

Rezept für Waschpulver
https://einbisschengruener.com/2016/03/27/plastikfreies-diy-waschpulver/

Danke und das war unser 2019

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Folge 184 - Danke und das war unser 2019

In dieser Folge bedanken wir uns in erster Linie bei unseren treuen Steadyunterstützer·innen, die teilweise seit Jahren schon dabei sind.

Außerdem lassen wir das Jahr Revue passieren und ich berichte, in welchen Podcasts und Publikationen ich zu Gast war- Du findest die Links in den Shownotes.

Wir wünschen Dir eine möglichst entspannte Auszeit zwischen den Jahren und guten Start ins neue Jahr 2020. Mögen all Deine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

Links zur Folge

Stefanie im Interview mit bevegt
https://www.bevegt.de/stefanie-rueckert-podcast/

Stefanie als Teil einer Interviewrunde bei beautiful commitment
https://beautiful-commitment-podcast.podigee.io/18-live-podcast-special-aktivismus-hat-viele-gesichter

Ein Beitrag von Stefanie zur Podcastfolge "Vegan in Westafrika" im Radikal Unterwegs Podcast
https://radikalunterwegs.podbean.com/e/vegan-in-westafrika/

Interview mit dem Graslutscher
https://von-herzen-vegan.de/folgen/folge-060-souveraen-debattieren-mit-dem-graslutscher

Stefanie im Experteninterview zum Thema Milch in einem Artikel auf bento
https://www.bento.de/essen/ist-milch-gesund-oder-ungesund-die-suche-nach-antworten-a-ed13045f-b785-40e1-8a44-f2140a396c1b

Alles könnte anders sein - Harald Welzer

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Folge 183 - Alles könnte anders sein - Harald Welzer

In dieser Folge besprechen wir Harald Welzers Buch "Alles könnte anders sein".

Dieses Buch beschreibt nicht die Gegenwart, sondern Möglichkeiten, wie wir die Klimakrise lösen können. Es ist alles schon da, wir müssen es nur anders anordnen.

In seiner etwas flapsigen Art stellt Harald Welzer 17 Bausteine vor, aus denen wir uns eine moderne Gesellschaft bauen können, in der ein gutes Leben für alle Menschen auf dieser Erde möglich ist.

Carsten und ich haben das Buch beide gelesen und tauschen uns darüber aus, was uns gefällt, was uns fehlt und wo uns Harald Welzer nicht weit genug geht.

Links zur Folge

Buch "Alles könnte anders sein" von Harald Welzer
bei buch7.de kaufen

Folge 182 - Das Tierbefreiungsarchiv

Ein Beitrag

Folge 182 - Das Tierbefreiungsarchiv

In Döbeln, einem kleinen Ort mitten in Sachsen, ist etwas beheimatet, auf das wir alle stolz sein können: das tierbefreiungsarchiv.

"Das „tierbefreiungsarchiv“ ist ein Projekt von der und für die Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung. Wir sammeln und archivieren verschiedene Zeitzeugnisse der Bewegungen (oder zumindest des deutschsprachigen Teils), um deren Geschichte für die Zukunft sowie für Forschung und Journalismus zu erhalten und sie interessierten Menschen zur Verfügung zu stellen – auch für Selbstreflexionen und Diskussionen innerhalb der Bewegungen zu Theorien, Debatten, Aktionsformen etc.

Um die regelmäßige Arbeit im Archiv unabhängiger von Institutionen und Firmen sicherzustellen, führen wir bis Dezember 2019 eine Crowdfunding-Kampagne durch. Mit eurer Unterstützung wollen wir so Raummieten, eine Honorarstelle und Arbeitsmaterialien für die nächsten zwei Jahre finanzieren."
(Text entnommen von der Crowdfundingseite des Projekts)

Carsten hat in dieser Folge mit Tom Zimmermann über das tierbefreiungsarchiv gesprochen.

Links zur Folge

Du findest das Tierbefreiungsarchiv hier:
www.tierbefreiungsarchiv.de
www.facebook.com/tbarchiv

Crowdfundingkampagne bis zum 31.12.2019
https://www.leetchi.com/c/tbarchiv

Im Shop des Künstlers Hartmut Kiewert gibt es Soli-Postkarten deren Erlös zu 100% an das Tierbefreiungsarchiv geht
https://hartmutkiewert.de/

Der Verlag animot Spendet 10 % seiner Einnahmen bis zum 31.12.2019 an das Tierbefreiungsarchiv.
www.animot.de

Künstlerin Lena Wenz
https://itscowtime.de/

Venga - die vegane Bibliothek in Hamburg
https://venga-hamburg.jimdofree.com/

Was wir von den Zapa­tistas lernen können

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Folge 181 - Was wir von den Zapatistas lernen können

Zapatistischer Kaffee hat uns auf eine Bewegung in Mexiko aufmerksam gemacht, deren Wirken weit über den Anbau und Vertrieb von Fairtrade und Bio-Kaffee hinausgeht.

Wir gehen der Frage nach, was es mit den Begriffen Zapatista und EZLN auf sich hat und warum eine mexikanische Guerillabewegung als Ideengeber für ein solidarisches Gesellschaftssystem dienen kann.

Die Zapatistische Bewegung schafft es seit Jahrzehnten unter teils enormen staatlichen und militärischen Repressionen ein alternatives, autonomes Miteinander der in Mexiko lebenden indigenen Bevölkerung aufzubauen.

Mehr zu diesem spannendem Thema findest Du in den Shownotes.

Links zur Folge

Kleine Geschichte des Zapatismus
>> Buch bei buch7.de anschauen

Das Aroma der Rebellion
>> Buch bei buch7.de anschauen

¡La Lucha Sigue! - ¡Der Kampf geht weiter!
>> Buch beim Unrast Verlag anschauen

Fair gehandelter zapatistischen Bio-Kaffee
Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
Café Libertad Kollektiv eG

Wenn Selbermachen zum Burnout führt

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Folge 180 - Wenn Selbermachen zum Burnout führt

DIY und Selbermachen ist wichtig - keine Frage. Außerdem schont es den Geldbeutel und ist im Nahrungsbereich auch gleich noch viel gesünder.

Ja, auch wir machen viel selbst, um Verpackungsmüll zu vermeiden und auch um Geld zu sparen.

Und doch habe ich mich in den letzten Wochen immer wieder in einem Dauerkreislauf zwischen Herstellen und Abwaschen, Herstellen und Abwaschen gefunden.

Denn auch wenn DIY und Selbermachen Geld spart, eines kostet es dann doch: Zeit.

Es kann Spaß machen in der Küche zu stehen und die verschiedenste Dinge selbst herzustellen, die mensch sonst einfach im Supermarkt kaufen würde. Es kann viel Freude bringen bis tief in die Nacht Kleidung für sich und die Kinder zu nähen.

Mensch kann auch dazu neigen diese Tätigkeiten mit dem Hören von Podcasts zu kombinieren und so die Zeit zu nutzen, um sich fortzubilden oder schlicht unterhalten zu lassen.

Ja, das kann alles durchaus befriedigend sein. Ich bin jedoch in letzter Zeit immer wieder an meine Grenzen gekommen und darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge.

Was gibt Dir Hoffnung in der Klimakrise?

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Folge 179 - Was gibt Dir Hoffnung in der Klimakrise?

Im Monat Oktober haben wir im Von Herzen Vegan Clan über das Thema "Hoffnung in Zeiten der Klimakrise" gesprochen.

(Sorry für das Ticken im letzten Drittel- wenn mir die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, gibts ein neues Mikrofon...)

Zunächst hatte ich nachgefragt, was Du schon alles für das Klima machst. Mein Hintergedanke war es, uns bewusst zu machen, was wir alles schon für das Klima tun, kurz innezuhalten und uns auf die Schulter zu klopfen.

Ja, wir alle tun schon sehr viel fürs Klima- natürlich dürfen wir uns nicht darauf ausruhen, aber wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben wollen, ist es wichtig regelmäßig die eigenen Erfolge zu würdigen.

Pausen sind sowieso sehr wichtig.

Aber wir kommen im Alltag so selten dazu- dann machen wir noch schnell dies und das und schon ist da keine Zeit mehr, um eine Pause zu machen. Etwa einem Drittel der Clanmitglieder, die hier abgestimmt haben, geht es so- sie machen keine regelmäßigen Pausen und auch keine Auszeit.

Ich glaube an die Macht der kleinen Schritte.

Und deshalb habe Dich gefragt: "Wie könntest Du ganz individuell gemäß Deiner Möglichkeiten Deine Mitmenschen motivieren mehr fürs Klima zu tun?"

Gemeinsam ist alles einfacher

Darum habe ich Dich eingeladen darüber nachzudenken, wer Dir in Deinem Leben Hoffnung gibt oder wen Du jederzeit um Unterstützung bitten kannst. Und klar- wir sind natürlich auch im Clan für Dich da. :-)

Und natürlich durfte auch ein wenig Hintergrundlektüre nicht fehlen.

Bei Krautreporter gab es einen sehr passenden Artikel zum Thema "Hoffnung in der Klimakrise" und ich habe noch einmal über den Movement Action Plan gesprochen, der erklärt, warum Du genau jetzt das Gefühl hast die Hoffnung zu verlieren und zu scheitern.

Zuletzt wollte ich noch von Dir wissen, was Dir Hoffnung gibt in Zeiten der Klimakrise und ob Du meinst, dass wir die Klimakrise meistern können.

Links zur Folge

Folge 178 - Warum Jod für Dich so wichtig ist.

Ein Beitrag

Folge 178 - Warum Jod für Dich so wichtig ist

Da das Thema Jod gleich von mehreren Seiten an uns herangetragen wurde, hat sich Carsten auf Recherchetour begeben und sich über die Hintergründe des Mineralstoffs Jod schlau gemacht.

In dieser Folge erzählt Carsten

  • warum Jod auch für Dich so ungemein wichtig ist,
  • wieso Jod nicht nur für eine gute Schilddrüsenfunktion verantwortlich ist und
  • welchen Stellenwert Du den Richtwerten der DGE geben solltest.

Fest steht: auch wenn wir einiges an Hintergrundwissen präsentieren, solltest Du Dich noch einmal von einer Fachperson beraten lassen, wenn Du individuelle Tipps zum Thema Jodzufuhr haben möchtest.

Links zur Folge

Folge 177 - Veganismus im Beruf

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Folge 177 - Veganismus im Beruf

Im Von Herzen Vegan Clan haben wir im Monat September über das Thema "Veganismus im Beruf" gesprochen.

Wie immer habe ich zunächst unter den Mitgliedern die Herausforderungen als Veganer*in im Beruf erfragt. Daraus habe ich den Monat eingeteilt und wir haben über spezielle Herausforderungen gesprochen:

  • Vegane Pädagog*innen
  • vegan in der Pflege und im Carebereich
  • vegan in der Mittagspause, auf Dienstreise und bei Feiern

Am 18. September hatten die Clan-Mitglieder die Möglichkeit an einem Live-Chat mit Carsten und mir zum Monatsthema teilzunehmen und sich über ihre größten Herausforderungen auszutauschen.

Als Ergänzung zum schriftlichen Rückblick habe ich nun mit Carsten diese Folge aufgenommen, um auch den Podcasthörer*innen, die noch keine Clanmitglieder sind, die Möglichkeit zu geben an unseren Erkenntnissen teilzuhaben.

Links zur Folge

The Game Changers - vegane Athlet*innen

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Folge 176 - The GameChangers - vegane Hochleistungssportler*innen

Am 16. September 2019 wurde weltweit in vielen Kinos der Film "The Game Changers" gezeigt und Carsten war dabei.

Er hat sich die Vorstellung mit drei nicht-veganen Kollegen angesehen- alle drei begeisterte Sportler und berichtet nun in dieser Folge zum einen von seinen Eindrücken vom Film und zum anderen davon, wie seine Kollegen auf den Film reagiert haben.

Der Film wird auf jeden Fall bald auch digital verfügbar sein, solltest Du ihn noch nicht gesehen haben und dies gern nachholen.

Der Film "The Game Changers" konzentriert sich vollkommen auf vegane Hochleistungssportler*innen und zeigt faktenbasiert, was diese leisten können.

Auf der Webseite zum Film werden die üblichen Fragen, wie "Woher bekommst Du Dein Protein" beantwortet- solltest Du also ebenfalls Kolleg*innen oder Bekannte haben, die denken vegane Sportler könne es nicht geben, kannst Du sie auf jeden Fall auf diesen Film verweisen.

Links zur Folge

The GameChangers Filmseite
https://gamechangersmovie.com/

Jagd ist Naturschutz oder die Lust am Töten

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Folge 175 - Jagd ist Naturschutz oder die Lust am Töten

„Wild zu kaufen ist okay, weil die Jäger ja eh die Quote erfüllen müssen." sagte ein Bekannter zu einer Podcasthörerin, die sich daraufhin hilfesuchend an mich wendete.

Das ist jetzt schon ein Jahr her und wir haben damals einige Fakten zusammengetragen, die diese Aussage widerlegen konnten- dennoch war ich nie ganz zufrieden damit und habe ich sehr gefreut, als ich im Mai diesen Jahres auf dem ersten Buchholzer Tierschutzfest einen Vertreter des Vereins "Natur ohne Jagd" kennengelernt habe.

Leider war er ein bisschen schüchtern und wollte nicht für den Podcast interviewt werden. Stattdessen hat er mir jede Menge Infomaterial mitgegeben, für das ich einige Zeit gebraucht habe, um es durchzuarbeiten.

Mittlerweile habe ich es geschafft und kann Dir in dieser Folge die Fakten gegen die Jagd präsentieren und erklären, warum Jäger wirklich jagen.

Außerdem stellt Carsten noch ein Kinderbuch vor, das die Fakten gegen die Jagd kindgerecht verpackt und zum Schluss erzählt unsere Hörerin Amy ganz subjektiv, wie sie sich der Herausforderung stellt einen Jäger als Familienmitglied zu haben.

Wenn Du also schon immer nach Fakten gegen die Jagd gesucht hast- hör unbedingt rein.

Ergänzung: Richtigstellung

Unsere Hörerin Mareike hat mich daraufhingewiesen, dass der Part betreffend dem Erschießen von Haustieren so nicht so ganz stimmt. Das Bundesjagdgesetz besagt, dass in „befriedeten Bezirken“ nicht gejagt werden dar (§ 6 BJagdG). Die Länder erlassen Landesjagdgesetze und in dem für Schleswig-Holstein zählen zu befriedeten Bezirken u.a. Gebäude, eingegrenzte Hofräume und Hausgärten, öffentliche Parkanlagen, Sport- und Spielplätze, Friedhöfe, Kleingartenanlagen, Tiergehege, Bundesautobahnen (§ 4 LJagdG). Darüber hinaus dürfen nur wildernde Hunde und Katzen getötet werden, d.h., „Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung der sie führenden Person sichtbar Wild verfolgen oder reißen“ und „Katzen, die im Jagdbezirk weiter als 200 m vom nächsten Hause angetroffen werden“. Ausgenommen sind außerdem als solche erkennbare Hirten-, Jagd-, Blinden-, Behindertenbegleit-, Such-, Rettungs- und Diensthunde (§ 21 LJagdG). Bei Katzen ist das „Wildern“ nach o.g. Definition in ländlichen Gegenden natürlich relativ schnell erfüllt. Aber im Garten und über den Zaun hinweg darf ein Jäger eine Katze nicht erschießen. 

Links zur Folge

Natur ohne Jagd e.V.
http://natur-ohne-jagd.de/

Buch: "Das Geheimnis des Waldes" von Rudolf Pohlenz
http://natur-ohne-jagd.de/Literatur.htm

Zeitschrift Freiheit für Tiere, Sonderausgabe Fakten gegen die Jagd
http://freiheit-fuer-tiere.de/sonderausgabenaturohnejagd/index.php

Initiative "Zwangsbejagung Adé" - gegen die Zwangsbejagung Deines Grundstücks
https://zwangsbejagung-ade.de/

Slow Travel - die Kunst des Reisens

Ein Beitrag

Folge 174 - Slow Travel - die Kunst des Reisens

Langsam reisen ist gut für die Umwelt- aber auch für die Nerven?

Als Jugendliche hatte ich eine Fernbeziehung und bin in Ermangelung eines Führerscheins viel mit der Bahn unterwegs gewesen.

Für eine Strecke, für die ich mit dem Auto 3 Stunden brauchte, musste ich mit der Bahn mindestens 6 Stunden zurücklegen, was die sowieso schon viel zu kurzen Wochenenden noch mehr verkürzte.

Nicht selten verspätete sich mein Zug und ich verpasste den Anschlusszug, so dass sich meine Bahnfahrt spontan um 3 weitere Stunden verlängerte. Manchmal verbrachte ich mehr Zeit im Zug, als mit meinem Freund.

Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie sehr ich meinen Führerschein und ein eigenes Auto herbeisehnte. Als es soweit war, schwor ich mir nie wieder Bahn zu fahren.

Heute, viele, viele Jahre später, habe ich meinen Schwur gebrochen und fahre dem Klima zuliebe mit der Bahn. Bisher eher widerwillig, weil sich seit meinen Teenagererlebnissen nicht viel bei der Bahn verändert hat, aber seit neuestem voller Überzeugung.

Auslöser für meinen Sinneswandel ist das Buch "Slow Travel - Die Kunst des Reisens" von Dan Kieran, das wir in dieser Folge rezensieren.

Ich habe es Seite für Seite verschlungen und es hat mich mit dem langsamen Reisen versöhnt. Hör doch gleich einmal rein.

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Buch "Slow Travel - Die Kunst des Reisens" von Dan Kieran
https://www.buch7.de/store/product_details/1022438572

Funktioniert Zirkus auch ohne Tiere?

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Folge 173 - Funktioniert Zirkus auch ohne Tiere?

In dieser Folge berichten wir Dir von unserem Besuch im Zirkus Roncalli, der nun ein komplett tierfreies Programm anbietet- dabei aber dann doch wieder nicht auf Tiere verzichtet.

Ein Widerspruch?

Nein, denn die Tiere, die Teil des Programms sind, sind virtuell, aus Stoff oder mechanisch.

Und ganz ehrlich: gefehlt haben die echten Tiere überhaupt nicht, dafür waren die Artisten und Artistinnen viel zu überzeugend und haben eine tolle Show geliefert mit ganz viel Abwechslung zwischen Akrobatik und Spaß oder beides kombiniert.

Es war ein rundum gelungenes Programm und am Ende waren wir uns einig: so sollte jedes Zirkusprogramm aussehen.

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Der Movement Action Plan

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Folge 172 - Movement Action Plan nach Bill Moyer

In dieser Folge stelle ich Dir den Movement Action Plan nach Bill Moyer vor, der den zyklischen Ablauf einer sozialen Bewegung beschreibt.

Ich finde es sehr beruhigend, wenn ich weiß, dass ich mit einem Empfinden nicht ganz alleine bin und dieses 8-Phasen-Model nach Bill Moyer beschreibt sehr genau, wie sich soziale Bewegungen, wie z.B. die Tierrechtsbewegung entwickeln.

Es kommt eine Phase, in der Aktivistinnen und Aktivisten das Gefühl haben zu Scheitern und kurz vorm Burnout stehen, weil sie schon so viel Energie in die Bewegung investiert haben.

Gleichzeitig ist das aber genau die Phase, in der die Bewegung von der Gesellschaft immer mehr Anerkennung bekommt und sich auf dem Erfolgskurs befindet.

Wenn Du gerade das Gefühl hast Dein ganzer Aktivismus sei umsonst und Du nur noch schwarz siehst: hör Dir diese Folge an.

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Gärtnern für eine bessere Welt

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Folge 171 - Gärtnern für eine bessere Welt

In dieser Folge spreche ich mit Ilona Koglin und Marek Rohde über ihr Buch "Gärtnern für eine bessere Welt".

Wir plaudern darüber

  • ob ich einen Garten haben muss, um das Buch zu lesen,
  • wie gerade Gärtnern die Welt retten kann,
  • wie jede*r Einzelne von uns etwas bewegen kann.

Ich frage mich, ob ich nicht einen grünen Daumen benötige, um für eine bessere Welt zu gärtnern, doch Ilona sagt: "Der grüne Daumen ist ein Mythos." und nach der Lektüre des Buchs und dem Gespräch mit den Autoren, glaube ich das auch.

"Gärtnern für eine bessere Welt" ist so viel mehr, als nur eine Anleitung zum Gärtnern- egal ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung.

Das Buch versorgt Dich mit so vielen Hintergrundinformationen und Praxistipps, dass Dir am Ende nur eines zu Tun bleibt: anzufangen.

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Mehr zum Buch "Gärtnern für eine bessere Welt"
https://jetztrettenwirdiewelt.de/gruenes/

Das Buch "Gärtnern für eine bessere Welt" auf buch7.de
https://www.buch7.de/store/product_details/1033502255

Die scheiternde Zivilisation

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Folge 170 - Die Geschichte einer scheiternden Zivilisation

In dieser Folge stellt Carsten das Buch "Das Ende der Megamaschine - Geschichte einer scheiternden Zivilisation" von Fabian Scheidler vor.

Das Buch erzählt die grausame Geschichte der Menschheit der letzten 5000 Jahre und bringt es auf den Punkt: Im Grunde verbrennen wir die Erde für eine endlos wachsende Zahl an Nullen. Es geht um Macht, Profit und Gewalt - ein krankes System, das krank macht.

Fabian Scheidler zeigt auf, wie es dazu kommen konnte, dass wir heute in diesem "Mehr, mehr, mehr"-System leben und beleuchtet dabei die Expansion des modernen Weltsystems von Europa aus über die Erde.

Ein sehr bewegendes Buch, das Du unbedingt gelesen haben solltest.

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Das Buch "Das Ende der Megamaschine" von Fabian Scheidler bei buch7.de
https://www.buch7.de/store/product_details/1023180123

So bin ich vegan geworden

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Folge 169 - Clanmitglieder erzählen: So bin ich vegan geworden

Inspiriert von einem Clanmitglied habe ich alle Mitglieder des Von Herzen Vegan Clans dazu eingeladen ihre Geschichte, wie sie vegan wurden im Clan zu teilen.

Die ersten Geschichten lese ich - mit Erlaubnis der Urheber*innen - in dieser Folge vor.

Ich bin mir sicher, dass es verschiedenste Anlässe gab, die uns dazu bewegt haben, uns für das vegane Leben zu öffnen.

Und da wir alle nicht als Veganer*innen geboren sind, hat es in unserem Leben sicherlich auch eine Zeit gegeben, in der wir dem Veganismus skeptisch gegenüber standen.

Bei mir war es zumindest so: obwohl ich vegetarisch gelebt habe, habe ich mich ganz klassisch gefragt, was ich denn als Veganerin noch essen kann und auch bei Fragen wie "Aber nur vegetarisch, nicht vegan?" ganz entrüstet entgegnet: "Natürlich nur vegetarisch- SO verrückt bin ich auch nicht."

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Situationen, die für mich vielleicht ganz banal oder alltäglich sind, für andere der Moment sind, der ihnen die Augen öffnet.

Oft hören oder sehen wir etwas 1000 Mal und erst beim 1001. Mal sehen wir es wirklich und erkennen die Bedeutung.

Wie war es bei Dir? Was ist Deine vegane Geschichte? Wenn Du magst, schick mir doch gerne Deine Geschichte per E-Mail oder als Audio zu.

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Folge 168 - Vegane Zukunftsvisionen

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Folge 168 - Vegane Zukunftsvisionen

Im Mai haben wir im Von Herzen Vegan Clan über vegane Zukunftsvisionen gesprochen und einige Clanmitglieder haben ihre Vision geteilt.

Da ich diese Visionen so inspirierend finde, lese ich sie Dir - mit Erlaubnis der Urheber*innen - in dieser Folge vor.

Hast Du auch eine Vision einer veganen Zukunft? Dann schreib sie mir gerne per E-Mail oder schicke mir ein Audio - ich stelle sie gerne in einer weiteren Folge vor.

Transkript der Visionen

Alexandras Vision

„Ich bin da eher ganz klein im Moment unterwegs, ich habe gerade die Vision von einer veganen Begegnungsstätte bei uns im Ort. Wie ein Café für alle Menschen, insbesondere aber Familien als Erweiterung eines Wohnzimmers quasi, wo man guten Gewissens hingehen kann im Hinblick auch gerade beim Thema im Veganismus sind wir eine Welt, weil Obst und Gemüse darf jeder, egal wo er herkommt und was er glaubt, essen. Und vegan in Klammern, weil ich mir wünsche, dass man eines Tages nicht mehr drauf schreiben muss, ob etwas vegan ist, sondern andersherum quasi kennzeichnungspflichtig ist, wenn etwas das nicht ist.“

Und wir haben im Verlauf dann auch über Alexandras Visionen gesprochen und sie hat überlegt was könnte der erste Schritt sein, den sie jetzt gehen könnte, und ich habe ihr vorgeschlagen, sie könnte vielleicht auch bei sich im Wohnzimmer anfangen, wenn sie das denn möchte. Und ein Essen organisieren für vegan interessierte Menschen in ihrem Ort und so vielleicht eine Keimzelle starten, mit der sie dann Schritt für Schritt zu diesem Begegnungsort in ihrem Wohnort kommen kann.

Es gibt ja auch die Möglichkeit, dieser Potlucks aus Amerika kommend, wo jeder etwas mitbringt aber vielleicht wäre es jetzt in dieser Hinsicht bei dieser Vision sinnvoller, erstmal etwas anzubieten und die Menschen um den eigenen Tisch zu versammeln und ihnen das Essen dann schon vorzukochen da es auch darum geht, die Menschen an die vegane Lebensweise heranzuführen. Und die Idee gährt noch und ich bin sehr gespannt, ob Alexandra sie umsetzen wird.

Ich finde es eine ganz, ganz tolle Idee und will auch hier noch einmal sagen, dass klein denken völlig in Ordnung ist. Es ist völlig in Ordnung, in kleinen Schritten zu gehen und je nachdem, welche Perspektive du einnimmst, ist auch ein Begegnungsort im eigenen Wohnort nichts Kleines mehr.

Kathrin schreibt:

Für mich bedeutet von Herzen Vegan leben kurz und knapp gesagt Mitgefühl, Sympathie und Verständnis allen Lebewesen gegenüber zu haben. Wenn die Menschen schon untereinander oft so grausam miteinander umgehen, dann bleibt für andere erst recht kein Platz. Ich träume davon, dass Unterdrückung, Ausnutzung, diese große Ungerechtigkeit bei der Verteilung endet, angefangen in der Arbeitswelt auch hier in Deutschland. Ein wichtiger Punkt dabei ist meiner Meinung nach der Konsum in Industrieländern wenn jeder zum Beispiel nur halb so viel konsumieren würde wie bisher und optimalerweise gleichzeitig auch noch nachhaltig, dann werden schon einige Probleme kleiner und dabei würde auch niemand verhungern oder müsste nackt herumlaufen. Ohne großes politisches Hintergrundwissen würde ich auch sagen, dass es dazu einfach auch neue Gesetze braucht, ja durchaus auch Verbote. Ich bin jetzt vielleicht etwas weg vom eigentlichen Thema, aber das war mein Beitrag heute zum am Tag der Arbeit.

Mein Traum von der veganen Zukunft ist, dass, wie Alexandra schon meinte, dass vegan gar nicht erst betont werden muss, sondern normal ist und bedeutet Respekt, Mitgefühl und Gleichberechtigung in allen Punkten Ernährung, Umwelt, Ökonomie weltweit.“

Martin T. schreibt:

„Für mich gehört zu einer veganen Vision die Befreiung der natürlichen spielerischen und liebevollen Kindlichkeit jedes Menschen in der Psychologie, das innere Kind genannt. Daran kranken sehr viele erwachsene Menschen, ja, die gesamte zivilisierte Gesellschaft. Natürliche Kindlichkeit bedeutet, wie jeder bei kleinen Kindern sehen kann, dass ein Kind mit einem Tier spielen will, es bestaunen will und absolut fasziniert von ihm ist. Nie wird es auf den Gedanken kommen, dass zu töten oder zu quälen. Tierquälerei bei Kindern im Kindergarten oder Grundschulalter ist bereits Resultat entweder einer unempathischen Erziehung oder eben der kindlichen Beobachtung, dass viele Erwachsene Tiere doch auch als funktionale, gefühllose Wesen betrachten. Über Tierquälerei bei Kindern schimpft man. Experimente mit Tieren dagegen, welche sogenannte vernünftige Wissenschaftler durchführen, werden als absolut notwendig betrachtet. Wo bleibt da die Logik?

Die Vision einer veganen Welt beinhaltet für mich deswegen die Tierliebe, die vegane Ernährung und den Klimaschutz von Beginn an in die Pädagogik einzubringen. Erst dann kann sich die gesamte Gesellschaft grundlegend wandeln. Der Schritt von einer Karnivoren zur veganen Gesellschaft lässt sich vergleichen mit dem Evolutionssprung des Menschen, vom Kannibalismus bis hin zum bereits Jahrtausende alten Gesetz „Du sollst nicht töten“ bezogen auf den Menschen. Kriege gibt es dann zwar immer noch, aber immerhin ist das Töten gesetzlich sanktioniert und strafbar.

Wir sollten uns auf die Brust klopfen und uns klar sein, dass wir Vorreiter sind. Pioniere haben immer einen mühsamen Weg, darum ist es so gut, dass wir uns immer wieder Mut zusprechen und in die Tiefe dessen, was wir bewirken können, vertrauen haben.“

Mareike schreibt

„Mein größter Wunsch wäre auch, dass irgendwann die Welt vegan ist und vegan der Normalzustand ist. Die umgedrehte Kennzeichnungspflicht fände ich super. Für die nahe Zukunft wünsche ich mir mehr Verständnis und weniger Unvoreingenommenheit ein Empathisches miteinander.“

Amy schreibt

„Alles, was Martin schon aufgezählt hat, gehört für mich auch zu den Grundpfeilern des Wandels. Wenn das nicht in den Köpfen der Menschen ankommt, klappt es nicht.Das neue Bewusstsein muss einhergehen mit einer Wachheit gegenüber allen Lebewesen und die Erde an sich muss als ein Lebewesen begriffen werden. Ganz unesoterisch ist einfach alles miteinander verbunden. Es sei denn, wir trennen das mit Gewalt.

In einer veganen Zukunft stellen wir uns unserem Trauma und zeigen uns gegenseitig Wege, mit der Vergangenheit zurecht zu kommen und wir leben im hier und jetzt und bauen gemeinsam vertikale Gärten.

Wir hauchen dem Boden wieder Leben ein. Wir befruchten und wir leiten das Sonnenlicht für alles, was wir brauchen in große Behälter, so dass es uns nie ausgeht. Wir nutzen die Thermik fast wie die Isländer aus ihrer Erde und bewahren sie sogar im Winter, sofern es ihn noch gibt, in Häusern aus Glas, in denen gerettete Sorten roter, saftiger Tomaten und dicker Kürbisse wachsen, die so duften, dass sie einem das Wasser in den Mund treiben.

Wir müssen nicht mehr importieren. Die Welt ist eine solidarische Landwirtschaft und die globale Zirkulation brummt durch Tausch von Tür zu Tür. Unser Nachbar braucht Spinat aus unserem Permabeet. Er hat es dieses Jahr geschafft, besonders schmackhafte Heidelbeeren zu ernten. Alles ist da, auch der Garten brummt. Es gibt Hunderte neuer Insekten. Arten, die sich in einem Rausch auf die Blüten stürzen und wer krank oder trauert oder einsam ist, der muss keinen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Er wird eingeladen, mit uns in den Garten zu kommen.

Unsere Kinder dürfen Eltern erleben, die nicht dissoziiert und in eine Maschine eingespannt sind. Sie dürfen Freunde sein. Und wir alle dürfen Kinder sein, die neugierig umhergehen und Wunder entdecken. Die Zeit der Großbanken und Machtmonopole ist vorbei und zu Staub zerfallen. Niemand kann mehr bestimmen, wer etwas bekommt und wer Hunger leidet, weil alle genug haben, unsere mit Tiere grasen im Schatten unter den Feigenbäumen und sogar die Katze sieht heute so aus, als hätte sie keine Lust zum Morden.

Die Vergangenheit der Menschen kommt uns wie ein schlechter Traum vor, und manchmal weinen wir noch darüber. Aber wir haben gelernt, wir sind tatsächlich aus diesem Alptraum herausgetreten und haben die große Dunkelheit unserer Gräueltaten besiegt.“

 

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Faironomics - ökologisch, fair + frei

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Folge 167 - Ilona und Marek über Faironomics - ökologisch, fair und frei

In dieser Folge spreche ich mit Ilona Koglin und Marek Rohde über ihr neues Buch "Faironomics - ökologisch, fair und frei", das am 24. Mai 2019 erschienen ist.

Ich durfte das Buch schon vorab lesen und kann Dir verraten, dass es genau das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt war. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und das liegt nicht nur am extrem inspirierenden Inhalt, sondern auch an der packenden Erzählweise, mit der Ilona und Marek uns Leser*innen an ihrer eigenen Geschichte und Entwicklung teilhaben lassen.

Während ich gerade eine Phase durchlebt habe, in der ich das Gefühl hatte schon einiges in meinem Leben zum Wohle des Planeten verändert zu haben, aber irgendwie auf der Stelle zu treten, hat mich das Buch auf eine höhere Ebene gehoben und mir gezeigt, wie ich von dem Status als Einzelkämpferin hin zu einer kraftvollen Gemeinschaft gelangen kann.

Beim Lesen musste ich an vielen Stellen nicken- genau diese Dinge hatte ich auch schon erlebt- und dann hatte ich an anderen Stellen Erkenntnisse, die sich wie fehlende Puzzleteile in mein bisheriges Leben einfügten.

Ilona und Marek haben ein Standardwerk geschaffen, dass jede*r, die*der unseren Planeten retten will, gelesen haben sollte.

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Die Doppelmoral der Veganer*innen

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Folge 166 - Die Doppelmoral der Veganer*innen

Am Samstag habe ich mit einem Teilnehmer meiner Stadttouren über Nachhaltigkeit und das was jede*r einzelne von uns dafür tun kann diskutiert.

Er hatte schon einiges ausprobiert und war letztlich an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Er beschrieb sein Scheitern als Doppelmoral, die er bei vielen Veganer*innen erlebt hatte.

Dieses Gespräch hat mich auch später noch verfolgt und ich habe seine Argumente wieder und wieder durchdacht, so dass schließlich diese Folge daraus entstanden ist.

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Vegane Grenzgänger im alten System

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Folge 165 - Vegane Grenzgänger im alten System

Inspiriert durch ein Clanmitglied und unsere Diskussionen zum Thema "vegane Zukunftsvisionen" und dem Wunsch ein neues Bildungssystem zu kreieren, sprechen wir in dieser Folge über die Rolle als vegane Grenzgänger*innen in einem Erwerbssystem, das nicht unseren Werten entspricht.

Vielleicht gehst Du auch einer Lohnarbeit nach, die Du heute, als Veganer*in, nicht mehr in Betracht ziehen würdest und in der Du ganz andere Überzeugungen unterstützt, als Du es privat tust.

Uns interessiert: wie gehst Du damit um? Schaffst Du es Deine Werte auch im Erwebsarbeitsalltag zu leben?

Erzähle uns gern davon- schnapp Dir am besten gleich Dein Handy, mache eine Tonaufnahme und schicke sie uns zu.

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Das Buch "Faironomics" von Ilona Koglin und Marek Rohde
https://www.faironomics.de/buch/

Wir brauchen ein neues Bildungssystem

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Folge 164 - Wir brauchen ein neues Bildungssystem

In dieser Folge sprechen wir, inspiriert von unserer Podcasthörerin Amy, über den Film "alphabet" von Erwin Wagenhofer.

Diese Folge ist weit mehr als eine Filmrezension, da wir zu Beginn viel über unserer eigene Erfahrung mit dem Bildungssystem sprechen und dann unsere Eindrücke vom Film einflechten.

Vielleicht fragst Du Dich: Was hat Schule mit vegan zu tun?

Durch den Film habe ich erkannt: unser Bildungssystem ist der Spiegel unserers Wirtschaftssystems und wenn wir aus dem Wirtschaftssystem aussteigen wollen, müssen wir auch das Bildungssystem neu denken, denn: weiter wie bisher geht es nicht.

Der Dokumentarfilm zeigt ganz deutlich wie krank auch unser Bildungssystem ist und welche Gegenentwürfe es dazu schon gibt. Gemeinschaft statt Konkurrenzdenken und Begleiten statt Frontalunterricht sind nur zwei Möglichkeiten, wie wir Schule neu denken können.

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Der Film "alphabet - Angst oder Liebe" von Erwin Wagenhofer
http://www.alphabet-film.com/

Dokumentation über André Stern
https://www.youtube.com/watch?v=Kgn9LWQqkj0

Schools of Trust
https://schoolsoftrust.com/

Folge 163 - Vegan ist immer politisch

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Folge 163 - Vegan ist immer politisch

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum ein veganes Leben immer auch eine politische Handlung ist- ob Du es willst oder nicht.

Früher hätte ich Dich müde angelächelt, wenn Du mir gesagt hättest, vegan sei auch immer politisch, aber heute verstehe ich, was Du damit meinst.

Und weil das so wichtig ist, teilen Carsten und ich unsere Meinung zu diesem Thema in dieser Folge mit Dir.

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Du lebst auf Kosten anderer!

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Folge 162 - Du lebst auf Kosten anderer!

In dieser Folge sprechen wir über

  • das Buch "Auf Kosten anderer? - Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert" vom I.L.A. Kollektiv
  • Carsten erklärt Dir, was das I.L.A. Kollektiv ist und wie wir alle im globalen Norden auf Kosten des globalen Südens leben und
  • Carsten erzählt vom Workshop zu diesem Thema, an dem er teilgenommen hat.

Das I.L.A Kollektiv besteht aus 17 jungen Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen und hat in Form eines Buchs und von Workshops das Konzept der imperialen Lebensweise für die breite Öffentlichkeit aufgearbeitet.

Ganz aktuell ist ihr neues Werk zum Thema, wie ein gutes Leben für alle möglich ist.

Und da genau das Thema unseres Podcasts ist, wollen wir Dir in dieser Folge erzählen, warum alle von Missständen reden, aber kaum jemand handelt.

 

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Du schadest dem Veganismus!

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Folge 161 - Du schadest dem Veganismus!

Neulich sprach ich mit einem Veganer, der gemeinsam mit seiner Frau ab und zu in der Öffentlichkeit steht. Er erzählte mir, dass er bei öffentlichen Auftritten immer versuche so gesund wie möglich auszusehen.

Das bedeutet für ihn z.B.,

  • dass er vorab auf Diät geht, um überflüssige Pfunde loszuwerden und
  • dass er Pickel möglichst abdeckt.

Nun sagst Du vielleicht, das machen viele Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und das ist (leider) Alltag. Er macht es aber nicht, um sich selbst besonders gut zu präsentieren, sondern um den Veganismus voranzubringen.

Denn Du dienst dem Veganismus nur, wenn Du gesund und fit aussieht. Und Du siehst nur gesund und fit aus, wenn Du schlank und sportlich bist.

Im Umkehrschluss schadest Du dem Veganismus, sobald Du nicht dieser Norm entsprichst.

Was ich von dieser These halte, erfährst Du in dieser Podcastfolge...

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Folge 160 - Was spricht denn gegen den Zoo?

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Folge 160 - Was spricht denn gegen den Zoo?

In dieser Folge

  • sprechen wir über das Thema Zoo und Tierpark
  • erzählt Carsten von einem Vortrag von Dr. Colin Goldner
  • erklärt Carsten wie Zoos ihre Existenz rechtfertigen

Wir sind früher sehr gerne in den Zoo gegangen- irgendwie gehörte das zum Alltag dazu. Wir hatten sogar eine Jahreskarte für Hagenbecks Tierpark.

Es war schön die verschiedenen Tiere anzusehen und es unserem Sohn zu ermöglichen Tiere aus weit entfernten Ländern in natura zu betrachten.

Schließlich sind wir auch schon als Kinder oft in den Zoo gegangen- ein ganz normaler Familienausflug.

Was spricht also nun gegen einen Zoobesuch und warum gehen wir heute nicht mehr in den Zoo? Hör doch gleich einmal rein...

Transkript (Von Podcasthörer·in Rupert Korrektur gelesen)

Stefanie In dieser Folge sprechen wir über Tierpark und Zoo, denn

Carsten war bei einer Veranstaltung mit Doktor Colin Goldner.

Carsten Ich hatte mir in der Vortragsreihe „Komplex Tier“ den Vortrag von Doktor Colin Goldner angeschaut, der über das Thema Zoo gesprochen hat. Und das traf sich eigentlich sehr gut, weil ich jetzt parallel auch sein Buch lese „Lebenslänglich hinter Gittern“, wobei das Buch vornehmlich erstmal auf die Primaten abzielt, also auf die großen Menschenaffen, und der Vortrag von Doktor Colin Goldner hat eigentlich den Gesamtkomplex dazu dargestellt. Aber es gibt halt inhaltlich so ein paar Parallelen, also zumindest soweit, wie ich in dem Buch bin, ich muss mich da noch so ein bisschen durcharbeiten, weil beides, sowohl der Vortrag als auch das Buch, unglaublich faktenreich sind, also ich habe selten ein Buch oder auch einen Vortrag gehört von jemanden, der so fulminant tief in der Materie drinnen steckt und Fakten benennen kann. Keine Ahnung, wo er die ausgegraben hat, aber das ist echt schon beispielhaft beispiellos.

Stefanie Beispielhaft könnte es auch sein. Ja also ich kenn den Doktor Colin Goldner ja aus der „Kochen ohne Knochen“, da schreibt er eine Kolumne und die heißt „Rage and Reason“ und da sieht er so sehr aggressiv und militant aus, ist er denn wirklich so?

Carsten Ja, ich glaub das Foto, das haben die extra so vom Lichteinfall eher markant gestaltet. Nein, so taucht er, tritt er gar nicht auf. Also er tritt auf wie ein sehr netter und liebenswürdiger Mensch und er ist extrem eloquent und auch überhaupt gar nicht so, ja militant wie zum Beispiel dieses eine Foto da anmuten lässt, weil ich hätte nämlich auch damit gerechnet, dass er ein militanteres Auftreten hat, also so ganz bestimmt, und das ist er überhaupt nicht. Er hat seinen Vortrag schon eindeutig in die Richtung Tierrechte orientiert, also man merkt schon, in welche Richtung er geht. Aber er ist jetzt nicht so massiv, dass er ganz, ja mir fällt eigentlich nur der Begriff militant ein, um das zu umschreiben, sondern er versucht es eben auf der argumentativen Art und Weise unterzubringen, und wie gesagt, extrem eloquent und ja, sag jetzt mal so liebenswürdig.

Stefanie Okay, also es war jetzt nicht so anklagend…

Carsten Absolut nicht.

Stefanie …so wir Tierrechtler und ihr blöden Nicht-Tierrechtler, also so wie das ja oft auch durchaus vorkommen kann? Dieses wir Veganer - ihr Karnisten?

Carsten Überhaupt nicht vorwurfsvoll oder so, sondern einfach nur ganz klar, er hat halt Fakten auf den Tisch gelegt, er hat das Ganze aber teilweise auch süffisant und mit ein bisschen Ironie und Witz präsentiert, also gleichzeitig aber auch eben so zwei schockierende Aufnahmen gezeigt, wobei er auch im Vorfeld gesagt hat, da kommen jetzt schockierende Aufnahmen, und wer das halt nicht verträgt oder nicht sehen möchte, der macht jetzt die Augen zu, und dann anschließend hat er nochmal Bescheid gegeben, als es vorbei war. Also es war schon eine sehr, sehr gute Mischung, aber in erster Linie sachlich, um einfach mal zu zeigen, wie widersprüchlich dieses ganze Konstrukt Zoo eigentlich so ist. Und die Art und Weise hat mir extrem gut gefallen.

Stefanie Und was waren denn jetzt so seine Kernaussagen, kannst du das irgendwie zusammenfassen, du hast ja gesagt 90 Minuten, und alles war voller Fakten? Jetzt brauchst du das ja nicht so wiederzugeben, weil du hattest auch gesagt, dass man sich den Vortrag auch anschauen kann, der wurde live gestreamt.

Carsten Der Film , der Vortrag wurde tatsächlich das allererste Mal im Rahmen dieser „Komplex Tier“ Vortragsreihe live gestreamt, und ist ja auch jetzt noch als entsprechendes Video bei Facebook zu sehen. Wir verlinken das auch in den Shownotes.

Stefanie Ist das nur bei Facebook, oder kann man das auch, wenn man nicht bei Facebook ist, anschauen?

Carsten Ich weiß nicht, ob sie ihn noch auf einer anderen Plattform veröffentlichen werden. Ich habe direkt am Tage nach diesem Vortrag nochmal bei Youtube gesucht, gezielt auch nach Colin Goldner. Da wird er aber vornehmlich mit anderen Themen vorgestellt, die er parallel dazu begleitet. Also dazu muss man jetzt wissen, dass Doktor Colin Goldner nicht ausschließlich eben im Tierrechtsbereich aktiv ist, da schon sehr präsent, aber er wird auch in der religionskritischen Sicht präsentiert. Also mit Religionskritikern, aber auch im Bereich, ja, Gesundheit möchte ich jetzt schon gerade sagen, also alles was in irgendeiner Art und Weise Pseudogesundheit betrifft, Homöopathie und Schamanismus et cetera. Also er ist einer von den Kritikern.

Und auch im humanistischen Bereich, also das sind alles so, Dreh- und Angelpunkte, wo er eher präsenter ist, und wenn man jetzt bei Youtube nach ihm sucht, dann wird er doch vorrangig mit Videos und Vorträgen gezeigt, die jetzt Kritiken am Dalai Lama und am Buddhismus zeigen. Die Thematik Tierrecht ist, glaube ich, in ein oder zwei etwas kürzeren Videos zu sehen, was ich sehr schade finde, weil ich eigentlich jetzt gerade durch diesen Vortrag auch festgestellt habe, dass er einer von den ganz wichtigen Personen ist, die so tief in ihrem Metier drin sind, und wie gesagt so viele Fakten präsentieren können, dass er vom Fachlichen her im Moment einfach die wichtigste und gewichtigste Stimme ist, was jetzt Tierrechte und gerade auch diesen Komplex Zoo betrifft.

Stefanie Ok und wenn wir jetzt mal auf den Komplex Zoo tatsächlich zurückkommen, was waren denn da jetzt so die Fakten, was spricht denn überhaupt gegen den Zoo?

Carsten Also heutige Zooeinrichtung legitimieren sich quasi mit vier verschiedenen Argumenten, und zwar wird dort genannt Bildung. Forschung, Artenschutz und Erholung. Bevor ich die jetzt so ein bisschen untermauern, weil die lassen sich relativ schnell demontieren, also so ein bisschen debunking Zoos und Zooeinrichtungen kann man da betreiben, und das hat Doktor Colin Goldner auch tatsächlich in seinem Vortrag gemacht, ist es aus meiner Sicht sogar noch ein bisschen wichtiger, die Entwicklung und Vorgeschichte von den Zooeinrichtungen ein bisschen kennenzulernen. Auch das hat er in dem Vortrag exzellent gemacht, und auch in dem Buch was ich gerade momentan lese, sind dort sehr viele Informationen enthalten, wie es überhaupt zu diesen Zooeinrichtungen gekommen ist, und zwar es ist ein Phänomen, was noch gar nicht so lange existiert, also man hat im Mittelalter so die ersten, Doktor Colin Goldner spricht von Menagerien, die halt in privater Hand existierten.

Das waren irgendwelche, nach heutiger Sicht wahrscheinlich Mäzene, also teilweise im Klerus, teilweise aber auch, so Adel, die einfach wilde Tiere gehalten haben, und das hatte sich dann so ein bisschen entwickelt, dass dort wo, und jetzt kommt es, Kolonialmächte am Werk waren. In den Ländern, die quasi die Kolonialmächte gestellt haben, haben sich diese Zoos entwickelt. Das hatte den einfachen Grund, weil nur Kolonialmächte hatten die Möglichkeit, unbegrenzt auf Wildtiere zuzugreifen, und dementsprechend war natürlich ein großer Import von wilden Tieren aus den kolonisierten Bereichen oder Ländern in die Kolonialmachtsländer.

So, und da gab es ursprünglich erst mal einige Zooeinrichtungen, die ja trotzdem noch so privat waren, die wurden aber so für wissenschaftliche und philosophische Kreise geöffnet, später dann so für das höhere Bürgertum, also für, man hat einfach gemerkt, dass das Unmengen Geld kostet halt, diese Tiere irgendwie zu unterhalten und auch zu beschaffen, und als Geldquelle hat man dann versucht, das gutbürgerliche Milieu anzusprechen, die sich dann auch entsprechend einen solchen Ausflug in den Zoo leisten wollten und konnten.

Und dann fing das Ganze an, so ein bisschen Fahrt aufzunehmen, dass der Zoo nicht nur als, ja, ich sag jetzt mal Wildtierschau da war, sondern man wollte ein bisschen mehr bieten und hat dann angefangen, auch die Zoos so zu gestalten, dass sie vom optischen her einen Mehrwert boten. Na, dann hat man architektonisch so ganz wilde Stilblüten etabliert, dass man versucht hat, bestimmte Gehege oder Gebäude nach architektonischen Vorgaben aus Tausendundeiner Nacht zu formen oder indische Taj Mahal Aspekte mit reinzubringen. Also so bisschen dieses Weltläufige, um eben auch so ein bisschen Hingucker zu haben. Da wurden teilweise so Affen- oder Elefantenhäuser gestaltet, wo man heute sagen würde du meine Güte, da habt ihr aber ziemlich übertrieben, aber das war einfach, man wollte das Publikum in den Zoo rein bekommen.

So, und diese Entwicklung selber, die hat eigentlich erst Anfang des 20. Jahrhunderts auch soweit Fuß gefasst, dass nachher auch die breite Bevölkerung davon profitiert hat, ich weigere mich jetzt schon fast den Begriff zu sagen, profitiert hat, aber halt einer breiten Bevölkerung zu öffnen, und in dem Zusammenhang spielt tatsächlich hier in Hamburg Hagenbeck eine Rolle. Der Herr Hagenbeck war damals einer der großen Wildtier Händler, und der hatte ursprünglich hier in Hamburg, ja, ich sage jetzt mal so einen Umschlagplatz für Wildtiere, und hat irgendwann angefangen, die Wildtierschauen nicht nur fürs Fachpublikum, sondern für die breite Öffentlichkeit zu öffnen. So, damit ist er dann quasi nicht nur bekannt, sondern auch tierisch reich geworden. Also im wahrsten Sinne des Wortes tierisch reich, und hat das ganze Konzept weiter ausgebaut, und das hat aber bei Tieren nicht aufgehört, sondern vor ungefähr hundert Jahren war es auch so, dass indigene Völker dort präsentiert wurden, es gab also eine Völkerschau.

Also tatsächlich so diese „Hottentotten“ und „Neger“, und also diese ganzen abfälligen Begriffe, die so kursieren, die wurden damals als Werbemittel genommen, und es wurden Menschen unter scheinheiligen Versprechen quasi hier, ja, ich sage jetzt mal nach Europa gelockt, die dann in den Zoos, ja, aus heutiger Sicht schon so eine Art Persiflage, oder einfach ihr Pseudoleben darstellen sollten. Da wurden halt sehr optisch ausfallende Menschengruppen hier herübergeholt und gelockt, die dann quasi so tatsächlich sich präsentieren mussten. Das durchaus erstmal mit rassistischen Motiven, dass wir als weiße Menschen uns so ein bisschen profilieren konnten und ja, das sind ja halt die N**** oder die Schwarzen oder die Eingeborenen oder wie auch immer so richtig abfällig behandelt, und die wurden komplett ausgebeutet und sind häufig auch Krankheiten erlegen, gegen die die halt nicht immun waren.

Stefanie Das war vor hundert Jahren.

Carsten Vor ungefähr hundert Jahren, und bei Hagenbeck war es auch der Fall, also es waren eigentlich alle großen deutschen Zoos, die damals existierten. Die hatten eben diese Völkerschauen.

Stefanie Hundert Jahre, das ist ja noch nicht so lange her.

Carsten Ne ne, das ist also echt heftig gewesen, was ich da alles so mitbekommen habe.

Stefanie Das ist ja 20. Jahrhundert, krass.

Carsten Und einen richtigen Aufschwung haben die Zoos durch die Nazis bekommen. Vorher gab es zwar schon vereinzelte große Zooanlagen, und ab 1933 sind sehr viele andere Zoos entstanden, unter anderem Osnabrück, ich glaub Duisburg, bin mir nicht sicher Münster auch, aber viele von denen die ich persönlich halt kenne, sind halt gegründet worden. Nicht nur in, sondern auch durch die Nazizeit, so und da hatte Doktor Colin Goldner darauf hingewiesen, dass es da ja weitreichende Verstrickungen gab, zwischen den Zoodirektoren und der Nazischaft. Viele von den Leuten, die damals in den Zoos an den Schalthebeln saßen, hatten, ich sag jetzt mal einen durchaus einen nationalsozialistischen Lebenslauf.

Stefanie Warum war das so? Also warum wollten die Nazis jetzt unbedingt Zoos?

Carsten Warum die Nazis Zoos haben wollten? Vielleicht zu Inszenierung, also in Nürnberg wurde zum Beispiel ein Zoo eingerichtet, da hatte Hitler vor offizieller Eröffnung eine Privatführung bekommen, war aber auch am Eröffnungstag selber mit dabei. Das Ganze war Propaganda fürs Volk, und alles, was irgendwie als Propagandamittel diente, um eben die Bevölkerung milde zu stimmen, hat ja der Nationalsozialismus natürlich ausgeschlachtet, dementsprechend auch die Zoos. Und Doktor Goldner hatte noch erwähnt, dass er kurz bevor er hier in Hamburg den Vortrag gehalten hat, auch Hagenbeck noch mal besucht hat, und wer im Hagenbecker Zoo schon mal war, und hinten in diesem Eisbärengelände, wo diese Eislandschaft ist, da gibt es so einen Zeitstrahl, wo man eben die Zooentwicklung sieht, so und Doktor Goldner wies darauf hin, dass er sagte, man findet da immer ganz schön in den Zeitabständen entweder Beschreibungen oder sogar Fotos, um zu sehen, wie hat sich der Zoo entwickelt.

Aber es gibt eine Lücke, von 1933 - 1940 wird dort nichts erwähnt, und da kann man sich jetzt natürlich denken, woran das liegt, aber er hat eben darauf hingewiesen, dass eigentlich alle Zoodirektoren Mitglied einer nationalsozialistischen Organisation waren, entweder Parteibuch der NSDAP hatten oder halt in offizieller tatsächlich Funktion dort in irgendeiner von diesen Strukturen waren. Und es hat auch nie eine Entnazifizierung innerhalb der Zoos gegeben, sondern Personen, die damals während der Nazizeit an der Macht waren in den Zoos, die mussten dann zwar 1945 häufig von ihren Posten zurücktreten, sind aber unmittelbar so ein oder zwei Jahre später gerne mal wieder genau an diese Position gekommen beziehungsweise durften in ähnlicher Struktur weiterarbeiten.

Also es ist einfach so, die Verstrickung, die ansonsten in vielen anderen Bereichen aufgearbeitet wurde oder vielleicht noch wird, hat in den Zoos nie stattgefunden. Das ist ein Kapitel, was komplett verschwiegen wurde. Interessant ist es dann in den 70er Jahren geworden. Da gab es in internationalen Bereichen das Bestreben, einen Artenschutzabkommen zu beschließen. Und daraus ist, ich glaube das Washingtoner Artenschutzabkommen entstanden. Das nennt sich SCITES. Man mag jetzt im Internet ein bisschen nachschauen, wofür das steht, das ist auf jeden Fall das damals geschaffene und heute noch gültige Artenschutzabkommen. Das hat ganz frappierende Auswirkungen auf die Zoos gehabt, weil denen damit quasi der komplette Nachschub aus Wildtierbeständen abhanden gekommen ist.

Die haben vorher natürlich davon profitiert, dass sie weiterhin aus den ehemaligen Kolonialländern, wo ja diese ganzen Beschaffungsstrukturen noch existierten, kostenlos Tiere bekommen haben, und das fiel jetzt auf einmal komplett weg, das war verboten, so und jetzt wird es süffisant, Zoos rühmen sich heute mit Artenschutz, als ob sie eben diesen Artenschutz betreiben würden. Dieses Artenschutzabkommen damals wurde unter anderem deswegen ins Leben gerufen, weil die Zoos die Hauptverursacher vom Artensterben waren.

Man kann sich das auch relativ einfach denken, warum das so war. Weil der Nachschub, der musste immens viele Tiere aus freier Wildbahn entnehmen und in die Zoos schaffen. So, und wenn ich Jungtiere hatte, wurden häufig die Elterntiere vor Ort erschossen, damit man die Jungtiere entnehmen konnte. Ein Großteil der Jungtiere hat den Transport gar nicht überlebt und die Tiere, die nachher in den Zoos angekommen sind, hatten teilweise auch keine lange Lebensdauer. Also musste ein immenser Nachschub organisiert werden, und deswegen finde ich das heute paradox, in diesem Kontext tatsächlich so mitzubekommen, das Zoos sich rühmen, wir sorgen dafür, dass die Tiere nicht aussterben, und das ist noch nicht so lange her, ne, wir reden hier, in den 70er Jahren ist dieses Artenschutzabkommen entstanden. Wir reden hier von einer Zeitspanne von dreißig, maximal vierzig Jahren. Und vorher waren genau diejenigen, die sich heute mit Schutzargumenten rühmen diejenigen, die diesen Schlamassel eigentlich verursacht haben.

So und ja, das ist jetzt quasi auch die Herleitung auf die entsprechenden Gründe dieses Artenschutzthemas. Das haben wir jetzt quasi schon historisch schon bisschen aufgegriffen. Heute muss man natürlich schauen, was heißt das im jetzigen Kontext. Schützen die dann tatsächlich irgendwelche Arten? Es gibt ja sogenannte rote Listen, um zu gucken welche Tiere sind vom Aussterben bedroht. Und durchschnittlich ist es so, dass die Tiere, die in den Zoos gehalten werden und teilweise ja auch durch Zucht am Leben erhalten werden oder halt Nachkommen generiert werden, das macht durchschnittlich ungefähr 0,8% der Tiere aus, die wirklich auf diesen roten Listen stehen. Das heißt also, über 90% der Tiere, die in den Zoos gehalten werden, stehen gar nicht auf den roten Listen, die sind nicht vom Aussterben bedroht, da zieht das Argument Artenschutz also nicht.

Und ja, dann hat der Doktor Goldner natürlich genau das Argument nochmal angeführt, was man aus meiner Sicht vom ethischen Standpunkt natürlich in den Vordergrund stellen muss. Was nützt es denn dem Tier in freier Wildbahn, dass dort im Zoo ein Artgenosse eingesperrt wird? Und andersrum, was nützt es denn dem Tier im Zoo, eingesperrt zu sein, wenn weiterhin in der freien Wildbahn keine Schutzräume geschaffen werden? Man muss sich natürlich dann auch nochmal anschauen, wieviel Geld tatsächlich so in den Aufbau, Erhalt und die Werbung von Zooeinrichtungen gesteckt wird, das sind oftmals öffentliche Gelder. Da ist ganz klar mal die Frage zu stellen, ist es denn nicht sinnvoller, wenn man über Artenschutz spricht, dieses Geld nicht in die Zoos zu investieren, sondern direkt vor Ort Lebensräume zu schaffen und die so zu schaffen, und dass da eben keine Wilderei, keine Tierentnahme, dass die Wildtiere für sich leben können.

Stefanie Ja, ich hatte ja mal einen Blog Artikel veröffentlicht, wo ich geschrieben hab, warum wir nicht mehr in den Zoo gehen oder in den Tierpark, und daraufhin auch einen Kommentar bekommen, dass da ja Arten geschützt würden, und solange halt es Wilderer geben würde, wäre es halt besser, wenn die im Zoo sind, die Tiere. Und ja, das ist das gleiche Argument, da denken wir: aber es macht so viel mehr Sinn, sich darum zu kümmern, dass es keine Wilderer mehr gibt und dass die in der freien Wildbahn geschützt sind, als dass da ein Zoo irgendwie dann Tiere ja vor Ort gefangen hält, und außerdem kann im Zoo niemals das Tier irgendwie artgerecht gehalten werden, und es kann ja gar nicht sein typisches Verhalten zeigen. Also das, weswegen ja auch immer gesagt wird, dass es irgendwie, ja, dass das eine Lehranstalt ist

Carsten Diese Bildungsargumente

Stefanie Ja genau, und das funktioniert auch nicht

Carsten Nein kann auch nicht funktionieren, was mir so nicht klar wurde, aber was Doktor Goldner unter einem Vortrag auch mal erwähnte, ist das Beispiel der Eisbären. Ich muss ja sagen, ich bin ja damals tatsächlich Dauergast beim Hagenbecker Tierpark gewesen, mit einer Dauerkarte. Und ich fand das Gehege der Eisbären beziehungsweise diese komplette Welt dort eigentlich immer sehr vorbildlich. Jetzt im Vergleich zu dem, was Colin Goldner da in seinem Vortrag an Fotos gezeichnet hat von anderen Einrichtungen, muss ich sagen, ist das tatsächlich leider auch vorbildlich. Also es gibt tatsächlich Zoos, wo es wirklich grottig zugeht, wo du die Hände über dem Kopf zusammenschlägst. Aber. Was er dort erwähnte, ist, ein Eisbären in freier Natur lebt in einem Radius oder beziehungsweise hat ein Revier in einer Größe von bis zu 30000 Quadratkilometern, das ist die Fläche von Baden-Württemberg. Sorry, wie will ich sowas in einem Zoo unterbringen? So groß kann ich das Gehege gar nicht bauen, um einen natürlichen…

Stefanie Sorry ihr Leute, Baden-Württemberg wird jetzt leider ein großes Eisbär Gehege. Nur dafür, damit der Zoo weiterhin bestehen kann.

Carsten …und das Bildungsargument, da hat er ein ganz schreckliches Bild gezeigt, und zwar hat er einen Innenkäfig für Geparden gezeigt, der war gefühlt irgendwie, keine Ahnung, 30 Quadratmeter groß der Raum. Und neben dem, also das war mit einer Glasscheibe, also innenliegend, und neben der Glasscheibe hing dann halt eines von diesen Täfelchen, was ja häufig als Bildungsinstrument dann verkauft wird, und da stand dann eben drauf, dass die Tiere in freier Wildbahn leben und dass sie zu den schnellsten Läufern gehören und in der freien Wildbahn halt innerhalb von, keine Ahnung, zwei Sekunden auf 80 km/h beschleunigen können. Und Doktor Colin Goldner fragte dann auch und stellte so mal die rhetorische Frage, wieso fällt das eigentlich keinem Zoobesucher auf, dass da ein direkter Widerspruch ist zwischen dem, was dort auf dem Schild steht und das, was man gerade sieht, weil ein Gepard auf einer so kleinen Fläche ist nicht mal ansatzweise in der Lage, sich dort auszuleben, also das sind natürlich Sachen, da wird jedes Bildungsargument ad absurdum geführt.

Und dann ist natürlich die Frage: Brauche ich denn wirklich so eine Bildung? Doktor Colin Goldner hat ganz zum Schluss noch erzählt, dass es ich glaub in China mittlerweile Zoos gibt, die keine Tiere mehr ansetzen, sondern ausschließlich digital laufen, wo eben über 3 D Technik mit Computeranimationen reale Welten geschaffen werden oder pseudoreale Welten geschaffen werden. Und da sagt er so, das könne er sich durchaus vorstellen als Bildungseinrichtung, zumal das A) dem Tier nicht schadet, B) viel mehr Informationsgehalt bietet, weil du eben viel näher an das Tier rangehen kannst, du bist quasi Bestandteil dieser Welt, die dort virtuell aufgebaut wird, und er sagte, du bist zeitlich unabhängig.

Also er sagte, er stand da einem T Rex gegenüber, weil eben auch diese Welten aus der Urzeit generiert werden konnten, und das ist natürlich dann nochmal ein ganz anderes Bildungsmedium als eingesperrte Tiere, die sich langweilen, die verhaltensgestört sind und vielleicht einfach nur hin und her pendeln und mit dem Kopf schütteln, weil sie einfach aufgrund ihrer Verhaltensstörung schon nicht mehr gerade gehen können oder einfach komplett resigniert in der Ecke hocken und hoffen, dass der Tag vorbei geht und sich aber begaffen lassen. Das hat mit Bildung nichts zu tun, da kriege ich keine Mehrinformationen raus, da ist jede Fernsehsendung oder jedes Bilderbuch irgendwie informativer. Also Bildung und Artenschutz, so die Argumente.

Drittes Argument, was Zoos mal vorbringen, ist Forschung. Zoos sind ganz häufig Forschungseinrichtungen. Und da hatte Colin Goldner drauf hingewiesen, dass die meisten Forschungsarbeiten eigentlich nicht existieren würden, wenn es gar keine Zoos gibt. Die forschen also nicht zum Wohl der Tiere, sondern sind meistens vom Forschungsschwerpunkt so optimiert oder so ausgelegt, dass sie eben versuchen, keine Ahnung, die bestmögliche Versorgung von Tieren im Zoo sicherzustellen, dass Tiere möglichst lange leben, dass sie möglichst gesund bleiben, um eben, ja kann man halt sagen, möglichst viel Profit aus dem Leben dieser Tiere zu schöpfen. Also das sind so die Forschungsrichtungen, in die das geht. Und er hatte ein Foto von ich glaub einer Wüstenmaus, also irgendeiner bestimmten Mausart gezeigt, wo eine Forschungsarbeit durchgeführt wurde bezüglich Zahnschiefstände.

Zwei süffisante Details zu dieser Forschung: Erstens fand diese Forschung oder diese wissenschaftliche Untersuchung in Wilhelmshaven statt. In einem Zoo, der eigentlich primär für die Meerestiere da ist, wo man sich fragt, was haben sie mit Mäusen zu tun? Und das zweite Detail, das auch so ein bisschen ein Fragezeichen aufwirft: Diese Zahnschießstände hat man in freier Wildbahn noch nie gefunden. Die findet man nur bei Tieren in Zoohaltung.

Stefanie Tieren in Gefangenschaft.

Carsten Tieren in Gefangenschaft, so, also ich weiß nicht, ob da ein großer Mehrwert aus so einer solchen Forschung…

Stefanie Ja, was wollten die denn damit rausfinden? Weil selbst wenn in freier Wildbahn so eine Wüstenrennmaus einen Zahnschiefstand hat? Was wollen Sie denn machen?

Carsten Ja, ich glaub, die wollten dann einfach nur gucken, wie kannst du den Tieren dann in der Gefangenschaft noch irgendwie einen gesundheitlichen Mehrwert geben, aber wahrscheinlich nicht zum Wohl des Tieres, sondern um noch möglichst viel Profit aus einer längeren Lebensdauer der Tiere zu ziehen. Die Zoos forschen häufig auch gar nicht selbst, also es ist eher so, dass die irgendwie Studenten reinholen und die denen quasi als Forschungsgegenstand dienen, also der Zoo oder die Tiere sind der Forschungsgegenstand, aber nicht die wirklichen Forschungseinrichtungen, die diese wissenschaftlichen Untersuchungen durchführen. Also von daher ruht auch dieses Argument der Forschung auf, ich sag jetzt mal sehr, sehr dünnem Eis.

Es ist auch wohl so, wenn ich das richtig verstanden habe, dass nur forschende Zoos untereinander Tiere austauschen dürfen zwecks Befruchtung und Vermehrung. Das dürfen halt nur bestimmte Personen im Zoo unterschreiben, also das müssen Wissenschaftler sein. Und da gibt es auch eine gesetzliche Regelung, die das vorschreibt. Die ist aber so schwammig formuliert, dass Wissenschaftler nicht heißt, du musst dich mit Tieren auskennen, sondern man muss einfach nur den akademischen Titel haben, da reicht irgendwie ein Doktor oder ein Diplom Ingenieur, egal welche Fachrichtung.

Stefanie Diplom.

Carsten Du dürftest also quasi, wenn du in diesem Zoo arbeitest, auch entsprechend unterschreiben.

Stefanie Also nur Ingenieur sein, dann geht es nicht geht, egal welches Diplom?

Carsten Das was ich so nicht, aber ich glaube doch

Stefanie Ich glaube Diplom Ingenieur kann auch zur See sein. Nautik ist auch Diplom Ingenieur, also das...(lacht)

Carsten Es kommt doch wirklich, also die Behörden schauen eigentlich eher: Gibt es einen akademischen Titel? und dementsprechend werden dann die Anträge für solche Transferleistungen, dann von den Behörden durchgewunken, wenn die sehen okay, da hat jemand unterschrieben, der eine entsprechende akademische Bildung besitzt. Wie gesagt, völlig losgelöst von Kenntnissen über Tiere, also du musst nichts mit Zoologie, Biologie und keine Ahnung was haben, sondern das ist schon so ein bisschen strange. Ja und das vierte Argument, was Zoos natürlich immer anführen, das Thema Erholung. Das ist etwas, wo ja wirklich mal die Frage gestellt werden darf: Für wen ist es denn überhaupt Erholung? Ist es Erholung für die Tiere? Wahrscheinlich eher weniger.

Stefanie Führen die jetzt an als Argument Erholung für die Tiere?

Carsten Nein, nicht für die Tiere, aber generell als Erholung, aber Erholung muss man natürlich im gesamten Kontext mal betrachten. So und für die Menschen, die sich dort aufhalten, das ist natürlich immer Stoßzeitenabhängig, also ich weiß, damals als ich dort noch regelmäßig ein- und ausgegangen bin, ich habe bestimmte Stoßzeiten vermieden. Ich hab nur versucht, möglichst früh da zu sein. Als Erholung habe ich das definitiv nie aufgefasst. Aber jetzt muss man natürlich gucken, wie versuchen Zoos heute die Besucherbindung aufrechtzuerhalten. Da finden natürlich solche Sachen statt wie „Und die romantischen Nächte“.

Stefanie Ja, oder die Dschungelnächte?

Carsten Die Dschungelnächte, oder Halloween wird dort auch zelebriert. Halloween, hat er dann auch nochmal gezeigt, diese Feste waren auf Kinder ausgerichtet und ich weiß nicht, welcher Zoo das war, nein, da komme ich jetzt nicht mehr drauf, aber es war ein deutscher Zoo. Die haben dort Pappmaché Halloween Figuren überall hingehangen. Pappmaché Halloween Figuren heißt abgetrennte Köpfe, skelettierte Torsos, in Blut ertränkte Leichen et cetera. Die haben die Zooangestellten umgezogen, so dass sie wie Zombies oder Hexen aussahen, die sich dann hinter die Büsche gestellt haben und die Besucher erschreckt haben. Also allein die Fotos, die er dort gezeigt hat, die passten mehr zu einem B Movie aus dem Splatter Horror Genre. Dass er aber im gleichen Kontext da auf diesen Fotos eben Kleinkinder gezeigt hat, so vier-, fünf-, sechsjährige oder sowas. Ja, das, ich musste echt mit dem Kopf schütteln, und er sagte auch treffendermaßen, er will nicht wissen, was die Kinder in den Folgenächten erleben, wenn du solche Eindrücke hast, ne und das ist einfach, es wird halt versucht, so Jahrmarktsrummel zu erzeugen, um die Leute in die Zoos zu bekommen.

Stefanie Und die machen ja auch Ponyreiten und sowas alles, na ja, um die da irgendwie hinzukriegen.

Carsten Ja, und diese Argumente also, dieses Legitimieren müssen über Bildung, Forschung, Artenschutz und Erholung, das sind Argumente, die sind nicht immer dort gewesen, sondern die kamen erst so in den 80er und 90er Jahren hoch. Also sie sind relativ jung, weil die Zoos einfach gemerkt haben, dass ihre Existenzgrundlage immer stärker angezweifelt wurde. Sie haben aber in der politischen Landschaft eigentlich nur Befürworter, also viele Politiker rühmen sich ja quasi, als Tierpate oder sowas aufzutreten. Selbst unsere werte Kanzlerin ist Tierpatin von ich glaub einem

Stefanie Wahrscheinlich einem Eisbär

Carsten Ne, Kormoran oder Albatros oder sowas. Das ist natürlich sehr Publikumswirksam, ja, und dementsprechend sind die meisten Politiker erstmal pro Zooeinrichtung und deswegen.

Stefanie Ich finde das auch immer so interessant, wenn ich jetzt mal U-Bahn fahre oder so, und dann wird da mal Werbung gezeigt oder Bus, dann von Hagenbecks Tierpark und dann, werden da immer Tiere, das Tier des Monats oder so und dann steht da, es wird immer in freier Wildbahn gezeigt, und es steht, was es so in freier Wildbahn macht. Und dann kommt die Werbung für den Tierpark. Das (lacht) gehört eigentlich gar nicht zusammen, aber irgendwie sind sie der Meinung, ja, das damit machen wir Werbung für den Tierpark.

Carsten Ja, du erzeugst halt so emotional gefärbte Bilder und die, dadurch, dass du eben eine starke Konditionierung aufbaust, also, ein Großteil der Besucher sind junge Familien, die teilweise mit ihren Neugeborenen, da durch schieben.

Stefanie Es ist entstanden. Wir haben das ja auch gemacht, und als ich klein war, sind wir auch in den Zoo gegangen.

Carsten Das ist eine ständige Konditionierung, die du dann auch nicht mehr wirklich durchdringst. Ja, weil du hast das als Kind schon so gemacht und ja, die Eltern haben es von ihren Kindern, äh von ihren Eltern bekommen, von ihren Kindern genau also, und das ist natürlich dann, dass das versucht, so ein Zoo natürlich aufrecht zu halten ne, genau dieses hinterfragen irgendwie zu verändern.

Stefanie Zirkus, Zoo, Wildpark ist alles für Kinder ja interessant.

Carsten Ja, genau, in erster Linie, und dann werden halt solche Themen vorgeschoben, Bildung erstmal Richtung Kinder, und wenn es dann so Richtung erwachsenes Publikum geht, werden dann halt eben diese Forschungsaspekte, oder Artenschutz dann vorgeschoben und ja, die haben natürlich, ich sag mal, Zoos sind sehr präsent, und gerade hier in Deutschland, weil man muss dazu sagen, Zooeinrichtungen sind vornehmlich ein europäisches Phänomen.

Stefanie Klar, das ist ja wegen der Kolonialmächte so, das ist ja klar, wenn, da nicht in Europa, sag ich mal, das sind ja die wilden Tiere, da brauchst du keinen Zoo, aber hier haben wir die wilden Tiere ja nicht, und deswegen brauchen wir eben einen Zoo.

Carsten Es scheint wohl tatsächlich da in diesen ehemaligen Kolonialgebieten Zooeinrichtungen zu geben, und deren Historie liegt aber daran, dass es einfach Umschlagplätze für die wild gefangenen Tiere waren. Und heute sind es halt Zooeinrichtungen geworden. Und dementsprechend verteilt sich das ja, wie du schon sagtest, auf die Kolonialmächte, und ich glaub in Europa gibt es so roundabout 3000 Zoos. Und allein in Deutschland sind es 850, also Deutschland ist das Land mit den meisten Zoos weltweit, und es waren vor ein paar Jahren, also seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Anzahl der Zoos schon zurückgegangen, also viele Zoos, kleinere mussten schließen, teilweise aufgrund öffentlichen Protests, weil eben die Haltungsbedingungen so offenkundig schlecht waren, dass das nicht weiterging, teilweise aber auch aus ökonomischen Gründen. Und ursprünglich waren es glaube ich über 1200 Einrichtungen hier in Deutschland. So, und wenn man dann natürlich sieht ok, wieviel gibt es weltweit und wie viele gibt es in Deutschland?

Also hier ist die Hochburg, dass man hier schlecht dagegen argumentieren kann und die Leute das irgendwie nicht sehen wollen, ist allein schon aufgrund der schieren Präsenz dieser Zooeinrichtungen zu erklären. Erfreulich ist einfach der Fakt, dass die Besucherzahlen rückläufig sind. Also da hatte Colin Goldner darauf hingewiesen, dass das ein Aspekt ist, dass die Akzeptanz der Zoos langsam, aber ersichtlich bröckelt, also es werden immer weniger Zoos. Immer mehr Zoos müssen schließen, und er sagte zwar auf eine Frage, wie lange wird es denn dauern, bis alle Zoos abgeschafft sind, dann sagt er da liegen wir alle schon in der Kiste, das werden wir wahrscheinlich nicht mitbekommen. Aber das hindert uns nicht daran, Aufklärungsarbeit zu betreiben, um genau das jetzt voranzutreiben. Vielleicht haben wir ja Glück und schaffen es vorher, den Tieren sei es ja zu gönnen. Aber nichtsdestotrotz gibts eben schon eine Richtung, die schon aufgrund des ja immer geringer werdenden Interesses dahin zielt, das Zoos wirtschaftlich einfach nicht mehr überleben können und dementsprechend schließen müssen.

Stefanie Was war denn so die Quintessenz? Von dem Vortrag, gibts da irgendwie so einen Satz oder irgendwas, was du mitgeben könntest?

Carsten Es gibt nicht die eine Botschaft, sondern der Gesamtkomplex ist so voluminös und auch mit so vielen Fakten präsentiert worden, dass ich einfach sagen kann: Guck dir diesen Vortrag an, der eben aufgezeichnet wurde. Ansonsten ja, also so eine Quintessenz kann ich dir gar nicht mal in die Hand geben.

Stefanie Und gibt es dann eben, hat er was gesagt, was ich tun kann, damit das schneller geht, dass die Zoos nicht mehr existieren. Also was kann ich als Einzelmensch tun?

Carsten Das leider gar nicht, das hatte ich eigentlich erhofft, und es gab auch noch Fragen aus dem Publikum, die wahrscheinlich in diese Richtung zielten. Er ist dann so ein bisschen allgemeinverbindlich geblieben und hat Maßnahmen gezeigt, die heute schon umgesetzt werden in bestimmten Weltregionen, dass es eben so genannte, ja fast eine Art Lebenshilfe gibt, oder Ruhezonen für Zootiere oder wo Zoos schließen.

Stefanie Ok.

Carsten Und die Tiere dann wohl behütet ihren Lebensabend dann in entsprechenden Einrichtungen verbringen können, die eben möglichst dicht an ihrer natürlichen Lebensumgebung liegen und einfach nur sich selbst, dann ja oder für sich selbst sein können. Nicht alle Tiere können ausgewildert werden, also in die Auswilderung selber, die funktioniert eigentlich so gut wie gar nicht. Das sind Einzelfälle, und die große Mehrheit der Tiere ist einfach in der freien Wildbahn definitiv nicht mehr überlebensfähig, und für die muss man eben solche Reservate schaffen. Das, so Lebenshilfe oder Lebenszoos. Da scheints auch tatsächlich einen Zoo zu geben, der das macht, der aber von der Öffentlichkeit erst mal komplett außen vor ist, der aber eben diese Tiere aufnimmt, um dann, ich sag jetzt mal artgerechter zu halten, ohne jetzt zu wissen, was heißt das. Das war das Bild, was er so skizziert hat, da hat er deutlich mehr dazu gesagt, er hat viele Beispiele gebracht, um einfach zu zeigen, dass ist richtig Bewegung drin hat, er hat auch gezeigt, wie teilweise, ich glaub ein Staat ich glaub in Südamerika oder sowas hat einen sehr renommierten Zoo komplett geschlossen. Und die Tiere umgesiedelt. Auch gar nicht vor so langer Zeit, ich glaube, das war vor ein paar Jahren erst.

Also das sind so Sachen, die er schon mit an die Hand geben kann, aber das ist natürlich nicht, ich sag jetzt mal ausreichend oder befriedigend, wenn du als Einzelperson jetzt irgendwo was erreichen möchtest, also ich, das ist jetzt so meine Quintessenz, die ich quasi rausgehört habe, Aufklärungsarbeit ist eigentlich das, woran man arbeiten kann, dass man den Leuten einfach begreifbar macht: Pass mal auf, das mit dem Zoo, das hat mehr als nur ein Haken. Und mir persönlich hats tatsächlich geholfen, so diese Historie mal mitzubekommen, wie hat sich das mit den Zoos entwickelt. Und nachher natürlich noch mal so dieses Hinterfragen von dieser Legitimierung mit Bildung, Forschung, Artenschutz und Erholung, dass man darüber so ein paar Beispiele an die Hand bekommt. Letztendlich könnte ich höchstens noch anregen, mal zu schauen, ob vom Doktor Colin Goldner irgendwo in deiner Umgebung ein Vortrag stattfindet. Ich weiß nicht, wie stark er Vortragsreisender ist, aber ich habe einfach gemerkt, dass es für mich unglaublich wertvoll war, diese 90 Minuten dort mal zu sitzen und ja, Ihn sprechen zu hören. Alternativ eben ein Buch von ihm.

Stefanie Oder das Video anschauen.

Carsten Oder das Video anschauen, oder das Video auf jeden Fall erstmal das Video, und das ist sehr erfreulich.

Stefanie Genau ok, ja und im Grunde: Geh nicht in den Zoo, boykottieren macht wahrscheinlich am meisten Sinn und vielleicht auch einfach anderen davon erzählen, wie traurig du es da fandest, oder eben dein Erlebnis, warum du nicht in den Zoo gehst, ohne anklagend zu werden, das ist ja gerade das, weil wir ja alle höchstwahrscheinlich alle früher in den Zoo gegangen sind, so wie es gleich ist mit dem vegan sein, so dass es keinen Sinn macht, die anderen anzuklagen. Und sondern einfach nur zu erzählen, Geschichten erzählen, erzähl Geschichten darüber, warum nicht mehr in den Zoo gehst. Erzähls weiter.

Carsten Ja, eine alternative Sichtweise erstmal anbieten, die ja in den Köpfen der Leute heute nicht existiert.

Stefanie Ja, und wenn du zu diesem Thema weiter diskutieren willst, dann komm doch gerne in den „Von Herzen vegan Clan“, eine kleine, feine Community, die wahrscheinlich bald riesengroß wird, in der wir schon fleißig diskutieren, zu den verschiedensten Themen, und in der du die Möglichkeit hast, nicht nur zu den Podcast Themen zu diskutieren, sondern eben auch deine Herausforderungen in einem veganen Alltag zu teilen und mit uns Lösungen zu finden, wie du gelassen und souverän durch deinen Alltag gehen kannst. Und bevor wir jetzt hier wieder mit unserer

Carsten Mit unserem Abgesang ans Abendland beginnen.

Stefanie Will ich mich auch bedanken bei all unseren finanziellen Unterstützer und Unterstützerinnen über Steady, ihr seid echt klasse so treu und toll, das ist super. Dankeschön.

Carsten Danke.

Stefanie Und dann würde ich sagen.

Carsten In Hamburg sagt man Tschüss und auf Wiedersehen.

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Vortrag von Dr. Colin Goldner in der Komplex Tier Vortragsreihe
Auf Facebook anschauen

Buch: "Lebenslänglich hinter Gittern" von Colin Goldner
https://www.buch7.de/store/product_details/1019839905

Mein Blogartikel: Mama, warum gehen wir nicht mehr in den Tierpark?
https://von-herzen-vegan.de/blogartikel/mama-warum-gehen-wir-nicht-mehr-in-den-tierpark

Folge 159 - Fridays for Future

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Folge 159 - Fridays for Future

Carsten war am 1.3.2019 zeitweise bei der Fridays for Future Demonstration in Hamburg und hat einige Teilnehmer*innen dazu befragt, was sie motiviert zu dabei zu sein und wie sie mit Kritik umgehen.

In dieser Folge

  • berichtet Carsten davon, wie er die Demonstration wahrgenommen hat,
  • erzählt Carsten davon, warum er welche Fragen gestellt hat und
  • stellen wir Dir 13 Minuten O-Töne vor.

Carsten hätte auch noch mehr O-Töne gesammelt, leider hat sein Handy der Kälte nicht standgehalten...

Fridays for Future und Greta Thunberg sind ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Einzelpersonen etwas bewegen können.

Links zur Folge

Eine kurze Geschichte der Menschheit

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Folge 158 - Eine kurze Geschichte der Menschheit

In dieser Folge

  • sprechen wir über das Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari,
  • erzählt Carsten wann Du dieses Buch lesen solltest und wann nicht und
  • liest Carsten zwei Passagen aus dem Buch vor, damit Du einen Eindruck davon bekommst, wie es geschrieben ist.

Nach einer kurzen Recherche kann ich gleich hinzufügen, dass Harari vegan lebt und in einem 2015 erschienenen Artikel im Guardian (Achtung! Verstörendes Titelbild.) die Massentierhaltung als das größte Verbrechen der Menschheit bezeichnet hat.

Wenn wir ein wenig länger über die Geschichte der Menschheit nachdenken, erkennen wir unweigerlich einen roten, blutigen Faden der Gewalt. Eigentlich ist es kein Faden mehr, sondern eine sehr breite Schneise.

Nicht umsonst nennt Harari den Menschen den Schrecken des Ökosystems- wir sind gerade dabei unsere Lebensgrundlage so gründlich zu zerstören, dass wir uns bald von der Erde getilgt haben. Die Frage ist nur: für was?!

Links zur Folge

Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari
https://www.buch7.de/store/product_details/1023086188

Hör auf Deine Zeit totzuschlagen!

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Folge 157 - Hör auf Deine Zeit totzuschlagen!

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Magie der Zwischenmomente,
  • reden wir über die Herausforderungen die diese Momente beinhalten und
  • erörtern wir das Potential, das in diesen Momenten steckt.

Du kennst sie auch, die Zwischenmomente - wenn Du auf den Bus wartest oder im Wartezimmer sitzt. Wenn Du im Stau stehst oder in der U-Bahn sitzt. Wenn Du von einem Ort zum anderen reist. Wenn sich unerwartet ein Ereignis verzögert. Wenn Du auf die Geburt Deines Kindes wartest oder auch nur auf das Essen im Restaurant.

Das sind alles Zwischenmomente, in denen wir dazu neigen die Zeit totzuschlagen. Wir zücken unser Smartphone und checken unsere Social Media Profile. Wir lesen Zeitung oder ein Buch. Wir beschäftigen uns irgendwie. Oder wir sind genervt und hassen es zu warten.

Aber ginge es auch anders? Darüber sprechen wir in dieser Folge.

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Folge 156 - Vegan ist immer nachhaltig

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Folge 156 - Vegan ist immer nachhaltig

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Annahme vegan sei immer nachhaltig,
  • reden darüber, was tatsächlich nicht nachhaltig ist und wie wir damit umgehen und
  • erzählen Dir von Erfahrungen aus unserem Alltag

Du lebst vegan aus Gründen der Nachhaltigkeit? Aber lebst Du dann auch plastikfrei, ernährst Dich möglichst saisonal und regional, fliegst nicht und achtest auch sonst auf einen geringen CO2-Abdruck?

Der Versuch nachhaltig zu leben ist mit vielen Fallstricken verbunden und sich nur von veganen Lebensmitteln allein zu ernähren, ist zwar ein erster Schritt, aber noch längst nicht das Ziel.

Sich vegan zu ernähren kann auch ziemlich unnachhaltig sein- darüber sprechen wir in dieser Folge.

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Folge 155 - Vegan ist immer gesund

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Folge 155 - Vegan ist immer gesund

In dieser Folge

  • sprechen wir kurz über die Annahme vegan sei immer gesund,
  • reden wir über die Aussage einer Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale Berlin und
  • erzählen Dir von Erfahrungen aus unserem Alltag

Eigentlich ist es schizophren: vegan wird mit gesund gleichgesetzt, gilt aber gleichzeitig als Mangelernährung.Wenn Du etwas Veganes isst, heißt es "uii, das ist aber gesund" und dann geht wieder durch die Medien, wie ungesund doch diese veganen Fertigprodukte seien.Das es vielleicht nicht ganz so einfach ist, darüber sprechen wir in dieser Folge.

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Folge 154 - Vegan bei der Arbeit

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Folge 154 - Vegan bei der Arbeit

In dieser Folge

  • spricht Carsten über seine Erfahrungen als Veganer in der Mittagpause unter Kolleg*innen,
  • verrät Dir Carsten seine Tipps, wie Du mit typischen Sprüchen umgehen kannst,
  • erzählt Dir Carsten, warum er sich doch manchmal wie ein Alien fühlt

Als einzige Veganer*in unter Nicht-Veganer*innen in der Mittagspause zu sitzen, kann durchaus herausfordernd sein. Gerade wenn das typische "Tellergucken" stattfindet und die Kolleg*innen fragen, was Du denn da Leckeres hast.

Und dann die Fragen losgehen und die "Ach ich könnte das ja nicht" Kommentare kommen.

Carsten erzählt in dieser Folge von seinen Erfahrungen und verrät Dir, wie er solche Situationen meistert.

Gibt es ethisch-korrekten Kakao?

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Folge 153 - Ein Gespräch über ethisch-korrekten Kakao

In dieser Folge gehe ich wieder einer Hörerfrage nach und zwar hat Felix gefragt:

"Gibt es Kakao, der ohne (oder mit möglichst wenigen) Zwischenhändler*innen von einer Kooperative von Kleinbauern/Bäuerinnen verschickt/vermarktet wird und bei der auch z.B. Kinderarbeit ausgeschlossen ist und Bioanbau betrieben wird. Es soll möglichst viel vom Aufpreis auf die fairen Produkte dortbleiben, was ja selbst bei strengeren Siegeln sehr niedrig oder undurchsichtig sein kann."

Auf der Suche nach einem Gesprächspartner, der mir diese Frage beantworten kann, habe ich Herrn Hütz-Adams vom Südwind-Institut gefunden.

In diesem Interview erklärt er

  • worauf Du beim Kauf von kakaohaltigen Produkten achten solltest,
  • was Du als Konsument*in bewirken kannst und
  • worauf es beim Kauf von Bananen ankommt.

Links zur Folge

Folge 152 - Podcast-Neuigkeiten für Dich

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Folge 152 - Podcast-Neuigkeiten für Dich

In dieser Folge

  • sprechen wir darüber was sich in 2019 ändern wird und
  • bedanken wir uns für Deine Unterstützung in 2018.

Das Jahr 2018 war für uns prall gefüllt mit wunderbaren Erlebnissen. Wir durften tolle Menschen kennenlernen und haben an beeindruckenden Veranstaltungen teilgenommen.

Wie es nun in 2019 weitergeht, erfährst Du in dieser Folge.

Links zur Folge

"Tierethik - der Comic zur Debatte" von Julia Kockel und Oliver Hahn
https://www.buch7.de/store/product_details/1029813503

Gibt es ethisch vertretbare Kleidung?

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Folge 151 - Gibt es ethisch vertretbare Kleidung?

In dieser Folge gehe ich wieder einer Hörerfrage nach und zwar hat Felix gefragt:

"Gibt es Kleidung, die ohne (oder mit möglichst wenigen) Zwischenhändler*innen von einer Kooperative von Nähern/innen verschickt/vermarktet werden und bei der auch z.B. Kinderarbeit ausgeschlossen ist und Bioanbau betrieben wird. Es soll möglichst viel vom Aufpreis auf die fairen Produkte dortbleiben, was ja selbst bei strengeren Siegeln sehr niedrig oder undurchsichtig sein kann."

Auf der Suche nach einer Gesprächspartnerin, die mir diese Frage beantworten kann, habe ich Frau Dr. Ferenschild vom Südwind-Institut gefunden.

In diesem Interview erklärt sie, worauf Du bei der Kleiderwahl achten solltest und gibt Einblicke in die Komplexität der textilen Produktionskette.

Hör doch gleich einmal rein.

Fotocredit: Fritz Hofmann

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Folge 150 - Das Ende der Milchwirtschaft

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Folge 150 - Das Ende der Milchwirtschaft

In dieser Folge

  • stelle ich Dir meine Vision zum Ende der Milchwirtschaft vor,
  • erkläre ich Dir, wie wir diese Vision gemeinsam umsetzen können und
  • starte ich einen Aufruf nach Mitstreiter*innen.

Es könnte so einfach sein. Wenn wir alle Milchbetriebe in Deutschland in Kuhaltersheime umwandeln und aus den Höfen Keimzellen der Hoffnung machen würden, wären wir dem Ende der Milchwirtschaft einen großen Schritt näher gekommen.

Wir Menschen können uns wunderbar rein pflanzlich ernähren und brauchen keine Milchprodukte, um gesund zu sein.

All die Milchbetriebe und das Leiden dort sind überflüssig. Und wenn die Milchbauern und -bäuerinnen ehrlich sind, ist ein Milchbetrieb doch schon lange nicht mehr rentabel.

Lasst uns etwas Neues schaffen! Die Zeit ist reif- wir sind bereit für den Wandel!

Links zur Folge

Ist Dein Kassenzettel Dein Stimmzettel?

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Folge 149 - Ist Dein Kassenzettel Dein Stimmzettel?

In dieser Folge

  • diskutieren Carsten und ich über eine These aus Kathrin Hartmanns Buch "Ende der Märchenstunde",
  • geht es um politisches Engagement und welche Formen wirksam sind und welche nicht,
  • spoilern wir ein wenig und verraten Dir, was es in Zukunft noch für Aktionen bei uns geben wird.

Kann Dein Kassenzettel Dein Stimmzettel sein? Ist ethischer Konsum politisch? Kann ich nur etwas bewegen, wenn ich auf die Straße gehe?

Darüber diskutieren wir in dieser Folge - hör doch gleich mal rein...

Links zur Folge

"Ende der Märchenstunde" von Kathrin Hartmann
https://www.buch7.de/store/product_details/106737196

Folge 148 - Neues vom Happy Vegan Baby

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Folge 148 - Neues vom Happy Vegan Baby

In dieser Folge

  • spreche ich mit Henry und Melike über den Alltag ihres vegan-lebenden Kleinkinds,
  • erzählt Henry von den Erfahrungen im Kindergarten und
  • berichtet Henry über die Ergebnisse der Vechi-Studie.

Henry und Melike kennst Du schon aus Folge 86, in der wir auf Hörerwunsch über vegane Schwangerschaft und Stillzeit gesprochen haben.

In dieser Folge schauen wir darauf, was seitdem passiert ist und sprechen vor allem auch über ihre Teilnahme bei der Vechi-Studie und die Auswertung des Ernährungsprotokolls ihres Sohnes.

Außerdem sprechen wir über den Alltag im Kindergarten, wie das Kind zuhause ernährt wird und Henry plaudert ein wenig aus dem Nähkastchen und verrät seine Lieblingsrezepte.

Hör doch gleich mal rein.

 

Links zur Folge

Wissenschaftliche Pläne für die Kinderernährung als PDF
https://vegan-taste-week.de/vegane-kinderernaehrung-plane

Dreena Burton »Familien mit Pflanzenpower«
Leckere rein pflanzliche Rezepte nach der »Whole Foods Plant Based«-Methode. Mit vielen tollen Rezepten für Hauptmahlzeiten und einem richtig guten Bananenbrot.
https://www.buch7.de/store/product_details/1026969345

Dr. Sigrid Steeb »Vegan. Gesund«
Das rein vegane Nachfolgebuch zu »Vegetarisch. Gesund«. Alle Rezepte sind recht einfach zu kochen und sehr lecker.
https://www.buecher.de/shop/diaeten--bewusste-ernaehrung/vegan-gesund-ebook-pdf/steeb-dr-med-sigrid/products_products/detail/prod_id/42328121/

Dr. Sigrid Steeb »Vegetarisch. Gesund«
Zwar vegetarisch, aber die Rezepte enthalten nur wenig tierliche Produkte, sind leicht zu veganisieren und kommen bereits mit der veganen Option. Leckere, schnell gemachte Gerichte.
https://www.buecher.de/shop/vollwertkueche/vegetarisch-gesund-ebook-pdf/steeb-dr-med-sigrid/products_products/detail/prod_id/37509029/

Martin Kintrup »Vegan für Faule«
https://www.buch7.de/store/product_details/1022447545

Dr. Michael Greger »Das HOW NOT TO DIE Kochbuch«
https://www.buecher.de/shop/diaeten--bewusste-ernaehrung/das-how-not-to-die-kochbuch/greger-michael/products_products/detail/prod_id/49197406/

Institut für alternative und nachhaltige Ernährung, welches die VeChi-Studie durchführt.
http://ifane.org/

VeChi-Studie: Studie zur Ernährung von vegetarisch, vegan oder mit Mischkost ernährten Kindern in Deutschland, die zur Zeit durchgeführt wird.
https://www.vechi-studie.de/

Vorläufiger Bericht zu den Ergebnissen der VeChi-Studie:
https://www.vechi-studie.de/aktuelles#cc-m-header-11819753412

Vorläufiger Bericht zu den Ergebnissen der VeChi-Studie bei der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/vegane-kinderernaehrung-ohne-maengel-moeglich

Ist es verantwortungsvoll, Kinder vegan zu ernähren?
Gespräch mit Dr. Markus Keller über die erste Studie zum Thema. 
https://www.mdr.de/kultur/radio/ipg/sendung-278324.html

Welt.de: Vegetarische und vegane Ernährung von Kleinkindern kann funktionieren.
https://www.welt.de/wissenschaft/video175645007/Studie-Vegetarische-und-vegane-Ernaehrung-von-Kleinkindern-kann-funktionieren.html

Presseportal.de: Vegetarische und vegane Kinderernährung
Studie zeigt: vegetarische und vegane Ernährung funktioniert
https://www.presseportal.de/pm/128917/3921001

Folge 147 - Tierethik kurz und verständlich

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Folge 147 - Tierethik kurz und verständlich

In dieser Folge

  • stellt Carsten die beiden Bücher "Tierethik- Der Comic zur Debatte" Julia Kockel und Oliver Hahn und "Tierethik - kurz + verständlich" von Friedrike Schmitz vor,
  • erklärt Carsten warum ihm das eine Buch besser gefällt als das andere und
  • erzählen wir Dir, was Du machen musst, um das "Tierethik - kurz + verständlich" Buch zu gewinnen.

Mit Friederike Schmitz hat Carsten schon einmal im Podcast gesprochen und in dieser Folge stellen wir ihr Buch "Tierethik - kurz + verständlich" gemeinsam mit dem Tierethik-Comic vor.

Carsten erklärt Dir kurz und bündig, was Dich in beiden Büchern erwartet und wann Du diese Bücher lesen solltest.

**Datenschutzdisclaimer**

Solltest Du bei der Buch-Verlosung mitmachen wollen, benötigen wir von Dir Deine E-Mail-Adresse, um mit Dir in Kontakt treten und später auch Deine Postadresse, um Dir das Buch zusenden zu können.

Wir nutzen diese Daten nur zu dem Zweck, um Dir das Buch zuzusenden und löschen sie danach sofort wieder.

Bitte teile uns Deine Postadresse erst mit, wenn wir Dich als Gewinner*in benachrichtigen.

Wenn Du an der Verlosung teilnimmst, erklärst Du Dich mit diesen Bedingungen einverstanden.

Links zur Folge

"Tierethik - Der Comic zur Debatte" von Julia Kockel und Oliver Hahn
https://www.buch7.de/store/product_details/1029813503

"Tierethik - kurz + verständlich" von Friederike Schmitz
https://www.buch7.de/store/product_details/1030543001

Hand in Hand für Tierrechte

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Folge 146 - Hand in Hand für Tierrechte: ein Rückblick

In dieser Folge spreche ich mit Inga, Caro, Patricia, David und Markus vom Tierrechtsaktivistenbündnis über ihre Veranstaltung "Hand in Hand für Tierrechte" am 27.10.2018 in Hamburg.

Dabei schauen wir hinter die Kulissen und sprechen unter anderem darüber

  • wie viel Vorbereitungszeit die Veranstaltung gebraucht hat,
  • was die Vision war und wie nah sie dieser gekommen sind und
  • welche Tipps sie für Dich haben, wenn Du auch eine solche Veranstaltung organisieren möchtest.

Die Hand in Hand für Tierrechte Aktion ist für mich ein klarer Beweis dafür, dass eine kleine Gruppe Menschen viel bewegen kann.

Ein kleiner Hinweis zur Audioqualität: da wir im Kreis um das Mikrofon saßen, gibt es leider Lautstärkeschwankungen und auch einige Hintergrundgeräusche.

Links zur Folge

VegFund
https://vegfund.org/

Die Veranstaltung Hand in Hand vom 27.10.2018 auf Facebook:
https://www.facebook.com/events/206896350000443/

Tierrechtsaktivistenbündnis Website:
www.tierrechtsaktivistenbuendnis.de

Tierrechtsaktivistenbündnis Facebook-Seite
https://www.facebook.com/Tierrechtsaktivistenbuendnis/

Tierrechtsaktivistenbündnis Instagram-Account:
https://www.instagram.com/tierrechtsaktivistenbuendnis/

Im Gespräch mit Stefanie Herzog

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Folge 145 - Im Gespräch mit Stefanie Herzog von UnternehmensGrün

In dieser Folge

  • spricht Carsten mit Stefanie Herzog vom Verband UnternehmensGrün über dessen Rolle im Greening der Berufe,
  • erklärt Stefanie Herzog wie nachhaltiges Wirtschaften funktionieren kann,
  • berichtet Stefanie Herzog über die Werte und Ziele von UnternehmensGrün e.V.

Stefanie Herzog hat auf der Veggienale in Hamburg einen Vortrag über das Greening der Berufe gehalten und so Carstens Interesse für den Verband geweckt.

Wenn Du wissen möchtest, was es damit auf sich hat, hör doch einmal rein.

 

Links zur Folge

UnternehmensGrün e.V.
www.unternehmensgruen.de

Informationen zur Mitgliedschaft:
https://www.unternehmensgruen.org/ueber-uns/mitglied-werden

Flyer "UnternehmensGrün stellt sich vor":
Flyer als PDF

UnternehmensGrün auf
Facebook
Twitter
Instagram

Bei XING gibt es eine Gruppe "UnternehmensGrün e.V." mit über 500 Mitgliedern.

Der Von Herzen Vegan - Podcast ist da!

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Folge 144 - Der Von Herzen Vegan Podcast ist da!

In dieser Folge

  • stelle ich Dir meinen brandneuen Solopodcast "Von Herzen Vegan" vor, der ab sofort parallel zum Einfach Vegan Podcast erscheinen wird,
  • berichte ich Dir, was Dich im Von Herzen Vegan Podcast erwarten wird und
  • erzählen ich Dir von einer Aktion, die ich für die Weihnachtszeit plane.

Happy Weltvegantag!

Pünktlich zum Weltvegantag bekommst Du nun noch mehr Unterstützung für Deinen veganen Alltag und zwar- wie könnte es anders sein - in Form eines Podcasts.

Hör am besten gleich einmal rein.

Links zur Folge

Langsam reisen für Anfänger

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Folge 143 - Langsam reisen für Anfänger

In dieser Folge

  • sprechen wir über unsere aktuelle Reiseerfahrung,
  • stellen wir Dir Tipps zum fairen und nachhaltigen Reisen vor und
  • berichten wir worauf Du als Veganer*in im Urlaub achten solltest.

Wir waren unterwegs und haben das zum Anlass genommen einmal über langsames Reisen zu sprechen. Entstanden ist eine Mischung aus persönlichem Erfahrungsbericht und allgemeinen Tipps zum nachhaltigen Reisen- hör doch mal rein.

Links zur Folge

Komiko - Konsum mit Köpfchen in Bremen
https://www.komiko-bremen.de/

Podcastfolge 89 - Vegan an der Ostsee

Komm zur Aktion "Hand in Hand für Tierrechte"
https://www.tierrechtsaktivistenbuendnis.de/

Dr. Michael Gregers "How not to die"

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Folge 142 - Dr. Michael Gregers "How not to die"

In dieser Folge

  • stellen wir das Buch "How not to die" von Dr. Michael Greger vor,
  • erzählt Dir Carsten wann Du das Buch unbedingt lesen solltest und
  • gibt Carsten Kostproben aus dem Buch zum Besten um Deinen Lesereiz anzukitzeln

"How not to die" von Dr. Michael Greger ist ebenso ein Klassiker, wie die China Study, wenn es um den Vorteil von pflanzenbasierter Ernährung geht. Kein Wunder also, dass Carsten es unbedingt lesen und rezensieren musste.

Links zur Folge

"How not to die" von Dr. Michael Greger
https://www.buch7.de/store/product_details/1026973596

"Das How not to die Kochbuch" von Dr. Michael Greger
https://www.buch7.de/store/product_details/1031726094

Nutritionfacts
https://nutritionfacts.org/

Nutritionfacts Podcast
https://nutritionfacts.org/audio/

Daily Dozen Challenge
https://nutritionfacts.org/daily-dozen-challenge/

Daily Dozen App
Apple iTunes | Google Play

Folge 141 - Vegan in der Grundschule

Ein Beitrag

Folge 141 - Vegan in der Grundschule

In dieser Folge

  • sprechen wir über unsere Erfahrungen mit dem Thema "vegan" in der Grundschule,
  • berichten wir, wie wir vorbereitet haben und
  • erzählen wir Dir von dieser einen Sache, auf die wir so gar nicht vorbereitet waren.

Wenn Dein Kind in die Schule kommt, bekommt es meist auch Mittagessen dort und so gehört es zum Standardprozedere, dass Du erstmal sicher stellst, dass Dein Kind auch vegan verpflegt werden kann.

Was Du darüber hinaus noch bedenken solltest und welche unerwarteten Hindernisse auf unserem Weg aufgetaucht sind, darüber sprechen wir in dieser Folge.

Links zur Folge

Komm zur Aktion "Hand in Hand für Tierrechte"
https://www.tierrechtsaktivistenbuendnis.de/

Wie viel Zeit braucht nachhaltiger Konsum?

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Folge 140 - Wie viel Zeit braucht weniger und ethisch korrekterer Konsum?

In dieser Folge

  • beantworten wir die Hörerinnenfrage "Wie viel Zeit braucht weniger und ethisch korrekterer Konsum?" aus unserer Sicht,
  • erzählen wir Dir, an welchen Punkten wir wie viel Zeit investieren und
  • berichten wir, welche Erfahrungen wir im Alltag damit gemacht haben.

Tatsächlich ist es in unserer Kultur des alles immer, wie Harald Welzer sie nennt und zu Zeiten von Amazon Prime, eher untypisch viel Zeit in Konsum zu investieren. Eigentlich bekommen wir alles sofort oder spätestens am nächsten Tag.

Auf ein Buch eine Woche oder länger warten zu müssen, ist eher ungewöhnlich und statt mal schnell etwas im Internet zu bestellen, länger zu recherchieren wo es dieses Produkt gebraucht gibt, ebenso.

Wenn Du aber versuchst konsequent Deinen Werten zu folgen, investierst Du unweigerlich mehr Zeit in Deinen täglichen Konsum.

Über unsere Erfahrungen damit sprechen wir in dieser Folge.

Folge 139 - Wie machen wir vegan sexy?

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Folge 139 - Wie machen wir vegan sexy?

In dieser Folge

  • diskutieren wir darüber, wie wir den Veganismus attraktiver gestalten können,
  • stellen wir Dir verschiedene Ansichten vor und
  • laden wir Dich ein, mit uns zu diskutieren.

Als ich am Samstag auf dem veganen Straßenfest in Hamburg am Stand der Albert-Schweitzer-Stiftung ausgeholfen habe, stellte einer der Aktivisten die Frage, wie wir es schaffen könnten den Veganismus aus der radikalen Ecke herauszuholen.

Auch wenn ich ad hoc keine Antwort darauf hatte, hat diese Frage in mir nachgeklungen und ich möchte sie an Dich weitergeben.

Folge 138 - How to be a perfect vegan

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Folge 138 - How to be a perfect vegan

In dieser Folge

  • erzähle ich Dir von einer Rückmeldung, die ich zu meiner Webinarreihe erhalten habe,
  • machen wir uns auf die Suche nach DEM goldenen Argument, das Dich in jeder Situation gelassen bleiben lässt,
  • erkläre ich Dir, wie ich meinen Weg gefunden habe.

Ich höre und lese so oft von DEN Veganern- ganz ehrlich? Das ist genauso wie DIE Russen. Nur weil jemand vegan lebt, heißt das noch lange nicht, dass er*sie die gleichen Werte hat wie andere Veganer*innen. Manchmal eint die beiden nur die rein pflanzliche Ernährung.

Und genauso wie es nicht DIE Veganer gibt, gibt es auch nicht DIE Nicht-Veganer. Schon allein die Spaltung ist schwierig. Es gibt Menschen mit Werten, die sie in unterschiedlichen Intensitätsstufen leben.

Warum diese Herangehensweise so wichtig ist und wie Dir das auf der Suche nach DEM goldenen Argument helfen kann, erfährst Du in dieser Podcastfolge.

Degrowth - Handbuch für eine neue Ära

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Folge 137 - Degrowth - Handbuch für eine neue Ära

In dieser Folge

  • stellt Carsten das Buch "Degrowth - Handbuch einer neuen Ära" vor,
  • erklärt Carsten, wann Du das Buch lesen solltest und wann nicht und
  • gehen wir auf einige Punkte auch inhaltlich ein.

Klappentext: "Unter dem Schlagwort »Degrowth« bringen Autoren wie Tim Jackson oder Serge Latouche die wichtigsten Begriffe auf den Punkt, diskutieren über »Autonomie«, »Commons « und »Peak Oil«, entdecken alte Werte wie »Einfachheit« neu und plädieren für »Worksharing« oder »Jobgarantien«. Eine unverzichtbare Quelle für den anstehenden gesellschaftlichen Wandel."

Links zur Folge

Folge 136 - Wer oder was ist Vegan Nation?

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Folge 136 - Wer oder was ist Vegan Nation?

In dieser Folge

  • stellt Carsten die Vegan Nation vor,
  • erklärt Carsten was es mit dem VeganCoin auf sich hat und
  • diskutieren wir darüber wie nachhaltig die Idee ist.

Vor einigen Wochen habe ich eine Einladung zum Treffen der VeganNation in Hamburg erhalten und weil ich neugierig bin, habe ich zugesagt.

VeganNation möchte die globale, vegane Community zusammenbringen und ihr eigene Währung, den VeganCoin, verschaffen. Eine charmante Idee, dennoch bin ich hin- und hergerissen zwischen meinem Wunsch nach einer Postwachstumsökonomie und Privatsphäre einerseits und dem Verständnis für eine starke Community.

Meine Einladung an Dich: hör Dir unsere Argumente an und sag uns Deine Meinung, per E-Mail oder gleich hier in den Kommentaren.

Links zur Folge

Folge 135 - Die Mutter als Maschine

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Folge 135 - Die Mutter als Maschine

In dieser Folge sprechen wir über die systematische Ausnutzung von Müttern und die Maschinisierung des Schöpfungsaktes.

Es ist ein Appell nicht länger wegzuschauen, sondern den Blick auf dieses perfide System zu richten, das wir im Namen der Volksgesundheit errichtet haben.

Ein System, das mittlerweile nur noch besteht, weil wir es nicht schaffen auf Käse zu verzichten oder der Meinung sind, dass nur Milch uns die lebenswichtigen Nährstoffe geben kann.

Ein System, das Leben wie am Fließband produziert und vernichtet. Das Mütter zu Maschinen macht. Das das Wunder des Lebens zu einem kleinen Rädchen in der Milchwirtschaft degradiert.

Wann hören wir endlich auf dieses System zu verharmlosen? Wann schauen wir endlich hin?

Links zur Folge

Gesund vegan leben mit Dirk Meyer

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Folge 134 - Gesund vegan leben mit Dirk Meyer

Diese Folge ist auf Wunsch unseres Steady-Enthusiasten Thomas entstanden.

Thomas hat uns Anfang des Jahres geschrieben: "Neujahresvorsatz. Durch viele einfache, vegane Gerichte mit Nudeln und Reis habe ich bedauerlicherweise die letzten Monate merklich zugenommen. Was gibt es für Wege gleichzeitig den Tieren und dem Bauchumfang gerecht zu werden?"

Um diese Frage zu beantworten, habe ich den Ernährungsberater Dirk S. Meyer hinzugezogen, der Dir in dieser Folge nun verrät, wie Du gesund vegan leben kannst, ohne zuzunehmen.

Hör doch gleich einmal rein...

Links zur Folge

Ernährungsberatung mit Dirk Meyer
www.einfachsovegan.de

Coaching mit Dirk Meyer
www.herz-plus-verstand.de/coaching

Dirks Podcast "Resonanz"
www.herz-plus-verstand.de/podcast

Dr. Greger – Das HOW NOT TO DIE Kochbuch: Mehr als 100 Rezepte, die helfen Krankheiten vorzubeugen und zu heilen
http://amzn.to/2D76eph (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Dr. McDougall – Die High-Carb-Diät: Abnehmen Mit Den Richtigen Kohlenhydraten
http://amzn.to/2Fp3mpR (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Julia Lechner & Anton Teichmann – High Carb Vegan: Die gesunde Low Fat Küche
http://amzn.to/2oWFPp1 (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Alfons Grabher – Vegan ohne Fett+Öl? Ein paar wissenschaftliche Fakten, kurze Geschichten und sehr einfache Rezepte
http://amzn.to/2oRQQJ2 (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Maria Sanchez - Sehnsucht und Hunger
https://www.sehnsuchtundhunger.de/

Lasst uns über Privilegien sprechen.

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Folge 133 - Lasst uns über Privilegien reden.

In dieser Folge

  • sprechen wir über vier Essays, die Dr. Melanie Joy auf der Plattform PlantBasedNews veröffentlicht hat,
  • erklärt Carsten, wie sich die Essays von ihrem Buch "Beyond Beliefs" unterscheiden und
  • diskutieren wir über die Anwendung effektiver Kommunikation.

Unser Hörer Sid hat uns auf die Essays aufmerksam gemacht und gefragt in wie weit sich diese von dem Buch "Beyond Beliefs" unterscheiden würden.

Nach der Lektüre der Essays war klar: sie verdienen eine eigene Podcastfolge, da sie zwar einige Überschneidungen zum Buch haben, aber doch auch völlig andere Bereiche thematisieren.

Hör doch gleich einmal rein...

Links zur Folge

Was ist eigentlich so schlimm an Palmöl?

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Folge 132 - Was ist eigentlich so schlimm an Palmöl?

In dieser Folge

  • beleuchten wir endlich das Thema "Palmöl" von allen Seiten,
  • berichtet Carsten von seinen Rechercheergebnissen und
  • erklären wir Dir, wie Du auf Palmöl verzichten kannst.

Das Thema Palmöl beschäftigt uns schon eine ganze Weile und da es immer wieder Kontroversen darum gegeben hat, war es uns wichtig endlich eine komplette Folge zu diesem Thema zu veröffentlichen.

Wir haben versucht wirklich alle Facetten zu berücksichtigen, wobei es natürlich immer möglich ist noch weiter in die Tiefe zu gehen.

Tipps zum Vertiefen und Weiterlesen findest Du in den Shownotes.

Links zur Folge

Abkürzungen / Produktbezeichnungen
https://www.plattform-footprint.de/wp-content/uploads/2013/10/Deklarationen-Palmoel.pdf
http://www.umweltblick.de/index.php/palmoel/deklarationen-von-palmoel/95-deklarationen-von-palmoel

App zum Erkennen von Palmöl
Codecheck.info (setzt aber die neustes iOS-Version voraus und läuft damit nicht auf älteren Geräten / keine Android-Erfahrung)

PoP: Die App der Kampagne ZeroPalmöl
http://www.zeropalmoel.de/content/zero (Diese App dient allerdings nicht zur Erkennung von Palmöl in Produkten, sondern liefert eine Datenbank von palmölfreien Artikeln.)

Grafik zu den größten Palmölverarbeitern und ihren Marken
http://www.fansfornature.com/palmoel.html

Podcastfolge 36 - Aus kontrolliertem Raubbau

Wie nachhaltig sind Banken?

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Folge 131 - Wie nachhaltig sind Banken?

In dieser Folge

  • spreche ich mit Vertretern der Triodos, der GLS Bank und Ulrike Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen über nachhaltige Geldanlagen,
  • frage ich unter anderem, was Banken eigentlich finanzieren und wie sich nachhaltige Banken davon unterscheiden und
  • frage ich auch, wie sich die Triodos und die GLS Bank zur Massentierhaltung positionieren.

Diese Folge ist auf Wunsch unserer Hörerin Mara entstanden, die mich nicht nur mit den beiden oben genannten Fragen, sondern auch mit den folgenden Interviewfragen versorgt hat:

  • Was bedeutet nachhaltig in Bezug auf Geld?
  • Ist es möglich Geld ausschließlich in vegane Projekte anzulegen?

Herausgekommen ist eine facettenreiche Folge, mit vielen Tipps rund um die nachhaltige Geldanlage. Hör doch gleich einmal rein.

Links zur Folge

GLS-Bank
www.gls.de

Triodos-Bank
www.triodos.de

Ethik-Bank
www.ethikbank.de

Projekt der Verbraucherzentrale Bremen: "Geld bewegt - Anlegen für Mensch und Umwelt"
www.geld-bewegt.de/

Banken- und Produktcheck
www.geld-bewegt.de/produktcheck

"Und was macht eigentlich Ihr Geld?"
fairfinanceguide.de/

Folge 130 - Kann Geld nachhaltig sein?

Ein Beitrag

Folge 130 - Kann Geld nachhaltig sein?

In dieser Folge

  • spreche ich mit Ulrike Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen über nachhaltige Geldanlagen,
  • berichtet Frau Brendel über die Arbeit der Verbraucherzentrale in der Finanzbildung und
  • gibt Frau Brendel Tipps, was Du tun kannst, wenn Du auch im Bereich Geld nachhaltig handeln möchtest.

Ich war auf der Suche nach einer neutralen Ansprechpartnerin zum Thema nachhaltiges Geld und da wurde mir Frau Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen empfohlen. Sie leitet das Projekt „Gut fürs Geld, gut fürs Klima“, das auch über die Webseite geld-bewegt.de informiert.

Links zur Folge

Projekt der Verbraucherzentrale Bremen: "Geld bewegt - Anlegen für Mensch und Umwelt"
https://www.geld-bewegt.de/

Banken- und Produktcheck
https://www.geld-bewegt.de/produktcheck

Schulmaterial im Bereich nachhaltige Geldanlagen
http://www.facing-finance.org/de/news-media/deutsch-schulmaterial/

"Und was macht eigentlich Ihr Geld?"
http://fairfinanceguide.de

Folge 129 - Vegan for Profit

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Folge 129 - Vegan for Profit

In dieser Folge

  • berichtet Carsten von der Osterakademie, die am Karfreitag und Ostersamstag 2018 statt gefunden hat,
  • erzählt Carsten an welchen Workshops er teilgenommen hat und
  • erklärt Carsten, welchen Hintergrund die Osterakademie hatte.

Am 30. März und 1. April 2018 hat in Hamburg die Osterakademie des Bündnis Marxismus und Tierbefreiungsbewegung stattgefunden. Es ging dabei vor allem um die Zukunft der Bewegung.

Links zur Folge

Osterakademie 2018 in Hamburg
https://osterakademie.jimdo.com/

Folge 128 - Die grüne Lüge

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Folge 128 - Die grüne Lüge

In dieser Folge

  • spreche ich (Stefanie) mit Svenja Sgodda über das Buch "Die grüne Lüge" von Kathrin Hartmann,
  • besprechen wir welche Inhalte uns besonders bewegt haben und
  • erörtern wir, was Du nach der Lektüre tun kannst.

Zu dieser Buchbesprechung habe ich Svenja Sgodda eingeladen, da sie sich im Vorfeld schon sehr stark mit dem Buch auseinandergesetzt hatte und ich es spannend fand, ihre Sicht auf das Buch zu erfahren.

Svenja hat eine ganze zeitlang auf apfelmaedchen.de zu den Themen Nachhaltigkeit und Minimalismus gebloggt. Sie ist die Veranstalterin der MinimalKon, ist selbst Minimalistin und lebt seit vielen Jahren vegan.

Damit ist sie die perfekte Gesprächspartnerin für die Buchbesprechung von "Die Grüne Lüge". Hör doch einfach einmal rein...

Links zur Folge

Wie Du entspannt mit Nicht-Veganern lebst

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Folge 127 - Beziehungen zwischen Veganern und Nicht-Veganern

In dieser Folge

  • stellen wir Dir das Buch "Beyond Beliefs - A Guide to improving relationships and communication for vegans, vegetarians, and meat eaters" von Dr. Melanie Joy vor,
  • sprechen wir über die einzelnen Kapitel und
  • erklären wir Dir, an wen sich dieses Buch richtet.

Dieses Buch von Dr. Melanie Joy gibt es momentan nur auf Englisch, soll es aber bald auch auf Deutsch geben. Es beinhaltet nicht nur Hintergrundinformationen über das Konfliktpotential in vegan- nicht-veganen-Partnerschaften, sondern liefert auch einige Werkzeuge, mit denen Du Deine Beziehungen entspannen kannst.

Und da wir das Buch gekauft haben, verlosen wir es in dieser Folge auch- hör doch gleich einmal rein.

Links zur Folge

Beyond Beliefs - A guide to improving relationships and communication for vegans, vegetarians and meat eaters
https://www.buch7.de/store/product_details/1030436818

Podcastfolge 113 - Achtsamkeit im Ehrenamt

Folge 62 - Vegan nervt aka Karnismus

Folge 126 - Wofür sind Tiere da?

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Folge 126 - Wofür sind Tiere da?

In dieser Folge

  • stellt Carsten das Buch "Tierrechte - Eine interdisziplinäre Herausforderung" vor,
  • sprechen wir über unser erstes Webinar, das am 4. Juli stattfinden wird und
  • hörst Du einige Nicht-Veganer*innen, die die Frage "Wofür sind Tiere da?" beantwortet haben.

Wenn Du uns schon länger zuhörst, weißt Du, dass wir fleißig O-Töne sammeln, zu Fragen, die uns wichtig sind. Heute hörst Du nun den ersten Schwung der Antworten auf die Frage "Wofür sind Tiere da?".

Es ist wieder die gesamte Bandbreite vorhanden und einige interessante Zwischentöne- hör doch einfach mal rein :-)

Links zur Folge

Folge 125 - Wie vegan ist Wein?

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Folge 125 - Wie vegan ist Wein?

In dieser Folge

  • halten wir es mal kurz und knapp,
  • erklärt der Winzer Harald Scholl im Mini-Interview, wie vegan Wein sein kann und worauf Du achten solltest und
  • erzählt Carsten vom neusten Stand seines Fotoprojekts "Die Banalität der Tierfabriken".

Was ist denn eigentlich nicht vegan an Wein und warum sind manche Flaschen vegan gelabelt und manche nicht?

Und wenn ein Wein als vegan gelabelt ist- worauf bezieht sich das Label dann?

Diese Fragen beantwortet der Winzer Harald Scholl im Mini-Interview, das ich mit ihm auf der Veggienale in Hannover geführt habe. Kurz und knackig- aber alles drin :-)

Links zur Folge

Folge 124 - Leben ohne Supermarkt

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Folge 124 - Leben ohne Supermarkt

In dieser Folge

  • erzählt Carsten von der Veranstaltung "Leben ohne Supermarkt" vom KEBAP,
  • berichtet Carsten welche Intiativen sich an der Diskussion beteiligt haben und
  • erklärt Carsten welche Möglichkeiten es gibt ohne Supermarkt zu leben.

Im Rahmen des Programms „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums hat der KEBAP e.V. das Projekt "Eine Klimaküche für Altona" initiiert.

Beim ersten Diskussionsabend ging es um das Thema "Leben ohne Supermarkt". Carsten war dabei und berichtet in dieser Folge davon.

Links zur Folge

Earthumanimal: ein Rückblick

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Folge 123 - Earthumanimal: ein Rückblick

In dieser Folge

  • spreche ich nach vielen Monaten Pause endlich wieder mit Aiko über ihr Projekt "Earthumanimal"
  • erzählt Aiko, wie ihr seit der letzten Podcastfolge ergangen ist und
  • berichtet Aiko, wo sie jetzt ist und wie ihr Leben aktuell aussieht.

Das Projekt "Earthumanimal", das vor einem Jahr in Hamburg startete, ist nun beendet. Aiko und Peter haben alle drei Stationen, die sie geplant hatten, bereist und viele Erfahrungen gesammelt.

Als wir die letzte Folge aufgenommen haben, waren Aiko und Peter gerade in Ecuador, mitten im Dschungel, haben sich rohvegan ernährt. Das war Station 2, Human.

Wie es damals weiterging, was dann in Australien, Station 3- Animal, passierte und wo sich Aiko und Peter heute befinden, das hörst Du in dieser inspirierenden Podcastfolge.

Links zur Folge

Folge 122 - Im Gespräch mit Friederike Schmitz

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Folge 122 - Im Gespräch mit Friederike Schmitz

In dieser Folge

  • spricht Carsten mit der Philosophin und Autorin Friederike Schmitz über Tierethik,
  • gibt Friederike einen Überblick über die Grundlagen der Tierethik und
  • erklärt Friederike wie sie mit Kindern über Tierethik spricht.

Friederike Schmitz ist nicht nur Tierrechtlerin und Autorin, sondern auch Referentin und in dieser Tätigkeit haben wir sie auf der VeggieWorld in Hamburg erlebt.

Carsten hat daraufhin die Chance ergriffen und Friederike um ein Interview zum Thema Tierethik gebeten und herausgekommen ist ein wunderbar vielseitiges. leichtes Gespräch, das durchaus in die Tiefe geht, aber nicht zu schwer wird.

Friederike erzählt von ihren Erfahrungen mit Workshops, die sie in Schulen gibt und erklärt unter anderem warum auch Kneipengespräche tierethische Diskussionen sein können.

Hör am besten gleich einmal rein.

Links zur Folge

Folge 121 - Wie nimmst Du Veganer wahr?

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Folge 121 - Wie nimmst Du Veganer wahr?

In dieser Folge hörst Du, was NICHT-Veganer*innen auf die Frage "Wie ist Deine Außenwahrnehmung von Veganer*innen" antworten.

Es ist wieder sehr spannend und die Bandbreite geht von sehr positiv über neutral bis hin zu sehr negativ- alles ist dabei.

Hör doch einfach mal rein.

Was machst Du, wenn Dir alles zuviel wird?

Ein Beitrag

Folge 119 - Was machst Du, wenn Dir alles zuviel wird?

In dieser Folge lassen wir wieder andere Veganer*innen zu Wort kommen.

Wir haben auf veganen Messen und bei anderen Gelegenheiten immer wieder Veganer*innen die Frage gestellt: Was machst Du, wenn Dir alles zuviel wird (in Bezug auf das Tierleid)?

Die verschiedenen Antworten hörst Du in dieser Folge.

Folge 118 - Wenn Eltern vegan werden

Ein Beitrag

Folge 118 - Wenn Eltern vegan werden

In dieser Folge

  • sprechen wir über unsere Erfahrungen als nicht-vegane Eltern, die dann vegan wurden,
  • erzählen wir Dir von unseren Herausforderungen und Hindernissen und
  • erklären wir Dir, warum wir auch heute noch nicht "fertig" sind.

Von Veganer*innen, die Eltern werden, habe ich schon viele Erfahrungsberichte gelesen.

Wir wollen in dieser Folge Einblick in unsere Erfahrungen als Eltern geben, die erst nach der Geburt ihres Kindes vegan geworden sind.

Wenn Dein Wertesystem sich ändert und Du Deinem kleinen Kind erklären musst, warum es ab heute keine tierlichen Produkte mehr gibt, ist das definitiv herausfordernd. Aber hör einfach selbst...

Links zur Folge

Das Interview mit Udo Taubitz bei "Ich bin jetzt vegan"
http://www.ichbinjetztvegan.de/podcast010/

 

Im Gespräch mit der Nature Community

Ein Beitrag

Folge 117 - Im Gespräch mit der Nature Community

In dieser Folge

  • spreche ich mit Brigitte Schedler von der Nature Community,
  • erzählt Brigitte, was die Nature Community ist und wie die Gemeinschaft entstanden ist,
  • sprechen wir darüber, welche Vision hinter der Nature Community steht

Die Nature Community ist ein Zusammenschluss aus Gleichgesinnten, die in einem Feriendorf in der Oberpfalz neue Formen von Gemeinschaft erproben.

Eine Basis ist die vegane Ernährung, weshalb die Nature Community für mich so interessant ist.

Ich finde es sehr spannend, wie hier eine Idee umgesetzt wird, die von einer starken, großen Vision getragen wird.

Wenn Du die Möglichkeit hast, besuche die Nature Community unbedingt- Du kannst dort einfach als Hotelgast übernachten, Dich aber auch an der Entstehung beteiligen und als Gasthelfer*in dort arbeiten.

Die Nature Community ist so unglaublich inspirierend, dass Du jede Chance nutzen solltest, sie kennenzulernen. Dazu bietet die Community Infoveranstaltungen und Kennlernwochenenden an, aber auch die Möglichkeit als Gasthelfer*in dort mitzuarbeiten.

Links zur Folge

Alles über die Nature Community
gemeinschaft.nature.community

So kannst Du mithelfen in der Nature Community:
Workcamp 2018
Gasthelfer*in

Folge 116 - Ich bin veganer als Du!

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Folge 116 - Ich bin veganer als Du!

Diese Folge ist als Antwort auf eine Frage unserer Steady-Enthusiasten entstanden:

Eine Frage, die mir beim Hören eurer O-Töne in den Sinn kam. Ein paar besuchten laut eigener Aussage die Events "um sich über die Neuveganer lustig zu machen". Man bekommt es ja ab und zu mit, dass "Altveganer" Neulinge belächeln. Dieses "ich bin true und du nicht" kannte ich eigentlich nur in meiner Jugend als Metaler. Ganz verstehe ich das aber nicht: anstatt sich über die wachsende Zahl der Veganer und veganen Produkte zu freuen (alleine beim Backwerk habe ich heute zwischen 4 belegten Produkten wählen können) scheint man sich eher an Trend zu stören. Liegt es hier an der Verlustangst der Einzigartigkeit und Befürchtung des Untergangs in der Masse? Was würdet ihr das analysieren?

Wir werden darauf auch noch einmal in einer weiteren Folge eingehen.

Folge 115 - Wie vegan bist Du?

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Folge 115 - Wie vegan bist Du?

In dieser Folge hörst Du 33 Minuten Antworten von Veganer*innen auf die Frage "Wo ziehst Du Deine persönliche Grenze in bezug auf das vegane Leben?".

Insgesamt haben wir nun schon eine Stunde und 15 Minuten Antworten auf diese Frage gesammelt und freuen uns, Dir die neusten Antworten in dieser Folge präsentieren zu können.

Folge 114 - Unterwegs auf veganen Messen

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Folge 114 - Unterwegs auf veganen Messen

In dieser Folge

  • plaudern Carsten und ich über unsere Erfahrungen auf der Veggienale in Hannover und der VeggieWorld in Hamburg,
  • erzählen wir Dir, was es Neues bei uns gibt und
  • erfährst Du, womit wir uns momentan am meisten beschäftigen.

Nach den vielen Interviews, Buchrezensionen und ernsten Themen geht es in dieser Folge mal etwas lockerer zu... :-)

Achtsamkeit im Ehrenamt

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Folge 113 - Achtsamkeit im Ehrenamt mit Alexandra Rosit-Hering

In dieser Folge

  • spreche ich mit Alexandra Rosit-Hering über das Thema Achtsamkeit im Ehrenamt,
  • gibt Alexandra Tipps, wie Du weiterhin als Veganer*in aktiv sein kannst, aber nicht ausbrennst und
  • erklärt Alexandra woran Du erkennen kannst, ob Du einem Burnout schon sehr nahe bist.

Alexandra hat eine wunderbare Stimme, die Dich beim bloßen Zuhören gleich entspannt und ich freue mich sehr, dass ich sie für dieses Gespräch gewinnen konnte. 

Als aktive*r Veganer*in hast Du es nicht immer leicht und es gibt viele von uns, die sich zwischen Vollzeitjob und Ehrenamt zerreiben.

Alexandra gibt Dir viele alltagstaugliche Tipps, die Du gleich umsetzen kannst und macht sogar eine kleine Übung mit Dir - hör doch gleich mal rein...

Links zur Folge

Hier findest Du Alexandra Rosit-Hering
www.neuaufgestellt.de

Vegan unterwegs mit Dirk Meyer

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Folge 112 -  Vegan unterwegs mit Dirk Meyer

In dieser Folge

  • habe ich den Ernährungsberater Dirk Meyer zu Gast,
  • spreche ich mit Dirk über seine Tipps, wie es gelingt auch unterwegs vegan zu leben und
  • plaudern wir darüber, wie Dirk sich auf seine Arbeit im Außendienst vorbereitet.

Ich habe Dirk Meyer auf der Veggienale 2016 in Hamburg kennengelernt, wo wir beide an einer Podiumsdiskussion teilgenommen haben. Seitdem sehen wir uns immer wieder auf verschiedenen Messen und so lag es nahe Dirk zu fragen, wie er sich denn unterwegs ausgewogen vegan ernährt.

Dirk ist nicht nur Ernährungsberater und Coach, sondern auch für einen Ökostromanbieter auf Messen unterwegs und reist somit ziemlich viel durch Deutschland.

Wie er dabei nicht verhungert und wie Du das auch schaffst, erzählt er in diesem Interview.

Links zur Folge

Ernährungsberatung mit Dirk Meyer
www.einfachsovegan.de

Coaching mit Dirk Meyer
www.herz-plus-verstand.de/coaching

Dirks Podcast "Resonanz"
www.herz-plus-verstand.de/podcast

Dr. Greger – Das HOW NOT TO DIE Kochbuch: Mehr als 100 Rezepte, die helfen Krankheiten vorzubeugen und zu heilen
http://amzn.to/2D76eph (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Dr. McDougall – Die High-Carb-Diät: Abnehmen Mit Den Richtigen Kohlenhydraten
http://amzn.to/2Fp3mpR (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Julia Lechner & Anton Teichmann – High Carb Vegan: Die gesunde Low Fat Küche
http://amzn.to/2oWFPp1 (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Alfons Grabher – Vegan ohne Fett+Öl? Ein paar wissenschaftliche Fakten, kurze Geschichten und sehr einfache Rezepte
http://amzn.to/2oRQQJ2 (Amazon Affiliate Link, mit dem Du Dirk unterstützt)

Wie vegan ist die Autoherstellung?

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Folge 111 - Wie vegan ist die Autoherstellung?

Diese Folge ist ursprünglich als Extrafolge für unsere Steadyunterstützer entstanden.

Dirk hat uns gefragt, ob wir einmal recherchieren könnten wie vegan die Fahrzeugherstellung ist und Carsten hat sich dieser Fragestellung gleich angenommen und nicht nur recherchiert, sondern auch Fahrzeughersteller angeschrieben.

Ob es ein veganes Auto gibt und welche Macht Du als Konsument*in hast, darüber sprechen wir in dieser Folge.

Folge 110 - Wohlstand ohne Wachstum

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Folge 110 - Wohlstand ohne Wachstum

In dieser Folge

  • stellt Dir Carsten das Standardwerk "Wohlstand ohne Wachstum" von Tim Jackson vor,
  • erklärt Dir Carsten wann Du dieses Buch lesen solltest und
  • diskutieren wir einige Aspekte des Buchs.

Was mir gerade erst bei der Linkrecherche klar geworden ist: es gibt seit letztem Jahr ein Update zu "Wohlstand ohne Wachstum". Das Buch haben wir noch nicht gelesen, werden es aber noch nachholen und dann, wenn es nennenswerte Neuerungen gibt, in einer weiteren Folge vorstellen.

Und es bleibt für mich dabei: Du hast es in der Hand, wenn Du Dein Konsumverhalten änderst, dann schaffen wir den Wandel!

Links zur Folge

Buch "Wohlstand ohne Wachstum" von Tim Jackson
https://www.buch7.de/store/product_details/1020660078

Buch "Wohlstand ohne Wachstum - ein Update" von Tim Jackson
https://www.buch7.de/store/product_details/1028754873

Buddhistische Weisheiten im Alltag

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Folge 109 - Buddhistische Weisheiten im Alltag

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Kunst im Moment zu leben,
  • lese ich Dir buddhistische Weisheiten vor und
  • berichten wir Dir von unseren Alltagserfahrungen.

Bücher finden manchmal auf verschlungenen Pfaden zu mir. Ich höre von ihnen, ich sehe sie oder sie werden mir geschenkt. Dann verleihe ich sie und vergesse, dass ich sie je besessen habe und auf einmal sind sie wieder da.

Und dann lese ich das Buch noch einmal und stelle fest, dass es mir ganz andere Weisheiten offenbart, als beim ersten Lesen.

Ist Dir das auch schon so ergangen?

Du kennst das Gleichnis vom Fluss- Du kannst Dich nie in denselben Fluss hineinstellen, denn wenn Du es tust, hast Du Dich schon verändert und auch das Wasser im Fluss ist ein anderes als zuvor. Panta rhei - alles fließt und so ist kein Moment wie ein anderer.

Wenn Du ein Buch erneut liest, wird es andere Saiten in Dir zum Klingen bringen, als beim vorangeganenen Mal.

Links zur Folge

Buch "Die Kuh, die weinte" von Ajahn Brahm
https://www.buch7.de/store/product_details/104325191

Buch "Du bist ein Geschenk für die Welt" von Thich Nhat Hanh
https://www.buch7.de/store/product_details/1010604605

Folge 108 - Human Animal Studies

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Folge 108 - Human Animal Studies

In dieser Folge

  • stellt Carsten das Buch "Human Animal Studies" vom Chimaira Arbeitskreis vor,
  • erklärt er, wann Du das Buch lesen solltest und
  • hörst Du eine brandneue Folge von "Ein bisschen Kuhmilch"

Zugegeben, das Buch "Human Animal Studies" wirkt erstmal ziemlich trocken, sind es doch wissenschaftliche Arbeiten, die sich in dieser Sammlung befinden.

Carsten hat das Buch dennoch komplett gelesen und festgestellt, dass es ein umfassendes Bild des noch jungen Forschungszweigs abbildet.

Vom Tier in unserer Sprache, über Tiergeschichtsschreibung, konstruierte Andersartigkeit, queer-theoretische Betrachtungen, Sexismuskritik und Tierversuche hin zur visuellen Repräsentation der Tierrechtsbewegung und dem Verhältnis von Hardcore-Szene zu veganer Biografie.

Der Chimaira Arbeitskreis hat auch noch zwei weitere Sammelbände und diverse Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht. Schau doch mal auf ihrer Webseite vorbei.

Links zur Folge

Webseite zum Buch "Human Animal Studies"
http://www.chimaira-ak.org/publikationen/human-animal-studies/

Es ist nicht alles grün, was Bäume pflanzt

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Folge 107 - Es ist nicht alles grün, was Bäume pflanzt

In dieser Folge hat Carsten eigentlich mit Felix Finkbeiner über sein Projekt "Plant for the Planet" und das One Trillion Tree Project gesprochen.

Da es im Laufe der Zeit immer wieder Kritik an der Glaubwürdigkeit der Stiftung gegeben hat, haben wir uns entschlossen, diese Folge zu entfernen und stattdessen eine Stellungnahme zu veröffentlichen.

Ganz nach dem Leitsatz: "Es ist nicht alles grün, was Bäume pflanzt".

 

Links zur Folge

Folge 106 - Das bisschen Kuhmilch

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Folge 106 - Das bisschen Kuhmilch

Ich kenne mittlerweile einige Cafés, in denen alle Nahrung vegan ist, außer der Kuhmilch.

Immer drängender summte es da in mir "Das bisschen Kuhmilch kann so schlimm nicht sein..." und in dieser Folge musste dann alles raus.

Wir singen und sprechen über das Thema Kuhmilch und eine Möglichkeit dem Dilemma zu entrinnen, in das wir alle geraten, wenn wir von Herzen vegan leben.

Links zur Folge

Veganer sind einfach die besseren Menschen

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Folge 105 - Veganer sind einfach die besseren Menschen Vol.3

"Sind Veganer die besseren Menschen?" - diese Frage haben wir in unser Standardfrageportfolio aufgenommen, das wir Veganer*innen stellen, wenn wir unterwegs sind.

Bisher haben wir dazu 18 Minuten O-Töne gesammelt und in den Antworten findet sich die komplette Bandbreite von ja bis nein mit allen Graustufen dazwischen wieder.

Links zur Folge

Die gelenkte Konsumgesellschaft

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Folge 104 - Die gelenkte Konsumgesellschaft

In dieser Folge

  • erzählt uns Carsten von der ZDFneo Dokumentation "Die gelenkte Konsumgesellschaft",
  • sprechen wir über geplante Obsolenz und Marketingmaschen,
  • berichtet Carsten von den unsäglichen Methoden der Pharmalobby

Die Dokumentation "Die gelenkte Konsumgesellschaft" führt Dich zurück bis in die 1950er Jahre und durch die Zeit bis in die Gegenwart der Konsumgeschichte.

Als Ergänzung empfiehlt sich die Lektüre des Buchs "Nach dem Krieg" von Hellmuth Karasek, da die Dokumentation eher die amerikanische Geschichte beschreibt.

Links zur Folge

"Die gelenkte Konsumgesellschaft" von ZDFneo
https://www.youtube.com/watch?v=QztcpDcjHPk

Bauer unser - ein Film von Robert Schapus

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Folge 103 - Bauer unser - billige Nahrung, teuer erkauft

In dieser Folge

  • stellen wir Dir den Film "Bauer unser" von Robert Schabus vor,
  • erzählen wir Dir, an wen sich dieser Film richtet und
  • berichten wir Dir davon, was wir Neues gelernt haben.

Die österreichische Dokumentation "Bauer unser" zeigt relativ neutral die Realität europäischer Bauernhöfe. Auch wenn in diesem Fall nur österreichische Bauern gezeigt werden, können die Zustände 1:1 auf Deutschland übertragen werden.

Auch deutsche Bauern stehen vor den Herausforderungen, die im Film gezeigt werden.

Thema sind hier vor allem die globalen Verstrickungen und das wahre Bild der Landwirtschaft, das in unseren Köpfen meist noch romantisiert und idealisiert ist.

 

Links zur Folge

Im Gespräch mit hamburg mal fair

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Folge 102 - Im Gespräch mit Friederike Lang von hamburg mal fair

In dieser Folge

  • spreche ich mit Friederike Lang von hamburg mal fair über den fairen Handel,
  • erklärt Friedrike wie fairer Handel funktioniert,
  • erfahren wir welche Arten von Siegeln und Labeln es gibt.

Diese Folge ist als Extrafolge für unsere Unterstützer über Steady mit dem Enthusiastenpaket entstanden.

Felix wollte wissen wie der faire Handel (insbesondere Bananen und schokoladenhaltige Produkte) funktioniert und welche Siegel was versprechen. Um diese Fragen zu klären, habe ich nach einer Expertin gesucht und Friederike Lang von hamburg mal fair gefunden.

Friederike und ich haben uns in ihrem Büro unterhalten und leider hat sich während der Folge auch wieder dieses Ticken eingestellt, dessen Ursprung wir dank unseres Hörers Claudius, mittlerweile glauben identifiziert zu haben.

Wir bitten Dich also diesen Umstand zu entschuldigen und hoffen, dass Dich diese Folge dennoch inspiriert.

Links zur Folge

Folge 101 - Das war (unser) 2017

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Folge 101 - Das war (unser) 2017

In dieser Folge

  • nehmen wir Bezug auf unseren Jahresausblick vom Anfang 2017,
  • erzählen wir, was wir in diesem Jahr alles gelernt und verwirklicht haben,
  • geben wir Dir Tipps, wie auch Du Dir vergegenwärtigen kannst, was Du in 2017 alles erreicht hast.

Wir sind sehr dankbar für alles, was wir in 2017 erleben durften, es hat uns weiser und stärker gemacht.

Wir sind dankbar für all unsere Unterstützer*innen, sei es finanziell über Steady, über iTunes oder durch all die wunderbaren E-Mails, die uns erreichen.

Wir freuen uns, dass wir Dich inspirieren und danken Dir, dass Du unseren Podcast hörst.

Falls Du es noch nicht gemacht hast: nimm noch an der Verlosung teil, bis zum 31.12. landest Du noch im Lostopf.

Folge 100 - Du veränderst die Welt

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Folge 100 - Du veränderst die Welt

In dieser Folge

  • sprechen wir über unsere Rolle in dieser Welt,
  • lese ich Dir ein Märchen vor und
  • erfährst Du, wie Du an der großen Verlosung mitmachen kannst.

Für die 100. Folge haben wir nicht nur ein gewichtiges Thema gewählt, sondern auch Sponsoren für eine Verlosung gewinnen können.

Wie Du an der Verlosung teilnehmen kannst, erfährst Du in der Podcastfolge.

Und das kannst Du gewinnen:

1. Das Buch "Und jetzt retten wir die Welt" von Ilona Koglin und Marek Rohde

"Und jetzt retten wir die Welt"

"Den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, empfinden immer mehr Menschen als unverzichtbar für ein positives Lebensgefühl.

Wie sich Nachhaltigkeit mit spielerischer Leichtigkeit in den Alltag integrieren lässt, dafür haben Ilona Koglin und Marek Rohde spannende Tipps und viele neue Ideen – angefangen von Ernährung und Wohnen bis zu Reisen in die weite Welt.

Ihr schön gestalteter, inspirierender Ratgeber beantwortet Fragen, macht Mut und motiviert zum Mitmachen. Wer noch mehr erfahren möchte, kann die Themen auf der bucheigenen Website vertiefen."

(Quelle: Kosmos Verlag)

- Das Buch wird uns freundlicherweise vom Kosmos Verlag zur Verfügung gestellt. -

In dieser Podcastfolge stellen Ilona und Marek ihr Projekt vor.

2. Das Kochbuch "Green Love" von Lea Green

Kochbuch "Green Love" von Lea Green

"green love ist das Kochbuch für eine moderne, köstliche und gesunde Pflanzenküche. Mit über 100 genialen Rezepten nimmt Foodbloggerin und Kochprofi Lea Green ihre Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der pflanzlichen Ernährung. Lea zeigt, wie veganes Essen im Alltag wirklich funktioniert. Ihr kreativer, unkonventioneller Kochstil ist mehrfach preisgekrönt und begeistert schon heute Millionen Menschen im Internet.

Das Kochbuch beinhaltet Rezepte für tolle Frühstücksideen, geniale Snacks, herrliche Dips und Aufstriche, wunderbare Bowls, leckere Alltagsklassiker, aromatische Suppen und traumhafte Süßspeisen. Leser tauchen hier in die ganze Bandbreite und Vielfalt der veganen Ernährung ein. green love zeigt in schönster Weise, wie eine gesunde abwechslungsreiche und vollwertige vegane Ernährung das Leben in jeder Hinsicht bereichert."

(Quelle: Green Love Webseite)

- Das Buch wird uns freundlicherweise vom Grüner Sinn Verlag zur Verfügung gestellt. -

3. Der WASH Beutel von Hydrophil

Der WASH Beutel von Hydrophil

"Die Pioniere im Segment der nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus sind mit ihrer Marke HYDROPHIL inzwischen deutscher Marktführer. Alleine im letzten Jahr konnten durch den Verkauf von etwa 300.000 Zahnbürsten aus Bambus etwa 5,4 Tonnen Plastik eingespart werden. Innovativ und ressourcenschonend sind auch die weiteren Artikel aus dem W.A.S.H. Segment, auf welches sich das junge Hamburger Unternehmen mittlerweile spezialisiert hat, unter anderem biologisch abbaubare Wattestäbchen, ökologische Zahnbürstenetuis oder natürliches Mundwasser.

Dass fortschrittliche Ideen und die Grundsätze vegan, wasserneutral und fair sich nicht widersprechen, zeigt dieses breite Sortiment der Marke. Ob wassersparende Zahnbürsten aus Bambus, regionale Seifen und Zahnputzbecher aus Schleswig-Holstein oder recycelte Kulturtaschen aus dem Schanzenviertel – HYDROPHIL bietet die komplette Ausstattung für ein nachhaltiges Badezimmer."

(Quelle: Hydrophil)

- Der WASH-Beutel wird uns freundlicherweise vom Hydrophil zur Verfügung gestellt. -

Im Beutel enthalten sind alle Dinge, die Du auf dem Foto siehst.

4. Die DVD "Das System Milch"

Die DVD "Das System Milch"

"Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Profit wird auf Kosten der Umwelt, der Tieren, der Menschen und unserer Gesundheit gemacht. Dabei ginge es auch anders… DAS SYSTEM MILCH ist eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt."

(Quelle: Das System Milch Webseite)

Wir haben "Das System Milch" auch in einer Podcastfolge rezensiert.

5. Ein Jahresabo der "Kochen ohne Knochen"

Ein Jahresabo der "Kochen ohne Knochen"

Die Kochen ohne Knochen begleitet uns nun schon seit fast 3 Jahren und ist definitiv zu einem festen Bestandteil unseres Haushalts geworden.

Dich erwarten hier nicht nur tolle Rezepte und jede Menge Buchrezensionen, sondern auch gut recherchierte Artikel rund um das vegane Leben.

Damit bildet die Kochen ohne Knochen genau das Themenspektrum ab, das uns interessiert und wir freuen uns auf jede Ausgabe (die übrigens alle 3 Monate erscheint).

Und nun kannst Du ein Jahresabo dieser wunderbaren Zeitschrift gewinnen!

- Das Abo wird uns freundlicherweise von Kochen ohne Knochen zur Verfügung gestellt. -

6. Der Wandelplaner von Ilona und Marek

Der Wandelplaner von Ilona und Marek

Das Beste aus Ratgeber, Jahresplaner und Tagebuch: Dein Wandelplaner für ein sinnerfülltes, soziales und ökologisches Leben!

TRÄUME! Der erste Abschnitt führt dich durch die 12 Phasen deiner ganz persönlichen Heldenreise: Finde deine wahren Ziele und bahne ihnen einen Weg.

PLANE! Jahres-, Monats- und Wochenpläne - sowie Tipps und Checklisten - helfen dir dabei, deine Ziele und Rituale niemals aus den Augen zu verlieren.

LERNE! Finde Raum für Reflexionen und eine Auswertung des Jahres. Lerne aus deinen Erfolgen und Fehlern und mache dich bereit, weiter zu gehen

(Quelle: Wandelplaner Webseite)

- Das Buch wird uns freundlicherweise von Ilona und Marek zur Verfügung gestellt. -

Wir haben den Wandelplaner auch schon in dieser Podcastfolge vorgestellt.

Deutschsprachige, vegane Podcasts

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Folge 99 - Deutschsprachige, vegane Podcasts

Diese Folge ist quasi eine Podcastparade.

Wir haben die anderen deutschsprachigen Podcaster*innen mit dem Thema "vegan" gebeten, sich doch einmal in einem Audio vorzustellen und diese Vorstellungen zu einer Folge zusammengestellt.

So kannst Du jetzt ganz bequem alle Podcastvorstellungen anhören und den ein oder anderen Podcast neu entdecken.

*Update:* Seit Mittwoch, den 13.12.2017 um 17:30 Uhr sind alle Podcastvorstellungen komplett.

Links zur Folge

Blogartikel: Deutschprachige, vegane Podcasts

Milchgeschichten - der Podcast rund um die Kuhmilch
Zum Podcast

beVegt - vegan leben und laufen
Zum Podcast

Ich bin jetzt Vegan!
Zum Podcast

Vegan Podcast - Vegan einfach gemacht
Zum Podcast

Vamily - vegan Leben in Familien
Zum Podcast

Vegan Queens
Zum Podcast

Der Lust auf Vegan Podcast
Zum Podcast

Friede Freude Süßkartoffel - Der Podcast über Ernährung und Yoga
Zum Podcast

Vegan mit Kopf & Herz
Zum Podcast

VeggieWorld Podcast
Zum Podcast

Schwein gehabt... Von 0 auf 100 ... Vegan!
Zum Podcast

Veganinchens Stimme
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Neuanfang Podcast
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Perspektive Gesundheit mit SIMONMCSCHUEBRT
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Der Wandelplaner für Querdenker

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Folge 98 -  Der Wandelplaner für Idealisten und Querdenker

In dieser Folge

  • stellen Ilona und Marek ihr neues Buch, den Wandelplaner vor
  • sprechen die beiden darüber für wen sich der Wandelplaner eignet und
  • erklären sie, wie sich der Wandelplaner von anderen Planern unterscheidet

Ilona Koglin und Marek Rohde kennst Du schon aus Folge 83, in der sie ihr Projekt "Und jetzt retten WIR die Welt" und das dazu gehörende Buch vorgestellt haben.

Der Wandelplaner ist nun die ideale Ergänzung, für alle, die 2018 zum besten Jahr ihres Lebens machen wollen.

Es enthält nicht nur Planungshilfen, sondern nimmt Dich auch an die Hand und führt Dich durch einen Vorbereitungsprozess, mit dem Du Dich perfekt in die Planung für Dein Jahr 2018 stürzen kannst.

Ilona und Marek erklären Dir alles in dieser Folge auch noch genauer...

Links zur Folge

Podcastfolge: Im Gespräch mit Ilona und Marek

Webseite zum Wandelplaner
http://www.bestes-jahr-meines-lebens.de/

Weltretter-Projekt von Ilona und Marek
https://jetztrettenwirdiewelt.de/

Magazin: "Für eine bessere Welt"
https://www.fuereinebesserewelt.info/

Das Buch zur Initiative "Und jetzt retten WIR die Welt"
https://jetztrettenwirdiewelt.de/buch/

Folge 97 - Das System Milch

Ein Beitrag

Folge 97 - Das System Milch

In dieser Folge

  • stellen wir den Dokumentarfilm "Das System Milch - Die Wahrheit über die Milchindustrie" vor,
  • erzählen wir Dir, was wir von dem Film halten und
  • teilen wir Dir unsere Einschätzung mit für wen sich der Film eignet.

"Das System Milch" ist ein ganz neues Werk von Andreas Pichler, einem Dokumentarfilmer, der nicht aus der veganen Szene stammt.

Du hast bis Anfang Februar 2018 die Möglichkeit diesen Film kostenlos auf Arte anzuschauen.

Es ist ein handwerklich sehr gut gemachter Dokumentarfilm, der vor allem die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Systems Milch beleuchtet.

Der Autor bleibt dabei relativ neutral und lässt Raum für Interpretationen.

Links zur Folge

Das System Milch auf ARTE (Verfügbar bis zum 19. Februar 2018)
https://www.arte.tv/de/videos/062939-000-A/das-system-milch/

Das System Milch Webseite
https://www.dassystemmilch.de/

Der Irrsinn mit der Milch | ZDF NEO
https://www.youtube.com/watch?v=jAvW7XQ6jfY

Meine Forschung zur Milch
Milchgeschichten

Folge 96 - Veganer als Studienobjekt

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Folge 96 - Veganer als Studienobjekt

In dieser Folge

  • sprechen wir über eine aktuelle Studie des bfr,
  • berichtet Carsten worum es in dieser Studie geht und
  • klären wir, welche Auswirkungen die Studie auf Dich als Veganer*in hat.

Diese Folge ist wieder aufgrund eines Hörerhinweises entstanden- ganz herzlichen Dank :-)

Wir Veganer*innen sind nicht nur Verfechter*innen einer Ideologie, wie ich unlängst wieder durch einen äußerst wertschätzenden Kommentar lernen durfte, sondern auch begehrte Studienobjekte.

Das bfr, Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine solche Studie durchgeführt, um Kommunikationsstrategien herauszuarbeiten, wie man uns Veganer*innen die Risiken der veganen Ernährung näher bringen kann...

Das Ergebnis besprechen wir in dieser Folge.

Links zur Folge

Folge 95 - Wie wir Amerikaner wurden

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Folge 95 - Nach dem Krieg

In dieser Folge

  • stelle ich Dir und Carsten das wunderbare Buch "Nach dem Krieg" von Hellmuth Karasek vor,
  • erfährst Du wie wir alle Amerikaner wurden und
  • verrate ich Dir warum auch Du dieses Buch unbedingt lesen solltest.

Hellmuth Karaseks Buch "Nach dem Krieg" hat mich vor allem wegen seines Untertitels "Wie wir alle Amerikaner wurden" angesprochen.

Ich finde es sehr spannend Zeitzeugenliteratur zu lesen, aus einer Zeit in der unsere heutigen Probleme ihre Wurzel haben.

Und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch ist sehr informativ, flüssig und witzig geschrieben und hat mir geholfen unsere Vergangenheit und damit auch unsere Gegenwart besser zu verstehen.

In der Podcastfolge lese ich auch ein paar Passagen aus dem Buch vor- hör am besten gleich rein...

Links zur Folge

"Nach dem Krieg" von Hellmuth Karasek
https://www.buch7.de/store/product_details/1024850248

Folge 94 - Milchgeschichten

Ein Beitrag

Folge 94 - Milchgeschichten

In dieser Folge

  • erzähle ich Dir und Carsten von meinem neuen Podcast "Milchgeschichten"
  • erfährst Du warum ich den Podcast gestartet habe und
  • gebe ich einen Ausblick auf kommende Folgen.

Seit ich mich beruflich thematisch umorientiert habe, beschäftige ich mich mit dem Thema Milch. So forsche ich nun seit bald 2 Jahren, wie aus Kuhmilch ein Grundnahrungsmittel werden konnte.

Bisher gab es dafür nur den VIP-Leserbereich. In der letzten Zeit ist in mir das Bedürfnis gewachsen auch einen Podcast für meine Forschung zu veröffentlichen und so ist Milchgeschichten entstanden.

Links zur Folge

Milchgeschichten - der Podcast rund um die Kuhmilch
http://von-herzen-vegan.de/forschung

Weltvegantag voller O-Töne

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Folge 93 - Weltvegantag voller O-Töne

In dieser Folge

  • präsentieren wir Dir über 40 Minuten O-Töne
  • hörst Du wenig von uns, dafür viel von anderen und
  • hast Du die Gelegenheit auch selbst zwei Fragen zu beantworten.

Wir haben lange hin und her überlegt, uns aber dann doch entschlossen dem Weltvegantag zu Ehren alle O-Töne zu senden, die wir seit den letzten Veröffentlichungen gesammelt haben.

Wir hoffen, dass für Dich die ein oder andere inspirierende Antwort dabei ist und freuen uns, wenn Du uns im Anschluss Carstens Fragen beantwortest.

Folge 92 - Veggienale & Fairgoods 2017

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Folge 92 - Veggienale & Fairgoods 2017

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir, wie es auf der Veggienale in Hamburg war,
  • berichten wir von den Ausstellern und dem Publikum und
  • erfährst Du, was es zu essen gab- und was nicht...

In diesem Jahr war ich mit Hamburg vegan erkunden als Ausstellerin und Referentin auf der Veggienale. Ich habe am Samstag einen Vortrag zu Hamburgs veganen Hotspots gehalten und am Sonntag einen zu meiner Milchforschung.

Es hat mir riesigen Spaß gemacht und auch wenn meine Stimme stark gelitten hat, freue ich mich doch über die vielen Menschen mit denen ich ins Gespräch gekommen bin und die meinen Vorträgen gelauscht haben.

Carsten hat mich am Samstag unterstützt und wir haben gemeinsam ein paar O-Töne für den Podcast sammeln können.

Links zur Folge

Veggienale Hamburg
veggienale.de

Rückblick von Mä zur Veggienale in Hamburg
http://www.es-gruent-so-gruen.de/2017/10/ma-unterwegs-zur-grunen-oko-und.html

Folge 91 - Vegane Identitätskrise

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Folge 91 - Vegane Identitätskrise

In dieser Folge

  • sprechen wir über das Phänomen, dass Veganer*innen sich nicht Veganer*innen nennen wollen,
  • diskutieren wir darüber woher diese Identitätskrise kommen könnte und
  • tauschen wir uns über unsere eigenen Erfahrungen dazu aus.

In letzter Zeit kam es immer häufiger vor, dass wir über verschiedenste Gründe gestolpert sind, aus denen Veganer*innen sich selbst nicht als vegan bezeichnen wollten.

Anlass genug, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen.

Außerdem verlosen wir noch 2x2 Karten für die Veggienale am Wochenende im Hamburg- was Du dafür tun musst, um Dich zu den glücklichen Gewinner*innen zählen zu können, erfährst Du in der Podcastfolge... :-)

Links zur Folge

Folge 90 - Vegan Clean Eating

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Folge 90 - Vegan Clean Eating

In dieser Folge

  • beantwortet Carsten die Frage, wie er mit dem Thema "clean eating" umgeht,
  • erzählt Dir Carsten, wie seine tägliche Essensroutine aussieht und
  • berichtet Carsten, wie sich seine Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahren in Richtung "clean eating" gewandelt haben.

Diese Folge ist erneut die Antwort auf eine Hörerfrage, die uns per E-Mail erreichte.

Wir freuen uns immer, wenn Du Themenvorschläge für uns hast und versuchen sie im Rahmen unserer Möglichkeiten zu beantworten.

Das Thema Inhaltsstoffe bewegt uns auch schon seit längerem, auch wenn ich da mehr auf Palmfett achte und öfter das ein oder andere Auge zudrücke, während Carsten da schon viel "cleaner" unterwegs ist als ich.

Und so beantwortet auch dieses Mal Carsten die Frage, wie er sich auf den Arbeitsalltag vorbereitet und welche Alternativen es zu veganem Joghurt und belegten Broten gibt.

 

Folge 89 - Vegan an der Ostsee

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Folge 89 - Vegan an der Ostsee

In dieser Folge

  • berichten wir Dir von unserem Urlaub an der Ostsee,
  • teilen wir unsere drei wichtigsten Erkenntnisse mit Dir und
  • erklären wir Dir, was wir bei unserem nächsten Urlaub anders machen werden.

Diese Folge ist weniger ein Reisebericht, als ein Erfahrungsbericht, wie es uns als vegane Familie an der Ostsee ergangen ist.

Unsere Erwartungen waren hoch, unsere Vorfreude groß und dann kam eben doch alles anders- wie das Leben einmal spielt.

Damit Du Dich auf Deinen nächsten Urlaub besser vorbereiten kannst, wollen wir in dieser Folge unsere Erkenntnisse und Tipps mit Dir teilen.

Vegan an der Ostsee
Vegan an der Ostsee
Vegan an der Ostsee
Vegan an der Ostsee

Folge 88 - Sind Öle ungesund?

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Folge 88 - Sind Öle ungesund?

In dieser Folge

  • dreht sich alles um das Thema Öle
  • erklärt Carsten, was es mit der Forderung "No Oil" auf sich hat und
  • präsentiert Dir Carsten seine Forschungsergebnisse zum Thema Öl

Schon vor einigen Monaten erreichte uns die Hörerfrage, ob Öle eigentlich ungesund seien und Carsten hat darauf hin sofort begonnen zu recherchieren- es hat allerdings etwas gedauert.

Bis heute und nun präsentieren wir Dir Carstens Forschungsergebnisse und weisen gleichzeitig darauf hin, dass weder Carsten noch ich Ernährungsberater*innen sind, wir also auch keine Ernährungsempfehlung geben können.

Was wir hier präsentieren sind lediglich die Ergebnisse zur derzeitigen Datenlage rund um Speiseöle.

Links zur Folge

Veganes Straßenfest Hamburg 2017

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Folge 87 - Veganes Straßenfest Hamburg 2017

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir wie es auf dem veganen Straßenfest in Hamburg war,
  • berichten wir Dir was es zu essen und sehen gab und
  • erkläre ich Dir, warum ich keine O-Töne gesammelt habe...

Das vegane Straßenfest in Hamburg war in diesem Jahr auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn- ein toller Ort für diese Veranstaltung.

Ich war dieses Jahr als Gast mit Hamburg vegan erkunden am Stand vom Vunderland mit dabei und habe somit das ganze Geschehen den Tag über betrachten können.

Es gab sehr viel zu essen, ganz viele tolle Gewinne bei der Tombola und eine große Auswahl an Infoständen.

Links zur Folge

Veganes Straßenfest Hamburg
http://veganes-strassenfest.de/

Folge 86 - Happy vegan Baby

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Folge 86 - Happy vegan Baby

In dieser Folge

  • spreche ich mit Melike und Henry über ihre Erfahrungen mit veganer Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und zu Beginn der Beikost
  • berichten Melike und Henry, wie sie sich vorbereitet und informiert haben und
  • erzählen die beiden wie ihre Ernährung in den verschiedenen Phasen ausgesehen hat.

Auf Hörerwunsch hin habe ich mich auf die Suche nach Eltern gemacht, die mehr Erfahrung mit veganen Babys haben als wir.

Und dankenswerter Weise haben sich Melike und Henry dazu bereit erklärt aus dem veganen Nähkästchen zu plaudern und ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.

Auch das Baby kommt manchmal zu Wort - quasi als Beweis für die Expertise von Melike und Henry :-)

Links zur Folge

Edith Gätjen/Markus Keller: Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost.
https://www.buch7.de/store/product_details/1027309702

Heike Englert: Vegane Ernährung.
https://www.buch7.de/store/product_details/1024643059

Keller/Leitzmann: Vegetarische Ernährung. Gutes Buch, obwohl es auch vegetarische Ernährung betrifft. Viel Wissen drin.
https://www.buch7.de/store/product_details/1021248013

Vegetarisch für Babys. Zwar explizit antivegan aber es sind tolle Breirezepte drin. Das meiste ist vegan :)
https://www.buch7.de/store/product_details/1022447528

Dr. Michael Greger. Englisch. Die beste Seite zur pflanzlichen Ernährung.
https://nutritionfacts.org/

High Five Vegan. Hervorragende Infos auf deutsch. Wissenschaftlich fundiert
http://highfive-vegan.org/

Deutscher Blog zur veganen Ernährung für Familien.
http://www.tofufamily.de/

Carmen Hercegfi. Hamburger Ernährungsberaterin für vegane Familien.
http://www.vegane-familien.de/

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt über vegane Kinderernährung:
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/vegane-kinderernaehrung-beikost

VEBU zum Thema:
https://vebu.de/fitness-gesundheit/veggie-in-jeder-lebensphase/vegetarisch-vegane-ernaehrung-saeuglinge-kleinkinder/

PETA zum Thema:
http://www.peta.de/veggiekinder#.Wbl0bSOLQy4

Facebook-Gruppe »Vegane Eltern und Kinder ohne Esoterik und co«

Podcast für vegane Familien
http://www.vamily.de/vegan-podcast/

Cronometer. App, mit der man nachvollziehen kann, wie gut man mit allen Nährstoffen versorgt ist. Gibt es auch für Smartphones.
https://cronometer.com/

The Everything Vegan Pregnancy Book. Hilfreiche Infos.
https://www.amazon.com/Everything-Vegan-Pregnancy-Book-pregnancy/dp/144052551X

Vegan Pregnancy Survival Guide. Auch gute und hilfreiche Tipps. Das Kapitel über Plazentophagie kann man aber getrost überspringen.
https://www.amazon.de/Vegan-Pregnancy-Survival-Seyward-Rebhal/dp/0980144035/ref=pd_lpo_sbs_14_t_0?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=QK9M7GXE9QZYM780F3KZ

VegMed-Kongress.
http://vegmed.de/

Videos vom VegMed-Kongress 2014 und 2016 auf YouTube.
https://www.youtube.com/channel/UC-5Y9vM6xrdsKfAQSoP34aw

»Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern«: Vortrag von Dr. Markus Keller beim VegMed 2016
https://www.youtube.com/watch?v=8IfByNioVXo

VeChi-Studie: Studie zur Ernährung von vegetarisch, vegan oder mit Mischkost ernährten Kindern in Deutschland, die zur Zeit durchgeführt wird.
https://www.vechi-studie.de/

Institut für alternative und nachhaltige Ernährung, welches die VeChi-Studie durchführt.
http://ifane.org/

Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - Vegane Ernährung
http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/dge-position/vegane-ernaehrung/

Position der American Dietetic Association zu vegetarischer Ernährung (englisch):
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19562864

Deutscher Artikel zur Position der American Dietetic Association (ADA) bei PETA:
http://www.peta.de/ADA#.WbrTWiOLQy4

Vitamin B12-Tropfen von ASmedic:
http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/B12-ASmedic-Tropfen-1888039.html

Vitamin B12-Tropfen von Ankermann:
https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/B12-ANKERMANN-4972036.html

Vitamin B12-Tabletten (vegan) von Health Aid
https://shop.vitaminwelten.de/Vitaminwelten/Vitamin-B/Vitamin-B12-Cobalamine/Vitamin-B12-1000mcg-100-veg-Tabletten-S-R-HA-vegan::4193.html

Humana SL: Muttermilch-Ersatz auf Basis von Soja. Bis auf das Vitamin D vegan.
https://www.humana.de/de/produkte/detailansicht/sl-sine-lacte-ohne-milch/

Folio Forte: Tabletten mit Folsäure, Vitamin B12, Vitamin D und Jod. Für Schwangerschaft und Stillzeit.
https://www.steripharm.de/produkte/folio-forte-folio-forte-jodfrei/wirkweise-folio-forte-folio-forte-jodfrei.html

Aiko und Peter über Haiti und Ecuador

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Folge 85 - Aiko und Peter über Haiti und Ecuador

In dieser Folge

  • habe ich erneut Aiko und Peter zu Gast, die erneut von ihrem Projekt "Earthumanimal" berichten,
  • berichten Aiko und Peter was sie in den letzten 3 Monaten erlebt haben und
  • geben Aiko und Peter einen Ausblick darauf, wie ihre Expedition weitergehen wird.

Ende April 2017 sind Aiko und Peter aus Hamburg nach Haiti aufgebrochen, um dort bei einem Aufforstungsprojekt zu volontieren.

Carsten und ich begleiten die beiden Abenteurer seitdem auf ihrer Expedition mit unserem Podcast - ganz virtuell.

Zwischen der letzten Folge und der aktuellen sind nun schon 3 Monate vergangen, in denen allerhand passiert ist.

Aiko und Peter berichten von ihren Erfahrungen, die sie in Haiti gemacht haben und wie sich das Projekt von dem unterscheidet, in dem sie aktuell aushelfen.

Derzeit befinden sich Aiko und Peter in Ecuador und leben seit 3 Wochen Rohvegan. Auch darüber berichten sie in unserem wirklich wunderbar abwechslungsreichen Gespräch.

 

Links zur Folge

Folge 84 - Veganer sind immer schlank

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Folge 84 - Veganer sind immer schlank

In dieser Folge

  • spreche ich mit Gesche Santen über unsere Erfahrungen als nicht-schlanke Veganerinnen
  • plaudern wir über gesellschaftliche Normen und Anforderungen an den Körper einer Frau
  • stellen wir klar, dass es die verschiedensten Gründe geben kann, aus denen frau nicht schlank ist.

Gesche Santen kennst Du schon aus der Folge 74, in der es um vegane Malerei und das Leben auf dem Lande geht.

Bei der Aufnahme des Gesprächs damals hat uns die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht- denn eigentlich habe wir noch über ein drittes Thema gesprochen: Dicke Veganer*innen.

Wenn man den Medien glaubt kann es dicke Veganer*innen gar nicht geben, weil eine vegane Ernährung automatisch schlank macht. Und auch die vegane Szene sieht dicke Veganer*innen als Gefährdung für die Veganisierung der Gesellschaft an.

Ein gutes Vorbild kann nur sein, wer schlank und fit ist - Veganer*innen, die nicht dieser Norm entsprechen schrecken dagegen ab und machen die Mühen der anderen Veganer*innen zunichte.

Dass es nicht "die Dicken" oder "die Veganer" gibt und warum das Gewicht und die Körperform nicht zwangsläufig in Verbindung mit einer veganen Ernährung stehen, darüber und einiges mehr sprechen Gesche und ich in dieser Folge.

Links zur Folge

Im Gespräch mit Ilona und Marek

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Folge 83 - Im Gespräch mit Ilona Koglin und Marek Rohde

In dieser Folge

  • spricht Carsten mit Ilona und Marek von der Initiative "Und jetzt retten WIR die Welt!"
  • erzählen Ilona und Marek wie es zu der Initiative kam und
  • erklären Ilona und Marek wie jede*r von uns zum*r Weltretter*in werden kann

Ich habe Ilona beim Kick-Further-Treffen der Wandelwoche Hamburg kennengelernt - ihr Buch kannte ich schon länger. Damals haben wir besprochen, dass ich sie für den Podcast interviewen darf.

Carsten hat dann vor kurzem noch einen Workshop von Ilona und Marek besucht und somit beide vorab kennengelernt.

Das Interview hat aus Krankheitsgründen dann doch Carsten allein geführt und leider fehlen am Ende etwa 10 Minuten, so dass ich mich auch noch einbringen konnte... :-)

Ilona und Marek haben Großes auf die Beine gestellt und noch ganz viele tolle Sachen vor. Sie haben so vieles schon umgesetzt und immer wieder bewiesen, dass jede*r Einzelne von uns die Macht hat etwas zu bewirken.

Und das tollste ist: Du kannst mitmachen! Hör Dir das Interview an und dann leg los... :-)

Links zur Folge

Und jetzt retten WIR die Welt
https://jetztrettenwirdiewelt.de/

Für eine bessere Welt
https://www.fuereinebesserewelt.info

Und jetzt retten WIR die Welt - das Buch
https://www.buch7.de/store/product_details/1026738409

Die Banalität der Tierfabriken

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Folge 82 - Die Banalität der Tierfabriken

In dieser Folge

  • spreche ich mit Carsten über sein Fotoprojekt, mit dem er die Banalität der Tierfabriken dokumentieren will,
  • erzählt Carsten, wie er auf diese Idee gekommen ist und
  • berichtet Carsten von den Herausforderungen vor denen er steht.

Seit ich vegan lebe, nehme ich meine Umgebung viel bewusster wahr. Vor allem die Fahrten aus Hamburg raus über das Land fallen mir mittlerweile schwer, weil ich überall diese Ställe sehen.

Große und kleine ziehen an mir vorbei. Hinter ihren Wänden befinden sich Schweine, Hühner, Puten - ich kann die Ställe immer noch nicht unterscheiden.

Seit ich vegan lebe ist mir das Leid noch einmal viel bewusster und damit unerträglicher geworden. Die Abstumpfung der Jahre in denen ich vegetarisch gelebt habe, ist auf einmal verschwunden.

Nur Kühe haben offenere Ställe, in die man hineinschauen kann. Und manchmal stehen auch Kühe auf der Weide.

Aber Schweine habe ich noch nie draußen gesehen. Nur im Streichelzoo oder auf Vorführ-Biohöfen.

Ist das nicht merkwürdig? Wo wir doch so viel Schweinefleisch essen? Und es doch auch definitiv so viele Schweine gibt?

Was ist das Schönste am veganen Leben?

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Folge 81 - Was ist das Schönste am veganen Leben?

In dieser Folge

  • beantworten und lassen wir die Frage "Was ist das Schönste am veganen Leben?" beantworten, denn es gibt mal wieder O-Töne...
  • fassen wir uns kurz und lassen die vielen Veganer*innen zu Wort kommen, die sich vors Mikro getraut haben,
  • erfährst Du was für andere Veganer*innen das Schönste am veganen Leben ist.

Wie Du schon weißt, habe ich viele Veganer*innen verschiedene Fragen gestellt und "Was ist für Dich das schönste am veganen Leben?" ist nun die letzte Frage, zu der ich Antworten gesammelt habe.

Ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich bei allen Veganer*innen bedanken, die mir die Fragen beantwortet haben.

Es ist so wertvoll ein breites Spektrum an Meinungen präsentieren zu können, denn wir wissen nie, welche Aussage nun gerade in uns eine Saite zum Klingen bringt, die uns ein erfüllteres Leben schenkt.

Und so wünsche ich Dir nun viel Spaß mit dieser durchweg positiven Folge... :-)

Folge 80 - Im Gespräch mit Daniel Mettke

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Folge 80 - Im Gespräch mit Daniel Mettke

In dieser Folge

  • freue ich mich sehr Daniel Mettke, den Geschäftsführer vom biozyklisch-veganen Verein als Gast zu haben,
  • spreche ich mit Daniel über die Grundlagen des bioveganen Anbaus und
  • reden wir über die Möglichkeiten, die wir Verbraucher haben, um den bioveganen Anbau zu unterstützen.

Jeder der sich länger mit dem Thema "vegan" beschäftigt, stößt unweigerlich auf die Anbaubedingungen von Obst und Gemüse.

Im Grunde ist selbst unsere pflanzenbasierte Ernährung nicht vegan, weil sie unter Einsatz von tierlichem Dünger angebaut wird.

Eine Lösung für dieses Problem ist die bio-vegane Landwirtschaft. In Deutschland ist sie noch nicht weit verbreitet, doch die Nachfrage steigt und wir können dabei tatkräftig mithelfen.

Sei es, dass wir als Verbraucher aktiv die Landwirte, die Ladeninhaber oder die Ständebetreiber auf dem Wochenmarkt ansprechen oder uns an einer bio-veganen SoLaWi beteiligen oder gar selbst eine gründen: die Möglichkeiten sind da! Packen wir es an.

Links zur Folge

Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.
http://biozyklisch-vegan.de/

Biozyklisch-Veganer Anbau e.V. auf Facebook
https://www.facebook.com/BIO.VEG.AN.Verein/

Deutschsprachiges Erklär-Video zu bio-veganer Landwirtschaft
https://www.youtube.com/watch?v=n_irFCDD8Eo

Allgemeines zum bioveganen Landbau
https://vebu.de/tiere-umwelt/umweltbelastung-durch-fleischkonsum/bioveganer-landbau/

Übersicht der bioveganen Höfe
https://vebu.de/tiere-umwelt/umweltbelastung-durch-fleischkonsum/bioveganer-landbau/veggiefreundliche-landwirtschaft/

SoLaWi Wildwuchs in Hannover
http://www.solawi-wildwuchs.de/

Bio-vegane SoLaWi Rhein-Main im Aufbau
http://www.biovegane-solawi-rheinmain.de/ueber-uns/

Bio-Veganes Netzwerk
http://biovegan.org/

Buchtipp: "Peaceful Gardening" von Susanne Heine
https://www.buch7.de/store/product_details/1023104257

Zwei Videos zum Thema "bio-vegane Landwirtschaft" (Englisch mit deutschen Untertiteln)
https://www.youtube.com/watch?v=DWDznkdUjb0
https://www.youtube.com/watch?v=eP9pUtVljP0

Folge 79 - Vegan Grillen

Ein Beitrag

Folge 79 - Vegan Grillen

In dieser Folge

  • fassen wir uns kurz und lassen die eigentlichen Experten sprechen,
  • reden wir über Carstens neustes Grillerlebnis und
  • präsentieren wir Dir eine Sammlung von Tipps zum Thema Grillen.

Diese Folge ist aus einer Hörerfrage entstanden und weil Carsten und ich eigentlich gar nicht grillen, habe ich mich auf den Weg gemacht und viele Veganer*innen danach gefragt, was sie am liebsten auf den Grill legen.

Entstanden ist ein Potpourri an Tipps, das Dich für Deine nächste Grillparty mehr als inspirieren wird.

Dass hier eine Firma ganz besonders oft genannt wurde, liegt daran, dass ich mehrere Mitglieder einer bestimmten Gruppe nacheinander befragt habe, die alle schon in den Genuß des genannten Produkts gekommen und sehr begeistert waren (und wahrscheinlich noch sind).

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein leckeres und vielfältiges Grillfest :-)

Links zur Folge

Sojasteaks von Feinkost Meißner
https://www.feinkost-meissner.de/shop/

Tipps zum veganen Grillen von PETA
http://www.peta.de/vegangrillen

Der vegane Grill-Guide von der Albert Schweitzer Stiftung
https://vegan-taste-week.de/grill-guide

Tipps zum Grillen von der Albert Schweitzer Stiftung
https://vegan-taste-week.de/tipps-vegane-gartenparty

Folge 78 - Wie streng vegan bist Du?

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Folge 78 - Wie streng vegan bist Du?

In dieser Folge

  • sprechen Carsten und ich nur ganz wenig und lassen dafür andere Veganer*innen zu Wort kommen,
  • erzählen wir Dir, wo unsere persönliche Grenze im Bezug auf das vegane Leben liegt,
  • gibt es sage und schreibe fast 33 Minuten O-Töne zu diesem Thema.

In den letzten Wochen war ich sehr aktiv und habe zu verschiedenen Gelegenheiten Veganer*innen unter anderem die Frage "Wo ziehst Du Deine persönliche Grenze im Bezug auf das vegane Leben?" gestellt.

Ich bin sehr glücklich, dass ich nun eine große Anzahl an Antworten sammeln konnte und hoffe, dass ich Dir damit einen breiten Überblick über die "Grenzerfahrungen" von Veganer*innen bieten kann.

Die Interviewten sind nicht nur Aktivisten, sondern auch Passanten, die ich auf zwei verschiedenen Straßenfesten in Hamburg angesprochen habe.

Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt!

Folge 77 - Anti Vegan Hetze

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Folge 77 - Anti Vegan Hetze

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir von drei Anti-Vegan-Büchern, die wir in letzter Zeit gelesen haben,
  • berichten wir Dir über die Argumente, die die Autoren verwenden, um gegen Veganer*innen ins Feld zu ziehen und
  • erklären wir Dir, warum Du diese Bücher auf keinen Fall zu lesen brauchst.

Vielleicht hast Du es auch schon mal erlebt: Du entdeckst bei Bekannten oder Verwandten ein eindeutig Vegan-Feindliches Buch und fragst Dich, warum es dort liegt, was Dein Gegenüber dazu bewogen hat es zu kaufen, ob Du jetzt gleich mit Anti-Vegan-Argumenten beschossen wirst...

Uns ging es so und wir haben uns das Buch gleich ausgeliehen um etwaige Argumente entkräften zu können.

Das eine Buch hat uns zu zwei weiteren Büchern geführt und dann zu dieser Podcastfolge, denn wir wollen vermeiden, dass Du in die gleiche Schleife gerätst wie wir.

Um es kurz zu machen: alle drei Bücher und die Gedanken, die wir uns deshalb gemacht haben, waren reine Zeitverschwendung.

Damit Du aber gewappnet bist, wenn Du in eine ähnliche Situation gerätst wie wir, haben wir unsere Erfahrungen in dieser Podcastfolge aufgenommen und sie durch O-Töne vieler Veganer*innen zu der Frage "Was machst Du, wenn Dir alles zu viel wird?" ergänzt.

Links zur Folge

Folge 76 - Ein Tag Rohvegan

Ein Beitrag

Folge 76 - Ein Tag Rohvegan

In dieser Folge

  • erzählt Carsten von dem Tagesseminar "Rohvegan mit Wildkräutern", an dem er teilgenommen hat,
  • berichtet Carsten wie das Seminar abgelaufen ist und
  • erklärt Carsten, was man denn dann noch essen kann, wenn man sich rohvegan ernährt.

Da Carsten immer mehr in Richtung rohvegane Ernährung tendiert, habe ich ihm ein Wildkräuter-Rohkost-Tagesseminar bei Rosmarin & Kinkerlitz geschenkt.

Und damit auch Du an diesem Geschenk teilhaben kannst, haben wir auch gleich aus Carstens Erfahrungsbericht eine Podcastfolge gemacht.

Es gab rohveganes Frühstück, Mittag- und Abendessen und dazwischen noch rohveganen Kuchen. Und das alles mit einem sehr hohen Wildkräuteranteil aus dem eigenen Garten.

Ob Carsten satt geworden ist und wie ihm der Tag gefallen hat- hör doch einfach mal rein :-)

Links zur Folge

Rosmarin & Kinkerlitz
www.rosmarinundkinkerlitz.de

Nordisch Roh
nordischroh.de

Folge 75 - Aiko und Peter auf Haiti

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Folge 75 - Aiko und Peter auf Haiti

In dieser Folge

  • sprechen wir erneut mit Aiko und Peter über ihr Projekt Earthumanimal und ihre Erfahrungen auf Haiti,
  • erzählen Aiko und Peter was sie in den ersten vier Wochen auf Haiti alles erlebt haben und
  • erklären Aiko und Peter, warum sie sich entschieden haben auf die vierte Station "Neuseeland" zu verzichten.

Etwa einen Monat nachdem sie Deutschland verlassen haben war es soweit: Aiko und Peter hatten die Chance in einem Hostel die (einigermaßen) stabile Internetverbindung zu nutzen und mit uns eine Fortsetzung zu ihrem Gespräch aufzunehmen.

Obwohl uns die Verbindung zweimal weggebrochen ist, haben wir es geschafft und können Dir nun Aiko und Peters Erlebnisse auf Haiti präsentieren.

Wir sprechen über Smartphone-Entzug, handtellergroße Taranteln, die ungern den Weg frei machen, extreme Hitze und noch einige Dinge mehr.

Ich bin sehr glücklich, dass wir Aiko und Peter bei ihrem Abenteuer begleiten dürfen und hoffe, dass wir Dich auch dieses Mal mit diesem Gespräch inspirieren können.

Links zur Folge

Folge 74 - Im Gespräch mit Gesche Santen

Ein Beitrag

Folge 74 - Im Gespräch mit Gesche Santen

In dieser Folge

  • spreche ich mit der Ökologin und Künstlerin Gesche Santen über vegane Farben, Papiere und Malutensilien,
  • erklärt Gesche worauf Du als Veganer*in achten solltest und
  • erzählt Gesche wie sie als Veganerin das Leben auf dem Land meistert.

Ich freue mich sehr, dass ich in dieser Podcastfolge Gesche als Expertin für veganes Malen zu Gast habe.

Ein Thema, das ich bisher so gar nicht auf dem Schirm hatte, das mir aber dann ganz logisch erschien, als ich mich durch Gesches Blog geklickt habe.

Gesche malt wunderschöne Aquarelle und hilft Naturliebhaber*innen dabei es ihr gleich zu tun. Das macht sie mit einem Onlinekurs, inspirierenden Newslettern und Blogartikeln.

Und ganz nebenbei lebt Gesche seit 5 Jahren vegan - der Grund, warum ich dieses Gespräch mit ihr aufgenommen habe.

Leider, leider, leider war die Tonspur zum Ende des Gesprächs zu verzerrt, als dass ich sie guten Gewissens so hätte veröffentlichen können. Das Gespräch endet also etwas abrupt und ich bitte das zu verzeihen.

Links zur Folge

Dürfen Veganer Haustiere halten?

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Folge 73 - Dürfen Veganer Haustiere halten?

In dieser Folge

  • erörtern wir die Frage, ob Veganer eigentlich Haustiere halten dürfen,
  • sprechen wir über die Haustiere, die schon Teil unseres Lebens waren und
  • lassen wir ganz viele Veganer*innen zu Wort kommen, die ebenfalls auf die Frage "Dürfen Veganer Haustiere halten" antworten.

Die Frage, ob Veganer Haustiere halten dürfen, spukt schon länger in meinem Kopf herum. Und damit Du nicht nur Carstens und meine Meinung zu dieser Frage hörst, habe ich auch noch andere Veganer*innen befragt und ihre Antworten in diese Folge integriert.

Komischerweise denken wir bei Haustieren spontan immer an Hunde und Katzen.

Ich nehme mich da nicht von aus, obwohl ich früher Wellensittiche und sogar für kurze Zeit ein Aquarium hatte. Kaninchen, Meerschweinchen, alle Arten von Ziervögeln oder gar Ratten kommen einem meist erst nach längerem Nachdenken in den Sinn.

Und doch gehören sie zu den Tieren, die wir als Haustiere deklariert haben- auch Pferde, wobei diese natürlich allein durch ihre Größe und die Haltungskosten selten(er) Platz im Kinderzimmer finden.

Wenn ich nun vegan lebe, vor allem, wenn ich aus ethischen Gründen vegan lebe, wenn ich dafür kämpfe, dass die sogenannten Nutztiere in Freiheit leben können- ist es dann in Ordnung, wenn ich meine Wellensittiche im Käfig halte oder die Katzen keinen Freigang bekommen?

Darüber diskutieren wir in dieser Folge- hör gerne rein und wenn Du Deine Meinung mit uns teilen möchtest, hinterlasse gern einen Kommentar.

Links zur Folge

Vebu: Ist vegane Hundeernährung gesund?
https://vebu.de/tiere-umwelt/haustierhaltung/vegane-hundeernaehrung/

Provegan: Berichte über vegan ernährte Haustiere (auch Katzen)
https://www.provegan.info/de/ernaehrung/haustiere-und-vegane-ernaehrung/

Kann mein Hund vegan leben?
https://www.vegane-inspiration.com/hund-vegan.html

Erfahrungsbericht zur veganen Ernährung von Hunden
http://www.veganblog.de/2013/10/erfahrungsbericht-vegane-hundenahrung/

Edgar- das vegane Hundefutter inkl. Rezepten und Hintergrundinfos
https://vegan4dogs.com/

Rezepte und Hintergrundinformationen zu vegan-ernährten Hunden
https://www.vegan-happy-dogs.de/

Folge 72 - Im Gespräch mit Aiko und Peter

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Folge 72 - Im Gespräch mit Aiko und Peter

In dieser Folge

  • sprechen wir mit Aiko und Peter über ihr wunderbares Vorhaben, in verschiedenen Projekten auf verschiedenen Kontinenten zu volontieren,
  • erzählen uns Aiko und Peter, wie sie auf diese Idee gekommen sind und
  • berichten sie davon, wie sie die Reise vorbereitet haben und ihr Umfeld darauf reagiert hat.

Ich habe Aiko und Peter vor einem Jahr als Gäste meiner Radtour kennengelernt. Damals haben sie mir schon verraten, dass sie Deutschland im nächsten Jahr verlassen wollen und ich fand ihre Idee so spannend, dass wir in Kontakt geblieben sind.

In diesem Moment, in dem ich diesen Text schreibe, sind Aiko und Peter schon mehr als 3 Wochen auf Haiti und helfen bei einem Aufforstungsprojekt mit.

Leider haben sie es vorher nicht mehr geschafft, ihre Webseite zu ihrem Projekt fertigzustellen, so dass es momentan noch keine weitere Informationen zu ihrem Projekt gibt.

Sobald die Webseite online ist, werde ich Dich in jedem Fall informieren.

Das Gespräch mit Aiko und Peter haben Carsten und ich kurz vor ihrer Abreise im Wilhelmsburger Inselpark geführt und so wirst Du einige Umgebungsgeräusche und auch manchmal Wind hören.

Leider kommt zur Mitte hin wieder dieses Ticken mit dazu- falls Du Dich berufen fühlst, die Audiodatei davon zu befreien, melde Dich gerne, ich freue mich über Deine Unterstützung.

Links zur Folge

Projekt "Earthumanimal" von Aiko und Peter
www.earthumanimal.life

Hof Butenland
http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/

Ökodorf Sieben Linden
http://siebenlinden.org/de/start/

Permakultur Campus Hamburg
http://permakultur-campus.de/

Sadhana Forest Haiti
http://www.sadhanaforest.org/haiti/

FruitHaven EcoVillage Ecuador
http://www.fruithavenecovillage.com/

Farm Animal Rescue Australia
https://www.farmanimalrescue.org.au/

Video einer ehemaligen Volontärin von Farm Animal Rescue
https://www.facebook.com/188897328125297/videos/309582189390143/?__mref=message_bubble

Black Sheep Animal Sanctuary Neuseeland
http://www.theblacksheep.org.nz/

Folge 71 - Wie viele Sklaven halten Sie?

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Folge 71 - Wie viele Sklaven halten Sie?

In dieser Folge

  • besprechen wir das Buch "Wie viele Sklaven halten Sie?" von Evi Hartmann,
  • machen wir einen kleinen Ausflug in die neue Kochen ohne Knochen und
  • erzähle ich Dir, was mich an dem Buch "Magic Cleaning" stört.

Von dem Buch "Wie viele Sklaven halten Sie?" erfahren habe ich in einer Zeitschrift- ich bin mir nicht mehr sicher in welcher, seitdem stand es auf meiner "to-read"-Liste und an einem schönen Tag habe ich es in der Zentralbibliothek ergattern können.

Dieses Buch ist nichts für Quer- oder letzte Seite-zuerst-Leser*innen (*räusper*). Evi Hartmann baut es Kapitel für Kapitel auf und wenn Du eines der Kapitel nicht liest, fehlen Dir wichtige Informationen, um den Rest zu verstehen.

Du solltest dieses Buch wirklich komplett lesen. Es ist nicht dick, 221 Seiten stark, und es ist flüssig geschrieben.

P.S.: Ich habe das Mikro dieses Mal etwas zu laut gestellt, daher klingt die Folge teilweise übersteuert- sorry...

Links zur Folge

Buch "Wie viele Sklaven halten Sie?" von Evi Hartmann
https://www.buch7.de/store/product_details/1026095410

Berechne wie viele Sklaven für Dich arbeiten:
slaveryfootprint.org

Unsere Folge zu "Aus kontrolliertem Raubbau" von Kathrin Hartmann
Folge 36 - Aus kontrolliertem Raubbau

Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo
https://www.buch7.de/store/product_details/1019810237

Buch "Vegional" von Stina Spiegelberg
https://www.buch7.de/store/product_details/1028600233

Kochen ohne Knochen
https://kochenohneknochen.wordpress.com/

Folge 70 - Schluss mit schnell

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Folge 70 - Schluss mit schnell

In dieser Folge

  • erzählt Carsten von der ARTE-Dokumentation, die er in den letzten Tagen gesehen hat,
  • sprechen wir darüber was neu für uns ist und was bekannt und
  • erklärt Carsten, warum die Dokumentation einen neuen Blickwinkel in unseren Alltag bringt.

"Schluss mit schnell" ist eine ARTE-Dokumentation aus dem Jahr 2014, die heute immer noch so aktuell ist, wie vor 3 Jahren, wenn nicht noch aktueller.

Und auch wenn der vegane Aspekt in dieser Dokumentation (mal wieder) nicht vorkommt, lohnt es sich trotzdem über Entschleunigung nachzudenken.

Müssen wir denn immer alles so schnell wie möglich erledigen?

Noch ein Tipp: lies die Kommentare unter dem YouTubeVideo nicht- reine Zeitverschwendung ;-)

Links zur Folge

Folge 69 - Wenn Dir alles zuviel wird

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Folge 69 - Wenn Dir alles zuviel wird

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Ohnmacht, die uns ab und an niederstreckt,
  • erzählen wir Dir was wir tun, wenn uns alles zu viel wird und
  • geben wir Dir Tipps, was Du tun kannst, um aus dem Loch wieder herauszukommen.

Sicher kennst Du das auch. Dieses Gefühl der Ohnmacht, dieses Gefühl, dass Du allein ja doch nichts ändern kannst, dass trotzdem immer weiter Tiere sterben und Du als Einzelperson eigentlich völlig machtlos bist.

Wir sind schon öfter durch solche Täler gegangen und wollen mit Dir nun unserer Erfahrungen teilen.

Vor allem aber wollen wir nicht im Dunkel verweilen, sondern mit Dir wieder hinaus ins warme, helle Sonnenlicht gehen. Und dafür haben wir einige Tipps für Dich zusammengestellt.

Links zur Folge

Harald Welzer: Klimakriege
https://www.buch7.de/store/product_details/107598352

Jane McGonigal: Gamify your Life
https://www.buch7.de/store/product_details/1026096250

Das Spiel zum Buch
https://www.superbetter.com/

Hier kannst Du "Für Milch sterben Aufkleber" bestellen
https://www.facebook.com/fjodorrr/

Und jetzt sind wir neugierig...

Lass uns gemeinsam eine Liste voller Power-Ups erstellen.

Schreib einen Kommentar: Wie kommst Du aus dem Dunkel wieder raus?

Stefanie & Carsten

Vegane Dokumen­ta­tio­nen und Filme

Ein Beitrag

Folge 68 - Vegane Filme

In dieser Folge

  • stellen wir Dir die Dokumentationen "Gabel statt Skalpell", "What the health" und "Carnage" vor,
  • erzählen wir über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Filme und
  • erklären wir Dir, warum "Carnage" ganz anders ist, als die anderen Filme...

Obwohl "Gabel statt Skalpell" schon etwas älter ist, hatten wir diese Dokumentation bisher noch nicht gesehen und es hiermit nachgeholt- Check. :-)

Zum Film gibt es auch ein Kochbuch, das wir noch nicht getestet haben- beim nächsten Bücherhallenbesuch holen wir das nach.

Auch zum neuen Dokumentarfilm "What the health", von den Machern von "Cowspiracy" gibt es ein Kochbuch- durchaus sinnvoll, weil es die Menschen nach einer Umstellung auf rein pflanzliche Ernährung nicht alleine lässt.

Die BBC-Dokumentation "Carnage" ist dagegen ganz anders als die beiden genannten Filme- sie schaut aus der Zukunft auf unsere heutige Gegenwart und fragt sich, was wir hier eigentlich treiben.

Transkript (Korrektur gelesen von Rupert)

Stefanie Heute wollen wir dir ein paar Filme vorstellen, die wir in letzter Zeit geguckt haben.

Carsten 3 Stück.

Stefanie Genau und das eine ist Yakari (lacht). Nein, also wir reden heute über Dokumentationen.

Carsten Yakari, genau. Schon total geschädigt.

Stefanie Das ich immer wieder angucken muss ja, also jedenfalls, es sind 3 Dokumentationen.

Carsten , erzähl doch mal, welche sind das denn, außer Yakari?

Carsten Wir haben was anderes geguckt also.

Stefanie Zwischendurch, zwischen den einzelnen Folgen.

Carsten Was Ernstes, genau. Das ist zum einen „Carnage“.

Stefanie Das ist hört sich so ähnlich an wie Yakari, Carnage, Ya-ka-Ri, Car-Nage.

Carsten Ja, ist vielleicht auch so aus dem indianischen her, ne? Nein, Carnage ist eine BBC Dokumentation, die ist kostenfrei gewesen.

Stefanie Ja also, ich hab jetzt, ich dachte halt auch das kann man sich kostenlos angucken. Ich hab jetzt rausgefunden, dass manche Menschen illegal die auf Youtube hochgeladen haben, diese Dokumentation, das heißt, du solltest einfach mal auf Youtube nach Carnage und BBC suchen, dann findest du den Film auch.

Carsten Genau, das war der erste Film, dann haben wir noch 2 weitere geguckt, einer, der schon etwas bekannter ist, der sagt dir

Stefanie Ein älterer, „Gabel statt Skalpel“

Carsten Genau, und als dritten Film haben wir ganz aktuell „What The Health“ geguckt. Von Kip Andersen, der auch Cowspiracy gemacht hat, das ist so sein zweiter Film. Diesmal schaut er dann in den Bereich Ernährung und nicht in den Bereich, ja ökologische Auswirkungen der Massentierhaltung.

Stefanie Aber das Ende ist das gleiche wie beim letzten Mal: Leb vegan.

Carsten Ja, genau.

Stefanie So deswegen ist auch Colleen Patrick-Goudreau mit ihrer 30 Tage Challenge auch wieder mit dabei, auf der Take Action Seite. Also wenn du auf What The Health gehst, hat sie dann noch einen, also gibt es da einen Take Action Bereich und da kannst du dich dann wieder für die 30 Tage Challenge anmelden. Wenn du das noch nicht gemacht hast, ist es eine Empfehlung von mir, sie hat das wirklich super aufbereitet. Das ist kostenlos zumindest war es das damals. Ich habe jetzt grad nicht mehr reingeguckt, ob es jetzt diesmal kostenlos ist, aber ich nehm mal an, es ist immer noch so. Und da kriegst du dann 30 Tage lang jeden Tag eine Email von Colleen, Patrick-Goudreau, und Sie hat das echt ganz toll aufbereitet. Also, das lohnt sich, das da mal anzuschauen, selbst wenn du schon vegan lebst. Das ist sehr interessant, sie hat da ganz viele Informationen reingepackt. Und darum ging es jetzt eigentlich gar nicht, aber ich wollte das noch mal erwähnen.

Carsten Genau, die beiden letztgenannten Filme sind inhaltlich auch sehr nah beieinander, Gabel statt Skalpell und What The Health schauen auf die gesundheitlichen Auswirkungen einer pflanzenbasierten Ernährung.

Stefanie Genau und da - ist aber das Wort The Healt? What The Health? (lacht) ist, finde ich, von den Bildern her irgendwie schon besser.

Carsten Ja, also Gabel statt Skalpell wirkt so ein bisschen, hast du auch schon treffend gesagt, so ein bisschen wie aus den 80er Jahren

Stefanie Das ist alles nicht so

Carsten Der ist aber aktuell der Film, also das sind jetzt nicht so uralte Dokumentationsschnipsel, aber irgendwie die Machart, die ist schon so ein bisschen altbacken. Und What The Health, ja, wer Cowspiracy gesehen hat, in der gleichen Machart, ne, so ein bisschen frischer. Optisch sehr ansprechend, super Kameraführung, und natürlich auch so ein bisschen dieses investigative, also beim… wobei in beiden Filmen hast du quasi einen Protagonisten, der seine eigene Geschichte da so ein bisschen mit einbringt.

Stefanie Wobei bei Gabel statt Skalpell ist das nur ganz, ganz am Rande, das ist jetzt nicht so der rote Faden mit dem

Carsten Nein, es ist nicht der rote Faden, aber er lässt sich ja selber irgendwo von einer, ich sag jetzt mal er stellt seine Ernährung um und bekommt dann halt eben doch die positiven Effekte einer veganen Ernährung am eigenen Leib zu spüren und

Stefanie Ja, wobei jetzt das dann auch nicht der Regisseur war

Carsten Das weiß ich nicht.

Stefanie Nein, der hieß anders

Carsten Alos nicht Anders, sondern er hatte einen anderen Namen

Stefanie Genau, er hatte einen anderen Namen, ja, aber jetzt wollen wir genau, sollen wir einfach mit What The Health anfangen?

Carsten Starte mal

Stefanie Achso ich, ja, ich dachte du

Carsten Du bist die Rädelsführerin

Stefanie Rädelsführerin (lacht), ja, ich richte mal mein Abzeichen und dann gehts los, also What The Health haben wir gestern erst geguckt, den gibt es im Moment nur auf Englisch und teilweise haben die so schnell geredet, dass ich nicht alles verstanden hab. Aber ich glaube, den Kern habe ich verstanden. Da geht es natürlich jetzt wieder darum, aufzuklären, wie die Zusammenhänge sind zwischen der Ernährung, was auch von den Einzelnen, ja, Gesundheitsorganisationen, aber eben auch diesen einzelnen Stiftungen, ich weiß nicht, sind nur Stiftungen, aber jedenfalls also.

Carsten Es sind auch ja Stiftungen und Gesundheitsorganisationen, also offizielle Staatsorgane teilweise

Stefanie Was von denen propagiert wird, was man essen soll, wenn man jetzt irgendwie an Diabetes oder Herz…

Carsten Heart diseases

Stefanie Herzkrankheiten leidet. Oder eben an Krebs. Da war Brustkrebs, das war ja auch so ein großes Thema.

Stefanie Was, was man dann, wie man damit umgehen soll, das findet man alles auf deren Internetseiten. Da sind dann eben auch Ernährungsempfehlungen, und der Kip Andersen deckt dann eben wieder auf, dass das aber entgegenläuft gegen diese Studien, die sagen, dass, wenn du genau das isst, also jetzt Fleisch in dem Sinne und auch vor allem verarbeitetes, stark verarbeitetes Fleisch, das macht dich eigentlich erst krank. Und wenn du jetzt den krebskranken oder den Menschen, die an Diabetes leiden, dann diese Ernährung empfiehlst dann ist das irgendwie sinnbefreit und da ruft er eben auch dann öfter an und wird immer abgewimmelt

Carsten Genau, er versucht der Sache nachzugehen, also er steigt auch, ich glaube, ich weiß nicht, ob das initial war, oder irgendwo erwähnt er dann ja auch diese Studie der Weltgesundheitsorganisation, die verarbeitetes Fleisch hier in die gleiche Krebsgefährdungskategorie eingebracht hat wie Rauchen, Asbest und Plutonium, und versucht dann die entsprechenden offiziellen Stellen damit zu konfrontieren und zu sagen, ihr versucht hier gerade irgendwie eine Antikrebs, also dieses Brustkrebs, diese Vereinigung und das, ich weiß jetzt nicht mehr, wie die amerikanische Organisationen gegen Krebs heißt. Die propagieren ja auf ihrer Internetseite oder auf ihren Internetseiten immer noch so eine gesunde Ernährung, die aber sehr Fleischlastig ist. Und mit solchen Zahlen konfrontiert er die und sagt, wie passt denn das zusammen? Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt genau das Gegenteil von dem, was ihr da gerade auf eurer Internetseite habt, ich würde ganz gerne mal drüber sprechen. Und da kommt er halt nicht weit.

Stefanie Genau, also er findet eigentlich nur eine Person, mit der er sprechen kann, und die würgt ihn dann auch mitten im Interview ab, wenn es eigentlich wirklich darum geht zu erklären, warum empfehlen die denn jetzt, dieses Fleisch zu essen, wenn das doch überhaupt nicht gesund ist

Carsten Ja, und interessant ist dann im Nachgang, also er führt oder versucht halt, diverse von diesen Organisationen zum Gespräch zu bewegen. Nachdem er da scheitert, und auch nachdem dieses eine Interview, was tatsächlich stattfindet, dann so unvermittelt abbricht, zeigt er halt oder versucht er zu recherchieren, wo könnte denn jetzt die Ursache für dieses Schweigen, oder für diesen abrupten Gesprächsablauf liegen und klärt dann halt auf, dass diese Organisation einen Großteil ihrer Gelder durch die Fleischverarbeitende oder generell aus der Lebensmittelindustrie bekommen.

Stefanie Und nicht nur davon, sondern eben auch von vielen Medikamentenherstellern, und das, also der Film wird wieder so, ja, mit Parallelsträngen aufgefüllt, sage ich als Cineastin (lacht), jedenfalls gibt es da eben noch Menschen, Einzelbeispiele, die gezeigt werden, die am Anfang eben eine Riesenbatterie an Medikamenten nehmen müssen, weil sie an bestimmten, also an Diabetes zum Beispiel oder Herzkrankheiten oder generell an bestimmten Problemen leiden.

Carsten Also multikaputt, wollte ich gerade schon sagen

Stefanie Ja, genau, und also eine Dame wird da vorgestellt, der gesagt wurde, dass sie in den nächsten 30 Tagen auf jeden Fall einen Herzinfarkt bekommen wird, und sie setzt, also alle, die vorgestellt werden, setzen ihre Medikamente ab und steigen um auf eine pflanzenbasierte Ernährung und haben dann alle nach zwei Wochen schon den Effekt, dass sie keine Medikamente mehr brauchen. Ja also so, dass ist einfach, und die eine wird gezeigt, dass sie kaum mehr laufen kann, nur noch mit so einem

Carsten Rollator

Stefanie Rollator, genau, und danach kann sie wieder ganz normal gehen. Also so, es wirkt so ein bißchen wie Wunderheilung (lacht), ich hab nochmal gedacht, das sind, das sind schon so Extrembeispiele, das wirkt so, als wäre Jesus vorbeigekommen und hätte die Hand aufgelegt. Also ich weiß nicht, ob das so, also ich hab solche, also wir haben später dann nochmal drüber gesprochen, dass ständig werden solche Dinge gezeigt, dass, sobald du vegan lebst, also auf eine pflanzenbasierte Ernährung umsteigst, fühlst du dich fitter, gesünder, toller, dein Leben hat sich einfach super bewährt und du bist einfach ein Jungbrunnen und so und

Carsten Alles quasi über Nacht, innerhalb von wenigen Tagen.

Stefanie Ich meine, wir leben jetzt seit mehr als zwei Jahren vegan, also mir ist es nicht passiert, ich hab nur, also ich hab darüber nachgedacht, vielleicht liegt es daran, dass ich von vegetarisch auf vegan umgestiegen bin. Das könnte halt sein, dass es, dass, die meisten steigen, also die gezeigt werden mit diesem super mega wow Beispielen, sind ja die, die von „ich ess extrem ungesund und Fleisch und alles“ auf „ich esse jetzt auf einmal extrem gesund und Pflanzen basiert“ umsteigen, und da kann ich mir das natürlich vorstellen, dass es so einen Megaeffekt gibt

Carsten Gut, das sind natürlich auch ich sag mal so wirklich ganz, ganz massiv kranke Personen gewesen, die hatten extrem hohe Cholesterinspiegel, standen kurz vorm nächsten Herzinfarkt und keine Ahnung, wars im Grunde genommen eigentlich keine wirkliche Lebensperspektive mehr so aus gesundheitlicher Sicht betrachtet. Und wir waren ja von vornherein, also wir beide, bevor wir umgestellt haben, ja nicht krank, wir waren ja eigentlich schon relativ gut gesund und haben uns ja mit frischen Sachen dann schon versorgt, haben auch immer schon selber gekocht, also es war jetzt nicht so, dass wir jetzt irgendwelche Fast Food Junkies gewesen sind oder halt komplett

Stefanie Sind wir halt jetzt erst

Carsten Ja, jetzt

Stefanie Seit wir vegan leben, gehen wir nur noch zu Vincent Vegan

Carsten Wollte ich gerade sagen

Stefanie (lacht) übrigens geht es geht gleich nochmal los

Carsten Diese Folge ist gesponsert von (lacht)

Stefanie (lacht) Übrigens, unser heutiger Sponsor: die vegane Fast Food Industrie...

Carsten Genau richtig, ja, Rügenwalder

Stefanie Das ist doch nicht, naja, gut. Also ja das, das finde ich, also ich meine klar, ich finde es beeindruckend, was da passiert, aber irgendwie, ich kann es nicht, ich kann es nicht bestätigen.

Carsten Nee, leider nicht, also ich hätte es auch ganz gerne irgendwie so am eigenen Leib erfahren, dieses, diese Wunderheilung von heute auf morgen einfach viel mehr Energie zu haben und

Stefanie Ja, ich habe auch gehört, so bei vielen, dass sie gesagt haben, meine Allergien sind alle weg, meine Neurodermitis ist weg, alles ist viel besser geworden. Und bei mir ist es eigentlich nicht so. Also ich habe wirklich vor, jetzt muss ich nachrechnen, vor 8 Jahren oder so hat es bei mir angefangen mit Allergien. Vorher hatte ich gar keine Allergien, und dann hat es irgendwie mit Allergien angefangen und dann, die sind jetzt aber nicht weg, also so ab und zu also merke ich das schon, dass ich mal wieder was irgendwie ein paar mehr Nüsse essen kann, als ich vorher essen konnte, aber das ist alles so, das ist nicht durch die vegane Ernährung weggegangen, also ich behaupte mal, dass vieles eben auch psychisch sein kann, also durch Stress bedingt.

Carsten Ja, ich denke, da gibt es noch ganz viele andere Einflussfaktoren.

Stefanie Das ist nicht nur die Ernährung definitiv. Ja.

Carsten Ja, was sonst? In diesem Film also, unabhängig davon, dass wir jetzt diese Wunderheilung am eigenen Leib nicht bestätigen können, muss ich sagen, er war sehr sehenswert, wobei er für Leute, die sich schon so mit diesem veganen Ernährungsthema auseinandergesetzt haben, nicht wirklich bahnbrechend Neues gezeigt hat.

Stefanie Und vor allem, weil wir vorher Gabel statt Skalpell geguckt haben, und dann kommen halt immer die gleichen Menschen vor, die die gleichen Sachen erzählen und dann irgendwann weiß man es halt. Das ist, war auch, also wer, wenn du Hope For All gesehen hast. Also wie gesagt, ich empfehle den jetzt nicht uneingeschränkt, weil da so ziemlich krasse Szenen drin sind, und wenn du einmal krasse Szenen gesehen hast, musst du den Film nicht gucken. Aber Hope For All war auch so ähnlich aufgebaut, nur noch dramatischer, so mehr schwarz-weiß, also so mit dieser Musik, wenn die bösen Fleischesser kamen und mit der beschwingten „Huuh Musik“, wenn die braven, tollen Pflanzenesser kamen, also das war so mehr so, da hatten wir ja auch schon mal drüber gesprochen. Nur da war es auch wieder so, dass Menschen gezeigt wurden, die durch diese pflanzenbasierte Ernährung eben Wunderheilung erfahren haben, und das ist so, ja, das kann natürlich ein starkes Motiv sein, also wie gesagt, ich bin halt einfach nicht so der Typ, der so auf dieser Gesundheitsschiene ist. Mir bedeutet das einfach nicht so viel, wahrscheinlich, weil ich einfach so eine Grundgesundheit habe und nicht, nie irgendwie so extrem krank war. Aber vielleicht ist es für manche hilfreich, aber manchmal denke ich ja auch, vielleicht ist das auch schon wieder zu extrem, das wirkt schon wieder so Sektenhaft

Carsten Ja, also ich will das nicht in Abrede stellen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es diese Effekte gibt, und dass auch Menschen genau das erleben, ja.

Stefanie Natürlich, das glaube ich auch, ich meine nur, wenn man immer wieder diese Wunderheilungen zeigt, dass es dann vielleicht so ein bisschen ja, dann erwartest du eben auch selbst, dass es bei dir passiert

Carsten Ja klar

Stefanie Und wenns dann nicht passiert, dann ist halt.

Carsten Dann ist die Enttäuschung da

Stefanie Genau, ist die Enttäuschung da und dann ist die vegane Ernährung schuld, weil die nicht das versprochen hat, äh nicht das gehalten hat, was sie versprochen hat. Versprochen vielleicht schon (lacht), aber nicht und das, ich denke halt irgendwie, es ist alles sehr, sehr individuell.

Carsten Ja klar, vielleicht picken die sich ja auch so die Rosinen raus, ne, dass sie sich extra Kandidaten aussuchen, wo sie genau diese Effekte haben, ne also die werden jetzt wahrscheinlich im Vorfeld nicht einfach irgendwelche wildfremden Leute ansprechen, keine Ahnung, zehn Leute und dann einer davon hat genau diese Effekte und bei neunen ist halt ein bisschen moderater, also ich glaub schon, dass sie sehr fokussierter vorgehen.

Stefanie Ja.

Carsten Natürlich passiert dann auch klar.

Stefanie Ja ok, aber generell also vielleicht wenn, also wie gesagt, der Film ist im Moment erst nur auf Englisch zu sehen, also vielleicht, wenn du wartest, vielleicht kommt er noch mal irgendwann auf Deutsch raus sind.

Carsten Ich denke schon, im Laufe des Jahres wird er mit Sicherheit auf Deutsch verfügbar sein

Stefanie Ja, ich meine, das war ja bei Cowspiracy auch so. Gabel statt Skalpell ist ja schon ein bisschen älter schon von 2011 oder?

Carsten Ich glaube schon ja.

Stefanie Und da, ja wie gesagt, die Bilder, die wirken aber so, als wären sie von 1980, also klar, da sind noch viele Archivaufnahmen dabei, und da wir Gabel statt Skalpell zuerst gesehen haben und dann erst What The Health, da wirkt es eben so, als würde What The Health sehr viel wiederholen. Aber ja, es sind halt einfach diese Erkenntnisse, die da schon gezeigt wurden, nochmal aufgearbeitet.

Carsten Also ich glaube, der grundlegende Unterschied war, das habe ich so wahrgenommen bei What The Health, es versucht im Hintergrund zu diesen Gesundheitsapparat in Amerika zu hinterfragen, so ein bisschen bloßzustellen, die Zusammenhänge, wo kommen Gelder her, wie ist das ineinander verbandelt, wie sind Einflussnahmen und, und, und. Und das ist schon interessant, aber auch für mich jetzt nichts Neues gewesen

Stefanie Weil wir halt schon die einzelnen Sachen halt gelesen, vor allem „Food Mafia“ müssen wir noch rezensieren

Carsten Ja.

Stefanie Also da steht das halt auch ziemlich viel drin.

Carsten Und bei Gabel statt Skalpell war für mich eigentlich, also das, was im Vordergrund stand und was ich so wahrgenommen habe, die Geschichte von dem Colin Campbell und dem Doktor Esselstyn. Das fand ich ganz interessant in dem Film, einfach mal diese Kombination zu sehen, dass das beides Pioniere waren, jetzt mal aus heutiger Sicht Pioniere für die vegane Ernährung. Die völlig unabhängig gestartet sind, zu gleichen Erkenntnissen gekommen sind, also sprich Verzicht auf tierische Lebensmittel, aber aus unterschiedlichen Sichtweisen und dann im Laufe

Stefanie Wobei bei dem Professor, oder war der nur Doktor? Bei Herrn Esselstyn war es auf jeden Fall so, dass er am Anfang noch Milch mit drin hatte, und dann erst, als er auf den Campbell gestoßen ist, hat er auch die Milch rausgenommen.

Carsten Genau, der hat also quasi seinen Patienten, er selber ist ich glaub, was ist er eigentlich, Herzspezialist, irgendwie so, ja und hatte seinen Patienten eine bestimmte Ernährungsform empfohlen, die schon sehr dramatische Heilerfolge hatte. Also Leute, die quasi kurz vor ihrem finalen Herzinfarkt litten, die wurden dann zu ihm geschickt, und er sagte auch, die waren deutlich kränker als das, was er sich eigentlich erhofft hatte, die ihm zugewiesen wurden, und denen hat er eben eine bestimmte Ernährungsempfehlung ausgesprochen, die schon sehr Pflanzenlastig war. Und damit hat er sehr starke Heilerfolge gehabt. Und später ist er dann auf die Arbeiten von dem Colin Campbell aufmerksam geworden, und hat da dann realisiert, dass auch die Milch und Milchprodukte extrem schädlich sind und hat dann entschieden: Ok, ich wechsel dann diese Ernährungsempfehlungen auf komplett pflanzlich. Und beide, sowohl Campbell als auch Esselstyn sind dann quasi im Laufe ihres Lebens zum Veganer geworden. Und

Stefanie Da werden dann auch also die Kinder, von denen gezeigt bzw. auf jeden Fall, der eine Sohn von dem Doktor Esselstyn wird da gezeigt

Carsten Der bei der Feuerwehr arbeitet.

Stefanie Der bei der Feuerwehr arbeitet, und da dann nochmal zeigt, dass die ganze Feuerwehrmannschaft sich dann vegan ernährt, aber nicht wegen ihm, sondern wegen eines Kollegen, der hatte auch, was hatte der?

Carsten Der hatte einen extrem hohen Cholesterinwert, irgendwie so von 340, 350 oder irgendwie sowas, und da haben die aus Solidarität entschieden, wir verändern jetzt unsere Ernährungsweise, um ihm eben was Gutes zu tun, damit er halt mitzieht. Und sind halt alle, haben sich dann ab dem Zeitpunkt vegan ernährt. Genau und wie es so sein sollte, auch die sind dann auf einmal fitter geworden.

Stefanie (lacht)

Carsten Und haben mehr Ausdauer gehabt

Stefanie Ja, irgendwie, alle machen das

Carsten Ich kann mich da noch an die Szene erinnern, wo er dann diese Feuerwehrstange hochklettert, aber ohne Beine, sondern nur mit den Armen und dann beim Hochklettern so „Echte Männer sind Veganer!“, oder?

Stefanie Eat Plants!

Carsten Eat Plants, genau, so einfach so dieses Machobild ein bisschen zu karikieren

Stefanie Bei Gabel statt Skalpell kann man auch ganz gut nochmal die China Study nachvollziehen, also da wird auch noch mal genau gezeigt, wie die China Study entstanden ist und wie Colin Campbell eigentlich überhaupt zu seinen Ergebnissen gekommen ist.

Carsten Ja, das war auch sehr interessant.

Stefanie Das fand ich interessant, das ist definitiv also, wenn du dich dafür interessierst und für diese gesundheitlichen Aspekte, die eine pflanzenbasierte Ernährung hat, dann sind die beiden Filme auf jeden Fall sehr interessant für dich, also Gabel statt Skalpell bietet mehr so Hintergründe, und What The Health bietet dann mehr dieses investigative, zu zeigen wie stehen eigentlich die Beziehungen da zwischen den Gesundheitsorganisationen und der Industrie und auch der Pharmaindustrie eben. Und warum geben die denn wohl solche Ernährungsempfehlungen heraus? Ja, weil sie eben finanziell abhängig sind. Das ist eben genau das Gleiche, ich habe dabei die ganze Zeit gedacht und wieder und wieder an Thank you for Smoking gedacht. Es ist genau das Gleiche wie mit der Tabakindustrie, damit wird es ja auch verglichen. Das ist so, wie wenn die Egg-Industrie sagt, ja, also die Eierindustrie, wenn die dann da Merkblätter herausgibt, wie man am besten irgendwie mit Eiern umgeht, und die Lambindustrie mit Lammfleisch, und so

Carsten Das sind aber staatliche Ernährungsempfehlungen gewesen?

Stefanie Jaja, und die werden halt von denen, von der Industrie geschrieben und dann nur mit dem Siegel der Staatlichkeit herausgegeben, so dass sie dann nichts mehr machen müssen, da wird denen schon Arbeit abgenommen. Also das heißt, dass wir da wirklich ein bisschen aufhorchen müssen und nicht Autoritätsgläubigkeit an den Tag legen, dass wir sagen ja, aber der Staat hat es doch gesagt, die Gesundheitsbehörde hat doch gesagt, die sind eben anderen Interessen verpflichtet. Nicht uns, dem Volk und der Volksgesundheit, sondern der Industrie, und die Industrie möchte natürlich einfach Geld verdienen, ja.

Carsten Ja, was ich jetzt noch zu Gabel statt Skalpell sagen wollte, ist, die Hintergründe über die China Study, die du angesprochen hattest, die sind im Buch der China Study eigentlich auch schon enthalten. Aber ich fand den Film als Ergänzung extrem wertvoll, weil er das Ganze visuell untermauert, das sehr schön aufgearbeitet hat aus meiner Sicht und auch die Beteiligten zeigt. Also da ist halt nicht nur Campbell, sondern auch eben sein chinesischer Kollege, die beide diese Studien durchgeführt haben. Und das einfach mal so wirklich so im Bild zu sehen, das finde ich eigentlich ganz interessant, das war so eine schöne Ergänzung zu dem Buch.

Stefanie Ja. Und jetzt können wir eigentlich Carnage überlagen.

Carsten Carnage, ja, der ist komplett anders gemacht.

Stefanie Ja, Carnage ist quasi eine Dokumentation aus der Zukunft, aus 2067 heraus. In dieser Zukunft leben alle vegan, also rein pflanzlich, das ist eine Gemeinschaft des Mitgefühls. Diese Dokumentation gibt es auch nur auf Englisch, also eben von BBC. Aber das hab ich da jetzt nicht so als schwierig empfunden.

Carsten Ich weiß gar nicht, gab es da Untertitel?

Stefanie Ich bin mir nicht mehr sicher.

Carsten Ich bin mir auch nicht sicher, aber ich fand ihn auch sehr gut verständlich.

Stefanie Ja, also jedenfalls geht es darum, dass ähnlich, also für mich ist das irgendwie so eine Parallele zur Nazizeit zur Aufarbeitung, die Achtundsechziger das sind jetzt die Siebenundsechziger, Zweitausendsiebenundsechziger, vielleicht haben sie extra so gemacht, die dann das sind die Kinder, die schon vegan aufgewachsen sind, und die stellen jetzt Fragen: Warum habt ihr damals Fleisch gegessen, wie konntet ihr nur, was habt ihr getan, wie konntet ihr kleine Babys essen, was war denn da los? Und diese Dokumentation klärt darüber auf, wie es dazu kommen konnte, und geht dann zurück in die Vergangenheit, was dann unsere Gegenwart ist, aber eben teilweise auch unsere Vergangenheit zeigt. Was ich dann auch wieder ja interessant fand, dass sie dann gesagt haben, nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich eigentlich die meisten Pflanzenbasiert ernährt, weil eben kein Fleisch da war, und da haben sie am gesündesten gelebt und dann sind sie durch das Wirtschaftswachstum, Wohlstand und so weiter. Und raus aus dem Mangel bedeutete dann ja eben das Fleisch essen, das sind sie dahin gekommen, dass sie jetzt Mengen an Fleisch essen mussten, so das Gehörte dazu. Und das sollte auch nicht weggenommen werden und dann zeigen sie eben diese Entwicklung bis heute und dann aber eben auch die Entwicklung weiter ab heute bis 2067, und es ist halt

Carsten Genau, so eine fiktive Zukunft wird dargestellt mit eigenen Akteuren, Aktivisten, einer erlebt noch so einen dramatischen Tod, der aufgrund seines Aktivismus, also ein veganer Aktivist, der wohl irgendwie.

Stefanie Der wird dann erstochen und gegessen also (lacht)

Carsten Ja genau, also der Film selber ist lustig, also es ist eher ein sehr humorvoller

Stefanie Es gibt da ein paar kleine Szenen, wo ist wirklich ja dann die Realität im Schlachthaus gezeigt wird, das ist aber nur ganz kurz und zu ertragen, also nicht so wie bei Hope For All, das ist wirklich nur eben kurz einfach, weil die so wie in der Dokumentation das gezeigt haben, das ist ähnlich also mich hat das so ein bisschen daran erinnert wie eben die Aufarbeitung, die bei mir in der Schule stattgefunden hat. Wir haben ganz, ganz viel über die Nazizeit gesprochen. Wir haben ganz viele Filme gesehen über KZs, über Juden vergast werden, über Knochenberge, über Kleiderberge und das Ganze. Wir haben immer wieder solche Filme gesehen. Und irgendwann war so eine Übersättigung da, und ich weiß nicht, ob das irgendwann mit Tier filmen auch so sein wird. Aber so ähnlich, dass eben einfach gezeigt wird, wie war das damals, ist es in dieser Dokumentation auch, aber nur ganz kurz.

Carsten Ja, wobei der Tenor schon ja lustig und.

Stefanie Das ist natürlich so, die haben die Zukunft natürlich sehr interessant da.

Carsten Ja, die nehmen sich selbst nicht so wirklich ernst, ne, also das ist, ich finde es echt gut gemacht, das war richtig gut, richtig unterhaltsam. Was mir noch so im Kopf war, ist diese Szene in der Oper, wo die Opernsängerin die Kuh darstellte und dann das Leiden der Kuh quasi in Form einer Oper?

Stefanie Das eigentlich nicht nur lustig ist, weil das ja wirklich so ist, also so was sie halt da gesungen hat, was sie da gezeigt hat, das ist genau das Leiden der Kuh, das ist heute so. So ist das, und das ist einfach nur in dieser Form dargestellt. Das gibt es natürlich heute nicht, aber so ja, es wird in dieser Dokumentation so gezeigt, dass das mit ein Erweckungserlebnis war, für die Menschen. Eine Form des Aktivismus, die die gezeigt haben, der Aktivist, der später dann erstochen und aufgegessen wurde, der hat am Anfang eher so auf der PETA Schiene, also die Organisation PETA, da immer so mehr so Randale und Krawall, und dann hat er irgendwann, ist er eher auf den Trip der Liebe gekommen, dann so mehr Compassion und Mitgefühl, auch mit allen anderen, und hat versucht dann irgendwie, sich mit Schlachtern und Wurstverkäufern zu vertragen und hat die umarmt und fand es ganz furchtbar eigentlich, also hat das irgendwie versucht, hat dann aber Blumen vor Metzgereien abgelegt

Carsten Genau, so Trauerblumen.

Stefanie Da dann haben sie so in ja, und das also mit so Karten dran, so in also so wie mit schwarzem Rand und also solche, und diese Form des Aktivismus finde ich eigentlich ganz cool, das könnten wir eigentlich auch machen.

Carsten Ja, der Film hatte echt gute Ideen. Ne wo man denkt, warum ist das tatsächlich noch nicht umgesetzt worden? Also das ist schon sehr cool gewesen, was sie da gemacht haben, das war ja auch der Aktivist, der nachher noch in diesem Interview gesagt hat, wir sind gar nicht die Veganer. Ihr seid die Carnisten, genau er hat dann gesagt ich spreche gar nicht davon, dass wir vegan sind, sondern ich sag einfach ihr seid die Carnisten.

Stefanie Genau, „We are all Animals“ hat er gesagt, „We are all Animals, and you are Carnists.“ Und das so ja, wir sind eigentlich in der Gemeinschaft, und ihr stecht heraus, ne, ihr seid die anderen.

Carsten Dass das, einfach mal umzudrehen, das fand ich schon sehr, sehr prägnant, das ist mir so wirklich noch im Kopf geblieben.

Stefanie Ja, also von uns auf jeden Fall die Empfehlung: Schaut das an, wenn du da die illegale Fassung noch findest (lacht). Guck dir das mal an. Und ja, eigentlich alle 3 Filme, je nachdem, wofür du dich interessierst, ne so also wenn das gesundheitliche dich interessiert, dann lohnt es sich natürlich auch Gabel statt Skalpell und What The Health anzuschauen.

Carsten Ja, die waren alle kurzweilig genug, dass man sagen kann, ich kann mich da mal ein Abend mit hinsetzen und mir das anschauen

Stefanie Ja, nur es, also bei den beiden Dokumentationen wiederholt es sich dann schon so n bisschen ne, weil die Akteure halt immer ähnlich sind

Stefanie Nur so der Colin Campbell und der Esselstyn, die kommen halt wirklich in jedem veganen, inf fast jeder veganen Dokumentation vor.

Carsten Wobei, Campbell fehlt bei What The Health. Ja, das hat mich gewundert. Ich hab die ganze Zeit drauf gewartet, ne der ist.

Stefanie Ich bin davon ausgegangen, dass er (lacht)

Carsten Ich habe auch die ganze Zeit drauf gewartet, dass der genannt wird aber.

Stefanie Er hat sich bestimmt gedacht, na ja, den habe ich halt, so den hatte ich halt schon ja ok. Ja also von daher, wenn du jetzt nochmal irgendwie einen Filmabend machen möchtest oder generell mal schauen möchtest, dann guck doch da einfach mal rein.

Carsten Genau.

Stefanie Und wenn du noch irgendwelche Filmempfehlungen für uns hast, dann schreib uns doch einfach einen Kommentar oder eine Email, da freuen wir uns auch darüber.

Carsten Ja, ruhig in der Art von Carnage also, das hat mir sehr gut gefallen, einfach mal nicht so Bierernst, sondern das Ganze so ein bisschen lockerer. Genau ja, dann würde ich auch schon sagen in diesem Sinne.

Stefanie In Hamburg sagt man Tschüss.

Carsten Und auf Wiederhören

Stefanie Sollte ich jetzt noch was sagen darauf?

Carsten Nein. Wollte überlegen, wie ich jetzt ende.

Stefanie Ok, Tschüss.

Links zur Folge

Folge 67 - Vegan in Gesellschaft

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Folge 67 - Vegan in Gesellschaft

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir von Erlebnissen, die wir bei Familienfeiern und Firmenfrühstück hatten,
  • sprechen wir über den Spielraum, den wir als Veganer haben und
  • verrate ich Dir mein neu-entdecktes, super-einfaches Pralinenrezept :-)

Ostern ist gerade vorbei und sicherlich hast Du auch den ein oder anderen Tag in größerer Gesellschaft verbracht.

Manchmal fällt das ganz leicht, weil sich alle Mühe geben und an Dich denken oder vegane Speisen schon ganz normal sind. Manchmal bedeutet es etwas mehr Planung, weil die anderen vielleicht noch überfordert sind mit diesem ominösen "vegan".

Und zu anderen Gelegenheiten hast Du vielleicht selbst nicht daran gedacht, Dich zu informieren, ob es vegane Optionen gibt und gerätst in eine Situation, in der Dein Gegenüber sich unwohl fühlt, weil Du ihre Restaurantempfehlung ausschlägst.

Über das und noch ein wenig mehr plaudern wir in dieser Podcastfolge.

Folge 66 - Vegan bedeutet Mangel

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Folge 66 - Vegan bedeutet Mangel

In dieser Folge

  • stelle ich Dir meine These zum Ursprung der Gleichung "Vegan = Mangelernährung" vor,
  • spreche ich mit Carsten über meine Milchforschung und
  • echauffiere ich mich ein wenig über die gängigen Diskussionen, ob Milch gesund oder ungesund sei.

Im vergangenen Jahr habe ich viel zum Thema Milchwerbung geforscht und bin dabei immer tiefer in die Vergangenheit eingetaucht.

Während ich meine gesammelten Materialien Schritt für Schritt ausgewertet habe, bin ich auf einen geschichtlichen Zusammenhang gestoßen, der mich letztendlich zu der "Mangelthese" geführt hat, die ich Dir in dieser Folge vorstellen möchte.

Ich finde es wichtig die Gegenwart nicht losgelöst von der Vergangenheit zu betrachten. Wir stehen heute hier aufgrund unserer Vergangenheit.

Immer wieder gab es Menschen, die für ihre Rechte auf die Straße gegangen sind. Alle Privilegien, die wir heute haben, wurden von unseren Vorfahren hart erkämpft.

Heute sind wir dran. Nie war der Boden besser bereitet, oder, um es mit Satres Worten zu sagen "Wir sind frei- das ist ein Privileg und eine Verpflichtung!"

Links zur Folge

Milchartikel in der Schrot&Korn (über archive.org lesen)
http://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/machts-die-milch-noch.html

Folge 65 - Im Gespräch mit Rachel Suhre

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Folge 65 - Im Gespräch mit Rachel Suhre

In dieser Folge

  • spreche ich mit Rachel Suhre von mamadenkt.de über ihren Weg zum Minimalismus,
  • erörtern wir, wie sie Minimalismus in ihrem Familienalltag integriert und
  • verrät mir Rachel vor welchen Herausforderungen sie steht.

Auf dieses Gespräch habe ich mich schon lange gefreut. Immer ist etwas dazwischen gekommen, jetzt hat es endlich geklappt. :-)

Rachel beschäftigt sich schon lange mit den Themen Minimalismus und Nachhaltigkeit.

Da sie auch Mutter von drei Kindern ist, hat mich ganz besonders interessiert, wie sie den Minimalismus in ihren Familienalltag integriert und wie ihre Umwelt darauf reagiert.

Danke noch einmal Rachel, dass es endlich geklappt- es war ein schönes Gespräch :-)

Links zur Folge

Rachels Blog
mamadenkt.de

Mehr über Rachel
http://www.rachelsuhre.de/

Folge 64 - Vegane Kochbücher Volume 2

Ein Beitrag

Folge 64 - Vegane Kochbücher Volume 2

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir welche Kochbücher es im Laufe des letzten Jahres es in unsere Küche geschafft haben,
  • stellen wir jedes Kochbuch ein wenig vor und
  • verraten Dir welche Kochbücher auch wieder gehen durften.

In unserer ersten Kochbuchfolge vor einem Jahr haben wir schon einmal unsere Kochbuchsammlung vorgestellt.

Einige Kochbücher sind geblieben, drei von den Kochbüchern, die wir damals hatten, sind gegangen: No meat athlete, vegan in Topform und das Attila Hildmann Kochbuch haben mittlerweile eine andere Heimat gefunden.

Dafür kamen im Laufe des Jahres einige Kochbücher dazu und darum geht es in dieser Folge.

Seit wir einen Bücherhallenausweis haben, sind wir noch experimentierfreudiger geworden und leihen uns auch spontan neue Kochbücher aus - eine Vorgehensweise, die ich jedem empfehlen kann :-)

Links zur Folge

"Immer schon vegan" von Katharina Seiser
https://www.buch7.de/store/product_details/1023109797

"Vegan schnell, schnell" von Josita Hartanto
https://www.buch7.de/store/product_details/1022443716

"Vegan aber günstig" von Patrik Bolk
https://www.buch7.de/store/product_details/1024902025

Unsere Podcastfolge "Vegan ist teuer"
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-20-vegan-ist-teuer

"Vegane Küche für Kinder" von Christina Kaldewey
https://www.buch7.de/store/product_details/1019959556

"Vegan backen mit Ölen" von Kristina Unterweger
https://www.buch7.de/store/product_details/1022443718

"La Veganista: Mein selbstgemachter Power-Vorrat" von Nicole Just
https://www.buch7.de/store/product_details/1026741352

"Foodtruck Kochbuch: Delicious Vegan Fast Food" von Vincent Vegan
https://www.buch7.de/store/product_details/1026035505

"Die Kunst vegan zu backen" von Axel Meyer
https://www.buch7.de/store/product_details/1022492260

"veganpassion - vegane Lieblingsrezepte zum Backen" von Stina Spiegelberg
https://www.buch7.de/store/product_details/1021294016

"A Grain, a Green and a Bean" von bevegt
https://www.bevegt.de/grain-green-bean-buch/

Folge 63 - VeggieWorld 2017

Ein Beitrag

Folge 63 - VeggieWorld 2017

In dieser Folge

  • erzählen wir Dir von unseren Erlebnissen auf der VeggieWorld 2017
  • berichtet Carsten gaaanz ausführlich über Attila und
  • sprechen wir über die Neuerungen, die es dieses Jahr gab.

Die VeggieWorld war dieses Jahr zum zweiten Mal in Hamburg und deutlich größer als beim letzten Mal. Zwar immer noch in Schnelsen- was nicht gerade zentral in Hamburg liegt, aber nun über zwei Ebenen mit mehr Programm im Angebot.

Es gab Workshops, die man im Vorfeld buchen konnte, jede Menge Vorträge und ganz viele Aussteller.

Es war möglich sich an den Probierhäppchen satt zu essen - einer von uns hat das auch getan, Du darfst raten wer... ;-)

Der Star am Sonntag war Attila Hildmann, den Du auch oben auf dem Foto ganz deutlich sehen kannst. :-D

Links zur Folge

VeggieWorld
https://veggieworld.de/

Unsere Folge zu "Aus kontrolliertem Raubbau" von Kathrin Hartmann
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-36-aus-kontrolliertem-raubbau

Faces of Veganism
https://blog.vgnexp.de/

Buch "Einfach vegan - die süße Küche"
https://www.buch7.de/store/product_details/1019875593

Folge 62 - Vegan nervt aka Karnismus

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Folge 62 - Vegan nervt aka Karnismus

In dieser Folge

  • rezensieren wir das Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy,
  • sprechen wir darüber, warum "Vegan" nervt und
  • lesen wir Dir ein paar Leserbriefe aus der Schrot und Korn vor.

Die Buchrezension von "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" haben wir lange vor uns hergeschoben. Wir haben das Buch schon vor bald 1,5 Jahren gelesen, aber es bisher einfach nicht geschafft darüber zu sprechen.

Dabei ist das Thema so wichtig. Carsten hat mir wieder bewusst gemacht, wie stark die omnivore Ernährungsform auf Gewalt basiert. Dabei ist es jedem klar, der auch nur eines dieser schrecklichen Tiervideos gesehen hat.

Nur dass die Gewalt Methode hat und im System fest verankert ist, das war mir nicht mehr so bewusst.

In dieser Podcastfolge sprechen wir nicht nur über das Buch, sondern auch über Alltagsbeispiele, in denen wir den Karnismus wiederfinden.

Links zur Folge

Schrot und Korn
http://schrotundkorn.de/

Karnismus erkennen Kampagne (mit TED-Talk von Melanie Joy)
http://karnismus-erkennen.de/

Karnismus-Video von "Vegan ist ungesund"
https://www.youtube.com/watch?v=QsjNwjGUftc

"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy
https://www.buch7.de/store/product_details/1020905310

Unsere Folge zu Cowspiracy
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-12-cowspiracy-das-geheimnis-der-nachhaltigkeit

Matrix-Szene "Rote Pille vs. blaue Pille"
https://www.youtube.com/watch?v=CWIfwZ99AVA

The Meatrix
http://www.themeatrix.com/

Unsere Folge "Veganer sind einfach die besseren Menschen"
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-29-veganer-sind-einfach-die-besseren-menschen-reloaded

Buch "Einfach vegan - die süße Küche"
https://www.buch7.de/store/product_details/1019875593

Folge 61 - Selber­machen Reloaded

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Folge 61 - Selbermachen Reloaded

In dieser Folge

  • nehmen wir Bezug auf unsere Folge zum Thema DIY von vor fast einem Jahr,
  • erzählen wir Dir, was wir seitdem noch alles selbermachen und
  • berichten wir Dir, was aus unseren damaligen Vorhaben geworden ist.

Selbermachen hat für uns einen hohen Stellenwert. Auch wenn es zeitintensiv ist, so überwiegen in den meisten Fällen die Vorteile.

Wenn Du etwas selber machst, weißt Du, was drin ist. Du sparst in den meisten Fällen Verpackungsmüll und Geld.

Damit tust Du nicht nur Dir selbst, sondern auch Deiner Umwelt etwas Gutes. Bei uns ist noch viel Luft nach oben, was das Selbermachen angeht.

Trotzdem haben wir im vergangenen Jahr viele Dinge ausprobiert und etabliert- das wollen wir in dieser Folge mit Dir teilen.

Links zur Folge

Und jetzt sind wir neugierig...

Was machst Du alles selbst? Hast Du noch Tipps für uns?

Erzähle uns doch davon in den Kommentaren.

Stefanie & Carsten

Folge 60 - Veganer sind einfach anders

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Folge 60 - Veganer sind einfach anders

In dieser Folge

  • sprechen wir über das immer wieder auftretende Gefühl anders zu sein,
  • erzählen wir Dir von Begegnungen der dritten Art, die wir erlebt haben und
  • berichten wir Dir von unseren Alltagsstrategien.

Vegan zu leben bedeutet für uns eine stetige Entwicklung. Wir lernen so viele neue Dinge, ziehen Schlüsse daraus und verändern unseren Alltag ein ums andere Mal.

Da bleibt es nicht aus, dass wir abseits vom Mainstream landen und schief angeguckt werden.

Andersherum passiert es uns aber auch immer wieder, dass wir "die anderen" schief angucken, weil sie immer noch Dinge tun, deren Sinn wir schon lange nicht mehr sehen.

Links zur Folge

Und jetzt sind wir neugierig...

Gibt es auch in Deinem Leben Situationen, in denen Du Dich anders fühlst?

Berichte uns doch davon in den Kommentaren.

Stefanie & Carsten

Folge 59 - T. Colin Campbells China Study

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Folge 59 - T. Colin Campbells China Study

In dieser Folge

  • stellt Carsten Dir die beiden Bücher "China Study" und "InterEssen" von T.Colin Campbell vor,
  • erfährst Du wann es Sinn macht die Bücher zu lesen und
  • erklärt Carsten wie es dazu kam, dass "InterEssen" entstanden ist.

Jeder der sich mit dem Thema "Vegan" beschäftigt, hört über kurz oder lang von der China Study. Sie wird als DIE wissenschaftliche Grundlage zur veganen Ernährung bezeichnet.

Grund genug für uns diesem Standardwerk und seinem Nachfolger eine Podcastfolge zu widmen.

Da die Ergebnisse der China Study unter anderem auf Tierversuchen basieren, habe ich in den Links zur Sendung auch die Webseite der "Ärzte gegen Tierversuche" verlinkt, auf der Du Dich u.a. über tierversuchsfreie Methoden informieren kannst.

Links zur Folge

Buch "China Study" von T. Colin Campbell
Buch bei buch7.de

Buch "InterEssen" von T. Colin Campbell
Buch bei buch7.de

Ärzte gegen Tierversuche
Ärzte gegen Tierversuche

Nursus Health Study
http://www.nurseshealthstudy.org/

Folge 58 - Transition: einfach jetzt machen

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Folge 58 - Transition: einfach jetzt machen

In dieser Folge

  • stellen wir Dir zwei Bücher und einen Film vor,
  • sprechen wir über die Transitionbewegung und
  • erklären Dir wie Du Teil des Wandels sein kannst.

Transition ist ein Begriff, der uns nun schon länger begleitet- in den letzten zwei Jahren sind wir immer wieder auf verschiedenste Art über "Transition" gestolpert.

Erst im Nachhinein ist uns klar geworden, dass das "Incredible edible" Projekt der Stadt Todmorden in England auch ein Teil der Transition Bewegung ist.

Und so sind eigentlich alle lokalen Projekte des Wandels ein Teil der großen Transition-Idee, die die ganze Welt erfasst hat. Teilweise im Stillen, so dass es kaum jemand mitbekommen hat, teilweise aber auch sehr medienwirksam wie in England.

Von "Incredible edible" haben wir nun schon in verschiedenen Büchern gelesen und in einigen Dokumentationen gesehen.

Wie Du die Welt durch lokales Handeln veränderst- davon erfährst Du in dieser Podcastfolge.

Links zur Folge

Voices of Transition
http://voicesoftransition.org/de/

Unsere Rezension zu "Tomorrow"
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-19-tomorrow-die-welt-ist-voller-loesungen

Buch "Einfach jetzt machen" von Rob Hopkins
https://www.buch7.de/store/product_details/1021977104

Buch "Befreiung vom Überfluss" von Niko Paech
https://www.buch7.de/store/product_details/1018886872

Transitioninitiativen in Deutschland
http://www.transition-initiativen.de/

Folge 57 - Auf dem Rücken der Pferde

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Folge 57 - Auf dem Rücken der Pferde

In dieser Folge

  • spreche ich mit Carsten über mein einstiges Hobby Reiten,
  • diskutieren wir darüber wie Tierliebe und Pferdesport zusammenpassen und
  • erörtern wir die Pfade, wie wir seit unserer Entscheidung vegan zu leben, beschritten haben.

Ich war wohl was Pferde angeht ein typisches Mädchen. Schon von Kleinauf war ich von Ponys und Pferden begeistert und dazu gehörte auch immer diese zu Reiten.

Meine Zimmer waren voller Pferdeposter, ich hatte "Wendy" abonniert, meine Sommerferien verbrachte ich auf dem Ponyhof, ich bekam Reitunterricht, habe Abzeichen erlangt und Turniere geritten- Pferde waren mein Leben.

Und nun hat sich im letzten Jahr ganz langsam der Zweifel in mein Herz geschlichen: wenn ich Pferde liebe, darf ich sie dann kontrollieren?

Links zur Folge

Folge 56 - Vitamin D und K2

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Folge 56 - Vitamin D und K2

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Vitamine D3 und K2 und deren Verwandten,
  • erklärt Carsten, warum und wann Du Vitamin D supplementieren solltest,
  • erörtern wir was Vitamin K2 mit der ganzen Sache zutun hat.

Erstmal vorweg: wir sind keine Ernährungsberater und glänzen hier nur mit angelesenem Wissen.

In diesem Fall glänzt Carsten, da alles Gesundheitliche in sein Metier fällt.

In den letzten Wochen hat Carsten jede Menge Fachbücher über Vitamin D und Vitamin K gelesen und möchte sein Wissen nun in dieser Folge mit Dir teilen.

Wenn Du Dich fragst, ob die Empfehlungen Vitamin D zu supplementieren nur Geldschneiderei sind, dann lass Dich beruhigen: das ist es nicht.

Links zur Folge

Buch "Vitamin D - Die Heilkraft des Sonnenvitamins"
http://www.buecherhallen.de/medium/?cn=T016836542

Buch "Gesund in sieben Tagen : Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie ; ein Leitfaden für die Praxis / Raimund von Helden"
http://www.buecherhallen.de/medium/?cn=T018101143

Buch "Vitamin D : das Sonnenhormon ; warum die Sonne so wichtig für uns ist ; wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken / Jörg Spitz ; William B. Grant"
http://www.buecherhallen.de/medium/?cn=T01736536X

Buch "Vitamin K_1tn2 : vielseitiger Schutz vor chronischen Krankheiten / Josef Pies"
http://www.buecherhallen.de/medium/?cn=T01591066X

Das Vitamin D-Präparat, das wir nutzen
http://www.sunday.de/vitamin-d/

Warum essen Veganer keinen Honig?

Ein Beitrag

Folge 55 - Warum essen Veganer keinen Honig?

In dieser Folge

  • sprechen wir darüber warum Veganer eigentlich keinen Honig essen,
  • erzählen wir Dir von den beiden Dokumentationen, die wir angeschaut haben und
  • berichten wir von den Erkenntnissen, die wir daraus gewonnen haben.

Honig und Bienen sind ein Thema, das wir bisher vernachlässigt haben. Zwar haben wir schon lange Honig durch Agavendicksaft ersetzt, trotzdem haben wir uns noch nicht näher mit den Hintergründen der Honigproduktion beschäftigt.

Durch die beiden Filme, die wir uns angeschaut haben, haben wir noch einiges dazulernen können und wir geben dieses Wissen gerne an Dich weiter.

Bienen sind faszinierende Geschöpfe und wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen.

 

Links zur Folge

Film "More than honey"
http://www.morethanhoney.ch/

Film "Bienen- Himmelsvolk in Gefahr"
über buch7.de kaufen

Mao, die Spatzen und die Bienen
http://www.bee-careful.com/de/initiative/menschliche-bienen-china/

Folge 54 - Hat Dein Hobby einen Haken?

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Folge 54 - Hat Dein Hobby einen Haken?

In dieser Folge

  • spricht Carsten über seine Vergangenheit als Angler,
  • sprechen wir über den (scheinbaren) Widerspruch zwischen Naturschutz und Angeln,
  • erörtern wir die Gefühlswelt der Fische.

Angeln ist ein Sport. Mit Wettkämpfen, Wettbewerben und Vereinen.

Wer Angeln will, muss eine mehrwöchige Prüfung ablegen, die nicht nur das waidgerechte Töten beinhaltet, sondern auch Naturschutzaspekte berücksichtigt.

Angeln ist also mehr als ein Hobby - ein Sport mit Brief und Siegel.

Was die Faszination am Angeln ist und warum so viele diese Sportart wählen, darüber (und noch über ein paar andere Dinge) spreche ich mit Carsten in dieser Podcastfolge.

Links zur Folge

Und jetzt sind wir neugierig...

Konnten wir Dir mit dieser Folge weiterhelfen?

Hinterlasse gerne einen Kommentar.

Stefanie & Carsten

Folge 53 - Viele gute Vorsätze

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Folge 53 - Viele gute Vorsätze

In dieser ersten Folge des Jahres 2017

  • sprechen wir über alles, was wir uns für das neue Jahr vorgenommen haben,
  • laden wir Dich ein mit uns zu gehen und
  • stellen wir Dir eine Möglichkeit vor uns zu unterstützen.

Neues Jahr, neues Glück?

Auf jeden Fall ist der Anfang des Jahres für viele eine Art Neustart, eine Zeit, in der man noch sehr motiviert einige Ziele verfolgt und gute Vorsätze fasst.

Wir haben viel gelernt im vergangenen Jahr und wollen vieles von dem in diesem Jahr weiterführen und noch vertiefen.

Außerdem möchten wir Dich noch ein bisschen besser kennenlernen und habe diese kleine Umfrage für Dich vorbereitet: https://veganrevoluzzer.typeform.com/to/R3IK16

Herzlichen Dank schon einmal fürs Mitmachen. :-)

Links zur Folge

Umfrage zu Patreon
https://veganrevoluzzer.typeform.com/to/R3IK16

Harald Welzer "Selbst denken"
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-49-harald-welzer-selbst-denken

Rezepte zum plastikfreien Leben
https://plastikfreier-leben.de/selbst-gemacht/

Nicole Just "Mein selbst gemachter Power-Vorrat"
z.B. bei buch7.de kaufen

Stückgut - der Unverpacktladen in Hamburg
https://www.stueckgut-hamburg.de/

Marie Kondo "Magic Cleaning"
z.B. bei buch7.de kaufen

Secondhandladen-Karte
https://www.google.com/maps/d/u/0/viewer?mid=z_lQQLJXTFNo.kVnRMp5xZLng

Meine Forschung zur Milchwerbung
forschung.stefanie-rueckert.de

Hamburg vegan erkunden
Hamburg vegan

Wandelwoche
http://www.wandelwoche.org/

Und jetzt sind wir neugierig...

Machst Du mit? Was sind Deine guten Vorsätze?

Erzähl uns doch davon in den Kommentaren.

Stefanie & Carsten

Folge 52 - Das war (unser) 2016

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Folge 52 - Das war (unser) 2016

In dieser Folge

  • präsentieren wir Dir einen traditionellen Rückblick auf unser Jahr 2016
  • erzählen Dir wofür wir dankbar sind und
  • freuen wir uns über die vielen Entwicklungen, die in diesem Jahr stattgefunden haben.

Diese letzte Folge in diesem Jahr ist ganz dem Zurückschauen gewidmet.

Wir freuen uns, dass Du uns durch das ganze Jahr auf unserer Forschungsreise begleitet hast und heben noch einmal einige Highlights hervor.

Seit unserem Start im März hat sich einiges getan und wir hoffen, dass wir Dich mit unseren Folgen inspirieren konnten.

Im nächsten Jahr wird es dann in aller Frische weitergehen- wir haben unser Reiseziel noch lange nicht erreicht und so werden wir natürlich noch weiterforschen.

Links zur Folge

Und jetzt sind wir neugierig...

Wie war Dein Jahr 2016? Konnten wir Dich inspirieren?

Wir freuen uns über Deinen Kommentar.

Stefanie & Carsten

Folge 51 - Konsum und Komfort

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Folge 51 - Konsum und Komfort

In dieser letzten Sonderfolge zum Thema Konsum

  • sprechen wir über die Gefahren, die von den komfortablen Konsumangeboten unserer Zeit ausgehen,
  • stellen wir das Buch "Der Circle" von Dave Eggers vor und
  • reden wir über Privatsphäre und Datenschutz.

Ich muss es zugeben: ich bin ein Datenschutznerd. Und bevor ich mich dazu entschieden habe, meine Zeit den Tieren zu widmen, habe ich länger mit mir gerungen, ob ich nicht doch besser für den Datenschutz kämpfen soll.

Letztlich habe ich mich dazu entschieden, dass die Tiere jemanden brauchen, der für sie kämpft- auf unsere Privatsphäre sollten wir alle acht geben.

Umso mehr freue ich mich, dass wir in der heutigen Folge ENDLICH die Themen Privatsphäre und Datenschutz ansprechen können :-)

Ermöglicht hat es mir der Roman "Der Circle" von Dave Eggers, das ich vor kurzem geschenkt bekommen (Danke Nina ;-) ) und sofort durchgelesen habe.

Es führt unsere Gegenwart so perfekt weiter und zeigt welche Möglichkeiten in unserem heutigen Konsum schlummern, das ich es Dir unter keinen Umständen vorenthalten möchte.

Links zur Folge

Buch "Der Circle" von Dave Eggers
Bei buch7.de kaufen

MyLifeBits Projekt
https://www.microsoft.com/en-us/research/project/mylifebits/

Artikel in der c't (Den aktuellen Artikel tragen wir nach, wenn er online ist)
https://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-17-Editorial-Nichts-zu-verbergen-2755486.html

Buch "Sicher in sozialen Netzwerken" von Manuel Ziegler
Bei buch7.de kaufen

Und jetzt sind wir neugierig...

Wie wichtig ist Dir Deine Privatsphäre?

Schreib uns davon gerne (anonym ;-)) in den Kommentaren.

Stefanie & Carsten

Folge 50 - Im Gespräch mit Adrienn von Tóth

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Folge 50 - Im Gespräch mit Adrienn von Toth

In dieser Folge

  • spricht Carsten mit Adrienn von Tóth über die Fragen, wie man Kindern einen entspannten Umgang mit Geld beibringen kann und
  • erörtert die Frage wie man das Verständnis schafft, dass Geld nicht in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht und nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden können.

Adrienn fördert als Coach über www.richfamily.info die finanzielle Kompetenz von Familien.

Carsten und Adrienn sprechen über geniale Ideen wie die "Ampel" und die Familienbank, über Taschengeld, wann, wie oft und in welcher Höhe Taschengeld sinnvoll ausgegeben werden sollte und passend zur Jahreszeit gibt Adrienn noch Tipps zur Gestaltung des Adventskalenders, aber auch Anregungen für schöne Geschenkideen zum Weihnachtsfest.

Links zur Folge

Webseite von Adrienn von Tóth
www.richfamily.info

Kinderfinanzen-Challenge
https://www.richfamily.info/richkids/

Und jetzt sind wir neugierig...

Wie stehst Du zum Thema Kinderfinanzen?

Erzähl uns doch davon in den Kommentaren.

Adrienn & Carsten

Folge 49 - Harald Welzer: Selbst denken

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Folge 49 - Harald Welzer: Selbst denken

In dieser Folge

  • stellen wir Dir das Buch "Selbst denken - eine Anleitung zum Widerstand" von Harald Welzer vor,
  • erzählen wir Dir, was es in uns ausgelöst hat und
  • verraten wir Dir was tun kannst, um Widerstand zu leisten.

Dieses Buch ist eines der wichtigsten unserer Zeit. Du solltest es unbedingt lesen und Dich inspirieren lassen.

Auch wenn es unbequem ist, Deine Komfortzone zu verlassen - es ist ungemein wichtig, wenn Dir Deine Zukunft nicht egal ist.

Natürlich sollst Du Dein Leben nicht in der nächsten Sekunde völlig auf den Kopf stellen. Beginne einfach damit "selbst zu denken".

Übe Dich darin "nicht einverstanden zu sein" und zu Deiner Überzeugung zu stehen.

Leiste Widerstand gegen ein Wirtschaftsmodell, das unseren Planeten verschlingt und unsere Zukunft gleich mit dazu.

Leider hat sich in diese Folge wieder dieses ominöse Störgeräusch eingeschlichen- ich habe versucht es zu entfernen, das Ergebnis war aber nicht wirklich toll, also habe ich die Folge so gelassen und bitte um Nachsicht...

Links zur Folge

"Selbst denken" von Harald Welzer
Das Buch bei buch7.de kaufen

Yes Men
http://yeslab.org/

Meine Forschung zur Milchwerbung
http://du-veraenderst-die-welt.de/forschung

"Wir müssen leider draußen bleiben" von Kathrin Hartmann
Das Buch bei buch7.de kaufen

Die Podcastfolge von bevegt
http://www.bevegt.de/tipps-vegan-podcast/

Stiftung FuturZwei
http://futurzwei.org

Gutscheine für meine Touren kannst Du hier kaufen:
http://du-veraenderst-die-welt.de/touren-verkauf

Und jetzt sind wir neugierig...

Fühlst Du Dich inspiriert? Weißt Du schon wie Du gewesen sein wirst?

Wir freuen uns auf Dich in den Kommentaren.

Carsten & Stefanie

Folge 48 - Soja: gesund oder ungesund?

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Folge 48 - Soja: gesund oder ungesund?

In dieser Folge

  • sprechen wir über die Sojabohne und deren Wirkung,
  • berichtet Carsten über die aktuelle Studienlage,
  • klären wir ob Soja denn nun gesund oder ungesund ist.

Vor einiger Zeit hatten wir Dich in einer Umfrage nach Wunschthemen gefragt und eines davon war, ob Soja gesund oder ungesund sei.

Dieses Thema habe ich direkt an Carsten delegiert und er hat sich sofort an die Recherche gemacht, um dabei festzustellen, dass dieses Thema durchaus zur Lebensaufgabe mutieren kann.

Diese Podcastfolge ist daher nur eine kleine Zusammenfassung dessen, was Carsten sich in den letzten Wochen angelesen hat.

Wenn Du tiefer in die Materie einsteigen möchtest, schaue Dir gerne die Links zu dieser Sendung an. Sie sind ein kleiner Teil dessen, was Carsten bisher gesichtet hat.

Links zur Folge